Beiträge von girasole

    ......also, was ich mit dem letzten Abschnitt sagen wollte (da ist mir der Faden etwas entglitten :wink: ):

    Ich mache in keinster Weise XY irgendwie dafür verantwortlich, dass "er" mich so viel Kraft "gekostet" (Passiv) hat.
    Mich so beeinflusst hat/ so viel Einfluss auf mich hatte (auch kürzlich hier gelesen "er hat noch so viel Einfluss auf mich").
    Mein Leben durch ihn so wurde o.ä.

    Nein, das war ich selbst.
    Ich selbst habe mich dazu bereitgestellt.
    Habe nicht für mich gesorgt. Habe nicht mich/ meine Kraft, meine Lebensfreude geschützt.

    LG
    Girasole

    Hallo Foristen,

    gerade habe ich in einem relativ aktuellen Faden gelesen, dass eine Co keine Kraft (mehr) hat, sich zu trennen.
    Dazu ist mir was aufgefallen:
    In der Zeit mit XY war ich auch komplett kraftlos. Also, nicht von Anfang an.
    Aber nach und nach schlich sich das ein und irgendwann war die Erschöpfung dann voll da.
    Und sie ging nicht mehr weg. Ich habe gemacht und getan und gerudert.
    Als ich am Tiefpunkt war, bin ich in eine Tagesklinik.
    Dort habe ich die Diagnose rezidivierende (Immer wiederkehrende) Depression erhalten.
    Bekam Tabletten, die ich heute noch nehme. Bin seither Stammgast beim Psychiater. Therapie mache ich ja eh schon lange.
    Seither habe ich viel versucht, die Erschöpfung "wegzubekommen".
    Und auch vieles Gutes gefunden und beibehalten:
    Div. Entspannungsverfahren. Meditation. Meinen "Akku" im Auge behalten (kraftzehrende Aktivitäten/ EReignisse = "minus" durch kraftspendendes = "plus" ausgleichen). Meine inneren Antreiber und Kritiker in Schach halten durch regelmäßige Tagesrückblicke.
    Distanz zu meiner Mutter halten. Gesund ernähren. Regelmäßig Schlafen.
    Eine 6wöchige Kur. Gebete bzw mein Glaube gibt mir die grundnötigste Lebenskraft. Auch Krankschreibungen habe ich immer genutzt, um "zu Kräften" zu kommen (KOmischerweise war meist irgendwas mit XY in solchen Zeiten gewesen- aber das war wohl immer nur Zufall......)
    Irgendwann bin ich sogar dahingekommen, es zu akzepieren, dass ich eben wenig Kraft habe.

    Kurz gesagt: Ich habe mich gedreht und gewendet, aber meine Kraft ist nicht zurückgekommen.
    Nun ist es knapp ein Jahr her, dass ich aus der ehelichen Wohnung ausgezogen bin.
    Und die Kraft kommt zurück.
    Ich bin noch lange nicht auf dem alten Level, aber sie kommt wieder, ich spüre es mit jeder Faser und jeder Pore.

    Nun überlege ich, ob ich die Depression vielleicht irgendwann "loslassen" kann.
    Ja, was soll das denn nun wieder heißen?
    Ich las vor langer Zeit den schlauen Satz: "Jede Krankheit hat ihren Sinn für den Patienten".
    Damals war ich gründlich sauer und empört. Was für ein Quatsch, für eine Krankheit kann man doch nix.
    Heute denke ich, man kann auf alles in seinem Leben Einfuss nehmen.

    Die Depressionen haben mir "erlaubt", schwach zu sein. Sie hatten den "Mehrwert" für mich, als Kranke versorgungsbedürftig zu sein (auch mal die VErsorgte zu sein, und nicht immer nur XY?)

    Tja, was uns das nun sagt, möge hier jeder selbst bedenken- natürlich ist dies an alle die gerichtet, die noch in der Verwicklung mit XY zappeln wie ein Insekt im SPinnnennetz.
    Oder wie ein angeketteter Hund, dem man in unerreichbarem Abstand eine Salami hinhält.


