aber ich bin sowas von positiv eingestellt das ich mich dem Bossfight stelle
Nur mal allgemein: Der Alkohol ist kein Gegner gegen den man kämpft. Je eher Du das verstehst und vor der Erkrankung kapitulierst, umso wahrscheinlicher ist es das Du abstinent bleibst. Demut wäre geschickter. Das hat nichts mit irgendeinem Glauben oder mit innerer Schwäche zu tun.
Du reibst Dich auf wenn Du die Waffen in die Hand nimmst. Du kannst nicht gewinnen. Der Alkohol hat soviel Kraft wie Du ihm zugestehst. Er lässt sich nicht provozieren, erschlagen oder besiegen. Er ist einfach nur da und lockt Dich. Je mehr Du gegen ihn ankämpfst umso stärker wird er. Ist eine Kopfsache.
Sag einfach " ich weiss das Du da bist und Du kannst mich mal" Das reicht.
Ich verstehe Deine Haltung, aber es ist eine Sackgasse. Akzeptiere das Du krank bist und dann (erst) kannst Du tun was nötig ist um die Erkrankung zu stoppen.
von meiner Ärztin kann ich keine Hilfe erwarten
Ärzte behandeln kranke Menschen. Jeder Arzt, so inkompetent er auch scheinen mag. Evtl. seid ihr Euch auch persönlich nicht grün, aber das ist unterm Strich nicht wichtig. Deine Trockenheit hat oberste Priorität. Ein Arzt kann Dir helfen wenn Du die Karten auf den Tisch legst. Auch bei Entzugserscheinungen, extremer innerer Unruhe oder starkem Suchtdruck. Überleg Dir ob Du da nicht besser mal über Deinen Schatten springst und Dir evtl. etwas verschreiben lässt.
Unruhe, Zittern, Schlaflosigkeit und ständiges fahren im orangefarbenen/roten Bereich.
Wenn Du ausbrennst spielst Du der Sucht in die Hände. Du wirst immer schwächer von der Kämpferei und greifst irgendwann wieder zu weil Du nicht mehr weiter weisst. Die Flasche ist so schrecklich einfach und verspricht Dir die Linderung in den höchsten Tönen. Eine tödliche Falle wie Du rational auch sicher weisst.
dann wird es erst so richtig spannend für mich und davor habe ich mächtig Angst sogar noch mehr als vor einem Rückfall.
Die bereits zwischen den Zeilen herauszulesenden privaten Probleme lassen sich aber nur nüchtern regeln. Also ist ein Rückfall das schlimmste was Dir momentan passieren kann. Das steht bei Dir in dem Zitat andersherum. Vor dem Trinken solltest Du mehr Angst haben als vor dem anderen was da noch schwelt. Wenn Du trinkst , hast Du den Kampf mit dem Alkohol und das andere kommt noch obendrauf.
Wenn es Dir hilft zu sortieren, dann schreib etwas zu Deinem Werdegang. Aber pass auf das Du Dich nicht in den Saufdruck schreibst. Wenn es Dich innerlich sehr aufwühlt, dann lass es lieber bis Du stabiler bist. Es ist hier nicht wichtig wie Du zum Alkoholiker geworden bist, nur das Du erkennst das Du einer bist.
Wenn Du privates schreibst, achte auf den Wiedererkennungswert. Du bist hier im offenen Bereich den jeder lesen kann.
Kopf hoch, Du bist der König und sagst wo die Reise hingeht. Niemand anders. Lass Dir vom Alkohol nicht das Zepter streitig machen. Denn diese Richtung ist dann klar, einfach und Dir schon wohlbekannt.
WW