Huch und ich dachte mit "Ladenhüter" wären die gemeint, die noch in der coabhängige Beziehung verharren ![]()
Beiträge von girasole
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Hallo Lynielle,
ich antworte Dir als Co, die selbst auch schon äußerst kritischen Alkkonsum betrieben hat und seit 5 Jahren 0,0% lebt-
Ich habe mir nach und nach Hobbys gesucht. Der Alkohol hatte fast alle freie Zeit besetzt und nun gab es viiiel Zeit zu füllen.
Mittlerweile gehe ich jeden Samstag nachmittag lange Sport machen, danach in die Sauna und danach bin ich oft sehr müde von der Arbeitswoche und schaue noch etwas TV. Dann ist es meist ca 22/23Uhr und ich gehe schlafen. (Ich habe so ganz ohne Alkohol plötzlich bemerkt, dass ich viel mehr Schlaf brauche, als ich früher dachte.....
Ich habe auch gelernt, prima mit mir alleine sein zu können
Dabei hilft mir Meditieren sehr.
Es gibt so viele Möglichkeiten, die Zeit zu füllen, überlege mal, was Du gerne machst, was Du früher gerne gemacht oder auch gut gekonnt hast.Was ich alles aufm Zettel habe, an einem Samstag abend: Klavierspielen, Kuchen backen, mir ein leckeres Essen kochen, Mandalas ausmalen, Schaumbad, lesen, mit Freundinnen telefonieren, im Frühling/ Sommer gärtnern, Kino, Essen gehen, früh schlafen gehen, Entspannungsübungen (autogenes Training), meditieren, beten.
Das hat sich alles nach und nach entwickelt. Ich war immer offen für neues, habe vieles ausprobiert und mir dann gemerkt, was mir guttut und Spaß macht.
LG
Girasole -
Hallo Cocomel,
ich meinte gar nicht, dass Du dies alles hier erklären sollst.
Es sollte einfach nur eine Anregung für Dich sein.
für mich greift diese Erklärung "ich habe Hoffnung gehabt/ich habe ihn geliebt/ rosarote Brille" zu kurz.Liebe ist nicht gesundheitsschädigend und schädigt auch nicht die Seele- meiner meinung nach! Es kann sich daher nicht um Liebe gehandelt haben- meiner Meinung nach!
Bsp:
Rosarote Brille hat jeder Verliebte am Anfang auf. Dennoch ergreifen die meisten schnell die Flucht, wenn sie merken, wie der Hase läuft.
Warum wir nicht?
Warum haben wir so viel Hoffnung gehabt? War das nicht was anderes als "Hoffnung"? viell. Verlustangst o.auch a.?Hoffnung/ rosa Brille/ "Liebe" usw. - waren nur die vordergründigen Themen. Dahinter verstecken sich die wirklich harten Nüsse, die interessant sind, um mich zu schützen in der Zukunft.
Bsp in meinem Fall: Tief in mir drin steckte seit meiner Kindheit das überwältigende Gefühl, nichts wert zu sein. -> ich konnte froh sein, jemanden gefunden zu haben!
Tief in mir drin steckte ein großer Mangel an Liebe, eine wahrhaft quälende BEdürftigkeit nach Liebe.
Darum konnte ein kleiner Brocken "Liebe/Hoffnung" mich besänftigen.
(Wenn dir einer sagt "he, investiere doch dein gesamtes Erspartes in diesen Fond- es gibt 5% Wahrscheinlichkeit, dass Du ihn verzehnfachst!"
Dann denkt der eine "Oja!" und malt sich aus, was er mit dem Riesengewinn irgendwann tut (und ist ev zb spielsüchtig...) und der andere "ach nein, das ist zu viel Investition für so wenig Chance"............ verstehst Du den Vergleich?)Und dem nichtvorhandenen Selbstwertgefühl und der kindlichen Bedürftigkeit galt es, auf die Schliche zu kommen (und noch so einigem anderen!...)
Und dann daran zu arbeiten.Daher habe ich zb in der neuen Beziehung überhaupt keine Angst, dass er trinken könnte. Ich kann im Gegensatz zu vorher da hinschauen, wo ich früher ausgeblendet habe, wo ich nun statt "Chance/Hoffnung" ein realistisches Bild entwerfen kann.
