Beiträge von girasole

    Hallo Forum,

    Thema: Cos, die hier aufschlagen und dann kurz danach wieder weg sind.
    Aktueller Fall mit dem Satz "Mir tut es leid, dass ich mich hier im Forum angemeldet habe" (oder so ähnlich).
    Da stehe ich dann und denke mir :shock:
    ....diese Co-Abhängigkeit ist wirklich eine fiese Sache.
    Das Co-Forum ist voll, voll mit solche Fäden, sie ziehen sich durch bis zur Geburt des Forums.
    Ich schätze mal drauf los: 80% sind es, die kurz den Kopf aus dem Sand strecken. Um ihn dann schnell wieder dorthinein zu vergraben.
    20% rappeln sich auf und gehen ihren Weg. Arbeiten, Kämpfen, Straucheln, Fallen hin, stehen wieder auf, machen Rückschritte, machen Fortschritte.....

    Mir geht es so, wie Kaleu hier kürzlich beschrieben hat: Ich habe immer den Willen gehabt, mich nicht aufzugeben. Und ich kann sowas nicht verstehen.

    Ganz besonders denke ich aber eben, hat es auch zu tun mit dieser fiesen Co-Abhängigkeit.
    Ich habe früher gar nicht realisiert, wie viele da drin stecken.

    Wo ich so bin, zb Wartezimmer, Supermarkt, Fußgängerzone usw... denke ich gelegentlich mal daran, dass wohl mind. einer ein Co ist.
    Und dann irritiert mich, dass man es nicht sieht.
    Es wird geheimgehalten, totgeschwiegen und tabuisiert.
    Nein, das ist mehr als irritierend.
    Das ist die ganz perfide Co-Abängigkeit.

    LG
    Girasole

    Zitat von Kaleu

    Wie ist das zu verstehen? Weil es so lange her ist, beeinflusst es Dich heute nicht mehr?
    Du hast gestern gerade 3 Sätze gebraucht um zu beschrieben, dass Du seitdem das gleiche wie damals immer wieder rekonstruierst.

    Ich denke auch, dass hat doch mit dem Alter nicht viel zu tun. Ich bin nicht viel jünger, und habe einiges an Therapie hinter mir.
    Es hat mir extrem geholfen zu erkennen, wie diese uralten Erlebnisse heute noch in mein Leben pfuschen. ohne dass ich das bewusst merke.
    Meine Lebensqualität ist um Längen gestiegen.
    Ich werde auch so lange weiter machen, wie es mir gut tut.

    Man darf sich doch auch was GUtes tun mit einer Therapie wenn man schon über 40 ist :lol:
    So kann man es nämlich auch sehen.

    Und hier greift wieder der hier im Forum altbekannte Satz:
    Wer nicht will, findet Gründe.
    Wer will, findet Wege!

    LG
    Girasole

    Hallo Pingi,

    sei nicht zu streng mit Dir.
    Du siehst wenigstens das, was schief läuft.
    Und Du nimmst Hilfsangebote an.

    Das ist im Vergleich zu manch anderen hier ein Riesen-Fortschritt!
    Du bist ein Stück vom Weg voran gegangen. Es ist zwar schwierig, aber Du gehst!
    Manch anderer hier blendet alles aus, was schief läuft.
    Da bleibt dann offen, ob derjenige überhaupt mal zur Erkenntnis kommt, er sollte was ändern.

    LG
    Girasole

    Zitat von Inwen

    Ansonsten arbeite ich auch an der Definition des "Gutes". Klingt doof, ich weiss. Gehört ein Schläfchen dazu? sich einfach faul auf dem Sofa hinlegen und fernsehen? Es sind rethorische Fragen, die muss ich für mich beantworten, und das mit meinem Gewissen ausmachen.

