Beiträge von girasole

    Aus psychologischer Sicht hat ein gesunder Mensch gelernt, seine Gefühle zu spüren, zuzulassen und entsprechend zu handeln.
    Wer keine Gefühle spürt, hat sie lange weggedrückt. Siehe zb mit "Panzer".
    Irgendwann "verselbständigen" sich die Gefühle.
    das gehört in der Regel in Behandlung, zumindest wenn man gesund und glücklich werden will.

    Hallo Just,
    diese Ängste kenne ich auch. Ich würde eine weitere Therapie anstreben oder eine Fortsetzung.
    Denn ganz offenbar brauchst du ja weiterhin professionelle Hilfe.
    Ich habe auch zwei Therapien gemacht, bzw die zweite mache ich immer noch.
    Je nach dem, was man erlebt und mitgemacht hat, ist das eben so.
    Ich habe insgesamt nun zehn Jahre und es werden noch zwei weitere.
    Ich habe auch zwei verschiedene Arten gemacht- eine verhaltenstherapie und eine tiefenpsychologische nun.

    Mein Therapeut meinte sogar, ev brauche ich es mein Leben lang.
    puh!
    Wichtig ist mir halt, dass ich weiter komme dh meine Lebensqualität mehr und mehr steigt.
    und solange es so ist- tja ist es eben so.

    LG girasole

    Hallo mal wieder von mir :)

    mein Leben läuft. So wie ich es mir wünsche- mal ruhig (Weihnachtsurlaub!),, mal stressig. Mal mit Problemen (meine Mutter hat sich vom Partner getrennt), mal friedlich.
    Ich bin seit letztem Sommer durchgehend stabil.
    meine Antreiber und Kritiker habe ich im Blick. Im Griff nicht immer, aber das Bewusstsein dafür mildert sehr stark. Ich kann mich mehr und mehr mit liebevollen Augen sehen.
    Ich arbeite und genieße die arbeit von ganzem Herzen, gönne mir dabei auch gutes, wo ich nur kann :) denn stressig und sehr intensiv und emotional ist meine Arbeit nunmal.
    morgen hab ich mir zb einfach mal so frei genommen :) wie ein Keks hab ich mich die ganze Woche auf mein drei Tage Wochenende gefreut. Und freue mich noch :)
    Ich mache regelmäßig Sport, spiele Klavier und habe Unterricht, mache Therapie, meditiere und bete jeden Tag, lese, lache viel mit Kollegen, backe Kuchen oder Torten, gehe ab und zu mit meiner familiy essen, besuche meinen kleinen Neffen, telefoniere mit Freunden ( wohnen leider weit weg)
    Ich würde behaupten, sämtliche Bereiche meines Lebens sind abgedeckt, Anspannung und Entspannung, Freunde und Bekannte (werden immer mehr, auch viele alte wieder neu aktiviert) und Familie, Kreativität, Körper, Geist und Seele sowie allein sein und unter Menschen.
    Am flirten bin ich auch kräftig :)
    Nur eine feste Partnerschaft fehlt noch, aber ich bin überzeugt, das wird schon noch. Und bis dahin genieße ich die positiven Seiten des Single Dasein.

    Wieder mal mein Statement an die neuen hier:
    Macht euch auf und traut euch!! Es lohnt sich!!


    LG girasole

    Liebe Zoi,
    ich kann dich so gut verstehen und du tust mir sehr leid in deinem Gefühls- Chaos.
    Zunächst mal: wie ist es heute gelaufen??
    Du brauchst keine Angst haben, dass du den Job nicht schaffst- du bist doch auf einem guten Weg! Noch sieht es für dich alles unübersichtlich aus, aber das geht auch irgendwann vorbei.
    Du befasst dich ja mit dem Thema und es ist klar, dass du am Anfang nicht schon alles weißt und kannst- sonst bräuchtest du ja gar keine Therapie ;)
    Es ist auch normal, dass am Anfang alles unüberwindbar schwer scheint.
    Glaube mir das geht wieder vorbei.
    Mit jedem sortieren, reflektieren geht es ein Mini- Schritt vorwärts. Mit der Therapie und mit der Zeit kommen dann auch große Schritte.