Ich/ meine Befindlichkeit sind nicht mehr wie früher abhängig vom Verhalten des Partners. Ich habe keine Angst mehr, verlassen zu werden. Weil ich einen Wert für mich selbst entwickelt habe und weil ich mich nun um meine Bedürftigkeit kümmere.Zusammengefasst denke ich: Nur ein Trennen vom Partner reicht nicht.
Das ist wie beim Alkoholiker, der nur den Alkohol weglässt.
Und ich habe so das Gefühl, dass Du da nochmal hinschauen könntest....LG
Girasole
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Hallo Cocomel,
super, dass Du Dir so viel Unterstützung geholt hast!
Bist Du auch den Fragen nachgegangen, warum Du damals in dieser Beziehung gelandet und so lange geblieben bist bzw hast Du darauf Antworten gefunden?LG
Girasole -
Hallo Sarawen,
bei mir ist es mein "inneres Kind", (also die kindlichen Anteile in mir) was so unglaublich bedürftig ist, dass es jedem Zipfel Liebe nachrennt.
Seit ich mich regelmäßig mit "der Kleinen" beschäftige, diese inneren Anteile also wahrnehme und auch entsprechend "versorge", hat sich diese Abhängigkeit vom Verhalten eines Mannes total in Luft aufgelöst.LG
Girasole -
Hallo Cocomel,
hast Du denn die XY-Beziehung verarbeitet bzw bearbeitet? Will sagen, hast Du viel Zeit nur mit Dir verbracht, ohne ABlenkung und gespürt, was dann hochkam? Und hast Du genau dieses dann aufgearbeitet.
HAst Du prof. Hilfe beim Aufarbeiten gehabt, hast Du geschaut, warum bin ich solange in der Beziehung geblieben und wie bin ich überhaupt darein geraten?Ansonsten ist es sehr wahrscheinlich, dass man die gleichen unbewussten (!) Muster in der nächsten Beziehung wiederholt.
Ich habe seit Jahren THerapie plus habe ich in einer 6wöchigen Reha daran gearbeitet plus einige Bücher zum Thema nicht nur gelesen, sondern auch auf mich übertragen und daraus Schlüsse gezogen.
Wo muss ich aufpassen beim Beginn einer Beziehung zb.
Da fängt es schon an.
Und obwohl ich weiß, wo meine Schwachpunkte sind, zb beim Beginn, ist es mir nun wieder passiert.
Ein Glück reflektiere ich ja regelmäßig in der Therapie und schaue auch da hin, wo es weh tut!
Nun, ich habe meine Schwachpunkte "entlarvt" und merke gerade: eig. gar nicht der richtige für mich!Verstehst Du, was ich meine?
Ich vertrete die These, dass man nach einer Co-Abhängigkeit nur dann in einer Beziehung glücklich wird, wenn man vorher alles aufgearbeitet hat.
Und am besten hat man noch prof. Begleitung,noch während man in eine neue Beziehung startet.
Ich sehe gerade, wie sehr man seinen Mustern verhaftet ist und wie unbewusst dies abläuft.LG
Girasole -
Hey Karl,
was Du schreibst ist das, was ich die wahre Qual nenne, an dem ganzen Co-Sein: Hoffnung! Trinkfreie Zeit!
Der Co hält weiter aus oder sollte es heißen: blendet aus?....
Kontrolliertes Trinken geht nicht.
Ganz einfacher Grund:
Es gibt das sog. "Suchtgedächtnis" und dieses verhindert das.
Denn mit jedem Tropfen (!) Alkohol wird dieses akiviert (Vorher ist es soz. nur "stillgelegt") und die Sucht startet sofort wieder ihren Kreislauf:
Mehr! Das startet langsam, um dann immer mehr Fahrt aufzunehmen und ganz schnell ist der Status vom letzten Mal wieder da, oft schlimmer noch.Beschäftigst Du Dich eigentlich mit dem THema Co oder Alkoholismus?
Diese Fakten solltest Du kennen.LG
Girasole -
Hallo Engelchen,
willkommen hier!
Ich möchte Dir zwei Sachen da lassen, zum für Dich nachdenken.
