Beiträge von girasole

    Zitat von Neuweg


    Es wäre bestimmt besser, das ganze ruhiger an zugehen. Nicht zu viel zu erwarten - auch von mir. Mich an den kleinen vorwärtsdhritten auch zu freuen. Nur diese alte Muster ab zu legen ist wirklich schwer.

    Girasole, einen Teil meiner Antreiber habe ich glaube ich schon entdeckt. Wie ich mit denen weiter umgehe, weiß ich noch nicht.

    Hallo Neuweg,
    es gibt recht "einfache, kurzfristige" Strategien dafür, zb schlicht wahrnehmen. Alleine Bewusstwerdung kann schon reichen, um Veränderung herbeizuführen.
    Was auch geht: Passende "Antworten" bereit legen. Dafür ist es ganz hilfreich, genauer hinzuhören, was die Antreiber "Wollen".
    EIne Antwort könnte zb "Ich darf es mir leicht machen" oder "ich darf Fehler machen" oder "ein langsames Leben ist schön" usw.

    Darüber hinaus sind die inneren Antreiber ein Teil der Persönlichkeit (übrigens bei jedem Menschen, wobei "gesunde" die KOntrolle haben über die Antreiber)
    Sie repräsentieren zu einem Teil die Eltern/ elterlichen Stimmen bzw die Kindheit und somit wird schon klar, dass es dafür auch prof. Hilfe beraucht. Sowas kann man nicht mal eben kurz selbst therapieren.
    Für Interessierte: Dies alles entstammt der "Schema-Therapie" und ich habe mein Wissen darüber aus der Reha und Büchern.

    Für ein insgeamt ruhigeres in-sich-ruhen helfen mir übrigens auch Entspannungsverfahren (täglich- aber nicht eifrig ;) und vor allem: Meditation bzw. Achtsamkeit.
    Dies habe ich in einem Kurs erlernt (Zen-Meditation) bzw in der Reha (Achtsamkeit).

    LG
    Girasole

    Hallo Engel.
    ich glaube, Du warst länger nicht mehr hier.
    Wie geht es Dir?


    Hallo Inwen,
    versuche mal, nicht so streng mit Dir zu sein.
    Hier entsteht auch leider irgendwie recht schnell der EIndruck, den anderen Foris was beweisen zu müssen, glaub ich?
    Das kann dazu verleiten, "zensiert" zu schreiben (also nur das "Positive- Erwünschte").
    Was aber niemanden weiterbringt!
    Darüber hinaus sagt es aber auch etwas über einen selbst aus, wenn man schnell geneigt ist, "erwartungsgemäß" zu reagieren, angepasst, so wie erwünscht eben.

    LG
    Girasole

    HAllo Renate,

    nein, ich spalte nicht ab :lol: hihi, sorry, aber da würfelst Du verschiedenes durcheinander.
    Frau Girasole ist eine Erzählform.
    "Innere Antreiber" sind ein eigener Begriff, kannst ja mal gogglen 8)

    Du kommst ja echt auf lustige Ideen :D

    LG
    Girasole

    Hallo Stan,

    ich komme aus dem Co-Bereich, habe in meinem Leben auch schon einiges erlebt, u.a. auch versch. eigene Süchte.
    EIns habe ich gelernt und auch bei anderen gesehen: Überleben tun die, die Hilfe annehmen.
    Dafür gibt es Hilfe.
    Hilfe annehmen ist ein Zeichen von Intelligenz.
    Sich Hilfe verweigern kann auch eine Art von Selbstzerstörung sein.

    LG
    Girasole

    Zitat von juergenbausf


    Das Wort "Warum" ist über Bord zu werfen.
    Fakten feststellen, sich und die Dinge ändern.

    Glückspilz, wenn Du das einfach so konntest.
    Bei mir ging das gar nicht.
    Es ist jeder Mensch verschieden, und für so manchen ist sehr wichtig, sich dem "warum" zu stellen.
    Andere wollen lieber nicht hinschauen. Wenn sie auch so ein zufriedenes Leben führen können... wie gesagt- brauchen sie das ja auch nicht.
    Ich wäre wohl ohne das "warum" nie mehr glücklich geworden.

    Außerdem: Ich lese immer bei euch, es reicht nicht, nur einfach aufzuhören zu trinken?