    Dann noch zu meinem Bild des Theaters vom letzten Beitrag.
    Denn das passt auch zum Zappeln im Netz.
    Als ich im Netz zappelte, fühlte ich, als wäre das "das echte Leben".
    Im Rückblick sehe ich: Es war bestenfalls Kulisse. Es war ein Theaterstück.
    Und ich habe "mitgespielt".
    Das war mal ein Satz von meinem Thera, als es um XY und dessen Kinder ging, die furchtbar unter der Sucht ihres Vaters litten.
    Ich hatte ein schleches Gewissen, XY zu verlassen und damit die Kinder, für die ich mich ein Stück verantwortlich gefühlt hatte (urgs, typisch Co! Die Kinder haben ja eine Mutter!).... mein Thera meinte dazu: "Das Stück wurde schon vor ihrer Zeit gespielt und wird auch weitergehen, wenn der Vorhang hinter ihnen fällt. Nur dann eben ohne sie auf der Bühne".

    Heute bzw schon seit einiger Zeit, setze ich beiKonflikten als allererstes nun bei mir an.
    Nicht die anderen - Kollegen, Klienten, Ärzte, Forenteilnehmer, Verwandte, Familienmitglieder usw.- sind die Bösen. Die, die unrecht haben. Die, die ich überzeugen muss (dass ich Recht habe).
    Das ist für mich sowas von eine furchtbare Erinnerung an meine Zeit als Co.
    Ich hatte immer Recht. Ich wusste es immer besser. Besser als alle andern. Besser als de Ärzte und THerapeuten von XY zb.
    Ganz am Anfang unserer Beziehung war er bei einer Suchtberatung.
    UNd ich riet ihm ab, dort weiterhinzugehen. Denn die Beraterin war nicht fähig - meiner Meinung nach!
    Uuuuaaah.
    Never again.
    Habe ich nun Schwierigkeiten mit anderen, schaue ich, wie ich mich ändern kann.
    Frei nach dem altbekannten SPruch: Du kannst andere nicht ändern, nur Dich selbst :wink:

    In diesem Sinne

    LG
    Girasole

    Hallo Engel,

    Du und auch sonst niemand wird von mir weder Tritte/"Peitsche" erhalten noch eine Kuschelige Umarmung/ Zuckerbrot.
    SOndern klare Worte, bzw. eine ernst gemeinte Frage:
    Wo möchtest Du eigentlich hin in Deinem Leben?
    Warum hast Du Dich angemeldet, was für ein Ziel hast Du?
    Ok, das waren gleich mehrere Fragen :wink:
    Sie sind nicht rhetorisch gemeint! Sondern ich habe Deinen Faden "verstehen wollen" (oder so ähnlich) gelesen. Da steht, dass Trennung für Dich kein THema ist.
    Und nun überlege ich wirklich.

    LG
    Girasole

    Wow Nys, so viele tolle Sätze/ Erkenntnisse :D

    Sarawen, ich wünsche Dir, dass Du einen Mittelweg, die Balance findest zwischen Symbiose und Hoffnungslosigkeit.
    Nach derartigen Erkenntnissen - die Menschen sind nicht alle edel und gut - geht es logischerweise erstmal bergab mit der eigenen Hoffnung.
    Nachdem Du nun aber die Realität anerkannt hast (was ein sehr wichtiger Schritt ist!), wirst Du es auch schaffen, einen Weg des Umgangs für Dich damit finden.
    Und dann bist Du schon sehr sehr weit gekommen!
    "Viel" fehlt gar nicht mehr.
    NUr Mut und weitergehen!

    LG
    Girasole

    Zitat von Speranza

    Das sehe ich anders, ich stelle mir das mal eben real vor, ich komme voller Sorgen in eine Gruppe, bin mit den Nerven am Ende, erzähle von mir und erwarte in diesem Moment Zuspruch, meinetwegen auch Kritik oder ehrliche Worte, mich würde wenn ich in Not bin deine Geschichte erstmals gar nicht interessieren, dazu wäre mein Kopf zu voll.

    Hallo SPeranza,
    ganz egal, wie Du das siehst- es wurde in der SHG, in der ich war, sogehandhabt :wink:
    Eiserne Regel in allen SHGs von dem Träger, und das sind nicht eben wenige.
    Meinst Du nicht, das hat seinen Grund?

