Beiträge von Whitewolf

    Montag, 27.01.2025, ARD, 20.15 h: Hirschhausen mit einer neuen Doku zur Macht des Alkohols

    Ich hab da mal reingeschaut. Nichts für nasse Alkoholiker. Punkt.

    Ich habe vom Staatsfernsehen eigentlich nichts anderes erwartet, der Rubel muss rollen. Kein Ministerium wirklich zuständig. Politik tut nichts. Berichte sind nicht nur oberflächlich sondern auch brandgefährlich. Macht Euch selbst ein Bild.

    Stichworte:

    - der Recht auf Rausch

    - Konfrontationstherapie

    - fetales Alkoholsyndrom

    - Psychedelics

    Das passiert wenn Kabarettisten tödliche Themen anpacken, das er auch Arzt ist trägt leider nicht.

    Hallo Monahan,

    du hast Dir da einen schweren Rucksack aufgeladen, den Dir außer Du selbst auch niemand mehr abnehmen kann.

    Diese Unmöglichkeit noch etwas zu kommunizieren lähmt und macht sehr traurig. Ich hab das auch durch, es hätte noch vieles zu sagen gegeben. Leider fiel mir das alles erst hinterher ein, als eben die Möglichkeit nicht mehr bestand.

    Wenn ich ehrlich bin, bin ich das heute noch nicht ganz los ( 20 Jahre) aber ich habe ihm damals, nach etwa 5 Jahren innerer Quälerei, auf Anraten eines Psychologen einen Brief geschrieben, den an einem Ort verbrannt der ihm gefallen hätte und an dem wir oft zusammen waren ( Wald ).

    In diesem Brief, für den ich mehrere Tage gebraucht habe , stand in meinen Worten und in meiner Ausdrucksweise ohne jegliche Zensur alles drinn was ich fühlte, bedauert, geliebt und auch gelitten habe. Es gibt dafür kein Patentrezept, aber es hilft Abschied zu nehmen.

    Was mir auch sehr geholfen hat, war der Gedanke, das er es nicht gewollt hätte das ich mich damit rumquäle, er wollte immer mein Bestes und das es mir gutgeht. Auch wenn er das schwer zeigen konnte. Inwieweit der Alkohol schuld war lässt sich im Nachhinein nicht mehr ermessen. Und so habe ich es dann in Erinnerung an ihn auch gehandhabt, nicht aufgeben und glücklich werden. Mit seinem Segen. Und damit seine Bemühungen nicht umsonst waren.

    Ich habe daraus gelernt und warte jetzt nicht mehr ab mit der Kommunikation wenn mir ein Mensch wichtig ist. Keiner weiss was morgen ist und dann ist es evtl. zu spät.

    Evtl. kannst Du ja damit was anfangen.

    lG WW

    Hallo Dianka,

    das liest sich, als ob Du mit Deiner Liebe zu Deinem Partner alte Verletzungen heilen willst und Einsamkeit und innere Leere "übermalt" werden sollen. Das funktioniert natürlich nicht dauerhaft, der Partner bekommt für Dich Suchtpotenzial und im Moment befindest Du Dich in einer Art kaltem Entzug

    Vermutlich fühlst Du Dich immer zu Partnern hingezogen denen Du irgendwie "helfen" kannst?

    ach komm, du weißt was der Therapeut dir sagen wird, so wichtig bist du auch wieder nicht,

    Das ist wohl die Ansicht welche Du von Dir selbst hast. Das stimmt natürlich so nicht. Willst Du es nicht wenigstens mal probieren? Du quälst Dich ja ganz schön wie mir scheint.

    Ich sage immer: Erstmal anleiern. Telefonate führen ( z.b. sich von der Krankenkasse geeignete Nummern geben lassen, Therapeuten, Psychologen, Ärzte ), Termine machen bei Beratungsstellen ( z.B. pro familia )und einfach mal langsam anfangen.

    Das dauert ja sowieso seine Zeit und niemand zwingt Dich zu etwas. Du könntest das jederzeit wieder abbrechen. Aber evtl. ist es auch im Kopf ein Licht am Ende des Tunnels wenn Du etwas in Aussicht hast.

