Beiträge von girasole

    Liebe Elpida,

    wilkommen im Forum!
    Ich schließe mich Lindi an: Eine nicht zumutbare Lage für Dich!
    Und eine gute Lösung gibt es hier nicht- von den Möglichkeiten, die Du aufgezählt hast - ist keine gut.
    Entweder Du verleugnest / verdrängst Deine Gefühle oder hast einen Riesenzoff an der Backe.
    Wer braucht das alles mitten im ABitur?
    Mann, da werde ich echt wütend! Nicht nur auf Deinen Vater, Sorry, aber ganz genauso auch auf Deine Mutter!
    Sie ist nicht hilflos! Sie ist die Erwachsene!
    DU bist die Hilflose. Hoffentlich kannst Du das überhapt noch erkennen??

    Ich werfe eine radikale Möglichkeit in den Raum:
    Entweder Du gehst zumindest nun während der Abi-Vorbereitung zu einem Freund oder Verwandten (ich war damals bei meiner Großmutter. Und es eine echte Wohltat, Zuhause raus zu sein!!)
    Oder Du überlegst eIne Unterbringung vom Jugendamt.

    Natürlich kannst Du auch Dich selbst ändern, das ist vorerst der Weg des geringsten Aufwandes.
    Aber ich warne ausdrücklich davor. Sich selbst unterdrücken, verleugnen, verbiegen usw. macht krank. Und zwar richtig krank.
    Unter Umständen hat man sein ganzes Leben darunter zu leiden.
    (So wie ich.)

    Liebe Grüße
    Girasole

    Hallo kleinesMädchen,

    hier geht es um Co-Abhängigkeit von jemandem, der Alkoholiker ist.
    Also bei Dir Deine Mutter.
    Wie gesagt empfehle ich Dir, auch mal zu lesen bei "Erwachsene Kinder von Alkoholikern".
    Hier schreiben glaub ich hauptsächlich Partner von Alkoholikern.

    ZU den ganzen anderen Sachen traue ich mich nicht, groß was zu schreiben....sorry... ich bin ja keine Therapeutin....
    Ich habe zwar div. Schlaf-Rituale, aber es scheint mir nicht sicher, welche DIch ev. triggern oder so.
    (Traumreisen sind ja zb nichts bei Psychosen.)

    Selbstfürsorge lernen scheint mir jedenfalls ein sehr guter Plan!
    Ich finde, dazu gehört auch, dass Du in eine Klinik gegangen bist und auch zur Therapie gehst.
    Da kannst Du schon auch stolz auf Dich sein!

    Meinst Du mit der "Trennung" die von Deiner Mutter?
    Wenn ja- kann ich mir denken, dass es Dir erstmal seither schlechter geht.
    Das ist ein Prozess, der Zeit braucht und bei vielen auch prof. Unterstützung. Die Du ja hast. Aber Du hast halt scheinbar viele andere Baustellen.
    Da hast Du schon einiges zu tun!

    Liebe Grüße
    Girasole

    Zitat von kleinesMädchen

    Hmm.. ob ich mich dort noch einmal hinwenden soll, gerne ja, allerdings bin ich davon ausgegangen, das es hier eben um diese Abhängigkeiten geht. In meinem Fall meine Essstörung und das SVV.

    Wohin wenden? Hier geht es um Co-Abhängigkeit. Oder was meinst Du?
    ich verstehe den Satz nicht so ganz.

    Mann, Dir geht es aber echt dreckig :shock:

    Und Dein Chef ist echt nicht gerade rücksichtsvoll :roll: Dann gibtst Du halt keine Erklärungen mehr ab, und reichst nur noch die Krankmeldung ein.
    Wieso hast Du Dich nicht krankschreiben lassen, nachdem Dein bester Freund verstorben ist?
    Deine Selbstfürsorge ist wahrsch. noch ausbaufähig....

    Ach je, ich drück Dich mal fest!