    Hallo Inwen,

    na, hast Du an der Definition gearbeitet?
    Als Hinweise: Alles, was Körper und Seele entspannt gehört dazu. Konsum von TV zb, oder Süßkram usw ist bei mir eher eine Ausnahme.
    Es hilft nur ganz kurzfristig in dem Moment und nicht darüber hinaus.
    Probiere Dich aus!
    Ziel könnte sein, Deinen "Akku" immer im Blick zu haben. Kraftzehrende Aktionen, unangenehme, schmerzhafte Erlebnisse sind "minus".
    Am Ende des Tages und auch am Ende der Woche Bilanz ziehen und schauen, ob genug "plus" dabei war. Oder ob man ev noch "Nachbuttern" muss.
    Sehr schmerzhaftes oder Trauriges bedarf dann auch größerem "PLus" oder mehreren kleinen.
    ICh habe eine Palette an untersch. "Plus"- kleine, mittlere und große.
    Und eben auch Konsum, wenns mal schnell gehen soll. Aber eben nur die Ausnahme. Ich weiß eh schon, das bringt mir nicht sooo viel, darum habe ich von vorneherein gar nicht soo viel Lust darauf.


    EIne Frage: Wieso musst Du das mit Deinem Gewissen ausmachen, Dir etwas Gutes zu tun?

    LG
    Girasole

    Hallo Engel,

    ich weiß gerade nicht - machst Du keine Therapie?
    Themen und Bedarf hast Du ja mehr als genug.
    Und Therapie ist ein langer Weg, mit ein paar Monaten ist es da bei solch tiefgreifenden Themen nicht getan.
    Also fang an, lieber heute als Morgen.

    LG
    Girasole

    Hallo Pingi,

    Aber ich weiss auch, dass er Grenzen braucht. Grenzen die ihm Sicherheit geben und die ich ihm nicht geben kann, leider.

    es ist sehr klug und weise von Dir, das zu erkennen.
    Das verdient meinen vollen Respekt. Im Ernst, das schafft längst nicht jeder.

    Das es trotzdem wehtut... ist klar.
    Ich habe früher mal in so einem ähnlichen Bereich gearbeitet und kann Dir mitgeben: Lass Deinen Sohn los, so gut Du kannst.
    Es wird ihm nur gelingen, dort gut zu leben, wenn Du es quasi "erlaubst".
    Letztlich kannst nur Du es ihm erlauben, auch wenn das Amt es jetzt ja erzwingt.
    Bekommt er aber von Dir mit, dass Du es richtig blöd findest, wird er sich niemals erlauben, dort glücklich zu sein.
    Es könnte so ähnlich heißen: Ich gebe Dich nicht weg, werde Dich immer lieben und für dich da sein. Aber im Moment ist es die beste Lösung so für dich.

    LG
    Girasole

    Liebe Pingi,

    ja, bitte gehe von dem Gedanken weg, dass Du als Mutter versagt hast!
    Du hast jetzt zugestimmt für ihn, und das ist sehr mütterlich.
    Du bekommst nun Zeit, nach Dir und Deiner Genesung zu schauen.
    Kannst Dich darauf konzentrieren. Kannst mal nur sein, nichts mehr müssen.
    Das hast Du Dir ja sehr gewüncht.

    Ansonsten glaube ich, dass Du momentan die Zeit bis zur KLinik überbrücken solltest.
    Ich glaube, viel von dem was hier geschrieben wird, kommt gerad gar nicht bei Dir an.
    Du schreibst es ja selbst, dass gerade alles zu viel ist.
    Denke daran, dass Du bald in guten Händen bist, die sich um Dich kümmern, und mit Dir zusammen schauen, wie es weitergehen kann.

    LG
    Girasole

    Liebe Nys,

    es wurde schon viel geschrieben, was ich ähnlich sehe.
    Wichtig ist mir, nochmal zu unterstreichen:
    Du bist niemandem Rechenschaft schuldig. Du musst es weder der Tante noch der Mutter erklären!!!
    ..wenn sie es nunmal nicht verstehen....oder gar benutzen, um Dir zu schaden...
    Meine Mutter will nicht verstehen oder versteht wirklich bis heute einiges nicht.
    Ich habe aufgegeben, ihr gewisse Sachen zu erklären, weil es dann genau so endet, wie Du beschrieben hast (oder ähnlich).

