Beiträge von Slowly

    Hallo Renate,

    im ersten Moment bin ich immer wieder geschockt und auch traurig,
    wie Menschen miteinander umgehen können.

    Und ja, ich fühle mich auch gekränkt und ein altes Gefühl der Minderwertigkeit kommt wieder zum Vorschein.

    Das wiederum bringt mich zum umdenken und zwar, dass diese mich traurig machenden Menschen dazu da sind, damit ich weiter lerne.

    Entweder offen zu mir und meiner Meinung/Wünschen zu stehen ( was innerhalb der Familie manchmal nicht ganz so einfach ist ) oder eben mir selbst immer wieder bewusst machen zu dürfen, dass ich ein wertvoller Mensch bin, unabhängig von der Meinung anderer über mich.


    Dieses Gefühl ist unbezahlbar ( und leider auch noch nicht immer vorhanden ).

    Manchmal denke ich auch einfach nur,.......

    dass der entsprechende Vollpfosten mich mal.... ! ;)

    Grüße

    Slowly

    Hallo Renate,

    ich weiß sehr gut was du meinst, ich kenne glaube ich das Gefühl,
    komme mir dann so alleine, anders oder verloren vor.

    Schwer auszudrücken.

    Möchte da auch gar nichts weiter dazu schreiben, weil mich das alles auch noch viel zu sehr beschäftigt, da kann ich noch viel lernen.....vor allem wie damit umzugehen ist.

    Zur Zeit spiele ich einfach die Show mit.
    Mal besser, mal schlechter.

    Ich bin sehr sehr froh, dass ich ein paar wenige Freundinnen habe, die sehr glücklich in ihren langjährigen Partnerschaften sind und das auch nach außen hin zeigen können.

    An ihnen halte ich meinen Glauben aufrecht, dass es auch anders geht.

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Alex,

    dann wünsche ich dir eine supertolle Wanderung. :)


    Wandern scheint ja immer beliebter zu werden oder es liegt daran, dass ich einfach in ein Alter komme, in dem eben die Natur und der Aufenthalt an der frischen Luft einen höheren Stellenwert bekommen.

    Auf jeden Fall bin ich sehr froh meine Freundin als Wanderpartnerin gefunden zu haben.

    Erst hatte ich mich im Netz nach Wanderfreunden umgesehen, auch Leute gefunden aber als sich heraus kristallisierte, dass sie die perfekte ( da zähe und unkomplizierte ) Partnerin ist, habe ich mich dann für sie entschieden.

    Immer alleine zu wandern wäre nichts für mich. ;)

    Was unsere Katzen betrifft, mit Erziehung ist da natürlich nix :)......aber der kleine Kater ist einfach anhänglich und liebt es mit mir spazieren zu gehen, inkl. Stöckchen fangen usw.........er war einst bei Drogenabhängigen untergebracht und hat einen leichten Knax deswegen....aber uns vertraut er nun.

    Ja, sogar die Tiere leiden .

    Das mit dem inneren Antreiber zum zügigen Wandern siehst du glaube ich im richtigen, da pragmatischen, Licht.

    Ich will bald 10 Tage durch´s Gebirge stürmen, also sollte ich trainieren.
    :)


    Vielleicht kannst du es heute noch einmal ohne Geräuschkulisse versuchen...das Einschlafen.

    Nach so einem Gewaltmarsch könnte es vielleicht klappen.

    Dein Unterbewusstsein würde es dir bestimmt danken.
    Soviel Kram, den es dann nicht aufnehmen und verarbeiten muss.

    Was das Gespräch betrifft von dem ich schrieb, "eigentlich" sollte es gestern statt finden, tatsächlich wurde ein gemütlicher Grillabend daraus.

    Was sich nun anfühlt, als wäre ich wieder einen Schritt zurück getreten.

    Tatsächlich wurde mir aber noch einmal mehr bewusst, dass nur ich selbst für mein Handeln oder Nichthandeln verantwortlich bin und ich keinem anderen die Verantwortung für mein Wohlergehen überlassen kann.