    Liebe Grüße
    Girasole

    Liebes forum,

    so, ich bin ganz froh, dass ich zuerst mal mit ihm gesprochen habe!
    Wie komme ich nur auf den Gedanken, alles zu beenden, ohne ihm die Chance zu geben, überhaupt zu wissen, was los ist????


    Auch bin ich ziemlich stolz auf mich, dass ich es gewagt habe, "mich zu zeigen". Das ist immer ein Punkt bei mir gewesen. Schwäche, Angst zugeben - ich?? niemals!
    Aber anders kann es wohl keine gesunde Beziehung geben.

    Liebe Grüße
    Girasole

    Hallo und willkommen hier im Forum, kleinesMÄdchen. (Dein Nick sagt ja schon einiges...)

    Zuerst mal eine Frage: Es gibt hier auch den Bereich "EKA", erwachsene Kinder von Alkoholikern. Viell magst Du da auch mal reinschauen?

    Angstzustände habe ich in Deinem Alter auch gehabt (ich gehe nun auf die 40 zu) und mit einer Therapie in den Griff bekommen.
    Sowas dauert allerdings, es braucht viel Geduld und Kraft.
    Bei mir hat es damals etwa 4 Jahre gebraucht.

    Danach haben meine "Schädigungen" aber nicht aufgehört. Magersucht, Alkohol-Missbrauch, Depressionen und Co-Abhängigkeit folgten.
    Alles habe ich mit viel Hilfe (weitere ambulante Therapie seit 5 Jahren, Klinikaufenthalt, Psychiater u.a...) und starkem WIllen hinter mir gelassen.
    Bis auf die Depressionen, aber die sind "im Griff".

    Unter Umständen hat man scheinbar sein Leben lang an den Folgen der Kindheit zu arbeiten.

    Wichtig ist, glaube ich, dass man trotz oder gerade wegen all der Kraft, die man dafür aufbringt (und möchte man ein gelingendes Leben führen, muss dann ja "nebenbei" noch studieren, arbeiten usw)- auch mal locker lässt.
    Ich habe wie Du gearbeitet, gearbeitet, gearbeitet. Nur stark sein, alles schaffen, alles unter Kontrolle haben.
    Bis die Depression kam und mich zwangs-lahmgelegt hat.
    Sie "Hilft" mir bis heute, wenn ich nicht mehr kann- locker zu lassen, zum Arzt zu gehen und mich krankschreiben zu lassen.
    (ich bin überzeugt, dass jede Krankheit ihren "Sinn" hat, aber dass ist ein anderes Thema ;)
    Es war ungemein befreiend für mich, dem einen Namen geben zu können: Was ich auch jederzeit und laut verkünde. Ich habe Depressionen, ich stehe dazu.
    Wahrsch. brauchen das "LEute wie ich". Die können nicht einfach sagen: "Ich bin kaputt und müde, also lege ich mich hin."
    Was ja das normalste der Welt ist.

    Also kurz: Viell. kannst Du ja, ohne "zwangs-lahmgelegt" zu werden, erkennen, dass gerade Du viel RUhe, Pausen und schöne Dinge für Dich selbst brauchst.
    Eben weil Du ja so viel zu arbeiten hast, auch neben Deiner "normalen" Arbeit.
    Das sollen andere uns erstmal nachmachen!!
    Ich denke nämlich, ohne diesen starken Willen, zu arbeiten, geht es nicht.
    Wichtig ist nur, dass eben gerade die, die hart arbeiten, unbedingt regelmäßige Pausen haben

    In der KLinik habe ich gelernt, dass das die "HOchrisiko-Gruppe" für Depressionen ist: Immer arbeiten, arbeiten, arbeiten, keine Pause (=Schwäche). Viele arbeiten bis sie tatsächlich umfallen :shock:
    bzw dann sind sie so krank, dass sie nicht mehr aus dem Bett aufstehen können, oder Suizidgedanken haben
    auch ich war fast so eine- bis zum Tag vor der Klinik habe ich gearbeitet, obwol ich hätte krankgeschrieben werden können.
    Das machen die meisten Patienten, habe ich gelernt....