Zum einen: Warum machte es Dich "stolz", als er regelmäßig zur Gruppe ging?Zum anderen das hier:
Zitat von inbetween
- Ich darf meiner Wahrnehmung trauen, auch wenn mir der Suchtkranke das Gegenteil erzählt (ich bin nur "müde" - den Spruch kenne ich auch ...)Der eigenen Wahrnehmung trauen ist eine sehr hilfreiche Sache in dieser ganzen Angelegenheit. Eine der wichtigsten, finde ich.
Ich musste das ganz genauso erstmal lernen.
"Ich bin nur müde"- kenne ich auch, und in versch Varianten: "ich bin erkältet" "mein Mund ist trocken" "Ich bin gerade erst wachgeworden".....
Ich kann Dich nur einladen, ebenso wie Zimttee, dir selbst zu trauen - wem solltest Du denn sonst trauen, wenn nicht mal Dir??!!LG
GirasoleAch, und bevor ich es vergesse: Scheue Dich bitte nicht, hier weiter zu schreiben, auch wenn Du die Dinge doch anders machst, als Dir hier geraten wird.
Es braucht sich keiner zu schämen oder sonstwas. Hier sind genügend Menschen, die wissen, was in Dir vorgeht! -
Hallo Heinmück,
in meinem eigenen Leben als auch bei meinen Klienten musste ich feststellen, welchen Schaden Wut anrichtet, die unterdrückt wird, die nicht sein darf.
Sie ist eben aber doch da und richtet sich gegen irgendwas, wenn sie nihct ausgelebt wird. Gegen einen selbst: Autoaggressionen wie Ritzen/selbstverletzendes Verhalten, aber auch Magersucht, Alkoholsucht uä.
Oder gegen andere, in aggressivem Verhalten, das auch bis zur Kriminalität gehen kann.
Auch Depressionen wird nachgesagt, dass unterdrückte Wut sie mit-auslösen kann.
Ich habe als Kind einfach beigebracht bekommen, immer lieb zu sein, brav, angepasst. Das wurde belohnt. Wut wurde als etwas "böses", was nicht gewollt ist betrachtet.
SO werden leider auch heute noch sehr viele Kinder erzogen
Ich habe gelernt, zumindest aktuelle Wut zu spüren und dann auszuleben, richtig körperlich.
Ich boxe in Kissen, zerreisse/ zerfetze Zeitschriften und brülle dabei meinen ZOrn heraus, indem ich richtig mit der Person "rede": "was bildest du dir ein, du piiiiiep, du kannst mich piiiiiep....."
usw.
Hilft!LG
GIraole -
Ah ok, MSLinda, das klingt gut/ gesund, wie Du gearbeitet hast!
Dennoch halte ich meinen Text für wichtig, wie gesagt, für alle Neuen, die hier lesen und denken, wenn sie sich schlecht fühlen wegen ihres XY ist es das beste, dem einfach nachzugeben.
So hätte man das verstehen können, als man nicht diese ganzen HIntergründe bei Dir wusste.Bücher zum Thema Mütter: Ich kann das Buch empfehlen "Borderline -Mütter und ihre Kinder" von CHristine Anne Lawson.
Ich bin durch einen Tip meines Therapeuten darauf gekommen, dass meine Mutter sehr wahrscheinlich eine (diese) undiagnostizierte Störung hat.
Habe in dem Buch WOrt für Wort meine MUtter gefunden und es hat mir viele wichtige Erkenntnisse gebracht.
Dort werden sehr ausführlich die versch. Unterbereiche von Borderline beschrieben, es schert also nicht mal eben alle über einen Kamm.
Ich schätze, dass dort so einige einen Treffer bzgl. ihrer Mutter landen werden, u.a. da es eine sehr hohe DUnkelziffer gibt, weil dies sehr schwierig zu erkennen ist.
Ich kann nur empfehlen, es auszuprobierenLG
Girasole -
Hallo Foristen

ich habe heute frei und werd mich gleich ins Spa begeben. Zusätzlich zu der wunderbaren Zeit dort habe ich mir noch eine TIbetische Massage gebucht, freu, freu, freu!!
Viel Geld alles,- aber ich bin es mir wert
Mein Wohlbefinden ist wichtig und ich investiere da gerne bzw am liebsten.