    Nur so ein paar Gedanken.

    lG WW

    und vielleicht begreift sie es es noch nicht ganz was mit mir los ist,

    So wie ich diese Beziehung lese im Moment, würde es mich nicht wundern wenn sie damit nichts zu tun haben will. Dann müsste sie evtl. sogar selbst verzichten oder einschränken? Sie hat sich da wohl eine eigene Welt geschaffen in Eurer Beziehung. Das klingt so nach : " mach was Du willst , aber lass mich damit in Ruhe" .

    Vorteil: Eine Co-Abhängige weniger.

    Also Du alleine, mit den Kindern als Mit-Motivation. Nicht der schlechteste Ausgangspunkt denke ich. Problematisch würde das erst, wenn sie Dich um der guten alten Zeiten Willen wieder zum trinken animieren würde. Aber danach sieht es nicht aus im Moment.

    Du musst sowieso für Dich alleine trocken werden, schließ Dich mit Ärzten kurz, evtl. eine Therapie anleiern, Tagesklinik geht auch, Psychotherapie, reale SHG zur Unterstützung? Du könntest einen Termin bei einer Suchtberatung machen bei Dir in der Nähe.

    Geh einfach Deinen eigenen Weg. Oberste Priorität: Abstinent bleiben. Alles andere kommt danach und findet sich erfahrungsgemäß.

    WW

    Hallo Dianka,

    manchmal in der früh denk ich einfach, wo bin ich nur gelandet, ich meine dieses forum

    Das kannst Du ruhig positiv sehen. Du suchst nach Auswegen und Hilfe statt Dich einfach zu fügen und zu leiden. Wir sind hier nicht das Forum für Totgeweihte und Looser, bei dem man sich anmeldet weil man irre ist.

    Du liest ja viel wie Du schreibst, und erkennst dadurch wo Du in dieser Beziehung eigentlich stehst. Und das ist nicht der Platz wo Du sein solltest. Er bricht einfach aus der Beziehung aus wie es ihm passt und hält Dich schön unten, weil er weiss das Du ihm hinterherläufst und Angst hast alleine zu sein.

    er schafft es tatsächlich immer wieder mich zur verunsichern, dann sitz ich wieder da und überlege.

    Er hat Dich verlassen und nun hält er sich Dich warm, schmeisst Dir hier und da mal einen Brocken hin um Dich bei der Stange zu halten. Und Du überlegst sogar ob Du evtl. lieber mittrinken solltest nur damit er wiederkommt. Das ist ganz sicher keine Beziehung welche man sich wünscht und das wird sich auch nicht mehr ändern. Was für ein Charakter ist das und wie soll das in Zukunft weitergehen?

    Was gibt es denn noch so wichtiges zu besprechen das Du den Kontakt nicht abbrichst? Hoffst Du auf eine blitzartige Einsicht von ihm das er Dich plötzlich über alles liebt und dafür sogar nicht mehr trinkt?

    Führe Dir mal vor Augen, das er um Deine Vergangenheit ja sicher weiss, das der Alkohol ein wunder Punkt bei Dir ist... und nun haut er absichtlich in diese Kerbe um Dir noch mehr Verletzungen hinzuzufügen? Das ist Liebe?

    Diese ganzen Messenger wie WhatsApp oder ähnliches sind Segen und Fluch zugleich. Es ist so einfach, mal schnell was zu tippen und den anderen damit in ein Loch zu schmeissen.

    Mein Tipp wäre tatsächlich diese ganzen Kontaktmöglichkeiten rigoros zu kappen. Damit Du wieder atmen kannst, nicht mehr grübeln musst, nicht mehr Selbstzweifeln, sich nicht mehr erniedrigen lassen, Du wieder an dich selbst glauben kannst.

    Mach doch einfach mal einen Test, nimm Dir vor für eine Woche mal alles zu kappen. Dann siehst Du weiter.

    lG WW

    Hallo Tiger,

    das schlimmste was ich machen konnte war den Alkohol zu verbieten, damit hab ich ihn regelrecht gedrängt heimlich zu trinken

    Da gibt es noch mehr auf der Schiene: Alkohol verstecken, Alkohol auskippen, Strichliste führen und Fotos machen zur Beweisführung, ständiges "nachschnuppern" und konfrontieren... um da noch ein paar Sachen zu nennen.

