Beiträge von Andi089

    kurzer Nachtrag noch:
    du schriebst:

    Zitat

    (Komisch ist mir schon oefter aufgefallen. Es ist immer um dieselbe Tageszeit herum, wo es schwierig wird. Spaete Nachmittag und frueher Abend. Obwohl so schlimm, wie gestern, war es sonst noch nie. Ab 19.30, 20.00 Uhr geht es mir wieder besser).


    Kann es sein, dass Du in etwa um diese Tageszeit herum früher Deine ersten Drinks getrunken hast? Das würde Dein Befinden bzgl. der relativ genauen Zeit des Druck erklären....

    LG
    Andi

    Hallo Lantern,

    du hast die Drucksituation super gemeistert! Auch dass Du auf unsere Ratschläge und Erfahrungen gehört hast, freut mich für Dich ausserordentlich!

    Gut gemacht! Darfst stolz auf Dich sein. :D

    Die Sache mit dem Notfallkoffer ist eine gute Idee. Da kannst Du Dir die nächsten Tage ein paar Gedanken drum machen wenn Du magst.

    Wichtig wäre eventuell auch noch Dein "Belohnungssystem" im Kopf anzufangen zu "überschreiben". Das heisst, wenn Dir etwas gut gelungen ist, Dich mit irgendeiner Kleinigkeit zu belohnen. Gerade in Situationen, wo Du Dich früher mit Alkohol "belohnt" hast ist das wichtig.

    Bei mir ist das z.Bsp. ein Saunabesuch, nen toller Film, Kino oder einfach mal Fastfood gönnen...oder eben tausend kleine Dinge die Dir Freude bereiten.... So hilfst Du Dir aktiv dabei, Deine Gedanken umzuprogrammieren. ;)

    Du machst das gut. Auch, dass Du Deinen Suchtdruck gleich hier Forum gepostet hast war absolut richtig!
    Weiter so & einen schönen trockenen Tag.

    LG
    Andi

    Hallo Lantern,

    sage Dir bitte immer wieder: jetzt trinke ich nicht! Denk dran, was das saufen aus Dir und Deinem Leben gemacht hat. Lenk Dich ab. Trink enorme Mengen an Wasser. Tu irgendetwas und wenn es putzen ist. Geh spazieren etc...aber sage Dir immer wieder: ich trinke jetzt nicht! Suchtdruck kommt und geht von ganz allein wieder!

    LG
    Andi

    Hallo Rattenschwanz,

    ....schreibt der selbe User, der sich vor wenigen Wochen noch über die negative Grundstimmung hier beschwert hatte....

    Es ist natürlich das gleiche Leben wie vorher. Aber eben doch ein völlig neues,anderes, selbstbestimmtes und nicht von der Sucht oder Ängsten kontrolliertes Leben.

    Man kann nach dem Trinken völlig neu beginnen, wenn man es nur will...man kann aber auch natürlich genauso weiter machen wie bisher.

    Nein, nach dem Saufen wird nicht alles von allein besser oder anders. Man ist plötzlich nicht frei von Problemen. Das ist ein Märchen.

    Aber nach den Saufen hat man es wieder selbst in der Hand...sein Leben.Das ist wohl ein Unterschied für den es sich lohnt.

    Meine Meinung.

    Gruss
    Andi

    Hallo Rattenschwanz,

    gesundes neues Jahr auch noch.

    du schriebst:

    Zitat

    War bei mir ja auch so, über Weihnachten z. B.: Ich hab mich hingesetzt und dran gedacht wie das wäre, jetzt einen "auf die Lampe zu gießen" weil ich das eben jahrelang so gemacht habe und musste lächeln, dann hab ich "an danach" gedacht und war froh darüber, dass ich eben auch am 1. Feiertag ohne Zittern und so munter werden werde (das 2. Jahr hintereinander). Ein herrlicher Gedanke war das. Als ich's meiner Frau erzählt habe, da hattse mich gedrückt und mir'n Kussi gegeben, da habsch mich noch mehr gefreut.


    Und das find ich wunderbar! Dieses weiterspinnen Deiner Gedanken, was würde denn passieren wenn..... genauso mach ich das auch immer bei einsetzenden Suchtdruck!

    Was würde denn so unglaublich geiles passieren, bei dem ersten oder danach dann dem 25ígsten Drink??

