Beiträge von Frank P.

    Hallo Forum,

    bin momentan ganz zufrieden mit mir.

    Langsam aber sicher beginnt die Trockenheit wieder mir Spass zu machen.
    Ich erlebe viele Dinge viel bewusster und das ist einfach schön :)
    Ich bin froh, das ich mich bei mir wichtigen Leuten geoutet und habe und auch das Wort Alkoholiker in den Mund genommen habe :shock:
    Das habe ich früher immer tunlichst vermieden :roll:
    :arrow: Vorteil jetzt aber ist, ich brauche nicht mehr um den heissen Brei rumreden und schütze mich somit selbst.

    In 10 Tagen darf ich wieder zur Suchtberatung. Ich hoffe sehr, dass bis dann meine ambulante Therapie evtl. schon genehmigt ist und ich starten kann.

    Manchmal in stillen Momenten tut mir das viele viele Geld weh, was ich versoffen habe:(
    Ich versuche dann aber ziemlich schnell wieder mich zu fangen, denn in der Vergangenheit rumzujammern bringt nix; freue ich mich lieber auf das GELD was ich jetzt sparen darf, wenn ich nicht mehr trinke!
    Aus Negativem auch das Positive ziehen, darum geht es.

    Mit meiner Frau hat sich die Situation auch deutlich entspannt, ich glaube, sie beginnt mir etwas zu vertrauen.
    Auf jeden Fall hat sie wohl keine Angst mehr, das ich wieder besoffen nach Hause komme.
    Für mich ein Ansporn, diesen Vertrauenvorschuss nicht zu enttäuschen.
    Aus gesundem Egoismus zuerst für mich und dann direkt für meine Frau.

    Ich will für MICH trocken sein, nur dann wird es funktionieren.

    Jetzt freue ich mich aufs Bett und aufs Durchschlafen, der Wecker klingelt
    um 08:30 uhr.

    Liebe Grüsse

    Frank

    Hi Hartmut,

    Lieblingsitaliener ist ausschliesslich wegen dem Essen gemeint.
    Ich liebe nun mal für mein Leben italienisches Essen.
    Alkohol trinken stand hier für mich nie im Vordergrund.

    Typische Trinkkneipen hatte ich andere, die meide ich heute :wink:

    Liebe Grüsse

    Frank

    Hallo@all

    dankeschön für die Gratulationen zum Geburtstag :)

    Hartmut
    Ich hab bis 13:30 gearbeitet und war dann mit meinem besten
    Freund bei meinem Lieblingsitaliener Mittagessen.
    Angestossen wurde mit Spezi :arrow: mein bester Freund weiss
    das ich definitiv nicht mehr trinken möchte und unterstützt mich dabei.
    Danach sind wir noch eine halbe Stunde spazierengewesen und dann
    bin ich heim zu meiner Frau die für den Abend lecker gekocht hat(Schweinebraten) und mir auch einen tollen Kuchen gebacken hat.
    Angestossen haben wir mit Mineralwasser :D

    Hinterher sind wir auch noch mal eine Stunde zusammen an der frischen Luft gewesen und haben uns gut und harmonisch unterhalten.

    Der Geburtstag war sehr schön für mich, wenn auch unspektakulär :lol:

    Verzichtsgefühle hatte ich glücklicherweise überhaupt keine, ich hab mich sehr wohl gefühlt und bin dann auch um 01:00 mit einem zufriedenen Gefühl schlafen gegangen.

    Nur eines ist sicher: Früher wäre mir so ein Geburtstag viel zu langweilig gewesen und vor allen zu trocken :shock:

    Heute sage ich: I C H habe gestern alles richtig gemacht!

    @Matthias

    Ich habe immer wieder gesoffen, wenn ich zu ''sicher'' war. Dachte ich habe doch wieder alles im Griff...das Gegenteil war der Fall :?

    Liebe Grüsse

    Frank

    Tian und Andi,

    vielen lieben Dank für eure Rückmeldungen.

