Beiträge von girasole

    Hei PB (abgekürzt ;) )

    soso ein Rosenstrauß reicht schon, dass du wankst und dir dein Herz zu seinen Gunsten schwer wird. Ähm und da denkst du noch darüber nach, CO zu sein *hust*

    Mannohmann, die vielen Rosen, die mir mein ex- XY geschenkt hat- kann ich gar nicht zählen. War deshalb die Beziehung schöner?? Nein.
    nur die kleine, verlorene und ungeliebte Girasole in mir hat ungefragt und eigenständig alles als Liebesbeweis herangezogen, was sich irgendwie auch nur ansatzweise geeignet hat.
    Das war einfach das, worum es mir eigentlich ging. Ich wollte geliebt werden mit der Sicherheit, niemals verlassen zu werden. (So wie als kleines Kind von meinem Erzeuger. )
    Die Qualität der Beziehung? Eigentlich egal. Hauptsache, diese alte Wunde heilt endlich endlich!

    Traurig. Aber heute kann ich der kleinen girasole aus mir heraus all die Liebe geben, die sie braucht. Und daher brauche ich heute keinen Mann, niemand von außen, der mich glücklich macht.
    heute bin ich es mir wert, mehr Ansprüche an eine Beziehung zu stellen als Rosen :roll:

    LG girasole

    .... oh richtig, ich hatte angeregt, einen eigenen Faden zu eröffnen. Jaja mein Gedächtnis...
    zugute halten kann man mir, dass ich einigermaßen überrascht bin, eine CO bei den Alkies zu finden.
    aber auch egal.

    Wo ich jetzt schon mal hier bin kann ich ja auch was inhaltliches hier lassen.
    Du siehst also im Rückblick eure Jahre als schön.
    Gleichzeitig schreibst du- kein Vertrauen war für dich möglich. Und du musstest dich abgrenzen. Es waren viele schwere Zeiten dabei.
    aber du bist zufrieden im Rückblick.
    Ich behaupte, das ist ein typischer Fall von Verdrehung bzw Schönfärberei. Sonst wäre es nicht auszuhalten, überhaupt zurück zu schauen.

    Hallo- eine Beziehung ohne Vertrauen! Wo bitte ist das schön oder erstrebenswert!
    Aber gerade als CO braucht man ja dringend das Gefühl, dass sich der Kampf gelohnt hat.

    Daher machen Menschen sowas. Es gibt dafür auch einen Fachbegriff, der fällt mir aber leider gerade nicht ein.
    Das muss nicht unbedingt bewusst geschehen.
    Wird aber meist von den Betroffenen als real gesehen.
    Ich kenne Menschen, die ihre Vergangenheit zurechtbiegen und entscheidende Dinge leugnen, wobei ich definitiv weiß, es stimmt nicht.
    diese Menschen erzählen mir wirklich dreiste Lügen -die ihr Leben im Rückblick einfach schöner und normaler aussehen lassen--- bloß ich war damals dabei. :shock:
    aus psychologischer Sicht wurde mir erklärt, dient das dazu, das eigene Leben und eigene Verhalten gesellschaftlich akzeptabel zu machen, - und natürlich auch für sich selbst akzeptabel. Man muss es für das eigene Selbstbild vermeiden, im Rückblick zu sehen "ziemlich verkorkst".

    Ich finde es ganz gruselig, dass hier in dem Forum so ein Faden zu lesen ist, egal ob bei den CIs oder Alkies.
    meiner Meinung nach verharmlost dies das Leiden von beiden Seiten total bis hin zur Verdrehung. All die Schmerzen, das Leid- verschwinden hinter "es gab auch schwere Zeiten".
    Da denkt sich doch der typische CO "genau, die gibt es doch überall! Schwere Zeiten überstehen- darin bin ich doch gut! Das schaffen wir!" Würg.
    Wenn du dir dein Leben so zurecht biegst ist das ja deine Sache.
    Aber dass dies öffentlich zu lesen ist von allen, die hier auch erstmal nur reinschnuppern, finde ich nicht richtig.

    LG girasole

    Jaja die Hoffnung. ..
    darüber steht in meinem Faden ein Eintrag auf den ziemlich letzten Seiten.
    in einem renommierten Magazin war ein Leitartikel zum Thema "Zufriedenheit":
    Da stand, dass man zufrieden ist, wenn man sich Ziele steckt und sie verfolgt, aber auch aufgeben und sich der Situation anpassen kann.
    Wer nicht erkennt, dass das Ziel unerreichbar ist und festhält, ist anfälliger für Depressionen.

