Beiträge von girasole

    Liebes Tagebuch,

    es geht mir gut, auch wenn die Arbeit schon lange wieder angefangen hat und richtig stressig ist. Aber ich sorge immer gut für mich und genügend Ausgleich.

    Vor ein Rätsel stellt mich dagegen die Frage, die in letzter Zeit immer öfter auftaucht: Was macht eine gute Beziehung aus? Was erwarte ich von einem Partner? Was sollte ich mitbringen für eine gelingende Beziehung?

    ---ein Buch mit sieben Siegeln für mich! Ich habe noch nie eine gelingende Beziehung geführt. Örks. Und das mit fast 40....
    Nun gibt es da ja einen wirklich ernsthaften Kandidaten.
    Und ich fühle mich echt wie ein Teenager.... "keine Ahnung von der Liebe".. :oops:
    Ich habe ein, zwei Punkte, die "wichtig" sind (sind sie wirklich "wichtig? Oder die falschen?), den Rest lasse ich auf mich zukommen. Mit der bei mir immer anwesenden Gefahr, es eben zu nehmen, wie es kommt bzw. mir schönzureden.
    Und wenn ich mich hinsetze und ernsthaft darüber nachdenken will, tut sich bei mir absolute gähnende Leere auf und eine instinktive Abwehr gegen das Thema. :oops:
    So dass ich es dann immer direkt fallen lasse.

    Dieses Mal ist mir als Grundvoraussetzung überhaupt wichtig, dass der Kandidat um meinen Kinderwunsch weiß und mind. darüber nachdenkt. Was er auch tut.

    Und zweitens ist mir wichtig, dass es ein Leben mit mir nur (fast) ohne Alkohol gibt. Ich selbst bin hochgradig gefährdet und will und darf daher nie wieder Alkohol trinken. Habe ich seit 4 Jahren nicht getan, null. Und ich möchte auch sonst so gut wie möglich sicherstellen, dass dieses THema NIE WIEDER in meinem Leben auftaucht....
    Das hat beim Kandidaten für etwas Unmut gesorgt....
    Die ein, zwei Gläser, die er "mal" trinke.... und während intensiver Arbeitsperioden gar nicht.... und sonst nur, wenn er mal weggeht etwas mehr...
    Argh, hör ich da das Gras wachsen?
    Nein, ich glaube nicht. Denn immerhin weiß ich auch, dass er in seiner Jugend schwer getrunken hat. In der Studienzeit wohl "normal" (also auf Partys und so auch mal viel) und nun .... naja, seiner Meinung nach- wenig, und gar nicht mehr betrunken.
    Halt, ich erinnerte ihn an zwei Abende, von denen ich weiß seit letzten November, einer war Silvester. (Da wir ja nicht zusammen wohnen, weiß ich ja eh nur, was er erzählt)
    "Ach ja, aber das waren nur Ausnahmen." Aha?
    Mich irritiert halt, dass er nicht direkt gesagt "Ach alles klar, ist doch kein Problem", sondern halt das Angebot angenommen hat, darüber nachzudenken.
    Warum muss man über sowas nachdenken, wenn man kein Problem damit hat?
    Muss man darüber nachdenken, wenn man kein Problem damit hat?
    Hilfe!
    Bei welchem Thema bin ich denn nun gelandet.... :shock:

    Hallo Seekrank,

    ich entstaube mal Deinen Faden, habe ihn nämlich gerade gelesen und möchte Dir zurückgeben:
    DU BIST TOLL!!!
    Ich hoffe sehr, Du hast nun eine schöne Wohnung und sende Dir liebe Grüße!!

    Liebes Tagebuch,

    ich möchte unbedingt meinen Traum hier festhalten, in der Nacht, nachdem ich zum 1. Mal seit 2,5Wochen mit Ex-XY telefoniert hatte:

    Ich lief irgendwo in der Natur, und wurde immer leichter, also vom Körper her. Irgendwann hob ich ab und flog, langsam, und nach und nach immer höher.

    Dabei rief ich die ganze Zeit: "Ich bin frei!.... Freiheit!...Frei!.... ich bin frei!....ich bin frei!....Freiheit!.........."