    Das baut auf :D

    Ja das Puzzle bis zur Nüchternheit langsam zusammensetzen, das trifft zu.
    Ich bemühe mich dies mit kleinen aber effektiven Schritten zu tun und nicht so euphorisch loszurennen wie die letzen Male...

    Diesmal bleib ich am Ball und passe sehr gut auf mich auf und hole mir zusätzlich aber auch Hilfe.
    Mein Arbeitgeber weiss auch Bescheid und unterstützt mich und respektiert das ich (endlich) etwas für mich machen will.
    Einem trockenen Alkoholiker wird durchaus Respekt gezollt im Gegensatz zu einem nassen :roll:
    Dazu kommt das dem Thema Alkoholismus immer mehr Beachtung geschenkt wird, gerade in grösseren Betrieben.

    Ich fühle das mein diesmal eingeschlagener Weg richtig ist :wink:
    Ich bin motiviert ohne euphrisch zu sein!

    Liebe Grüsse

    Frank

    Hallo Forum,

    meine ambulante Therapie wurde heute definitiv bei der Fachstelle Sucht beantragt.

    Sämtliche Papiere inclusive mein Suchtmittellebenslauf habe ich heute abgegeben.
    Mein Suchtberater wird die Papiere dann die nächsten Tage an den Rentenversicherungsträger weiterleiten, da dieser dann hoffentlich die Kosten übernimmt.
    Diesmal läuft es also richtig und ich bin aktiv dabei und nicht nur passiv Nichttrinker.
    Ende des Monats habe ich den nächsten Gesprächstermin und bis dahin könnte auch schon die Kostenzusage vorliegen.

    Ich spüre mich momentan sehr intensiv. Das ist nicht immer einfach. Manchmal bin ich etwas überfordert damit. Ich hoffe, dies wird mit der Zeit besser :roll:

    Ich habe heute einen guten Spruch gelesen: Glück besteht darin, Gründe für Dankbarkeit zu finden :idea:

    Ich bin sehr dankbar das ich trocken bin und nochmal die Chance bekommen aktiv etwas für mich zu tun: z.B. mit der ambulanten Therapie..Das ich nochmal mit dem Trinken aufhören durfte und meine Sinne noch nicht ganz vernebelt sind, die richtigen Entscheidungen zu treffen ist absolut n i c h t selbstverständlich!!!
    Es gibt leider viele, die diese Chance nicht mehr bekommen und sich zu Tode saufen oder elend dahinvegetieren.

    Gruss

    Frank

    Hallo Forum,

    ja ich bin Alkoholiker und nichts anderes :!:

    Mit diesem Wissen gehe ich heute gewissenhafter um.

    Ich experementiere nicht mehr mit alkoholfreiem Bier und halte mich noch intensiver von privaten Feiern fern wo mit Alkohol ''gefeiert'' wird.
    :arrow: ich muss und will heute anderen und mir nichts mehr beweisen.
    Vergangenen Montag hatte ein guter Freund von mir einen runden Geburtstag. Er hat auch eine Kneipe und hatte dort zum gemütlichen Umtrunk und Feiern eingeladen.
    Ich wollte aber nicht dahin und dann ''spielend fröhlich selbstbewusst'' Cola trinken...frei nach dem Motto: schaut hin ich habs geschafft, ich kann auch mit euch Alkohol trinkenden mit meiner Cola fröhlich sein :shock::?
    Nee, da hatte ich kein Bock drauf, ich muss nicht mehr mit dem Feuer spielen,
    nein dankeschön, d a s habe ich jahrzentelang gemacht.
    Ich hab meinen Freund angerufen und ihm gesagt, das ich mich da nicht wohlfühlen würde und auch zugegeben, das es mir zu gefährlich ist.
    Er hat das auch gleich verstanden und stattdessen gehen wir kommenden Montag zusammen essen....lecker zum Italiener.
    Da steht dann das Essen und ein gutes Gespräch im Vordergrund und nicht alkoholgeschwängert feiern :wink:

    Ich fühle, ich werde vernünftiger und achtsamer.

