Beiträge von Slowly

    Hallo Sunshine,

    du hast unter anderem meine Vorbildfunktion und das Vertrauen, das ich ihm schenken soll, angesprochen.

    Dass ich als Vorbild dienen könnte, kommt vielleicht dann irgenwann zutage, wenn es ihm mal schlecht gehen sollte wegen des Alkohols.

    Momentan sind eher die aktiven Trinker sein Vorbild, sind sie doch alle viel "lockerer, unkomplizierter und spaßiger" als ich, die im besten Fall einfach nur durch das Leben selbst vergnügt ist.

    Aber zumindest meine mentale Stärke und Durchsetzungsfähigkeit, die hat er sich schon als Vorbild genommen, nutzt sie allerdings manchmal zu Zwecken, die mir nicht so ganz passen. :)

    Aber so ist das halt und damit kann ich gut leben, ich mag das ja an ihm.

    Was das Vertrauen betrifft, da hast du vollkommen Recht, das fordert er auch vehement von mir ein.

    Grundsätzlich bin ich ein Mensch der gut vertrauen kann und auch gebrochenes Vertrauen schnell wieder aufbaut, also werde ich meine Bestes geben.

    Was deine Tochter betrifft: Es ist toll, dass sie den Alkverzicht so konsequent durchgezogen hat.

    Ich habe auch immer sehr lange gestillt, hatte dann einen Muttermilchvorrat eingefroren, für hin und wieder Party machen. :roll:

    Krass, auf was eine Alkoholikermutter alles so kommt, um ( wenigstens hin und wieder ) weiter trinken zu können.

    Und auch wenn ich mich jetzt zeitweise ins soziale Aus innerhalb meiner Familie katapultiere........

    Ich bin unendlich froh keinen Alkohol mehr trinken zu müssen.

    Ganz liebe Grüße

    Slowly

    Guten Morgen Thaila,

    Danke für´s Mitgefühl und für die Anerkennung meiner Handlungsweise.

    Das bedeutet mir viel.

    Ja, es ist für mich (als HSP besonders) eine ganz doll belastende Situation.
    Ich empfinde das nicht als direkte Sorge, die mich Stunde für Stunde oder Tag für Tag umtreibt, sondern eher als ein unterschwelliger hellgrauer Nebel (oder ein gefräßiger, kleiner, grauer Nager ) in meinem Leben, der mein positives Grundgefühl beeinträchtigt.

    Mehr als das viele Trinken jedoch, macht es mich traurig, wenn wir uns nicht vertragen aber trotzdem kann ich einfach nicht zusehen und schweigen.

    Ich kann von meinem tiefsten Inneren heraus einfach nicht mit unausgesprochenen ( in meinen Augen ) disharmonischen Tatsachen leben und je älter die Kinder werden, umso mehr elementar wichtige Dinge gibt es, die eben auch mal nicht so toll sind.

    Diese anzusprechen und dann auch darauf zu achten, dass sie durchgehalten werden, raubt mir oft die Leichtigkeit, die ich lieber hätte im Umgang mit meinen Kindern .......allgemein mit Menschen.

    Der Vater, so nett und lieb er sein kann, ist mir da keine große Hilfe, manchmal habe ich das Gefühl, dass er selbst in seinem 16-ten Lebensjahr stecken geblieben ist in manchen Dingen. :(

    Was das Thema Alkohol anbelangt auf jeden Fall und ich kann reden und reden und reden und er kann mir in dem Moment auch zustimmen......wenn die innere Einstellung, die Sensibilität fehlt, dann hilft das einfach nicht.

    Es ist ein Dilemma aus dem es wohl kein Entkommen geben wird und ich muss einen Weg finden mich von dem ganzen Thema innerlich zu distanzieren, ohne mich von Teilen meiner Familie zu distanzieren.

