Im Moment haust er im Zelt, arbeitet noch und hat noch eine Wohnung weiter weg?
Wo ist denn sein Wohnsitz eigentlich angemeldet?
Ist er eigentlich mobil?
Im Moment haust er im Zelt, arbeitet noch und hat noch eine Wohnung weiter weg?
Wo ist denn sein Wohnsitz eigentlich angemeldet?
Ist er eigentlich mobil?
Ich fände es prima wenn Du zwischendurch mal den Stand schreibst aus der Langzeit-Reha. Bin gespannt wie ein Flitzebogen auf Deine Eindrücke und die derzeitigen Behandlungsmaßnahmen.
Gruss WW
Trinkt er eigentlich im Moment?
Arbeitet er?
Was macht er denn sonst so? Ich kann mir das im Moment alles schwer vorstellen.
Ich suche verzweifelt aus dieser Situation raus zu kommen. Aber es gibt einiges was mich daran hindert.
Hallo jeany,
warum bist Du nochmal hier?
Und es wird mein Problem mit meinem Mann auch nicht lösen.
Hier geht es um Dich, nicht um Deinen Mann. Es geht um ein großes Problem das Du hast und wir versuchen Dir hier ein paar Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Was hatten wir bis dato:
-Arzt, ärztliche Hilfe
- räumliche Trennung
- Hilfe bei der Hundehaltung
Da gibt es vermutlich noch ein paar kleine Möglichkeiten.
Was wir ganz sicher nicht können ist, Dir ein Heilmittel gegen die Trunksucht Deines Mannes zu nennen.
Wenn Du ein Rezept suchst das Ganze laufen zu lassen ohne persönlich und seelisch weiter Schaden zu nehmen, werden wir hier auch an unsere Grenzen stoßen.
Aber evtl. hilft es Dir ja auch erstmal, Dich darüber auszutauschen und evtl. findet Dein Kopf dann selbstständig eine tragbare Lösung.
Dazu möchte ich Dich ermutigen. Schreib Dir alles von der Seele, wie es Dir geht und warum, worauf Du Dich freust und wovor Du Angst hast, bist Du traurig oder voller Euphorie bei bestimmten Situationen, Tätigkeiten...etc., etc.
Es wird sich etwas finden. Nur nicht resignieren.
Es findet sich immer etwas.
Gruss WW
und bin für ihn die Schuldige..
Hallo Luna,
evtl. hift es Dir daran zu denken das die Zeit da für Dich arbeitet.
Wenn er einen "Schuldigen" gefunden hat bringt Ihn das nämlich keinen Schritt weiter. Das wird er irgendwann erkennen und die Sache verlagert sich selbstständig.
Blockieren und Warten. Ist ein Selbstläufer.
Gruss WW
In meiner nassen Zeit, in der ich in unregelmäßigen Abständen von einer Entgiftung in die nächste gewandert bin, blieben kalte Entzüge leider nicht aus.
Im Nachhinein erinnere ich mich an zwei Gegebenheiten besonders:
Ich lag nachts im Bett und war mitten im Entzug. Mein Vater war in der Wohnung, drei Meter hinter der nur angelehnten Tür, durch die das Licht des Wohnzimmers und das flimmern des Fernsehers fiel.
Plötzlich wimmelten irgendwelche Viecher um mein Bett herum. Die genaue Art kann ich auch heute nicht bezeichnen.
Das schlimme daran war die Hilflosigkeit...ich konnte mich weder bemerkbar machen noch aufstehen. Nur beobachten und zittern. Und hoffen das mein Herz nicht explodiert.
Dieses Gefühl in mir bin ich bis heute nicht ganz losgeworden. Es ist der Beweis dafür, das ein kalter Entzug nachhaltig die Psyche zerstören und die Seele schädigen kann.
Das zweite war der tatsächliche Griff zu Parfum und Spiritus. Das wird man auch nicht mehr los.
Ich habe diese Scene übrigens Jahre später im Film " Rückfälle " wiedererkannt. In allen Einzelheiten. Zitternd, die Umwelt nicht mehr wahrnehmend , von brutaler Angst geschüttelt.
Für mich übrigens der beste Film zum Thema.
Krampfanfälle hatte ich zum Glück keine, jedoch habe ich mal live einen miterlebt.
Und das, man glaubt es kaum, in meiner Langzeitreha.
Nach wochenlangem Aufenthalt, am hellichten Tag im Speisesaal beim Mittagessen. Das geschulte Personal war schnell und hat funktioniert wie ein Uhrwerk.
Der Therapeut hat uns hinterher erzählt das soetwas ab und zu vorkommt. Auch nach längerer Zeit ohne Alk.
Rückblickend sind das Mahnmale, welche von keinem Arzt oder Therapeuten vermittelt werden können. Und sie sind ein Zeichen für meine Machtlosigkeit gegenüber diesem Suchtmittel.
ist es wirklich immer so, dass jeder Alkoholiker erst ganz unten aufschlagen muss?
