Beiträge von Quantensprung

    Hallo Eric,

    schön zu merken, dass man Gefühle auch mal ausleben (gefällt mir besser als aushalten ;-)) zu können, oder? Auch wenn das sicher ein trauriger Anlass war. Es zeigt aber, dass wir viel mehr Möglichkeiten haben als die Flasche und das finde ich großartig!

    Du schreibst von Studium, was machst Du denn? Ich bin ja auch "Spätzünderin" was das angeht, daher frage ich.

    Hoffe es geht Dir besser,

    einen schönen Tag
    Quantensprung

    Hallo Michael!

    Erst einmal großartig, dass Du diesen Entschluss gefasst hast. Hast Du einen Entzug in der Klinik gemacht? Wie sind Deine weiteren Schritte geplant? Gab es einen bestimmten Auslöser für Deine Entscheidung, oder ist das über die Zeit gewachsen? Ich freue mich auf einen Austausch.

    Schöne Grüße
    Q. :)

    Hallo Atze,

    alles Gute zu 2 Monaten, es geht voran! :D Ich schlafe mittlerweile wieder wie ein Stein, so wie es sein soll. Und bei mir ist es auch noch kein Jahr, dass ich mit dem Trinken aufgehört habe. Ganz bestimmt nach und nach kannst du wieder auf deinen Körper hören und ihm vertrauen, dann spürst du wieder wenn du müde wirst und kannst dem nachgehen.
    :D
    Alles Gute weiterhin.

    Schöne Grüße
    Q.

    Hallo Forum,

    ich wollte mal wieder Hallo sagen und leicht verspätet, aber von Herzen allen ein erfolgreiches und kraftvolles 2014 wünschen. Ich lese regelmäßig hier, weiß aber selbst oft nicht was ich schreiben soll. Der letzte Jahreswechsel war der erste ohne Alkohol seit meiner Jugend. Mein Freund und ich waren im Kino, danach beim Griechen und dann gemütlich zu Hause.
    Mich beschäftigt doch sehr, dass ich derzeit eigentlich keine Freunde habe. die ich regelmäßig treffe. Ich denke viel über verpasste Chancen nach und wünschte mir aktuell die letzten 10 Jahre zurück.
    Es zeichnet sich ein Wendepunkt ab und ich frage mich gerade, was eigentlich wirklich erstrebenswert für mich ist.
    Anfang 20 wollte ich eigentlich nach Berlin und Medizin studieren. Nun, mit 40, hänge ich immer noch in diesem blöden Kaff, wo ich eigentlich gar nicht sein will. Und schon gar nicht will ich hier sterben. Aber ich habe schon so viele falsche Entscheidungen getroffen in meinem Leben und so sehr ich Edith Piaf liebe, kann ich ihr in einem nicht zustimmen. Es gibt ein paar Sachen, die ich sehr bereue, weil ich naiv war und dafür im wahrsten Sinne des Wortes bezahlen muss.
    Ich möchte mich frei fühlen und bin eingezwängt. Das größte Übel, meine Alkoholsucht, habe ich hinter mir gelassen, was mich jeden Tag unglaublich dankbar macht. Und jetzt merke ich erst wieder in welchem Dunst ich mich hier bewege, was mit mir so gar nichts zu tun hat und meiner Gedankenwelt überhaupt nicht entspricht. Natürlich ist vieles vertraut, einiges auch bequem, aber ich möchte das nicht. Wie mache ich das mit den Kindern, kann ich es überhaupt wagen wegzugehen? Außer meinem Partner hält mich hier nichts. Gerade kommen 17338 Gedanken, ich brauche dringend eine Perspektive. Das kam jetzt einfach unsortiert so rausgesprudelt und ich lass das mal so stehen. ;)

    Viele liebe Grüße
    Quantensprung :)

    Erstmal an Bernd, ich hab' Dich nicht vergessen! :) Danke für die Antwort.

    [/quote]Das hiess aber immer und immer gegen die Sucht anzukämpfen. Es ist sehr gefährlich weil ich nicht gewinnen kann.