    Ich brauche es auch nicht zu erklären. Es ist so und sie muss sich damit abfinden. Denn sie kann mich nicht mehr - so wie früher- zwingen.
    Auch wenn sie einiges versucht hat, ihren Willen zu erzwingen. So wie Deine Mutter jetzt auch.
    Sie kann Dich zu nichts mehr zwingen.

    Und ja, lass Dir ein paar Jahre Zeit. Ich habe einige gebraucht, um jetzt relativ locker damit umgehen zu können.
    DIe Zeit kommt ev bei Dir auch (oder eben nicht, auch egal!), Du wirst es merken.
    Heute merkst Du doch ganz klar: Du willst nicht.
    Du schreibst es selbst: Du wirst Dich verbiegen.
    Tu das bitte nicht.

    Du wirst Dich hinterher deutlich schlechter fühlen, als jetzt, wenn Du Dich durchsetzt.
    Hast Du ev das "Kleinere Übel" in Kauf genommen? Lieber "kuschen" als durchsetzen", das kannst Du besser, daran bist Du gut, ja.
    Aber das andere schaffst Du auch!
    Und danach--- wirst Du Dich gut fühlen.
    Zunächst viell. verunsichert oder schlecht, ähnlich wie als Du Dich bei XY das erste Mal durchgesetzt hast.
    Aber wenn Du dabei bleibst, und bei DIr bleibst- rückst Du näher zu Dir selbst. Es fühlt sich ganz ganz toll an.
    Ich weiß es aus Erfahrung.

    LG
    Girasole

    Hallo Nys,

    darf ich kurz meine Meinung sagen?
    Das ist doch nicht nur ein Termin. Bitte bleibe bei Dir und Deinen Gefühlen.
    Auf mich zukommen lassen, ist bei meiner Mutter sehr schlecht. Besser, wenn ich vorbereitet bin auf alles und vorher schon Schutzschilder hochfahre.
    Ja, hört sich ev. krass an, aber es hat geholfen, v.a. für die ersten Kontakte!

    Wieso sollst Du das schaffen, ein paar Stunden gelassen bleiben? Warum, für wen?
    Willst Du Dich wieder zwingen lassen, ihre Wahrnehmung über Dich ergehen zu lassen?
    Ohne Haut.
    Warum?

    Wieso geht es Deiner Mutter schlechter, wenn sie Dich nicht sieht?
    Was ist das denn für eine Riesen-Verantwortung, die niemals real ist (behaupte ich mal?

    Die Bewertung der Verwandschaft ist nicht wichtiger als Dein Wohlbefinden.

    Ich will nicht großkotzig oder so hier rüber kommen. Eig müsste ich schon längst auf dem Weg zur Arbeit sein.
    Aber hier gingen gerade alle meine Warnlampen an.

    LG
    Girasole

    hallo Pingi,

    ich habe auch schon 100x meine (Krankheits-) Geschichte erzählt und Statements zu hören bekommen, die ich unpassend fand.
    Ich habe immer versucht, den Profis zu vertrauen, auch wenn sie etwas sagten, was ich nicht passend fand.
    Damit habe ich bisher sehr gut gelebt. Auch wenn natürlich trotzdem Fehler von den Profis gemacht wurden.

    Ich verfahre insgesamt auch eher so, dass ich möglichst wenig bis gar nicht auf andere blicke, sondern auf mich.
    Heißt, ich achte nicht so sehr darauf, was andere falsch machen. Um darauf dann zu re-agieren, zb anzuklagen, zurückzumeckern usw.
    WIchtiger ist, dass ich bei mir bleibe und zb schaue, ob ich was daraus lernen kann.

    Ich habe auch Verständnis, wenn Fehler gemacht werden, zb eine Diagnose so zustande kommt, wie Du es beschreibst.
    Ärzte sind nicht allwissend, und ich wäre einfach nur froh, dass es jetzt erkannt ist.
    Ich würde nicht hinter jedem Therpeut oder Arzt die nächsten Fehler wittern.