    Hartmut, das Du mich immer wieder kritisch hinterfragst, verstehe ich.
    Ich hab einfach schon viel zu viele Rückfälle gebaut.

    Diesmal werde ich es schaffen. Ich möchte die zweite Hälfte meines Lebens nicht mehr mit dem Alkohol kämpfen. Ich werde in meiner ambulanten Therapie auch viel für meine Seele tun.
    Ich will frei werden und ohne Ängste, Komplexe und Zwänge leben.

    Ich möchte das kleine, traurige Kind endlich loslassen und tschüss sagen.
    Ich hab in meiner Kindheit soviel Scheixxe erlebt, das muss endlich raus!

    Mit Alkohol hab ich mich immer nur betäubt und dann stark und vermeintlich glücklich und frei gefühlt. Was für eine Sinnestäuschung.

    Vorraussichtlich nächstes Jahr im März werde ich Vater.
    Ich möchte mein Kind ohne meine eigenen seelischen Altlasten empfangen. Es soll aufwachsen mit einem trockenen Vater, der nicht nur das Glas stehenlässt sondern auch aktiv an seiner Vergangenheit gearbeitet hat und dadurch bereit ist in der Gegenwart ein vernünftiges Leben zu führen und Verantwortung für seine Familie zu übernehmen.

    Ich merke Veränderungen in mir und DAS ist das Wichtigste.

    Liebe Grüsse

    Frank

    Hi Hartmut :wink:

    in der Realität bin ich immer noch trocken. Jetzt in der 6 Woche.
    Nächsten Montag habe ich endlich wieder einen Termin bei meinem
    Suchtberater.
    Habe momentan beruflich viel um die Ohren und war froh jetzt wieder 2 freie Tage gehabt zu haben.
    Mit meiner Frau hat sich auch einiges zum Positiven entspannt, wir kommen ganz gut aus miteinander.

    Das Tagebuchschreiben fällt mir schwer, ich muss mir eingestehen, das ich echt viel verdrängt habe :roll:

    Jetzt probiere ich aber nochmal zu schlafen...in 5 Stunden geht der Wecker.

    Gruss

    Frank

    Hallo Forum, hi Tian,

    ja es ist alles okay :)

    Die vergangenen zwei freien Tage haben mir gutgetan.

    Mir wird immer klarer, wie sehr ich die letzten Jahre immer wieder aufs Neue gegen mich selbst gekämpft habe.
    Das Schlimme ist, das ich mich selbst nie als Gegner gesehen habe, ich war aber tatsächlich selbst mein schlimmster Gegner.
    Deswegen habe ich ich auch immer wieder sehr exessiv gegen mich selbst gesoffen.

    Hört sich vielleicht zunächst etwas verrückt an, die Einsicht und das Eingeständnis das es aber genauso war, kann sehr heilsam sein.
    Für mich ist es heilsam und hilft mir bei Umdenken; denn ich will nicht mehr mein eigener Gegner sein.

    Ich war die vergangenen Jahre einfach zu passiv. Jetzt möchte ich Handeln und Aktiv trocken sein.
    Ich habe damit begonnen, für mich privat aufzuschreiben, was ich den letzten Jahren bzw. Jahrzenten so alles schief gelaufen ist.
    Ich möchte mich endlich mit meiner Vergangenheit auseinandersetzen, denn nur wenn ich sie aktiv behandle und dann auch irgendwann endlich abschliessen kann, habe ich eine reale Chance kontinuierlich trocken zu bleiben.
    Es heisst doch: Ursache und Wirkung.
    Das Saufen war bei mir die Wirkung, die Ursache sitzt tiefer...in mir.

    Ich wollte mit meinem Saufen auch viel verdrängen und betäuben.

    Für mich ist definitiv klar, das ich nicht mehr trinken will.
    Ich bin aber auch überzeugt davon, das ich an die Ursache ran muss.
    In mir sitzt noch etliches, was unbehandelt ist!

    Deswegen freue ich mich auch auf den Start der ambulanten Therapie, denn da wurde mir versichert, es geht auch an die Ursache.
    Früher habe ich Gefühle weggesoffen, jetzt möchte ich darüber sprechen.

