Beiträge von girasole

    Hallo Hilflos,

    wenn Du finanziell für ihn immer wieder einspringst, verlängerst Du sein Leiden.
    Er muss lernen, für seine Taten einzustehen, egal wie. Punkt.
    Nur wenn er wirklich merkt, dass alles den BAch runter geht, besteht eine Chance, dass er selbst was ändern möche.
    Solange es bequem ist, und er machen kann, was er will, weil die TOchter ja den Kopf hinhält- ja, warum sollte er dann was ändern wollen bzw. aus der Sucht raus wollen?
    Die Sucht ist eine schwerwiegende Erkrankung mit der Schwierigkeit mangelnder KRankheitseinsicht.
    Und die entsteht nunmal nur durch Leidensdruck!!

    Ich glaube schon, dass man geschäftsfähig ist, wenn mal alkoholisiert Geschäfte tätigt. Soweit ich weiß sind es nur Kinder nicht, und Menschen die einen gesetzl. Vormund für geschäftl. bzw. finanzielle Angelegenheiten haben, die "entmündigt" sind.

    Aber nirgendwo steht, dass dann die Tochter bezahlt. Wo kommen wir denn da hin?
    Soll doch der Gerichtsvollzieher kommen, viell. wacht er dann auf.

    LG
    Girasole

    Liebe Caro,

    Du hast Recht!! Du machst das sehr gut :D
    Den inneren Kritikern begegne ich so: Ach hallo, wir kennen uns schon lange, aber ihr seid nur ein Teil von mir!"
    oder: "Hallo, ihr seids mal wieder. Was wollt ihr mir heute sagen?"
    Dann kommt meist eine Antwort, von der ich dann selbst merke, dass sie total abstrus ist.
    Oder ich habe solche "Antworten" parat, die ich dann entgegne: Ich darf Fehler machen, zb. oder:
    Ich achte zuerst auf mich!
    Ich gönne mir Schwäche!

    Wichtig finde ich auch zu wissen, sie sind immer da -nur mal mehr, mal weniger stark präsent- und Stress verstärkt sie enorm.

    LG
    Girasole

    Hallo Nys,


    Zitat von Nys


    Ich habe mich so sehr in der Vergangenheit in Frage gestellt, daß ich
    nun einen anderen Weg gehen muß, Dinge zu verbessern, ohne mich selbst immer wieder als die Wurzel allen Übels zu verstehen.

    .....genau!

    Nicht DU bist die Wurzel allen Übels. Das ist eine gaaanz wichtige Grundeinstellung.
    Ich glaube -korrigiere mich, wenn ich mich irre- Du bist oft sehr streng mit Dir?
    In Deinen letzten Posts klang viel eigene Bewertung durch, negative.
    Ich kenne das sehr gut (wieder mal).
    In mir gab es einen Teil, der mich ständig bewertet hat (negativ), nonstop.
    Ich war ihn so gewöhnt, dass ich ihn viele Jahre gar nicht hörte.
    Aber beeinflußt hat er mich natürlich.
    Als ich mir dies bewusst machte und darauf achtete, hörte ich ab der Minute des Aufwachens ununterbrochen "du bist blöd", "du bist fett". "du bist häßlich", "du kannst gar nichts", "du bist zu nichts zu gebrauchen".......
    Die ganze Zeit, nonstop, habe ich mich innerlich abgewertet - ohne es zu wissen, ohne es überhaupt zu bemerken!

    Klar, dass ich dann nicht in der Lage war, eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen, zb.
    Entstanden ist das wahrsch. durch meinen Erzeuger, der mir nie ein Vater war.
    Jedes Kind verinnerlicht dann "Es ist meine Schuld. Ich bin es nicht wert".
    Und Du hast ja auch ähnliches in der Kindheit signalisiert bekommen.

    Tiefenpsychologische Sitzunge hatte ich auch einige Jahre, und kann nur bestätigen- es ist verdammt anstrengend.
    Es war eine der härtesten Zeiten meines Lebens.
    Aber so extrem fruchtbar.
    Ohne sie wäre ich niemals da, wo ich jetzt bin.
    Es lohnt sich!

    LG
    Girasole

    Zitat von Neuweg


    Es gab, nachdem ich zurück bin, tatsächlich einige Tage, an denen ich den Kopf in den Sand gesteckt habe, und bei mir dachte: ok, versagt, ich schaffs nicht, ich bleib wo ich bin und mach einfach weiter, wie die Jahre zuvor.

