Beiträge von Whitewolf

    Hallo Susan,

    herzlich Willkommen im Forum.

    Das scheint mir irgendwie doch eher ein beziehungstechnisches Problem zu sein. In solchen Herzensangelegenheiten ist ja im allgemeinen auch jeder noch so gutgemeinte Rat zwecklos.

    Der Alkohol ist ja nicht Euer Hauptproblem, wohl eher die mangelnde Nähe. Ob das sinnvoll ist müsst Ihr für Euch entscheiden.

    Ich denke einfach das eine Fernbeziehung grundsätzlich möglich ist, wie überall, oder auch nicht.

    Er hat sich wohl dagegen entschieden und Du kannst da reagieren wie Du willst. Das sollte für Ihn kein Grund sein wieder zu trinken. Du solltest da auch nicht zu übervorsichtig sein. Behandele Ihn einfach wie einen normalen Menschen. Wenn Du Deine Sachen holen willst dann sag Ihm das und mache es.

    Du solltest auch in Erwägung ziehen das es noch andere Gründe für seinen Abstand gibt als seine Erkrankungen. Darüber musst Ihr eben sprechen.
    Und er muss auch in Zukunft alleine dafür sorgen das er mit seiner Krankheit zurechtkommt. Das kannst Du Ihm auch nicht abnehmen.

    viele Grüsse

    White

    Hallo Martina,

    ich denke Deine Mutter weiss ziemlich genau was passiert wenn Sie nachgibt. Es wird nicht das erste Mal sein das Sie gegen eine Wand gelaufen ist und in diesen 6 Monaten wird sich zeigen ob Sie überhaupt noch zurückwill.
    Diesen Entscheidungsprozess hat Sie vom Zeitraum nach eigenem Ermessen gewählt und da solltest Du auch keinen Einfluss drauf nehmen.

    Stell Dir jetzt mal die Frage warum Dein Vater im Moment nicht trinkt. Meinst Du das das ausreicht für den Rest seines Lebens , das er nach diesem Schuss vor den Bug nie wieder trinken WILL???

    Nach meiner persönliche Erfahrung nicht. Und ich habe nicht so lange getrunken wie Dein Vater.

    Da müssen Lernprozesse in Gang gebracht und konsequent fortgeführt werden, da ist eine komplette Lebensumstellung erforderlich.

    Der erste Schritt ist wohl der zum Arzt und schon treten die ersten Schwierigkeiten auf. Er sieht garnicht ein wie krank er ist. Die ärztliche Anweisung wird wie nichts vom Tisch genommen. Das jemand aus der Klinik nicht mehr rauskommt ist ja wohl indiskutabel und entbehrt jeglicher Grundlage. Der Arzt kennt wohl auch seine psychatrische Vorgeschichte und es gilt seine Anweisung was zu tun ist.
    Wie jeder Alkoholiker der einfach nur in Ruhe weitersaufen möchte, wehrt sich Dein Vater dagegen sich helfen zu lassen. Alles ganz normal.

    Vieleicht lässt es sich dann doch auf einen Aufenthalt in einer Klinik ein, erstmal wohl eine Entgiftung, falls das nicht mehr nötig ist wäre eine Langzeittherapie im Alkoholbereich angezeigt.

    Das Problem dabei ist, das er das wohl nur auf Druck von aussen tut. Er möchte aber eigentlich das alles wieder so wird wie es war. Das darf aber nicht mehr passieren.

    Alles was helfen könnte seinen Denkprozess in diese Richtung zu bewegen für immer mit dem Trinken aufzuhören ist hilfreich. Das hat Deine Mutter getan. Der Rest liegt in der Hand von Deinem Vater. Am Tag 50 mal bei Deiner Mutter anzurufen und in Selbsmitleid zu baden ist nicht der effektiveste Weg aus der Sucht . Die Zeit lässt sich wohl besser verwenden.

    Natürlich ist eine SHG keine schlechte Sache ....wenn man sich auch darauf einlässt. Einfach nur hingehen und seine Stunden absitzen bringt garnichts. Mit Therapien sieht es genauso aus.

    Grundsätzlich ist es so das Deine Mutter ihm so helfen kann wie es in Ihrer Kraft steht und wie sie es überhaupt will. Aber wenn Sie Ihr Ultimatum bricht, aus Mitleid oder weil Sie sonst nicht weiss was sie tun soll , dann geht das Spiel von vorne los. Die behandelnden Ärzte und die Klinikregeln tun ein übriges und steuern Hilfe von aussen wie Sie sinnvoll ist. Patentrezepte gibt es nicht, das hast Du ja schon erkannt.