    Es läuft immer wieder auf dasselbe hinaus.

    Ich kann meinen Gefühlen trauen.
    Ich kann mich entscheiden.
    Ich kann danach handeln.
    Ich kann d´ran bleiben.

    Lass dir deine Kalorienbombe schmecken !

    LG

    Slowly

    Hey Tina,

    dafür habe ich natürlich Verständnis,
    weiß gar nicht mehr genau wie ich es formuliert hatte,
    dachte eher als Frage und nicht als Diagnose ( aber in der Konsequenz wirkt das ja eh ähnlich ), doch schon als ich es schrieb,
    war mir auch nicht ganz geheuer.

    Aber da ich ja weiß, dass hier viele aufmerksame Augen über das Geschriebene wachen, habe ich es mich getraut.

    Danke für´s Aufpassen.

    Slowly

    Guten Morgen Alex,

    meinen Forumsnamen habe ich in der Tat bewusst gewählt.

    Im Moment als ich noch über ihn grübelte lief im Radio "Waves", allerdings die schnelle Version und da ich dieses Lied so gerne mag, nahm ich mir einfach ein passendes Wort für mein Anliegen daraus heraus.

    Ja, das mit dem zu zügig wandern kenne ich auch.
    Auch Sonntag war ich wieder "stolz" darauf, die Strecke in einer wesentlich kürzeren Zeit als dafür vorgesehen zu gehen.

    Klar, es ging mir auch um Trainingszwecke wegen des schweren Rucksacks aber ganz ehrlich ist das nur ein "Scheinargument".

    In Wirklichkeit treibt mich irgend etwas an.
    Weiß noch nicht genau was.

    Könnte ich ja mal darüber nachdenken.

    Es gibt aber auch andere Momente, in denen ich schon dazu gelernt habe.

    Gestern Abend als ich mit meinem Kater durch unser Grundstück spazierte ( ohne Leine natürlich ;) ),
    da war ich sowas von langsam und entspannt, auch gedanklich, das war mir neu.........

    Wow, dachte ich, das ist ein toller Zustand.
    Gedankenfrei.

    Übrigens hat meine Kurskorrektur schon angeschlagen .

    Mir geht es wieder gut.

    Habe einiges überdacht ( überfühlt ) und bin nun auch gefühlsmäßig einen ganz großen und elementaren Schritt weiter.
    Es hat mit einer Beziehung zu tun, die so wie sie ist nicht mehr zu mir passt.
    Eingestanden habe ich mir und dem anderen Mensch das schon.
    Die Tage werden wir darüber reden.

    Das nun so genau ausdrücken zu können, hat mir die Krise gebracht, ausgelöst durch das viele alleine sein und wandern im letzten Urlaub.
    ( Dann waren die zwei Tage mit verheulten Augen ja doch zu etwas gut. )

    Der Vater unserer Kinder ist übrigens auch ein Angler, ebenso mein Sohn, er hat auch schon den Fischereischein.

    Habe mit ihm gelernt, bin also inzwischen auch eine gut informierte Fischereifachfrau. :)

    Wenn ich es jetzt noch schaffe mich wieder auf das Lesen zu konzentrieren, dann ist echt fast alles gut.

    Ich befürchte nur, dazu bedarf es einer erneuten Krise.
    Oder:
    ( Ich denke ich sollte meine elektronischen, von mir hauptsächlich zur Kommunikation genutzten Medien abstellen :( )

    Einen schönen Tag !

    Ich freue mich immer von dir ( euch ) lesen zu können, ich hoffe auch noch in 3-6-9-12-....... Monaten !

    Slowly

    Hallo Stan :) ,

    ich habe mir nicht deinen ganzen Thread durchgelesen, nicht aus mangelndem Interesse, sondern es fehlt gerade die Muse.

    Ich habe allerdings das Gefühl, dass du durchaus eine - edit, bitte keine Ferndiagnosen stellen, danke, Tina - haben könntest.