    Hallo Neuweg,

    die Gefahr besteht tatsächlich.
    Das ist mir erst so richtig bewusst geworden, als ich letztens im WWW über einen Bericht zu einer Ärztetagung zum Thema Coabhängigkeit gestolpert war.
    Dort stand u.a., dass dies tatsächlich ein mögliches "Ende" ist: Der Coabhängige wird nämlich im Verlauf der Abhängigkeit immer schwächer, und manchmal ist es dann einfach schlicht "zu spät" :shock:

    Dann ist man ev. so geschwächt, dass man es echt nicht mehr schafft.
    Dies endet laut diesem Bericht meist in einer Depression und/oder eigenen Suchterkrankung, häufig Medikamente oder Essen, des COs.

    Was ich auch noch sehr interessant fand: Laut diesem Bericht ist Coabhängigkeit schlicht und ergreifend sozial erlernt.
    Also, was vielen ja schon klar war,- was viele aber auch noch beharrlich ausblenden:
    Hier nochmal schwarz auf weiß:
    Eure Kinder lernen von euch das Co-Abhängigsein und werden es sehr wahrscheinlich später auch.

    Bitter, aber wahr.

    LG
    Girasole

    Hallo Paula,

    was es wirklich ist, kannst Du nicht wissen, wirst es ev. nie erfahren. Du weißt auch nicht, wie lange das alles jetzt andauern wird.
    Es kann sein, Zeit Deines Lebens.

    Ist es wirklich wichtig zu wissen, warum er euch mies behandelt und die Kleine schon leidet?
    Oder ist es nicht viel wichtiger, dass er euch schlecht behandelt und dazu hat er kein Grund und kein Recht. Punkt.
    Ob wegen Alkohol oder -unbehandelte- Depressionen, das macht für die Schäden Deiner Tochter kaum einen Unterschied.

    Die Frage hat Zimttee ja schon gestellt: Und nun?

    LG
    Girasole

    Hallo Neuweg,

    toll, dass Du immer noch hier schreibst.
    Und nicht in Scham oder alten Co-Gefühlen ganz verschwunden bist!

    Diese Angst vor XYs Reaktion war auch bei mir, ebenso wie die "Planung" der Trennung.
    Das war soz. der 2. Schritt, nach Bewusstwerdung und Annehmen der Co-Abängigkeit.
    Ich hab zb auch meine Finanzen durcgecheckt. Den Wohnungsmarkt angeschaut usw.

    Die Angst vor Abwertung durch XY resultiert v.a. daraus, dass wir diese Dinge selbst über uns denken,- vermute ich mal.
    Abwertungen, die jeglicher Grundlage für sie entbehren, nehmen Menschen in der Regel nicht für sich an.
    Wenn aber -ev. auch tief vergraben- das Gefühl da ist- dann greift es sofort.
    Bei mir war es so. Ich habe auch ohne XY, schon in der Kindheit gelegt,
    mich für wertlos gehalten.
    Und schuldig.

    Was die Kinder betrifft: Wenn Du akuten Krieg auf ihre Kosten befürchtest, nimm sie zu Anfang aus der Schusslinie.
    Bring sie an einen Ort, wo er nicht hinkommt, nichts von weiß.
    Es ist dann besser für sie, eine Zeit keinen KOntakt zu ihm zu haben.
    Erst wieder, wenn er kapiert, - so nicht.

    LG
    Girasole

    Liebe Colibri,

    ich weiß, es ist schwer.
    Aber ich denke, Du bist auf dem richtigen Weg.
    Der ist auch schwer, insbesondere am Anfang, aber es wird zunehmend leichter!
    Vor allem mit einer Thera an Deiner Seite, die Dich unterstützt.
    Du wirst dahin kommen, dass Du Deine Mutter einfach nicht mehr besuchst, wenn Du nicht willst.
    Dass Du Dich ihr nicht erklären brauchst, sondern Dich eben einfach kaum noch meldest.

    Was Du jetzt wahrscheinlich einfach nicht kannst, nehme ich mal an.
    Jemanden besuchen, der bösartig ist- kein Wunder, dass Du jetzt schon keine Kraft mehr hast.
    Deine Seele wird sich von Dir verraten fühlen, und schickt den Körper voran, um Dir das zu zeigen.....