    Pass auf Dich auf,
    liebe Grüße
    Girasole

    Hallo Renate,
    ich verstehe sehr gut, was Du mir sagen willst.
    Was mich die ganze Zeit so umtreibt: Was, wenn ich gerade meinen ganz eigenen (Co-)Film fahre?
    Die totale Symbiose, die ich von Ex-XY kenne, vermisse oder anstrebe. Am besten mehrfach täglich die unendliche Liebe beschwören.
    Der Unterschied zu dem lieben Mann ist an sich schon groß. Er ist eher der ruhig-beständige Typ. Sagt wenig, tut lieber.
    Also das Gegenteil zu einer Co-Beziehung :wink:
    Ev. bin ich einfach noch "falsch programmiert".

    Jedenfalls habe ich ihm mitgeteilt, wie es mir geht, und er war total geschockt, ist aus allen Wolken gefallen.
    Wir haben lange telefoniert. Er hat versucht mir zu erklären, dass es wirklich nichts mit mir zu tun hat oder mit seinen Gefühlen.
    Hat seine Vorstellung unserer mittelfristigen Zukunft erzählt.
    Das GEspräch war geprägt von gegenseitigem Verständnis, was mir sehr gut gefallen hat.
    Ich werde auf jeden Fall schauen, wie es weitergeht.
    Denn eigentlich sagt mir mein Gefühl, von Anfang an schon, dass dies eine gute und gesunde Beziehung werden kann.

    Und ich kenne es von mir sehr gut, dass ich plötzlich ganz eigene Filme fahre, wenn es in einer Beziehung gut läuft...
    (Erinnert mich irgendwie an meine Mutter, die hat bisher noch jeden Mann aus ihrem Leben gebissen.)

    Ich werde an dem Thema dranbleiben!

    Liebe Grüße
    Girasole

    Fortsetzung:

    Nachdem ich also heute nachmittag grübelnd und auch heulend Daheim hockte, aber doch zu keiner rechten Entscheidung kam, habe ich mich aufgemacht, mir was Gutes zu tun.
    Dort bin ich dann einem flotten jungen Mann begegnet, der charmant mit mir flirtete.
    Schon war die Laune der Fau Girasole gerettet. Pfeifend ging ich meiner Wege, bis der Gedanken-Hammer kam:
    Wieso fühlst Du Dich nur gut, wenn Du von einem Mann Bestätigung bekommst?
    Autsch. Denn ja, das ist ein Muster, was sich durch mein Leben zieht.

    Hier drängt sich wohl das Vater-Thema auf. Das ist noch nicht abschließend bearbeitet oder geklärt. Nicht nur, dass er polytox ist.
    Nein, er hat mich auch "verstoßen", zwei Mal schon.
    Ist eine lange Geschichte und zu privat fürs www.
    Fakt ist, dass er Riesenscheiße gebaut hatte. Als ich entsprechend sauer reagierte, hat er den Kontakt abgebrochen.
    Ich verzieh ihm.
    Viel später forderte ich ihn auf, es wieder gut zu machen. Da hat er lieber wieder den KOntakt zu mir abgebrochen. Das dauert bis heute.

    Geweint darüber habe ich erst ein Mal. Gesprochen... nicht wirklich.
    Interessanter Weise habe ich erst diese Woche das erste Mal geweint.
    Natürlich sehnt sich mein inneres Kind nach seiner Liebe und Anerkennung.
    (Die Erkenntnis ist sogar neu.
    Bisher habe ich mich hinter Wut versteckt und "ich brauche ihn nicht!")

    So dockt mein inneres Kind in seiner verzweifelten Suche vielleicht bei jedem an, wo entfernte Hoffnung dafür besteht?
    Angenommen sein und niemals verlassen zu werden.

    Kann das die Basis einer gesunden Beziehung zwischen Mann und Frau sein??
    Mein inneres Kind muss ich wohl eher selbst versorgen.
    Das kann ich aber anscheinend nicht.

