Beiträge von Aiko

    Hallo Ihr beiden!

    Zitat von Slowly


    Und vielleicht ist dein Mitleid anhand seiner Tränen, doch auch einfach so etwas wie Liebe, Freundschaft und Menschlichkeit gezollt.

    Genau so dachte ich das beim Lesen eben auch. Deine Emotionen kommen und gehen, wichtig ist, wie Du Dich verhälst. Co-abhängig wäre es, wenn Du ihn nun anrufen und trösten würdest.

    In so Trennungssituationen hat mir dann immer geholfen mir zu sagen, dass ich dem anderen damit gar keinen Gefallen täte. Denn wie soll man sich lösen, wenn der andere einen dauernd nett betüddelt?

    Alles Liebe an Dich, Aiko

    Liebe Girasol,

    hab schon geguckt, das gibt es gebraucht ja sehr günstig. Meinst Du die alte Auflage ist noch aktuell? Oder hat sich in einer neuen auflage wohl viel verändert?

    Gegen Feminismus habe ich überhaupt nichts. Eigentlich müsste jede intelligente Frau Feministin und jeder intelligente Mann Feminist sein. ;) Leider wird dieses F-Wort ja oft eher als Schimpfwort gesehen ohne zu hinterfragen was es wirklich bedeutet.

    Liebe Grüße, Aiko (Feministin)

    Liebe Girasole,

    danke für den Buchtipp, schaue ich mir mal in Ruhe an. Mein Vater ist für mich momentan nicht so ein Thema – obwohl seine Abwesenheit sicherlich auch großen Einfluss auf mich hat(te), bin ich ich momentan doch eher an der verdrehten und manipulativen "Erziehung" durch meine Mutter dran.

    Mir geht es ganz gut, verhältnismäßig. XY zieht in ein paar Wochen aus und ehrlich gesagt freue ich mich da momentan drauf. Endlich Bewegung, endlich Luft! Trotzdem macht es mich auch traurig, ich denke in den letzten Tagen oft an unser Kennenlernen und betrauere außerdem den Zerfall unserer kleinen Familie.

    Die Hoffnung habe ich noch nicht ganz aufgegeben, aber es ist mir wichtig ihn loszulassen, da wirke ich gerade.

    Liebe Grüße, Aiko

    Liebe Sadness,

    Zitat


    Statt einfach mal die Ruhe zu geniessen,mache ich mir wieder Gedanken,wie alles nur so weit kommen konnte???

    Ich finde es ok. Trauern gehört zu so einem Schritt dazu. Zu jeder Trennung und in so einem Fall vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Es IST ja auch traurig. Möglicherwiese hilft es Dir, wenn Du versuchst die Traurigkeit zu akzeptieren? Ich finde, Du darfst traurig sein, Dich einsam fühlen.

    Zitat

    ...vll sollte ich mal sortierter schreiben und von Anfang an meine Geschichte in einem NEUEN BEITRAG eröffnen???

    ich stelle mir vor, dass es Dir tatsächlich helfen könnte selbst ein bisschen in Deinem Inneren auzuräumen. Einmal schriftlich Bilanz ziehen. Schreiben kann auch beim Loslassen und verarbeiten helfen. Einen neuen Thread brauchst Du dafür ja nicht unbedingt. Hast Du schonmal überlegt Dich für den geschlossenen Bereich anzumelden? Da kann man freier schreiben was einen bewegt ohne immer zu sehr überlegen zu müssen, wieviel man preisgeben kann.

    Zitat

    Fühl Dich mal gedrückt wenn Du magst.

    Alles Liebe, Aiko[/quote]

    Liebe Else,

    ohje. Nun ist das Brett vor meinem Kopf auch weg. Jetzt weiß ich auch, wie Du an meinen vergrabenen Thread gekommen bist, ich war ja zuerst bei Dir! :D
    Entschuldige, ich kann mir das alles so schlecht merken wenn alles nur virtuell ist. Finde ich total schwierig das Gelesene alles auseinander zu halten und den einzelnen personen zuzuordnen, – vor allem wenn es mm echten Leben auch noch drunter und drüber geht.