    LG
    Girasole

    Hallo Neuweg, auch hier :D

    "alles auf die Kindheit schieben"- das ist ja ein Extrem, dazu gehört das andere Extrem "mit meiner Kindheit hat mein erwachsenes Leben nichts zu tun".
    Wie wäre es mit einem Mittelweg.
    So habe ich es gemacht:
    Ich schaute mir meine Kindheit ungeschönt an. So, wie sie eben war.
    Einiges, an das ich mich nichtmal mehr erinnern konnte, kam plötzlich hoch.
    Dann verarbeite ich das alles. Das, was eben "liegengeblieben" war, nicht verarbeitet, sondern verdrängt und ausgeblendet wurde. Zb Schmerz und Wut. Ich habe einiges beweint. Und auch Zorn zugelassen.
    Irgendwann konnte ich mir aber auch die positiven -die echt positiven, nicht die vielen "schön-gemalten" - Seiten meiner Eltern anschauen.
    Dann habe ich meine Eltern betrachtet in ihrem Lebenskontext und konnte verstehen.
    Dann konnte ich verzeihen, loslassen und für mich fühlen "Das ist vorbei."

    (Dieses Verzeihen und Loslassen heißt nicht, dass ich nun alles mit mir machen lasse! Mein Vater behandelt mich heute noch so wie früher. Zu ihm habe ich keinen Kontakt mehr. Ich schütze mich. Aber ich fühle keine Bitterkeit und keinen Hass o.ä.)

    Dann erst konnte ich viel unbeschwerter und mit deutlich weniger "selbstschädigenden Verhaltensweisen" weiterleben.

    Wie Du Dir denken kannst, hat das ein paar Jährchen gedauert und ging nur mit Hilfe eines Profis.
    Es geht alles Schritt für Schritt.
    Man kann nicht einen vorwegnehmen, das ganze abkürzen.
    Und man kann auch nicht schnell "durchrasen". Dann fühlt man nicht.
    Und ohne Gefühle geht es nicht. Die waren es ja, die so lange verdrängt wurden.

    Daher sag ich als PÄdagogin auch immer: Es gibt in der Erziehung fast nichts Wichtigeres, als Gefühle des Kindes wahrzunehmen, und ernstzuehmen. Zu Respektieren.
    Wenn ein Kind weint, warum auch immer, oder wütend ist, wird gerne gesagt "ach, so schlimm ist es doch nicht" oder "Das ist doch kein Grund zu....weinen....u.ä.!"
    Bitte niemals einem Kind seine Gefühle absprechen.
    "Du bist traurig/wütend, weil... (du kein TV schauen darfst, ins Bett musst, hingefallen bist....) Das kann ich verstehen.
    Aber sonst bist du ja morgen nicht ausgeschlafen in der Schule, und das ist mir sehr wichtig." - so in der Art ist das immer eine gute Basis.

    LG
    Girasole

    Zitat von Kaleu


    Selbst retten! SELBST RETTEN! JETZT ABER!!!

    Ich hab mir in 2-3 Jahren unheimlich viel angetan. Statt die Welt zu retten, rette ich dann halt mich. Und warum verdammt nochmal werde ich nicht glücklich? Ich mach doch alles richtig? Ich muss doch also jetzt endlich verdammt nochmal glücklich werden. Ich hab so hart dran gearbeitet.

    Hallo Neuweg (und Kaleu),

    genau wie Kaleu war es bei mir auch. Scheinbar ist das eben auch eine Art, mit dem allen umzugehen. Wenn man zu Perfektionismus neigt.
    Und das ist gar nix gutes. Viele sagen das mit einem stolzen Unterton "ach, ich bin halt perfektionistisch..."
    Damit kann man sich selbst viel antun. Und nichts Gutes.
    Daher achte ich darauf, mir regelmäßig Gutes zu tun.
    Und diese inneren Antreiber in Blick zu behalten.
    Mit Zwang und Druck wird man die aber nicht los ("Jetzt aber weg, ihr blöden Antreiber!")
    Alles, was man bekämpft, wird dadurch noch stärker. So etwa hieß ein Satz aus meiner Kur, den der Oberarzt gebetsmühlenartig gepredigt hat.
    Anders formuliert wurde es dort im Feldenkrais: Dort bekam man den für mich erschreckenden Auftrag "nicht eifrig sein!" :shock:
    Nicht??
    Wie soll das gehen. Ich hab mich doch mein Leben lang immer angestrengt. War immer eifrig.
    Sogar beim Meditieren und den Entspannungsübungen.........
    ........ziemlich kontraproduktiv, wie man sich vorstellen kann. Frau Girasole zu sich selbst: "Entspann dich jetz! Los!" :wink:

