Beiträge von Slowly

    Hallo Peters,

    das hört zuerst ja mal ganz beruhigend an. :)

    Was ich noch fragen wollte:

    Wie sieht es eigentlich aus innerhalb der Beziehung zu deinen Eltern und deinem Bruder ?

    Ich habe da noch in Erinnerung, dass es da hin und wieder Bedenken von deiner Seite gab( oder von meiner ? ;) ), dass dir deine Familie einen sicheren Rahmen geben kann,um an einer Trockenheit d´ran zu bleiben.

    Ich selbst habe halt im Laufe der Zeit gemerkt,dass meine Familie einen erheblichen Anteil daran hatte, dass ich überhaupt erst mit dem starken Trinken angefangen habe.

    Für heute erst mal einen guten Tag !

    Slowly

    Hallo Lena,

    wow, wie sehr ich diesen Satz manchmal gerne mit vollem Herzen hätte sagen wollen.

    Zitat

    weil ich möchte mich endlich wieder (nur) um mich kümmern.

    Nun ist es so, dass sich seit einiger Zeit bei mir Gott sei Dank auch die Tendenz vom Fremdkümmern Richtung mehr Selbstkümmern verschiebt und das macht mich echt zufriedener.

    Ich glaube auch beim "nur" Selbstkümmern ( was es ja im Endeffekt eh niemals sein wird ) würde es mir nicht langweilig werden, weil ich jetzt so viele Dinge erst gar nicht angehe, da ich so oder so weiß, dass sie zeit- und krafttechnisch unter keinem guten Stern stehen.

    Denn etwas erst gar nicht anzufangen, bzw. es aufzuschieben ist für mich besser, als es erst anzufangen und dann wegen anderer Prioritäten nicht hinzubekommen.

    Wenn meine Familie darunter leiden sollte und sei es auch nur mal nicht mit meiner Tochter für eine Gedichtsinterpretation lernen zu können, dann macht mir der tollste Hochsensiblengesprächskreis keinen Spass mehr.

    Meine Tochter zuhause verzweifeln zu wissen :), dazu bin ich einfach zu sensibel ;) .

    Leider habe ich nicht ganz so viele "Anti Stress Ressourcen" wie manch anderer Mensch und irgendwann ist bei mir Feierabend, dann brauche ich wieder Ruhe für mich selbst um weiterhin leistungsfähig und ausgeglichen zu sein.

    Das was du über deine Mutter schreibst, hat mir das ganze Problem doch etwas verständlicher gemacht.
    Es geht (dort) eben um DICH und nicht um deine Mutter und wenn dann nur in der Hinsicht, was es für dich bedeutet, dass sie deine Mutter ist.

    Diese Einsicht kann ja auch ziemlich erleichternd sein und ein paar Sätze meiner damaligen Psychologin ( in Bezug auf meine Mutter) werde ich nie vergessen.

    A: Der Zug ist einfach abgefahren. ( Was die liebevollen Gefühle hinsichtlich meiner Mutter betrifft ).

    B: Sie haben das Beste getan was sie tun konnten, sind weggezogen und haben sich damit aus der Situation befreit.

    Damals habe ich es als befreiend empfunden, inzwischen bin ich befreit und kann darum mit meiner Mutter ( Eltern ) wieder eine respektvolle Beziehung führen.

    Mein Bruder sitzt immer noch mittendrin und es wird immer deutlicher was das für negative Auswirkungen, unter der Oberfläche, für ihn hat.

    Zitat

    Und ich fange gerade an, mich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe zu engagieren...


    Bei uns ist bald eine Infoveranstaltung für alle interessierten Bürger, da werde ich mal hingehen.

    Liebe Grüße und viel Glück beim Schuhladen !

    Slowly

    Hallo Peters,

    Guten Morgen und Gute Besserung !

    Auch ich habe nach ein paar Monaten Trockeheit einen Dokumentarfilm über einen wohl unheilbar Süchtigen gesehen und ich glaube erst da habe ich gemerkt, was Sucht eigentlich bedeuten kann.

