Beiträge von stern2013

    Hallo Hope,

    ich wollte mal hören wie es deiner mutter und dir bis jetzt ergangen ist. Ist ja schon wieder ne weile her. Mein Vater probiert, nachdem es wieder einige Probleme gab (gesundheitlich) nun entlich den 2. Versuch. Ich bin darüber sehr froh, da er erst einmal gut versorgt ist und ich wieder mehr zur ruhe komme. Ich hoffe er schafft es diesesmal.

    liebe grüße

    Fühle mich heut echt beschissen,

    nachdem ich gemerkt habe das es meinen dad schon wieder seid 1 ewoche nicht gut geht hab ich heut den entschluss gefasst mit ihm zum artz zu fahren und sie gibt uns gleich ne einsweisung fürs krankenhaus, weil es sich innerhalb ner woche so verschlechtert hat. Glaub er hat nen Entzug probiert. Aber er hat gleich gesagt er bleibt dort nicht. Er ist dann doch nocheinmal mit ins krankenhaus gekommen, er kann ja selbst entscheiden ob er dort bleiben will oder nicht, das hab ich ihm die ganze zeit gesagt. Und was passiert kurz nach dem ersten kurzen aufnahmegespräch er bekommt nen Krampfanfall. Ich glaube bei ihm war es die angst, angst wieder dort bleiben zu müssen und nicht zu wissen was passiert. Ich sage euch es war so schlimm das mit ansehen zu müssen. Mich verfoglt es hier regelrecht. Aber es hat auch sein gutes, sie haben ihn erstmal drinbehalten und er selbst war sehr einsichtig, und möchte auch erstmal dortbleieben. Natürlich vermute ich, dass es sich die nächsten Tage ändern wird. Jetzt habe ich wieder diese große angst, angst das alles von vorn losgeht. Und wiedermal bin ich machtlos. Ich könnte weinen, aber kann doch nicht.

    Hallo ihr lieben,
    ihr habt natürlich alle recht. Aber es zu akzeptieren ist schwerer als mann denkt. Schließlich ist es ein Elternteil und man hat so viele Jahre mit ihnen verbracht. Diese Hilflosigkeit ist einfach schrecklich. Ich weiß das er sich nie mehr ändern wird und das Ende nur noch auf sich warten lässt. Entweder zieht es sich noch ewig oder es geht dann ganz schnell. Allerding möchte ich mich mit diesen Gendanken nicht aueinandersetzten. Da ich mich wie gesagt viel zu oft versuche in die Menschen hineinzuversetzen und ich dann denke er muss höllische Angst haben. Wenn er es überhaupt begreift. ps. ich hoffe ihr halten mich deswegen nich für bescheuert.

    Mir hilft es einfach auch hier zu schreiben und zu lesen wie andere mit ähnlichen Situationen umgehen. Ich werde sicherlich noch einiges auf meinen Weg mitnehmen können.

    Doro
    Ich sage meinen Vater auch immer er soll seinen Arsch hochbekommen denn von jammern allein wird nichts. Er sagt ich nehms mir an aber das tut er eh nicht.

    @Zimtee
    auf diese Idee wäre ich gar nicht gekommen. Sehr interessant.

    Hallo ihr lieben,

    heute hatten wir mal wieder einen Termin beim Arzt. Leider konnte ich nicht mit da wir Sandsäcke legen mussten. Also rief ich meinen Dad an und er hat gesagt das er alleine geht. Natürlich habe ich mir schon gedacht das dass eh nichts wird da es immer so ist. Aber wie ich so bin glaube ich an das Gute im Menschen. Tja und was soll ich sagen, einige Minuten nachdem er den Termin gehabt hätte rief er mich an und fragte nach der tel.nr. Er könnte nicht gehen weil er nass geworden ist und so doch nicht dort hingehen kann. Und wollte wieder vom Garten heim gehen. Also habe ich den Termin verschoben, weil ich erst die nummer suchen musste. Und bei all dem stress hier war es einfacher. Glaubt der Mann denn ich bin blöd. Das war doch wiedermal nur ne Ausrede. Und was habe ich von jemanden anderen ERfahren?? Alkoholische Getränke konnte er sich holen. Da war es wohl nicht nass?