    Bsp. aus Feldenkrais: Bei einer der Körperübungen bewegte man die Halsmuskulatur. Eindeutige Anweisung war immer "Nichts mit Schmerzen tun, man kann die Bewegung auch einfach nur "denken". Man darf es sich jederzeit bequem machen."
    Frau Girasole hatte schon einen leicht steifen Hals. Machte natürlich trotzdem die Halsübung eifrig mit.
    Ergebnis danach: Schmerzen!!!!
    Rückblick in der nächsten Stunde: Eine Teilnehmerin berichtete über Schmerzen bei der letzten Übung. Der Kursleiter fragte "warum haben sie denn dann mitgemacht?"
    HUCH! Dachte da die Frau Girasole. Da war es wieder! Ich war eifrig.
    Ab da habe ich mich in den Feldenkrais-Kursen immer mal wieder mitten während der Übungen bequem auf die Seite gelegt und eingerollt, ganz gemütlich. Wenn ich etwas müde war, zb. ODer wenn mir die Übung nicht gefiel. Oder, wenn ich einfach mal Lust drauf hatte.
    Das habe ich mitgenommen in den Alltag.
    Ich darf es mir leicht machen!


    EIn Zauberwort (für insgesamt ein gesundes Leben) heißt "integrieren".
    Gute und schlechte Gefühle (zb für meine Mutter) GUte und schlechte EIgenschaften (zb bei mir) -
    das darf beides sein!! Ambivalenz ist ok. Viel Leid bringen Menschen über sich, die eine dieser zwei Seiten der Ambivalenz nicht akzeptieren können/wollen.
    Daraus können sich sehr gut Suchttendenzen entwickeln, psychische Erkrankungen u.a.

    WIchtig ist, dass ich den Überblick behalte, zb über meine Antreiber.
    Dass sie nicht mich kontrollieren und über mich bestimmen.
    Das reflektiere ich regelmäßig.
    Immer wieder bemerke ich sie dann, dass sie wieder mal "aktiv" waren, dass mein Perfektionismus aktiv war- dann sage im RÜckblick. Aha, ihr wart ja mordsaktiv heute" oder, wenn ich es währenddessen bemerke "oh hallo, ihr schon wieder. Ihr seid aber nur ein Teil von mir".

    Uff, das war jetzt lang....

    LG
    Girasole

    Hallo Neuweg,

    doch, ich finde, Du bist auf einem neuen Weg :D
    Du erkennst gerade viel, das merke ich an Deinen Beiträgen.
    Auch Deine Reaktion auf seine Trink-Ankündigung finde ich anders, als bei manchem, der noch ganz tief drin steckt.
    Da herrscht dann pure, nackte Verzweiflung. Da merke ich, das trifft ganz persönlich.
    Bei Dir hört sich das irgendwie nicht so an. Eher nüchtern, analysierend.
    Du beobachtest und zwar ganz neutral.
    Das habe ich längere Zeit auch gemacht, bevor ich dann meine Schlüsse gezogen habe.
    Natürlich ist man als Partner irgendwo betroffen, wenn man merkt, der andere steuert auf ein ziemliches Tief zu.
    Aber ich höre bei Dir keine Ausreden, keine Ausflüchte. Auch Deine Reaktion finde ich reflektiert und Du hast Dich gut abgegrenzt.
    Das war ihm wohl etwas unheimlich, daher dieses Rechtfertigen.

    Und Du hast Recht, dass es viel Arbeit ist. Aber die Erkenntnis ist soo wichtig.
    Und die hast Du!
    Du wirst Deinen Weg machen, und irgendwann ist er nicht mehr neu, sondern Alltag :D (auch wenn man dann immer noch arbeiten muss, so wird es doch leichter)

    LG
    Girasole

    Hallo Firebird,

    ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschließen.
    Auch bei mir war der Anfang in der neuen Whg. schwierig, ich habe viel geweint.
    Es braucht Zeit und Ruhe.
    Ich weiß jetzt nicht genau- hast Du prof. Unterstützung? Er hat mir geholfen, auch innerlich den Abstand herzustellen.
    Denn nur ein äußerlicher Abstand reicht nicht zum Glücklichsein, für ein "besseres" Leben
    GEnau wie bei den ALkis immer gepredigt wird "nur Alkohol weglassen reicht nicht!".
    So ist es auch bei uns COs- nur den süchtigen PArtner weglassen reicht nicht.
    Sonst hängt man eben noch mit drin oder sucht sich irgendwann einen neuen süchtigen Partner.