    Gänsehaut :shock:

    Ach so ja, nicht, dass hier der Gedanke aufkommt, ich schwelge in Perfektion :wink:

    Nächstes anstehendes Thema wird wohl "Beziehung" sein. Ich habe noch nie eine gesunde Beziehung gehabt.
    Da es nun einen potentiellen Kandidaten gibt, habe ich Angst.
    Kann ich das überhaupt? Worauf muss ich achten? Ich habe tierisch Angst betr. Thema Alkohol. Den lieben Mann darauf angesprochen, dass es ein Leben mit mir nur ohne Alkohol gibt, erschien mir seine Reaktion... etwas unwillig, will ich es mal ausdrücken.
    Wollte sich nicht auf ein Null-Alkohol einlassen. Halt mal, wenn er ohne mich weggeht. ODer mal ein Glas, wenn wir zusammen weg sind. Mehr trinke er eh nicht.
    Ich weiß nicht, was da das richtige Maß oder der richtige Maßstab ist.
    Bin froh, dass ich noch viele viele Stunden Therapie habe :oops:

    Liebes Tagebuch,

    es ist mal wieder an der Zeit, was zu schreiben, obwohl ich gar nicht so recht weiß, was....

    Thema XY scheint mir so ziemlich rum zu sein. Ich denke einfach nicht mehr an ihn.
    Ab und an schreiben wir mal ne Mail oder telefonieren, aber mit großen Abständen. Ich merke, wie ich mich dann deutlich und vehement abgrenzen kann, wenn er wieder in sein "MUster" fällt, mich zu manipulieren o.ä.
    Aber wie gesagt, die großen Abstände sollen bleiben.
    Ich bin dann auch neuerdings ganz klar, und spreche zb aus, was ich mich lange nicht getraut habe: Es gibt keine Zukunft für uns. Nie mehr.
    Danach bin ich nicht traurig oder sonstwie irgendwie berührt.

    Ich möchte aber hier ganz deutlich (nochmal) , vor allem für alle "NEuen" sagen, dass dieser kurze zeitliche Ablauf bei mir wohl einzig und allein daher kommt, dass ich schon viele viele Jahre Therapie gemacht und an mir gearbeitet habe.

    Ich habe sozusagen, im Voraus "das Feld bestellt" und kann nun "ernten", wie mein THera das so schon ausgedrückt hat.

    was habe ich alles getan, damit es so ist, wie es nun ist?
    Wichtig für mich war/ist:

    Ich habe viele Jahre daran gearbeitet, mich von meiner Familie abzugrenzen und abzulösen.
    Das war die Grund-Voraussetzung dafür, ich selbst zu werden.

    Ich habe viele Jahre an meinem Studium geackert, damit ich heute einen Beruf habe, der mich erfüllt, mir Sinn im Leben schenkt und mir ermöglicht, finanziell gut für mich zu sorgen.

    Ich habe viele Jahre daran gearbeitet, etwas "Eigenes" zu haben, etwas, was mich ausmacht, was mich definiert, worüber ich mich definieren kann, was aussagt, wer IST Girasole.
    Nämlich habe ich heute Hobbys, die mich stolz auf mich machen (Klavier spielen), die mir Spaß bringen und KOntakt mit Menschen (Sport), die mich kreativ sein lassen (Backen, Gärtnern u.a.).
    Und- die mir vor allem auch ermöglichen, eine schöne Zeit zu haben, ohne Mann, auch am Wochenende, auch an den berüchtigten "Depri-Sonntagen".

    Halt und Kraft, ohne die es nicht geht im Leben, bekomme ich durch meinen Glauben.

    Ich habe viele Jahre daran gearbeitet, gut zu mir sein zu können.
    Ich muss nicht (mehr) perfekt sein oder aussehen, ich darf müde sein, ich darf "nicht-funktionieren",- ich versuche, gütig zu mir selbst zu sein.
    Ich achte auf mich. Mein Wohlbefinden geht mir über alles, wirklich über alles.
    Ich mache zb Pausen, wenn ich sie brauche. Ich mache regelmäßig Entspannungsübungen. Ich melde mich krank, wenn ich krank bin, auch dann, wenn es eig. "gerade absolut nicht geht". Und zwar ohne schlechtes Gewissen.
    So bin ich meist auf einem sehr ausgeglichenem, entspanntem Level.

    Ich habe meine Depressionen behandeln lassen, bzw. werde weiterhin behandelt. So gibt es keine Schlafstörungen mehr, keine tiefen schwarzen Löcher, keine Antriebslosigkeit, keine übermäßigen Ängste und Sorgen.

    Ich hole mir sofort Hilfe, wenn ich merke, irgendwas schaffe ich alleine nicht.