    LG
    Girasole

    Hi Nys,

    bitte nicht von mir als "naiv" bewertet vorkommen.
    Und bitte auch Dich selbst nicht so streng be/abwerten.
    Ich finde, es war sehr viel für Dich bedenkenswertes dabei, was Du mir als letzte Antwort geschrieben hast.
    Immer die gleichen Männer anziehen- uah.
    Kenne ich doch glatt 8)
    Da habe ich viiiel rausziehen können in der Thera.
    Und das passiert mir jetzt auch weniger!
    (Eine meiner wichtigen Aspekte bzgl. neuer Partnerschaft: Beziehung zu Mutter/ Vater geklärt oder wenn nicht: dessen bewusst sein)

    Oder zb: er kam Dir reflektiert vor... aber wirklich beurteilen kann man das erst nach einer ganze Zeit.....

    Sehr bald sehr heikle Dinge erzählt bekommen- kenne ich auch 8)
    Auch daraus konnte ich einiges ziehen.
    Ich will das heute gar nicht mehr!

    Und als stark und selbstbewusst kennengelernt werden: Will ich heute zb auch nicht mehr (kenne ich ja auch....!)- ich bin es ja gar nicht (nur).


    Und eine Frage: Was meinst Du mit, Du willst Dich nicht "fügen"?
    Worin?


    LG
    Girasole

    Hallo Nys,

    es ist gerade schwierig zu beschreiben. Sagen wir mal so:
    Früher bin ich wie ein Welpe auf die Männer zu.

    Mittlerweile habe ich mir erarbeitet, dass ich vorsichtig sein und auf mich achten darf, dass das sogar gesund sein kann! Natürlich nur in gewisser Dosierung- das ist wichtig.
    Ich bin sicher nicht übertrieben misstrauisch und das will ich auch niemals werden.
    VIelleicht kann man "Vorsicht" auch durch "Umsicht" ersetzen.

    Dazu gehört zb, dass mittlerweile Arschloch- Männer dadurch schnell meinen Alarm angehen lassen. Im Gegensatz zu früher.

    Deine zwei Neuerungen finde ich klingen toll.
    Bei mir war es letztens auch so ähnlich.

    LG
    Girasole

    Zitat von Nys

    Wer mich kennenlernt erlebt mich so wie ich bin. Von anfang an. Und da ändert sich dann von loser Beziehung zu fester Beziehung auch nix.

    So war ich auch lange. Heut nicht mehr, für mich eine der wichtigsten UNterschiede.
    Das heißt aber nicht, dass man mich nicht direkt und unverstellt kennenlernt.
    Ich habe gerade in der letzten Zeit öfter gesagt bekommen, ich wirke sehr echt und in mir ruhend.
    Allerdings ändert sich für mich nun einiges von loser Beziehung zu fester.
    Was nicht heißt, dass ewig nur Händchen gehalten wird. Es sind ja mehr innere Prozesse, die ich meine.

    Aber natürlich ist das halt individuell.
    Hauptsache, es geht Dir gut.

    LG
    Girasole

    Zitat von Kaleu

    Bauchgefühl ist Bauchgefühl. Für mich war's eine der wichtigesten Übungen - und wird es auch bleiben, meinem Bauchgefühl zu trauen.

    Unbedingt!
    Bloß- ich hatte lange Jahre gar kein Bauchgefühl :(
    Auch jetzt ist es nicht immer da, wenn ich es bräuchte.....
    Und dann helfe ich mir halt anders, so wie oben geschrieben,

    Und wichtig finde ich auch, was Du ja schreibst, Kaleu: Beim Bauchgefühl hinterfragen: Was ist das für ein Gefühl? Ist das eig. ein "altes" Gefühl/eine Übertragung oder angemessen?

    LG
    Girasole

    Hallo Nys,

    ich habe -ehrlich gesagt- von Anfang an hier überlegt, was auch schon Co2013 schrieb- ob das alles nicht recht schnell ging....
    mich dann aber nicht getraut, so schwarzseherisch zu schreiben....
    Daher auch meine Frage wegen der Dauer des Kennens.
    CO2013 hat es dann einfach direkt geschrieben :wink: danke, Co :wink:

    Nicht zum Schiedsrichter berufen, das gefällt mir als Ausdruck und ich übernehme es gerne hier.
    Daher nun, wie ich es gehandhabt habe, nach XY, mit potentiellen Kandidaten:
    Ich habe auf Zeit zum Kennenlernen gesetzt. Mir Erwartungen und Wünsche bzgl des anderen bewusst gemacht und dann immer wieder gemerkt:
    Viel zu früh. Viel zu schnell. Viel zu viel.
    Man braucht schon viel Zeit zusammen, bis man sich gut kennt.
    Dann habe ich sortiert, was sollte ich an Erwartungen und Wünschen mir selbst geben (war der Großteil).
    Und was ist wichtig, mit dem anderen zu klären.
    Auch das THema Alkohohl hat wiederholt eine große Rolle gespielt.