    Womit Du gleich anfangen könntest, noch heute: DIr was Gutes tun!
    Ja, was richtig Schönes, mehr als eine Tasse Kaffee oder so.
    Das hast Du verdient nach diesem schweren Schritt, das solltest Du Dir wert sein. Kein Mensch kann immer nur funktionieren!
    (Ich bin nach dem Umzug für 5 Tage in ein Meditationsseminar in ein Schoßhotel mit Sterneküche. Balsam für Leib und Seele. Das war sooo wichtig!)

    Viel Erfolg dabei!
    LG GIrasole

    Hallo Paula,

    "gemeinsam gegen den Alkohol antreten" - da sage ich mal ganz böse: ihr habt den Kampf schon verloren.
    1. Wenn ich mich nicht irre, habe ich hier oft genug bei den Trockenen gelesen, dass es nur der Suchtige selbst ist, und sonst niemand.
    (Wie kommst Du auf die Idee, so wichtig zu sein?)
    2. Der Alkohol wird immer stärker sein.
    Es scheint, Du hast noch einige Lernaufgaben.

    Um Dich kümmern: Du schreibst, das tust Du. Aber eben auch, dass es für Deinen Mann ja so wichtig ist, zu reden. Was Du aber nicht mehr magst (ich interpretier mal: nicht mehr kannst- Kraft weg)
    Ja, was denn nun?

    Was tust Du denn für Dich konkret?
    Deine Batterie "wird" nicht "aufgeladen" - die musst Du selbst aufladen - aktiv. Nur Mann in Entgiftung wird nicht reichen.
    Und so wie bei Deinem Mann gilt: Allein Alkohol weglassen reicht nicht -
    so gilt das auch für Dich!!
    Dein Mann geht in Therapie. Und Du?
    Denkst Du, mit Dir ist ja alles in Ordnung, eig. war nur der Alk das Problem?

    Ich weiß, viel zum Ärgern über die Frau Girasole. Aber deshalb habe ich das natürlich nicht geschrieben!!
    Es ist nämlich eben auch die Möglichkeit für Dich, hinzuschauen und zu reflektieren.
    Aber eben auf Dich zu schauen und über Dich zu reflektieren.
    Bis jetzt schreibst Du haupsächlich über Deinen Mann, das Kind!
    Hier geht es aber um DICH!

    LG
    Girasole

    Hallo alle :D

    ach, gehts mir gut!
    Ruhe!
    Das ist gerade so unfassbar toll. Zurzeit keine Dates. Ich bin einfach mit mir selbst und es ist wunderbar.
    Ich genieße die Ruhe! Es passiert einfach nichts und das ist sooo toll.
    Ich meine, ich habe genug Hobbys, Verabredungeen usw. aber was es nicht mehr gibt:
    Kein Rettungswagen auf dem Weg. Kein XY im Krankenhaus zu besuchen.
    Keine lebensgefährlichen nächtlichen Aktionen. Keine Polizei. Keine Diskussionen. Kein Streß, keine Angst. Kein Schämen.
    Ich schlafe entspannt wie ein Baby.
    Meine Kräfte explodieren bald, glaub ich :lol:

    Schöne Ostern an alle
    Girasole

    Zitat von Inwen


    nächstes Mal halte ich einfach die Klappe.

    Hallo Inwen,
    wieso denn?
    ....damit keine unangenehmen Antworten kommen? :wink:
    wäre Dir damit weitergeholfen?
    Denke daran, Du bist für DICH hier, nicht für uns und nicht für XY

    LG
    Girasole

    Zitat von Inwen

    Woaw Nys, DANKE für dieses Tipp!
    Es ist soo.. ich habe gerade keine Worte. Ich habe sogar ein paar Absätze, den Gedicht und den Link zur Adresse an meinem Mann geschickt, weil es so zutreffend ist!

    Engel, wie geht es dir heute?

    Inwen, darf ich fragen, warum Du das deinem Mann geschickt hast???

    LG
    Girasole

    Hallo Vreni,

    wilkommen hier :D Ich wünsche Dir einen guten, fruchtbaren Austausch!

    Ich finde es einen guten Ansatz, als erstes bei DIr zu gucken und nicht den Fokus auf XY zu legen!
    Wobei ich mal dahingestellt lasse, ob Du so viel "Schlimmer krank" (so kommt es bei mir an) bist als er.
    Kann es sein, dass Du manchmal sehr hart mit Dir ins Gericht gehst?