    Wurdest du daraufhin untersucht und evtl. therapiert ?

    Mit der richtigen Behandlung könnten sich deine "schlechten" Gefühle bestimmt bessern und es würde dir leichter fallen, die weiteren Schritte in die Trockenheit zu gehen.

    Liebe Grüße und ALLES GUTE !

    Slowly

    Hallo,

    heute war ich ja im deutschen Mittelgebirge unterwegs.

    Ich habe kaum meinen Augen getraut,...... teilweise neben unserer Wanderstrecke entlang, lief eine fantastisch ausgebaute MTB Strecke direkt durch den Wald.

    Mit Extra Hindernissen, die mir einen kalten Schauer den Rücken hinunter jagten. ;)

    Leider hatten sich, wohl wegen des Regens, kaum MTB-ler im Wald verirrt.

    Für den, den das MTB fahren ein Hobby darstellt, sicher eine lohnende Sache !

    LG

    Slowly

    Abend Carpenter,

    Danke, den hatten wir.


    Oha, ein Wandermarathon, nicht schlecht, dachte ich mir
    und erzählte es während der Tour meiner Freundin und Wanderpartnerin.

    Den kannst du haben, meinte sie, als letzte der Trainingstouren hätte sie eine mit 45 km vorgesehen. :shock:.

    Auf meine dezente Nachfrage, ob wir die dann in zwei Tagen machen würden meinte sie nein, eigentlich nicht.

    Na dann. :)

    Ansonsten haben wir die 30 % Regenwahrscheinlichkeit voll ausgenutzt.

    Inkl. einem 30 minütigen Aufenthalts in einem Graben, wegen des heftig grollenden Gewitters. ( Sie hat panische Angst davor ).

    Erst als sich von hinten eine fröhlich lachende Familie inkl. Kleinkinder näherte, konnte ich sie dazu überreden wieder aus dem Graben zu steigen.

    Alles in allem eine Super Trainingseinheit. ;)


    Das Sofa und die Packung Kekse gehören nun mir.

    Grüße

    slowly & happy

    Guten Morgen,

    19 km stehen heute an.
    Regenwahrscheinlichkeit ca. 30 %.

    Meine Freundin hat die Strecke ausgewählt, es geht bergauf und bergab.

    Das entspricht etwa der Länge und auch der Anforderung eines Tages während unserer Mont Blanc Tour.

    Irgendwie ganz schön wenig, dachte ich mir so, bis mir einfiel, dass wir ja während dieser 10 Tage unser Haus und das Bett, ebenso Schrank- und Kühlschrankinhalt mitschleppen werden. ;)

    Also sage ich mal......

    Bassd scho. ;)

    Grüße

    Slowly

    Hey Alex,

    auch ich ( wahrscheinlich jeder ) kennt diese Sinnfrage.

    "Eigentlich" ist sie ja leicht zu beantworten, dein Leben selbst und dass du da bist ist doch schon der Sinn.

    Aber ich weiß natürlich was du meinst.

    Ich kannte und kenne diesen Gedanken, schon als Kind stellte ich mir die Frage was das alles soll....also vor- während- und auch jetzt nach meiner Alkoholzeit.

    Der große Unterschied ist nun nach zwei Jahren ( es hat auch einige Zeit gedauert nachdem ich trocken wurde ), dass es mir nun reicht einfach da zu sein.

    Und mein Bestes zu geben.

    Wenn ich jetzt in eins unserer Löcher falle dann kann ich ( im Gegensatz zur Alkohol Zeit ) schnell reagieren und wie Samsara schrieb eine Kurskorrektur vornehmen.

    Es bleibt mir ja auch nichts anderes übrig ;) , etwas schön zu saufen hat ausgedient.

    Ist zwar manchmal anstrengend für mich ( und auch für andere ).

    Aber es lohnt sich.

    Bleib´einfach d´ran !

    Es wird besser.

    Stück für Stück.

    Versprochen ;).