    Das alles hat mich, wie gesagt, viele viele Jahre gekostet (insg. fast 15), viel Schweiß und Tränen.
    Ich habe in dieser Zeit gehabt: Angst-Störung, Magersucht, Alkohol-Missbrauch (ja, ich selbst), Depressionen, psychosomatisches schweres Asthma, Co-Abhängigkeit.
    Und nicht zu vergessen: Absolut null Selbstwertgefühl, Verlustangst, Eifersucht.
    Die totale innere Leere. Ich habe damals mal in einem Buch gelesen: Setzen sie sich mal ruhig hin und hören sie in sich hinein.
    Ich tat dies und merkte: In mir ist nichts. Absolut gar nichts.
    Das werde ich nie vergessen, es war ein grausames Gefühl.

    Aber es hat sich gelohnt, dran zu bleiben und alles in meine Heilung zu investieren.

    Liebe Flower,

    das hört sich für mich an, als hättest Du null Selbstwertgefühl.
    Ich kenne das übrigens, es ging mir viele Jahre ebenso- und zwar noch lange bevor ich meinen XY kannte.
    Ich habe mit Hilfe einer Therapie daran gearbeitet. Für mich war der Schlüssel, "Eigenes" zu entwickeln, Dinge, die mich erfüllen und mir guttun.

    Heute habe ich Hobbys, die mich "mich gut fühlen lassen". Ich spiele Klavier und bin stolz auf meine Fortschritte. Ich treibe Sport, der mir Spaß macht, gleichzeitig bekomme ich dadurch ein gutes Gefühl für meinen Körper. Nebenbei treffe ich dort nette Leute, mit denen ich mal "schnacken" kann.
    Meine Arbeit erfüllt mich und gibt mir das Gefühl, einen Sinn im Leben zu haben und finanziell für mich sorgen zu können.
    Ich gehe in eine Gemeinde, treffe dort auch nette Leute und mein Glauben gibt mir Kraft und Halt.
    Und es gibt noch jede Menge andere Hobbys.
    Wenn es mir schlecht geht, "brauche" ich niemanden. Der mich tröstet o.ä. Ich schaue selbst nach mir, sorge für mich, und tröste mich nötigenfalls selbst, indem ich mir etwas Gutes tue.

    Durch all dies, habe ich ein vollständiges Leben,- ohne jemanden anderes.
    Ich erfülle mir alle meine Bedürfnisse selbst. Habe ein "Bewusstsein" für mich, eben ein Selbst-Bewusstsein. Ein Bewusstsein für meine Fähigkeiten, Bedürfnisse, meinen Körper und meine Seele.
    Daher habe ich nun -nach vielen Jahren, zugegeben- am Beginn einer möglichen neuen Beziehung nach XY, keine übermäßige Angst, nicht gut genug zu sein für den Mann.
    Und daher brauche ich nicht ständig suchen, nach seiner Liebe, nach möglichen ANzeichen des Verlierens usw.
    Denn ich bin vollständig erfüllt, ganz allein durch mich.

    Verstehst Du was ich meine? NIcht, dass Du nun Klavier lernen, Sport machen und in eine Gemeinde gehen solllst :wink:

    So, ich habe hauptsächlich von meinen Erfahrungen gesprochen, so wie es in Selbsthilfegruppen ja auch üblich ist.
    In meiner früheren hing da der schöne Spruch "Ratschläge sind auch Schläge" :wink:
    Ich berichte von mir, und überlasse es den anderen, was sie daraus mitnehmen. Nur damit Du nicht denkst, was faselt die da nur über sich, was soll mir das helfen....

    Liebe Grüße!

    Liebe Sugarbubble,

    du erzählst viel über ihn bzw drehst Dich um ihn.
    Es ist doch eig. egal, warum, weshalb, wieso... der Rückfall, der Therapieplan, die Gruppengespräche....
    Es ist, wie es ist.
    Auch wenn es sicher schwer ist, aber versuche, bei Dir zu bleiben.
    Was kannst Du jetzt tun, damit es Dir etwas besser geht - und auch Deinen Kindern?
    Ehrlich gesagt zieht sich bei mir als Pädagogin alles zusammen, wenn ich höre, dass eine 13jährige ihre Mutter tröstet. Das mag zwar weise klingen, ist aber absolut verkehrte Welt.
    Ich habe beruflich u.a. mit Kindern aus Alkoholikerfamilien zu tun, und sie leiden alle wie die Hölle.
    Ja, es ist sicher schwer, aber Deinen Schmerz solltest Du tatsächlich mit Dir alleine ausmachen oder anderen Erwachsenen und keinesfalls mit einer 13jährigen teilen.