    Was Du schreibst hört sich ja ganz gut an – also im Sinne von gesundes Verhalten von Deiner Seite aus. Die Situation ist natürlich nicht so gut. Gut, dass Du Dich da rausnhemen kannst und auch keinen Rat gibst.
    Das fällt mir so schwer. Mein XY kommt zur Zeit oft an und will mit mir drüber reden und legt Wert auf meine Meinung. Und dann steige ich an, zerbreche mir den Kopf für ihn, analysiere, gebe Hinweise, ratschläge ... als wenn ich es wirklich besser wüsste als er ...

    Wenn Ihr nicht zusammen wohnt, wie sieht denn Eure Beziehung aus? Wie oft seht Ihr Euch?

    Hab ich richtig verstanden, dass Du auch ein Kind hast? Wie alt ist es denn? Und dies ist schon Deine zweite Beziehung zu einem Alkoholiker? Fällt mir gerade schwer durch zu steigen, ich habe selbst so viel Chaos im Kopf.

    Liebe Grüße, Aiko

    Hallo Else,

    vielen Dank für Deinen Beitrag hier. Lustig, dass Du minen Thread gerade jetzt hochholst. Ich wollte ohnehin hier mal wieder schreiben, bin ja sonst mehr im geschlossenen Bereich unterwegs. Mag einfach nicht, dass die ganze Welt mitlesen kann und weiß dann imemr nicht wieviel ich schreiben kann und wie wenig damit es dennoch verständlich bleibt.

    Irgendwie tut es doch total gut, hier auf Menschen zu treffen, die ähnliche Probleme haben, – ich fühle mich dadurch weniger allein, verstanden. Verständnis, dass ich erst gerade lerne mir selbst entgegen zu bringen ...

    Mein letzter Eintrag ist ja nun schon über drei Monate her. Die letzte Zeit war sehr schwierig, er hatte extreme Stimmungsschwankungen. So sehr, dass ich einmal sogar dachte es wäre mir lieber, er würde wieder trinken. Nun gipfelte es in einem erneuten Rückfall, kein Absturz aber dafür gleich ein paar mal mäßig getrunken wohl mit der Illusion es doch kontrollieren zu können. Lange Rede, kurzer Sinn: das letzte Wochenende / die Woche war dramatisch. Ich stecke mitten drin im Prozess, die räumliche Trennung wird stattfinden. Eine Wohnung hat er schon, das steht also fest.

    Was mir gerade hilft ist, hier viel zu lesen und auch Bücher über Co-Abhängigkeit zu lesen. Das stärkt mich, hilft mir, meine Wahrnehmung ernst zu nehmen. Therapie mache ich ja auch.

    Soweit erstmal. Ich werde mal Deinen Thread suchen.

    Alles Liebe, Aiko

    Hi Teresa, wir haben gerade Parallel-Schreibing betrieben. Hab einen Beitrag mit einer Frage auf der vorherigen Seite platziert und will hiermit nur sicherstellen, dass der nicht untergeht.
    Liebe Grüße

    Liebe Teresa,
    ich komme jetzt mal hier aus der Ecke geschlichen und falle mit der Tür ins Haus. Hab nur ein bisschen quer gelesen bei Dir gerade, bin eigentlich eher im geschlossenen Bereich unterwegs. Liest sich gut Dein Schreiben! Aber ich kann gerade nicht mehr, zu viel auf den Monitor gestarrt heute (hier und auf der Arbeit).

    Aber ich habe eine Frage an Dich: Wo hast Du Dich denn bzgl. des Umgangs Kind/Vater beraten lassen? Und hast Du Dich auch beraten lassen, wie Du Deinem Kind die Trennung erklärst? Ich weiß ja nicht wie alt Dein Kind ist, ich habe ein Kleinkind und mache mir gerade viele Gedanken um sowas.

    Lebe noch mit meinem XY zusammen, aber er hat schon einen Vertrag für eine neue Wohnung unterschrieben (auch hier ist es, dass er auszieht und ich mit Kind hier bleibe, weil es viel einfacher ist)

    Danke, Aiko

    Liebe Else,

    willkommen zurück! Ich bin erst ein Jahr hier, wir kennen uns also noch nicht.