    Der eigene Wille reicht nicht mehr aus um das zu verändern, was man verändern möchte, jedoch sieht man oft noch ganz klar, dass man etwas verändern muss, da es sonst früher oder später ganz vorbei sein wird.

    Und wenn es soweit ist, dann ist es spätestens Zeit um Hilfe zu bitten, denn ich denke nicht, dass es dann noch möglich ist, alleine von der Sucht los zu kommen.

    Dann braucht es das knowhow, die Hilfestellung, Kompentenz, Kompromisslosigkeit, Freundschaft, Zuneigung, Liebe ........von Anderen, um da wieder raus zu kommen.

    Ich finde es gut, wenn du deinem Bruder einen Strauß hinstellst ( mit vielleicht ein paar Zeilen ), so überrennst du ihn nicht, er kann das ganz in Ruhe auf sich wirken lassen und er kann sich die Zeit nehmen die er braucht, um sich bei dir zu melden.

    Ich habe ja selbst auch Kinder und ich wäre sehr froh, wenn sich mein Sohn/Tochter bei mir melden würde, wenn der echte Wille zur Trockenheit da ist.
    Dann würden auch nach ettlichen Versuchen unsere Türen offen sein !

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Peters,

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    Schulden (habe heute 80% geschafft ).

    Gratuliere !

    Da freut sich mein Schwäbinnenherz aber. ;)


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    ....und meinem Umfeld erstmal ertwas "Ruhe" vor mir gönnen.

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    Vielleicht musste Ich auch das erste Mal im Leben von meiner Familie (Eltern,Bruder) und Bekannten fallen gelassen werden.


    Wie meinst du das denn genau und warum hast du das Gefühl, dass jemand Ruhe vor dir haben sollte oder wollte ?

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    .... freue Mich sehr dass du noch hier und trocken bist.

    Dankeschön :).

    Im letzten Jahr meiner Trockenheit sind auch einige weniger erfreuliche Dinge in meinem Leben passiert, bzw. habe ich weniger erfreuliche Dinge erkannt, was mich aber Gott sei Dank niemals ein Grund war wieder zu trinken.

    Manchmal, da bin ich ehrlich, habe ich die Anderen beneidet, die sich einfach mal mit einem "Fläschchen" wegbeamen können, für mich ist das aber einfach keine Option mehr und dieses Gefühl war auch sofort wieder vorbei, wenn ich daran dachte wie ich mich teils gefühlt und benommen hatte mit Alkohol im Blut und dass es mir den Tag danach, meist richtig besch**** gegangen war.

    Das mit dem Koffein und den Zigaretten sehe ich genau so wie du.
    Ich dachte nur an härtere Sachen bei meiner Frage.

    Meine Tafel Schokolade will ich mir auch nicht mehr abgewöhnen.

    Die darf jetzt einfach sein.


    Der 29 September ist ja noch ganz schön lange hin :( .

    Gibt es keine Alternative, wo du schneller einen Termin bekommen könntest ?

    LG

    Slowly

    Hallo Peters,

    schön, dass du dich mal wieder meldest.
    Wenn natürlich auch der Anlaß ziemlicher Mist ist.

    Du kämpfst ja nun schon ganz schön lange darum, auf Dauer trocken zu bleiben. :(

    Hast du irgend eine neue Idee, wie es dieses Mal klappen könnte ?

    Was hast du noch nicht ausprobiert, was Anderen geholfen hat ?

    Wo sind die Schwachstellen, wo die Kümmernisse in deinem Lebenslauf und deinem jetzigen Leben ?

    Du schreibst von Rauschgift No. 1.

    Was gibt es denn sonst noch, außer Alkohol ? :shock:

    Viel Erfolg morgen und sei ehrlich dort.

    Slowly

    Hallo Mary,

    herzlich Willkommen.

    Ich bin trockene Alkoholikerin und es hat einfach seine Zeit gedauert, nachdem ich trocken wurde, um sagen zu können, dass ich mich nicht mehr einsam fühle.

    Das war nämlich früher oft so, trotz Familie, Freunde, Bekannten, Haustieren, Job, Kollegen und und und.
    Und wie bei dir kam das auch oft in der Nacht dann zum Vorschein.