    Von einem Mann verlassen, abgewiesen zu werden- das war immer schon für mich existeniell, vernichtend.
    Es ging wahrsch. gar nicht um die Liebe als Beziehung.
    Es ging um die Liebe eines Vaters. Um den WUnsch, als Mensch gewollt zu sein.
    Mein Leben, meine Existenz soll gewollt sein. (Nicht ich als Frau.)

    Wenn man das Gefühl hat, die eigene Existenz ist nicht gewollt- das kann man nicht ertragen.
    Das will man möglichst nicht zulassen, will es verhindern.
    Ich habe überlegt, gegrübelt, um dem Mann gekreist. Was kann ich anders machen, besser machen? Welche Ansprüche kann ich noch zurückschrauben?
    Was kann ich mir zurechtbiegen, so schlimm ist das nicht....

    Meine verzweifelte Panik, wenn ich nicht gewollt bin, ist nie in Relation zu dem was war,- ein paar Monaten oder gar nur ein netter Flirt.
    Ja, man kann sagen, ich suche in jedem Mann, der auch nur ansatzweise nett zu mir ist, den Mann- der mich endlich will.

    Ohwei. Mir scheint es angeraten, jeglichen Blick auf jegliche Männer zu lassen.
    Und nur auf mich zu schauen.
    Argh.

    Da erscheint es nun fast schon nebensächlich, dass mein Gefühl sich immer mehr bestätigt.
    Er konnte dieses WE (schon wieder) nicht kommen, da er so viel arbeiten muss.
    Aber in einer SMS heute abend steht, er habe den ganzen Tag verschlafen und treffe sich nun mit einem Freund.
    HALLO??? :evil:

    Hallo Forum,

    mein Internet ging längere Zeit nicht... in dieser Zeit bin ich sehr unangenehm auf mich selbst zurückgeworfen worden.
    Da ist das Internet ziemlich unbemerkt mal eben meine neue Ablenkung statt Ex-XY geworden.
    Was ich feststellen konnte in dieser Zeit mit mir selbst- dass ich nicht viel feststellen konnte :roll:
    :arrow: Chaos und Unsicherheit herrschen in mir.
    Bezüglich Beziehung - Beziehungen im Allgemeinen und die zum lieben Mann im Besonderen.

    Da habe ich überlegt, gegrübelt, abgewartet, nicht überlegt, spontane Gefühle zugelassen, spontane Gefühle erstmal sortiert- nix hat wirklich viel gebracht.

    Das Gefühl, dass seit besagtem WE, an dem ich mich so "unzumutbar" verhalten habe, der liebe Mann sich geändert hat- das hat sich übrigens bestätigt.

    Fakt ist: Ich habe es angesprochen ihm gegenüber, am Telefon.
    Wir haben uns nicht mehr gesehen seither.
    Er stimmte mir zu, dass Distanz eingetreten sei. Dies läge aber nur an seiner Arbeit! (Die frisst ihn auf, gedanklich und zeitlich, so sagt er).
    Und: Da könne er nun vorerst nichts machen.
    An seinen Gefühlen hätte sich nichts geändert.

    Nun bleibt für mich der bittere Geschmack:
    Ist er zu feige, um Schluß zu machen?
    Und: warum beende ich das nicht? Bin ich wieder mal da angekommen, wo ich mit immer weniger, bzw ganz wenig zufrieden bin- Hauptsache, ich bin gewollt und geliebt?
    Je mehr er sich zurückgezogen hat bisher, desto mehr ist mein Wohlbefinden von ihm abhängig.
    Warum weiß ich nicht, was ich will. Warum habe ich kein Gefühl dazu? Oder traue ich nur meinem Gefühl nicht? :?:
    Wo hängt es gerade bei mir?

