Beiträge von Aiko

    Liebe Quantensprung,

    erst einmal Glückwunsch zu Deinem Jubiläum! Darauf kannst Du wirklcih stolz sein. :D

    Zitat

    Die Panik kommt leider immer aus heiterem Himmel,

    Klar, genau so fühlt es sich oft an. Man fühlt sich überwältigt, hilflos ausgeliefert.

    Aber den Panikattacken liegt meist ein langer Weg der eigenen Überforderung zugrunde. Und im Alltag ist es dann so, dass je höher die Grundspannung ist (der Stress kann dabei ganz offensichtlich sein, aber auch etwas schwieriger wahrzunehmen. Zum Beispiel Spannung durch unterdrückte Gefühle), desto eher entwickelt sich eine PA.

    Früher hatte ich auch das Gefühl, es kommt einfach so, ich habe keinerlei Einfluss. Aber das stimmt nicht. Ich hatte zwar oft Panik in Entspannungsphasen oder bin auch nachts mit Panik aufgeschreckt (ohne mich an einen Alptraum erinnern zu können), – aber auch hier lassen sich immer die Auslöser finden. Meist sind da mehrere Faktoren zusammen gekommen.

    Machst Du eigentlich Therapie?

    Liebe Grüße, Aiko

    Happy Birthday liebes Forum!

    Karsten, Dein Engagement ist wirklich großartig! Viele können sich gar nicht vorstellen, wieviel Arbeit hinter der Betreuung eines solchen Forums steckt. Hut ab und vielen Dank an Dich, dass Du das alles tust hier. :)

    Aiko

    Hallo Quantensprung,

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    Davon distanziere ich mich auch, er gibt mir aber momentan null Halt.

    Ich denke, es ist wichtig zu lernen nicht von dem Halt durch andere abhängig zu sein, sondern sich selbst ausreichend Halt geben zu können.

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    Vielleciht ein deutliches Zeichen, dass es wieder auftrat, als er in meiner unmittelbaren Nähe war.

    Stress triggert solche Ängste. Wenn Dein Körper – wegen was auch immer – in Aufruhr ist, dann kommt es leichter zu einer Panikattacke. Das Alarm-System ist dann ja schon hochgefahren, da braucht es dann nicht mehr viel.

    Zitat

    Hast du eine Therapie gemacht, oder wie gehst Du mit deiner Panik um?


    Ich habe schon verschiedene Therapien gemacht und mache auch gerade wieder eine. Meine Angststörung besteht schon seit meiner Kindheit, es war zeitweise so schlimm, dass ich gar nicht mehr alleine aus dem Haus gehen konnte. Teilweise fiel es mir schwer innerhalb der Wohnung den Raum zu wechseln. Aber das ist lange her.

    Ich hatte immer mal gute und dann auch wieder schlechte Phasen, wobei es in den letzten Jahren stets bergauf geht. Ich kann das mittlerweile viel besser einordnen. Panikattacken "aus heiterem Himmel" gibt es nicht.

    Sieh zu, dass Du gut für Dich sorgst. Dich an erste Stelle stellst und nicht Deinen Freund oder die Beziehung. Immerhin bist Du ja Teil dieser Beziehung, also sollte es Dir damit gut gehen!

    Liebe Quantensprung,

    ich bin auch so eine Panikerin. Aus meiner Sicht würde ich sagen: Ist nicht soo erstaunlich, dass Du so reagierst. Die Panik ist immer ein Symptom, überlastest Du Dich vielleicht? Du bist ja eigentlich gerade auf dem Weg Dich zu heilen, hast schon viel geschafft und das war sicher auch ganz schön fordernd. Und nun willst Du auch noch zusätzlich Deinem Partner helfen? Klingt in meinen Ohren nach ner Menge!
    Alles Liebe für Dich, Aiko

    Ich finde das super, dass Du nochmal studieren möchtest! Leicht wird das bestimmt nicht – das Lernen fällt in unserem Alter ja auch schon etwas schwerer ;o). Aber wenn es DEIN Weg ist, etwas, dass Du wirklich gerne machen möchtest, dann wird das auch gehen.

    Was wäre denn die „komische“ Reaktion Deines Freundes?

    Und wenn Dir jemand Vorhaltungen macht musst Du Dir den Schuh nicht anziehen. Du kannst Dich ja davor wappnen, Dir vielleicht ein inneres Schutzschild basteln. Wichtig ist, dass Du Deinen Kindern die Sache erklärst und dass Du Dein Leben so gestaltest, wie es für Dich richtig ist.