    Eben so gut wie nichts! Für eine kurze Zeit wieder willenlos sein. Nicht selbst bestimmt denken und handeln können? Dafür, dass es einem dann, am nächsten Tag wieder Hundselend geht???

    Nein, ganz sicher nicht wieder..... da fahren wir doch echt besser mit den von Dir so treffend beschriebenen "Kussi´s" von unsren Frauen! :D :D

    Alles Gute Dir!
    Andi

    Hallo Atze,
    auch von mir Glückwunsch zu 2 Monaten ohne Gift! Toll gemacht! :D

    du schriebst:

    Zitat

    Dafür bin ich Dankbar.Den Rest kriege ich auch noch auf die Reihe.


    Diese Einstellung finde ich sehr gut.Pass immer schön auf Dich auf. Weiter so!
    LG
    Andi

    Hallo Rattenschwanz,

    ein kurzer Nachtrag noch. Ich bin grad sehr in Eile, deshalb konnte ich auch nur kurz schreiben:
    Ein bedauernswertes leben habe ich geführt als ich soff. Das Leben, dass ich nun führe ist in keinster Weise mehr bedauernswert!

    Gruß
    Andi

    Hallo Rattenschwanz,

    wir kennen uns ja schon aus dem Vorstellungsbereich.

    Ich halte Deine Einstellung für äußerst gefährlich und geradezu fahrlässig! Ich wünsche Dir von Herzen auf Deinem Weg alles Gute. Aber dieser deckt sich in keinster Weise mit den meisten Erfahrungswerten um ein glückliches trockenes Leben zu führen.
    Daher vielleicht auch Dein Name "Rattenschwanz"???

    Ich möchte Dich aber bitten, gerade die frisch abstinenten Teilnehmer mit Aussagen wie:

    Zitat

    da muss ich mir ni – um wieder zum Anfang zu kommen - einreden lassen, was ich doch als Alkoholiker für ein bedauernswertes Leben führen muss und ständig in „Habachtstellung“ durch die Welt ziehen.


    zu verunsichern. Es geht hier bei fast allen ums nackte Überleben. Von daher finde ich solche Aussagen als völligen Blödsinn.

    Grüße
    Andi

    Hallo Heike,
    du schriebst:

    Zitat

    ich wüßte eigentlich gerne, welche das war.


    ich habe mich nach gut 2 trockenen Monaten so sicher gefühlt, dass ich in ein Fussballstadion zu einem Bundesligaspiel gegangen bin. Dort habe ich dann die volle Härte und Wucht meiner Alkoholgedanken am eigenen Leibe zu spüren bekommen. Ich kann Dir nur versichern, dass war fast so schlimm wie der Entzug selbst. Darum rate ich allen, gerade den recht frisch Abstinenten von solchen oder ähnlichen Selbstversuche dringend ab!!
    Ich werde für mich in Zukunft solche Experimente komplett bleiben lassen. denn es hatte damals wirklich nur noch eine klitze kleine Kleinigkeit gefehlt und ich wäre rückfällig geworden. Ich konnte mir vorher nicht im entferntesten vorstellen, wozu mein Suchtgedächtnis im Stande ist!

    du schriebst:

    Zitat

    nun, mit mehr wissen über die krankheit, ist die freude verhalten bis gar nicht vorhanden, da es eben viel arbeit bedeutet. das macht mir ein bißchen zu schaffen.


    Halte Dir vorallem immer genau vor Augen, was der Alkohol letztendlich mit der gemacht hat. Was er alles zerstört hat, oder dabei war zu zerstören und warum Du Dich aus seinen "Fängen" befreien wolltest.

    du schriebst:

    Zitat

    als trauerkloß möchte ich aber auch nicht durchs leben gehen,


    Das sollst Du doch auch gar nicht. Es gibt soviele schöne Dinge die Du machen kannst. Unendlich viele Orte an denen kein Alk getrunken wird und Du Spass haben kannst. Gib Dir die Zeit, die Du brauchst bevor Du Dich in gefährliche Situationen begibst. Das ist mein Rat an Dich!

    du schriebst:

    Zitat

    mir gutes zu gönnen, fiel mir schon immer schwer. da muss mir noch mehr einfallen.


