Hallo Sula,
ich habe mir den Thread mal durchgelesen und bin schon verblüfft was hier seit Freitag alles zusammengekommen ist an Aussagen.
Ich lasse das mal so schwammig stehen und kommentiere das nicht im Einzelnen 
Was ist eigentlich ein " stigmatisierter " Alkoholiker? 
Du hast ja auch schon ein paar Reaktionen auf Deine Darstellungen / Definitionen / Verhalten bekommen, das sollte wohl erstmal reichen meine ich.
Wie jemand seine Krankheit für sich Selbst einordnet ist eine eigene Darlegung, welche natürlich wie andere Ansichten auch, außerhalb jeder fremden Kritik stehen.
Genauso wie Gefühle oder Schmerzempfinden auch.
Für Dich ist das Forum wohl sinnvoll um Dich ausführlich über das Wesen und die möglichen Auswirkungen der Alkoholkrankheit zu informieren.
Einiges davon wird hängenbleiben und Dir vermutlich beim zukünftigen Umgang mit der Krankheit helfen.
Die Wahrnehmung von Entzugserscheinungen ist natürlich personenbezogen, klar ist aber das der Körper und die Psyche zu kämpfen haben um das Gift zu verarbeiten.
Das Ansinnen des Forums ist keinesfalls die zwanghafte Trockenlegung der User hier.
Du bist abstinent und willst das bleiben, das ist eine Grundlage für weitere Tipps und Erfahrungsberichte von unserer Seite.
Das machen wir hier.
Fragen um die Krankheit so gut als möglich beantworten, Erfahrungsberichte und der Austausch darüber, Tipps für den Umgang mit der Krankheit, mögliche Anlaufpunkte....kurz geschrieben: " Hilfe zur Selbsthilfe " um "trocken" zu werden und zu bleiben.
Nur eine übliche Zustandsbeschreibung in Verbindung mit der Alkoholkrankheit...weil es eben mit Flüssigkeit zu tun hat. Trockene Heroinabhängige gibt es also eher weniger. Clean ist hier ja die richtigere Definition wie schon geschrieben.
" Ich persönlich " halte es für gefährlich eine chronische Erkrankung als " erledigt " anzusehen. Das kannst Du natürlich für Dich tun wenn es dem Grundgedanken Deiner Abstinenz hilft und zum Erfolg führt.
Wir können nur darauf hinweisen, das es nur irgendwie nicht dem üblichen Umgang mit einer chronischen Erkrankung entspricht.
Die ist ja nunmal immer da und kann jederzeit wieder ausbrechen, wenn bestimmte Verhaltensregeln gebrochen werden.
Ein Arztbesuch ist bei einer ( jeder ) chronischen Erkrankung unerlässlich.
Der Arzt muss über die chronische Erkrankung informiert sein. Das damalige Verhalten gegenüber Suchtmitteln ist auch wichtig. Das da ein Suchtcharakter vorhanden ist, erkennt er dann zwangsläufig von selbst.
Es werden dann andere ( vorzugsweise ohne Suchtpotenzial ) Medikamente verschrieben, über die veränderte Toleranz zu Schmerzmitteln und Narkosen wurde schon geschrieben.
Die dauerhaft konsumierten Gifte bleiben eben leider nicht ohne Auswirkungen auf das Nervensystem.
Viele User hier haben am Anfang Schwierigkeiten damit, sich mit dieser " dauerhaften Erkrankung " zu identifizieren. Das ist nichts Neues hier. Wer möchte schon krank sein.
Es hilft vielen aber einfach zu kapitulieren und nicht mehr mit Definitionen zu spielen. " Ein wenig krank oder schwer krank " blockiert nur unnötig und verzögert.
Grauzonen sind auch nicht hilfreich.
Schwarz oder Weiss sind da eher zielführende Definitionen für Viele.
Schreib uns konkret womit wir Dir helfen können abstinent zu werden oder zu bleiben.
Darauf gibt es konkrete Antworten, welche auf medizinische Definitionen / Erkenntnissen und jahrelangen persönlichen Erfahrungen basieren.
Nicht mehr und nicht weniger.
Dieser Beitrag ist weder als Kritik, noch als Bewertung gedacht und oder zu verstehen.
Evtl. ist ja was für Dich dabei und Du kannst damit etwas anfangen.
Nur ein paar Gedanken, welche ich kurz niederschreiben wollte als ich mich so durchgelesen habe hier.
Gruss und willkommen in einer " trockenen " Zukunft.
WW