Beiträge von girasole

    Hallo Mäuki,

    es war erstmal nur der Gedanke: könnte dieses "mich hört keiner/ mir hilft keiner", was sich schon länger durch dein fädchen zieht, ein "altes" Gefühl sein, was in der Zeit der Traumatisierung total angemessen war "warum sieht/hört mich keiner?? - warum hilft mir keiner??"
    wenn dem so ist, DANN könntest du weiter damit arbeiten und dann am besten: Profi einspannen.

    Ich weiß übrigens gar nicht, was diese Krankheits- Abkürzung bedeutet :oops:
    bei meiner Krankheit weiß ich schon meistens, was ich brauche. Mein Arzt unterstützt, berät und bestätigt mich da meist eher als dass er entscheidet (tiefe Stimme): "Frau girasole, sie brauchen folgende Behandlung. ..."
    Aber du hast recht, das muss ja natürlich auf alle zutreffen.

    LG girasole

    Hallo HM :)

    wahrscheinlich hättest du am liebsten nicht hier geschrieben, weil dann alles noch realer ist. Weil man sich etwas schämt und etwas als "ich habe verloren" fühlt...??....
    Allen Respekt von mir, dass du es dennoch tust. Nicht unbedingt hier zu schreiben, sondern vor allem: hinzusehen. Und zwar unbeschönigt. Das tut weh in diesem deinem Fall. Das hast du getan. Nur darum konntest du das dann letztendlich auch hier schreiben.

    Du siehst sehr klar und das ist nach dem Schmerz dann auch sehr befreiend und heilsam.
    ja, die Wahrheit kann wehtun. Aber ohne sie zu leben macht krank und unglücklich.
    Erkenne die Wahrheit und sie wird dich befreien! Sagt ja schon die Bibel ;)

    Also nur weiter so, nur Mut, es wird besser und besser!!

    LG girasole

    Hallo Mäuiki

    wir kennen uns nicht. Ich lese aber bei dir seit längerem. Ich bin Co, habe verschiedene Süchte hinter mir sowie eine Angst- Störung und seit einigen Jahren immer wiederkehrende Depression.
    Ich möchte dir einfach mal sagen, was mich beim lesen dies mal angesprungen hat, ev kannst du was damit anfangen, ev weißt du es eh schon.
    ganz oft hab ich bei dir gelesen: keiner hilft mir. Keiner hört mich und meine Verzweiflung, niemand hört mir richtig zu.
    Das ist doch eigentlich das Gefühl deiner Kindheit/ Jugend, als du traumatisiert wurdest.
    kann das sein?
    Dass dieses Gefühl von damals immer noch und immer wieder in dir schmerzt, egal was eigentlich gerade wirklich um dich herum passiert?
    Was brauchst du denn, um ev dieses Gefühl zu stoppen, diese Sehnsucht der kleinen Mäuki von damals zu stillen?
    Dann könntest du einen Profi dafür einspannen (Therapeut, Arzt usw) und konkret sagen: machen sie.... oder sagen sie ....
    versteht man was ich meine :oops:
    oder ist diese Sehnsucht bzw Wunde in dir ev gar nicht zu stillen? Das wäre auch eine wichtige Erkenntnis für dich.
    Dass da etwas in dir schmerzt und wütet, was immer da sein wird. Dass du dich nicht mehr abstrampeln musst, da was zu tun, zu machen.
    Ev geht dann da nur Linderung.
    Da kannst du dann rausfinden, was den Schmerz, die Wut lindert und akzeptieren lernen, dass dieser Zustand des verlassen- und vergessen Seins, des nicht gehört und gesehen werden, immer da sein wird.
    (Leichter gesagt, als getan)

    LG girasole

    Ach Sonnenschein,

    wie kommst du auf die Idee, dass sein Konsum an dir liegt... weil du ihn animierst??? Ja das könntest du bei mir bis zum erbrechen probieren- das einzige was du dann hören wirst ist: "Nein, danke!" Keinen Schluck würde ich nehmen!!
    Dass er dies nicht sagt und dir die Schuld zuschiebt - weil du ihn animisierst- und du glaubst das noch. Das ist echt hanebüchen und zeigt, wie krank ihr beide schon verstrickt seid.
    du wirst dich noch lange nicht trennen, egal was er tut oder trinkt.