    Ich kann es selbst gar nicht so genau sagen an was es liegt, dass dieses Gefühl vorbei gegangen ist aber vielleicht ist es auch desshalb, weil ich nicht mehr das Gefühl habe jemanden existentiell zu brauchen, um mich "ganz" zu fühlen und eben nicht mehr alleine.

    Es war ein ziemlich anstrengender Weg, bei dem ich eins jedoch so gut wie nie vergessen habe, ihn trotz Gegenwind und auch mal "Murren und Knurren" meiner Mitmenschen weiter zu verfolgen.

    Nun mache ich mir einen Plan für die nächsten Tage, bzw. Woche und verfolge ihn dann ( außer in Notfällen ) konsequent, das hilft mir nicht in sinnloses Grübeln zu verfallen und mich nicht zu verzetteln.

    Schuldgefühle kenne ich auch, da wo sie angebracht sind finde ich es wichtig etwas zu ändern und um entschuldigung zu bitten.

    Da wo sie nicht angebracht sind ( das auseinanderzuhalten ist gar nicht mal so schwer ) da dürfen wir sie verlernen.

    Alles Gute für dich und deinen Mann !


    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Dominik,

    es sind ja in der Tat noch ein paar Tage hin bis Silvester, in denen du dir ja Leute suchen könntest, die Silvester auch trocken feiern.

    Bist du in einer Selbsthilfegruppe und könntest von dort jemanden zu dir nach Hause einladen ?

    Vor zwei Jahren als ich noch ziemlich streng mit mir war, was das Umfeld anging, da habe ich eine trockene Party gefeiert mit Leuten die kein Alkoholproblem haben aber an diesem Abend eben auf Alkohol verzichtet hatten.

    Wenn dein Freundeskreis hauptsächlich in Kneipen zusammenkommt, dann wirst du dich eventuell eh um neue Kontakte bemühen müssen.

    Dazu bietet sich das in Deutschland blühende Vereinsleben doch an :) .

    Anonsten finde ich es persönlich auch nicht schlimm, Silvester mal alleine zu verbringen.

    Vielleicht kannst du am letzten Tag des Jahres einfach etwas tun, das dir wirklich Spass macht und du dich am Ende des Tages damit wohl fühlst.

    Dann kochst du dir etwas Leckeres, kaufst dir ein paar alkoholfreie Getränke und feierst ganz still für dich dein erstes Silvester ohne Alkohol.

    Mit dem Wissen, dass du ja nun wieder ein Jahr Zeit hast, um am nächsten Silvester mit Menschen zu feiern, für die Feiern auch ohne Alkohol Spass machen kann.

    Ich kann deinen Bammel vor Silvester verstehen aber vielleicht hilft es ja einfach diesem Tag die Wucht an Symbolik zu nehmen und dich auf den folgenden Tag ohne Kater zur freuen.

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Lena,

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    Also, ich habe die betreffende Person, welche in meiner Gruppe ist, in der letzten Stunde darauf angesprochen, bzw. das Thema Sensibilität und Empfindlichkeit. Zuerst habe ich dabei von mir gesprochen, dann habe ich mein Problem geschildert und danach habe ich mein Gedicht vorgelesen....die betreffende Person hat sehr gut und auch betroffen reagiert und hat sich im Laufe der Stunde mehrmals bei mir entschuldigt. Einige andere haben etwas dazu gesagt und so konnte ich es für mich nochmal besser einordnen, in vielerlei Hinsicht....und anschliessend haben mehrere auch von eigenen Erfahrungen/ Erlebnissen zu diesem Thema etwas erzählt. Ich bin so froh darüber, das ich den Mut hatte, mein Problem zum Thema zu machen- denn damit habe ich mich in meiner ganzen Verletzlichkeit vor vielen Menschen gezeigt. Das hat richtig gut getan und es ging mir soviel besser danach....trotzdem war es nicht leicht, aber ich habs gemacht und das war prima

    Danke für deinen Bericht !

    Finde ich absolut stark wie du deine Themen in der Gruppe angesprochen hast und dadurch allen die Chance gegeben hast dich besser kennen zu lernen und der betreffenden Person die Möglichkeit gegeben hast zu erkennen, wie sie auf dich wirkt und ja schlussendlich auch sich zu entschuldigen :).