    Zitat


    Ich habe mich am 8. Mai eingewiesen, soviel zum Thema meines Kampfes. ;) Ich habe eine histrionische Persönlickeitsstörung schwarz auf weiß. Fand das immer leicht übertrieben, aber vielleicht deutet das geschichtsträchtige Datum doch auf einen gewissen Hang zur Dramatik?! ;)

    Bruce :


    Die Orientierung an Erfolgsgeschichten bzw. den Personen dazu, das ist auch mein Weg. Denn Erfolg produziert wieder Erfolg, ganz einfach. :)

    @Sunshine:
    Ich hatte die Tage das Wort Anti-Alkoholiker im Kopf, habe das jetzt bei Poster gelesen und kann damit was anfangen. Was hinter dem Begriff Alkoholkrankheit steht weiß ich ja. Aber das hat bei mir was mit Konditionierung zu tun. Wenn ich immer krank-Alkohol-Rückfall in mein Unterbewusstsein aufnehme, indem ich es mit meiner Persönlichkeit verknüpfe, halte ich das für wenig klug! Ich schlage also meinem eigenen ES ein Schnippchen und verknüpfe mich mit gesund-AntiAlk-Nüchtern-klar-bewusst. ;)

    [quote]Das finde ich aber stark verallgemeinert. So denkt nicht jeder Alkoholkranke. Gerade dazu gab es vor kurzer Zeit einen intensiven Austausch im Erweiterten Bereich,
    und von daher weiss ich, das es selbst hier im Forum nicht so gesehen wird.

    Das war auch überhaupt nicht hier auf das Forum bezogen, sondern wirklich nur auf meine Offline-Gruppe. Ich wollte hier niemanden pauschalisieren, finde vielmehr, dass das Forum hier von einer insgesamt sehr aufgeräumten Herangehensweise geprägt ist. :)

    LG
    Q.

    Hallo Sunshine,

    danke für deine Antwort.

    Also, ich drücke mich in dem Punkt wahrscheinlich sehr missverständlich aus, weil ich die Gedanken, die ich dazu om Kopf habe noch nicht wirklich als Theorie formulieren kann. Wenn ich nicht krank sage, dann meine ich meinen jetzigen Zustand. Die Diskussion über kontrolliertes Trinken habe ich für mich abgehakt, als ich eine Einsicht in meine Sucht bekam und mich entschloss ein nüchternes und klares Leben zu führen. Dass meine stillgelegte Mine durch das erneute Trinken sofort reaktiviert würde ist mir glockenklar. Jetzt kommt aber der Punkt. Ich habe auch Hashimoto, eine chronishce Autoimmunerkrankung. Meine Werte waren eine Zeit lang so hoch, dass ich kurz vor dem Koma war. Heute nehme ich Tabletten und trage zwar die Krankheit in mir, kann sie aber kontrollieren und fühle mich kerngesund. Mit einer Suchterkrankung verhält es sich meines Erachtens ähnlich. Natürlich wird das immer ein Teil von mir sein, aber eben keiner mehr, der mich fühlbar krank macht, wenn ich achtsam mit mir umgehe. Der Status Krankheit assoziiert mir einfach zuviel Krankmachendes und selbsterfüllend Prophezeiendes, was für ein gesundes Leben völlig kontraindiziert ist. Ich hoffe, ich konnte einigermaßen rüberbringen, wie ich das meine, wenn ich von dem ungeliebten Krankenstempel spreche. Und wieso sind andere Süchte nicht als Krankheit verifiziert?