    Ich selbst denke auch immer wieder darüber nach noch etwas zu studieren oder eine Ausbildung zu machen. Mein Beruf macht mir wirklich Spaß, aber ich sitze den ganzen Tag vorm Computer, das tut mir nicht gut, das willich eigentlich nicht die nächsten 20, 30 Jahre noch machen. Ich habe nur leider kein finanzielles Polster und – klar, ich habe auch die Gedanken, dass ich nicht weiß wie ich das schaffen sollte. Aber ich habe noch nicht einmal eine Vorstellung davon, was das sein könnte, was ich beruflich noch machen könnte.
    Ist doch toll, dass Du ein Ziel hast!

    Aiko

    Hallo Quantensprung,

    wir haben ja vorhin gleichzeitig geschrieben, so sehe ich Deinen neuesten Beitrag erst jetzt.

    Ich sehe das wie Cendra. Meine Tochter ist erst zwei Jahre alt aber ich habe mir von Anfang an diese Gedanken gemacht. Da ich selbstständig bin, kam es aus finanziellen und geschäftlichen Gründen einfach nicht in Frage großartig zu pausieren. Außerdem ist der Papa auch viel zu Hause.

    Ich habe zwar auch immer wieder ein schlechtes Gewissen, aber vom Kopf her weiß ich, dass das Quatsch ist. Die kleine geht in die Krippe seitdem sie 11 Monate alt ist. Es geht ihr prächtig damit!
    Ich glaube, dass es für ein Kind nichts besseres geben kann als eine Vielzahl von Bezugspersonen zu haben – dann ist die Welt nicht ganz so klein und zerbrechlich. Wenn die Mama alles ist ... das finde ich schon etwas gruselig.

    Ich bin so aufgewachsen. Meine Mutter war rund um die Uhr für uns da, hatte irgendwie auch kein eigenes Leben mehr. Wir waren noch nicht einmal im Kindergarten. Daraus erwächst eine große Abhängigkeit und man erfährt auch so wenig über andere Sichtweisen und Herangehensweisen. Ich sehe zu, dass mein Kind möglichst auch andere Meinungen als die meine hört und sieht, – denn ich habe die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen.
    Zudem will ich meiner Tochter ein Vorbild sein, denn sie soll auch später in der Lage ein Leben zu führen, in dem auch sie und ihre Bedürfnisse zählen.
    Ich denke, es kann Deinen Kindern nur gut tun, wenn sie eine zufriedene Mutter haben. Wie alt sind sie denn?

    Liebe Grüße!

    Liebe Quantensprung,

    gerade habe ich Deinen Thread gelesen. Hut ab, dass Du den trockenen Weg eingeschlagen hast. Das ist sicher – besonders anfangs – nicht leicht.

    Ich selbst habe kein Alkoholproblem, ich bin im Co-Abhängigen-Bereich unterwegs. Hast Du dort auch schon gelesen? Denn für mich liest es sich so, als wäre das bei Dir auch Thema. Vielleicht hilft es Dir weiter Dich dort ein bisschen umzusehen.

    Dieser Satz

    Zitat

    habe aber den festen Glaubenssatz in mir verankert, dass es mir dann erst richtig gut gehen kann, wenn es meinem Partner gut geht.

    lässt hier meine Alarmglocken schrillen.

    Alles Gute weiterhin für Dich, Aiko

    Liebe Girasol,
    klar, darum geht es eigentlich nicht, sondern um seine blöde Dreistigkeit und das es wirklich ungerecht ist. Würde mich auch sehr ärgern. Aber:
    da kannst Du sicher mit der Versicherung reden. Wenn Du erstmal bei der gleichen einen Vertrag abschließt kommen Dir die da doch bestimtm entgegen. Als ich meine erste Autoversicherung abgeschlossen habe habe ich auch angegeben wieviel Jahre ich schon unfallfrei mit dem Wagen meine Ma gefahren bin und das haben die mir angerechnet.
    Liebe Grüße, Aiko

    Hallo girasol,

    eigentlich ist es ein Witz, dass ICH IHM Geld leihen musste. Denn schließlich war ICH schwanger, habe ICH die Geburt und die Stillzeit gemeistert und ICH war schlimm krank im letzten Jahr und konnte aus all diesen Gründen nicht so viel arbeiten. Das ist doch irgendwie verkehrte Welt.

    Zum Geld zurück legen:
    Da bekommt der Spruch "Seine Schäfchen ins Trockene bringen" eine ganz neue Bedeutung! :lol:

    Liebe Girasole,

    ich kenn mich noch nicht so aus ind er ganzen Thematik, bin selbst recht neu hier.

