Hallo Paddy,
ja das stimmt.Aber ich frage mich,was muss noch passieren,dass er seinen Tiefpunkt erreicht?Es ist schon so vieles unter Alkohol passiert in der Vergangenheit,wirklich einschneidende Momante.Und ich fühl mich wirklich machtlos und hilflos.Hast du noch Kontakt zu deinem Mann,liebt er dich noch?Ich lese immer wieder,dass man sagt,dass Alkoholiker gar nicht wirklich lieben können.
Aber wenn ich die alltäglichen Dinge sehe,wie dass wir uns immer noch küssen beim weggehen oder nach Hause kommen, uns fragen wie es dem anderen gaht, ob wir einen guten Tag gehabt haben,das füreinander sorgen und da sein funktioniert ja auch noch irgendwie und das ist ja schön und auch nicht selbstverständlich.Ich möchte ihn nicht unter Druck setzen,auf keinen Fall.
Für mich ist es schwer damit umzugehen,ihn loszulassen,ihn seinem Leben zu überlassen und die Angst n mir ihn für immer zu verlieren.
Er ist meine längste und intensivste Beziehung.Vielleicht habe ich auch keine Ahnung,wie es "normal" laufen muss.
Aber er sagt immer, dass er sich mit mir ne Zukunft aufbauen will,Familie etc.
Ich seh halt in ihm mein ein und alles auf der einen Seite und auch die Probleme auf der anderen Seite.Wobei mir das erst richtig bewusst wurde, nachdem ich in Therapie gegangen bin,Ich dachte immer, ich wär nicht normal,mache alles falsch,tue nicht genug,bewerte über.
Aber nachdem ich manches meinem Therapeuten erzählt habe, hat dieser mr als neutrale Person bestätigt,dass SEIN Verhalten teilweise nicht normal ist und mir gesagt,er fände es ungalublich,was ich aushalten würde und könne.Naja, mein Selbstwertgefühl war im Keller und er sagte zu mir, ich müsste mal wieder Lebensfreude spüren.Ich hab meinem Freund gesagt,dass ich es nicht einsehe,dass ich zur Therapie gehe und ermich da nicht unterstützt,indem er weiter trinkt.
Ich würde so gern die Wahrheit wissen,was mit ihm los ist,wieviel er wirklich trinkt,ob er wirklich meint, es so schaffen zu können,was ich ihm wirklich bedeute,was er fühlt etc
Ich hab lange Zeit nur funktioniert,mit völliger Selbstaufgabe,ohne Rücksicht auf mich.Wie viele her dachte ich durch meine Liebe wird das schon und wollte mit gutem Beispiel vorangehen.
Ich kann zur Zeit nicht unterscheiden zwischen wahren Liebesgefühlen und Gewohnheit und Angst,die mich prägt und Helfersyndrom.
Aber mal ehrlich,welche Zukunftsaussichten haben wir als Co,wenn unser Partnerkeine Taten zeigt und definitiv sagt:Jetzt reichts,ich muss was tun!?
Wie läuft eine"normale",suchtfreie Beziehung?Was ist normal,was nicht?