    Ich frage mich langsam warum ich das alles noch tu. Ich nehme mir Zeit für seine Arztermine und wenn man mal nicht kann werden diese gar nicht erst wahrgenommen. Er arbeitet diesbezüglich in keinerster Art und Weise mit. Und stellt mich auch noch als blöd hin indem er mir wiedermal Geschichten auftischt. Sollte ich ihn einfach mal sich selbst überlassen? Ich bin kurz davor. Vor allem wenn man ihm seine aktuellen Werte mitteilt und er nur sagt "war mir klar".

    Entschuldigt das ich mich hier so auslasse. Es ärgert mich einfach total und frustriert mich.

    Hallo Hope,

    Es ist gut das du deiner Mum den freiraum gibst, den wird sie auch brauchen. Ich habe meinen Vater auch erstmal 3 Wochen gegeben bis ich ihm besucht habe, da er es sicherlich sonst nicht durchgehalten hätte.

    Zitat von Hope123


    Die Krankheitsverläufe sind anscheinend immer ganz individuell, trotzdem meine ich auch, dass man gerade als Kind mit Offenheit und angemessener Hilfsbereitschaft auf lange Sicht etwas erreichen kann bei seinem Elternteil! Hope123

    Zu dieser Aussage muss ich leider sagen, das dass mit der Offenheit und Hilfsbereitschaft nicht geklappt hat. Ich habe es lange probiert und musste einsehen das es nichts bringt und mir nur meine ganze Kraft raubt. Ich will damit auch nicht sagen dass ich resigniere, aber ich spreche das Thema nicht mehr so oft an. Natürlich sage ich ab und an meine Meinung und gebe ihn klar zu verstehen wie es um seinen gesundheitlichen Zustand steht. Aber das begreift er glaub ich nicht wirklich. Immerhin geht es mir danach kurz etwas besser. Ich versuche derzeit einfach die Zeit die mir mit ihm bleibt zu genießen anstatt ihn permanent zu belehren.

    liebe Grüße
    Stern

    Hallo Adreas,
    danke für deine bewegende Geschichte. Und ich kann wieder nur ssage das es so viele parallelen zu meinem Vater gibt. Wahrscheinlich ist das Verhalten immer gleich. Es zu akzeptieren ist sehr schwer. Ich habe innerlich immernoch die Hoffnung das er es versteht und endlich aufhört aber wie sagt mein Mann. Lass es, das wird eh nichts.

    Das schlimme ist das man die Zeit nicht wirklich "genießen" kann. Es ist eine innerliche Wut. Und wenn das Thema dann mal wieder raussprudelt und ich ihm die Meinung sage, bereue ich es auch gleich. Denn es könnte ja das letzte mal gewesen sein, das ich ihn sehe. Ich weiß nicht wann es so weit sein wird. Wie heißt es jeder Schluck kann der letzte gewesen sein. Manchmal möchte ich am liebsten Abstand zu ihm. Weil ich mich einfach nur über sein Verhalten ärger. Da tut ihm mal das weh, oder er sagt es geht im schlecht und dann fährt man hin und nichts weiter ist. Und man selbst hat todesangst. Es ist einfach eine totale Achterbahnfahrt der Gefühle.

    Hallo Hope,

    mach dich bitte wegen meiner Aussage die jetzt kommt nicht gleich verrückt. leider hat die Therapie bei meinem Vater nicht geholfen aber das hat man mir im Krankenhaus schon prophezeit. Sie sagten es lohnt sich eh nicht,. Trotzt allem hatte ich hoffnung ud war mehr als glücklich das er die Therapie von sich aus gemacht hat. Bei deiner mutter kann das schon wieder ganz anders aussehen und wenn du dir hier einige Beiträge anschaust sieht du das es viele gibt die es geschafft haben. Dass es bei meinem Vater nicht geklappt hat lag wahrscheinlich daher das er sein Problem nie wirklich eingesehen hat.