    Zum Thema Schmuddelkrankheit: Ich war während des Entzugs mit einer Lehrerin auf dem Zimmer, die kam irgendwann zu mir und sprach von den komischen Alkoholikern da draußen (meinte die Mitpatienten im Aufenthaltsraum). Ich habe sie gefragt, ob sie meint, dass sie eine bessere Alkoholiker sei, weil sie kaum Promille bei der Aufnahme hatte.... Das hat sie nicht verstanden und ich hab sie ausgelacht. Nein, ich gehe damit ziemlich offen um und habe keine Vorbehalte gegen Alkoholiker, falls du das meinst (wäre ja auch irgendwie paradox... ;) ). Mich nervt nur die völlig unreflektierte Phrase in meiner Gruppe, die da lautet: "Ich bin nunmal krank und ein Rückfall gehört dazu". Da bekomme ich die Krise, ist ja quasi ein Freifahrtsschein, oder wie? Da gehe ich an die Decke! Wieso kommen die wenigsten auf die Idee, sich einfach mal dazu zu entscheiden, eben zu den Prozent zu gehören, die KEINEN Rückfall bauen? Ich weiß, das hört sich jetzt vielleicht arrogant an, ist es aber nicht. Ich habe entsetzliche Jahre hinter mir, bis zu dem Punkt an dem ich jetzt stehe. Und das es nicht von heute auf morgen geht ist klar. Ich meine aber, dass jeder der diesen Scheiß mit sich rumträgt auch eine Verantwortung hat, die er einsetzen sollte. Auch wenn es sehr sehr schwer ist und sich einige sicherlich auch vergeblich bemühen.

    Liebe Grüße
    Q.

    Hallo Poster,

    ich habe gerade einen Teil deines Threads gelesen, genauer den Anfang und das bisherige Ende ;) Im Januar werden es 14 Jahre, da habe ich mit der Carr-Methode mit dem Rauchen aufgehört. Das Buch bzgl. des Trinkens kenne ich nicht, dazu kann ich also nichts sagen. Mir gefällt, wie du die Dinge benennst, auch ich sehe mich mittlerweile als Anti-Alkoholikerin und @ Forum: ich bin nicht so dumm und verniedliche damit meine überwundene Sucht.

    Tina : Deine Frage verstehe ich überhaupt nicht! Sich intellektuell mit etwas auseinandersetzen impliziert bei dir den Umkehrschluss, dass es deiner Logik nach zu Folge fraglich ist, wieso Poster dann noch schreibt? Etwas abarbeiten bedeutet auch BEarbeiten und sich intensiv damit auseinandersetzen. Und bedeutet doch nur, dass er kongruent leben kann und sich seiner ganz individuellen Suchtgeschichte und Suchtfreien Gegenwart bewusst ist. Oder sehe ich da etwas falsch?

    Bruce , wieso denkst du, auf das von dir eingefügte Zitat bezogen, feststellen zu können, dass Poster nicht zufrieden ist?

    @Forum: Wieso komme ich von dem Gefühl nicht los, dass egal ob hier oder in meiner Gruppe real, immer wieder gestichelt wird, wenn jemand seine Sucht überwindet und jede Menge Gesundes zeigt?! Einbildung?

    Schöne Grüße,
    Q.

    Hallo Atze,

    auch ich bin zuerst an den 2 Bieren vom 2.11. hängengeblieben. Doch dann las ich das:

    Zitat

    Mit Hilfe verschiedener SHG und meiner Hausärztin gelang es mir über 11 Jahre mit Aussnahme eines Rückfalles von 2-Tagen zufrieden nüchtern und trocken zu bleiben.

    D.h., Du hast doch etwas ganz wertvolles worauf du zurückgreifen kannst. Du weißt nämlich einen Weg aus deiner Sucht! Darauf würde ich ganz genau schauen, auf die Dinge die dir schon einmal halfen, die hast du als Fertigkeit in Dir!

