Liebe Paddy, vielen Dank für Deinen Besuch hier.
über diesen Satz bin ich beim mehrmaligen Lesen Deines Beitrags immer gestolpert:
Zitat
Wenn Du etwas verändern willst dann nur indem Du es schaffst hart und konsequent zu sein.
Damit fühle ich mich ganz und gar nicht wohl. Ich bin ein konsequenter Mensch und ich bin auch oft hart – vor allem zu mir selbst. Und ehrlich gesagt: Ich möchte nicht mehr so hart und konsequent sein. Das klingt sehr anstregend und ist es auch.
Es geht hier um mich, nicht um XY – und mit mir möchte ich weich sein, voller Verständnis und Mitgefühl.
Gerade in dieser Konstellation mit einem alkoholkranken Menschen – hier bin ich die Strukturgebende, die Vernünftige, die die vermeintlich immer alles richtig macht - die Streberin. Will ich nicht mehr. Ich will mir Raum schaffen, in dem ich es mir auch erlaube Fehler zu machen. Zugebe, dass ich nicht immer alles besser kann. Das ich Hilfe brauche. (An-)Nehmen lernen.
Das XY nicht auf die Kleine aufpassen darf wenn er getrunken hat, das ist für mich selbstverständlich, da brauche ich keine Härte oder extra Konsequenz, das ergibt sich von selbst.
Ich habe jetzt verstanden, dass ICH wirklich NICHT helfen kann. Es ist SEIN Weg. Das heißt nicht, dass ich zunächst nicht auch immer wieder in alte Muster zurückfalle. Das ist ok. Ich sehe auch meine Entwicklung als Prozess und versuche da geduldig mit mir zu sein. Ob das Ganze mit Trennung endet, weiß ich noch nicht. Im Moment ist das nicht mein Weg, hier geht es erstmal nur um räumliche Trennung, darum unsere festgefahrene Struktur in Bewegung zu bringen. Und weil ich Ruhe will, mich auf mich selbst besinnen. Vielleicht macht er das dann ja auch. Vielleicht auch nicht. Das liegt nicht in meiner Hand.
Natürlich habe ich da Ängste, kann ja auch sein, dass es für ihn dann viel bequemer ist, mehr Freiheit zu haben. Vielleicht trennt ER sich von MIR. Ich nehme das in Kauf, ich halte diese Angst aus weil ich Veränderung will. Für mich.
Alles Liebe, Aiko