Beiträge von Peters

    @ Prusselliese und Matthias

    Danke fuer Euere Beitraege.
    Es hat mich heute morgens sehr gefreut so etwas zu lesen.

    Mein Tag war sehr angenehm. War heute viel an der frischen Luft mit dem Rad unterwegs und es macht mir sehr viel Spass die Gegend hier an meinem neuen Wohnort zu erkunden.

    Jetzt habe Ich noch etwas Papierkram abzuarbeiten.
    Das Saufen hat zu vielen Schulden gefuehrt und jetzt will Ich mich mit den ganzen Glaeubigern irgendwie einigen.
    Der erste hat sich auch schon gemeldet und kommt mir entgegen , was mich freut.

    Ich hoffe Ihr hattet beide auch einen schoenen Tag heute.
    Ansonsten wuensche Ich Euch einen schoenen Nachmittag/Abend.

    lg
    Peter

    Hallo Slowly !

    Wow , Danke fuer die Blumen :wink:

    Ich weiss das hoert sich im ersten Moment etwas hard an was Ich da so durchziehe aber das ist es im Grunde nicht.

    Es dauert etwa 3 Wochen bis neue Gewohnheiten bei Ernaehrung und co. (jetzt nicht Alk - Suchtgedaechtniss bleibt ja...) zum Alltag werden. Also ist die erste Zeit vielleicht etwas schwierig und dann gehts.

    Ich muss die schlechten Gewohnheiten auch mit welchen ersetzen die Gesund sind aber Diese muessen auch moeglichst einfach sein und duerfen nicht viel Zeit kosten.
    Zum beispiel hab Ich die gute alte Schoki durch Nuesse/Samen/Trockenobst ersetzt. Ist alles schoen vermischt und immer griffbereit. So kommt keine Lust mehr auf Suesses auf und der Insulinspiegel bleibt schoen geschmeidig.

    Tee gibts zwar jetzt ohne Zucker dafuer aber viele verschiedene Sorten.
    Kaffee wurde auch eben durch schwarzen/gruenen Tee ersetzt. (darf dann aber nicht zu lang ziehen).

    Um mich zum Sport zu motivieren, hab Ich mir ne Kamera zugelegt wo Ich dann immer Fotos mache wenn es was sehenswertes unterwegs gibt.
    So ueberanstrengt man sich nicht und es macht immer Spass nach neuen Motiven zu suchen.

    Also Du siehst Ich trickse wo Ich nur kann :D

    Zum Thema posivites Denken kann Ich die Hoerbuecher von Dale Carnegie und Horst Conen empfehlen (ich hoffe das ist erlaubt);

    Joa im Grunde hab Ich einfach die S..nauze voll :D ; und wenn schon die erste Haelfte meines Lebens fuern Popo war dann aber bitte nicht die zweite.

    Und super ist es leider noch lange nicht denn der Scherbenhaufen nach so vielen Jahren Suff ist da und muss abgetragen werden aber Ich bleib am Ball und mit klarem Kopf sollte auch das machbar sein.

    Aber meinen Respekt hast Du schonmal fuer die fast 2 Jahre Abstinenz :wink: und geniess das schoene Wetter heute.

    lg
    Peter

    Hallo Marco !

    Danke fuer die freundliche Begruessung.

    Alle sind hier so freundlich dass Ich mir mal wieder denke wie sinnlos doch manche meiner Aengste sind...

    Dein erster Satz hoert sich fuer mich super an und Ich moechte aber alles in der Welt dass auch Ich hier in einem Jahr mein 1. hier feiern kann aber im Moment hab Ich noch Schwierigkeiten damit nur im Heute und Morgen zu leben. Die Denkmuster sind halt noch zu eingefahren aber eins hab Ich was mir dabei hilft im hier und jetzt zu leben. Jeden Morgen nach dem aufstehen und Abends vorm einschlafen mache ich Autogenes Training mit Hilfe eines Hoerbuches. Es ist nicht einfach aber die ersten positiven Effekte sind schon da.

    Mit den Depressionen (der Depre.) an sich hab Ich weniger zu kaempfen da Ich zur Zeit noch Antidepressiva nehme und Stress vermeide wo es nur geht. Am meisten machen mir halt die Angststoerung (Soziale Phobie) und meine chronische Derealisation/Depersonalisation zu schaffen weil es mich schon in meinem Handeln blockiert und Unsicherheit hervorruft.

    Auf jeden Fall ist die Symptomatik seit Alkstopp drastisch zurueckgegangen und auf diesem Level jetzt ist es keine Qual mehr fuer mich , was vorher der Fall war.

    Ausserdem versuche Ich alle Handlungen die sich negativ auf meine Psyche auswirken zu unterlassen.
    Also Ernaehrungsumstellung auf low carb, kein/wenig Zucker, kein Kaffee (hatte recht schlimme Zustaende verursacht), So weit es geht leichter Sport, Regelmaessiger Tagesablauf/Schlafenszeiten, ein paar Vitamine und jetzt wo es soo schoen ist viel Sonne :D

    Eins bleibt mir aber noch und das ist das Rauchen. Ich fuehle mich nach jeder Kippe nervoeser und unwohler/aengstlicher aber den Entzug verschieb Ich besser mal auf spaeter. Prioritaet hat der Alkstopp.