    Zitat:
    Ich finde das schon lange extrem anstrengend, ich sehe so einige Beiträge ganz deutlich gefärbt vom eigenen Süppchen

    Ist das jetzt dein Empfinden oder kennst du die anderen Leute so gut um dieses zu wissen? Ich weiss es nicht denn ich kenne diese Leute gar nicht näher.

    Da steht doch schon ganz deutlich, dass "ich" das "sehe" und nicht, dass es so ist :roll:

    Abgesehen davon ist nicht jeder, der schweres oder Negatives durchgemacht ebenso qualifiziert wie ein Berater oder Therapeut.

    Und gleich ist der nächste Beitrag wahrscheinlich wieder "darf man also nur noch als Therapeut hier schreiben!"

    Übrigens habe ich mich schon an der Diskusson beteiligt und ich sehe kein Maßregeln in meinem Satz "ich sehe so einige Beiträge ganz deutlich gefärbt vom eigenen Süppchen":
    Ich stelle meine Sicht dar :!:

    Dieses Überempfindliche, sich immer angesprochen fühlen und noch einen
    und noch einen draufsetzen, das letzte Wort haben müssen- nee, nee.
    Nicht meins.
    Das Feedback zu meinem Tagebuch ist übrigens schon öfter so gekommen. Auch ohne, dass ich mich hier überall reinhänge.

    und damit bin ich raus aus diesem Faden, mal mindestens.
    Dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade, ich habe im RL echt genug schöne Sachen zu tun :wink:

    LG
    Girasole

    Hallo Foristen,

    ei, ei, ei und weiter wird heftig polarisiert....

    Natürlich muss man nicht Therapeut oder Berater sein, um hier zu schreiben (steht ja auch in keinem meiner Beiträge...) - aaaber, eben genau deshalb entstehen solche Geschehnisse wie bei Mariechen :P
    Unter anderem weil hier eben keiner in der Lage ist, seine eigenen Emotionen herauszuhalten zb, was aber grundsätzlich in einer Beratung zwingend erforderlich ist.

    So habe ich hier in dem Faden das ganze starke Gefühl, dass einige sich persönlich sehr angegriffen fühlen und nun verteidigen.

    Daher glaube ich auch, wie schon ein Mod schrieb, das wird hier ein ewiges Thema sein.

    Daher schrieb ich ja, und ev. dies als ANregung an die MOds, dies als Regel aufzunehmen:
    Hauptsächlich von sich berichten, so wie in vielen live-SHGs eben auch.
    Sonst geht es eben schnell RIchtung BEratung (dafür muss man auch kein THerapeut sein...), was aber sehr schnell schief laufen kann, wenn man sich eben nicht auskennt.

    Typisches Beispiel:
    Abholen, wo man steht- das wird hier in einem Beitrag nicht für gut gehalten. Es ist aber Grundsatz in der Beratung, und zwar generell!!
    Und das hier einige glauben, es tatsächlich dennoch besser zu wissen, spricht für sich, denke ich!!

    Auch steht nirgendwo, dass klare Worte was schlechtes sind, so wie es jetzt zT dargestellt wird!!
    Keiner hat je geschrieben "keine klaren Worte für die Neuen".
    Darum geht es doch überhaupt nicht. :!:

    Ich finde das schon lange extrem anstrengen, ich sehe so einige Beiträge ganz deutlich gefärbt vom eigenen Süppchen, und beiss dann auch oft kräftig auf die Zähne.
    Daher schreibe ich eig. nur in meinem eigenen Faden oder beteilige mich zumindest nicht an Diskussionen.
    Ich schreibe zu einem Teil für mich, aber zu einem ebensolchen Teil auch für andere, die dann Feedback geben und mir schreiben "danke, ich habe was von Dir lernen können!"

    Sollte die Forum tatsächlich Geld kosten, würde ich wohl weggehen, denn ich glaube nicht, dass dies so einige "Süppchenkocher" hier abhält.

    Das Forum hat mir extrem viel geholfen zu meiner Anfangszeit.
    NUn ist es mehr eine Art "zurückgeben", in dem ich für andere schreibe.
    Es tut mir dan halt nur leid, für eben diese anderen.
    Naja, aber zu meiner Anfangszeit hätte ich für diese Unterstützung hier schon auch bezahlt! Das wäre mir viel Geld wert gewesen!
    Nur brauche ich es eben jetzt nicht mehr dringend.