    Alles menschlich nachvollziehbar wie auch sinnlos. Evtl. lässt Du ja das eine oder andere davon weg, spart Energie und Nerven.

    Der Hausarzt meinte es gut, und zwar mit Dir. Dadurch das Du das Verbot ausgesprochen hast, oblag es auch Dir die Einhaltung des Verbotes zu überprüfen. Das kostet Dir Kraft und Lebensqualität und ändert an der Tatsache des Trinkens leider nichts.

    Du hast Dir absolut nichts vorzuwerfen. Diese Schuldumkehr-Nebelkerzen sind typisch. Wenn Du Dich plötzlich änderst und Du ihm diese Liebe zuteil werden lässt welche er anführt, wirst Du schnell feststellen das sich seine Trinkmenge dadurch nicht wirklich ändert.

    lG WW

    Wie verhält sich ein Partner der das akzeptiert? Ich habe vor lauter Traurigkeit einen knoten im Kopf…

    Das bedeutet eigentlich nur, das Du Dich ausschliesslich um Dich kümmerst und nicht versuchst auf seine Erkrankung Einfluss zu nehmen. Sämtliche Bemühungen deinerseits ihn abstinent oder sogar trocken zu bekommen sind sinnlos. Du akzeptierst seine Erkrankung wie sie ist und ziehst für Dich die nun nötigen Konsequenzen.

    Du willst so eine Partnerschaft nicht, eine Dreierbeziehung, Alkohol, Du und Er. Du ziehst in der Rangordnung übrigens den kürzeren. Er hört wegen Dir nicht auf.

    Wenn ,wie Du schreibst, die Beziehung sowieso beendet ist, stünde doch eigentlich eine räumliche Trennung an, oder habt ihr soviel Raum das ihr nebeneinander getrennt lebt ohne Kontakt zu haben?

    lG WW

    Hallo Dianka,

    herzlich Willkommen bei uns.

    Als allererstes möchte ich Dir kurz schreiben das Du nicht übertreibst und Deine Wahrnehmung in Ordnung ist. Du bist Dein Leben lang mit Vieltrinkern unterwegs gewesen und hast in Bezug auf Alkohol eine hohe Akzeptanz. Aber irgendwann wird es auch bei Dir zu viel, an diesem Punkt bist Du wohl jetzt.

    Nun heisst es dranbleiben und auf eine Änderung der Umstände für Dich hinzuarbeiten. Da kannst Du hier aus dem Forum vieles mitnehmen.

    ich merke nämlich dass ich total abhängig bin von meinen Partner

    Kannst Du das für Dich und uns mal näher erläutern? Das scheint ein sehr wichtiger Punkt zu sein. Gleichzeitig ein schwerer Rucksack und ein Bremsklotz für Dein eigenständiges glückliches Leben.

    Wie wichtig ist es für Dich für andere Menschen da zu sein und Dich aufzuopfern? Was tust Du für Dich, wo bleibst Du in dieser Rechnung?

    lG WW

    aber ich bin sowas von positiv eingestellt das ich mich dem Bossfight stelle

    Nur mal allgemein: Der Alkohol ist kein Gegner gegen den man kämpft. Je eher Du das verstehst und vor der Erkrankung kapitulierst, umso wahrscheinlicher ist es das Du abstinent bleibst. Demut wäre geschickter. Das hat nichts mit irgendeinem Glauben oder mit innerer Schwäche zu tun.

    Du reibst Dich auf wenn Du die Waffen in die Hand nimmst. Du kannst nicht gewinnen. Der Alkohol hat soviel Kraft wie Du ihm zugestehst. Er lässt sich nicht provozieren, erschlagen oder besiegen. Er ist einfach nur da und lockt Dich. Je mehr Du gegen ihn ankämpfst umso stärker wird er. Ist eine Kopfsache.

    Sag einfach " ich weiss das Du da bist und Du kannst mich mal" Das reicht.