    Soo , nun bin ich auch fuer heute geschafft :D
    Danke euch Allen fuer einen weiteren lehrreichen Tag.

    Und dir Marco noch nen schoenen Abend.

    mfg
    Peter

    Hallo Prusselliese !

    Es ist ein Herr, also Psychologe :D das vorweg...

    Also , Ich empfinde genauso und bin eigentlich schon manchmal fast euphorisch gestimmt was fuer schoene Momente wir uns selber schenken koennen und diese dann auch mit klarem Verstand wahrnehmen koennen.

    Ich bin aber erst am Anfang und muss mich erst von Grund auf neu kennenlernen und schauen was mir spass macht oder mir gefaellt.

    Dennnoch moechte ich nicht zu sehr dieser Euphorie verfallen da Ich dann denken wuerde alles waere okay und das ist fuer mich persoenlich gefaehrlich. Ich neige dann dazu mich auf der Welle der guten Gefuehle treiben zu lassen und die schlechten ganz auszublenden.
    Aber diese negativen Gedanken/Gefuehle sind es die mich meistens dazu bewegen vorsichtig zu sein.

    ps. Toll dass Du bei mir gepostet hast und Ich bin dir dafuer sehr Dankbar!

    lg
    Peter

    Hallo Matthias ,

    Danke erstmal fuer Deinen Post.

    Joa, 7 Tage sind denk Ich noch gar nichts aber schonmal ein Anfang.
    Mir gehts auch insgesamt recht gut relativ gesehen und das Kraftpaekl nehm Ich auch sehr gerne entgegen.


    Hallo Carpenter ,

    auch Dir vielen Dank fuer die nette Begruessung.

    Im Moment kann Ich leider nur mit meinem Psychologen und den Therapeuten bei der Suchtberatung ueber meine Probleme sprechen was mir aber sehr sehr hilft.
    Abgesehen davon telefoniere Ich fast jeden Tag meiner Familie.

    Hmm mir ist auf jeden Fall bewusst dass dies nicht ausreicht aber fuer den Moment fuehl Ich mich gut damit und es war auch schon eigentlich ne grosse Ueberwindung mich hier anzumelden und zu schreiben.
    Ich will nicht zu viel auf einmal machen weil das frueher ein Fehler bei mir war und mich das zu sehr belastete. Deshalb jetzt etwas langsamer aber trotzdem in die richtige Richtung.
    Zum Beispiel hab Ich mich heute beim Einkaufen ungewoehlich sicher gefuehlt in der Umgebung von so vielen Leuten und das sagt mir schon Ich muss mich weiter motivieren unter Leute zu kommen. So a la Konfrontationsterapie.

    Eine SHG hier im Ort zu besuchen ist auch auf jeden Fall mein Plan. Bei mir gaebe es da "Die Templer" und die "AA". Die Adressen hab Ich mir bei der Suchtberatung besorgt. Nur leider wie geschrieben, den Druck moechte Ich mir jetzt ungern machen. Ich brauche etwas das Sicherheitsgefuehl was Ich hier hab denn so kann Ich mich irgendwie besser damit beschaeftigen was in mir so los ist.

    Der Rueckfall war, so denke Ich jetzt, eigentlich vorprogrammiert, denn mir war zwar schon bewusst das Ich Alkoholiker bin aber hab mir immer noch die Option eines kontrollierten Saufens im Hinterkopf beibehalten.

    Jetzt ist mir klar. 1 Glas Bier oder sogar 10ml Bier und die Lawine bricht los und Ich bin sofort wieder da wo Ich war.
    Im letzten Jahr dauerte es noch 2 Monate wo Ich bei der Trinkmenge war
    wie vor dem Rueckfall, jetzt 2 Tage. Also die Illusion des kontrollierten Trinkens hab Ich verworfen.

    Im Moment hilft mir der Austausch und das Lesen hier im Forum mehr als Psychoterapie, Suchtberatung und Hausarzt zusammen. Aber am meisten bringt wohl eine Kombination von allem. Und etwas Motivation :)

    schoene Gruesse

    Peter

    Hallo !

    Heute ist Tag 7 und der Tag war heute soweit okay fuer mich.

    Viele Gedanken gehen mir weiterhin durch den Kopf und langsam bekomm Ich es mit der Angst zu tun.
    Ich will es nicht wieder vergeigen.

    Im Moment freue Ich mich das Ich heute nuechtern blieb und das wird auch morgen so sein.
    Ich will auf jeden Fall vorsichtig sein weil dieses erste gute Gefuehl nach dem aufhoeren ist echt truegerisch. Da muss Ich sehr aufpassen. Notfallkoffer muss Ich noch machen.