    Ach ja, und auch ich danke für die vielen Blumensträuße hier :D

    LG
    Girasole

    Zitat von Neuweg


    Das Schlimme ist. Er ist immer noch da - der Einfluss, den xy auf mich ausübt.

    Hallo Neuweg,

    jemand anderes kann nur den Einfluss auf dich haben, den Du ihm zugestehst.

    Toll, dass Du achtsam sein und Deine Gefühle spüren kannst! Das war für mich ein entscheidender Punkt!

    Was Deinen Sohn betrifft: Es ist zwar im ersten Moment viell. schön, dass er sowas nettes zu Dir sagt. Es zeigt aber auch, wie stark er emotional verwickelt ist, dass er sich Sorgen um Dich macht und die Elternrolle einnimmt oder versucht, einzunehmen. Das nennt man Parentizierung und das schadet ihm sehr!

    Ach ja: Das mit dem Woll-dings war ich nicht :wink:

    LG
    Girasole

    Liebe Teresa,

    klar darfst Du :D
    Du hast noch ein paar Jährchen bist Du so alt bist wie ich, von daher immer schön einen Schritt nach dem anderen. Und dann wird das schon! *daumendrück*

    Ansonsten: Zurzeit habe ich ein großes Fragezeichen, wenn ich an frühere Ehe-Zeiten zurückdenke.
    Mir kommt es im RÜckblick irgendwie so.... unecht... vor.
    Damals hat es sich in vielen Phasen angefühlt wie eine echte Beziehung und echte Geborgenheit, aber im Rückblick kommt es mir vor, als würde ich Teile einer Theater-Kulisse betrachten.
    Aber völlig wertneutral, es ist jetzt nicht so, dass ich hadere und denke "hach, ich armer Tropf, das war alles nicht ehecht...?!?!"
    Es ist mehr "interessant, das war alles gar nicht echt...!..."

    LG
    Girasole

    Hallo,

    ich kopiere gerne mal rüber, was ich heute bei mir dazu geschrieben habe:

    "hier ein paar Punkte von mir zum Fädchen von Marie:

    1. Stimme ich einem Beitrag dort zu, in dem es um die "Live-SHGs" geht (weiß leider nicht mehr, von wem- glaube "Juergen....").
    Ich war ja auch lange in einer und habe hier auch schon mal dasselbe gepostet:
    Dort wird nur von eigenen Erfahrungen berichtet. Das empfinde ich als sehr hilfreich und auch wichtig. Denn ansonsten ist es ja "Beratung"- und dazu hat hier wohl fast niemand die entsprechende Ausbildung!!

    2. Da ich die entsprechende Ausbildung (bzw. Studium und auch jahrelange Praxis) habe, fällt mir natürlich immer wieder auf, wie grenzwertig einige Beiträge sind.
    ZB wenn es um "Kuschelkurs" pro-kontra geht.
    Fakt ist: In der prof. Beratung sollte man da abgeholt werden, wo man steht. D.h. angenommen werden, so wie man ist und wie man gerade (an)kommt.
    Fakt ist: Jemanden bestärken, in dem, was er positives macht/ tut (zb bei Mariechen, dass sie hierher gekommen ist) ist wesentlich hilfreicher, als ihm aufzuzeigen, was er alles falsch macht.

    Und obwohl- oder gerade weil- ich prof. Beraterin bin im RL habe ich nur selten das Bedürfnis, anderen mitzuteilen, wie es "richtig" geht.
    (Und es gehe nun gerne jemand los, suche in meinen sämtlichen Beiträgen, ob er einen gegenteiligen Beiträg findet, - so hier schon geschehen!!)
    Da ich mir oft denke, wer bin ich, nach ein paar online-Beiträgen von jemandem zu wissen, was der braucht??
    "

    Weiterhin schließe ich mich Nys an, insbesondere bei diesen Punkten:
    Klartext oder auch mal "Finger in die Wunde" ist ok, aber wenn schon 20 mal ähnliche Beiträge dastehen- dann lasse ich es, wie auch schon in Maries Fädchen geschrieben. Ich hatte schon "Antwort erstellen" geöffent und die Finger auf den Tasten. Dann kam mir genau das in denn Sinn, und ich habe weggeklickt.