    Jeder sollte laut Magazin prüfen, ob er an blockierten Zielen zu lange festhält.
    ein typischer Satz wäre dazu ungefähr "ich wollte das unbedingt und nun sieht es so aus als klappt das nicht. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf und arbeite/ kämpfe weiter!"
    oooh, wie oft ich das hier schon gelesen habe. Und meist auch noch mit fast stolz geschwellter Brust :roll:

    ich erzähle dir mal von meinem ex- xy:
    was der alles gemacht hat im Laufe einiger Jahre:
    Er begab sich für acht Wochen in eine Klinik, er hat seinen Job gewechselt (weil er da umgeben vom Stoff war), er hat 2 Jahre eine ambulante Therapie gemacht, er hat mehrere Jahre regelmäßig eine SHG besucht.
    Weil er gemerkt hat, was ich wollte. Zum Teil hab ich es auch deutlich gesagt. Zum Teil habe ich ultimaten gestellt. Immer habe ich gesagt "du musst es für dich machen" --- "jaaa, aber natürlich!!"
    Immer wenn ultimo ratio war- ich verlasse ihn, da hat er halt was gemacht.
    zwischendurch hat er hilfsweise andere Substanzen konsumiert. Hat mehrfach seinen Job verloren, deshalb. Hat zwei mal (!!) eine MPU in den Sand gesetzt (Kostenpunkt einige tausend Euro). Hat einige male nachts Krampfanfälle bekommen. Dabei ein mal den Fuß mehrfach kompliziert gebrochen, mit OP und Nägeln und schrauben usw.
    vor meiner zeit ist er dem Tod nur haarscharf von der schippe gesprungen.

    Und jedes mal sah es danach so aus "jetzt hat er es verstanden! Jetzt schafft er das!"
    Nee. Er hat mich einfach nur zufrieden gestellt, damit er seine CO nicht verliert. Auf diese Weise bin ich viele Jahre bei ihm gewesen und habe ihn sogar geheiratet, seufz. Ein perfides Spiel, das ist es, was ich jetzt im Nachhinein darüber denke.
    "Kleine Brötchen backen bis sich der CO wieder einkriegt" heißt das meist hier im Forum.
    Darüber können Jahre ins Land gehen oder auch ein ganzes Leben, auch schon oft hier im Forum gelesen.
    Dabei werden dann viele COs ebenfalls krank, psychosomatisch- Depression, Rücken, Migräne, Asthma, Herz Kreislauf usw usw...
    Ich auch.

    getrunken hat mein ex mehrere Jahre nicht. Bis auf irgendeinen stinknormalen Scheißtag in einem Sommer. Da hat er wieder angefangen. Einfach so.
    Strudelnd schnell abgestürzt. Und mich angefangen, endgültig mitzureißen. Da hab mich dann doch noch lieber selbst gerettet.

    dein Leben, deine Entscheidung.

    LG girasole

    Hallo Raupe,

    ja, leicht ist das ganz und gar nicht, sich zu ändern. Es soll sogar das schwierigste überhaupt für den Menschen sein.
    weißt du, bei meiner ersten Therapie damals habe ich noch studiert und zwei nebenjobs gehabt. Trotzdem bin ich vier Jahre lang mit Bus und Bahn zur Therapie "gereist", da ich kein Auto hatte, je 1,5 Stunden ein Weg.
    Es war verdammt hart.
    aber ich wusste, ohne Hilfe schaffe ich es nicht. Und: ich wollte unbedingt gesund werden.

    LG girasole

    Hallo Ko,

    ich bin nicht auf dem laufenden- machst du eine Therapie?
    Denn zb die Frage,warum du immer alles alleine regeln willst bzw denkst, du musst immer funktionieren- die wäre sehr wichtig zu knacken. Bloß das ist zu schwer alleine. Sonst hättest du es ja schon beantwortet für dich bzw dich schon getrennt, wenn es alles leicht alleine zu machen wäre.

    Die Frage wäre aber auch, ob du eine behandlungsbedürftige Depression hast? Du gehörst zum Arzt, um das abzuklären.
    Psychosomatische Krankheiten gehören zu den typischen folgen der co- Abhängigkeit.

    LG girasole

    Hallo Natalie,

    die Puzzle- Stücke bekommst du nicht zusammen, die gehören nicht zusammen.
    sie sind beide in dir und das ist ok.
    du darfst mal das eine und mal das andere fühlen.
    Du brauchst dich nicht entscheiden.
    was die Therapeutin betrifft würde ich empfehlen, genau das auszusprechen, was du empfindest bzw was du denkst, das sie meinen könnte.
    Also "das hört sich so an als fänden sie ihn als armes Opfer?" zb.
    oft hört gerade ein Klient auf dem "Gefühls- Ohr" und der Therapeut will eigentlich auf etwas ganz anderes hinaus. Zb dir die Last nehmen "mein Vater liebt mich nicht" indem sie skizziert, wie fatal sein Leben war und dass es nie um dich persönlich ging. Nur als Beispiel jetzt.