    Ich kann es ja auch verstehen, dass der Vater, mein großer Sohn und auch der kleine ( da geht es eher um digitale Medien und Süßigkeiten ) mich für viel zu anstrengend halten, meine Tochter ( die kaum trinkt ) übrigens nicht.

    Sie gibt mir in vielem Recht, was manchmal wirklich eine große Hilfe ist, meinen inneren Zwiespalt zu sortieren.

    Genau so wie deine Zeilen übrigens :)

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Correns,

    Danke fürs Teilen Deiner Erfahrung.

    Ja, wir haben jetzt gestern auch noch einmal fundamentiert,
    dass es bei uns zuhause nur an Partys (seine, ich mache eh keine :) ) etwas zu trinken gibt.

    Nun hoffe ich, dass er sich daran halten wird aber das glaube ich schon.

    Das Problem ist nur, dass er ja soviele Kumpels hat, deren Mutter/Eltern das Problem nicht sehen oder/und die selbst viel zu viel trinken.

    Ich habe mich immer gefreut, dass meine Kinder beliebt sind und viele Freunde haben, nun ist mir dieser Reichtum etwas suspekt. ;)

    Manchmal verfluche ich es Alkoholikerin zu sein und somit prädestiniert bin, mich mit nahestehenden "Suffköpfen" auseinanderzusetzen.

    Aber ich werde es jetzt einfach mal mit Geduld versuchen, zumindest theorethisch. ;)

    Ich kann verstehen, dass du die Entwicklung deines Sohnes mit Sorge betrachtest, denn eventuell steuert er ja nur auf eine andere Art des Alkoholismus hin, als z.B. mein Sohn der jedes WE trinkt.

    Doch wie ich uns beide kenne, werden wir eh nicht locker lassen und unser "Unverständnis" ;) mit unseren Kindern teilen, den Kinder bleiben sie ja irgendwie immer.......

    Danke dir !

    Slowly

    PS:

    Er ist ja trotzdem noch so lieb und bedankt sich bei mir für meine Besorgnis :) aber zeitgleich ist er sauer mit mir, genau wie ich halt mit ihm.
    Zwei Seelen in einer Brust hervorgerufen durch den Alkohol.
    Denn er ist im Gegensatz (zu mir damals ), so denken wir zumindest, ein zufriedener und von der ganzen Familie geliebter Jugendlicher.

    Danke Matthias,

    das hatten wir :) .


    Bei mir leuchten mal wieder alle Warnlichter.

    Mein großer Sohn, der ja bald erwachsen sein wird, mir aber gar nicht so vorkommt, trinkt in meinen Augen viel zu viel.

    Er ist in einem Dorfverein :roll: und auch darüber hinaus mit der Dorfjugend sehr gut beefreundet.

    Was das heißen kann, wissen vielleicht die, die selbst das zweifelhafte Vergnügen hatten, einem solchen Verbund anzugehören.

    Alkohol gehört wie selbstverständlich zu fast jeder Aktion mit dazu, es werden die Tage, bzw. Abende um den Alkohol herum geplant.

    Ich habe nun mit meinem Sohn noch einmal eindringlich gesprochen und habe versucht ihn aufzuklären, bzgl. des Suchtgedächtnisses und allgemein bzgl. des Nervengiftes Alkohol.

    Er behauptet natürlich alles im Griff zu haben, versucht mich zu beruhigen und zu beschwichtigen, hat aber auch selbst schon zugegeben, dass es manchmal ein wenig zu viel ist und er reduzieren will, wovon ich aber nichts bemerken kann :(

    Das hört sich für mich alles absolut schrecklich an.

    Egal mit wem ich in der Familie versuche darüber zureden, sie halten mich fast alle, offen oder auch versteckt, für "hysterisch".

    Es wäre doch normal......blablabla......

    Nun habe ich meinem Sohn noch zwei sehr eindringliche Filme bzgl. des Themas Alkohol gezeigt, bzw. ihn gebeten sie anzusehen.

