Beiträge von girasole

    Oje Benno,

    genau das waren die Schleifen, die ich immer wieder mit meinem Ex gedreht habe.
    Immer wieder hat er es geschafft, dass wir nicht über seine Sucht geredet haben, sondern über sein Verhalten- ach Gott, was habe ich Stunden um Stunden damit verbracht, mit ihm zu diskutieren, analysieren usw.
    Bsp (die sind jetzt nicht von meinem Ex, sondern einfach Bsp, aus der Luft gegriffen, aber realistisch) Seine cholerischen Anfälle, seine Unzuverlässigkeit, seine Lügen....
    Man kann über alles reden, reden, reden, bis man alt ist bzw irgendwann das Leben vorbei ist!
    Genau das will ja der Süchtige: Worte! Bloß keine Taten! Weder von ihm noch vom Co!

    Vorsicht, lieber Benno...

    LG
    Girasole

    Hey Firebird,

    Glückwunsch! Das klingt gut :D
    Ich drück Dir die Daumen für die Wohnung! Wenn Dich Zweifel überkommen, geb ich dir einen Tipp: Lies hier!
    Aktuelle und ruhig auch ältere Geschichten. Das hat mir immer geholfen, wenn ich gezweifelt habe. Und selbst als ich dann ausgezogen war, habe ich noch lange gezweifelt.
    Dann habe ich mich hier durch alte Geschichten gelesen, das hat mir immer Bestätigung gegeben.

    Liebe Grüße
    Girasole

    Liebe Sarawen,

    Rückschritt gehören dazu. Sei nicht zu streng mit Dir.
    Wichtig ist, dass Du dran bleibst, und das tust Du ja.
    Ich habe ja fast 10 Jahre Therapie hinter mir, und Fortschritte kamen/komen immer langsam, eigentlich habe ich sie meist erst im RÜckblick auf einen längeren Zeitraum sehen können. Einige MOnate oder auch ein Jahr ist noch nicht sooo lange, um so tiefsitzendes Verhalten zu ändern. Sowas dauert.
    Meist hat man sein Leben lang daran zu arbeiten.
    Meiner Meinung nach liegt der Hund nicht da begraben, dass die Schäden der letzten Beziehung zu groß sind.
    Der Hund ist da, wo Du zum "warum" kommst. Warum warst Du in dieser Beziehung, warum so lange usw.
    Diesem Punkt bin ich nachgegangen und habe damit die vergangene Beziehung hinter mir lassen können.
    Denn die ist- meiner Meinung nach- nicht das, was mich so geschädigt hat!
    Das liegt schon viel viel früher.

    LG
    Girasole

    Zitat von Zimttee

    Hallo Mausepaul,

    ich lese diesen Thread schon seit Beginn. Mir ist echt nicht klar, wie du zulassen kannst, dass du (wobei, das lässt du für dich ja selbst zu) und deine zu Beginn sicher minderjährigen Mädchen von diesem Mann so abgewertet und abgelehnt werdet.

    Wieso hälst du daran so fest? Sein Verhalten ist doch massiv schädigend, vor allem für Kinder. Wieso schützt du sie und dich nicht, sondern lässt immer weitere Verletzungen zu?
    Schutz ist doch für uns Angehörige so wichtig.

    Was kannst du denn tun, damit ihr euch räumlich trennen könnt und ihr alle endlich ein würdevolles Leben genießen könnt?

    Viele Grüße,
    Zimttee


    Hallio Mausepaul,

    genau das, was Zimttee schreibt, geht mir auch durch den Kopf.

    Und nie im Leben wünschen sich Deine großen Kinder (die nicht von ihm sind) sich nichts sehnlicher, als dass er sie endlich liebt!
    Das ist mit Sicherheit Dein Wunsch.
    Wieso sollten sie keinen größeren Wunsch haben, als dass jemand sie liebt, der sie immer abgelehnt und abgewertet hat???

    Du schreibst die ganze Zeit über ihn, was er tut, was er nicht tut...
    was tust Du selbst??

    LG
    Girasole

    Liebe Elpida,

    wow, toll, dass du doch ein bisschen Mut gefunden hast!