    Gutes gönnen hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Konsum von Suchtmitteln zu tun. Versuch Dir andere Belohnungen für Dich zu schaffen. Tu Dinge die Dir Spass machen. Das sind bei mir z.Bsp. Saunabesuche, Spaziergänge, Unternehmungen mit meinen Kindern, Sport, ein schönes Buch lesen, nen Film schauen,shoppen gehen, berufl. weiterbilden....einfach die ganzen Dinge, die in Deiner Alk.Karriere auf der Strecke blieben! Es gibt soviel zu entdecken da "draussen". Da kommt sicher keine lange Weile auf glaub mir. Nur tun musst Du selber.....

    Ich wünsch Dir die nötige Kraft um dafür zu sorgen, dass es Dir gut geht Heike.

    LG
    Andi

    Hallo Heike,
    du schriebst:

    Zitat

    und dir geht's gut, andi?


    Danke, mir geht es recht gut ja.

    Vieles was Du in Deiner Nachricht geschrieben hast freut mich sehr.Wie z.Bsp:

    Zitat

    ...klärenden gesprächen mit meinem mann....das haus ist alkfrei, weihnachten wird ohne alkohol verbracht...wenn's sein muss für mich, bleib ich eben fern....eine ambulante therapie möchte ich auch so schnell wie möglich machen...


    Du gehst einen guten Weg finde ich. Vergiss die kurzen Verschnaufpausen unterwegs nicht ganz. ;)

    Du schriebst:

    Zitat

    ich fühle mich im moment stark


    Das ist gut, kann aber auch zu gefährlichen Selbstüberschätzungen führen. Mir wäre dieses Gefühl von Stärke, vor ein paar Wochen beinahe zum Verhängnis geworden. Was ich damit sagen will, sei immer äußerst achtsam und höre auf Deine Gefühle. Begib Dich nicht zu leichtsinnig in mögliche Gefahren und pass immer und überall gut auf Dich auf.

    Deine Trockenheit sollte über allem anderen stehen.

    Liebe Grüße
    Andi

    Hi Tina,
    schön Dich wieder hier zu haben! :)

    Nein ich gehe nicht. Steht fest wie das berühmte Amen in der Kirche. Ein großteil der Kollegen kennt den Grund direkt von mir, der andere Teil wird ihn auf der Feier selbst , spätestens nach dem 6. Drink eines eingeweihten Kollegen auch erfahren! :wink:

    Allen eine tolle trockene Adventszeit.
    LG
    Andi

    Hallo Heike,

    du schriebst:

    Zitat

    ich bin hier auch so oft, mein mann findet das inzwischen gar nicht mehr so gut


    natürlich findet er das langsam gar nicht mehr so gut. Ihm werden ja auch sicher langsam die Konsequenzen bewusst, wenn er merkt das es Dir diesmal durchaus ernst ist. Du gehst ja völlig andere Wege als bisher. Forderst Dinge die Du vorher nie verlangt hättest. Hinterfragst einiges. Warum ist denn Deinem Mann der Alk sooo wichtig? Nicht das er letztenendes auch ein Problem damit hat.???Er sagt darauf: Nein natürlich nicht!!!!..... Aber das ist auch nicht relevant für Dich! Nur Du bist wichtig und zählst. Es ist Dein Leben und Du hast nur dieses Eine. ( es sei denn meine Theorie ist falsch ;) )

    Was ich Dir damit sagen will ist, Du wirst Deinem Mann incl. saufendem Umfeld (tschuldige ist sehr deutlich geschrieben, aber zweckmäßig) unheimlich wenn nicht sogar lästig und nervig. Das gehört dazu. Du änderst Dich auf Deinen freien Willen hin und die anderen sollen auch gezwungenenrmaßen etwas für Dich ändern. Bist Du ihnen wirklich wichtig. Lieben sie Dich, werden sie einiges für Dich ändern. Bei mir haben viele viele etwas geändert und die , die es nicht taten spielen in meinem Leben, wenn überhaupt nur noch eine kleine Nebenrolle.

    Denk mal in Ruhe drüber nach. Aber sei unbedingt äußerst vorsichtig und überaus achtsam in dieser wichtigen Phase. Manchmal kommt der Trigger auch mit voller Durchdachtheit, um einige vergangene Bequemlichkeiten schnell wieder zu erreichen....Ich hoffe Du verstehst meinen kleinen !Wink"!


    LG
    Andi