Nein, natürlich nicht.
Aber es kommt leider oft vor.
Es hängt allerdings von dem Alkoholkranken ab, wann und warum er die Bremse zieht. Du hast darauf leider nur wenig Einfluss.
"Gesuchte Hilfe" ( nicht Deine ) muss von fachkundigem Personal mit Objektivität und ohne persönlichen Einfluss kommen um Erfolg zu versprechen. Der Wille nicht mehr zu trinken muss von innen kommen.
Jede Überredung ist in den Wind gesprochen, wenn derjenige eigentlich gerne weitertrinken möchte und durch äussere Umstände dazu gezwungen wird.
Es tut mir sehr sehr leid das Du traurig bist darüber.
Das Erkennen Deiner eigentlichen Hilflosigkeit bei dieser Erkrankung gibt Dir aber die Möglichkeit an DICH zu denken.
- Darum bist Du eigentlich hier - , auch wenn es für Dich im Moment noch nicht in allen Einzelheiten zu erkennen ist....
Und das ist gut.
Ich habe in meiner aktiven Suchtzeit alles nur für mich gemacht. Alles nach dem Alk war zweitrangig.
Job, Beziehung, Familie....alles unwichtig.
Du musst Dich mit dem Gedanken anfreunden, das Du hinter dem Alkohol in diesem / jetzigen Zustand nur die zweite Geige spielst.
Definitiv.
Egal was gesagt wird. Egal was vermittelt wird. Du stehst vor einer Mauer mit Stacheldraht drauf.
Die ist nur von innen zu zerstören.
Darin sind vergitterte Fenster, durch die Du Ab und Zu einen ( wohlgesteuerten )Einblick bekommst, allerdings kannst und solltest Du nichts versuchen zu tun durch - oder über die Mauer.
Ich war ganz unten, alles weg und nur einen Blinzler vom Suizid entfernt.
Ich habe mich zwangseinweisen lassen in ein Krankenhaus mit angeschlossener Psychatrie.
Alles für mich - aus einem völlig unerklärbaren Grund. Tod oder Leben, Schwarz oder Weiss. Keine Grauzone mehr.
Selbsterhaltung / Überlebenstrieb.
Es gab niemanden den das noch interessiert hat, es wäre also egal gewesen. Es lag nur in meiner Hand, in meinem Kopf.
Und tatsächlich habe ich irgendwann wieder die Sonne gesehen und Kraft bekommen mich wieder hochzuschaufeln.
Das könnte er wohl auch, allerdings ohne Dich. Du verlängerst seinen Leidensweg wenn Du Ihm auf irgendwas eine Aussicht stellst.
Das entspricht meiner Erfahrung.
Er hat mich zwischenzeitlich mehrmals angeschrieben und hat mir sagen wollen das er mich liebt und eigentlich zu mir und den Kindern zurück möchte.
Hat er Dich um Hilfe gebeten oder will er nur zurück zu Dir ( alles wie immer ) ?
Ich kann Dir aus der Warte eines Alkoholikers nur schreiben, das Dein schlechtes Gewissen unnötig und dadurch kräftezehrend ist.
Nasse Alkoholiker sind Meister darin ein schlechtes Gewissen zu vermitteln.
... und ich sehe auch nicht ein,
dass ich mich aus meinem Garten vertreiben lasse.
Das ist schon eine seltsame Situation.
Wie denkst Du geht das weiter?
Gruss WW
Hi ihr, bin jetzt seit Montag zur Entgiftung! Läuft soweit alles gut und nächste Woche darf ich dann in die Langzeitreha
Wow, das ging schnell. Betrachte es als Geschenk und ein gutes Zeichen.
Wenn Du Dich jetzt nicht mit und oder von den Krankheitsgeschichten Deiner Mitpatienten beschäftigst / ablenken lässt und Dich auf Deine persönlichen Bedürfnisse und Probleme konzentrierst, steht einem Erfolg nichts im Wege.
Ich drück Dir die Daumen.
Gruss WW
Diese Alkohol -Mengen hab ich zu meiner Hochzeit geschafft ( 10 - 15 Bier 0,5 L. ) . Und da war ich noch jung ( 35 ).
Mit diesen angegebenen Weinmengen habe ich in meiner Langzeitthereapie schlechte Erfahrungen gemacht ( Ich selbst war nie Weintrinker ).
Ich hatte gleich 2 Leute in meiner Gruppe, welche mit diesen Mengen unterwegs waren.
Die hatten extreme gesundheitliche Probleme ( Leber, Bauchspeicheldrüse ) und sind nach der Therapie in einem sehr überschaubaren Zeitrahmen daran verstorben.
Natürlich verträgt jeder auch andere Mengen, aber das war für uns schon auffällig damals.
Ich will damit sagen, das Deine Sorgen ob seiner Gesundheit durchaus berechtigt sind und das jeder Arzt das bestimmt genauso sehen würde.