    Ich komme ja wie gesagt beruflich aus der Richtung und kann Dir daher versichern:
    Du bist bei weitem nicht die einzige an eurer Schule, die einen Alkoholiker in der Familie hat!! Es gibt so viele Leidensgenossen unter deinen Mitschülern, die sch alle ebenso verstecken wie du.
    Dein Vertrauenslehrer hat diese Geschichten im Laufe der Zeit schon x-mal gehört!
    ABer er wird dich zu nichts zwingen, du darfst so viel erzählen, wie du magst.
    Beim ersten Mal einem Wildfremden sowas zu erzählen, ist ja auch komisch.
    Üblich ist, dass man öfter spricht, sich kennenlernt und Vertrauen fasst,- und dann mal zum Pudels Kern kommt.
    Je länger mal "gelernt" hat, dass das alles shrecklich peinlich ist und daher unter keinen Umständen nach außen gelangen darf- um so mehr hängt man auch da drin.
    Das ist eine echt fiese Falle, die Co und SÜchtiger aufstellen.
    Und weißt du warum?
    Stell dir die Familie als ein Mobile vor, du weißt schon, diese Spielzeug-DInger, die man aufhängt, mit Figuren o.ä. dran.
    Ist das Mobile unbewegt, bleiben alle Figuren starr an ihrem Platz.
    Und das möchten Co und Süchtiger gerne so beibehalten, denn sie haben beide ihre -ganz subjektiven- Gründe dafür, warum sie das alles so tun!
    Tanzt eine Figur (zb das Kind) aus der Reihe und bewegt sich- tanzen alle anderen Figuren ebenfalls durch die Gegend und müssen sich somit bewegen- ob sie wollen oder nicht.
    (Das ist eine therapeutische Sicht/Darstellung des Systems Familie, nicht von mir ausgedacht.)
    Aber sie wollen das ja nicht!
    Darum (und noch aus anderen Gründen) stellen sie diese Verschwiegenheitsverpflichtung auf. Unter der die Kinder massiv leiden.
    Glaub mir, wenn du es schaffst, darüber zu reden, - hast du daher einen RIESENSCHRITT getan!

    Ich kann Dich nur ermutigen. mache einen Termin aus mit einem Vertrauenslehrer.
    Du wirst sehen, schlimmer kann es nicht werden. So gesehen hast du nichts zu verlieren!
    Denke an deinen Mut tief in dir und mache dich auf den Weg!
    Ich drücke dir die Daumen und glaube an dich! Du wirst es schaffen!

    Alles liebe
    Girasole

    Lieber Georg,

    ich bin auch sehr gläubig, daher mag ich Dir was dazu schreiben.
    In der Bibel steht nicht: "Liebe deinen Nächsten mehr als dich selbst" :!:
    Sondern: "Liebe deinen Nächtsen (genauso) wie dich selbst"

    In der schlimmen "Endzeit" habe ich Abend für Abend im Gebet um Hilfe gefleht. Ich habe nicht gebetet "Bitte mach, dass...." Ich habe einfach nur um einen Weg, um Klarheit/Erkenntnis gebetet. In welcher Form und Art dies dann auch sein sollte. Denn ich weiß, dass Gott den besten Weg weiß. Und dass er es viiiel besser weiß als ich.

    Es kam der Tag, an dem ich ganz besonders verzweifelt um ein Zeichen von ihm bat.
    Da sprach er zu mir: Du wurdest erst kürzlich in seine kriminellen Aktivitäten verwickelt (Polizei hat unsere Wohnung durchsucht!!). Und erst letzte Woche bist du selbst ohnmächtig geworden, als du ihn wieder mal nachts krampfend auf dem WC gefunden hast---
    Willst Du wirklich noch mehr Zeichen haben?
    Und ich dachte ganz entsetzt "Neiiiiin, bitte nicht!!
    Das war der Moment, wo ich verstand und der Entschluss zur Trennung kam.