    Aber was mir durch den Kopf schoss:

    Zitat

    warum lässt er mich nicht gehen?


    und

    Zitat

    Ist das typisch, will er seine Co zurück, die ihn unterstützt?

    Für mich klingt das nach süchtigem Verhalten, dass muss ja nichts mit Liebe zu tun haben / hat es wahrscheinlich auch nicht.

    Kann es sein, dass ohne Dich sein Leben in sich zusammen stürzt? Bei was hast Du ihm alles geholfen? Wer hat den Alltagskram geregelt? Du steigst gerade aus dem (in gewisser Weise funktionierendem) System aus. Klar, dass das nicht nur Dir sondern auch ihm eine Wahnsinnsangst einjagt!

    Bestes, Aiko

    Liebe Paddy, vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht, die Erlebnisse anderer sind sehr wertvoll für mich. Vielleicht ein möglicher Blick in die Zukunft – eine Warnung auf jeden Fall!

    Das das Nest bauen auch in der gemeinsamen Wohnung beginnen kann, dass ist ein Gedanke de rmir erstmal gut tut. Ich kann und will momentan keine großen Schritte Richtung Trennung machen. Aber ich kann und will vorsorgen. Z.B. werde ich ihm, wenn mal was da ist, kein Geld mehr leihen, sondern es stattdessen für mich und meine kleine Motte auf die hohe Kante legen.

    Liebe Grüße und viel Glück Dir! Aiko

    Hallo, ich will mich hier auch mal wieder melden. Sitze gerade friedlich auf dem Balkon und genieße den schönen Himmel mit den darin kreisenden Schwalben. :)

    Die Situation hier ist nach wie vor angespannt, XY hatte seine Abstinenz super durchgezogen – mit vielen Gefahrensituationen wo ich nie gedacht hätte, dass er es ohn Alkohol schafft.

    Vor zwei Wochen gabs allerdings einen Rückfall :( – ich habe ihn auch kommen sehen, ganz so blind bin ich ja nicht.
    Ansonsten ist es so, dass durch den Verzicht auf Alkohol unsere anderen Probleme stärker in den Vordergrund getreten sind.
    Erstaunlich, wenn ich lese, dass ich vor 3 Monaten schrieb, das ansosnten eigentlich alles ganz ok ist. Kann ich gar nicht mehr nachvollziehen!

    Liebe Grüße in die Runde, Aiko

    Hallo in die Runde,

    nun habe ich einen Account für den geschlossenen Bereich und werde wohl erstmal eher dort schreiben.

    Viel habe ich schon gelesen hier, fühle mich aber noch nicht so richtig berechtigt und in der Lage meinen Senf dazu zu geben.

    Liebe Grüße, Aiko

    Vielen Dank inbetween / Lea, Dein Wunsch rührt mich sehr.

    Ja, ich werde dran bleiben. Ich habe ja wie gesagt eine Therapie begonnen (nicht meine erste).

    Ich bin ein Mensch mit sehr feinen Antennen was die Bedürfnisse anderer Menschen angeht, dabei verliere ich mich manchmal / oft(?) selbst. Ich habe familiär keine Vorbelastungen was Sucht angeht, aber in meinen Beziehungen sind die Themen "Meine Wahrnehmung", "Meine Bedürfnisse", "Meine Grenzen" immer wieder wichtig.

    In meiner Ursprungsfamilie war ich wohl irgendwie für die Stabilisierung die Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung von einem (harmonischen) Gleichgewicht zuständig. Manchmal fühle ich mich wie zwischen Mühlsteinen ...

    Zimttee , zur systemischen Therapie: ich habe vor ein paar Monaten eine Familienaufstellung gemacht – da wurde mir auch schon bewusst, dass alles miteinander zusammenhängt. Zumindest das weiß ich schon. Aber wie diese Knoten zu lösen sind nicht so recht.

    Also, ich bin sehr verhalten. Er hat nun seit drei Tagen nicht getrunken, aber das ist nicht die Welt und das ist auch nichts ungewöhnliches für ihn. Er sagt, es geht ihm nicht gut, weil er weiß, dass er nun für sehr lange Zeit nichts trinken wird. Mh. Ich höre da ein Hintertürchen. Warum nicht "für immer"? Eines weiß ich sicher: Ohne Hilfe wird er es nicht schaffen.

    Und ich weiß auch, dass damit lange nicht alles getan ist. Um unsere Beziehung zu erhalten, müssen wir uns beide ins Zeug legen und uns aus diesem Wust an Abhängigkeiten befreien.