    Weiterer Aspekt: Gerade am Anfang ganz bewusst immer und immer wieder hinterfragen: Stehe ich zu mir? Zu meinen Bedürfnissen- auch wenn es für den anderen schwierig oder gar unangenehm daduch wird?

    Ein wahrhafter Kraftakt oft genug.

    Ich habe es aber oft genug geschafft. Und konnte so manchmal schnell aussortieren.

    Ganz klar war für mich immer: Während ich mit ihm zusammen bin- höchstens ein Glas Alkohol. Niemals mehr. Niemals. Denn sonst geht das Diskutieren los.
    Außerhalb meiner Gegenwart, auch nicht beim späterem Heimkommen,- ist es was anderes. Vollrausch bitte niemals.
    Das habe ich begründet, nat. auch mit meinem früheren riskanten Konsum, jetzigem 0,0Promille -Leben und- wichtigster Aspekt: Meier lebenslangen Gefährdung.
    Der eine ist dabei schon weggeknickt.
    Ich kann hierbei für mich sortieren, wer zumindest zurzeit keinerlei Probleme mit Alkohol hat.
    Derjenige nämlich der sagt "ok, kein Ding!"

    Einer wollte erstmal für sich überlegen. Er fand das etwas komisch. Wir haben aber darüber gesprochen.
    Dann kam er auf mich zu und sagte: "Ich wäre ja blöd, wenn ich wegen Alkohol eine Frau wie Dich gehen lassen würde."

    Was ich ganz wichtig finde: Niemals mehr werde ich, wie früher sooft- Dinge unausgesprochen lassen.
    Gerade wenn ich mich verletzt und unverstanden gefühlt habe.
    Ich habe mich gezeigt.
    Eine sehr schwere Übung für eine CO.

    Manchmal wusste er gar nicht, was los ist mir.
    Dann haben wir Abstand genommen, ich habe mich gesammelt, reflektiert und erklärt. Und er bzgl. sich.
    Auch das, was "peinlich" war. Was einen vermeintlich schwach gezeigt hat.
    Das waren ungemein fruchtbare Momente!!!
    So stelle ich mir Beziehung vor.

    Sich zeigen, so sein dürfen und den anderen so annehmen, wie er ist.
    Oder eben entscheiden: Nee, also auf gar keinen Fall.

    Was Du schriebst, dass er Dir unterschieben wollte, es läge an Dir - boah, das finde ich persönlich krass.
    Natürlich sollte man das für sich selbst reflektieren.
    Aber es steht niemandem zu, so über mich zu urteilen!!!

    Mit dem einen war es so, dass es bzgl anderer Gründe im moment eine Art Beziehungspause gibt.
    Aber die Verbundenheit bleibt. Auch im normalen innigen Freunschafts-Kontakt.
    Ich kann mir vorstellen, dass irgendwann wieder mehr, viel mehr daraus wird. Dann kennen wir uns schon mind. zwei Jahre. Mit Höhen und Tiefen. Mit Liebe und Freundschaft. So, wie wir sind. Mit allen Schwächen und Makeln.
    Kann sein. Muss aber nicht.
    Ich bin ruhig mit mir selbst und lebe den Tag.
    Immer nur den einen.

    LG
    Girasole

    Zitat von verflixt


    Ich wette, du kannst dich sehr gut anpassen, egal wo du bist.

    Das ist ja genau das, was Teresa beschreibt und was ihr nicht passt :wink:

    Liebe Teresa,
    das kennen viele hier von sich (zumindest habe ich es schon bei sehr vielen gelesen)! Dieses unreflektierte Übernehmen der Meinung anderer.
    Auch ich...
    Da aufzuwachen, das plötzlich zu erkennen- das war bei mir der Anfang der Loslösung von XY.
    Bis ich ausgezogen bin, hat es noch lange gedauert.

    Zunächst war ich schwer beschäftigt mithilfe meines Thera meine Meinung, meine Bedürfnisse, meine Gefühle zu erkennen, wahrzunehmen.

    Ein sehr neuer ungewohnter Aspekt im Leben einer CO.