    Seit ich diesen, in seinen Augen, "Feldzug" gegen den Alkohol führe, ist unser ansonsten sehr gutes Verhältnis zerüttet.

    Aber ich kann es einfach nicht mit "ansehen" ( indirekt ) , wie er sich das Zeug in den Hals schüttet.

    Trotzdem werde ich jetzt wohl kapitulieren, denn ich habe in meinen Augen alles getan, was ich tun kann oder hat jemand noch eine Idee ?

    Bei der Drogenberatung ( wegen des Alkohols) war ich ja vor ein paar Jahren auch schon einmal.

    Während seines Auslandsaufenthalt war alles im grünen Bereich, jetzt geht der ganze Mist wieder von vorne los.

    :roll:

    LG von der....

    stinkesauren ( im Angesicht von soviel "Doofheit" ) und besorgten Slowly

    Hallo Katha,

    frohe Weihnachten.

    Zitat

    Immer noch treffe ich Menschen, von denen ich lernen kann: Den Gärtner, der mich davon überzeugt, dass sich die Ungeduld, die mich manchmal davon abhält, bestimmte Dinge in Angriff zu nehmen, weil ich sicher bin, dass da nichts Gutes herauskommen kann, eben weil ich ungeduldig bin, sich verlieren wird, während ich etwas tue, wofür ich Geduld brauche.

    So einen Menschen kenne ich auch.

    Die Tage kam eine Anweisung meiner ältesten Freundin aus dem Süden, dass ich mir ein 1qm Brett aus dem Baumarkt holen soll.

    Das Geschenk dazu würde dann zu Weihnachten eintrudeln.

    Ich habe mir ettliche Dinge vorstellen können....aber es war dann ein Puzzle mit ungefähr eine Million Teilen,
    :shock: mit dem sie mir Ruhe und Zeit schenken will.

    Verbunden mit einem Rätsel, dessen Lösung aber nur zusammen mit einem Foto des fertigen Puzzles zu ihr eingeschickt werden kann, berechtigt mich dann das eigentliche Geschenk zu erhalten.

    Verdammt, sie kennt mich einfach zu gut ;) .

    Ich werde mir, wenn ich wieder 100 gute Gründe habe nicht mit dem Puzzle anzufangen, die Worte "deines" Gärtners zu Herzen nehmen.

    LG Slowly

    Liebe Linde,

    Danke für deine hilfreiche und erfahrene Unterstützung, vor allem auch durch die Vorzüge des erweiterten Bereichs.

    Es ist immer angenehm sich mit dir zu "unterhalten".

    Ein frohes Fest und einen glücklichen Rutsch wünsch´ich dir.


    Liebe Sunshine,

    Danke für die empathische Unterstützung bzgl. meines aktuellen Themas.

    Deine Meinung und Erfahrung ist mir sehr wichtig und war eine große Hilfe.


    Hallo Thalia und Pancho,

    Danke für´s bei mir reinschauen, Meinung da lassen und Nachfragen.

    Es ist schön, wenn ab und zu mal feedback kommt.

    Alles Gute auch für euch. :)


    Sodele.....jetzt ist Endspurt angesagt......

    LG Slowly

    Hallo Lena,

    toll, dass deine Zähne jetzt mit dir um die Wette strahlen. :)

    Ich wünsch´ dir, dass deine Glückssträhne auch im Neuen Jahr anhält und ein frohes Weihnachtsfest mit deinen Lieben.

    Viele Grüße von Slowly

    Hallo lieber Schorsch,

    ein turbulentes Jahr, in der Gesellschaft wie auch bei mir privat, neigt sich dem Ende zu.

    Wir alle sind immer wieder mit unglaublicher Unmenschlichkeit konfrontiert worden.

    Das Gute daran ist jedoch, dass da wo das Dunkle ist, immer auch das Helle besonders wohltuend strahlen kann. :)

    Dir ( der mir immer als ein besonders freundlicher Mensch erschien ) und deiner Familie wünsche ich von Herzen ein wunderschönes Ende des alten und ein glückliches neues Jahr !

