Guten Abend allerseits,
mir geht es soweit gut. Leider plagt mich seit Sonntag eine Erkältung mit leichten Halschschmerzen, Schnupfen und Gleiderschmerzen. Mein heissgeliebtes Sportprogramm liegt jetzt erstmal auf Eis, um mir keine Myokarditis einzufangen. Lieber ausruhen und gesund werden, danach kann ich noch genug Sport treiben.
Zur Arbeit und zur SHG gehe ich trotzdem. Gerade brummt die Hütte in meiner Firma und gleichzeitig ist der Krankenstand astronomisch hoch.
Noch ist alles aber im grünen Bereich und wenn ich merke, dass es nicht mehr geht, dann werde ich auch zum Arzt gehen und mich krank schreiben lassen.
Gestern war wieder SHG angesagt und da konnte ich sehen, dass es sehr sinnvoll ist Dinge nicht zu verbissen anzugehen. Sich in einer Sache zu verbeissen führt schnell in eine Sackgasse wenn das dann nicht so funktioniert wie man es gerne hätte oder etwas dazwischen kommt. Aber so ist das Leben nun mal.
An mir bemerke ich, dass mir Denkfehler oder festgefahrene Strukturen an anderen sehr schnell auffallen, ich aber in Selbstbeobachtung noch eine Menge lernen muss.
Morgen habe ich den Termin mit meiner Suchtberaterin. Es geht um eine Standortbestimmung für mich. Ziel bleibt weiterhin die ambulante Therapie. Zur Zeit besuche ich nämlich eine Motivationsgruppe. Diese wird vornehmlich von Leuten besucht die noch in der Entscheidungsphase sind. Da komme ich mir dann schon ein wenig erfahrener vor, weil ich mir nicht mehr die Frage stelle, ob ich weiter oder kontrolliert oder wie auch immer Alkohol konsumieren möchte.
Bei der ambulanten würde ich die Gruppe wechseln und dort wären dann nur Leute die ebenfalls eine Therapie machen. Ich denke dann könnte es mehr ans Eingemachte gehen.
Die Grundbausteine befolge ich konsequent aber eher unterbewusst. Ich muss sie nicht nachlesen um zu wissen was ich besser vermeide. Das freut mich sehr. Konnte durch viel lesen hier im Forum noch ein oder zwei Gefahrenquellen für mich ausmachen. Es fällt mir leicht Trink Kumpels nicht zu treffen, weil das absolut nicht das ist was ich möchte.
Gestern sagte ich noch in der Gruppe, dass ich das Gefühl habe, nicht mehr "einfach so" in die Sucht zurückfallen zu können/wollen. Mit meinem jetzigem Wissen und der Einstellung habe ich für mich herausgefunden, dass der Suchtkreislauf nicht das ist, was ich mir für den Rest meines Lebens wünsche. Ich hoffe, dass das ein guter Ansatz ist.
Ansonsten habe ich nur einen starken Kaffee Konsum und starkes Rauchen, aber da will ich mir einfach die Zeit geben eins nach dem anderem anzugehen. Erstmal steht mein Alkohol Problem an erster Stelle.
Ich nehme mir weniger vor und die geplanten Schritte sind kleiner als ich es am Anfang versucht habe. Das hilft mir. Ich denke nicht von Tag zu Tag, eher so von Woche zu Woche. Eine Woche ist für mich ein ganz guter Zeitraum und ich behalte den Überblick.
So das war es auch schon. Einen schönen Abend noch an alle Forums User.
Gruss
Marco