Das ist relativ neu und ungewohnt, aber ich übe mich darin, und was soll ich sagen- es macht Spaß!Liebe Grüße
Girasole


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Zitat von Ms_Linda
Hallo NeverendingStory.
Der Grund dafür ist einfach erklärt: Weil ich ihn sehr geliebt habe. Mir hat der Kontaktabbruch zu ihm nicht gut getan.
Hallo MSLinda, für mich klingt es nicht nach Liebe, sondern - wie Du ja auch selbst schon ansprichst- nach Schuldgefühlen. Mit denen Du nicht umgehen konntest.
Hattest Du damals Therapie? Hast Du Dich mit dem Thema Co-Abhängigkeit beschäftigt inform von zb Büchern o.ä.?
Wenn nicht, ist der Gedanke sehr naheliegend, dass es Dir nicht gutging, weil diese Schuldgefühle unbearbeitet auf Dir lasteten.Du wolltest ihm Schmerz ersparen zb. Dafür hast Du eigenen Schmerz billigend in Kauf genommen (schreckliche Bilder, die bis heute da sind! Was für eine Qual!)
Das ist nicht gesund. Das ist Co-ABhängigkeit! Die wird so oft mit dem Deckmäntelchen der "Liebe" umhängt und verkleidet!
Das ist nicht zu verwechseln mit Liebe!!
Das schreibe ich vor allem für alle die hier lesen und noch in der Situation stecken.Kurzfristig bringt es natürlich Erleichterung, den Schuldgefühlen nachzugeben. Aber langfristig nicht. Man hat nicht frei, aus freien Stücken gehandelt, sondern aus einer Form der Sucht, der (Co-)Abhängigkeit.
Und das ist nie gut für die Seele, das Selbstwertgefühl, die kommenden SItuationen, die immer wieder so ähnlich eintreten werden- bis man daraus gelernt hat.Menschen, die in ähnlichen Situationen stecken, kann ich nur raten, sich mit dem Thema auseinandersetzen. Gerade mit diesen Schuldgefühlen, dem zwingenden Gefühl der Verantwortlichkeit.
Warum fühle ich mich für andere mehr verantwortlich als für mich selbst? Warum fühle ich mich schuldig für Dinge, die jemand anderes ganz allein zu verantworten hat usw.
Dahinter steckt der Schlüssel zum wirklich guten, gelingenden Loslassen für einen selbst.Ich denke, dass das alleine allerdings nicht zu schaffen ist. Man braucht prof. Hilfe.
Nur so kam ich damals von XY los. DIe Schuldgefühle "er bringt sich um, wenn ich gehe" hätten mich sonst ein Leben lang gefangen gehalten.
ALles hätte ich denen untergeordnet. Mein Leben, mein Glück.
Ich musste gehen, genau dafür. Und die Schuldgefühle, wenn er sich wirklich umbringt (was er auch fast geschafft hätte!), mit denen musste ich arbeiten. Mit Therapeut, mit Büchern, mit dem Forum hier.Sonst wäre ich ein Leben lang Gefangene gewesen.
Also bitte, Vorsicht beim aufs "Herz hören"- da könnte einfach nur die Co-Abhängigkeit lauern. Der Verstand sollte schon ebenfalls eingeschaltet werden!
LG
Girasole -
Zitat von Beno
Wie sehen die anderen User das denn. Bin ich wirklich naiv einen Weg zu versuchen? Irgendwie muss es doch auch mal anders geklappt haben.
Ich möchte auch ein Lichtblick haben. Die Chance ist klein...aber doch da...irre ich mich?
Dazu kann ich nur raten: Lies hier mal im Co-Bereich, ruhig auch ein paar Seiten zurück.
Dass Du einen Lichtblick habe möchtest, kann ich verstehen. Aber andererseits: Ich möchte auch so vieles haben..... Wir sind ja keine Kinder mehr, nach dem Motto "ich will aber!" *mitdemfußaufstampf*
LG
Girasole -
Ja, es gibt noch andere Personen, die prägen, aber am allermeisten, den allergrößten Einfluss haben ohne Zweifel die Eltern.