    Slowly ( die jetzt bald zu ihrem neuen Hobby dem Wandern aufbricht :) )

    Hallo Alex,

    wie geht es dir ?

    Nein, an meinem Sohn liegt es nicht, dass es mir manchmal nicht so gut geht, obwohl ich ihn manchmal an die Wand .... ;).

    Er raucht wohl hin und wieder aber was den Alkohol betrifft, bin ich relativ optimistisch.

    Doch das kann natürlich auch täuschen...... tun kann ich ja eh wenig und das was mir möglich ist, habe ich getan.

    Was deine Eltern betrifft:

    Ich bin gespannt was du erzählen wirst über euer nächstes Treffen.

    Ob du tatsächlich den A**** in der Hose hast, auf den kurzen Alkoholverzicht zu bestehen.

    Das ist in meinen Augen nicht nur wichtig, damit das Alk freie Umfeld gesichert ist, sondern wie du ja bereits geschrieben hast auch, um zu deinen Bedürfnissen zu stehen.

    Ich glaube das zu lernen, ist genau so wichtig wie ein alkoholfreies Umfeld zu haben, um trocken zu werden und auch zu bleiben.

    Du packst da schon !

    Ist doch auch spannend zu sehen, wie dein Vater damit umgehen wird und wenn er ( wahrscheinlich ) auch Alki ist, dann kannst du ziemlich sicher sein, dass es schwer wird für ihn.

    Wichtig war für mich mir darüber klar zu werden, dass es nicht unbedingt an der Zuneigung zu mir mangelt, wenn jemand nicht auf Alk in meiner Anwesenheit verzichten mag oder kann.

    Mehr Leute als man denkt hängen auch mit einem "moderaten" Alkoholkonsum tiefer drin, als sie es sich selbst eingestehen wollen.

    Da halten wir ihnen einen Spiegel vor.
    Das ist erst mal nicht so angenehm. ;)

    Grüße

    Slowly

    Guten Morgen,

    ein Biofreilandei hat ja auch noch einen ganz anderen, als einen gesundheitlichen Nutzen. :)

    Den sieht man allerdings erst dann, wenn man mal Legebatteriehühner quasi federlos, mit amputierten Schnäbeln und völlig abgewrackt im Arm hatte.

    Aber das ist ja ein anderes Thema.

    Grüße

    Slowly

    Hallo Marco,

    Zitat

    Mensch und Natur haben doch mehr Kontakt, als wir das auf den ersten Blick vielleicht wahrnehmen können.

    Seit ich mir die Möglichkeit gebe enger mit der Natur im Einklang zu sein, was für mich bedeutet, ich halte mich darin auf, spüre ich die Kraft und Magie die von ihr ausgeht ganz deutlich.

    Sie gibt mir eine Art "aufgehoben sein" und eine einzigartige Verbindung, die mich glücklich macht.

    Ich bin sehr froh in einem Land zu leben in dem die Jahreszeiten einen so ausgeprägten Verlauf haben und begehe mit meinen Kindern und unserer Schulgemeinschaft wunderschöne traditionelle Jahreszeitenfeste, die die enge Verbindung des Menschen zur Natur widerspiegeln.

    Ich empfinde deine Gedanken ....


    Zitat

    Die Verbundenheit Mensch-Natur speziell auf den Frühling bezogen und die Gedanken die in Richtung Sinnfindung/Orientierung/Anfang und Ende gehen, meinte ich.

    ...als Hilfestellung in meiner momentanen Situation.

    Danke dafür.

    Slowly

    Hallo Samsara,

    du hattest hier geschrieben und dazu diese Frage gestellt.

    Zitat

    Die Krise, die für mich z.T. kompletter Rückzug von allem -aber auch genaue Wahrnehmung der aktuellen Gefühle (so unangenehm sie gewesen waren) beinhalteten - war bisher für mich auch immer wieder eine Gelegenheit, mir nochmal genau darüber klar zu werden, was gerade im Vordergrund steht und mich dann um genaue Kurskorrekturen zu bemühen.