    Danach folgte dann der schwierigste Teil (für mich)- das Umsetzen meiner Wünsche, das Eintreten für meine Bedürfnisse - und damit die Auseinandersetzung v.a. mit XY ( - aber auch mit anderen Menschen in meinem Leben!)
    XY fiel natürlich aus allen Wolken - die CO hat plötzlich eigene Bedürfnisse?!
    Das geht natürlich nicht. Da wurde manipuliert vom Allerfeinsten.
    Aaaaaarbeit für mich und meinen Thera. Anschauen, was da in den Diskussionen (oder besser Manipulationen, da kam ich dann halt nach und nach erst drauf) passiert ist.

    Je bewusster einem etwas ist, desto leichter kann man es ändern!
    Viel mehr ist es gar nicht.

    Natürlich musst ich dann auch mal kämpfen für mich.
    Es hört bis heute übrigens nicht ganz auf zwischen uns!
    Es ist natürlich viel viel besser geworden.

    Alles in allem: EIn Prozess in dem Du gerade schon mittendrin bist.
    Also wirklich auf einem sehr guten Weg, wie ich finde.

    Du bist sehr streng mit Dir. Nach dem Motto "ich mache meine Sache total schlecht!"

    So wie ich auch, früher mehr- heute versuche ich, meine ständigen "inneren Bewerter / Kritiker" in Schach zu halten.
    Sie werden ein Teil von mir bleiben.
    Aber eben nur ein Teil von mir, es gibt noch einen großen anderen Teil, den ich mir bewusst (da ist es wieder!) mache und versuche, zu stärken.
    ICh kann gnädig mit mir sein. Gütig auf mich schauen.
    Liebevoll und nachsichtig abends Frieden mit mir und dem Tag machen, und ihn beschließen mit der Einstellung: "Ich habe es so gut gemacht, wie ich konnte".
    Dieser Gedanke ist ein Gedanke des Friedens, der Liebe und der Entspannung.

    Vielleicht wäre das ja auch hilfreich für Dich?
    Ich kann da wärmstens empfehlen:
    "Meditationen und Gebete am Abend" von Robert Betz.
    Diese CD hat mich genau das gelehrt.

    LG
    Girasole

    Zitat von pingi


    Wie das aussehen soll.... weiss ich leider überhaupt nicht. Aber ich denke das hat viel mit diesem Zuneigungshunger zu tun. Das suchen nach Sicherheit, die man als Kind vermisst hat, das auffüllen der Defizite von damals.

    Hallo Sarawen und Pingi,
    das war bei mir ein Schlüssel (von verschiedenen), mir die Zuneigung, Sicherheit, Bestätigung und Liebe undundund selbst zu geben.
    Daher predige ich auch überall "sich was Gutes tun".
    Damit fängt es nämlich an. Wenn man simples "gut zu sich sein" noch nicht gelernt hat/ nicht weiß, was das ist, wie sich das definiert oder wie das gehen soll,- kann man sich nicht einfach mal so plötzlich "selbst (fest-) halten".

    LG
    Girasle

    Zitat von weinenderEngel


    Und falls es so wäre, wäre das Aufarbeiten in einer Therapie sicher sehr schmerzhaft. Ich denke zwar noch oft an meine Mum und an meine Dad und stelle mir vor wie mein Leben verlaufen wäre, wenn beide noch da wäre.
    Aber es ist wie es ist. Was wäre wenn....... ist doch unbefriedigend.

    Hallo Engel,

    zwei Sachen: Eine Therapie hat es so an sich, dass schmerzhafte Dinge bearbeitet werden. Man macht sie nicht, weil man nicht weiß, wohin mit all seinem Glück und seiner Freude.
    Die Angst vor den Schmerzen hält viele davon ab.
    Das muss natürlich jeder für sich entscheiden und abwägen - Schmerzen bearbeiten vs. nicht-gelingendes Leben.


    "Was wäre wenn" - was hat denn das mit einer Therapie zu tun?
    Gar nix.
    In einer Therapie lernt man, sich im eigenen Leben wohlzufühlen.
    Was ja bei Dir ganz offenbar nicht der Fall ist.

    LG
    Girasole

    Hallo Just,

    mal ein Gedanke von mir:
    Was würdest Du tun, wenn Dir ein fremder Mensch eine Straftat anhängen wollen würde??

    Jaa, aber - kann man nun sagen... er ist doch kein Fremder, er ist doch der Vater!

    Ja, genau, ebendrum!
    Der sollte sowas doch am allerwenigsten tun!