    Die Einrichtung hatte meine Telefonnummer von mir bekommen und konnten mich daher jederzeit erreichen. Die Therapeutin hat sich dann selbst bei mir gemeldet und mich gefragt ob ich für soetwas bereit wäre. Dieser Tag war wirklich eine Befreiung für mich zumindest für eine kurze Zeit. Denn dort konnte ich ihn meine Gefühle auch mal mitteilen. Natürlich konnte ich mich nicht ganz öffnen da ich bei therapeuten immer ein komisches Gefühl habe. Nach dem Rückfall von meinem Vater konnte ich die therapeutin anrufen weil ich einfach nicht wusste wie ich damit umgehen soll. Sie hat mir zu verstehen gegeben das ich erhlich zu ihm sein soll und nichts hintern berg halten soll. Ich sollte auch meine Enttäuschung ausdrücken. Aber auch gleich gesagt, wenn er sich nicht helfen lassen will, bringt das nichts. Auser dass man sich als Angehöriger einfach fertig macht.

    Wisst ihr denn schon in welche Einrichtung sie geht? Dann könntest du dort doch auchmal nachfragen ob Sie soetwas anbieten. Habt ihr eine Suchtberatung vor Ort, auch dort kannst du ja schonmal nachfragen oder dich Beraten lassen welche möglichkeiten es auch nach der therapie gibt. Es wird zumdindest hier bei uns viel Angeboten. Ich wäre auch gern mit meinen Vater gemeinsam dort hingegangen aber leider wollte er nicht.

    Vertrau deiner Mutter aber leb auch deín leben weiter. Denn wenn du dich ganz für Sie opferst wirst du schneller kaputt sein als du denkst. Zumindest ging es mir so.

    Hallo Hope,
    ersteinmal will ich dich hier im Forum Begrüßen und kann dir jetzt schon sagen das es eine gute Entscheidung war dich hier anzumelden. Mir hat es bis jetzt schon sehr geholfen.

    Ich erkenne mich in deinem Text zum großen Teil wieder.Auch mein Vater ist alkoholiker was ich leider erst gemerkt habe, als es fst zu spät war und wir ihn ins krankenhaus geschafft haben. Er hat sich dort selber entlassen. Auch er hat danach auch auf anraten der Ärztin freiwillig in einen Entzug eingewilligt. Auch ich dachte, das macht er nie. Ich bin sogar am Abend bevovr er dort hin ist zu ihm gefahren, habe seine Sachen mitgepackt und dort hat er gesagt ich mache das jetzt. NAch einem Tag Therapoe dachte ich länger hält er nicht aus. Aber er hat mich eines besseren belehrt. Selbst die Verlängerung hat er auch wenn er gemurrt hat hingenommen. Natürlich war mir sehr mulmig zu mute. Aber ich habe aller 3 Tage angerufen und bin auch ab und an hingefahren. Dadurch habe ich mich wohler gefühlt und ich glaube mein Vater auch. Seine Therapeuting hat ab und zu mit mir telefoniert und mir auch angeboten ein Familiengespräch zu führen. Ich empfand ok. Bzgl. "Kontrollanrufe": Das geht mir auch so. Aber das liegt daran das es ihm gesundheitlich durch den alkohol schlecht geht. Ich würde ihm am liebsten jeden Tag anrufen hab ich auch ne weile gemacht. Mir ist es sehr schwergefallen das zu reduzieren. Aber was will man da schon kontrollieren. Ich habe mit seiner Therapeutin wirklich glück gehabt weil Sie mich auch in vielen Sachen unterstütz hätte. Und sie hat mir auch nach der Therapie ratschläge gegeben, wie ich mit ihm umgehen kann. Du solltest dir bzgl. deiner Mum nicht so viele sorgen machen, ich sperche da aus Erfahrung denn es macht dich kaputt wenn du permanent darüber nachdenkst. Zeig deiner mum einfach das du für Sie in dieser Zeit da bist. Denn es ist doch schon der richtige Schritt den Sie geht. Und wenn du die möglichkeit einer Art Familientherapie hast, dann nimm das ruhig an. Lg und ganz ganz viel Erfolg und kraft

