Hallo Nys,
ich habe -ehrlich gesagt- von Anfang an hier überlegt, was auch schon Co2013 schrieb- ob das alles nicht recht schnell ging....
mich dann aber nicht getraut, so schwarzseherisch zu schreiben....
Daher auch meine Frage wegen der Dauer des Kennens.
CO2013 hat es dann einfach direkt geschrieben
danke, Co 
Nicht zum Schiedsrichter berufen, das gefällt mir als Ausdruck und ich übernehme es gerne hier.
Daher nun, wie ich es gehandhabt habe, nach XY, mit potentiellen Kandidaten:
Ich habe auf Zeit zum Kennenlernen gesetzt. Mir Erwartungen und Wünsche bzgl des anderen bewusst gemacht und dann immer wieder gemerkt:
Viel zu früh. Viel zu schnell. Viel zu viel.
Man braucht schon viel Zeit zusammen, bis man sich gut kennt.
Dann habe ich sortiert, was sollte ich an Erwartungen und Wünschen mir selbst geben (war der Großteil).
Und was ist wichtig, mit dem anderen zu klären.
Auch das THema Alkohohl hat wiederholt eine große Rolle gespielt.
Weiterer Aspekt: Gerade am Anfang ganz bewusst immer und immer wieder hinterfragen: Stehe ich zu mir? Zu meinen Bedürfnissen- auch wenn es für den anderen schwierig oder gar unangenehm daduch wird?
Ein wahrhafter Kraftakt oft genug.
Ich habe es aber oft genug geschafft. Und konnte so manchmal schnell aussortieren.
Ganz klar war für mich immer: Während ich mit ihm zusammen bin- höchstens ein Glas Alkohol. Niemals mehr. Niemals. Denn sonst geht das Diskutieren los.
Außerhalb meiner Gegenwart, auch nicht beim späterem Heimkommen,- ist es was anderes. Vollrausch bitte niemals.
Das habe ich begründet, nat. auch mit meinem früheren riskanten Konsum, jetzigem 0,0Promille -Leben und- wichtigster Aspekt: Meier lebenslangen Gefährdung.
Der eine ist dabei schon weggeknickt.
Ich kann hierbei für mich sortieren, wer zumindest zurzeit keinerlei Probleme mit Alkohol hat.
Derjenige nämlich der sagt "ok, kein Ding!"
Einer wollte erstmal für sich überlegen. Er fand das etwas komisch. Wir haben aber darüber gesprochen.
Dann kam er auf mich zu und sagte: "Ich wäre ja blöd, wenn ich wegen Alkohol eine Frau wie Dich gehen lassen würde."
Was ich ganz wichtig finde: Niemals mehr werde ich, wie früher sooft- Dinge unausgesprochen lassen.
Gerade wenn ich mich verletzt und unverstanden gefühlt habe.
Ich habe mich gezeigt.
Eine sehr schwere Übung für eine CO.
Manchmal wusste er gar nicht, was los ist mir.
Dann haben wir Abstand genommen, ich habe mich gesammelt, reflektiert und erklärt. Und er bzgl. sich.
Auch das, was "peinlich" war. Was einen vermeintlich schwach gezeigt hat.
Das waren ungemein fruchtbare Momente!!!
So stelle ich mir Beziehung vor.
Sich zeigen, so sein dürfen und den anderen so annehmen, wie er ist.
Oder eben entscheiden: Nee, also auf gar keinen Fall.
Was Du schriebst, dass er Dir unterschieben wollte, es läge an Dir - boah, das finde ich persönlich krass.
Natürlich sollte man das für sich selbst reflektieren.
Aber es steht niemandem zu, so über mich zu urteilen!!!
Mit dem einen war es so, dass es bzgl anderer Gründe im moment eine Art Beziehungspause gibt.
Aber die Verbundenheit bleibt. Auch im normalen innigen Freunschafts-Kontakt.
Ich kann mir vorstellen, dass irgendwann wieder mehr, viel mehr daraus wird. Dann kennen wir uns schon mind. zwei Jahre. Mit Höhen und Tiefen. Mit Liebe und Freundschaft. So, wie wir sind. Mit allen Schwächen und Makeln.
Kann sein. Muss aber nicht.
Ich bin ruhig mit mir selbst und lebe den Tag.
Immer nur den einen.
LG
Girasole