    Da werde ich mir mal eine Scheibe von dir abschneiden, wenn du erlaubst. ;).....wie mutig aber auch !

    Ich freue mich richtig , dass es so gut gelaufen ist und du für deinen Mut gleich belohnt wurdest.

    Zitat

    Also bis bald, auf gehts in einen spannenden Herbst


    Jaaa, endlich Herbst :) !

    Bis bald, Lena.

    Liebe Grüße

    Slowly

    Guten Morgen ;),

    durch den letzten Besuch bei meinen Eltern, habe ich einige Dinge erkannt.

    Welche die Auswirkungen der Ehe meiner Eltern, ihrer Art und Weise miteinander und mit mir und meinem Bruder umzugehen, sind.

    Jahrzehntelang war Alkohol eine Möglichkeit für uns alle mit unseren Gefühlen umzugehen, bzw. nicht umzugehen.

    Dadurch, dass ich mich ja irgendwann aufmachte und in ein anderes Bundeslang zog, zur Familie meines Mannes und dort eine eigene Familie gründete, veränderte sich langsam über die vielen Jahre auch vieles zum Guten hin und ich konnte erkennen und erleben was Familie bedeuten kann.

    Dafür bin ich wirklich dankbar.

    Klar ist bei uns auch nicht alles Friedefreudeeierkuchen aber der Respekt vor dem anderen und die Zuneigung, die ist immer vorhanden.

    Dieses Gruselkabinett das sich mein Elternhaus nennt, kann ich nun ohne innere Abneigung besuchen, weil ich inzwischen weg bin ( innerlich ), irgendwie können sie mir nichts mehr anhaben.......ich empfinde jedoch noch Mitleid und auch hin und wieder leichte Zuneigung, trotz allem.

    Nun möchte ich gerne auf die Suche gehen, (nicht andauernd und ohne Therapie aber mit der Liebe und Zuneigung im Gepäck, die ich inzwischen doch von einigen Menschen bekomme), was auf der Strecke blieb an inneren Resourcen, in den vielen Jahren, in denen ich von meiner Ursprungsfamilie geprägt wurde.


    Mir ist es auch wichtig wieder träumen zu lernen und mir für die Zeit, wenn die Familie mal nicht mehr an erster Stelle stehen sollte, zu überlegen, was ich tun könnte.

    Da ich in meinen alten Beruf auf keinen Fall tagtäglich wieder zurück möchte, habe ich mir überlegt, vielleicht dann auf einem Bauernhof zu arbeiten.

    Ich sehen mich nach einem einfachen Leben, nach Tagen die von einem sinnvollen Rythmus geprägt sind und im Einklang mit der Natur zu leben.


    Wer weiß was aus diesem Traum wird, vielleicht ja auch nur ein 4-wöchiger Aufenthalt auf einem Bauernhof, nachdem ich dann wieder superfroh bin, in meinem alten Leben sein zu dürfen. ;)

    Wichtig ist doch nur, das Träumen nicht zu verlernen.

    Darin war ich eigentlich immer ganz gut und oft erfüllte ich mir auch meine Träume.
    Daran möchte ich gerne anknüpfen und als kleine Traumerfüllung habe ich nun mal ein paar Termine für einen Drachenflug angefragt. :)
    Ist zwar nur ein Traum aus zweiter Hand aber auch ok für´s Erste.

    Ich war heute beim hinterbliebenen Familienmitglied unseres Verstorbenen und mir wurden einige der unendlich vielen Beileisbekundungen vorgelesen.

    Ich habe mich sehr über diese Geste der Verbundenheit gefreut und möchte dieses Treffen gerne noch einmal wiederholen.

    Unser Verstorbener war ein ganz besonderer Mensch, nicht immer einfach aber schlussendlich meist freundlich und wirklich interessiert am Anderen.

    Ich hatte meist das Gefühl, dass er wirklich auch Interesse an mir hatte, mich mochte und sein Engagement und kraftvolle Lebensbejahung haben nicht nur mich begeistert und geprägt. :)

    Seine Fehler und Versäumnisse wurden ihm am Sterbebett verziehen.