    Ich bin froh und dankbar das ich trocken bin und schon einiges in meinen Leben besser und runder läuft.
    So wie es aussieht, haben meine Frau und ich doch noch die Chance auf ein Happyend...

    Trocken ist die Welt übersichtlicher als Nass. Ich muss aber auch dazu bereit sein, aktiv an mir zu arbeiten und nicht einfach nur passiv nicht zu trinken.

    Liebe Grüsse

    Frank

    Guten Morgen,

    bin gerade von einer mehrtägigen Geschäftsreise zurückgekommen.

    Mir geht es gut, ich bin immer noch trocken und motiviert.
    Ich stelle fest, das ich ohne Alkohol viel belastbarer und ausgeglichener bin.

    Nur massive Schlafstörungen hab ich leider immer noch und deswegen lege ich
    mich jetzt nochmal ein paar Stunden schlafen.

    Meld mich heute abend nochmal:-)

    Gruss

    Frank


    Gruss

    Guten Abend allerseits,

    zunächst mal dankeschön für die Rückmeldungen.

    Andreas, dein Beitrag hat mich angesprochen.

    Ich glaube, ich habe bei meinen früheren Versuchen alles auf die zu leichte Schulter genommen...frei nach dem Motto: Ich kann nach einem Rückfall ja wieder aufhören...ich stürz nicht gleich komplett ab...bla bla bla.

    Heute sag ich mir: Ich will keinen Rückfall mehr. Ich will nichts mehr ausprobieren. Ich will die Sauferei nicht mehr in meinem Leben haben.
    Ich will Trocken leben.

    Mein Suchtberater hat jetzt bis zum 08. September Urlaub und dann hab ich direkt wieder den nächsten Termin.
    Bis dahin werde ich das Forum nutzen und hier lesen und schreiben.
    Für mich ist klar das ich zu diesem Termin immer noch trocken sein werde, o h n e Rückfall.

    Vielleicht hat sich bis zu diesem Termin schon etwas mit meiner ambulanten Therapie ergeben(Kostenzusage vom Rentenversicherungsträger)

    In der Regel geht das aber 2-3 Monate, auch diese Mühlen mahlen wohl langsam.

    Körperlich und geistig fühle ich mich ohne Alkohol sehr gut, wenn nur die Schlafstörungen sich auch wieder etwas regulieren würden.
    Ich bin positiver gestimmt und auch im Beruf wieder ausgeglichener und erfolgreicher.
    Das verdammte Zellgift Alkohol bremst wirklich alles aus, das wird mir immer klarer. Der Alkohol verändert die Realität.
    Als ich wieder mal gesoffen habe, kam mir das gar nicht so schlimm vor, ich dachte wirklich, ich habe weitesgehend noch alles im Griff. Von wegen...mein Geist und Wahrnehmungsvermögen war ziemlich vernebelt.
    Jetzt allerdings lichtet sich der Nebel und das was ich sehe, gefällt mir im Grossen und Ganzen.
    Ich bin mir aber auch darüber im Klaren, das mein zukünftiges trockenes Leben noch den einen oder anderen Test bereithält.

    Diese Tests werde ich meistern und nicht wieder trinken.

    Ich höre momentan viel in mich hinein und stelle fest, ich kann mir selbst wieder Gefühle gestatten und auch mal ehrlich weinen.
    Das befreit und tut gut. Ich werde das in Zukunft noch öfter machen, denn da will noch sehr viel raus...

    Ich bin froh, hier wieder von Anfang an ehrlich gewesen zu sein.
    Nur mit Ehrlichkeit, in erster Linie sich selbst gegenüber, ist es möglich kontinuierlich trocken zu bleiben.

    Rückfälle zu verschweigen ist kontraproduktiv, egal wie spöttisch manche Kommentare hier sind.
    Jeder, wirklich jeder hat die Chance trocken zu werden, auch ich :wink:

    Liebe Grüsse und startet gut in die neue Woche!