    Es bleibt nicht so, wie es jetzt, wenn du daran arbeitest!!

    Mache dich ev frei von dem Zwang, unbedingt jetzt eine endgültige Entscheidung wegen des Kontakts zu treffen.
    Das kann niemand! Ich habe zwar schon seit einigen Jahren keinen Kontakt zu meinem Erzeuger, aber ich möchte nicht behaupten, dass ich weiß, was die Zukunft bringt.
    Auch war das nie EINE bahnbrechende Entscheidung, sondern es hat sich einfach entwickelt.
    Aber ich habe auch lange gehadert- was mache ich, wenn er stirbt? Gehe ich zur Beerdigung?
    Heute weiß ich, das kann ich nicht jetzt und endgültig für alle Zeiten entscheiden.
    Du kannst ja vielleicht für kurze Zeiträume erstmal entscheiden. Eine Woche oder zwei oder ein Monat möchte ich keinen Kontakt. Dann beutelt es dich nicht bei jedem Kontakt seitens deines Vaters.
    und nach dem Zeitraum kannst du schauen, wie es dir ging und wieder eine kleine Entscheidung treffen.
    Nicht für den Rest deines Lebens. Das ist ja viel zu dramatisch :)

    LG girasole

    Hallo Power,

    ich habe- frei nach dem Motto "nur aufhören reicht nicht"- Therapie gemacht bzw mache immer noch. Dort habe ich ganz ausführlich MEINE Anteile an der Beziehung gesucht, angeschaut und bearbeitet. Ein Trauma ist etwas, was über einem ergeht, etwas woran man in dem Moment nichts ändern kann. So ist nicht co- Abhängigkeit!!!
    Solange du im "passiv" denkst- was mir angetan wurde- stellst du dich als armes wehrloses Opfer da, dem etwas widerfahren ist. Solange wirst du immer auch Ängste haben, dass dir "sowas" wieder "passiert".

    Du hast zu der Beziehung genau so viel beigetragen wie er. Was? Und warum?
    Schau hin. Schau DICH an.

    Ich habe überhaupt keine Ängste mehr vor einer neuen Partnerschaft!
    Denn ICH bin nicht mehr die selbe wie damals!

    LG girasole

    Hallo Aurora
    ich hatte eine (kleine) Kiste Bücher mit und habe sie alle gelesen :D man hat schon auch Zeit zwischen den Anwendungen. Das wiederum passt dann manchen nicht, die meinen warum man viel freie Zeit hat...
    Das packen war bei mir ein Heiden- Spektakel, ich bin aber auch mit dem Auto hin und das war dann auch voll! Allerdings war ich auch während dem Übergang Herbst- Winter da und brauchte quasi zwei Kollektionen 8)

    Alles Gute dir, bei mir war es eine wunderschöne Zeit, genieße es!
    Girasole

    Hallo Aurora,
    ich freue mich für dich!
    Die ersten Tage dort steht viel Orga, Kennenlernen, Untersuchungen usw auf dem Programm. Das kann schon mal stressig sein... aber dann nicht verzweifeln, denn das geht vorbei und dann bleibt viiel Zeit für Erholung und Entspannung und Verarbeitung :)
    LG girasole

    Ich möchte noch ergänzen, falls es nicht so rüber gekommen ist:
    Vor dieser Akzeptanz steht die Auseinandersetzung mit allen diesen Themen.
    Trauern, lernen, ausprobieren, anschauen, fühlen, wüten usw. Das passierte bei mir alles im Rahmen der Therapie.
    Man kann diesen Prozess nicht abkürzen. Es führt kein Weg direkt zu Akzeptanz und inneren Frieden. Oft lese ich, wie Menschen sich hier direkt nach einer Trennung oder der Erkenntnis, ich bin ein EKA, furchtbar anstrengen, da direkt hinzukommen. Aber das frustriert nur.
    Als ersten Schritt kann man zb akzeptieren, dass es so ist, wie es nunmal gerade ist. Unsortiert, anstrengend, schmerzvoll. Und sich bewusst machen, dass dieser Zustand einen viel kraft kostet. Und sich daher zb bewusst schonen und gutes tun :)
    wie wäre es vielleicht mit einer Kur? Mir hat das sehr viel gebracht :)