    Was die Nachbarin betrifft: Darf ich Dir raten, Dich nicht kirre machen zu lassen (ich komme beruflich tatsächlich aus der Beratung :wink: )
    Wenn Du in die Angst fällst, bist Du nicht mehr handlungsfähig, weil wie erstarrt, durcheinander und schon wieder auf ihn konzentriert.

    Ich weiß, es ist hart, ich bin da auch durch gegangen. Aber man kann es schaffen, sich nicht in alle Gefühle die auftauchen (Angst, Trauer usw) "reinfallen" zu lassen.
    Denke daran, dass Du den Gefühlen nicht hilflos ausgeliefert bist.
    Nimm sie wahr, gib ihnen Raum, weine, trauere, wüte... aber dann, wann Du entscheidest und wie.
    Gelegentlich geht das auch vor Deinen Kindern. Aber diese sollen dann wahrnehmen: "Ja, ich bin traurig und weine" und nicht einen plötzlichen impulsiven Tränenausbruch der vermittelt: "ich bin völlig verzweifelt und weiss nicht mehr weiter".

    Viele liebe Kraft-Grüße

    Liebe Cocomel,

    siehe es ev. mal so: denkst Du wirklich, es wäre für Dich leichter, wenn er sich total liebenswürdig getrennt hätte.....?

    Weiterhin: In "wenn Frauen zu sehr lieben" steht der für mich denkwürdige Satz: "Auch die Ankündigung >ich spiele nicht mehr mit> ist immer noch ein Teil des Spiels".
    Dein XY lässt Dich nicht los, sondern verwickelt Dich weiterhin, zurzeit eben mit SMSen wie "nun ist es aber wirklich aus", "dieses Mal ist es echt für immer" oder eher selbstmitleidig "ich bin nicht gut genug für Dich", oder auch angriffslustig "du bist nicht gut genug..."
    Ist ja wurscht, welcher Intention die SMSe sind, Fakt ist, er verwickelt Dich in lauter klebrigen Fäden.
    Und Du zappelst ein bisschen wie ein Beutetier im Netz der Spinne...

    Liebe Grüße!

    Hallo Flower,

    ich möchte mich den Vorschreiberinnen anschließen.
    Eine Co-Abhängigkeit "überfällt" einen nicht aus heiterem Himmel, eben weil der aktuelle Partner Alkoholiker ist.
    Völlig gesunde Menschen "geraten" ev. auch mal in eine Beziehung mit einem süchtigen Menschen, machen aber auch genauso schnell wieder die Biege.
    Das Ausharren, Verändern wollen und die vielen anderen Komponenten sind alles eigene (nicht gesunde) Anteile.
    Verstehst Du, was ich meine?

    Liebe Grüße!

    Liebe Kiksy,

    ich finde es mutig, hier nach 2 Jahren wieder zu erscheinen und zuzugeben, dass es so ziemlich schief gelaufen ist.

    Hast Du denn ein "sonstiges" Leben, Arbeit, Hobbys, Freunde, Freude an....?
    Nicht, dass Du das hier als Rechenschaft ablegen sollst, sondern einfach für Dich, zum Nachdenken.

    Weiterhin zum Nachdenken:
    Du befürchtest, kein anderer Mann könnte Dich je wieder interessieren...
    Könnte dahinter die Angst stehen: Kein Mann wird sich je mehr für Dich interessieren....?

    Liebe Grüße!

    Hallo Sugarbubble,

    wie geht es Dir heute?
    Ich finde übrigens, genau wie Seekrank, toll wie aktiv Du bist!