    Auch mein Therapeut hat mal einen "Fehler" gemacht.
    Trotzdem gehe ich noch zu ihm.
    Denn er hat viele Jahre gut gearbeitet. und er kennt mich seit vielen Jahren.
    Aber ich versuche, möglichst kein "Arzt- Hopping" zu machen. Hier ein Fehler, da eine unpassende Bemerkung, ein falsches Statement usw. - wer dann immr gleich den Arzt wechselt, gerät schnell dahinein, dauernd seine GEschichte neu zu erzählen oder immer wieder von vorne anfangen zu müssen.

    Vielleicht kannst Du was für Dich daraus mitnehmen.

    Insgesamt hast Du aber gerade selbst geschrieben- Du hast ja schon Fortschritte gemacht.
    Warum sagst Du dann andererseits, es bringt alles nix???
    Das ist meiner Meinung nach die Krankheit, das Schwarzsehen, das Pessimistische.....

    Ich wünsche Dir sehr, dass Du eines Tages vertrauensvoll und zuversichtlich in die Zukunft schauen kannst.
    Trotz Krankheiten. Es geht!
    Ich bin das lebende Beispiel ;)
    LG
    Girasole

    Liebe Pingi,

    bin ich auf dem aktuellen Stand, dass Du demnächst in eine Klinik gehst?
    Ich mutmaße mal, dass Deine Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Angst und "Lähmung" auch ein großes Stück mit dem zusammenhängt, wegen dem Du dann behandelt wirst.
    Ich möchte Dir Mut zu sprechen, dass das Leben, auch Dein Leben, nicht so schwarz und hoffnungslos ist.
    Ich weiß, Du empfindest gerade so.
    Ich habe auch viele Jahre und viele Therapien durchkämpft.
    Und es geht, es wird besser, glaube mir.
    Gib Dir die Zeit bis zur Klinik, um einfach mal locker- und loszulassen.
    Mach mal Pause vom Grübeln, vom Ängstigen, vom "Sich ändern müssen".
    Gib DIr in jeder Hinsicht frei, nimm "Urlaub" - in der Klinik wirst Du dann genug zum Arbeiten bekommen.

    Stell mal keinerlei Ansprüche an Dich selbst.
    Und auch damit sei nicht streng mit dir, wenn Du Dein Funktionieren nicht ganz loslassen kannst.
    Versuche es so gut, wie es eben gerade geht.


    Oder überlege Dir, notfalllmäßig noch heute in eine Klinik zu gehen!
    Dass Du fragst "wozu das alles" macht mir große Sorgen!


    LG
    Girasole

    Zitat von Inwen


    Danke Girasole auch dafür, dass Du mich errinerst hast, nicht die ganze Zeit darüber zu denken. Ich habe es mir zu Herzen genommen und mir erstmal 1 ganzen Tag lang verboten, darüber nachzudenken.

    Wie wäre es, die Sichtweise zu wechseln:
    Ich habe mir einen ganzen Tag erlaubt, nicht darüber nachzudenken!
    KLingt nach pingeliger Haarspalterei, aber es verändert die ganze Lebensqualität, wenn man so die Perspektive wechselt.

    LG
    Girasole

    Hallo Pingi,

    es ist offensichtlich, dass es Dir sehr schlecht geht! Schon ohne XY! bist Du fast überfordert damit, Behandlung und Genesung zu finden.
    Nicht als Wertung gemeint.
    Es ist einfach so, dass Du ganz offenbar überhaupt nichts an Kraft übrig hast, für einen weiteren Kranken!
    Wenn Du Dir den jetzt dennoch zusätzlich ans Bein bindest- ja, dann ist doch klar, dass es Dir immer schlechter und schlechter gehen wird!
    Du steckst Kraft in XY, die Du 1. gar nicht hast und die Du daher dann 2. von der Kraft abknapst, gesund zu werden.
    Logische Folge: Am Ende kannst Du weder ihn noch Dich retten.