    Dein Vater muss von sich aus aktiv werden, am besten ohne Deine Mutter.
    Wenn es um das trinken ging waren massenhaft Kräfte vorhanden, zu jeder Tages und Jahreszeit an den unmöglichsten Orten. Jetzt ist plötzlich keine Kraft mehr da um etwas gegen die Krankheit zu tun?
    Das muss selbst einem Aussenstehenden spanisch vorkommen.

    Viele Grüsse

    White

    Hallo Linchen,

    ( schau mal unter PROFIL oben in der Leiste ob Du Deine Benachrichtigungen alle aktiviert hast)

    natürlich ist das alles ein Schock.

    Es ist auch verständlich das Du alles mögliche tun möchtest.

    Dein Sohn befindet sich jetzt im Krankenhaus und dort wird er ärztlich versorgt. Das gilt auch in Bezug auf die Entgiftung.
    Entgiftung bedeutet ja nichts anderes, als das dem Patienten unter ärztlicher Kontrolle der Alkohol entzogen wird. So werden die Entzugserscheinungen so gering wie möglich gehalten. Das wird selbstverständlich jetzt auch zeitgleich mit anderen nötigen Behandlungen gemacht.

    Das ist natürlich keine Therapie, hier geht es erstmal nur darum Ihn wieder auf die Beine zu stellen. Allerdings werden die Ärzte ihn schon darauf hinweisen was weiter zu tun ist.
    Da Du eine direkte Angehörige bist, kannst Du Dich ja mit dem behandelnden Arzt in Verbindung setzen und direkt fragen was weiter geplant ist oder was für Möglichkeiten evtl. schon von diesem Krankenhaus aus bestehen weiteres in die Wege zu leiten. Das lässt sich wegen der Anfahrt mit Sicherheit schon telefonisch vorvereinbaren.

    Allerdings geht ohne die Krankheitseinsicht und dem Behandlungswillen Deines Sohnes garnichts.

    Wenn Du magst kannst Du uns auch gerne etwas mehr über Deine Geschichte mit dem Alkohol erzählen. Du hast da ja schon einiges erlebt.
    Evtl. sind da ja auch für uns interessante Erfahrungen dabei und evtl. tut es Dir ja auch gut.

    Die nächsten Tage wirst Du wohl erstmal abwarten müssen bis sich Dein Sohn wieder stabilisiert hat.

    Ich wünsch Dir auf jeden Fall viel Kraft und verausgabe Dich nicht. Der Kampf gegen den Alkohol muss von demjeneigen alleine geführt werden. Wenn Du Ihn führen willst und Deine ganze Kraft reinsteckst wirst Du krank.

    WIE krank kannst Du hier im Co-Bereich überall nachlesen.

    Viele Grüsse

    White

    Hallo Ellie,

    schlimm aber absehbar.

    Diesen part hier hast DU geschrieben:

    Zitat

    Wie gesagt, ich sitze nun hier und heule und heule und zerfließe in Selbstmitleid. Ich muß nun Dinge tun, die ich ich eigentlich garnicht will, von denen ich der Meinung bin, daß ich sie alleine garnicht schaffe, aber ich weiß, ich muß sie tun. Wenn auch nicht für mich (weil ich würde das wahrscheinlich noch viele Jahre aushalten), aber ich muß es für meine Kinder tun. Ich werde nun nicht mehr abwarten, ob er nächste Woche zu einer Selbsthilfegruppe geht oder nicht. Ich werde ihn gleich rausschmeißen. Soll er sein Leben erst mal alleine auf die Reihe kriegen. Wenn er es schafft, können wir in Zukunft sehen, ob es noch mal mit uns funktioniert und wenn er von seiner Sucht nicht los kommt, dann hat sich die Sache eh erledigt.

    Das solltest Du Dir ausdrucken und öfter lesen.

    Lies Dir mal die Anfänge Deines Threads durch und führ Dir vor Augen was das für eine Veränderung ist.
    Alles was jetzt folgt tust Du für alle Beteiligten, auch für Deinen Mann.

    Die "Hilfe durch Nichthilfe" ist jetzt das Mittel der Wahl damit er wach wird.

    Such Dir überall Unterstützung, Du musst das nicht alleine machen.
    Und nach der Entwicklung der letzten Wochen bin ich mir sicher das Du das schaffst.

    Viele Grüsse

    White

    hallo Martina,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Als allererstes etwas organiatorisches in eigener Sache. Dein "Nickname" klingt wie ein Orginal.

    Wenn dem so sein sollte möchte ich Dich darauf hinweisen das das gesammte Internet Dich über jede Suchmaschine finden kann. Du schreibst hier in einem offenen Bereich. Es können auch rechtliche Probleme auftreten wenn sich reale Personen hier wiedergegeben finden. Überleg Dir bitte ob Du das so lassen willst, falls nicht kannst Du den Admin kontaktieren per PN oder etwas hierhereinschreiben.