    HAllo nys, und nngNeo,

    danke für eure ehrlichen Worte. Natürlich besorge ich ihm keinen Alkohol das würde nie in frage kommen. Damals habe ich mich um seine Vermögesnsorge gekümmert, da ich seine Betreuung hatte und wir handhaben das jetzt immernoch so.nachdem ich die betreuung gott sei dank losgewurden bin. Er bekommt für die wo einen Betrag und den muss er sich einteilen. Den alkohol würde er sich aj eh so oder so kaufen auch wenn ich ihm das Geld vorenthalten. Das habe ich auch schon gemacht und bin für ihn lebensmittel einkaufen gegangen. Aber alkohol war komischerweise trotzdem plötzlich im Haus. Mit hilfe meine ich auch eher, dass ich für ihn da bin wenn er mal jemanden zum reden braucht. Ich fahre mit ihm zum Arzt usw. Denn alleine geht er nicht. Allerdings sage ich auch nichts mehr dazu wenn er etwas trinkt, da es eh nichts bringt. Nur manchmal da kommt alles hoch und ich erkläre ihm wie es um ihn steht und wie ich mich fühle. Wahrscheinlich versteht er es eh nicht aber ich fühl mich dann besser. Für mich ist es sehr schwer mit der situation umzugehen. Es geht einfach nicht in meinem Kopf das man es in kauf nimmt zu sterben. Ich bin ein mensch der sich versucht in die Menschen hineinzuversetzten und überlege wie er sich wohl fühlt. Die letzten monate habe ich gemerkt, das ich vieles nicht mehr an mich ranlassen darf, denn das macht einen wahnsinnig. Ich halte es auch kaum aus wenn er sich einen TAg nicht gemeldet hat, weil ich denke er könnte in seiner Wohnung liegen. Wie gesagt, ich lerne Tag für Tag das es mir besser tut ihn auch ein wenig loszulassen, denn auch ich muss mein leben leben.

    Hallo ihr lieben,
    da ich nicht wusste in welches Forum ich das Schreiben soll stelle ich es einfach mal hier rein.

    Ich habe jetzt immer wieder gelesen das es vielen Alkohikern gelingt trocken zu werden bzw. sie sich ändern wollen wenn Sie Ihren Tiefpunkt erreicht haben. Dabei stelle ich mir die Frage wie schlimm der Tiefpunkt denn sein muss. Ich frage mich das aufgrund dessen das mein Vater alkoholiker ist und er vor einer weile im Krankenhaus war ich sage mal ein kleines Kind war nichts dagegen. Er konnte so gut wie nichts mehr. Das ist doch sicherlich für so einen Menschen ein Tiefpunkt. Er stand kurz vor dem Tod. Und jetzt ein paar monate später ist es so als wäre das ganze nie passiert. Wie tief muss den ein mensch fallen bis er das realisiert. Ich habe hier ´ja schon gelernt das mann den Menschen nicht wirklich helfen kann. Aber sollte es nicht eigentlich klick machen, wenn es kurz vor 12 ist? Ich unterstütze meinen Vater so gut es geht aber verstehe auch nicht, warum er es einfach nicht kapiert. Wahrscheinlich ist er noch nicht tief genug gefallen. oder er realisiert es wenn es viel zu spät ist.

    Hallo ihr lieben,
    auch ich möchte mich kurz äußern. Das mit der Betreuung ist gar nicht so einfach. Ich selbst hatte die Betreuung für meinen Vater aber nur weil er als er in KKH kam nicht mehr wirklich entscheiden konnte. Denke aufgrund des Entzuges. Und trotz dieser Betreuung hat man kaum eine Handhabe. Die Person will nicht im KKh bleiben also musst du entscheiden ob er entlassen wird oder ob sie ihn anschnallen und die gefahr das er am nächsten TAg nicht mehr da ist in kaufgenommen wird. Ist die Person dann wieder einigermaßen fähig bzw. selbständig habt ihr kaum möglichkeiten. Wie gesagt man hat zwar die BEtreuung aber kann doch níchts ausrichten. Erst dann wenn er sein leben gefährden würde also z.B. Selbstmordgefährdet ist. Ansonsten darf er alles selbst entscheiden. Ist die Betreuung vorläufig wird kurz vor ablauf auch der Betreute angehört. Und der kann den richter natürlich die Taschen füllen.