    Ging es irgendjemandem in letzter Zeit ähnlich?

    Ja, mir.

    Bedingt durch einen einwöchigen Urlaub, in dem ich (hauptsächlich alleine) jeden Tag wanderte, wurde mir so einiges bewusst.

    Eine Freundin hatte mir zuvor gesagt, dass das alleine Wandern die Möglichkeit beinhaltet, viel über sich selbst heraus zu finden.

    Das kann bestätigen.

    Und es ist nicht nur Positives zutage gekommen.

    Nun darf die von dir angesprochene Kurskorrektur einsetzen.

    Ich bin gespannt wie es weiter gehen wird.

    Grüße

    Slowly

    Danke Alex,

    Zitat

    eine gute Zeit

    ......die versuche ich mir gerade ziemlich verkrampft zu machen ;) .

    Aber das was immer gewirkt hat, scheint gerade nicht so ganz zu greifen.

    Umso mehr freuen mich gute Wünsche.

    Als ich damals hier ankam um trocken zu bleiben, ( bin ja jetzt wegen meines minderjährigen Sohnes hier, der wohl hin und wieder trinkt/getrunken hat ), da haben sie mich "zerpflückt" als ich solche Aussagen wie du machte.


    Zitat

    Andererseits möchte ich ja keinem Menschen irgend etwas verbieten. Wenn jemand in meiner Gegenwart trinken möchte, dann soll er das auch tun (dürfen) - stört mich nicht.

    Sowas z.B.

    Oder als ich schrieb, dass es mir gut geht und ich nicht zum Arzt muss wegen des vergangenen kalten Entzugs, da gab es sofort "Mecker" und das war auch gut so für mich.

    Ich hätte mich auch lieber auf Aussagen wie deine Obige gestützt und mir so viele Diskussionen und "Dramen" ( vor allem in meinem Inneren ) erspart.

    Jetzt im Nachhinein bin ich froh, dass viele hier so streng mit mir waren.

    In diesen zwei Jahren habe ich ne Menge Leute hier ein paar Wochen ( weniger Monate ) erlebt, die dann Knall auf Fall wieder weg waren.

    Und die hatten bestimmt nicht alle ein Server Problem. :(

    Erst vor kurzem, ein junger Mann: Total ambitioniert, was hat er alles umgekrempelt in seinem Leben, ein Anfangstrockener wie aus dem Bilderbuch......

    Ich habe ihn wirklich bewundert.

    ( Er hat diesen tollen Spruch: " Wo es weh tut, da geht es lang", total beherzigt )

    Er schreibt nun auch nicht mehr. :(

    Darum kann ich dir nur raten, nehme alle Möglichkeiten und Chancen die sich dir bieten in Anspruch und beherzige die Grundbausteine.

    Wenigstens die erste Zeit ( ein Jahr ist glaube ich gar nicht so schlecht ) und achte auf ein alkoholfreies Umfeld !

    Darüber musste ich schmunzeln:

    Zitat

    Helfe allerdings am Abend auch mit 1 bis 2 Tafeln Schokolade nach.

    Ich bin auch ein sehr hilfsbereiter Mensch ;)

    Lass es dir schmecken !

    Slowly

    Hallo Alex,

    ich kenne dieses Unbehagen sehr gut.

    Es entstand bei mir vor allem in den Momenten in denen ich merkte, dass es doch einige Menschen gab ( auch aus der Familie ), die damals vor zwei Jahren einfach weiter trinken wollten, auch in meiner Anwesenheit.

    Vor allem bei meiner Mutter störte mich das sehr und ich merkte daran mal wieder so einiges.......

    Es ging sogar so weit, dass sie im Restaurant von unserem Tisch weg saß, weil ich darauf bestand, dass in meiner Anwesenheit nichts getrunken wurde, das gleiche Spielchen abends beim Bowling.

    Es zeigte mir die Beziehung zu meiner Mutter wieder einmal in einem deutlichen Licht ( sie kann übrigens auf Alkohol verzichten, wollte es nur nicht ).