    Ein schönes und würdevolles Leben ging friedlich zu Ende.


    Liebe Grüße

    Slowly ( dankbar trocken :) )

    Liebe Emma,

    ich habe deine herzenswarmen und liebevollen Worte mit großer Anteilnahme gelesen, denn aus jedem Wort spricht die tiefe Liebe die deinen Mann und dich verbindet.

    Wie glücklich muss er gewesen sein, dich an seiner Seite gehabt zu haben.

    Ich wünsche dir eine Trauerzeit, in der du es schaffen kannst, den Fokus auf das Gewesene und nicht auf das Verlorene zu richten und nun auch im Sinne deines verstorbenen Mannes, deinen Weg hoffnungsvoll weiter zu gehen.

    Liebe Grüße

    Slowly

    Juhu - Ich habe mein erstes Buch seit langer Zeit ausgelesen !

    David Menasche: "Davids Liste. Was bleibt, wenn ich gehe"

    Es ist einfach wunderbar :).

    Die Tatsache es ganz gelesen zu haben und die Quintessenz des Inhaltes, reichen mir für heute völlig zum dankbar sein aus.

    Slowly

    Guten Morgen,

    nun bin ich wieder zurück von meinem Familienausflug und ich kann sagen, dass der Plan, kurz zu gehen und dadurch ein Anecken aneinander ( das oft vor allem durch die komplizierte Persönlichkeit meines Vaters hervorgerufen wird ), gar nicht erst stattgefunden hat.

    Wobei es seitens meines Vaters leider doch wieder viel zu bemängeln gab, an unserer Art und Weise zu sein, was mir ( und allen anderen ) oft unverständlich ist.

    Dieses Mal konnte ich jedoch die Kirche gut im Dorf lassen und habe mich nicht profozieren lassen, was von Seiten meiner besten Freundin und einer anderen Freundin zu Ver- und auch etwas Bewunderung ;) führte.

    Sie kennen mich seit Jahrzehnten doch etwas rabiater in solchen Situationen.

    Durch meine neue Art zu sein ( es handelt sich wohl um funktionierende innere Abgrenzung ), konnte ich den kurzen Aufenthalt wirklich genießen, worüber ich sehr froh bin, auch im Hinblick auf die Gefühle meiner Mutter.

    Zu dem was ich in einem anderen Thread geschrieben habe von schlechtem
    bzw. gutem Alkoholiker in unserer Gesellschaft, möchte ich noch sagen, dass ich damit nicht gemeint habe, dass das Wort Alkoholiker durch Mensch ersetzt werden kann.

    Ich empfinde die Gesellschaft von Menschen, ( in meinem kleinen Kreis, der ja wieder überlappt in den nächsten Kreis, was dann alles zusammen einen großen gibt, Deutschland, Europa, die Welt, ) die Verantwortung für ihr Tun und ihre Wirkung ( am besten eine friedliche ), auf die anderen Teile der Gesellschaft übernehmen, als erleichternd.

    Ich empfinde Menschen die den Anderen genau so wichtig nehmen wie sich selbst als förderlich und beruhigend, dass es auch anders geht als egoistisch und egozentrisch.

    Ein nasser Alkoholiker oder auch ein Mensch der anderweitig seine eigenen Gefühle und Taten nicht mehr steuern kann, weil er sich bewusst irgend etwas reinpfeifft, der ist für mich desshalb kein schlechter Mensch aber er ist für mich ein schlechterer Alkoholiker oder Drogenabhängiger als ein trockener, denn ich glaube wirklich, dass zu einem großen Prozentsatz ein drogenfreier Mensch förderlicher für das Zusammenleben sein kann.

    ( Außer vielleicht mein Vater :( ).

    Ich weiß nicht mehr genau wie Andreas Frage war aber ich habe schon den Wunsch für die Gesellschaft ein gutes Mitglied darzustellen und zwar darum weil ich gerne friedlich und zufrieden mit meinen Mitmenschen leben möchte, ebenso wünsche ich mir, dass es meinen Mitmenschen mit mir so geht.