    Tja, was läuft bei Dir "schief"? Da solltest Du am besten in DIch hineinspüren. Kannst Du das (noch)?
    Dich spüren, fühlen, wie es Dir geht, was Du gerade brauchst, mit Dir alleine einfach "sein", ohne Ablenkung, Beschäftigung?

    Was ist Dein Ziel, warum hast Du DIch hier angemeldet?

    LG
    Girasole

    Zitat von Nys

    Deshalb kommen beide Partner in so einer Beziehung garnicht dazu, mal über die augenblickliche Katastrophe rauszuschauen und einen klaren Gedanken zu fassen. Ein Ding jagt das nächste und jeder verliert sich zunehmend mehr und braucht deshalb den anderen um so mehr.

    Und genau deshalb kann dann nicht mehr die -eigentlich so existenziell wichtige - Frage beantwortet werden: Was will ich in meinem Leben.

    Die Antwort ist dann "Diese Frage passt jetzt gerade nicht" :!:
    Ja, weil man mit den augenblicklichen Geschehnissen so belastet und ge(über)fordert ist!
    Aber es ist so wichtig!
    Deshalb reite ich ja auch so penetrant darauf rum :D
    Ich glaube, es ist ein entscheidender Unterschied zu "Gesunden", "Nicht-abhängigen" (Oder wie man es nennt) Menschen.
    Diese wissen in der Regel - mal mehr, mal weniger genau - was sie wollen und was nicht!

    LG
    Girasole

    Hallo Paula,

    willkommen hier im Forum.
    Ich finde als Pädagogin, es reicht, wenn eine 4jährige weiß, der Papa ist krank.
    Sicher sollte man Kinder nicht belügen, das spüren sie - in jedem Alter.
    Mit Alkohol usw ist sie aber mit 4 noch überfordert.
    Sie versteht einfach vieles noch nicht, und wenn dies en detail erläutert würde, entstehen zu viele Unsicherheiten und die machen Angst.
    Wichtig ist, dass sie spürt, die Erwachsenen haben alles "im Griff", ich muss mir keine Sorgen machen, weder um Mama noch um Papa!
    Damit ist sie am meisten entlastet.
    (Lies mal über "Parentifizierung" nach....
    Auf die Frage, was er hat, kannst Du ruhig sagen "du bist noch zu klein, um das zu verstehen. Ich erkläre es Dir in ein paar Jahren".
    Denn genau das ist ja auch die Wahrheit.

    SPäter kann man das immer noch genauer erklären.

    LG
    Girasole

    Zitat von weinenderEngel


    @ Giralole.
    Mein Ziel ist es, wie fast jeder hier mal hatte, den Alkohol aus meinem Leben zu verbannen.

    Hm, Engel, ich weiß nicht, ob das von fast allen hier mal das ZIel war?
    Meines war auf jeden Fall ein anderes: Ich wollte wieder glücklich sein.

    WEnn Du nicht weißt, wo Du in Deinem Leben hinwillst, wäre es da nicht mal an der Zeit, sich darüber Gedanken zu machen?

    LG
    Girasole

    Hallo Inwen,

    Ja, das sind schwierige Fragen, ich weiß.
    Aber sie sind trotzdem oder gerade deshalb wichtig. Und gerade in der Situation! SOnst weiß man nicht ganz genau, wofür man dieses oder jenes (zb Trennung) eigentlich macht. Und dann ist es eben oft nur halbherzig.

    Ohne Ziel macht man sich doch nicht auf den Weg.
    Also zumindest ich nie.
    Immer erst wenn ich ein Ziel, einen Traum hatte, dann bin ich irgendwann losgestiefelt.

    LG
    Girasole

    Zitat von Inwen



    Er hat auch gesagt "ich lasse dich nie mehr los", und das hat mich innerlich gar nicht gefallen. :shock: ich habe mich sofort gefangen gefühlt.

    Hallo Inwen,
    das ging mir mit XY gegen Ende ganz genauso. Lange Zeit habe ich das als total schön empfunden, wenn er das sagte. Sicher und geborgen.
    Und als ich mich "Auf den Weg" gemacht hatte, hatte sich das gedreht: Ich fand es klang teilweise fast schon wie eine Drohung....

    Als ich mich getrennt hatte, sagte er das lange Zeit immer noch. Bis ich anfing zu sagen "Lass das!"

    LG
    Girasole