    Ach ja, Heimlich trinken bedeutet eben, dass es HEIMLICH ist- daher bekommst du es eben nicht mit!!

    LG girasole

    Hallo Tian

    interessante Frage mit der Gesundheit. Nach meiner Reha war das genau so, wie du geschrieben hast: der allerwichtigste Punkt auf dem Entlassungsbrief war: voll arbeitsfähig :roll:
    da ging schon richtiger Kalauer rum, weil das die oberste prio für die Klinik zu sein schien.
    Psychologen aber definieren das zb schon etwas anders. Ich weiß nicht mehr ganz genau wie, aber es geht neben der Abwesenheit von Krankheit und schmerzen im seelischen Bereich darum, eine Arbeit zu haben, eine gelingende Beziehung (also zb keine abhängige u.ä.) und einen Freundeskreis bzw soziales Netzwerk.

    LG girasole

    Hey kitze

    ďas ist super! Zieh es weiter durch, es lohnt sich!
    Nur erwarte bitte keine Superwoman oder Wunder und das noch in möglichst kurzer zeit ;)
    Es braucht Geduld und Durchhaltevermögen. Aber dann kann man irgendwann richtig toll "ernten" :)

    Eine Freundin macht und tut und arbeitet seit ca zwei jahren hart an sich und ihrem Leben und letztens sagte sie ganz überrascht "du, es geht mir gut?" Und wunderte sich noch, dass es nicht mal nur ein Tag war, sondern eine ganze weile :)

    LG girasole

    Hallo Sonnenschein,

    Und herzlich willkommen! :)

    Ganz ehrlich; die warum- Frage hilft dir nichts weiter.
    So eierst du nur um des Pudels Kern herum: was kannst du TUN?
    Denn tun möchtest du doch eigentlich nichts, oder?
    Also, für DICH tun, meine ich. Nicht ihn bewegen wollen, was zu tun.

    Es gibt einen sehr schönen Buchtitel, von einem tollen Autor:
    Wenn es wehtut ist es keine Liebe.
    Das sagt eigentlich alles.

    LG Girasole

    Hallo Soni,

    hier habe ich dir mal etwas aus meinem Faden kopiert:


    "etwas zum thema Hoffnung, das ja gerade bei uns cos vielbeschworen ist.
    In einer renommierten Zeitung habe ich kürzlich einen Leitartikel zum thema Zufriedenheit gelesen.
    Ein entscheidender Aspekt ist demnach, dass man erkennt, wann es sinn macht, ein Ziel zu verfolgen bzw wann man aufgeben / loslassen sollte.
    Laut Artikel wird man durch festhalten an blockierten lebensentwürfen depressiv.
    ein typischer satz ist demnach (der hier allseits bekannte):
    Ich will das unbedingt. Es sieht zwar so aus als wenn es nicht klappt- aber ich gebe die Hoffnung nicht auf und arbeite/ kämpfe weiter."

    LG girasole

    Liebe manu,

    Ich würde mal sagen, du wirst nicht täglich mehr geprüft, sondern spürst jetzt einfach immer mehr dein Leben. Das, was du dir vorher vermeintlich weggespült hast.
    das ist relativ normal am Anfang.
    Jetzt fängt die Trockenheits- Arbeit an, indem du dir zum einen Alternativen zur Entspannung oder seelentrösten suchst ( putzen ist erstmal eine gute Ablenkung, aber auf Dauer weniger geeignet, dich nach einem harten Tag zu belohnen!!) und zum anderen anfängst, dein Leben aktiv zu leben. Statt wegspülen zb auf der Arbeit in Bewegung gerätst, wie du dich nun zb an den Betriebsarzt wenden willst.