    Was mir jetzt noch nicht so ganz klar ist: An welcher Stelle willst Du den Schlussstrich ziehen? Du willst ihn ja nicht kontrollieren. So wie es sich für mich liest ist er rückfällig und verleugnet das. Oder hat er in irgendeiner Weise reagiert (außer zu sagen, dass er das Alster weg kippt)? Ist er zum Arzt gegangen? Besucht er noch eine Selbsthilfegruppe? Hat er sich irgendwie geäußert? Macht ihm der Rückfall Sorgen??

    Liebe Grüße, Aiko

    Hallo Ihr,

    hier kommt ein Pieps von mir. Ich habe lange nicht geschrieben und mich jettt auch vorübergehend aus der Geschlossenen ausgeklingt weil ich eine Entzündung am Auge habe / hatte und es deshalb möglichst meide auf Bildschirme zu gucken ...

    Dennoch ein kurzer Statusbericht von mir.

    Mein XY geht weiterhin regelmäßig in die SHG, – zwischendurch konnte er drei Wochen hintereinander nicht hin und hatte prompt einen Rückfall.
    Mich hat es längst nicht so stark aufgewühlt wie ich dachte, ich konnte mich ganz gut ausklinken und habe das auch nicht kommentiert. Er ist dann direkt wieder in die SHG und hat eine Therapie bei der Suchthilfe begonnen, da kann er fünf Stunden machen bis die eigentlich Therapie anfängt, da hat er auch schon einen Termin. Lange Rede, kurzer Sinn: Er meint es scheinbar ernst. Ich bin skeptisch, merke aber, dass er gerade wirklich dran ist.

    Unsere Auseinanderzieh-Pläne liegen derzeit aus verschiedenen Gründen auf Eis. Aber das ist ok miteinander geklärt. Er wird stattdessen erstmal in die Tagesklinik gehen wenn es möglich ist.

    Mir geht es ganz gut. Gesundheitlich leider nicht so, aber ich lerne jeden Tag mehr gut zu mir zu sein und mir Gutes zu tun.

    Liebe Grüße, Aiko

    Liebe Sarawen,

    Du fragst welche Ziele wir haben. Ich habe das dieses Jahr ganz plakativ für mich formuliert: MEHR EGOISMUS. :)

    Entspricht wahrscheinlich Deinem
    „Rauszufinden was mir gut tut und wann ich mich besser aus der Schusslinie nehme. “

    Liebe Grüße, Aiko

    Hallo Beno,

    herzlich Willkommen hier. Gut, dass Du Dich auf den Weg gemacht hast. Dass Du nicht direkt aufgeben willst, das kann ich gut verstehen. Sorge dafür, dass Du und Dein Sohn im Mittelpunkt Deines Interesses stehen. Dein Sohn braucht Dich mehr als Deine Frau Dich braucht, denn sie ist erwachsnen und selbst für Ihr Leben und Handeln verantwortlich. Sieh zu, dass Du gut für Dich sorgst! Was tut Dir denn gut?

    Liebe Grüße, Aiko

    Liebe Girasole,

    ich fand für mich die Einsicht wichtig, dass so eine Kur oder Reha erste Anstöße geben kann, die eigentliche Arbeit und Entwicklung dann aber langfristig folgt.
    Manche gehen ja völlig euphorisiert aus so einer Maßnahme raus um dann zu merken, dass der Aufenthalt selber ja erstmal auch in einem ziemlichen Schonraum stattgefunden hat. Das kann einen schon umhauen.

    Gut, dass Du für Dich sorgst.

    Noch eine Frage: Mittlelradige Episode von was? Depressionen?

    Liebe Grüße, Aiko

    Liebe Paddy, vielen Dank für Deinen Besuch hier.

    über diesen Satz bin ich beim mehrmaligen Lesen Deines Beitrags immer gestolpert:

    Zitat

    Wenn Du etwas verändern willst dann nur indem Du es schaffst hart und konsequent zu sein.


