Jaja die Hoffnung. ..
darüber steht in meinem Faden ein Eintrag auf den ziemlich letzten Seiten.
in einem renommierten Magazin war ein Leitartikel zum Thema "Zufriedenheit":
Da stand, dass man zufrieden ist, wenn man sich Ziele steckt und sie verfolgt, aber auch aufgeben und sich der Situation anpassen kann.
Wer nicht erkennt, dass das Ziel unerreichbar ist und festhält, ist anfälliger für Depressionen.
Jeder sollte laut Magazin prüfen, ob er an blockierten Zielen zu lange festhält.
ein typischer Satz wäre dazu ungefähr "ich wollte das unbedingt und nun sieht es so aus als klappt das nicht. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf und arbeite/ kämpfe weiter!"
oooh, wie oft ich das hier schon gelesen habe. Und meist auch noch mit fast stolz geschwellter Brust 
ich erzähle dir mal von meinem ex- xy:
was der alles gemacht hat im Laufe einiger Jahre:
Er begab sich für acht Wochen in eine Klinik, er hat seinen Job gewechselt (weil er da umgeben vom Stoff war), er hat 2 Jahre eine ambulante Therapie gemacht, er hat mehrere Jahre regelmäßig eine SHG besucht.
Weil er gemerkt hat, was ich wollte. Zum Teil hab ich es auch deutlich gesagt. Zum Teil habe ich ultimaten gestellt. Immer habe ich gesagt "du musst es für dich machen" --- "jaaa, aber natürlich!!"
Immer wenn ultimo ratio war- ich verlasse ihn, da hat er halt was gemacht.
zwischendurch hat er hilfsweise andere Substanzen konsumiert. Hat mehrfach seinen Job verloren, deshalb. Hat zwei mal (!!) eine MPU in den Sand gesetzt (Kostenpunkt einige tausend Euro). Hat einige male nachts Krampfanfälle bekommen. Dabei ein mal den Fuß mehrfach kompliziert gebrochen, mit OP und Nägeln und schrauben usw.
vor meiner zeit ist er dem Tod nur haarscharf von der schippe gesprungen.
Und jedes mal sah es danach so aus "jetzt hat er es verstanden! Jetzt schafft er das!"
Nee. Er hat mich einfach nur zufrieden gestellt, damit er seine CO nicht verliert. Auf diese Weise bin ich viele Jahre bei ihm gewesen und habe ihn sogar geheiratet, seufz. Ein perfides Spiel, das ist es, was ich jetzt im Nachhinein darüber denke.
"Kleine Brötchen backen bis sich der CO wieder einkriegt" heißt das meist hier im Forum.
Darüber können Jahre ins Land gehen oder auch ein ganzes Leben, auch schon oft hier im Forum gelesen.
Dabei werden dann viele COs ebenfalls krank, psychosomatisch- Depression, Rücken, Migräne, Asthma, Herz Kreislauf usw usw...
Ich auch.
getrunken hat mein ex mehrere Jahre nicht. Bis auf irgendeinen stinknormalen Scheißtag in einem Sommer. Da hat er wieder angefangen. Einfach so.
Strudelnd schnell abgestürzt. Und mich angefangen, endgültig mitzureißen. Da hab mich dann doch noch lieber selbst gerettet.
dein Leben, deine Entscheidung.
LG girasole