    Ebenso interessierte sie sich nicht für die Problematik und reagierte eher mit leisem Hohn, über mein Vorhaben nichts mehr zu trinken.

    Aus lauter Wut über dieses Verhalten, eskalierte es an einem Abend ( wir waren zusammen im Urlaub ) dann so, dass ich laut am Restaurant Tisch sagte, dass ich Alkoholikerin sei und darauf angewiesen bin, dass in meiner Anwesenheit nicht getrunken wird.

    Die anderen Gäste werden es gehört haben.

    Von diesem Moment an war dann der Ofen ganz aus. ;)

    Seither sind wir nicht mehr zusammen im Urlaub gewesen
    und meine Wut ist lange verraucht.

    Ich bin gut gefahren mit meiner konsequenten Offenheit.

    Es gibt Freunde die waren bereit auf Alkohol zu verzichten, die die selbst ein Problem haben waren es nicht.

    Das bedeutet aber nicht, dass sie mich nicht mögen würden, doch das musste ich auch erst mal verstehen und es sind einige Tränchen geflossen am Anfang.

    Innerhalb der zwei Jahre in denen ich jetzt trocken bin hat sich einiges verändert, im Zusammenhang welche Menschen ich an welchen Orten treffe.

    Es ist ruhiger geworden um mich.

    Aber wenn sich nichts verändert hätte, dann wäre das Risiko rückfällig zu werden, bestimmt wesentlich höher gewesen.

    Darum bin ich zufrieden damit wie es gelaufen ist.

    Bleibe dir treu, du kannst dein bester und treuester Freund ( und Familienangehörige ) sein ! :)

    Und wer weiß was deine Eltern lernen werden aus deiner Offen- und Trockenheit.
    Du gibst ihnen die Chance dazu.

    Slowly

    Hallo Peter,

    diesen Gedanken, den du ansprichst hatte ich nach dem trocken werden nie.

    Darum kann ich nicht aus Erfahrung sprechen.

    Aber irgendwie würden da bei mir alle Alarmglocken läuten.

    Was steckt denn dahinter, dass du das so empfindest ?

    Bestimmte Situationen in denen du früher konsumiert hast oder eher negative Gefühle, die ihr Trösterchen wieder wollen ?
    Oder etwas ganz anderes ?

    Gut, dass du deine Selbsthilfegruppe hast, wahrscheinlich wirst du dieses Thema da auch ansprechen ?

    Grüße

    Slowly

    Hallo Marco,

    ich bin zur Zeit auch in einer Krise.

    Ausgelöst durch einen Urlaub mit der Großfamilie.

    Da wurde mir sehr stark bewusst, dass meine Lebenseinstellung, wie ich die Umwelt wahrnehme, mit den Menschen umgehen möchte und mir mein Leben vorstelle, mich von den anderen ziemlich unterscheidet.

    Das tut mit besonders dann weh, wenn ich da eine größere Distanz zu meinen liebsten Menschen fühle.

    Dann muss ich sehr aufpassen, dass ich nicht ungerecht werde und ihnen mein Ding in die Schuhe schiebe.

    Sie sollen und dürfen natürlich ganz genau so sein wie sie sind.

    Aber da das so ist und es keinen Sündenbock gibt für meine Gefühle, dann muss es ja an mir liegen.
    Also stelle ich mich selbst in Frage und das schmerzt manchmal.

    Dieses einfach machen, auch im Regen tanzen und Zen Sprüche haben mir auch schon viel geholfen, denn manchmal spüre ich ganz intensiv, dass wirklich alles nur in meinem Kopf ist.

    Es gibt gerade Momente in denen ich noch grummelig vor mich hingrüble und dann, wie aus heiterem Himmel, kommt ein Gefühl und alles ist leicht ( für ein paar Sekunden ), meine innere Einheit ist wieder vollständig und alles ist gut.