    LG girasole

    ... hier kommen die Themen Identität und Selbstbewusstsein ins Spiel.
    Es hilft und unterstützt unwahrscheinlich, wenn man für sich ganz alleine aufbaut- wer und wie bin ich, wer und wie will ich einmal sein.
    sich im wahrsten Sinne des Wortes selbst bewusst werden.

    Hallo Zoi,
    ja, auch das kenne ich alles sehr gut: selbstzweifel, das Gefühl, eine hochstaplerin zu sein, innere stimmen, die voller Kritik, Abwertung und ja, man kann sagen, voller Hass sind.
    Autoaggressionen, die einen fast schon zerstören- ohne dass das körperlich wird mit selbstverletzungen.
    Selbstverletzendes verhalten gibt es auch "nur" seelisch.

    Das bewusst werden dessen, ist ein erster wichtiger Schritt!
    Es Kommt meist aus der frühen Kindheit, bei mir aus dem Grund und Gefühl, dass mein Erzeuger mich nicht liebt.
    jedes Kind folgert aus solchen und ähnlichen Krisen: es ist meine Schuld!
    Keine Ahnung, wieso das so ist, aber es ist ein psychologischer Fakt.
    So entstand tief in mir das Gefühl: muss ich blöd sein. Dämlich. Hässlich. Unfähig. Usw.

    ich habe folgende konkrete Methode dafür aus einem Buch:
    Abends als Ritual (immer gleiche Zeit und gleicher Ort) auf den Tag zurückblicken und nach diesen inneren Kritikern (kannst du auch googeln "innere Kritiker") suchen. Wo und wann waren sie aktiv.
    dabei aber bloß nicht wieder sich selbst bewerten, nach dem Motto: Ach, schon wieder habe ich sie nicht erkannt oder Oh mann, hundert mal und ich Depp habe nix bemerkt. Neinneinnein :)
    Es geht nur um die bewusstwerdung.
    Denn nur was man ins Bewusstsein bekommt, kann man auch bearbeiten.
    Und diese inneren stimmen laufen schon so lange unbewusst in uns ab, dass es wahre Arbeit sein kann,sie dann abends zu identifizieren.

    LG girasole

    Hallo Kalliopi,

    warum würdest du lieber still leiden, als zu gehen?
    Das scheint mir ein ganz ganz entscheidender Aspekt zu sein, über den du nachdenken kannst- das musst du aber natürlich hier nicht alles schreiben ;)

    Ich denke, wenn du dahinter kommst, bist du einen Riesen Schritt weiter.
    Aber das ist ein Knackpunkt der co- Abhängigkeit überhaupt natürlich ziemlich schwierig, mal eben zu beantworten :?

    LG girasole

    Hallo Natalie,

    gut, dass Du jetzt professionelle Hilfe annimmst!!!
    Als ich deine ersten Einträge las, sträubten sich mir die Haare. Du hast im Grunde genau so gehandelt, wie dein Vater es dir vorgelebt hat: bloß ums verrecken (im wahrsten Sinne des Wortes!) ja niemals Hilfe annehmen :roll:

    was mir noch aufgefallen ist: du spaltest deine Gefühle zu deinem Vater total- mal ist er dein ärmster Dad, mal der reinste Arsch.
    und du schwankst zwischen beidem. Immer hin und her und leidest sehr unter den Gefühlsschwankungen.
    was ich in meiner Therapie u.a. gelernt habe: die Ambivalenz zulassen und annehmen.
    Er ist beides. Dein Vater, den du natürlich lieben darfst.
    Und ein Alkoholiker,der viel zerstört hat. Du musst dich nicht entscheiden.
    meist geht es einem besser, wenn man dies akzeptiert.

    Für deine Therapie wünsche ich dir viel Erfolg. Dir ist sicher klar, dass dies kein Spaziergang im Frühling wird und dass es u.u. länger dauern kann, zu bearbeiten, was zig Jahre geschehen ist.
    Das eigene Verhalten zu ändern, ist das schwierigste überhaupt für den Menschen.
    Also hab Geduld mit dir.

    Bis dahin kannst du einige Tipps umsetzen, die du hier schon vor einigen Jahren erhalten hast. Bücher zum Thema lesen, hier lesen und dich austauschen.