    Und das mit der Hilfe ist glaub ich immer ein Seilakt. Ich selbst Verwalte das GEld von meiner Vater weil er mich darum gebeten hat. Er meldet sich wenn er etwas braucht und dann bekommt er es auch. NAtürlich war es am Anfang ein großes Problem für mich da ich wusste was er mit dem GEld macht und ich habe mich sehr schuldig gefühlt. Aber jetzt bin ich auch sehr froh darüber weil ich einen überblick über seine Ausgaben habe und weiß das er sich nicht verschulden wird. Und wenn wir mal ehrlich sind ob er Geld erhält oder nicht ich glaube sie wissen schon wie sie an alkohol rankommen können. Und auch sonst Unterstütze ich ihn wenn er hilfe braucht. Aber es ist halt auch mein Vater.

    Früher hätte ich sicher da will ich ganz erhlich sein auch nicht reagiert wenn einer mit Flasche da sitzt. Einfach weil ich Vorurteile hatte und so geht es sicherlich sehr vielen. Heute ist meine Sichtweise aber anders gerade aufgrund der gemachten Erfahrungen.

    Hallo Andreas,


    Zitat von Carpenter

    Hi,

    also zunächst mal vorab:

    Tja, ich kann absolut verstehen, daß es für einen Nichtsüchtigen schwer zu verstehen ist, was einen Alkoholiker bewegt...das gelingt einem als abstinenter Alkoholiker ja selbst kaum. Vielleicht ist es der schleichende Prozess, diese kaum merkbare, graduelle Verschlimmerung der Sucht, der es so unwirklich macht. Kaum ein Alkoholiker ist von einem Tag auf den anderen ein komplett anderer Mensch. Die Situation verschlechtert sich quasi Stück für Stück, grad mal so, daß man es nicht konkret wahrnimmt...und dann ist die momentane Situation der neue Ausgangspunkt, der Normalzustand...und der verschlimmert sich dann auch wieder peu à peu.
    .....

    ich bin Co-Abhängige und habe mir diesen Beitrag durchgelesen. Mein Vater ist alkoholiker und hat nicht mehr viel Zeit. Ich habe versucht ihm zu helfen aber warum auch immer er sieht es nicht ein.
    Mann will es immer nicht wahrhaben, du schreibst mir ich will mal sagen direkt aus der Seele. Genau das erlebe ich nämlich bei meinem Vater auch. Er verspricht aufzuhören aber nichts ist.(ich glaub es eh nicht mehr) er versteckt alles etc. Du hasst mir damit nochmal ein bisschen die Augen geöffnet und gezeigt, das ich nicht daran schuld habe es nicht gleich mitbekommen zu haben. ich bin jetzt schon soweit, das ich ihn nciht mehr auf das Thema alkohol anspreche es sei den ich sehe das er etwas trinkt. Da es dann immer in einen großen streit ausartete und er keinen mehr an sich rangelassen hat. Dann sage ich nur "du braucst es nicht verstecken, ich bin nicht blöd und sehe das da ein bier standt". Vielleicht ist es auch falsch zu resignieren, eventuell bestärke ich ihn darin das er weiter trinkt. Aber meine Kraft reich einfach nicht aus, um immer wieder dieselbe leier anzufangen. Aber ich gebe die hoffnung nicht auf das er es vielleicht doch schafft, denn in diesem Forum gibt es so viele die Trocken geworden sind. Danke für eure Beiträge und eure Ehrlichkeit. Auch als Co-Abhängiger helfen eure Beiträge sehr.