Gerade die Prägung findet in den ersten Lebensjahren statt, in denen es noch keinen Gruppendruck gibt. Da wird gelernt, sich durchzusetzen, da wird das Selbstbewusstsein aufgebaut, dass man später in der Gruppe "Nein" sagen kann. Eben die ganzen wichtigen sozialen Komptenzen.
Der Gruppendruck selbst ist keine Ursache.Es gibt UNtersuchungen, warum manche Kinder trotz schwierigem ELternhaus relativ unbeschädigt leben.
Es hat sich gezeigt, dass für solche Kinder der entscheidende Unterschied war, dass sie eine andere verlässliche Bezugsperson hatten, wie Tante, Nachbar, Lehrer u.ä. Von der sie quasi "ersatzweise" lernen konnten.
LG Girasole -
EInfach ausgedrückt: Aus pädagogisch-psychologischer Sicht weil das Kind es nicht anders gelernt hat.
Das ist ja nicht nur bei Alkoholikern so, sondern zb auch wenn es Schläge gab, schlagen erwachsene Kinder ihre eigenen dann meist auch, obwohl sie sich früher mal anderes geschworen hatten. Ebenso bei Frauen, deren Mütter geschlagen wurden. Bei Kindern, deren ELtern kriminell waren.....Platt gesagt: Woher soll ich chinesisch können, wenn es mir nie jemand bei gebracht hat?
Es werden zb jede Menge soziale Kernkompetenzen nicht vermittelt bzw. vorgelebt, wie Frustrationstoleranz, Stressbwältigung, Gefühle wahrnehmen usw.
Ich kann aber nur lernen, was mir vorgelebt wird.
Es gibt dazu folgende Pyramide:
Also zumindest Kinder lernen vor allem am Modell (ganz unten die Breite in der Pyramide).
Dann muss vor allem die Art der Beziehung zum Vorbild stimmen (Mitte).
Worte bringen in der Erziehung sehr sehr viel weniger ganz oben die kleine Spitze).
Fallen dann sowohl Vorbild als auch eine gute Beziehung weg... bleibt nicht mehr viel übrig....... -
Hallo Lebensglück,
nimm mir bitte meine folgenden Worte nicht übel. (Ich komme übrigens aus dem Bereich der Beratung, bin dort schon seit vielen Jahren tätig):
Du verdrängst /verleugnest massiv die Realität (Bsp. wurde schon gebracht: "glückliche Ehe" oder: "Sie ist eine Mama durch und durch" - und dann liegt sie am Geburtstag des Kindes besoffen im Bett?!?!?!?! Hallo, Lebensglück, wache auf!!!!). Dafür opferst Du auch Deine eigenen Bedürfnisse (um Vater trauern).
Das wird Dich eines Tages in irgendeiner Form einholen. Niemand wird auf Dauer glücklich, wenn die Realität komplett ausblendet wird.
Selbst wenn Deine Mutter nicht ALkoholikerin wäre- jeder Mensch hat gute und schlechte Seiten. Mir scheint aber, bei Dir darf das nicht sein. Es scheint, alles muss rosarot sein- die Mama ist supertoll, die Ehe glücklich gewesen.....Du darfst ambivalente Gefühle zulasssen und haben! Es ist ok, wenn man die Mutter auf eine Weise liebt, aber auch hasst, wenn sie im Suff die Kindheit verbockt hat, zb.
Ich würde DIr dringend raten, therapeutische HIlfe in ANspruch zu nehmen.
Es kann sein, dass Dir wirklich nichts Schlimmes von Früher einfällt, was aber auch einfach heißen kann, dass es ganz tief unten verdrängt ist.
So war es zb bei mir.
Erst nach vielen Jahren THerapie fielen mir wieder schlimme Sachen aus der Jugend zb ein.
Das Gefährliche ist, dass diese DInge zwar tief verdrängt sind- aber nicht weg.
Sie eitern soz (Bildhaft erklärt) die ganze Zeit und vergiften langsam aber sicher die Seele.
Das können irgendwann Schlafprobleme sein, Depressionen, eigene SÜchte, Ängste usw. Verlustängste zb hast Du ja jetzt schon....!Ich möchte auch nochmal aufgreifen, was meine VOrrednerinnen schon schrieben.