    Zu Deiner Sache kann ich erstmal nur schreiben das Deine Mutter in jedem Fall konsequent bleiben sollte. Eine Anmeldung in irgendeiner SHG reicht in keinem Fall.
    Deine Mutter wird nach 40 (!!) Jahren wissen was Sie tut, das kannst Du sicher sein.

    Unterstütze Sie in Ihrer Entscheidung. Es ist wohl der einzige Weg der Ihr bleibt um wenigsten eine Veränderung in Sicht zu bekommen.

    viele Grüsse

    White

    Hallo Birgit,

    von mir auch noch ein herzliches Willkommen.

    Das Du da geschockt bist kann ich nachvollziehen. Ich habe das selber erlebt.
    Aber dieser Schockzustand hält nicht ewig. Vielmehr ist es wichtig das Du "dabei" bleibst.

    Wenn Du magst kannst Du ja im Themenbereich Alkoholsucht einen eigenen Thread eröffnen und uns mehr von Dir , Deinen Gedanken und Deinem weiteren Weg schreiben.

    Dort steht auch weiteren "Romanen" nichts im Wege.

    viele Grüsse

    White

    Hallo Linchen,

    ich hab Dich von dem anderen Thread mal abgetrennt. Hier geht es ja ausschliesslich um Dich.

    Ich möchte Dir den Rat geben Dich im Forum mal etwas durchzulesen, damit Du mal überhaupt einen Einblick bekommst.

    Schreib und doch mal etwas konkreter was passiert ist und in welchem Verhältnis Du zu dem Betroffenen stehst.

    Für uns ist auch sehr interessant wie es Dir dabei geht und was Du evtl. hinter Dir hast.

    Du wirst dann wohl auch ein paar Antworten auf Deine Fragen bekommen, allerdings wirst Du feststellen das Du garnicht so viel tun kannst und auch nicht solltest.

    Viele Grüsse

    White

    Hallo Panther,

    tatsächlich habe ich nicht auf das Datum geschaut, aber aufgrund der Fragestellung ist das auch nicht mehr so relevant.
    Das Hintertürchen in dieser Form existiert bei Dir sowiso nicht mehr, weil die Alkoholkrankheit bereits ausgebrochen und nicht mehr heilbar ist.

    Somit stellt sich die Frage nicht mehr ob Alkoholiker oder nicht.

    Ob ADHS oder ein hoher IQ mit Auslöser war ist heute eigentlich auch zweitrangig da wir uns ja auf die Zukunft konzentrieren sollten. Eine Vergangenheitsarbeit ist zwar nötig und wichtig, sollte aber unter therapeutischer Anleitung gemacht werden damit diese Hintertüren nicht zu gross aufgehen.

    Ich weiss aber was Du meinst und ich weiss auch was Dir da durch den Kopf geht, da ich das selbst erlebt habe. Ich musste dann aber feststellen das auch der auf dem Papier stehende hohe IQ nichts mehr daran ändert.

    Vielmehr musste ich dann verstärkt nach einem Ausgleich suchen um den Kopf "auszulasten". Insofern war die Diagnosestellung sehr hilfreich für mich. Auch wird dann in therapeutischer Hinsicht anders gearbeitet. Für meine Psychologin war der Zusatz sehr wichtig.

    Viele Grüsse

    White

    Hallo Sensei,

    das wird wohl automatisch gemacht wenn der Verdacht besteht. Die Ärzte und die Therapeuten müssen wissen woran sie sind.

    Es ist schon ein Unterschied einen Patienten mit Doppeldiagnose zu behandeln. Evtl. verändert sich auch die Behandlungszeit.

    Hab da keine falsche Scheu und löchere die Ärzte wie und was das für Veränderungen in der Behandlung und auch für später zur Folge hat, was therapeutische Massnahmen angeht.
    Auch für Deine Töchter wird es da wohl den einen oder anderen Tip geben.
    Aber es geschieht in jedem Fall, zu Deinem Besten. Die Alkoholkrankheit wird dadurch nicht verbagatellisiert.

    Viele Grüsse

    White

    Hallo Mucki,

    Ich hab die Frage mal aus dem anderen Thread rausgenommen weil Du da sonst untergehst.

    Wichtig ist erstmal das er sich wieder mit seinem Arzt in Verbindung setzt. Da kann schon einiges in der Hinsicht besprochen werden. Die Offenheit ist eine wichtige Sache, wenn er das starke Verlangen nach Alkohol hat kann er sich medikamentös helfen lassen.

    Ansonsten wäre natürlich eine SHG sinnvoll.