    Liebe Zoi,

    meine Geschichte hier beginnt erst vor 1,5 Jahren mit der Trennung von meinem alkohol- und medikamentenabhängigem Exmann.
    hier bei den EKA hab ich keinen Faden. Das Thema EKA ist bei mir aber auch schon länger abgearbeitet.
    Tja, auch ich habe zwei Therapien gemacht, zunächst 4 Jahre eine verhaltenstherapie. Dann ein paar Jahre Pause und nun seit 6 Jahren tiefenpsychologische Therapie,die auch noch etwa zwei weitere Jahre dauert.....

    Ich kenne die Trauer um die Eltern, die man nie hatte.
    Und ich kenne den inneren drill instructor nur zu gut. Hast du schon mal was von inneren Kritikern gehört? Kannste ja mal googeln ;)
    Die Therapie kann dir da bestimmt helfen, da du dich reflektiert anhörst und willens bist, was zu tun :)

    Heute kann ich mich annehmen, wie ich bin. Und ich kann mein Leben annehmen, so wie es ist und war. Auch meine Eltern kann ich inzwischen nehmen, wie sie sind. Daraus hat sich ergeben, dass ich den Kontakt zu meinem Vater komplett abgebrochen habe. Dennoch ist da und auch sonst inzwischen keinerlei Bitterkeit.
    Außer der langen Therapie ( harte, arbeitsreiche Jahre, wie du dir denken kannst) hilft mir mein Glaube und regelmäßiges meditieren zu dieser umfassenden Akzeptanz.
    so kann ich inzwischen weitgehend inneren Frieden haben- unabhängig von den äußeren Umständen.

    Ich bin aber nun auch ca 15 Jahre älter als du... und will dir sagen: das kannst du auch alles schaffen :)

    Liebe Grüße!

    Hallo Zoi und herzlich willkommen hier im Forum :)

    Ich finde, du klingst sogar ziemlich sortiert. Du hast viel erkannt und dich bereits auf den Weg gemacht (Bücher, Beratung). Toll!
    Dass du eine Therapie anstrebst, macht echt Sinn.
    Ich hatte auch lange ähnliche Probleme wie du (Angstzustände beim allein bleiben, Albträume, nicht wissen wer ich bin. ..). Auch mein Vater ist Alkoholiker, meine Mutter vermutete borderlinerin, auch ich habe eine Zeit bei meinem Erzeuger gelebt...in dem gleichen alter wie du.
    Heute sind diese genannten probleme alle weg :)

    Du darfst dir halt keine Wunder- schnell- Heilung erhoffen ; )
    Bei so tiefgreifenden Schädigungen in der Kindheit. ...
    ich habe da schon einige Jährchen Therapie hinter mir.... aber- es lohnt sich!

    Liebe grüße!!

    Hallo Power,

    zu sagen "ich war einfach dumm" halte ich für einen fraglichen Weg.
    erstens machst du dich damit selbst runter.
    all die vielen vielen Frauen, die co- abhängig sind/ waren- alle nur dumm?
    Das halte ich für sehr unwahrscheinlich ;)

    zweitens hattest du (und all die anderen) mit Sicherheit "gute" Gründe. Und die gilt es für dich herauszufinden. Bei mir lag zb ein Gefühl der wertlosigkeit zugrunde.
    Mit Hilfe von Therapie habe ich herausgefunden, dass tief in mir das Gefühl war, eine gute Behandlung nicht zu verdienen. Und dass ich einen menschen gesucht habe, der mich uneingeschränkt glücklich macht, liebt und niemals verlässt- im Gegensatz zu meinem Vater...
    ich habe mir erarbeitet, dass ich das allerdings allerhöchstens von eben meinen Eltern erhoffen/ erwarten kann. Und dann ist es in erster Linie meine Aufgabe! Mich glücklich machen, mich uneingeschränkt lieben und mich niemals verlassen.
    seit ich daran arbeite, hat sich mein Blick auf Männer bzw Partnerschaft grundlegend verändert.