Nämlich Renate: Du machst Dich zum Täter!
und Zimttee: Was tust Du für Dich?? Du hast bisher darauf noch nichts geschrieben, außer Du wünschst Dir, Dich nicht mehr so viel zu sorgen.
Aber was tust Du denn dafür???Puh, Lebensglück, ic habe noch nie erlebt, dass jemand so in seiner eigenen Welt lebt!
LG
Girasole -
Zitat von RenateO
sollte es denn so sein das ich diese unausgesproche aber extrem empfundene Ablehnung meiner Mutter mir gegenüber, so verinnerlich haben das ich bei dem Versuch die Mutter war und mich (als Kind) ablehnte?
Ja, das kann durchaus so sein.
Mehr noch, Deine Mutter spricht sehr wahrscheinlich täglich in Dir solche Sätze, nur Du hörst sie nicht (mehr).Das habe ich auch knapp 40 Jahre nicht gewusst, dass in mir ständig meine ELtern sprachen "Du bist nichts wert!" - und auch nicht, dass ich immer so handelte, als wäre ich nichts wert. Ewig bei EX-Xy geblieben.
Viele auotaggressive Tendenzen und Störungen gehabt- MAgersucht, ALkohol-Missbrauch, habe nie in irgendeiner Weise für mich gesorgt, für mich eingestanden, für meine Grenzen zb uä.
Nun ist es eine große Erleichterung, dass ich weiß, was da los ist.
Und immer öfter kann ich die Stimmen hören, zb nach einer beruflichen Situation gestern "na, das war ja wohl mal scheiße, mann girasole, das hast du nicht gesagt, das hast du vergessen zu machen, das hat jetzt ja mal echt nix gebracht!"
Es ging um ein Beratungsgespräch und als ich die Stimmen erkannte, konnte ich genauer hinsehen und merkte: Ok, ein bis zwei kleine Flüchtigkeitsfehler. Aber ansonsten- sehr gut vorbereitet, das gewünschte Ergebnis kam am Ende auch heraus...
Was für ein Unterschied. Früher bin ich mit dem Gefühl, gescheitert, blöd und nutzlos zu sein abends ins Bett gegangen.
Und das geht ja permanent so, tausende Mal am Tag.
Gestern bin ich mit dem guten Gefühl ins Bett- meine Arbeit bringt die Klienten weiter, ich bin gut in meinem Job, ich kann das gut.Was Du mit der Traumwelt im Realen meinst, habe ich nicht ganz verstanden.
Wenn Du tiefer eintauchen willst, würde ich Dir einen Therapeuten der nach der Schema-Therapie arbeitet empfehlen.
Ich kenne auch ein Buch zum Thema, aber das ist schon recht schwierig geschrieben, und ich weiß auch gar nicht, ob ich hier Buch-EMpfehlungen geben kann.LG
Girasole -
Im übrigen habe ich bei den EKAs noch nie gelesen, dass es nicht so schlimm war, wenn "Nur" ein ELternteil getrunken hat, und das andere sich noch kümmern konnte.
So viele schreiben dort eher, wie schlimm es war- der eine hat getrunken und der andere hat nichts gemacht.
LG
Girasole -
Joa. schon klar.
Es soll sich halt was bewegen, wie ich ja schon schrieb.
Im übrigen schrieb ich nicht, Bella solle das Jugendamt informieren.
SOndern sie solle der Schwester sagen, dass dies bald folgen wird, es sei denn, die Schweser bewegt sich.
Das wäre halt ein wesentlich schnellerer Weg und zudem ist es nicht wieder der Co, der es mal richten soll.
Die Schwester hat ja genauso Verantwortung.
Denn während beim Schwager der stete Tropfen langsam den Stein höhlt, verkümmern die Kinder nebendran.
Außerdem wird der Schwager mit SIcherheit über die Kindheit seiner Frau Bescheid wissen. Und dennoch lese ich nicht den Hauch einer Bewegung, nichtmal ne gedachte Bewegung.
Also ihn da nochmal rücksichtsvoll draufhinweisen, wie doch die Kindheit war, das finde ich ehrlich gesagt, viel zu lasch.
Und Bella legt ihm dann Adressen hin, so wie die Co normalerweise dem Alkoholiker... irgendwie kommt mir das nicht richtig vor.
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Und was soll der Schwager dann machen, Lindi?????