Er spielt da russisches Roulette.
Es liest sich für mich, als ob der Hund eine zentrale Rolle spielt in Deiner Entscheidung zu gehen.
Und Du hast noch eine andere Wohnung ?
Ich versuche zu verstehen was Ihn antreibt und wie er denkt wie das weitergeht.
Evtl. findet sich für den Hund eine Hilfe-/ Betreuungslösung, eine Frage bei einem Tierheim in der Nähe würde da Klarheit bringen und evtl. Möglichkeiten aufzeigen. Fragen kostet nix und verpflichtet zu auch zu nichts.
Die Zeit die Du wartest ist übrigens Deine Lebenszeit, welche Dir niemand zurückgibt. Besser wird es nicht dadurch...zumindest sieht das für mich nicht danach aus.
Ich wünsche Dir viel Kraft für Deine kommenden Entscheidungen und es ist gut das Du hier bist.
Gruss WW
Hallo Jeany, wo bekommt er eigentlich seinen Alk her wenn er schon morgens loslegt?
Wenn es Ihm nicht gut geht dann ruf Dir nen Arzt ins Haus. Evtl. kann Dein ( Euer) Hausarzt einen Hausbesuch machen. Das ist bei älteren Semestern nicht unüblich.
Wie alt ist denn Dein Mann? Und wie lange konsumiert er schon diese Menge Wein?
Gruss WW
Hallo Indiana,
aus der Sicht eines Alkoholikers mit langer Suchterfahrung kann ich zu der Geschichte sagen:
Was Du jetzt aus der Ferne beobachtest, ist entweder eine Auferstehung wie Phönix aus der Asche oder der absolute Niedergang.
An beidem hast Du keine Schuld oder gar einen Anteil. Du hilfst Ihm nicht wenn du Ihm hilfst in dieser Situation.
Du darfst nur eins nicht tun: Dich wieder kümmern.
Falls er sich entschliesst sich aktiv Hilfe zu holen, kannst Du die Situation evtl. neu bewerten. Aber auch nur dann und auch nur evtl. .
Ich wünsche Dir viel Kraft
Gruss WW
Hallo Strolch,
ich weiss garnicht ob diese Situation mit der Alkolkrankheit bei Dir in der Situation hilfreicher ist ( weil Du ja um die Dinge weisst ) oder schwieriger ( Rückfallgefährdet ). Wie siehst Du das ? Anstrengend wird es auf jeden Fall sein, Du denkst jetzt für zwei.
Du solltest Dich aus Deiner angehenden Co-Rolle schnell zurückziehen und ggf. eine Trennung in den Raum stellen, um Ihn evtl. dazu zu bewegen sich Hilfe zu holen.
Gruss WW
Klingt gut.
Die Wohnung ist natürlich am gefährlichsten. Hoffentlich wirst Du da nicht vom Suchtgedächnis überrannt.
Am Besten jetzt schon für eine andere Atmosphäre sorgen darin wenn die unbedingt nötig ist.
Gruss WW
Hast du mit Deinem Arzt ggf. schon irgendwas weiterführendes besprochen?
Oder nur erstmal unter Aufsicht akut weg vom Alkohol und danach normal weiter? Du könntest ja schonmal Deine Fühler in ein paar Richtungen ausstrecken um nicht gleich wieder mit dem alten Trott weiterzumachen.
Gruss WW
Ich frage mich wie es für sie aussehen muss - wann ist sie ganz unten? Bringt das dann was?
Wenn Du erkennst das Du gegen Windmühlen kämpfst und die angesprochenen Kosequenzen ziehst. Was dann wird liegt nur an Ihr. Therapie / betreutes Wohnen ggf. oder Gosse würde ich sagen.
Hallo Brettmann,
das ist eine sehr schlimme Situation in der du Dich da befindest. Alleine mit Medis und im kalten Entzug. Das kann nicht nur tödlich enden sondern zerknüppelt Dir auch die Seele nachhaltig.
Die Kombination Medi und Alk sind genug für einen Anruf, das Du einen Notarztwagen rufen kannst. Dann schnurstracks in die überwachte Entgiftung.
Tu Dir das nicht an, es ist die Hölle, lass Dir um himmelswillen helfen.
Jetzt.
Gruss
WW
Hallo Theresa, das war bestimmt anstrengend und vermutlich auch erleichternd das Du das alles niedergeschrieben hast. Deine Ängste und Sorgen sind mehr als verständlich.
Wenn Du im Krankenhaus bist und ein paar Tage aus der Mühle raus bist, solltest Du den Ärzten von diesen Problemen erzählen und eruieren was es von da aus evtl. für eine junge Mutter in dieser Situation für Hilfemöglichkeiten gibt.
Fragen kostet nichts.
Jeder Lichtblick am Horizont kann Dir jetzt helfen einen anderen ( nötigen ) Weg einzuschlagen.
Ich wünsche Dir viel Kraft und Gesundheit
Liebe Grüsse
WW