    Das Kontroll-Niedermach-Ding, was Nys anspricht, habe ich auch schon oft hier gefühlt und ebenso hat es mich stark an "früher " erinnert.

    Es ist ein Unterschied, ob jemand neu hier ankommt, oder man sich schon kennt.

    Es ist übrigens ein Riesenunterschied, ob ein Therapeut, der nachgewiesenermaßen die Berechtigung zum Beraten hat, harte Worte für einen hat oder wildfremde Online-User!!!!
    Wo man zudem das alles noch schwarz auf weiß vor sich sieht
    Und wo man nicht wissen kann, was da alles für unbewusste eigene Themen hineinspielen.

    Das sehe ich ehrlich gesagt schon länger sehr kritisch hier.
    Es sollte groß über jeder Seite stehen: "Hier schreiben keine prof. Berater!"

    LG
    Girasole

    Hallo Forum,

    hier ein paar Punkte von mir zum Fädchen von Marie:

    1. Stimme ich einem Beitrag dort zu, in dem es um die "Live-SHGs" geht (weiß leider nicht mehr, von wem- glaube "Juergen....").
    Ich war ja auch lange in einer und habe hier auch schon mal dasselbe gepostet:
    Dort wird nur von eigenen Erfahrungen berichtet. Das empfinde ich als sehr hilfreich und auch wichtig. Denn ansonsten ist es ja "Beratung"- und dazu hat hier wohl fast niemand die entsprechende Ausbildung!!

    2. Da ich die entsprechende Ausbildung (bzw. Studium und auch jahrelange Praxis) habe, fällt mir natürlich immer wieder auf, wie grenzwertig einige Beiträge sind.
    ZB wenn es um "Kuschelkurs" pro-kontra geht.
    Fakt ist: In der prof. Beratung sollte man da abgeholt werden, wo man steht. D.h. angenommen werden, so wie man ist und wie man gerade (an)kommt.
    Fakt ist: Jemanden bestärken, in dem, was er positives macht/ tut (zb bei Mariechen, dass sie hierher gekommen ist) ist wesentlich hilfreicher, als ihm aufzuzeigen, was er alles falsch macht.

    Und obwohl- oder gerade weil- ich prof. Beraterin bin im RL habe ich nur selten das Bedürfnis, anderen mitzuteilen, wie es "richtig" geht.
    (Und es gehe nun gerne jemand los, suche in meinen sämtlichen Beiträgen, ob er einen gegenteiligen Beiträg findet, - so hier schon geschehen!!)
    Da ich mir oft denke, wer bin ich, nach ein paar online-Beiträgen von jemandem zu wissen, was der braucht?

    LG
    Girasole

    Zitat von Martin

    Hallo Aurora,

    ich schreibe ja sehr selten im Co-Bereich da ich mich nicht gut genug auskenne.

    Ich finde nicht dass das "ein dicker Brocken" ist, das ist ein ganzer Fels :!:

    Wie hättet ihr euch alle gefühlt, wärt ihr hier so aufgenommen worden :?:

    LG Martin

    Ich hatte gestern abend schon "Antwort erstellen" geöffnet und meine Finger auf den Tasten - und habe dann aus genau diesem Punkt wieder weggeklickt.....

    Mariechen, wenn Du noch hier bist, gib mal ein Zeichen, bitte *liebguck*

    LG
    Girasole

    Hallo,

    ich bin nach einer CD, die sowas empfohlen hat, sogar dazu übergegangen, "Müssen" komplett aus meinem Wortschatz zu streichen.
    Jaaa, das klingt anfangs komisch, aber es fühlt sich einfach nur toll an, und das zählt!
    Es ist nun schon ein Jahr ca her und immer noch denke ich öfters "ich muss", so tief ist das verankert.
    Aber wenigstens merke ich es jedes Mal und korrigiere mich dann "Ich darf" oder "ich möchte" oder "ich kann".... oder... oder...