    Frank

    Guten Morgen,

    mir gehts im Moment psychisch richtig dreckig.

    Meine Frau und ich haben richtig Probleme, da gehts richtig zur Sache.
    Mit Respekt, Achtsamkeit und Liebe hat das nicht mehr viel zu tun.

    Gestern ist sie komplett ausgeflippt, hat mich beleidigt, Sachen rumgeschmissen und mir dann noch ins Gesicht geschlagen.

    Und das hatte definitiv nichts mit Alkohol zu tun. Sie hat mich insgesamt 3 x besoffen gesehen. Und da hab ich ihr nie was etwas getan.

    Sie hat psychische Probleme und ich kann nicht mit ihr reden.
    Vielleicht lasse ich mir aber auch, seit dem ich wirklich ernsthaft trocken werden will, nicht mehr so viel von ihr gefallen und sage meine Meinung.
    Früher habe ich aus schlechtem Gewissen öfter mal was runtergeschluckt, obwohl ich meistens immer heimlich gesoffen habe.
    Wenn Sie noch nicht mit mir zusammengewohnt hat oder wenn sie mal ein paar Tage nicht da war...

    Ja.....sch..sse grad alles...

    Wichtig ist, das ich nicht getrunken habe. Gestern hat sie hier so Radau gemacht, da hätte ich mir früher 150% einen reingesoffen und nicht zu knapp.

    Aber genau das will ich nicht mehr. Weil ich ändere nichts damit.
    Wenn diese Ehe in die Brüche geht, dann kann ich mit Saufen auch nichts daran ändern, sondern nur alles beschleunigen.

    Und lieber Kaleu...Momente der Stille habe ich auch...und die tun verdammt weh, da sind auch schon ein paar Tränen geflossen.

    Da meine Frau im 3 Monat schwanger ist, würde es mir für unser zukünftiges Kind sehr leid tun, wenn wir uns trennen würden.
    Ich bin selbst ein Scheidungskind und hatte ne Sch..sskindheit, ich weiss von was ich rede.

    Jetzt versuche ich zu schlafen...obwohl meine Gedanken Karussell fahren.

    Frank

    Guten Morgen,

    war heute bei der Fachstelle Sucht und hatte ein Gespräche bei Frau XY.
    Sie musste beurteilen ob ich für eine ambulante Therapie geeignet bin oder nicht.
    Sie hat mich unter andererm gefragt in was für Abständen ich trinke, wenn es zu Rückfällen kommt, aus was für Gründen ich dann trinke und wieviel und wie lange.
    Sie wollte wissen, ob ich wirklich bereit für die Therapie bin und auch wie es mit meiner Motivation aussieht.
    Die ambulante Therapie ist immer Montags und Dienstag von 17:45 bis 19:20 Uhr. Zusätzlich gibt es alle zwei Wochen Einzelgepräche.

    Ich habe den''TÜV'' für die ambulante Therapie wohl bestanden, da sie mir am Schluss sagte, ich bin dafür geeignet.
    Diesen Donnerstag um 08:00 Uhr habe ich wieder ein Gespräch mit meinem Suchtberater. Zu diesem Termin bringe ich dann auch meine Unterlagen für die Beantragung der Therapie mit.
    Dann hoffe ich natürlich das der Antrag schnellstmöglich genehmigt wird!

    Ich habe ja Montag vor einer Woche meine Blutwerte kontrollieren lassen, unter anderem auch für die Fachstelle Sucht.
    Meine Werte sind glücklicherweise alle okay und im Normbereich.
    Auch meine Leberwerte!!! Darüber bin ich sehr froh.

    Lediglich meine Cholesterinwerte sind etwas zu hoch. Aber auch da weiss ich die Ursache: zu viel Fastfood in der Mittagspause.

    Heute bin ich irgendwie zufrieden mit mir :D endlich tue ich w i r k l i c h was. Ich will trocken werden und es dann auch bleiben!
    2,5 Wochen ohne Alkohol bin ich jetzt. Noch nicht wirklich viel, aber ein kleiner Anfang auf dem ich bauen kann :arrow: ich freue mich auf die Therapie, ich will endlich anfangen richtig an mir zu arbeiten!!!