    Natürlich gilt es auch zu schauen, woran es lag, dass du wieder angefangen hast. Andererseits hast du das ja schon erkannt. Also, Adlerauge sei wachsam! Ich denke, die Achtsamkeit ist mit das Wichtigste. Ganz allgemein finde ich wird in Bezug auf Alkoholismus zu defizitorientiert gedacht, meine bescheidene Meinung ist, dass genau das der Ansatz ist, warum soviel schief läuft. Mehr von Gutem und das Schlechte erkennen und deaktivieren, mal salopp gesagt! ;)

    Dir auch ein schönes Wochenende,

    Q. :)

    Und nochwas geht mir häufig durch den Kopf. Es ist so, dass ich unheimlich viele Leute kenne, aber dennoch nie wirklich einer Gruppe angehörig war. Ich war zwar auch in Vereinen und Cliquen, aber wollte nie richtig dazugehören, sondern eher frei von Cliquenwirtschaften bleiben. Freunde, die in Deutschland und der Welt verteilt sind, muss ich bis auf soziale Netzwerke alle meiden, da dort immer Alk im Spiel war. Eine meiner besten Freundinnen betreibt eine wunderschöne Weinbar, dorthin bin ich immer spontan gefahren, wenn hier alles drunter und drüber ging, oder auch einfach so, um es mir gut gehen zu lassen. Das entfällt und tut mir unheimlich weh. Dazu gehören auch noch ein paar andere Leute, die ich alle aus dem Zusammenhang Genuss, Essen und Trinken kenne. Ebenso verhält es sich mit einem früheren geliebten Hobby. Nun bin ich schon sehr eigenbrötlerisch, wobei dass niemand der mich nur oberflächlich kennt vermuten würde. Mein Partner ist übrigens genauso und wir haben unsere eigenen Hobbies, worüber ich sehr glücklich bin. Aber manchmal denke ich mir, wäre es schon schön, mal kurz zum Hörer greifen zu können und ein paar Stündchen zu quatschen. oder ab in den Zug und zur Freundin fahren. Wie geht Ihr mit dem Thema Freunde und Bekannte um? Ich lerne gerne alleine in meinem Kämmerlein, aber irgendwie fehlt mir das, der Austausch zu meinen Leuten. Darüber denke ich nicht gerne nach.... :cry:

    Hallo Ihr!

    Bezgl. meiner Panik hatte ich schon verschiedene Therapeuten, aber offensichtlich noch nicht den richtigen! Im Moment wäre mir das auch alles zuviel, werde das mal im neuen Jahr auf meine Mind-Map-Jahresliste setzen. :) Die Situationen in denen es auftritt kenne ich. Aber es tritt eben nicht immer auf und ist viel besser geworden.
    Die letzten beiden WE waren übrigens frei von Dramen, ich bin momentan irgendwie im Flow. Was Frank schrieb mit dem emotionalen Treibsand, darüber habe ich lange nachgedacht. Ich weiß, dass es mich sehr belastet, wenn mein Partner zuviel trinkt. Und ich weiß auch, dass ich mir Halt wünsche im Sinne von mich auf ihn verlassen können, Verbindlichkeiten, die eingehalten werden etc..
    Ich stelle das aber nicht in Abhängigkeit zu meinem Nicht-Trinken, sondern denke, dass ich die Auf und Abs nur durch meine "trockene" Einstellung abfangen kann. Mich würden Eure Gedanken dazu interessieren, denn in meiner Therapiegruppe haben eigentlich alle mit Rückfällen und Suchtdruck zu "kämpfen". Da ist die psychische Abhängigkeit noch so immens, dass ich mir ohne Suchtdruck vorkomme wie ein Exot. Ich habe neulich einen Satz gelesen, der mir unheimlich gefiel. Der lautete: "Wieso bin ich plötzlich immer so schrecklich traurig, wenn ich Lust zu Saufen hab'?" oder so ähnlich. Jedenfalls frage ich mich, wie eine überwundene psychische Abhängigkeit wieder dominant werden kann, im Sinne von Rückfall. Das bedeutet für mich, dass es vorher kein Überwinden gab, das Hintertürchen der Suchtverschleierung immer noch ein Stück offen war und es eben noch nicht Klick gemacht hat im Kopf. Ich weiß, dass ich eine Sucht überwinden kann. Das hätte ich beim Rauchen auch nie geschafft, wenn es eben nicht Klick gemacht hätte. Nur ohne den festen Willen und ein hohes Maß an mentaler Stärke hätte es eben auch nicht funktioniert.Wie gesagt, mich interessieren Eure Meinungen dazu sehr, denn ich möchte mich partout nicht mit einem Dauerkrankenstempel zufrieden geben, der ehrlicherweise nur entstanden ist, weil wir der Volkswirtschaft einen so großen Schaden zufügen. Ich weiß, dass hört sich jetzt vielleicht provokant an, ist es irgendwie auch, nur habe ich damit aufgehört, mich und meine stillegelegte Suchtmine ständig im Schonwaschgang zu behandeln.