    Ich wäre wirklich dankbar, wenn jemand entwirren hilft!! :!:

    Liebe Grüße
    Girasole

    Liebe Lori,

    Du machst das toll!
    Dieses auf und ab ist normal, so kurz nach dem Ende. Zumindest war es bei mir so. Besonders abends ging es mir immer schlechter.
    Aber es wird besser und weniger!
    Wellness mache ich auch gerne, um mir was Gutes zu tun. Auch schöne Badezusätze, Kosmetik, Masken usw :D
    Wenn Du auch auf sowas stehst- wie wäre es dann mal mit einer schönen Massage? Hot Stone viell.?
    Oder ein Day-Spa.
    Oder eine Maniküre/Pediküre.
    Es gibt bei mir in der NÄhe ein Ayurveda Zentrum, da lasse ich ab und an mal was machen, das ist halt schon recht kostspielig.
    Aber es lohnt sich- wir sind es uns wert! :D

    Wegen EInschlafen: Wie wäre es, wenn Du eine Entspannungs-Methode erlernst (zb VHS o.a.)?
    Oder Dir eine CD kaufst, wo Du angeleitet wirst. Mir hilft das ganz enorm beim Einschlafen.
    Und auch meine "stille Stunde" vorm Schlafen. Alle Geräte aus (TV, Telefon, PC usw), was ruhiges machen- beten, abschminken, stretching, inneren Tagesabschluss.....

    Liebe Grüße!

    Hallo Sasulka,

    die letzte gemeinsame Zeit in der Wohnung war für mich persönlich die Hölle.
    Meine Schuldgefühle und Trauer, dazu Ex-XY der völlig abgestürzt ist...
    dazwischen Liebesschwüre... plötzliche Ausbrüche...
    Ich bin damals spontan in meine neue Wohnung abgehauen- mit nichts als einem Koffer Klamotten und einer Matratze.
    So habe ich die ersten 14 Tage gewohnt- sehr ungemütlich, zumal ich am Anfang richtig schlimmes Heimweh hatte (habe ja viele Jahre in der alten Whg gelebt) - aber allemal besser als die letzte gemeinsame Zeit in der Wohnung!

    Liebe Grüße
    Girasole

    So, Gott sei Dank bin ich wieder bei mir selbst angekommen :D
    Mir ist ganz wichtig, dass ich den lieben Mann nicht benutze, um mich wohl/besser zu fühlen (wie in der Beziehung mit Ex-XY) Das habe ich die letzten Tage (wieder) gut hinbekommen.

    Aber: mein Wohlbefinden ist die letzten Tage nicht abhängig von dem Verhalten des lieben Mannes gewesen, yeah!
    Das Bewusst-Werden hat gereicht, um wieder zurück zu mir zu finden.
    Auch die Wochen davor war das nicht so. Das war wohl ein kleiner Rückfall. Aber - ich habs gemerkt und nun- ich fühle mich riesig gut :D

    Zitat von Zimttee

    Mit jemandem, der jeden Tag 1-2 Flaschen Wein und das, was du nicht mitbekommst, trinkt? Ist das für dich eine geeignete Umgebung für ein Kleinkind?
    Das sind die Fragen, auf die du gucken solltest und nicht, ob er irgendwelche Definitionen erfüllt. Zimttee

    Hallo Pottkind,
    ich muss mal eben zynisch werden:
    Das Kind bekommt sicher nichts mit, oder nicht viel- stimmts?
    Das ist nämlich das, was ausnahmslos alle Eltern hier schreiben.
    Komisch nur, dass ich auf Arbeit diese Kinder sitzen habe und sie leiden sehe.
    Woher die nur alle kommen, wo sie doch nie was mitbekommen :roll:

    Sorry, ich bin gerade etwas hart, aber vielleicht regt es ja zum Nachdenken an, für Dein Kind... das ist es, was ich erreichen möchte.