    Aber niemand kann Ihn davon abhalten wenn er sich lieber mit dem Alkohol beschäftigt als mit anderen Dingen. In der Entgiftung bekommt man schon eine gewisse Aufklärung über die Sachlage und wenn er wirklich aufhören will, sollte die Zeit zu überbrücken sein.

    viele Grüsse

    White

    Hallo Frieda,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

    Ich könnte mir vorstellen das es Dir helfen würde Dich hier aktiv mit einzubringen, damit Du Dir über den Stand in Dir bewusst wirst und auch darüber was Du nun tatsächlich unternehmen willst.

    Du kannst im Themembereich Alkoholsucht einen eigenen Thread eröffnen und uns etwas mehr über Dich schreiben wenn Du möchtest.

    Der Austausch und die vielen Informationen über unsere Krankheit hier im Forum sollten dazu beitragen können endgültig ohne Alkohol zu leben.

    viele Grüsse

    White

    Hallo Marga,

    ich denke es besteht ein erheblicher Unterschied ob Du Ihn kontrollierst weil Dir die Angst im Nacken sitzt ( Co-Verhalten) oder ob Du süchtig nach der Kontrolle bist ( Co-Abhängigkeit).

    Beides ist nicht toll, da sind wir uns wohl alle einig, aber das zweite wäre schon schlimmer. Die Frage kannst Du Dir nur selbst beantworten wenn Du Dein Innenleben beobachtest.

    Natürlich sagt jeder (jede) das er sowas nicht braucht und froh ist wenn es vorbei ist. Tatsächlich stellt sich aber dann, wenn die Sache sich entspannt oder gar beendet wird heraus, das das Co-Verhalten weiterhin das Leben dominiert.

    Das solltest Du für Dich erkennen und gegebenenfalls danach Leben, damit Du nicht immer wieder in solche Situationen rutschst.

    Wenn Du Dich mal im Co-Bereich umschaust wirst Du dazu einiges finden.

    Viele Grüsse

    White

    Hallo Sari,

    lass Dich da nicht beirren. Nicht jeder kann mit der Krankheit was anfangen.

    Für viele ist es einfach nur ein peinlicher Zustand der mit Kranksein nichts zu tun hat.

    Dem ist aber nicht so, und da kann Aufklärung ja helfen wenn Sie es zulässt.

    Wenn sich solche Äusserungen ( Führerschein, alles unnötig, abgestempelt, etc....) allerdings wiederholen und sich da nichts ändert wirst Du Dich sowiso zurückziehen müssen. Es spiegelt Ihre eigene Ansicht zu der Sache, was andere sagen und denken kann Sie nämlich nicht wissen.

    Du bist nicht die erste und die letzte der das passiert und wahrscheinlich ist es auch nicht das letzte Mal das Dir sowas begegnet.
    Aber im Laufe der Trockenheit lernst Du damit umzugehen. Es hat auch was Gutes, denn so erkennst Du wem DU wirklich wichtig bist. Diese Menschen haben nämlich kein Problem Deine Krankheit zu akzeptieren und sind froh Dich "gesund und munter" zu erleben.

    Je wichtiger Du Dir wirst, umso weniger verletzt Dich sowas.

    viele Grüsse

    White

    Hallo Lina,

    Zitat

    Oh man hatte so eine lange Nachricht geschrieben und jetzt ist sie futsch.

    Achte beim einloggen darauf das Du das Häckchen setzt bei
    " beim nächsten Besuch automatisch einloggen"

    Wahlweise kannst Du auch lange Texte in Word o.ä. vorschreiben und reinkopieren.

    Gruss

    White

    Nein, ist es nicht:

    Zitat

    Dieses Thema scheint also sehr heikel zu sein...


    Es ist eine klare Sache.

    Und das hat nichts mit der Forenmeinung zu tun sondern ist wissenschaftlich erwiesen wenn wir von der Alkoholkrankheit sprechen.

    Es geht dann nur noch um Zeiträume in denen die alten Suchtmechanismen wieder greifen. Da gibt es kein Entkommen.

    Es gab massenhaft Versuche in der Richtung des kontrollierten Trinkens....einfach nur ein Zeichen der Hilflosigkeit in der Sache.

    Sowiso ein Wiederspruch in sich:
    Warum kontrollieren wenn kein Problem vorliegt. Warum nicht ganz aufhören?

    Hallo Marga,

    lass Dich nicht verunsichern.

    Das ist mit Abstand der grösste Mist den ich im letzten halben Jahr gelesen habe und ein Todesurteil für jeden Alkoholabhängigen.

    Dieser Therapeutin gehört ganz klar die Lizenz entzogen und darum solltest Du Dich evtl. mal kümmern....??? Da gibt es Vorgesetzte oder Träger die sich der Sache annehmen bevor da jemand in sein Unglück rennt.

    Viele Grüsse

    White