    Viele Grüße
    Q. :D

    Danke! :D

    Wie du so richtig sagst. Diese sch... Sucht ist heimtückisch und daher bin ich wachsam und tue alles mir mögliche dafür, dass das so bleibt. Vielleicht ein hinkendes, aber für mich doch vergleichbares Beispiel: Vor knapp 14 Jahren habe ich aufgehört zu rauchen. Und selbst heute noch überprüfe ich mich, ob da noch eine Gefährdung lauern könnte. Nicht mehr so häufig wie zu Beginn, aber immer wieder regelmäßig.

    Also, Adlerauge sei wachsam, gell!? :)

    Und mit dem Schönreden in meiner Partnerschaft, dass mag zum Teil stimmen. Aber ich sorge dafür, dass es mich nicht gefährdet. Ich glaube dann wäre ich schon weg.

    LG
    Q.

    Liebe Sunshine,

    ich glaube da hast du etwas missverstanden. Ich schaue überhaupt nicht überheblich auf Menschen, die schon länger trocken sind als ich. Und ich halte die Grundbausteine auch für sehr sinnvoll. Aber diese setzen kann doch letztlich nur ich. Ansonsten sind es auf Papier gebrachte Worte, mit Inhalt füllen muss ICH sie doch für mich persönlich. Davon abgesehen gibt es sicher nicht den einen Weg, der allheilend ist. Schön wäre es, wenn es anders wäre. Und mein Weg ohne Alkohol begann schon lange bevor ich aufgehört habe zu trinken. Hört sich vielleicht paradox an, ist aber so. Und dass ich denke, ich trinke nix mehr und gut ist habe ich nie behauptet. Wie kommst Du darauf?

    Ich arbeite viel an mir und bin mein größter Kritiker. Ich stelle mir täglich die Frage was wäre, wenn ich jetzt Suchtdruck bekäme. Ich sage mal so, mein Antivir läuft immer im Hintergrund und das was mir guttut ist, dass ich merke, dass ich den Alk zu keiner Gelegenheit brauche. Was sollte daran schädlich sein?

    LG

    Hallo ihr Lieben!

    Entschuldigt, dass ich mich länger nicht gemeldet habe. Mein Problem ist, dass ich Euch allen immer gerne ausführlich antworten möchte, ich dass aber wohl erst befriedigend schaffe, wenn ich in meinem 10-Finger-Tipp-Programm weiter fortgeschritten bin. ;)

    Ich gebe mal kurz einen Sachstand rein. Mit den Co-Anteilen meine ich das so, wie ich auch verschiedene Ausprägungen aller denkbaren Eigenschaften besitze. Nur wenn ich selten rumschreie oder ab und zu weine bin ich ja noch kein Choleriker oder depressiver Mensch. So gibt es zu allen Eigenschaften Polaritäten, die in Bezug auf meine Anteile von Co-Abhängigkeit partiell da sind, aber mich eben nicht gänzlich abhängig machen.

    Die Panik kommt leider immer aus heiterem Himmel, aber ich kann jetzt nüchtern wesentlich besser damit umgehen und sie anders einschätzen. Hoffe ich, nur mit dem Autofahren bin ich immer noch verzweifelt.