    Hallo Zimttee,

    das mit dir und deiner mutter ist echt schlimm. Mein Vater hat schon immer etwas getrunken aber das es so schlimm ist wusste ich nicht. Und er hat uns gott sei dank immer gut behandelt. Er Dankt mir auch jetzt immer für die bisherige Unterstützung und will es irgendwie gut machen. Das könnte er aber nur wenn er aufhört, damit er nicht stirbt. Das wäre mein größter wunsch den er mir erfüllen könnte. Und ja ich habe einen Mann und einen wunderbaren sohn. Er gibt mir sehr viel Kraft. Mein kleiner Mann war damals gerade mal 4 Monate alt als es mich die leute fragten was mit meinen vati sei. Bis mein Mann bei ihm vorbeigefahren ist und ihm umgehend ins kkh geschaft hat. Und da wir nicht wussten wie es um ihn steht habe ich immer sehr viel Zeit bei meinem Vater verbracht. Da tat mir der kleine kerl schon sehr leid. Irgendwann haben mir andere deutlich gemacht, dass ich auch auf mich achten muss denn ich habe eine eigene kleine Familie und denen nützt es nichts, wenn es mir schlecht geht. Und da haben Sie recht. Durch meinen kleinen Sohn komme ich zum Glück nicht so oft zum Nachdenken da er ja viel mit seinen mama spielen will. :) Aber wenn ich dann doch Zeit habe, ist das Gefühlschaos um so schlimmer und ich weiß einfach nicht damit umzugehen. Und ich möchte meinen Mann auch nicht unbedingt damit belasten. Hast du denn jetzt gar keinen Kontakt mehr? Was ich natürlich angesichts deiner Umstände mehr als verstehen kann.

    liebe ms. linda,

    danke für deine Worte. Alles was du schreibst trifft irgendwie auch auf meinen Vater zu. Mal ist er so wie er immer war und am nächsten Tag genau das gegenteil, er mekrt sich nicht viel, weiß nicht das er einen Enkel hat oder das ich verheiratet bin. Und wenn man ihm auf den Alkohol anspricht dann werden böse Worte ausgetauscht. Es ist ein innerlicher kampf.Und man ist so verzweifelt.. ich weis nie wie ich mich verhalten soll. Ich bin schon so weit, das ich ihn nicht mehr auf das Thema alkohol anspreche. Wobei es mir dann doch immer mal wieder passiert und ich ihm klarmache was passiert wenn er weiter trinkt. Es prodelt dann so in mir, am liebsten entschuldige bitte diese Worte würde ich ihm eine knallen in der hoffnung das er endlich zur vernunft kommt. Ich weiß das er das nicht tut. Er versteckt selbst die Flaschen wenn ich zu besuch komme. Da sage ich ihm offen, dass er das nicht tun muss, da ich es ja eh weis. Ich kann nicht sagen ob das richtig ist. Wie hast du dich denn bei Deinem Vater verhalten. ??? Derzeit hat mein Vater eine relativ gute Phase. Obwohl seine WErte relativ schlecht sind. Und mir graut es vor dem nächsten Artzbesuch. Ich denke manchmal, warum gehst du dort hin, sie sagen dir ja eh nichts neues. Aber allein möchte ich meinen Vater ja auch nicht lassen.
    Sei ganz lieb gegrüßt

    Hallo Flyer,

    das mit deiner mutter tut mir leid. Es ist immer schwer sich das mit anzusehen.

    ich habe deinen Beitrag gelesen und habe schon ERfahrungen was die Betreuung angeht.

    Auch mein Vater leidet unter einen starken alkoholproblem und hat leberzirrhose.

    Als er damals ins Krankenhaus kam haben sie mich nach 2 Tagen angerufen und gefragt ob ich derzeit die BEtreuung übernehmen kann da er zum damaligen Zeitpunkt nicht mehr ich sag es mal so zurechnungsfähig war. Ich glaube auch aufgrund von Entzugserscheinungen. Auch das Syndrom was du beschreibst wurde später beim ihm festgestellt. Dies allein ist allerdings noch kkein grund fpr eine BEtreuung, denn wenn ich mir meinen Vater derzeit anschaue, würde man das nie mitbekommen. Er hat höhen, da weis er alles und es gibt phasen da sucht er sogar seine Wohnung.

    Als die Frage der Betreuung kam habe ich natürlich sofort ja gesagt, es ist ja schließlich mein Vater. Ich habe nicht darüber nachgedacht was es für folgen haben könnte. Tja und was soll ich sagen wenn ich dieselbe entscheidung nocheinmal treffen könnte, ich würde es ablehnen. Es war eine reine tortur.
    Du musst entscheiden, ob er aus dem Krankenhaus kann oder lieber angebunden wird. etc. Das ist nicht leicht, vor allem wenn so wie mein Vater er nicht dort bleiben wollte. Und auch nach dem Krankenhausaufenthalt wurde es nicht besser. Man fühlt sich durch die Betreuung so verpflichtet, das man denkt man muss permanent nach der Person schauen. AUch ging mir durch den Kopf, oh gott was ist wenn er stirbt, sie machen mich dann eventuell verantwortlich. u.u.u.

