Beiträge von girasole

    Hallo Kreis,

    ich hatte vor 15 Jahren eine verhaltenstherapie (4 jahre) gemacht, weil ich unter angsstörungen litt. Das hat mir sehr geholfen.
    Es folgten aber leider weitere schädigende Muster in meinem Leben.

    Ich habe mich dann nach ein paar jahren Pause einer Diagnostik unterzogen, welche Therapie für mich sinnvoll sein könnte.
    Ich bekam eine Psychoanalyse empfohlen, oder wenigstens eine tiefenpsychologische Therapie. Die mache ich nun seit 6 Jahren.
    Teilweise 2x die Woche. Da geht es richtig ans eingemachte, dahin wo es wehtut.
    aber es hat richtig gut geholfen!
    Wo Wunden eitern, muss man hinschauen, offenlegen, behandeln.
    nur dann ist Heilung möglich, sonst eitert es immer und immer weiter.
    meine Meinung.

    Lg girasole

    Ach ja, Engel, das erinnert mich jetzt an die jahre des verdrängens...
    ich rutschte darüber in eine schwere Depression. Innere Anspannung bis hin zur absoluten Schlaflosigkeit waren meine Haupt- Symptome.
    Nee, wie verwunderlich :roll:
    dass ich damals diesen Zusammenhang nicht gesehen habe! Nicht sehen wollte?

    Seit ich getrennt bin, geht es gesundheitlich immer mehr bergauf :)
    Anspannung habe ich kaum noch.

    lg girasole

    Hallo kaleu,

    Ich antworte dir mal hier, davon ausgehend, dass du mitliest ;)
    Kurz und knapp; yep, sehe ich auch so und geht mir ähnlich :)


    Hallo aiko,

    Meine vermeintlichen Schwächen als Stärken betrachten, hmm, da hast du mir ja was interessantes dagelassen.
    Da hat die frau girasole erstmal sooo :shock: geguckt.
    und dann überlegt. .. nicht so leicht für mich...
    bis jetzt ist mir dazu eingefallen:

    Sensibel statt schwach.

    Meine Episoden führen dazu, dass ich direkt reflektiere, was passiert ist und das dann auch zeitnah bearbeite. So laufe ich nicht so Gefahr, zu verdrängen, dass es mich eines Tages unvermutet gesammelt einholt.

    Meine Sensibilität und zerbrechlichkeit führt mich auch immer wieder zurück zu Gott. Führte dazu, dass ich mich immer mehr in seiner Nähe aufhalte.
    was insgesamt das schönste überhaupt ist.

    Danke für diesen Anstoß.
    Mal sehen, ob mir noch mehr einfällt.

    Lg girasole

    kaleu, ich sehe und mache das in meinen Beratungen so: Erkenntnisse, die aus der Praxis, aus der Erfahrung gewonnen wurden, halte ich für nützlich und beziehe sie ein (da ist schon relevant, woher die stammen und ich übernehme nichts fraglos)
    ebenso versuche ich, die Individuen und ihre individuellen Umstände zu berücksichtigen.

    Ich dachte, dass du ähnlich denkst.

    Und sorry fürs OT :)

    Lg girasole

    Dann vielleicht lieber nicht nach "irgendwelchen" Erkenntnissen. ...
    auch wenn ich meine verstanden zu haben, dass du Erkenntnisse generell nicht so magst ;) so gibts doch immer wieder mal einige richtig gute.
    auch wenn es für dich nun nicht leicht zu hören ist: nach meinen Erkenntnissen uund Erfahrungen sowie denen der Pädagogik hast du mit deinem Sohn viel richtig gut gemacht :P

    Hallo alle,

    objektive dritte sind in so einem Fall sehr ratsam.
    Ich stelle es mir äußerst schwierig vor, da als Elternteil neutral zu sein.

    das Kind einbeziehen ist immer sinnvoll, allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt.
    Kindeswille ist nämlich nicht immer gleich kindeswohl!
    Kaleu schreibt ja auch, er hat seinen Sohn gegen (!) dessen willen zu sich geholt.
    Der Loyalitätskonflikt von scheidungskindern ist immer (!) Da und sollte nicht unterschätzt werden.

    Die schlechtesten Eltern sind besser als gar keine:
    Da hab ich mit keinem wort geschrieben, dass Eltern und kind zusammen leben, die kinder den Eltern ausgeliefert sein sollten.
    Natürlich sollten kinder vor schädlichen Einflüssen der eltern geschützt werden.
    den Kontakt völlig abzubrechen ist und bleibt aber definitiv nicht gut.
    Was nicht heißt im umkehrschluss, dass kontakt mit zb trinkenden Eltern toll ist.
    es ist nur das kleinere übel.
    Insgesamt keine schönen Aussichten fürs Kind, ja.
    es hat mit zb trinkenden Eltern/ Elternteil die arschkarte karte. Dass es da völlig unbeschadet aufwächst ist sehr unwahrscheinlich.

    Und übrigens habe ich durch meine Arbeit schon sooo viele kinder kennengelernt, die ihrem einen Elternteil zuliebe steif und fest schwören und sich auch so verhalten, dass ihnen der andere Elternteil totaaaal egal ist.
    Aber die Wahrheit war das niemals, wie sie mir erzählen.