    In Bezug auf das Fundament der Trockenheit räume ich ausschließlich mir das Recht ein, die Steine dafür zu setzen, denn ich weiß, dass ich mich auf mich verlassen kann. Das ist das Einzige was zählt! So sehr ich meinen Partner liebe, aber das ist alleine mein Job, egal, ob er selbst trinkt oder der Papst wäre. (Was wiederum zu anderen Problemen führen könnte ;) )

    Über mein Studium bin ich sehr glücklich und hochmotiviert. Ich genieße die neue Gedankenwelt, die sich mir auftut. Und ich genieße es, Gedanken zu Enden führen zu können. Das hatte ich eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr.

    In Bezug auf meinen Partner bemerke ich schon eine Veränderung. Je mehr ich in der Lage bin, mich emotional zu distanzieren, wenn er wieder zu viel trinkt, umso näher kommen wir uns. Damit will ich sagen, dass er in den vergangenen Wochen sein Verhalten geändert hat. Er trinkt deutlich weniger (immer noch zu häufig) geht aber Schritte nach vorne und auf mich zu. Er benennt das Trinken häufiger als Problem und sagt auch ganz kalr, dass er das nicht mehr möchte. Ob das so bleibt und/oder sich weiter stabilisiert kann ich natürlich nicht sagen. Es bringt mich aber von meinen Sachen nicht ab und wirft mich nicht mehr so aus der Bahn, wie noch vor einigen Wochen. Ich hoffe von Herzen, dass wir eine gemeinsame Zukunft haben. Und die Momente, die schönen, in der Gegenwart genieße ich und die schlechten kompensiere ich mit Vertiefung in mein Studium. ;)

    Mein Nebenjob läuft auch gut, ist jetzt nichts dolles, aber ein Anfang.

    So, ich habe wahrscheinlich die Hälfte vergessen. Heute mache ich noch Kohlrouladen und Käsekuchen. So kann das WE beginnen, wie ich finde.! :)
    Und bei Euch so?

    Schön, dass es Euch gibt. Danke für Euer DASEIN!

    Herzliche Grüße
    Q.
    :D

    Tja, der jumping Point ist ja der. Ich habe einen Plan und lebe auch nach den Grundbausteinen (bis auf die bekannte Ausnahme). Doch gibt es ja auch Lebensziele in die ich ihn gerne mit einbinden möchte, bzw. die ich mit ihm entwickeln möchte. Also habe ich ein Problem, weil es mich blockiert. Ich möchte nicht als Single entscheiden, obwohl ich in einer Beziehung bin. Mit dem 'vor mich hinwurschteln' meinte ich eher, dass ich in dieser Situation nur Kleines, für mich machbares erreiche und tue. Ein größeres Ziel ohne ihn zu planen erscheint mir nicht erstrebenswert, verstehst du? Ich kann das schon machen, aber dann geht es in eine ganz andere Richtung als ein gemeinsamer Plan. Und wie das alles funktionieren soll, dafür hätte ich gerne eine kleine Weisheit.
    Ach, es könnte alles so einfach sein....

    Das Positive ist, ich denke in keiner Situation, das mir das Trinken helfen könnte. Das ist weg, brauch ich nicht mehr.

    Schöne Grüße
    Q. :)

    Hallo Basti,

    das mit deiner Medikation in der Klinik habe ich nicht ganz verstanden. War da auch ein Antidepressiva dabei? Wenn ja, dann kannst du dir das doch auch weiter beim Hausarzt verschreiben lassen. Vom Versuch das ganz ohne zu probieren kann ich dir aus eigener Erfahrung nur dringend von abraten. Bei mir ist es mehr Glück als Verstand, dass ich heute noch lebe. Die Medis haben es mir nach einer Weile erst wieder ermöglicht wieder am Alltag teilzunehmen und mich nicht nur pechschwarz wahrzunehmen incl. mehrerer Suizidversuche. Depression ist heilbar und die Medis können dir helfen dich wieder ein bisschen in die Spur zu bringen. Geht halt nicht von heute auf morgen. ;)

    Bei Modellbau werde ich hellhörig, was baust du denn?

    LG
    Q.