    Letztes Wochenende habe ich durch meine Trockenheit, mal wieder einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, finde ich.......

    Eine schöne Woche wünscht

    Slowly :)

    Guten Morgen Rattenschwanz,

    Zitat

    Guter Alkoholiker, böser Alkoholiker.....


    Provokative Aussage, die vielleicht ja sogar mein Denken durchaus trifft, denn was wohl unbestreitbar ist, das ein nasser Alkoholiker oft nervig bis schädlich für die Gesellschaft handelt, während ein trockener doch meist ( so meine Erfahrung ) etwas behutsamer durch die Gesellschaft geht.

    Besonders negativ stoßen mir eben die Alkoholiker auf, die unbeirrt aller Wünsche und Bedürfnisse ihrer Mitmenschen und/oder Familien, ihren nassen Weg gehen und nicht einmal bereit dazu sind darüber nachzudenken, wie viel Mist sie bauen und diesen ganzen Müll in die Gesellschaft transportieren, eben auch als Vorbild für die nächste Generation.

    Dann gibt es noch die Menschen die ihr Fehlverhalten aufgrund des Alkoholkonsums und die Auswirkungen ihrer Krankheit auf ihre Mitmenschen/Gesellschaft erkannt haben, trotzdem aber nicht von ihrer Sucht loskommen, so sehr sie es auch versuchen.

    Ihnen gehört mein besonderes Mitgefühl.

    Den Großkotzigen, Besserwisserischen und Unbelehrbaren nicht.

    Die machen mich eher wütend.

    Aber das wohl auch nur, weil ich teilweise direkt davon betroffen bin.

    Slowly

    Hallo Miteinander,

    vielleicht habe ich mich ein wenig zu flapsig ausgedrückt aber ich finde schon, dass die Auswirkungen von süchtigem Alkoholkonsum so wie von mir beschrieben sind.

    Dass diese Auswirkungen durch eine Krankheit erzeugt werden, halte ich in diesem Fall für sekundär.

    Außerdem kenne ich viele recht grosskotzige Alkoholiker, die, auf ihr Fehlverhalten hingewiesen, das alles was sie so verbocken als Kavaliersdelikt auslegen.

    Auch sie sind alkoholkrank aber in meinen Augen trotzdem voll verantwortlich was sie so anstellen und welches Vorbild sie mit ihrem Verhalten geben.


    Slowly

    Hallo Andi,

    schön, dass du da bist. :)

    Zitat

    Ich kann es nur für mich tun.


    Das ist doch eh der beste und erfahrungsgemäß am meisten erfolgversprechende Grund trocken zu werden.

    Außerdem tust du es gar nicht nur für dich.

    Ist doch auch positiv für dein Umfeld und streng genommen für die ganze Gesellschaft, einen nassen Alkoholiker weniger zu haben.

    Die Typen sind doch oft, im besten Fall, einfach nur nervig und im schlechtesten..... richtig gefährlich für die Anderen.

    Hast du schon einmal reflektiert wie es zu den Rückfällen kam ?

    Liebe Grüße und einen schönen, trockenen Tag.

    Slowly ( Alkoholikerin )

    Hallo Maggy,

    sei doch froh, dass du diesen manipulativen Knilch los bist.

    Wenn ich das Gelaber lese, das er da so von sich gibt, stehen mir echt die Nackenhaare zu Berge.

    Alleine wenn jemand kontrolliertes Trinken als Alternative sieht zur völligen Abstinenz, bedeutet es doch, dass er das Allerwichtigste nicht verstanden hat.

    Dann gehen wir mal davon aus, dass er tatsächlich trocken geworden wäre , weil du es wolltest......

    Was glaubst du wie lange das "Glück" angehalten hätte ?

    Bei der Rückfallrate sehe ich da keine große Hoffnung, bzw. tendiert sie quasi gen Null bei einem Menschen, der das kontrollierte Trinken für ein Mittel sieht mit seinem Alkoholismus umzugehen.