    Außerdem war durch die Betreuung unser verhältnis mehr als angespannt, mein Vater verstand ja nicht wirklich was es bedeutet. Und es gab immer wieder großen Streit der mit tränen auf beiden Seiten endete. Und wenn man weiß das er andere nicht mehr lange hat geht man immer mit einem unguten gefühl.

    Ich will nicht egoistisch klingen aber wie gesagt, nie wieder würde ich die Betreuung übernehmen. Ich habe eine ganze weile mein eigenes leben zurückgestellt und das gerade in der Zeit als ich frisch mutti geworden bin. Jetzt bin ich froh das die Betreuung abgelaufen ist und fühle mich wesentlich freier. Und die Vater tochter beziehung ist wieder da.

    Ich habe einfach erkannt das ich meinen Vati nicht mehr helfen kann, da er sich nicht helfen lässt. Die ganzen Tränen und die Wut sind umsonst. Ich versuche jetzt die Zeit mit ihm zu genießen. Früher hätte ich ihn angeschimpft wenn er Alkoholische getränke da hatte, aber jetzt mach ich das nicht mehr. Ich will ja da das er offen mit mir darüber redet. Auch wenn mir das ganze sehr schwer fällt. Man kann nur noch zusehen wie sie sich das Leben kaputt machen. Es zerreist einen innerlich aber da muss man wohl durch.

    Ach und was ich feststellen musste auch wenn man die betreuung hat, so hat man nicht viele bzw. kaum möglichkeiten solange der andere der betreuut wird noch selbst entscheiden kann.

    Hallo Ramona,

    auch ich habe einen Vater der Alkoholkrank ist und schlechte aussichten hat. Ach er war nach langen hin u her in einer klinik. Doch es hat nichts gebracht wie die Ärtze sagten. Ich habe ein kleines bisschen hoffnung gehabt aber tief in mir wusste ich das er nicht trocken wird.

    Jetzt habe ich seine Betreuung und gehe ab und an mit ihm zum Arzt. Nat. verheimlicht er es auch dort. Aber ich spreche es direkt an und sage ihm auch er muss ährlich sein, sonst bringt das nichts und wir können nicht helfen. Er ist mir auch nie böse darüber.

    Ich würde ihn nie im Stich lassen, denn nur ich kümmer mich intensiv um Ihn. Das würde er nicht "überleben" . Und das hat er auch nicht verdient.

    Allerdings spreche ich das Theme nur noch sehr selten an, bei ihn da er dann sauer wird. Und es eh nichts bring.

    Hallo ihr lieben

    ich habe einen Angehörigen der aufgrund des alkohols bald sterben wird. Die Zeit die die Ärzte ihm gegeben haben ist rum. Derzeit geht es ihm auch gut, da er es aber nicht lässt alkohol zu trinken kann es jeden Tag so weit sein.

    Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll, ich kümmere mich um den Angehörigen so gut es geht, fahre das we hin, hab seine betreuung.
    Manchmal will ich ihm so richtig die Meinung sagen, aber dann habe ich angst das ich gehe und er am Nächsten Tag nicht mehr da ist.

    Ich habe große Angst ihn zu finden.

    Es ist sehr stressig und in ruhigen minuten denke ich darüber nach das er sterben wird und doch noch nicht so alt ist. Ich muss weinen, und mache mir Vorwürfe ob ich es hätte mitbekommen müssen oder ich ihn hätte eher helfen können. Man glaubt er stirbt, weil man nicht rechtzeitig etwas mitbekommen hat. Es gibt Tage, da will ich gar nicht das er mich anruft, weil ich einfach nur genervt bin und selbst familie hab um die ich mich ümmern muss. Da kann ich doch keine std. tel.
    Dann wiederum gibt es Tage da meldet er sich nicht und ich denke, oh gott, ihm ist etwas passiert.

    Hat denn von euch auch schon jemand diese ERfahrung gemacht udn wie seid oder geht ihr damit um?

    Sorry für den langen Text.