    Ich kenne das dringende Bedürfnis, "rüberzugehen und sich in den Arm nehmen zu lassen" soo gut :shock:
    Ich hab das so oft getan und dann war immer aller Wille zu gehen, weg- klar.
    Dies bewusst nicht mehr zu tun, war für mich ein ganz wichtiger Schritt.
    Ich bin erwachsen und brauche keinen "Papi", der mich tröstet-war mein Gedanke dahinter.
    Die Trauer und die Tränen, die dann hochkamen, habe ich dann mit mir selbst ausgemacht. Es war der erste aktive Schritt zum Gehen.
    Denn es war die Umsetzung der Erkenntnis "derjenige, der mich bewusst in diese SItuation gebracht hat- kann mich doch nicht gleichzeitig trösten!"
    Das erinnerte mich dann an die ganz kleinen Kinder, die von Mami subjektiv Ablehnung erfahren (ich bekomme keinen Keks), bitterlich darüber schluchzen und sich zeitgleich in Mamis Arme werfen zum Trösten.
    Als ich ein Kind zum ersten Mal dabei beobachtet hatte, fand ich das ganz irritierend. Aber als Mami ist es halt noch mal was ganz anderes, als beim XY....

    Liebe Grüße!

    Hallo, ich darf hier mal aus dem Co-Bereich hereinschneien?
    Denn zu dem Thema weiß ich aus eigener Erfahrung was beizusteuern :D

    Zitat von Red Phönix

    Abschalten kann man glaube ich nicht lernen..

    Doch,- kann man lernen! Ganz sicher.
    Ob es Entspannungstechnken sind oder Meditieren, man kann alles lernen.
    Ich habe auch Depressionen und Schlafstörungen - trotz Medikamente.
    Ohne ein bewusstes Abschalten wäre ich verloren, denn alles machen die Medis nunmal nicht für einen :lol:
    Ich beherrsche 2 Entspannungstechniken und war letzte Woche auf einem Mediationsseminar.
    Erstere "lernt" man am besten von Profis, und "trainiert" dann für sich täglich. Wie Klavierspielen o.ä. wird man besser und besser... einfach durch die tägliche Anwendung kommt die Entspannung immer schneller und tiefer.
    Mir reichen 5 MInuten in einem vollen Freibad :wink:
    Und Meditieren ist ziemlich das allerleichteste: Man macht nämlich - NICHTS.
    Jawohl, man sitzt einfach nur und beobachtet den eigenen Atem.
    Mehr isses nicht.
    Aufkommende Gedanken werden direkt wieder losgelassen und es geht zurück zum Atmen.
    Angenehmer Effekt: Die Gedanken werden mal für kurze Zeit "gebändigt."
    Sehr erholsam.
    Mehr kannst Du in meinem Faden lesen, da habe ich einiges zum Seminar beschrieben.
    Wobei man auch das bei einem Profi erlernen sollte.
    Übrigens lernt man glaub ich in jeder LZT, Klinik/Tagesklinik eine Entspannungstechnik / Achtsamkeits-Meditation.

    Viele Grüße!

    Hallo Sugarbubble,

    nat. kann man nachvollziehen, dass die Kinder gerne vor Ort bleiben wollen. Aber es gibt einen Spruch, der da heißt "Kindeswille ist nicht immer gleich Kindeswohl".
    Letztlich entscheidest DU, als Erwachsene, was die beste Lösung ist, vergiss das bitte nicht.
    Ich bin als langjährig erfahrene Pädagogin absolut für die Einbeziehung der Kinder, aber bitte altersadäquat und situationsabhängig.
    In dem Fall denke ich, übersteigt das Ausmaß den "Horizont" von Kindern ganz gewaltig. Noch einige Wochen/MOnate mit dem trinkenden Vater könnten sie ungleich mehr schädigen als ein schneller sauberer Bruch, spich Umzug, mit anschl. Ruhe.

    "nur waagerecht aus dem Haus tragen" - na, also das nenne ich mal waschechten Psychoterror- schon mal vorsorglich angekündigt :shock:
    Nach dem Motto: Versuch nur ja nie, mich hier rauszubekommen!
    Und es hat funktioniert: Schon zitterst Du vor Angst!
    Und so willst Du noch länger leben? Denn wenn Du ihn rausbekommen willst,- das wird Zeit brauchen!
    Und Nerven! Er wird ev alles auffahren an Druck (Suizidversuch inkl.), Schmerz, SUcht, Absturz usw. was er nur kann.
    Willst Du das wirklich den Kinder antun?

    Was ich nicht verstehe: Wie kann Dir sein ehemaliger Therapeut helfen??