    LG
    Girasole

    Zitat von weinenderEngel

    Vor kurzem sagt eine Bekannte zu mir, dass ich mir sehr verändert hätte. Ich lache nicht mehr..... das ist ihr schon lange aufgefallen.
    Wieso ist mir das nie aufgefallen? Bin doch nicht blind

    wieso, weshalb, warum es Dir nicht aufgefallen ist, kann Dir im Moment egal sein. Darüber kannst Du im zweiten/dritten Schritt nachdenken.
    Fakt ist, nun hörst Du es, nun weißt Du es. Was machst Du nun damit?

    LG
    Girasole

    Liebe Inwen,

    sehr schön, gut erkannt!

    Haushalt und Schuldgefühle: Kann es möglicherweise nicht darum gehen, dass Wäsche ungebügelt bleibt, sondern dass Du gar nicht richtig was mit Dir allein anzufangen weißt?
    Arbeit/Haushalt kann man auch nutzen, um vor sich selbst wegzulaufen.
    Also davor, mit Dir alleine einfach zu sein.
    Spür mal nach, ob Dein Heulen-können wirklich um den Haushalt geht, oder doch um die Nähe zu Dir selbst.
    Wenn man das lange nicht hatte, und viel mit "sich aufzuräumen" hat, ist das nämlich anfangs gar nichts schönes.
    Erst wenn man halbwegs mit sich im Reinen ist, kann man es auch gut mit sich aushalten.

    LG
    GIrasole

    Zitat von Kaleu

    Jetzt stellt der Kerl auch noch 10 Jahre Therapieerfahrung in Frage :D

    Wie fühlt sich das an, wenn ich Dir Dein Über-Ich wegnehmen will?

    Brauchst das noch? Oder bist Du auch noch Du, wenn Du's nimmer hättest?

    Hehe, ja also echt 8)

    Och, so impertinent vorhanden isses jetzt schon nicht mehr, das über-ich :lol: da nimmste mir nix (mehr) weg.

    Man kann auch sagen, es ist einfach meine Fähigkeit, hart zu arbeiten. Oder man nennt es meine Inneren Kritiker/Antreiber, die teilweise eben viel zu hart mit mir sind, deutlich mehr als nötig und mich so sehr gequält haben.
    Das hat mir geholfen, es als einen "Teil" von mir zu benennen, um dann damit arbeiten zu können!
    Aber ich denke, das ist übergangsweise.

    Die Neigung zur Perfektion kann man übrigens ja auch innere Antreiber nennen "sei noch besser!" "Mehr!" "schneller!" usw.
    Was meinst Du, an welcher Stelle bist Du nicht mehr weitergekommen?

    Bei mir ist das entstanden in der Kindheit. Durch die nicht-vorhandene Liebe von meinem Vater.
    Nun versuche ich ja, mir die Liebe selbst zu geben. Und die inneren Kritiker zwar in Schach zu halten, aber dennoch zu integrieren ("Wir kennen uns schon lange, aber ihr seid nur ein Teil von mir")

    Sorgsam mit mir sein, ist etwas, was ich erlernen musste.
    Wenn man das Gefühl verinnerlicht hat, ich bin nichts wert- sorgt man auch nicht für sich.

    ABer so langsam habe ich echt das Gefühl, die Früchte der jahrelangen Arbeit ernten zu können.
    Es ist Frieden in mir eingekehrt, auch wenn das nicht heißt, dass es mir nicht immer mal wieder schlecht geht, oder ich keine KOnflikte habe usw.
    Aber ich kann damit umgehen. Ich habe Strategien entwickelt, für mich zu sorgen.
    Es fühlt sich sehr gut an.

    Und eine andere Richtung zu probieren, wenn ich in der einen nicht mehr weiterkomme, ist seit jeher mein Crdeo :P

    LG
    Girasole

    Zitat von Kaleu

    Ohne Schei*** jetzt?

    Immer wenn ich von Dir was les, denk ich, boah, die is' der Hammer und bewunder Dich heimlich so'n bisschen weil ich mit vielem, was Du irgendwie aus dem Ärmel zu schütteln scheinst gefühlt eeeeewig selber rumgemacht habe, teilweise immer noch rumeier. Ich hab zwar innen mächtig ausgefegt, aber ich krieg noch nicht alles davon in's Aussen übertragen.