    Ich denke, dass jede Krise dazu da ist um uns weiter zu bringen, da wir in uns hineinhören müssen, um dann die Geduld und auch den Mut aufzubringen etwas zu tun..... nämlich nach dem zu suchen was fehlt.

    Was uns ausfüllt und glücklich macht.

    Ich glaube, dass beides greift, das Akzeptieren und das Bemühen um Veränderung und da ich weiß, dass kein Zustand von Dauer ist werde ich auch diese Krise irgendwie überwinden.

    Ich habe auch schon eine Ahnung wo es bei mir hakt.
    Jetzt muss ich nur noch in die Gänge kommen.

    Liebe Grüße und alles Gute !

    Slowly

    Hallo Neuweg,

    zu dem was du geschrieben hast über das Thema,..... dass dir das Sorgen um deine Eltern scheinbar gut getan hat und es für dich ein angenehmes Gefühl war.........und was damit so zusammen hängt.

    Ich glaube, dass auch ich an einem Punkt im Leben angekommen bin an dem ich lernen darf zu nehmen, was mir an Zuneigung und Hilfe von anderen Menschen angeboten wird und im besten Fall irgendwann auch darum zu bitten.

    Zum Geben habe ich gerade bei Karstens Thema etwas geschrieben, damit habe ich einen ausgeglichenen Umgang gefunden.

    Beim Nehmen sieht die Sache leider ganz anders aus.

    Es fällt mir sehr schwer etwas anzunehmen, in welcher Form auch immer.

    Früher war es mir sogar fast unerträglich ein Geschenk aufzumachen, ich zögerte das immer hinaus bis es nicht mehr ging.

    Vor einiger Zeit hat mir eine gute Freundin eine Massage angeboten, ich konnte sie nicht annehmen und habe ihr damit ziemlich vor den Kopf gestoßen.

    Sie hat es dann verstanden und auch akzeptiert aber für andere Menschen ist es nicht einfach zu verstehen, so etwas Schönes wie eine geschenkte Massage, einfach nicht annehmen zu können.

    Und erst seit diesem Erlebnis ist es mir eigentlich auch wirklich klar, dass bei mir da etwas nicht so ganz stimmt und verändert werden kann.

    Diese Tage habe ich auch gemerkt, dass wenn ich mal ein Problem, dass es mir dann schwer fällt über meine Gefühle zu sprechen.

    Ich möchte es schon, könnte es auch, tue es sogar manchmal, es fehlen mir dann aber oft die Worte, ich bekomme meine Gedanken nicht zusammen und stottere mich mehr schlecht als Recht durch die Beschreibung meines Anliegens.

    Da muss ich dann schon fast wieder über mich selbst lachen ;), trotzdem möchte ich das gerne verbessern:

    Das Annehmen und auch das Bitten um Hilfe bzw. Gefälligkeiten und das verständliche Aussprechen meiner Probleme/Gefühle.

    Liebe Grüße von Slowly

    Hallo Neuweg,

    hab´ein wenig in deinem anderen Faden gelesen.

    Wenn du nachdenkst über deine Kindheit und hier dazu schreibst, dann geht es ja damit automatisch auch um die Kindheit deiner Kinder.

    Und wenn du dann in einiger Zeit hoffentlich dastehen wirst und ein "wir" nur noch in Zusammenhang mit deinen Kindern existiert, dann wirst du diejenige gewesen sein, die das Rädchen, das sich oft Generation um Generation weiter dreht, gestoppt hat.

    Nach der Trennung ( aus anderen Gründen als Missbrauch von Alkohol ) von meinem wirklich guten zweiten Mann, stand ich das erste Mal in meinem Leben da und konnte ein "ICH" fühlen.

    So ein tolles Gefühl !

    Und auch wenn ich wieder eine Liebe geschenkt bekommen habe, ist dieses "ICH" nach wie vor da und macht mich glücklich.

    Ich spüre deinen Mut und deine Willensstärke und freue mich für dich und für deine Kinder !

    Liebe Grüße

    Slowly