    Damit fühle ich mich ganz und gar nicht wohl. Ich bin ein konsequenter Mensch und ich bin auch oft hart – vor allem zu mir selbst. Und ehrlich gesagt: Ich möchte nicht mehr so hart und konsequent sein. Das klingt sehr anstregend und ist es auch.
    Es geht hier um mich, nicht um XY – und mit mir möchte ich weich sein, voller Verständnis und Mitgefühl.

    Gerade in dieser Konstellation mit einem alkoholkranken Menschen – hier bin ich die Strukturgebende, die Vernünftige, die die vermeintlich immer alles richtig macht - die Streberin. Will ich nicht mehr. Ich will mir Raum schaffen, in dem ich es mir auch erlaube Fehler zu machen. Zugebe, dass ich nicht immer alles besser kann. Das ich Hilfe brauche. (An-)Nehmen lernen.

    Das XY nicht auf die Kleine aufpassen darf wenn er getrunken hat, das ist für mich selbstverständlich, da brauche ich keine Härte oder extra Konsequenz, das ergibt sich von selbst.

    Ich habe jetzt verstanden, dass ICH wirklich NICHT helfen kann. Es ist SEIN Weg. Das heißt nicht, dass ich zunächst nicht auch immer wieder in alte Muster zurückfalle. Das ist ok. Ich sehe auch meine Entwicklung als Prozess und versuche da geduldig mit mir zu sein. Ob das Ganze mit Trennung endet, weiß ich noch nicht. Im Moment ist das nicht mein Weg, hier geht es erstmal nur um räumliche Trennung, darum unsere festgefahrene Struktur in Bewegung zu bringen. Und weil ich Ruhe will, mich auf mich selbst besinnen. Vielleicht macht er das dann ja auch. Vielleicht auch nicht. Das liegt nicht in meiner Hand.

    Natürlich habe ich da Ängste, kann ja auch sein, dass es für ihn dann viel bequemer ist, mehr Freiheit zu haben. Vielleicht trennt ER sich von MIR. Ich nehme das in Kauf, ich halte diese Angst aus weil ich Veränderung will. Für mich.

    Alles Liebe, Aiko

    Liebe girasole,

    schön, Dich hier zu lesen, danke!

    Ja die Sucht war von Anfang Thema. Ich habe sie für mich sogar als Hauptthema angegeben in der ersten Stunde.

    Die Beraterin hat nach einer der ersten Stunden (3,4) mal gesagt, dass sie ab jetzt nur noch moderiert und nicht großartig berät, da XY (noch) nicht bereit für Veränderungen wäre.

    Die chronische Erkrankung habe ich schon länger, nur die Diagnose habe ich erst kurz nach der Geburt unserer Tochter bekommen, weil ich da wieder einen schlimmeren Schub hatte. Das hängt auf jeden Fall mit Stress zusammen, sehe ich auch so.

    Liebe Grüße, Aiko

    Hallo Ihr Lieben,

    hiie mal wieder eine Meldung von mir. Ich bin ja sonst im geschlossenen Bereich unterwegs und schreibe auch meistnicht so ganz viel, weil mein Alltag das einfach nicht zulässt.
    Wir leben hier noch immer zu Dritt, allerdings haben mir die letzten Monate gezeigt, dass Änderungen sich so wie es jetzt ist, nur im Schneckentempo vollziehen.

    Im nächsten Termin unserer Paarberatung (der letzte liegt wegen Krankheit etc. schon viele, viele Wochen zurück) wird es darum gehen wie wir unser Leben zukünftig gestalten. Ich möchte, dass er auszieht. Ähnlich wie Paddy spreche ich dabei nicht von Trennung, nur von räumlicher Trennung. Vor einem kompletten Schnitt habe ich noch zu große Angst.
    Ich habe auch Angst vor dieser räumlichen Trennung, auf vielerlei Ebenen: Emotional, finanziell, Kräfte-mäßig, organisatorisch. Aber momentan denke ich auch, dass es, sollte es eine Chance für uns als Familie geben, dies die einzige ist. Denn so, wie es ist, kann es nicht bleiben. Da muss Bewegung rein.

    Liebe Grüße an Euch alle, Aiko