    Gott hat mir - im RÜckblick gesehen- so viele Zeichen geschickt, aber ich habe sie alle nicht sehen wollen!
    Und wie ich Dir ja schon schrieb,- dies war nicht nur der beste Weg für mich, sondern auch für meinen Ex-Partner.
    Niemals hätte er ohne die Trennung in die Therapie gefunden.

    Was ich damit sagen will? Ganz einfach: Vertraue auf IHN und bleibe mit IHM im regelmäßigen Gespräch.
    Und sieh auch seine Gegenwart da, wo mal nicht Deine Frau ist.
    "Nur Tochter und Freunde" haben sich gekümmert?
    Ich frage mal ganz ketzerisch:
    Warum bist Du nicht dankbar dafür, dass Tochter und Freunde für dich da waren?
    Die Sichtweise auf den Dank hin hilft mir sehr.
    Jedes Gebet beginne ich mit Danken, und es gibt immer überraschend viel!!!
    LG
    Girasole

    Liebe Elpida,

    Vertrauenslehrer gibt es an jeder Schule. Und sie haben Schweigepflicht.
    Sie könnten Dir auch bzgl. Noten weiterhelfen.
    Bsp: Auf einer Zeugniskonferenz werden ja ev. Endnoten besprochen. Wenn die Konferenz den Hinweis hat, dass Du eine schwierige Lebenssituation hast, müssen sie darauf Rücksicht nehmen.
    Sowohl in der Notengebung als auch in einer ev Versetzung oder Prüfung bestanden/nicht bestanden.

    Es kostet Dich nichts, dich an so einen Lehrer zu wenden.
    Und es ist noch viel wertvoller und hilfreicher, eine reale Unterstützung zu haben, eine echte Person, als "nur" das Forum.
    Denke bitte wenigstens mal darüber nach und sage nicht direkt "Nein".....
    den Mut hast Du bestimmt in Dir!!

    LG
    Girasole

    Hallo Georg,

    willkommen hier!
    Zum Thema "Hilfe durch Nichthilfe" kann ich beisteuern, dass ich genau diese Erfahrung mit meinem Ex-Partner gemacht habe.
    Jahrelang habe ich ihm mit Verlassen gedroht, und als es dann soweit war, hat er gestaunt wie sonstwas. Er ist regelrecht aus allen Wolken gefallen.
    Worauf ich wiederum aus allen Wolken gefallen bin, weil ich merkte- die ganzen Diskussionen vorher, stundenlange, auch nüchterne, alle meine psychologischen Tricks, Kniffe, Vorhaltungen, Drohungen, Beispiele alles das war total umsonst gewesen. Völlig. Für die Katz, aber sowas von.
    Als ich das dann in die Tat umsetzte, war es für ihn, als hätten wir nie über sowas geredet.
    Er war sprachlos, überrascht, fassungslos, überrumpelt.
    Worte kommen wohl einfach nicht bei einem Süchtigen im Hirn an.
    Nur Handlungen. Wobei die echt sein sollten, und keine halbherzigen.
    Er hat damals alles versucht, mich umzustimmen. WIrklich alles, alle Register gezogen, alle Co-Knöpfe gedrückt. Wäre ich nicht 100% sicher gewesen (und hätte hier das Forum zur Unterstützung gehabt), wäre ich ganz sicher umgekippt.

    Obwohl er ja immer miterlebt hat, dass ich sonst vom Typ her die "Durchzieherin" bin - früher oder später, räusper - hat er das offenbar nie mit sich in Verbindung gebracht... warum auch immer.
    Und erst, als ich wirklich weg war, also so richtig wirklich ausgezogen, ihn verlassen habe, ohne jegliche Option auf Rückkehr, ohne "Rumgeeier" (was wir vorher genug hatten)- erst dann, ist er "aufgewacht".
    Nach einem heftigen Absturz inkl. Suizidversuch und allem Pipapo, hat er sich nun in LZT begeben.
    Wie erfolgreich das sein wird, steht auf einem anderen Blatt.

    Ich bin 100% überzeugt, ohne mein Handeln hätte er nie seinen Tiefpunkt erreicht (dazu gehörte der Absturz wohl dazu) und die Therapie begonnen.