    Ja, echt ohne Scheiße!
    Oh danke und umgekehrt denke ich das immer von Dir :lol:
    Ausm Ärmel schütteln- das scheint wirklich nur so.
    Ich mache ja schon seit 15 Jahren mit den ganzen Themen rum, habe insg. 10 Jahre Therapie hinter mir, einen teilstat. KLinikaufenthalt plus eine Reha....
    Und ich habe immer versucht, möglichst viel überall mitzunehmen.
    Insgesamt komm mir in meiner Entwicklung zugute, was mich gleichzeitig auch immer wieder hemmt- mein starkes strenges "Über-ich"
    Es treibt mich einerseits manchmal in den Wahnsinn, hilft mir aber auch immer wieder, mich aus Krisen zu ziehen.
    Und ich habe wohl eine außergewöhnlich gute Fähigkeit zur Selbstreflektion, das wurde mir schon oft von den "Profis" bescheinigt.

    Ja, ist rückblickend gemeint.

    LG
    Girasole

    Ich habe noch einen Aspekt identifiziert, der mich zurzeit sehr dünnhäutig macht.
    Vor einem Jahr so April ging es in die heiße Phase mit dem Trennungs-Finale. Ab Februar fing es schon langsam an.
    Und seit Ende Februar, Anfang März nun denke ich wieder sehr oft an die schwere Zeit damals zurück. Und auch an die ganze Ehe überhaupt. Auch an die schönen Momente und Zeiten.
    Manchmal ploppen Erinnerungsfetzen plötzlich ungefragt auf, natürlich lauter emotionale Momente.
    Anstregend....!!
    Aber jetzt ist mir wenigstens klar geworden, warum das so gehäuft vorkommt und zunehmend öfter.
    Wie lange das wohl geht. Und wann wird es wohl seinen Höhepunkt erreichen. Beim Suizidversuch? Oder schon bei meinem Auszug? Hmm...


    LG
    Girasole

    Zitat von Kaleu

    Wenn mir eins auffällt, an Deinem Thread und im Besonderen auf den letzten Seiten, ist Dein krampfhafter versuch Autonomie zu gewinnen und diese zu beweisen.

    Im Titel selbst stehts ja schon geschrieben....
    Nys Unabhängig- und mit Fragezeichen....

    Liebe Nys,
    ich stimme da mit Schnuffig überein: Das Ziel ist Frieden, und zwar kein "scheinheiliger", sondern echter.
    Das ständige "Erbarmen" mit anderen kenne ich gut...ich finde, das hat was mit Grenzen setzen zu tun.
    Damit hatte ich lange riesige Schwierigkeiten.
    Bis mein THerapeut mir mal einen Satz zum Thema Grenzen setzen gesagt hat, der mir sehr geholfen hat:
    Grenzen setzten hat immer etwas Aggressives, weil ich u.U. den anderen daran hinderen muss, etwas zu tun, was er gern möchte (sinngemäß).
    Umgang mit Wut und Aggressionen schließt sich damit als Thema an.
    Welcher meist gerade bei Cos sehr negativ behaftet ist, v.a. aus der Kindheit. Und genau das schreibst Du ja.
    Riesenwut nach Schlägen nicht zeigen dürfen, sondern das Lieblingskind sein!
    Hallo!
    Kein Wunder, dass Du keine Wut und Aggressionen empfinden kannst/darfst (!), wenn sie Dir regelrecht rausgeschlagen wurden.
    Mir wurde es ohne Schläge ebenfalls "ausgetrieben".
    Und ich lerne mühsamst, mit meinen fast 4 Jahrzehnten, diese wieder zu spüren und dann damit sinnvoll umzugehen.

    Ach ja: Die inneren Kritiker sind nicht nur ab und zu mal da.
    Sie sind in jedem Menschen, der "gesunde" hat allerdings die Kontrolle über sie. WEnn man die KOntrolle nicht hat, können sie einen niederreißen, so wie Dich letztens.
    Es lohnt sich, öfter mal aktiv hinzuspüren, wie ausgeprägt sie gerade sind.
    In Streßzeiten zb laufen sie bei mir zu Hochform auf.
    Und man ist so gewöhnt an die Stimmen, die man ja schon sein ganzes Leben hat, dass man sie nicht bemerkt!
    Nur, wenn man wirklich bewusst daran arbeitet.
    Es lohnt sich echt!

    LG
    Girasole