    Blicke auf dich.
    das ist der Weg in eine glückliche Richtung.
    In deinen Beiträgen geht es immer noch fast nur um ihn.
    warum fragst du dich nicht mal, ob du ihn überhaupt geliebt hast.
    schau dir deine Ausführungen an über die Beziehung- erkennst du da liebe? Ich nicht.
    wenn du dich nun fragst, hä was meint die? Dann denke mal darüber nach, wie du Liebe definierst. Usw....

    LG!

    Hallo Tautröpfchen,

    Jaja, die Frage der Provokation und der Strenge stellen Neulinge öfters mal, wenn sie nicht das hören/ lesen, was sie gerne wollen :roll:
    Ich war auch mit einem alkoholsüchtigem Partner verheiratet. Nur wusste ich das damals noch nicht, als wir zusammen kamen.
    Sehenden Auges würde mir das nicht im Traum einfallen.
    Ich habe gelernt: ich darf es leicht haben! Und ich darf es mir leicht machen!
    Ich darf etwas gutes für mich erwarten. Einen gesunden Partner, der auch mal mich eine Zeit tragen kann.
    ich denke, das sind Themen zum nachdenken....

    Ich bin inzwischen geschieden und es geht mir so gut wie schon Jahre nicht mehr. Ich bin allerdings sehr krank am ende aus dieser Ehe herausgegangen.
    Und auch ich war in der Ehe eine Zeit absolut überzeugt, dass ich mich arrangieren kann und auch auf meine Kosten komme.
    betriebsblind nennt man das wohl...

    LG girasole

    Hallo Tautropfen,

    willkommen hier im Forum :)
    Ich wünsche dir einen fruchtbaren Austausch.

    Weihnachten ist übrigens bei längst nicht allen Leuten perfekt, wundervoll, wie im fernsehen...

    was mir noch spontan zu deinem Beitrag einfällt:
    Du scheinst mir eine Kämpferin zu sein, genau wie ich ;) aber habe im Hinterkopf, dass der kluge Krieger weiß, wann die Schlacht vorbei ist.
    Bis zum bitteren Ende kämpfen, wenn lange nichts mehr übrig ist- das ist nicht mehr stark.
    Wie lange willst du denn sparen, gibt es eine realistische Hoffnung, dass du in absehbarer Zeit fertig gespart hast?
    Also: hast du einen Zeit/ Finanzplan?
    Ach ja, und wo ist eigentlich dein Vertrauen in das Leben? Dass es immer einen Weg gibt, dass man nur eben auch erstmal loslaufen muss- sonst kann man ja nicht sehen, was hinter der Kurve auf einen wartet. ..

    LG girasole

    Hallo Miriel,

    könnte das nicht stellvertretend stehen für die grundlegende Angst, wieder in das alte System zu geraten?
    Gerade weil du ja auch noch betonst "das will ich nie wieder"? Vielleicht hast du Schuldgefühle, ihn "abzustempeln, wenn du dir diese Befürchtung bewusst eingestehen würdest.
    Ich finde das eigentlich natürlich, dass Menschen mit unserer Vergangenheit nicht mehr unbelastet und unvoreingenommen eine Beziehung mit einem AA eingehen können.
    Gestehst du dir diese Gefühle, Beklemmung, Ängste usw zu?

    Ich für meinen Teil bin ehrlich zu mir selbst und weiß, dass ich das einfach nicht kann. Damit diskreditiere ich nicht den anderen, denn es liegt ganz allein an mir!


    LG girasole

    Hallo pilsum

    Deine texte zeigen, dass du auf dem richtigen Weg bist.
    Deine Erkenntnisse formulierst du noch als Fragen- warum so zögerlich. Traue deinen Wahrnehmungen und Intuition. Sie führen dich.
    Du machst das gut, bleibe dran!

    LG girasole

    Hallo colibri

    ich habe genau diese CD von louise hay :)
    Kann ich zum kauf empfehlen, ich besitze sie schon einige Jahre und höre sie immer wieder.
    Die ist wirklich toll und hat mir auch sehr geholfen.
    Die CD lädt ein, beim hören einzuschlafen und da am Anfang ein entspannungsteil kommt, passt das gut. Im schlaf verarbeitet das Unterbewusstsein die Worte, so können sie ganz anders wirken.

    LG Girasole