    Abgesehen davon:
    Hier im Forum erhältst Du viele wertvolle Ideen und Erfahrungen.
    Du solltest sie lesen. Nicht nur Dinge, wo Du meinst, schreien und auf andere zeigen zu können: DU hast mich so verletzt!
    SOndern auch die DInge, die erfordern, dass Du nachdenkst und ev. handelst.
    ZB steht immer noch aus: Was kannst Du Dir Gutes tun?
    Offenbar scheint dies für DIch sehr schwer zu sein, bzw ein schwieriges Thema für Dich.
    Gerade daher könnte es sich lohnen, dort hinzuschauen.

    Und es waren noch andere Beiträge und andere Aspekte in meinem Beitrag.
    Du aber schreibst lieber wieder einen langen Beitrag über Deine Hoffnungen und über ihn.

    LG
    Girasole

    Hallo Nys,

    Zitat von Nys


    hab dann die Rückmeldung bekommen, daß das Quatsch ist. Ich soll mir nen Mann suchen! :shock: NÖ brauch ich nicht - hab ich gesagt. Der Doc: Doch! Das wünschen sie sich doch!

    Puff. - ja - und wenn ich es abgestritten hätte, wäre ich wieder wunderbar dabei gewesen mich selbst zu verleugnen.

    Respekt. Für den Doc, und auch für Dich.


    Zitat von Nys

    .... das ist nix fürs Alter.

    Auch wenn er ja sooo Recht hat- uncharmanter, guter Doc 8)


    Was Matthias über Halt geschrieben hat, gefiel mir auch sehr gut :!:
    Kurz wollte ich noch meinen Senf dazugeben, dann merkte ich - da gibts nix mehr zu ergänzen.
    Außer vielleicht ein persönliches Statement: Wenn alles zusammenbricht, dann habe ich auch immer noch meinen Glauben.
    Der ist auch dann noch da, wenn ich wegbreche. Das gibt mir ein äußerst beruhigendes, sicheres Gefühl. Jeden Abend, wenn ich bete, immer wieder neu. Egal, was am Tag passier ist, dann kehren Frieden und Sicherheit bei mir ein.

    LG
    Girasole

    PS: freue mich sehr für Dich :!::!::!::D:D:D

    Hallo Aurora,
    oh ja, ich war auch so froh, im hier und jetzt zu sein!!

    Hallo Inwen,
    um ehrlich zu sein habe ich Deine Frage nicht so ganz verstanden.

    Also mir geht es darum (das hätte ich ev. dazuschreiben sollen):
    XY steht soz. "nur einen Rückfall davor", in Hartz4 zu kommen.
    Und dann würde das Amt zuerst auf mich zu kommen wegen Unterhalt. Weil ich eine Vollzeitstelle habe (und immer schon hatte). Verdienen tue ich nicht wirklich prickelnd viel, aber gerade deshalb wäre es um so bitterer für mich, wenn mir nur ein paar Euro im MOnat abgezwackt werden sollten.
    Wenn tatsächlich bis zum Existenzminimum (liegt so ca bei 900, glaub ich) UNterhalt für XY eingezogen würde, wäre das bei mir dann aber schon auch mehr als ein paar Euro.

    Und daher- Hallo Nys :D -
    auch das Thema Rentenansprüche.
    Genau, es sollte gerecht sein!
    Und ich finde es nicht gerecht, dass ich vollzeit schufte, jahrein jahraus, während XY jetzt schon einige Zeit aus der Erwerbstätigkeit rausgefallen ist.
    Und dann am Ende die Hälfte meiner Rentenpunkte an ihn abtreten?
    Nee, wirklich nicht :roll:
    Vor allem nicht nach der Scheidung! Während der Ehezeit nach dem Motto "gegenseitig für einander sorgen"- meinetwegen.
    Klar, er ist krank und kann nichts dafür - aber ich kann auch nichts dafür!

    Insgesamt:
    Das alles hat mich ziemlich mitgenommen. Mehr, als ich im ersten Moment glaubte.
    Ich denke, auch der Traum hat gezeigt, dass es in mir gearbeitet hat.