    LG
    Girasole

    Liebe Elpida,

    Du tust mir echt leid, Du hast es wirklich schwer. Ist doch klar, dass Du Dir wünschst, Du hättest Deine Mutter als Ansprechpartnerin!
    Sich was einreden und die Gefühle dazu dadurch verdrängen, ist sehr ungesund und holt einen früher oder später doch wieder ein, dafür dann aber mit einigen anderen Spätfolgen.

    Wäre es eine Option für Dich Hilfe zu suchen? Also eine Beratungsstelle oder viell ein Vertrauenslehrer o.ä.?
    Ich habe einen Beruf, der in diese Richtung geht, und ich weiß, dass es schwer ist, sich jemandem anzuvertrauen.
    Aber ich weiß daher auch- wenn man es dann getan hat, ist die Erleichterung immer groß!
    Du kannst ja praktisch nichts verlieren, denn schlimmer wird es ja dadurch wohl kaum!

    Ich lese, dass auch gerade Dein Abschluss in Gefahr ist, - wenigstens deshalb versuche, Dich aufzuraffen und Dir Hilfe zu holen.
    Ich fürchte, sonst wird das eine knappe Kiste und unter den FOlgen leidest Du dann u.U. Dein ganzes Leben.
    Ebenso wie übrigens unter den psychischen Schäden, die Du gerade Tag für Tag erleiden musst.

    Alles Liebe für Dich!
    Girasole

    Hallo ihr Lieben

    es geht mir gerade wie euch, was den Single-Status betrifft :D
    Und ja- je weniger man sucht oder verkrampft, desto leichter läuft es....
    Ich habe mehrere Bewerber zurzeit... genieße es, umworben zu werden 8) Es ist echt die beste Zeit seit langem.
    Aber ... so ein wahnsinniges Bedürfnis, meine kleine gemütliche Wohnung aufzugeben (in der ich meine Ruhe habe und nur auf mich Rücksicht nehme...) habe ich gar nicht! :P Auch nicht, ständig Zeit, mit ihnen zu verbringen. Ich habe so viele Hobbys und Beschäftigungen... da bleibt nicht viel Zeit.
    Und genau das scheint den Männern wohl zu gefallen :wink:

    LG
    Girasole

    Hallo Renate,

    Zitat von RenateO

    Hallo Girasole
    Ich habe gestern noch in deinem Faden zurückgelesen..................
    Du hast es bei xy sehr wohl zugelassen das Grenzen überschritten wurden.............

    Das stimmt natürlich! Sonst wäre ich ja gar nicht hier im Co-Forum.
    Aber ich lebe ja vorwärts! Und bin schwer motiviert, darauf zu achten, dass dies nicht mehr vorkommt.

    Mir ist klar, dass hier beim Schreiben viel "verloren" geht. Und ich bin auch niemand, die dann gleich "loshackt".
    Dennoch finde ich gerade dieses "Investieren-Denken" eine Co-Falle und habe daher darauf hinweisen wollen.
    Dass hier einige diese Meinung nicht teilen wollen, ist ja ok.
    Nun lassen wir es eben so stehen. :D

    LG
    Girasole

    Hallo Renate,

    nirgendwo hab ich geschrieben, dass ich zulasse, dass mein Grenzen überschritten werden :!:
    Und auch nicht, das ich perfekt und frei von Wünschen bin :wink:
    Und ich finde auch, dass Geben und Nehmen in einer Beziehung herrschen sollte.
    Es geht mir um den Punkt der Erwartung.
    Ich "Investiere" nicht, ich gebe gern und wenn die Beziehung zuende geht, ist da bei mir nicht das Gefühl, "umsonst" gegeben zu haben oder "auf den Bauch gefallen" zu sein (So auch nicht bei Ex-XY).
    Und ja der Anspruch mag "heilig" erscheinen und auch in der Realität nicht immer zu 100% erreichbar, aber ich finde, so ein Fixpunkt, den man im Auge behält, wo man "hinstrebt" kann nicht schaden.