    Unter anderem ist daher schon lange übliche Praxis, dass zb Pflegekinder immer kontakt zu ihren leiblichen eltern haben. Wenn nötig unter Aufsicht.
    Schwer zu verstehen, ich weiß.
    ich habe auch einige Berufsjahre gebraucht, bis ich es verstanden habe. ..

    Lg girasole

    Hallo,

    als altgediente Pädagogin kann ich dir kurz zusammengefasst sagen: Kontakt zu den Eltern ist sehr sehr wichtig. Egal, wie oder was ist- es sind die Wurzeln eines Menschen. Ohne Wurzeln wird der Mensch haltlos.
    ich hab im laufe meiner Berufsjahre keine einzige positive Entwicklung eines Kindes gesehen, dass keinen Kontakt zu einem Elternteil hatte.
    Unter Kollegen gibt es den Spruch: auch die schlechtesten Eltern sind besser als gar keine.

    lg girasole

    Hey neuweg,

    Wow, du schlägst dich ja super und tapfer!
    ich drücke auch alles für den Termin! Lass uns wissen, wie es ausgegangen ist.
    Und danach- wäre eine kur ev was für dich (oder mutter kind kur)?
    aus eigener Erfahrung weiß ich, wie viel federn man auf diesem weg lässt.
    Hol dir die kraft zurück, fülle deinen akku wieder auf.
    also bei mit hätte da ein kurzurlaub oder eine massage o.a. lange nicht gereicht.
    Pass gerade jetzt in dieser zeit auch gut auf dich auf und sorge für dich!

    LG girasole

    Hallo Andreas,

    als altgediente Pädagogin kann ich dir sagen, dass deine kinder den abstinenten vater mit absoluter Sicherheit zu schätzen wissen.
    Kinder wünschen sich tief im herzen immer, dass die Eltern konsequent und klar sind.
    Sie können auch verstehen, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem nassen und abstinenten vater.

    lg girasole

    Hallo alle,

    aiko, lieb, dass du nachfragst.

    die kombi aus Medikamenten, Therapie, Entspannung (inkl. krankschreibung und pmr, autogenes Training u.a.) und geeigneten - keine anstrengenden- Aktivitäten wirkt wie immer. Es geht halt langsam, aber das ist ok.
    da ich diese kombi ja immer fahre, auch ohne akute Episode, wirkt sie auch abmildernd, wenn dann mal eine kommt. Wie eine art Fallschirm/ rettungsschirm oder netz ;)
    Daher bin ich relativ gut geschützt vor einem brutalen Absturz in eine schwere Episode, wo man ins Krankenhaus muss, weil gar nix mehr geht.

    Insgesamt übe ich mich gerade darin, meine -vermeintlichen ?- Schwächen anzunehmen :)

    Lg girasole

    Liebe aiko,

    das ist wirklich wahr. Ein großer Umbruch! Und das geht meist mit einigen Emotionen einher. Die sind auch völlig am platze! Angst, Trauer, Unsicherheit, Wut, aber auch Aufregung, Freude, stolz... all das und noch viel mehr kann kommen und darf auch sein.
    Lass sie zu, nur versinke nicht darin.

    ich wünsche dir ganz viel kraft und mut!!
    Du weißt, dass es sich lohnt.

    Ganz liebe grüße girasole

    Hallo boebe,

    Wenn ich mich im Kreis drehe, nicht weiterkomme mit meinen Ideen, aber wirklich etwas ändern möchte- dann hole ich mir hilfe.
    eine shg, eine Therapie, eine Kur, eine Beratungsstelle. ... es gibt so viele Möglichkeiten.

    Lg girasole

    Zitat von Ahoi

    ich fühl mich wie der Typ, der nach 15 Jahren aus dem Knast entlassen wird und sich fragt: "Was zur Hölle soll ich hier draußen?!"

    oder besser gesagt, was zur Hölle fang ich mit mir an?
    Jetzt kommt nach dem trennen der nächste schwierige teil. Ähnlich wie bei alkis ohne stoff. Was mach ich mit der vielen Zeit, dem ganzen Raum.
    Man kommt sich in der Stille und der vielen Zeit bedrohlich nah.

    viele sind mit dem alki genau davor geflüchtet. Mein Vorschlag wäre, sich dafür beistand eines profis zu holen.
    Es tut meist ziemlich weh, sich selbst und seine päckchen genau anzusehen.
    Und oft fehlt einem der Blick von außen und man dreht sich allein nur im Kreis, versteht den Schmerz falsch (als liebeskummer) und geht wieder zurück, oder "holt" sich den nächsten Problemfall. Bloß, dass man nicht überall sich selbst und seine Baustellen nachdenken muss.

    lg girasole

    Hallo chloe,

    Vielen dank für deine Worte.
    Bloß hilft schoki bei einer Depression leider nicht ;)

    Da ich seit einigen Jahren damit zu tun habe, kenne ich mich halt aus - siehe das Thema bei dir. Auch hier für diese akute Episode gab es übrigens nicht "den" Auslöser. Es waren verschiedene, die zusammen kamen. (Nicht über alles habe ich hier geschrieben)
    Ich kann hier nun entscheiden, was ich tue, welche hilfe ich hole. Aber kontrolle über die Episoden, wann sie kommen und in welcher form- nöö.
    Nur so als beispiel :)

    Lg girasole