    LG girasole

    Hallo Forum,

    ich habe gerade seit ewiger Zeit meine ersten Seiten hier durchgelesen.
    Während dieses intensiven Eintauchens in die damalige Zeit kam der Wunsch auf, den ich aber schon öfter hatte:
    Ich möchte mich von Herzen bedanken, bei allen, die mir gerade in dieser ersten schweren Zeit geschrieben haben!!!
    Vielen lieben Dank Aurora, Morgenrot, Herze, Seekrank, Sagara, Sarawen, Lindi und Aiko!!! (Ich hoffe sehr, ich habe niemand vergessen! Falls doch, bitte nicht böse sein! Und wahrscheinlich lesen auch gar nicht mehr alle hier)

    Ich weiß noch wie heute, wie ich damals über dem PC hing, ständig "aktualisierte", in der Hoffnung, jemand hat geantwortet. Jeden Zuspruch habe ich aufgesaugt. Jedes Wort war Balsam für meine Seele.

    Darum habe ich auch eine ziemliche Zeit versucht, allen Neuen hier gleich zu antworten.
    Bis, ja bis ich erkannte, ich kann das gar nicht leisten! Und: muss ich ja auch gar nicht!! Ich bin ja nicht die einzige hier im Forum :P

    Herzliche Grüße von Girasole, die ab und zu immer noch CO ist :)

    Hallo Seerose,

    ich finde es leichter, mir etwas zu zugestehen als mir etwas zu verbieten.
    Statt 'das ist nicht meine Verantwortung' zum Beispiel 'ich darf das loslassen'
    Oder einen Satz, der für dich passt.
    Mir hat dann dieser Satz richtige Erleichterung verschafft, dabei bleibt es ha inhaltlich gleich. Nur ein mal als etwas negatives, ein Verbot, und ein mal als etwas quasi positives formuliert.

    LG girasole

    Hallo traurig,

    das ist ja auch ein toller Schritt, diese Kur :)
    Und mit der richtigen Einstellung dazu wird sie dann auch toll!
    Bloß- und das wurde uns dort auch regelrecht gepredigt- dort erfolgt im besten Fall die Initialzündung, eine Art Wege- Vorbereitung.
    Die Hauptarbeit liegt dann in der zeit danach.
    Also wenn du denkst, du wirst ziemlich sicher Therapie danach machen, melde dich jetzt an. Sonst wäre das verschenkte Zeit und ich kann mir vorstellen, dass es wichtig ist, dann direkt zu starten.
    falls du dann doch nicht willst, kannst du dich ja immer noch einfach streichen lassen.

    ich freue mich, wenn meine Erfahrungen weiter helfen. :)
    Darum teile ich sie.

    damals war ich zwar schon ausgezogen, hatte aber noch nie wirklich was von Co- Abhängigkeit gewusst.
    den Auszug hatte ich wohl meiner Therapie zu verdanken, und dass mein Tiefpunkt erreicht war. ( Näheres Steht bei den Grundbausteinen)
    aber ich konnte mir gar nicht erklären, warum es mir nach dem Auszug so schlecht und immer schlechter ging.
    als ich dann wusste, was ich "hatte" - durch dieses Forum!- war es schnell leichter. Für mich war es schon immer eine Erleichterung, Dinge benennen zu können. Dann konnte ich mir Infos holen, mich belesen, an mir arbeiten, konkrete Hilfe holen usw.

    LG girasole

    Hallo Traurig,

    ich drücke dir die Daumen für die Kur. Und wollte kurz dalassen: bei mir hat es rund ein halbes Jahr gedauert zwischen Antrag und Antritt.
    irgendwie lese ich dich so, als hofftest du, schon in Kürze weg zu sein. Oder dass sich ja bald viel ändert bei dir.
    Für die Zwischenzeit würde ich mir noch was suchen, eine shg oder Beratung zum Beispiel.
    Und falls du oder Kind Therapie anstrebt - lass dich jetzt schon auf Wartelisten setzen, denn man wartet im schnitt mindestens ein halbes Jahr!!

    LG girasole

    Hallo und herzlich willkommen! :)

    Mit einem komplett veränderten Menschen kannst du rechnen, falls sie dort Gehirnwäsche machen :shock:
    ansonsten- es wird derselbe sein, der sich im besten Fall vorgenommen hat, stetig und ausdauernd bzw lebenslang an sich zu arbeiten.

    LG girasole

    Hallo und herzlich willkommen hier :)
    Ich wünsche dir einen fruchtbaren Austausch!
    Dass es so schnell ging lag an dir! Du hast hingeschaut!
    Ich bin überzeugt, das hätten viele COs, die zig Jahre mitgemacht haben, auch machen KÖNNEN- aber sie haben sich fürs wegschauen entschieden.
    Von daher- sehe ich da schon Licht Horizont, wenn ichs mal so ausdrücken darf ;)
    Innere Abgrenzung: wenn dir das schwer fällt oder unmöglich ist, könnte es daran liegen, dass du generell ein Thema mit "Grenzen" hast. So war es bei mir. Daran knüpften sich dann an: mein Selbstwert, meine Identität unvm.
    Da empfiehlt sich echt prof. Hilfe. Ohne hätte ich es nicht geschafft.

    LG girasole