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Thalia,

    Danke. Das ist lieb von dir.

    Ich freu´mich auch, besonders für ihn aber auch ein bisschen für mich ;) .

    Ich hoffe nun, dass die positive Entwicklung weitergeht.

    Vielleicht gab es ja für ihn auch so etwas wie einen Tiefpunkt, nachdem das Leben dann wieder neu geordnet werden kann.

    Einiges scheint darauf hin zu deuten.

    Er hat mich drei Jahre mit dem hohen Alkoholkonsum gekannt ( und das war mit Sicherheit nicht immer leicht ) und mich dann auch auf den trockenen ( bald fünf ) Jahren begleitet.

    Naja, wir werden sehen. Fest steht, dass ich sehr viel gelernt habe in dieser Zeit unter anderem auch, von niemandem mehr extrem seelisch abhängig sein zu müssen.

    Darum kann ich mir ihn auch ( etwas aus der Ferne ) betrachten.
    Eine gewisse "Abhängigkeit" ist sicherlich noch vorhanden aber sie beeinträchtigt/stört mich nicht mehr im täglichen Leben.

    Von daher geht es ( erst einmal ) klar wie es jetzt ist.


    Lieber Pancho,

    schön mal wieder etwas von dir zu lesen. :)

    Ja, ich denke ich weiß was du meinst und du hast sicherlich recht damit.

    Wut geht hin und wieder klar, wenn ich etwas daraus lernen kann, wobei ich wirklich sehr selten wütend werde, im Gegensatz zu meiner Alkoholzeit.

    Gott sei Dank !

    Lernen - In diesem Fall wäre das, etwas mehr mit meinem großen Sohn auf zwischenmenschlicher, perönlicher Ebene zu kommunizieren.

    Er ist eher introvertiert und da will ich oft nicht so sehr in ihn dringen und halte die Gespräche eher auf allgemeine Dinge beschränkt.

    Gestern habe ich ihn nun doch mal gefragt, ob er Angst habe vor terroristischen Attentaten und siehe da, er hat Angst, was ich so nicht vermutet hatte.

    Nun kann ich ihm die Angst natürlich nicht nehmen aber er hatte zumindest das Gefühl, darüber reden zu können.

    Es ist ein kleiner Anfang und ich bleibe d´ran.

    Liebe Grüße an euch beide und den großen "Rest".

    Slowly

    Guten Morgen,

    über´s Wochenende haben wir zu zweit ( bis auf kleinere Hilfen hier und da ) einen Umzug gewuppt.

    Der Mann, um den es in meinem "Lebensbericht" in der letzten Zeit öfters ging, ist aus seiner WG raus in eine eigenen Wohnung gezogen und hatte noch seine ganzen Möbel etc. bei uns unterstehen.

    Zuvor wurden von ihm schon andere Weichen neu gestellt und eine Therapie ( keine klassische Psychotherapie ) zeigt auch erste Wirkung.

    Er scheint reflektiert und verändert.

    Es scheint sich durch die Änderungen im Äußeren auch eine Änderung im Inneren anzubahnen oder ist es etwa andersrum ? :)

    Neben der ganzen Arbeit hatten wir auch viel Spaß miteinander, wir verstehen uns meist blind, haben denselben bescheuerten Humor und größtenteils dieselben Werte.

    Sollte es tatsächlich nach so langer Zeit einen wirklichen Wandel geben ?

    Ich bin im Inneren verhalten optimistisch, äußerlich hoch erfreut ;) .

    Und werde weiter berichten.

    LG Slowly

    Hallo Correns,

    diese Jahr hatte es echt in sich, hauptsächlich im Negativen. :(

    Das habe ich schon von vielen Leuten gehört und erging mir nicht anders.