    Wenn du dir einen gesunden Partner wünschst, dann kannst du dich doch auch bei einer Partnerbörse anmelden. :)

    Ich finde da hat Frau Auswahl und kann im Vorfeld wunderbar aussortieren, zum Beispiel die, die sich mit einem alkoholischen Getränk in der Hand als Profilbild anmelden. ;)

    Ausserdem kommst du auf andere Ideen und lernst neue Leute kennen,
    das ist allemal besser, als sich Gedanken über Luftblasen eines nassen Alkoholikers zu machen.

    Liebe Grüße

    Slowly ( Alkoholikerin )

    Hallo Ina,

    als ich las, dass du über die "vertane" Zeit mit deiner Tochter traurig bist, dachte ich an Andreas und an das was er dir jetzt selbst geschrieben hat.

    Ich habe ja auch viele Jahre getrunken, als meine Kinder schon auf der Welt waren aber ich habe trotzdem das Gefühl für sie da gewesen zu sein.

    Und das was ich eventuell oder tatsächlich verbockt habe, das habe ich mir verziehen, da ich damals eben noch nicht trocken werden konnte.

    Ich finde du hast noch richtig viel Zeit, um mit deiner Tochter gemeinsam eine wunderbare Kindheit zu erleben.

    Am Besten du fängst heute damit an :) !

    Aber nicht nur dafür lohnt es sich trocken zu werden und zu bleiben.

    Viel Erfolg und Durchhaltevermögen wünsche ich!

    Slowly

    Hallo Thalia,

    Guten Morgen :).

    Nachdem ich in der letzten Zeit ein längeres Gespräch ( mit dem trinkenden Familienmitglied ) über ganz viel Persönliches außer den Alkohol hatte ( ich berührte den Punkt leicht, es wurde aber nicht daruaf eingegangen ), sprach mich das andere Familienmitglied auf den Konsum des ersten an.

    Weiß du, ich habe mich in den letzten Jahren zweimal ganz weit in Familienleben eingemischt, um den Kindern dort zu helfen.

    Die eine der Familien, war die meiner damaligen besten Freundin, die andere waren sehr gute Bekannte.

    Beides Mal sprachen die Kinder/Jugendlichen mich an, dass ich ihnen helfe.
    Das habe ich dann auch gemacht, so gut es mir möglich war.
    Es hat geholfen :) und beiden geht es inzwischen wieder richtig gut, sogar mit ihren Familien zusammen.

    Darüber freue ich mich natürlich sehr, was mich immer noch traurig macht und es ist schon Jahre her, dass ich diese Freundin dadurch verloren habe.

    Da spielt aber auch ihr Mann bzw. der Vater des einen Kindes eine Rolle, was hier zu erzählen aber zu weit führen würde.

    Bei den guten Bekannten gab es auch seitens eines Elternteils ganz wüste Reaktionen auf mich, inzwischen bekam ich aber eine ernst gemeinte Entschuldigung, womit ich echt gut leben kann.

    Wir sind weiterhin in Kontakt.

    Das nur zu Erklärung, warum ich mich inzwischen von Problemen erwachsener Menschen, sehr gut abgrenzen kann.

    Meine Co-Abhängigkeit habe ich, so glaube ich, völlig verlernt.

    Meinen Sohn lasse ich gerne ziehen, ebenso wie meine Tochter vor 2 Jahren.

    So umsorgend und empathisch ich hier sein kann, wenn sie weg sind sind sie weg und dann vertraue ich darauf, was sie in den Jahren mit uns lernen durften.

    Wobei ich mir bei meiner Tochter ein klein wenig sicherer wahr als bei meinem Sohn, dass sie das super wuppen wird.

    Aber auch er hat inzwischen eine recht stabile Persönlichkeit und auch seine Lehrer waren alle dafür, dass er mal aus dem Nest geschmissen wird !

    Von daher.....werde ich auch bei ihm einfach mal vertrauen und mich für ihn freuen.

    Ich habe eins der sichersten Länder für ihn ausgesucht, mit einem etwas strengeren Schulsystem aber trotzdem lockeren Freizeitgewohnheiten und einer Bevölkerung, die für ihre Herzlichkeit bekannt ist.