    Gute Nacht und liebe Grüsse

    Frank

    0,0% Bier ist brandgefährlich!!!

    Ich spreche da leider aus Erfahrung.

    Alle meine Rückfälle haben vorher mit sogenanntem alkoholfreiem Bier
    angefangen.
    Die 0.0% Flaschen übten eine besondere Anziehung auf mich aus, denn die waren ja wie ein ''Freifahrtschein''. Es war ja nun wirklich überhaupt kein Alkohol mehr drin...üble Falle...Finger weg!!!

    Heute unterschreibe ich die Hardlinermeinung von vielen: mit ''alkoholfreiem'' Bier rumzuexperimentieren ist bereits ein Rückfall und nichts anderes.

    Frank

    Hallo allerseits,

    hatte heute endlich mal einen relaxten Tag und konnte ausschlafen.
    Ein gutes Gefühl sich nicht nach einer durchwachten Nacht vom Wecker aus dem Bett prügeln lassen zu müssen.
    Meine Schlafstörungen machen mir schon ganz schön zu schaffen, vor allem wenn ich sehe, wie wunderbar meine Frau nebendran schlafen kann.
    Aber natürlich gönne ich ihr das von Herzen:-)

    Ich bin froh, morgen wieder zur Suchtberatung gehen zu können.

    Mir geht es gefühlsmässig momentan gar nicht gut.

    Mir wird immer mehr bewusst was für Schäden der Alkohol bei mir angerichtet hat und was für Unsummen ich dafür ausgegeben habe.
    Meine letzte ''Heldentat'' war das ich über die letzten Jahre eine Erbschaft meiner Tante mit fast 100000 Euro versoffen habe.
    Ich schäme mich dafür, sehr sogar. Das Geld hätte ich für andere Dinge viel besser anlegen können.
    Aber auch die Jahrzente davor hat mich der Alkohol viel viel Geld gekostet.
    Und trotzdem habe ich mit Pausen immer wieder angefangen.

    Mit klarem Kopf sage ich mir: Du Idiot, warum hast du das getan????
    warum hast du wider besseres Wissen immer wieder angefangen????

    Ganz einfach, weil ich süchtig bin. Der Alkohol hat mich im Griff und ich habe keine Chance gegen ihn; ich bin machtlos.

    Nur wenn ich nicht trinke und trocken bin, dann kann ich mit meiner Sucht leben und auch aus meinen Leben was machen.

    Ich bin jetzt an einem Punkt angelangt wo ich definitiv nicht mehr will.
    Ich will trocken werden für mich. Wenn ich auf mich achte und gut mit mir umgehe, dann kann ich auch für meine Familie da sein.

    Meine Sucht kommt nicht einfach von irgendwo her...da steckt mehr dahinter. Seelische Narben, Zurückweisungen, Komplexe, Als Kind nicht geliebt worden sein. Gerade das Urvertrauen was jedes Kind braucht, hatte ich nie...nie...nie.
    Meine Mutter manisch depressiv und selbst abhängig von Tabletten und Alkohol hat mir das Leben zur Hölle gemacht und mein Vater war als Topmanager von 365 Tagen im Jahr nur vielleicht 65 Tage da.

    Ich will jetzt hier nicht rumjammern, nur ich bin sicher, hinter jeder Sucht steckt auch etwas ganz tief dahinter.
    Und da will ich ran...das was ich all die Jahre verdrängt und weggesoffen habe, das muss jetzt raus...aber so richtig raus!!!
    Deswegen freue ich mich auf die ambulante Therapie.Das wird bestimmt gefühlsmässig manchmal auch hart, aber nur so geht es.

    Werd mich heute mittag wieder melden...ich merke mir fallen die Augen zu...dann werde ich mir das mit dem erweiterten Bereich auch noch mal anschauen, denn alles will ich hier im öffentlichen Bereich nicht preisgeben.

    Wünsch euch allen eine gute Woche!

    Frank