    Umso wichtiger ist es in den kleinen Dingen das Gute zu sehen, als wertvoll zu würdigen und einfach weiter zu machen.

    Glück ist eine Entscheidung.

    Ich denke bei dir hat die Sparflamme sicher auch viel damit zu tun, dass du so wenig laufend unterwegs bist.

    Liebe Grüße

    ( Noch ein Tag, dann ist Brezel-Time :) )

    Slowly

    Hallo Matthias,

    ich bin auch Schoko-.....Kekse- und (im Sommer) Eisdieleneis süchtig.

    Ich schaff´s nicht damit aufzuhören und will es inzwischen auch nicht mehr.

    Meine Figur habe ich trotzdem im Griff und manchmal denke ich, dass mich die Befriedigung dieser Sucht ( dieses "unerwünschten Verhaltens" ), davor bewahrt hat beim Alkohol wieder rückfällig zu werden.

    Also nenne ich diese Sucht mal lieber Leidenschaft :), wobei sich das Leiden in Grenzen hält.

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallöchen,

    ja, das hasst du und ich sehe das genau so wie du.

    Wenn mir ein anderer freudestrahlend etwas erzählt wovon ich gar nicht so begeistert bin, dann freue ich mich trotzdem mit ihm und halte meine Meinung zumindest in dem Moment zurück.

    Es gibt viele Wege und auch ich entscheide jeden Tag neu.

    LG Slowly

    Hallo Martina,

    wie würden meine Kinder sagen:

    "Ich feier dein Gedicht !"

    Es ist sehr unaufgeregt und transportiert meine Einstellung sehr gut. ;)

    Bis jetzt habe ich eine Vorweihnachtszeit ohne Geschenkerummel, denn
    ich kaufe dieses Jahr einfach keine. ( Zum Basteln fehlt mir ein wenig mehr Zeit und Muse).
    Dafür habe ich schon einige irritierte Blicke erhalten.
    Aber ich glaube nicht, dass ich meine Zuneigung mit Geschenken ausdrücken muss, ich kann das auch so.
    Und BESITZEN "tun" wir alle eh genug.

    Bin auch kein Freund von totem Immergrün aber den kann ich meinen Kindern nicht auch noch nehmen, also bekommen sie einen.

    Ein kurzer Abstecher zum Krippenspiel, in die Kirche in der meine Tochter Konfirmation hatte ( sie ist die Einzige von uns die noch in der Kirche ist ) wird das Fest, zusammen mit reichlich Hausmusik, abrunden.

    Ansonsten gibt es Wildgulasch ( von dessen Fleisch ich hoffe, dass es kein Qualfleisch ist ) .

    Das Geld das nun übrig ist werden wir zu Aktionen nutzen, mit unseren kleinen Gästen, die noch ein paar Tage länger bleiben.

    LG Slowly

    Hallo, den Grühnkohl kocht immer jemand anderes in der Familie aber er wird von Jahr zu Jahr leckerer und gehaltvoller. Ich kann ja mal fragen.

    Heute Abend gibt es Linsen, Schbädsle und Seidenwürschdle.

    Das war mehr "Gschäfd"als angenommen.

    Aber es soll ja auch besonders lecker werden, wenn Mutti aus alten
    Familienkochbüchern stibitzt.

    LG Slowly :)

    Hallo Sunshine,

    Danke für deinen Beitrag.

    Es ist wirklich krass wie sich die Geschichten ähneln und ich würde meine Persönlichkeitsstruktur inzwischen auch nicht mehr als coabhängien betrachten, ich bin da raus gewachsen aber trotzdem ist es natürlich nicht besonders zielführend mit einem Menschen viel Zeit zu verbringen, der so viele Probleme hat und einen selbst und andere Menschen gerne als die "Heilsbringer" sieht bzw. sehen möchte, was aber nat. auch wiederum niemand (gerne) mitmacht.

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    Gestern war ich mal wieder im Asylbewerberheim.
    Kekse backen.