    Auch - hallo Kaleu - die Co-Leistung war dann doch wieder ganz gut. Schlechtes Gewissen, Schuldgefühle- die ganze Co-Palette...

    Den Tag nach dem Termin habe ich mich in die volle Aktivität und Ablenkung gestürzt, beruflich und privat.
    Das Ende war, dass ich gestern dermaßen erschöpft war und mich richtig bescheiden gefühlt habe...

    Sehr gut war, dass gestern eine THerapiestunde war.
    Die hat mich dann insgesamt wieder näher zu mir gebracht.....
    ....na, und was habe ich da gemerkt..... ich habe mir schon lange nichts mehr Gutes getan..... das bin ich nun gerade am Nachholen, gestern und heute, und ev. morgen noch.
    Es ist eine ganz schöne Lücke entstanden, an Verständnis für mich und Ruhe, Entspannung, GUtes tun....Das dauert nun etwas, bis ich die Lücke wieder ganz aufgefüllt habe.
    Gerade wenn ich Streß habe, passiert das immer noch gerne.
    Naja, nun habe ich es ja bemerkt - und schon gehts mir wieder etwas besser, so langsam.

    Zusammenfassend kann ich an diesem Punkt gerade mal bestätigen, dass mit der Trennung vom "Alki" noch lange nicht der Käse gegessen ist.
    Es heißt arbeiten, lernen und weitergehen. EIn Netz aufspannen, dass einen in schwierigen Zeiten auffängt (zb Therapie)- ähnlich alles wie bei den "Alkis".
    Da reicht nicht nur die "Trennung" vom Stoff. Und einen Notfallkoffer brauchen sie auch. :wink:

    LG
    Girasole

    Hallo Inwen

    Du klingst irgendwie verändert und auch sortierter, *find*

    Toll, dass Du Termine und Telefonnummern besorgt hast!
    Damit sorgst Du auf erwachsene und gesunde Weise für Dich (und Dein Kind).
    Sich was Gutes tun -damit ist aber was anderes gemeint- sorry.... wenn ich hier nerve. Damit ist im "hier und jetzt" etwas gemeint, etwas was Dir heute direkt die Seele entspannt, ein gutes Gefühl aufsteigen lässt.
    Ein Schaumbad. Eine Massage. Ein Spaziergang. ZEit für ein Hobby. Eine Klatschzeitung lesen. Ein Spa-Besuch oder oder oder. Das waren jetzt einige meiner Aktionen. Für manch anderen mag ein Spaziergang etwas Alltägliches sein, zb :lol:

    LG
    Girasole

    HAllo Jürgen,

    wo bist Du denn gerade unterwegs???

    Der einzige Grund, warum einer fairerweise an den anderen Rentenansprüche abtreten muss, ist Erziehungszeit.
    Das ist meine Ansicht.
    Da mein Ex aber nicht Zuhause bleibt, um meine Kinder zu erziehen, weil wir nämlich gar keine haben- gibts auch keine Rentenansprüche.

    LG
    Girasole

    Hallo Foris,

    ich hole den Faden mal aus der Versenkung.
    Hier stehen einige interessante Erfahrungen zu rechtlichen Themen während und nach einer Beziehung mit "einem XY"!!

    Habe ja gerade auch bei mir darüber geschrieben bzgl. Scheidung, dass man selbst nach der Scheidung noch zur Kasse gebeten werden kann als Ex-Frau.
    Daher wird nun bei uns auch eine schriftliche Zusatz-Vereinbarung getroffen, in der sämtliche nach-eheliche Ansprüche ausgeschlossen werden.
    Auf Anraten der Anwältin werden auch Themen mit aufgenommen bgl der ehemaligen gemeinsamen Mietwohnung, denn auch da können noch Jahre später Ansprüche vom Vermieter gestellt werden!
    Oder auch Rentenansprüche. Nix da! Ich habe für meine Rente gearbeitet und nicht für XY!

    Die Anwältin teile ich übrigens mit XY -ist einige Tausend Euro billiger- bzw eig. ist sie seine Anwältin, aber sie berät trotzdem fair!

    LG
    Girasole