    Ich verstehe Deine Haltung, aber es ist eine Sackgasse. Akzeptiere das Du krank bist und dann (erst) kannst Du tun was nötig ist um die Erkrankung zu stoppen.

    von meiner Ärztin kann ich keine Hilfe erwarten

    Ärzte behandeln kranke Menschen. Jeder Arzt, so inkompetent er auch scheinen mag. Evtl. seid ihr Euch auch persönlich nicht grün, aber das ist unterm Strich nicht wichtig. Deine Trockenheit hat oberste Priorität. Ein Arzt kann Dir helfen wenn Du die Karten auf den Tisch legst. Auch bei Entzugserscheinungen, extremer innerer Unruhe oder starkem Suchtdruck. Überleg Dir ob Du da nicht besser mal über Deinen Schatten springst und Dir evtl. etwas verschreiben lässt.

    Unruhe, Zittern, Schlaflosigkeit und ständiges fahren im orangefarbenen/roten Bereich.

    Wenn Du ausbrennst spielst Du der Sucht in die Hände. Du wirst immer schwächer von der Kämpferei und greifst irgendwann wieder zu weil Du nicht mehr weiter weisst. Die Flasche ist so schrecklich einfach und verspricht Dir die Linderung in den höchsten Tönen. Eine tödliche Falle wie Du rational auch sicher weisst.

    dann wird es erst so richtig spannend für mich und davor habe ich mächtig Angst sogar noch mehr als vor einem Rückfall.

    Die bereits zwischen den Zeilen herauszulesenden privaten Probleme lassen sich aber nur nüchtern regeln. Also ist ein Rückfall das schlimmste was Dir momentan passieren kann. Das steht bei Dir in dem Zitat andersherum. Vor dem Trinken solltest Du mehr Angst haben als vor dem anderen was da noch schwelt. Wenn Du trinkst , hast Du den Kampf mit dem Alkohol und das andere kommt noch obendrauf.

    Wenn es Dir hilft zu sortieren, dann schreib etwas zu Deinem Werdegang. Aber pass auf das Du Dich nicht in den Saufdruck schreibst. Wenn es Dich innerlich sehr aufwühlt, dann lass es lieber bis Du stabiler bist. Es ist hier nicht wichtig wie Du zum Alkoholiker geworden bist, nur das Du erkennst das Du einer bist.

    Wenn Du privates schreibst, achte auf den Wiedererkennungswert. Du bist hier im offenen Bereich den jeder lesen kann.

    Kopf hoch, Du bist der König und sagst wo die Reise hingeht. Niemand anders. Lass Dir vom Alkohol nicht das Zepter streitig machen. Denn diese Richtung ist dann klar, einfach und Dir schon wohlbekannt.

    WW

    Hallo Arnonym,

    was ich da lese stimmt mich etwas bedenklich. Du stehst ganz schön unter Druck wie mir scheint.

    Deine letzte Krankmeldung lief ja jetzt am 10. aus? Wie geht es weiter? Wieder arbeiten, oder wieder zum Arzt?

    Du hast ja aus einer "Schockreaktion" aufgehört, Auslöser war ja wohl Sylvester und das es jeder mitbekommen hat? Oder hast Du Dich schon länger mit dem Gedanken beschäftigt keinen Alkohol mehr zu trinken ?

    Gruß WW

    Hattet ihr auch mit solch tief verankerten Trinkgewohnheiten zu kämpfen, von denen es sich zu verabschieden galt?

    Aus jeder Situation, positiv oder negativ , lässt sich eine Trinksituation machen. Es gibt immer einen Grund wenn ich trinken will.

    Es ist am Anfang ja wichtig, soviele Trinksituationen wie möglich zu ändern um diese Art Verzicht garnicht erst aufkommen zu lassen. Das ist natürlich nicht immer möglich. Ich habe dann dem protestierenden Suchthirn etwas zu trinken gegeben. Wie einem Kleinkind den Schnuller.

    Selbstverständlich ohne Alkohol und davon viel, funktioniert in dem Moment genauso. Da will etwas in Dir trinken, dann gib ihm was. Dieser Selbstbetrug funktioniert mindestens solange bis diese Situation rum ist und die Ratio wieder einsetzen kann.