Hallo und willkommen hier im Forum, kleinesMÄdchen. (Dein Nick sagt ja schon einiges...)
Zuerst mal eine Frage: Es gibt hier auch den Bereich "EKA", erwachsene Kinder von Alkoholikern. Viell magst Du da auch mal reinschauen?
Angstzustände habe ich in Deinem Alter auch gehabt (ich gehe nun auf die 40 zu) und mit einer Therapie in den Griff bekommen.
Sowas dauert allerdings, es braucht viel Geduld und Kraft.
Bei mir hat es damals etwa 4 Jahre gebraucht.
Danach haben meine "Schädigungen" aber nicht aufgehört. Magersucht, Alkohol-Missbrauch, Depressionen und Co-Abhängigkeit folgten.
Alles habe ich mit viel Hilfe (weitere ambulante Therapie seit 5 Jahren, Klinikaufenthalt, Psychiater u.a...) und starkem WIllen hinter mir gelassen.
Bis auf die Depressionen, aber die sind "im Griff".
Unter Umständen hat man scheinbar sein Leben lang an den Folgen der Kindheit zu arbeiten.
Wichtig ist, glaube ich, dass man trotz oder gerade wegen all der Kraft, die man dafür aufbringt (und möchte man ein gelingendes Leben führen, muss dann ja "nebenbei" noch studieren, arbeiten usw)- auch mal locker lässt.
Ich habe wie Du gearbeitet, gearbeitet, gearbeitet. Nur stark sein, alles schaffen, alles unter Kontrolle haben.
Bis die Depression kam und mich zwangs-lahmgelegt hat.
Sie "Hilft" mir bis heute, wenn ich nicht mehr kann- locker zu lassen, zum Arzt zu gehen und mich krankschreiben zu lassen.
(ich bin überzeugt, dass jede Krankheit ihren "Sinn" hat, aber dass ist ein anderes Thema 
Es war ungemein befreiend für mich, dem einen Namen geben zu können: Was ich auch jederzeit und laut verkünde. Ich habe Depressionen, ich stehe dazu.
Wahrsch. brauchen das "LEute wie ich". Die können nicht einfach sagen: "Ich bin kaputt und müde, also lege ich mich hin."
Was ja das normalste der Welt ist.
Also kurz: Viell. kannst Du ja, ohne "zwangs-lahmgelegt" zu werden, erkennen, dass gerade Du viel RUhe, Pausen und schöne Dinge für Dich selbst brauchst.
Eben weil Du ja so viel zu arbeiten hast, auch neben Deiner "normalen" Arbeit.
Das sollen andere uns erstmal nachmachen!!
Ich denke nämlich, ohne diesen starken Willen, zu arbeiten, geht es nicht.
Wichtig ist nur, dass eben gerade die, die hart arbeiten, unbedingt regelmäßige Pausen haben
In der KLinik habe ich gelernt, dass das die "HOchrisiko-Gruppe" für Depressionen ist: Immer arbeiten, arbeiten, arbeiten, keine Pause (=Schwäche). Viele arbeiten bis sie tatsächlich umfallen
bzw dann sind sie so krank, dass sie nicht mehr aus dem Bett aufstehen können, oder Suizidgedanken haben
auch ich war fast so eine- bis zum Tag vor der Klinik habe ich gearbeitet, obwol ich hätte krankgeschrieben werden können.
Das machen die meisten Patienten, habe ich gelernt....
Pass auf Dich auf,
liebe Grüße
Girasole