    LG
    Girasole

    Hallo Teresa :D

    du bist ausgezogen! Das kann ich deutlich ohne Lupe! sehen :lol: und das ist doch gerade äußerlich ein Riesenfortschritt!

    Dass Du nicht dauernd rumjammern willst im RL finde ich gut!
    Sowas kann andere echt abturnen und daher übe ich mich selbst auch stets darin.

    Ich finde es super, dass Du Dir prof. Beratung holst betreff Umgang. Das würde ich persönlich in Deiner Situation wohl auch tun.
    Das wäre doch auch eine Idee für den Fall, dass er wieder trinkt, oder?
    Dadurch dass er zurzeit trocken ist, hat sich die Lage ja verändert. Und Du trägst dem Rechnung, indem Du darüber nachdenkst.
    Ich gebe zu Bedenken, dass die Trockenheit im Moment eher nicht auf sicheren Boden steht. So ohne Therapie usw.

    Denn wenn XY nächsten MOnat wieder trinkt, kannst Du wieder von vorne anfangen zu überlegen.
    Für ein Kind ist so ein ewiges Hin und Her mit den Besuchen auch nicht gut.
    Ich würde wohl mal abwarten, wie die Trockenheit sich entwickelt, bevor ich die BEsuche ständig ändern muss.
    Ich weiß gar nicht, ob das wirklich schon "Trockenheit" ist? Oder nennt man das ohne Therapie und Entgiftung "Trinkpause"? Ich glaube, hier sowas gelesen zu haben.

    "Durch und durch böser Mensch" - argh! Was für eine Idee.
    Hinterlistig und nur auf Deinen Vorteil bedacht, egal wie sehr andere damit verletzt werden - so lese ich Dich hier nicht......

    SOgar um sein Tier sorgst Du Dich.

    LG
    Girasole

    Zitat von >Teresa<


    Also wehe du bist nicht glücklich! :lol:

    der war gut :lol: habe gerade herzlich gelacht, hihi.

    Ich kann sagen, ich bin zufrieden.
    Glücklich klingt so nach..... easy- peasy- alles heiter Sonnenschein- alles supi-dupi....
    Es ist nicht so, dass ich nicht auch mal traurig, unglücklich, unzufrieden etc pp bin.
    Ich bin ungewollt kinderlos (und werde es wohl auch bleiben, qua Alter und mangelnder potentieller Väter), habe einige chronische Krankheiten, eine gescheiterte Ehe, keinen Kontakt zu meinem Vater, eine sehr schwierige Mutter ......

    Dennoch richte ich, vor allem durch meinen GLauben, den Blick immer auf alles, was ich habe, und das ist wiederum auch nicht wenig.
    Eine Beruf, der mich erfüllt, nette Kollegen, eine gemütliche Wohnung, finanzielle Unabhängigkeit, gute medizinische /therapeutische Versorgung, ein Klavier plus Unterricht bzw die Möglichkeit, meine Begabungen insgesamt auszuleben, einen wunderbaren Gott, ach, ich könnte noch so viel aufzählen.
    Ich danke fast täglich für das alles.

    Was hat mir dabei geholfen?

    Insgesamt eine gehörige Zähigkeit und wohl vor allem immer wieder die "Vogelperspektive" einzunehmen und mich selbst ziemlich neutral zu betrachten.
    Hilfe suchen und annehmen. Ohne Therapie wäre ich niemals aus allem rausgekommen.
    Achtsamkeit und Meditation- sind unverzichtbar, wenn man sich ändern will, behaupte ich mal.
    Und Selbstfürsorge, die ich ja hier gerne predige :wink:

    Aber dennoch denke ich auch, haben auch meine Eltern nicht alles falsch gemacht. Eine Therapeutin hat mir mal gesagt, dass ich ja einige positive Anlagen mitbringe.

    (Ich denke, es gibt leider Menschen, die als Kind so richtig kaputt gemacht wurden, zerstört, zerdrückt, zerbrochen.
    Aber im Kindesalter werden nun mal alle Fähigkeiten für später angelegt.
    Und wenn da alles zerstört wurde...)

    Also, ja, ich bin zufrieden und das dauerhaft, schon eine ganze Weile.
    Bei allem, was in meinem Leben nicht gut läuft oder was geschieht, weiß ich in etwa, was zu tun ist. Wo ich Hilfe holen kann, wenn ich es mal nicht mehr weiß.
    Das ist zusammen mit meinem Glauben, ein Sicherheitsnetz, was mir ein sehr wunderbares Gefühl gibt :D

    LG
    Girasole