    Du machst das alles sehr gut!

    LG girasole

    Hey tian,

    Heute habe ich nun endlich mal gegoogelt, was dein mysteriöses zazen bedeutet... ah, habe nun festgestellt, dass ich ebensolches ja auch schon länger tue.... nur hat mein Lehrer nie das Wort zazen benutzt. Er sagte immer "sitzen".... Ja, und jetzt weiß ich auch, warum du so davon schwärmst ;)

    Ach ja, aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: diskutiere niemals mit einer Mutter über ihre Erziehung - du kannst nur verlieren :wink:
    (Ich bin nicht Mutter, diskutiere aber beruflich bedingt öfters mit welchen)

    LG girasole

    Hallo Minnie

    ich bin Pädagogin und arbeite u. a. mit Kindern, von denen ein Elternteil Alkoholiker ist .ich kann Zimttee nur beipflichten. Man muss die Kinder Schützen. Es ist ein fataler Irrglaube, dass sie nichts mitbekommen. Und kein Kind geht da ohne Langzeitfolgen/Schäden heraus!!

    Existenzangst haben glaube ich, viele COs. Hatte ich auch sehr stark.
    Überhaupt habe ich mir alles unglaublich schwierig und schrecklich und schauderhaft vorgestellt.
    Lange nach dem Umzug habe ich Notizen von mir zu dem Thema gefunden und mich schlapp gelacht. Weil alles sehr übertrieben und wirklich sehr pessimistisch war - alles, was mich betraf. Meine Finanzen, mein Leben als Single, meine neue Wohnung usw. Es war / ist viel viel viel leichter als ich gedacht habe!
    Nur alles rund um XY das war und blieb schwierig. Seine Reaktion, sein Verhalten- natürlich, wieso hätte er sich ändern sollen, wollte er ja eh nie.

    LG girasole

    Hallo Oliver,

    herzlich willkommen hier, ich wünsche dir einen guten und fruchtbaren Austausch.
    Komm in ruhe an und vor allem: lies viel hier und schreibe. Schreibe dir soz "alles raus". Es befreit und hilft beim ordnen.

    ja, seinen Problemen kann man nicht davonlaufen. Durch Umzug zumindest hat sich noch kaum ein Problem gelöst, die ziehen einfach mit...

    Das Gefühl von schuld und Verantwortung kennt wohl jeder co-abhängige.
    ich habe mir prof. Beistand geholt, und zwar so viel ich kriegen konnte ;)
    Das kann ich wirklich nur empfehlen. Allein hätte ich es nie geschafft.

    Was ist denn eigentlich dein Ziel? Also hier zu schreiben- weg von der co- abhängigkeit? Siehst du dich als co? Und was sind deine wünsche und Ziele für dein weiteres leben?

    LG girasole

    Ja, ich denke schon dass mir bewusst ist, dass ich ihn nicht ändern kann.
    Ich würde ihm aber gerne die Hilfe anbieten und das tun was ich tun kann, dass er sich ändern will und wird.

    hm, Angel, nein, ich denke, du hast es nicht verstanden. Denn im Zitat schreibst du: "ich will etwas tun, dass er...."
    DU KANNST NICHTS TUN! NICHTS!

    ein mensch geht zum Therapeut, weil er etwas ändern möchte! Das ist nicht job vom Therapeuten, jemanden zum ändern zu bringen!
    Das kann nämlich niemand, kein Mensch auf der Welt.
    Und übrigens bist du ja wohl kein Therapeut.
    Selbst wenn ein Therapeut das könnte.
    DU bist aber keiner. Oder denkst du, was der kann, kann ich auch!?

    Du kannst nur dich ändern.
    in deinem tiefsten innern glaubst du aber immer noch, dass es etwas gibt, was du tun kannst. Wenn du ganz ehrlich zu dir selbst bist.

    LG
    girasole