    Boah, war das cool.

    Es waren zwei Familien anwesend ,mit jeweils 4 Kindern und noch ein paar extra Kinder.

    Während meine beiden jungen Helferinnen quasi nur dastanden und die kleinen Kinder bewunderten und von ihnen bewundert wurden :D, wuppte ich mit einem der Väter das ganze Towabou, das so ein Kekse backen und verzieren mit sich bringt.

    Von wegem arabische Männer und so.......

    Die Mütter kochten solange Pfefferminztee und machten den Abwasch.

    Obwohl jede Ausstecherle-Form nur einmal da war und sonst auch nichts doppelt war, gab es nicht einmal Zank, Tränen oder irgendwelche Mimositäten.

    Ich war total begeistert von der Zusammenarbeit.

    Vielleicht wird man so unkompliziert , wenn man erst mal alles aufgeben musste, um irgendwo anders ein neues Leben leben zu müssen/dürfen.

    Der andere Papa, etwas älter und dicker, wohl wegen der Kochkünste seiner Frau ;) rauchte amüsiert über den Trubel eine Wasserpfeife, wobei er aber darauf achtete, dass er neben dem geöffneten Fenster saß, um niemanden zu belästigen.

    Als ein Kind eine meiner Fragen mit HÄÄÄ :shock: beantwortete, ermahnte er sein Kind sofort anständiges Deutsch zu sprechen ;) .

    Ich hatte sooo gute Laune nach diesem Nachmittag.

    Für den ganzen Januar sind wir nun eingedeckt mit Essenseinladungen zu syrischem Essen.

    Wer schon immer mal gedacht hat, dass er vielleicht ja mal ein bisschen offen(er) sein könnte und sich aber...mmmmhhhh.......aaaaber.... nicht so recht traut........ :lol:

    Geht hin zu den Familien in´s Heim, ihr werdet wärmstens empfangen und hungrig geht auch keiner wieder nachhause.

    LG Happy Slowly :)

    Hallo Barthell,

    klasse, dass du hier draußen (auch) schreibst.

    Ich finde es beachtlich, wie groß dein Veränderungswille ist und wie konsequent du den Weg zur stabilen Trockenheit durchziehst.

    Ich glaube eine ähnlich große Richtungskorrektur habe ich hier noch nicht erlebt.

    Aber ich bin auch sehr vergesslich. ;)

    Vielleicht liegt das auch an deinem Grundcharakter, dass du das so gut wuppst ( bis jetzt ).

    Wie sieht es denn aus mit dem Loft, hast du die Isomatte dort schon ausgerollt ? ;)

    LG Slowly

    Hallo Taurus,

    ich habe jetzt gar nicht alles durchgelesen was so geschrieben wurde,
    ich weiß nur, dass ich, wenn mir etwas wirklich wichtig ist,
    auch mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln darum "gekämpft" / daran gearbeitet habe
    und lieber einmal mehr den unbequemen Weg gehe/gegangen bin, als den vermeintlich bequemen.

    Was (um Himmels Willen) lässt dich daran zweifeln, dass die allgemein anerkannten Grundsätze, die zu einer dauerhaften Trockenheit beitragen können, für dich nicht gelten ?

    Warum versuchst du nicht dein eigenes stures Ego mal eine Zeit lang hinten an zu stellen und den Aufenthalt in nassen Gefielden zu meiden ?

    Wie kommt es, dass du allen Erfahrungen zum Trotz so selbstsicher bist.

    Ist es die fehlende Demut der Krankheit und dem Glück gegenüber gerade abstinent sein zu dürfen ?

    Nicht jeder der das gerne möchte, schafft das auch.
    Du schon.
    Also versuche doch alles was nur möglich ist, um dauerhaft trocken zu werden.

    Siehe auch: "Artikel der FAG - Sterbehilfe für Alkoholiker "

    Liebe Grüße

    Slowly