    Liebe Time,

    ja, sunshine hat Recht.
    Auch ich kenne das so gut. Wie oft hat mein XY sich so verhalten, wenn...
    ...ja wenn er das Gefühl hatte, ihm schwimmen die Felle davon, genau wie sunshine schreibt.
    Was hat er sich dann bemüht, 1000x angerufen, plötzlich vor der Tür gestanden,Blumen auf die Arbeit geschickt, notfalls ein Schmückstück geschenkt usw... Und ich fand es toll, dass sich jemand so um mich bemüht :roll: Und ich habe es schier nicht ausgehalten, mich einfach nicht mehr zu melden. Das kann ich doch nicht machen, dachte ich. Und bin dann doch mal ans Telefon.
    Und was er alles erzählt und versprochen hat- einfach alles.
    Bis zum nächsten Mal. Er lernte dann, bei einer "unwilligen" Girasole muss ich einfach nur lange genug Dauer-Sturm überall schellen, (alle Co-Knöpfe drücken) und dann alles sagen, was sie hören will.
    Ging viele Jahre lang so.
    Ach oh, und ja - "trocken" war meiner auch zwischendrin immer mal wieder. Einige Jahre tw, so nahm ich das wahr. Na, wenn das nicht ein Grund zur Hoffnung ist!
    Allerdings, trotz allem- nur Phasen, und auch die gar nicht so lange, wie ich dachte. Einiges konnte er tatsächlich verheimlichen, wie ich im Nachhinein herausbekam.
    Fazit: Auch wenn man denkt, er ist trocken- man weiß es nicht.
    Man wird es nie wissen. Nie. Niemals.
    UNd wenn Du ehrlich bist- kannst tief in Dir drin, weißt Du das.
    Willst Du für den Rest Deines Lebens mit dieser Ungewissheit leben? Was ist mit Familie/Kindern irgendwann?

    Deine momentane Situation ist auch nicht leicht, da will ich gar nicht drumherumreden.
    Aber: Es ist nicht nur er, der sie Dir antut. Sondern auch Du, die sie zulässt.
    Die Frage ist jetzt, wie willst Du weitermachen? Was willst Du für Deine Kinder?
    EIn Helfersyndrom ist übrigens nichts Schönes, worauf man Stolz sein kann.
    (kannst es ja mal googeln)

    Oh :oops: Ein Loch im Boden, bitte.....

    Gelesen hab ich sehr viel von DIr. Aber -ich gestehe- nicht alles. Werde ich aber direkt nachholen, versprochen.
    Wenn man nach dieser Definition geht sind jedenfalls seeehr viele die ich kenne, -seelisch nicht ganz gesund.
    Ich ja auch nicht. Gelingende Beziehungen? nie gehabt :roll: Nich eine.

    Das mit Spain glaube ich, stelle es mir so ähnlich vor wie Italien.
    Da kenne ich mich aufgrund von angeheirateter Verwandschaft etwas aus. Hauptsache fürs AUge, yep, genau.

    Und auch ich stelle gerne einen Gegensatz zu den Weibchen her. 8)
    Als ich den lieben Mann kennenlernte war das auf einer Fortbildung.
    Und ich war, anders als alle anderen (im Business-Look, die Frauen mit schicken hohen Stiefeln, engen Hosen, Blüschen usw.).
    Frau Girasole trug aber Jeans, Sneakers und Kapuzensweater :P
    Nix eng, nix Freude fürs Auge. Aber sehr bequem. Und für mich absolut authentisch. Ich habe mich einfach wohlgefühlt.

    Aber - und das ist das wichtigste- DU sollst Dich ja wohlfühlen.
    Und Deine Weiblichkeit- die willst Du jetzt wieder etwas hervorholen, habe ich das richtig verstanden?

    Vater: Genau, ein Thema für ein Fachgespräch.

    Klamotten: Ok, dann ist es bei Dir nicht so.
    Kleidung spielt dennoch eig. keine Rolle, meiner Meinung nach. Auch nicht sexy Kleidung beim Kennenlernen von lieben Männern. Ich habe meinen lieben Mann kennengelernt in gänzlich un-sexy Klamotten, und es gab zu dem Zeitpunkt da andere Frauen, die waren deutlich mehr sexy gekleidet (was er auch attraktiv findet, wie er sagt)
    Sich in der eigenen Haut einfach sauwohl fühlen, das macht sexyness aus.
    Das war es, was ich meinte.

    Gesundheit, seelische:
    Habe nun extra nochmal dezidiert nachgeschaut:
    die Fähigkeit zur Anpassung an Veränderungen und zur Bewältigung von Problemen.
    Das war das, was ich vergessen hatte.
    Ich wollte damit niemanden angreifen, tut mir leid.