    In ein paar Tagen trifft er sich mit einem dieser Kumpel, wo er schon häufiger abgestürzt ist. Ich überlege, ob ich dann mit unserer Kleinen woanders übernachte, dann muss ich mir die Warterei nicht reintun.

    Momentan leben wir auf Distanz. Teilen uns den Alltag, aber ich lasse ihn nicht an mich ran und er akzeptiert das. Traurig ist es trotzdem. Aber auch notwendig glaube ich.

    Tatsächlich glaube ich nach wie vor die meiste Zeit dass wir das schaffen werden, schließlich sind wir von Anfang an auch ein gutes Team gewesen. :oops:

    Aber ich WILL MICH NUN UM MICH KÜMMERN. Und dann sehen, was am Ende dabei raus kommt. Ich bin auf dem Weg ... :x

    Liebe Aurora, danke für Willkommen heißen und für Deinen Text.

    Angst nach Hause zu kommen habe ich eigentlich nicht. Tagsüber trinkt er ja nicht und die Ekzesse sind bisher ja eher die Ausnahme als die Regel. Wenn er zu bestimmten Veranstaltungen geht ist es sehr wahrscheinlich dass er sturzbetrunken nach Hause kommt . Da fühl ich mich dann vorher auch schon nicht wohl.

    Aber er hat ziemliche Stimmungsschwankungen oft (Alkoholunabhängig), da schleich ich manchmal schon angespannt hier rum weil ich nicht die schlechte Laune verstärken möchte.

    Vielleicht bin ich einfach relativ früh dran hier. Ich habe schon bemerkt, dass es im Lauf der letzten drei Jahre eine Abwärtsbewegung gab, aber die verlief so unauffällig, dass ich es währenddessen kaum wahrgenommen habe.

    Heute hat er gesagt, er trinkt ab jetzt nicht mehr, hat Angst davor und es wird schwer. Außerdem sucht er sich einen Therapieplatz.

    Ich glaube nicht, dass er es wirklich durchhält. Aber ich habe schon das Gefühl, dass er mich gerade etwas ernster nimmt. Weil es auch ernster ist.

    In den letzten Monaten habe ich auch neue Leute kennengelernt und mehr auf eigene Faust unternommen – war neulich sogar mal ein Wochenende mit einer Freundin im Urlaub. Er unterstützt mich da sogar.

    Wenn ich hier so lese, denke ich oftmals "bei uns ist es anders" – vermutlich ein Irrglaube?

    Ich lese weiter hier und bin sehr froh, dass es hier so viele Menschen gibt die mir Antworten und Zuhören. Ich werde das sicher mal zurück geben! Vielen Dank!

    Alles Liebe, Aiko

    Liebe Seekrank,

    vielen Dank. Ja, das werde ich tun (hier lesen / austauschen).
    Ich fühle mich momentan so hilflos, verzweifelt.

    Gestern waren wir auf einem Konzert und da hab ich total angefangen zu weinen, das war irgendwie gut. XY war ziemlich verstört, vor allem weil ich mich nicht von ihm trösten lassen wollte.

    Ich sehne mich so sehr nach seiner Nähe, aber kann sie gleichzeitig nicht ertragen momentan. Ich habe so eine Wut in mir und fühle mich gleichzeitig furchtbar erschöpft und energielos.

    Gerade hab ich das Gefühl noch ein Ekzess und die Grenze ist überschritten – und davor habe ich wahnsinnige Angst. Ich habe Angst, es nicht mehr ertragen zu können und dann Konsequenzen ziehen zu müssen.

    Gestern Abend habe ich immer unsere liebe kleine Tochter vor meinem geistigen Auge gesehen – wie einen Geist der mich auf etwas aufmerksam machen will.

    Die Erkenntnis das sich nichts tun kann kommt so langsam in den Emotionen an (vom Verstand her weiß ich das schon lange) und ich glaube seinen Beteuerungen nicht mehr (leise Hoffnung ist aber dennoch da). ich weiß: Ich mag gern alles kontrollieren, aber das kann ich nicht. Und hier wird das gerade sehr deutlich. Das macht mir Angst, das nimmt mir den Boden unter den Füßen.

    Es heißt, man soll etwas für sich tun. Nicht immer um den anderen kreisen. Ich versuche das ja, aber ich komme doch immer wieder bei ihm an. Wie macht Ihr das?
    Bei mir ist doch immer irgendwie die Hoffnung da, dass es bei IHM etwas auslöst wenn ich mich um mich kümmere. Ich mache es also nicht für mich, sondern eigentlich um ihn zu manipulieren. Wie kann man lernen damit aufzuhören?