    Grüße
    Girasole

    Hallo Forum,

    Wenn ich im Rückblick auf das letzte WE mit dem lieben Mann schaue, kann ich einiges erkennen:
    Ich weiß, dass ich früher immer bemüht war, möglichst pflegeleicht und anspruchslos zu sein. Das ist schon viel besser geworden, da ich viel für mich getan habe, mir selbst wichtig geworden bin und mich für liebenswert halte.
    ALs er gefahren ist, konnte ich meine Gefühle zulassen... ein Tränchen kullerte und ich habe dann nachgehakt, dass dies aber kein Zustand für ewig sein kann.
    Sowas wäre mir früher nie über die Lippen gekommen. Der Mann könnte sich ja bedrängt fühlen :roll:
    Seine Reaktion war kurz etwas erschrocken, dann aber liebevoll und verständnisvoll wie immer.
    Ich aber habe seit jenem Sonntag Mittag in Angst und Schrecken gelebt.
    Immer wieder kommt das Gefühl auf, mich unzumutbar verhalten, ja den Mann geradezu verschreckt zu haben :roll:
    Jede SMS, Mail, Anruf, die zu spät kommen lassen mich Gefahr wittern.
    Ja, Montag/Dienstag war ich gar des öfteren versucht, mein Verhalten nochmal im Gespräch oder Mail aufzugreifen und irgendwie zu begründen, entschuldigen und/oder herunterzuspielen.
    Nein, das habe ich nicht getan. Weil ich vom Verstand her weiß, dass ich ok bin, so wie ich bin.
    Aber so ganz geheuer ist mir mein neues Ich wahrlich nicht.
    Verlustängste sind in dieser Woche extrem aufgekommen. Und meine Befindlichkeit war plötzlich abhängig von seinem Verhalten.

    Was ist nur passiert? Eine normale, unsichere Reaktion auf mein ungewohntes Verhalten?
    Ziemlich anstregend, finde ich gerade....

    Geschaffte Grüße
    Girasole

    Hallo Phoenix,

    ich kenne das Gefühl gut... mir hilft es dann halt, wenn ich von anderen höre/lese, dass ich "richtig" handele.

    Daher habe ich das geschrieben.

    Aus Erfahrung kann ich dir aber Hoffnung machen,- je länger ich das bearbeitet und analysiert habe- mit Hilfe eines Therapeuten- desto weniger schlecht habe ich mich gefühlt. (Wichtig ist echt, nichts zu verdängen)
    Irgendwann geht es in Fleisch und Blut über, und ich kann mich schützen, ohne groß nachzudenken oder mich schlecht zu fühlen.
    Im Gegenteil, mein Lebensgefühl wurde immer besser :D

    Liebe Grüße
    Girasole

    Zitat von Zotti

    was in der Gesellschaft gilt, gilt auch in der Partnerschaft.
    Die (Nächsten)liebe geht nur soweit, wie ich mein Leben nicht in Gefahr bringe oder erheblichen Schaden nehmen würde.

    Das hört sich hart an, ist aber so. Keiner würde mir einen Vorwurf machen, wenn ich bei einem Verkehrsunfall "nur" den Notruf wähle und nicht versuche einen anderen aus einem stark brennenden Auto zu ziehen.
    Eigensicherheit geht immer vor.

    Also was soll da rauskommen einen trinkenden Partner zu unterstützen

    Das ist, finde ich, die treffende Antwort auf die Beiträge bzgl. "...wenn es Liebe ist, bleibe ich bei meinem Partner, auch wenn er trinkt...denn er ist ja krank..."

    Bis auf dieses letztere Statement finde ich den Thread übrigens auch hochspannend und auch lehrreich für mich. Besonders der Austausch mit der "anderen Seite" (nicht herabsetzend oder so gemeint!) ist ungemein interessant!

    Danke dafür und
    liebe Grüße
    Girasole

    Hallo Mäuki,

    leider hast Du nicht auf meine Frage geantwortet....
    würdest du beim kranken Partner bleiben, auch wenn du durch die Auswirkungen selbst eine Krankheit bekommst, die zum Tod führen kann?

    Ist dir bewusst, dass dies sehr sehr oft die Konsequenz ist, für den nicht-süchtigen Partner?
    So zb bei mir. Denkst Du nicht, deine Worte sind ein Schlag ins Gesicht für solche Menschen?

    Grüße Girasole