    LG
    Girasole

    Es wäre schon gut, den gesamten Satz zu zitieren:

    Zitat von girasole

    Investieren, damit am Ende das von mir gewünschte Ergebnis herauskommt-
    also so sehe ich eine Beziehung überhaupt nicht...

    Hier geht es nicht um Hilfe, sondern um eine Beziehung.
    Und nochmal:
    Ich investiere nicht in eine Beziehung. Ich gebe, und zwar gerne und ohne Erwartung einer Gegenleistung.

    LG
    GIrasole

    Ooooh, war der Masseur schnucklig! Ich kannte mich in dem SPa nicht so gut aus und habe nicht gewusst, was mich erwartet.
    Entsprechend habe ich etwa so geguckt :shock: als er um die Ecke kam :D

    Ansonsten geht es mir gut. Gesundheitlich schwankend, auf der Arbeit wars abartig stressig... aber ich komme gut mit all dem klar.
    Nehme Hilfe in Anspruch, achte auf mich... mein Leben fühlt sich gut und schön an, trotz und gerade weil ich krank bin, weil nicht immer alles perfekt und glänzend läuft.
    Das gehört dazu, und wichtig ist mir, damit gut umgehen zu können.
    Nicht bitter zu werden, zynisch o.ä.
    Ich bin dankbar für alles, was ich habe, kann und bin und auch für alles, was war.
    Es geht mir gut mit mir alleine. Aber auch, wenn ich nicht alleine bin :lol: Es gibt zurzeit einige Kandidaten, die sich als Partner bewerben.... ich entscheide aber nicht mehr schnell und Hals über Kopf
    Wie früher dieses "haaaach, seelenverwandt....!!" - nee, dat is nich mehr!

    Ich schaue sie mir an, schaue mich um. Ich will nun nicht mehr das beste für den potentiellen Partner, sondern den besten Partner für mich 8)

    LG
    Girasole

    Zitat von Honeymaker


    Wir haben Gefühle, Zeit, Arbeit und jede Menge Energie in einen Menschen investiert, nur um auf den Bauch zu fallen. Um es einmal krass zu formulieren. Das kann einem schon ein bisschen den Glauben nehmen.

    Investieren, damit am Ende das von mir gewünschte Ergebnis herauskommt-
    also so sehe ich eine Beziehung überhaupt nicht...

    Und das klingt auch sehr nach "Co".... Ich tue dies und das, damit...

    In einer Beziehung gebe ich gern und ganz freiwillig und ohne Gegenerwartung.
    Und wenn es schief läuft, dann ist es so.
    Da sehe ich für meinen Teil keine Investitionen, die nix gebracht haben.
    Ich reflektiere meinen Teil, damit es beim nächsten Mal besser läuft.

    LG
    Girasole

    Zitat von Rhein

    Ich halte es dazu, dass eine Therapie spätestens dann angebracht ist, wenn die Situation/das eigene Leben/die letzte Beziehung was dazu geführt hat Leidensdruck erzeugt, der über einen zu langen Zeitraum anhält und aus dem man/ich keinen Ausweg sehe, keine Hoffnung auf Besserung habe

    Ja, das ist immer der Punkt, denke ich auch- Subjektiver Leidensdruck bewegt zu einer Therapie, genauso auch wie zu einer LZT....
    Und da ist nat. jeder verschieden, wie das Wort "subjektiv" ja schon ausdrückt.

    Daher schließe ich rück, dass Du, Renate, im großen und ganzen mit Deinem Leben glücklich und zufrieden bist....

    Dieses "falsch" zu definieren ist schwer, aber ich versuche es mal: Wir haben oft unseren eigenen Wünschen und Ideen in dieser Partnerschaft negiert und das aufgrund des Alkoholkonsum unseres Partners. Irgendwann haben wir dann wie auf Knopfdruck regiert und haben unser Verhalten genau nach dem Partner, bzw. seinen alkoholbedingten Phasen ausgerichtet. In einer normalen Partnerschaft hätten sicherlich schneller und öfter deutlich unsere Meinung vertreten, so aber nicht.