    Die USA ( als Auslandsjahrland ), wie bei meiner Tochter ( sie wollte unbedingt da hin ), habe ich für ihn ausgeschlossen.

    Ich wünsche dir und allen die das lesen einen wunderschönen Sonntag.

    Slowly

    Hallo Samsara,

    auch ich habe ja in den letzten Jahren noch einmal etwas Neues hinzu gelernt,
    was ich als wunderbare Entspannungsmöglichkeit für mich ( da es mir auch sehr gut tut ), meine Familie, Freunde und Bekannte hin und wieder (unentgeldlich) nutze.

    Allzuviel Zeit bleibt mir allerdings nicht dazu aber mein Können ist auch mal zwischendurch ( wenn es sein muss ) im Sitzen, für ein paar ruhige Minuten durchzuführen und das passt dann auch ganz gut.

    Das Unentgeldliche ist mir dabei auch sehr wichtig, denn nur dann ist das für mich stimmig.

    Es würde mir schwer fallen Geld dafür verlangen zu müssen, eher wäre für mich ein Tauschhandel denkbar.

    Fensterputzen oder Unkraut zupfen wäre bei mir mal wieder dringend nötig.

    :)

    Da ich mich das aber auch nicht anzubieten traue, mache ich es umsonst und bekomme dann eh früher oder später etwas dafür zurück.

    Was schön ist aber auch gar nicht sein müsste.

    Dir viel Spass und Erfüllung bei deiner Energiearbeit.

    Die Leute werden sicher bald Schlange stehen. :)

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Lena,

    ich kann mit deinen Beiträgen auch immer einiges anfangen,
    da ich manchmal das Gefühl habe, dass wir ähnlich ticken, nur eine andere Umgehensweise mit manchen Dingen pflegen.

    Da finde ich es immer spannend zu lesen, wie du an die Sache herangehst.
    Du bist da glaube ich etwas langsamer, überlegter und bedächtiger als ich, die holter die polter durch´s Leben fegt.

    Zitat

    Dann hatte ich heute wieder Therapie und irgendwie ging es mir danach gar nicht gut. Ich hab meiner Therapeutin u.a. davon erzählt, was meine Mutter vor hat und sie fand es glaube ich schon gut, doch ich hatte das Gefühl, das sie meine Freude darüber nicht verstehen konnte. Sie meinte, das es wichtig ist, das ich weiß, wie es wirklich um sie steht, was ihren Alkoholkonsum angeht, damit dieses "Nebulöse" endlich aufhört, damit ich Klarheit habe. Tja und eigentlich möchte ich das gar nicht (jetzt nicht?) wissen. Seitdem geht es mir komisch, darüber muss ich erstmal nachdenken....

    Ich finde, dass es ganz alleine die Sache deiner Mutter ist, dir das über ihren Alkoholkonsum mitzuteilen, was sie bereit ist zu tun.

    Dabei verstehe ich die Therapeuthin auch nicht ganz, denn was könnnte es für einen Vorteil haben, wenn du deiner Mutter die Pistole auf die Brust setzt und sie zwingst dir Dinge mitzuteilen, die sie ( noch ) lieber für sich behält.

    Zitat

    Ich kann es einfach nicht verstehen, warum jemand so drauf ist, vor allem warum jemand nicht damit aufhört, wenn offensichtlich ist, das die andere Person (also ich) damit überhaupt nicht umgehen kann, verlegen und verletzt ist. Hinzu kommt, das diese Person, wenn ich mit ihr alleine bin, ganz anders ist und mir eine hohe Wertschätzung entgegen bringt. Naja, auf jeden Fall werde ich versuchen, das zu klären. Mal sehen, was dabei raus kommt.

    Das was du da erlebst ist in der Tat sehr erstaunlich und ich bin gespannt wie es weiter geht, wenn du magst kannst du ja mal erzählen.

    Sicher bin ich mir allerdings, dass wenn du irgendwann viel Mut geschöpft haben wirst und solchen Personen etwas entgegenzusetzen hast, in der angemessenen Art und Weise, wird solch´Verhalten wohl der Vergangenheit angehören. :)

    Ich wünsch´dir was !

    Slowly