    Da habe ich eine ganz andere Betrachtungsart, die übrigens auch in der Fachliteratur vertreten wird:
    Wir sind nicht "krank/falsch/ oder wie auch immer, ich mag diese Bewertungen eig. nicht" geworden durch den falschen Partner!

    Und es war auch kein Zufall, dass wir an unsere XY geraten sind.
    Ein gesunder Partner zieht uns nicht an und wir ihn nicht.
    Um nicht zu verallgemeinern schreibe ich nun statt "wir" von mir.
    Ich war schon vor XY so, dass ich mir keinen Wert beigemessen habe.
    Dass ich meine Grenzen nicht kannte usw......usw.....
    Und das hatte nichts mit seinem Konsum zu tun, sondern ganz allein mit mir.

    LG
    Girasole

    PS:

    Nochmal: "Ich kenne keinen Anti-Alkoholiker (weder aus Überzeugung oder aus Notwendigkeit)".
    Ich kenne einige Menschen, die keinen Alkohol trinken. Einfach so :wink:

    Zitat von Co2013

    girasole

    Nochmal: "Ich kenne keinen Anti-Alkoholiker (weder aus Überzeugung oder aus Notwendigkeit)". Ich wüßte auch nicht, warum ich von meinem Partner verlangen sollte, dass er keine Alkohol trinkt.

    Hallo,
    Du hattet doch geschrieben, dass Du nicht weißt, wie Du mit dem Konsum Deiner Bekannten (Bier fürs Hotelzimmer usw) umgehen sollst und hattest Dich gefragt: "Wann ist zuviel?"
    Nun meine Antwort war darauf: Wann ich mich unwohl unfühle, dann ist für mich zuviel!
    Dann folgte mein persönliches Beispiel.

    Nirgendwo steht, dass Du eins zu eins meinen Umgang übernehmen sollst!
    Ich wollte anregen, dass das subjektive Gefühl entscheidet.
    Ich habe lange überlegt, wann für mich zuviel ist, wann ich mich unwohl fühle mit dem Konsum vom Partner. Dass dabei herauskam, schon beim ersten Glas, muss ja nicht heißen, dass das bei Dir auch so ist.

    Renate:
    Warum keine Dauertherapie, wenn dadurch das Leben immer schöner und lebenswerter wird, Schritt für Schritt.
    Dein Erschrecken verstehe ich nicht.
    Ich mache ins. nun 10 Jahre THerapie (mit einer Pause), und habe so viel gelernt und meine Lebensqualität verbessern können, dass ich kein einziges Jahr missen möchte!
    Ich hoffe zwar, dass es nicht bis an mein Lebensende dauert :roll: aber wenn nötig, werde ich es machen....

    LG
    Girasole

    Hallo CO2013,

    ich handhabe das ganz einfach inzwischen so: Zu viel, ist wenn ich mich damit unwohl fühle.
    Mein jetziger Partner trinkt mir zuliebe gar keinen Alkohol, und findet das auch nicht weiter schlimm. :D
    Hätte er einen Aufstand gemacht, nachdem ich ihn darum gebeten hatte- wäre für mich klar gewesen: er hat ein Problem!
    Er wollte natürlich wissen, warum und das habe ich ihm erklärt. Das konnte er verstehen. Ich machte ganz deutlich, dass es mich nur in Kombination mit 0,0 Promille gibt und er meinte, für Alk lässt er doch keine Frau wie mich ziehen :D Und gut is. Daran, dass das auch im Nachhinein kein THema mehr ist, er meckert nicht o.ä.- merke ich: das ist wirklich kein THema mehr, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Renate, ich würde Dir zu einer THerapie raten. Oder machst Du schon eine? Ich denke, es gibt viel aufzuarbeiten, nicht nur betr. der letzten Beziehung, sondern auch wieso, weshalb, warum dies alles so kam.
    "Nur" die Trennung reicht nicht.
    Ganz nach dem Motto der Alkoholsüchtigen: Nur den Stoff weglassen reicht nicht!
    Dein süchtiger Partner ist zwar weg, aber Deine Krankheit bleibt .... wie sich jetzt zeigt.... denn Du warst/bist genauso wenig gesund wie XY.

    LG
    Girasole