    Ausserdem fuehle Ich mich noch nicht so richtig gut um mich jetzt in irgendeiner Art sozial zu integrieren. Ich will es zwar aber da ist noch die Angst/Vermeidungshaltung.
    Im Moment fuehl Ich mich bei mir zu Hause noch sicherer. Hmm schwierig das ganze...

    Vielleicht noch etwas zur momentanen Situation.
    Meine Familie ( Eltern ) hab Ich jetzt etwa 8 Monate nicht gesehen was aber auch gut Ist, da telefonischer Kontakt ausreicht und ansonsten waers noch viel zu frueh. Die sollen erstmal zur Ruhe kommen. Achso zu meinem Vater nochmal weil Ich es oben nicht schrieb. Er ist jetzt glaub das 4 Jahr trocken (was mich sehr sehr freut) und besucht regelmaessig die AA. Naja Freunde hab Ich hier im neuen Wohnort auch leider keine. Steh mir da auch im moent noch selbst im Weg, s.O. .

    Vor meinem letzten Rueckfall hab Ich mir einige Veraenderungen im taeglichen Leben angewoehnt (Ernaehrung,Entspannung,Sport) und die bin Ich wieder dabei zu integrieren.
    Mein Psychologe riet mir taeglich 2-3 Sachen taeglich zu tun die mir Spass machen. Und da musste Ich erstmal wieder ueberlegen weil Ich es wirklich nicht mehr wusste.

    Das waers fuer heute von mir und jetzt werd Ich noch etwas hier im Forum lesen und hoffentlich lernen...

    wuensche allen entspannte und trockene naechste 24 Std.

    mfg

    Peter

    Hallo Forumgemeinde

    Da ich vorhin freundlicherweise fuer den offenen Bereich freigeschaltet wurde moechte ich hier meine Geschichte niederschreiben.

    Alkohol war seit meiner Kinheit ein Thema ein meiner Familie. Zu jedem Anlass, ob klein oder gross, wurde getrunken.
    Leider trank mein Vater immer zu viel bei solchen Gegebenheiten und so kam es im laufe der Jahre immer wieder zu handgreiflichkeiten gegen meine Mutter, mich und meinen Bruder.
    Seit laengerem weiss Ich nun dass mein Vater Alkoholiker ist und meine Familie daran beinahe zugrunde ging.
    Nun war es so dass mir die taeglichen Streitereien und die staendige Angst nicht gepasst haben und Ich schon recht frueh , also mit 17, mein Elternhaus verlies und in die eigene Wohnung zog.

    In diesen ersten Jahren des Alleine-wohnens habe Ich mich total von meiner Familie abgekapselt und habe angefangen zwar noch nicht regelmaessig aber schon recht viel zu trinken.
    Gedanken gemacht habe Ich mir damals noch keine darueber. Es schien mir normal fast jedes Wochenende mit seinen Kumpels einen trinken zu gehen. Mittlerweile glaube Ich dass Ich schon damals in die Fussstapfen meines Vaters trat.

    In den naechsten 3-4 Jahren wurden die Partys immer exzessiver und fanden irgendwann nur noch in meiner Wohnung statt.
    Mir ging es zunehmend schlechter (vor allem psychisch) und machte mir immer groessere Vorwuerfe meine Mutter und meinen Bruder im Stich gelassen zu haben.

    Im 5 Jahr hatte Ich dann schon meinen Ersten Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik. Diagnose Depression und Angststoerung.
    Fast gleichzeitig erkrankte auch mein Bruder, der immer noch bei meinen Eltern gelebt hat an einer Paranoiden Schizophrenie.

    Ich kann mich noch genau an den 2 Monat nach entlassung aus der psychiatrie erinnern weil das der Zeitpunkt war an dem Ich anfing alleine in meiner Wohnung zu saufen und mich komplett zu isolieren.
    Mittlerweile weiss Ich das Ich seitdem definitiv abhaengig bin.
    Zu diesem Zeitpunkt war Ich 22 (also vor fast 8 Jahren.)

    Ab diesem Zeitpunkt ging der soziale und psychische Abstieb sehr schnell und dies fuehrte dazu dass Ich weitere 4 Jahre spaeter bereits 3 Wohnungen , bestimmt 10 Arbeitsplaetze, fast alle Freunde und den Rest von Selbstwertgefuehl verlor. Ich fuehlte mich noch nutzloser und mehr als Versager und soff und isolierte mich noch mehr.

    Mit 27 Jahren haben mich dann meine Eltern zu sich aufgenommen (auf anraten des Psychiaters) nachdem Ich mir erfolglos versuchte das Leben zu nehmen. Das naechste Jahr muss wohl das schlimmste im Leben meiner Mutter gewesen sein denn jetzt hatte Sie es mit 2 Alkoholikern zu tun denen praktisch alles egal war.

    Ich bin mir zwar noch nicht genau sicher aber Ich glaube Sie drohte meinem Vater damals sich umzubringen und deshalb machte er einen stationaeren Entzug und anschiessend eine Terapie.
    Ab da trank Ich nur noch heimlich. Meistens abends/nachts wenn alle schliefen. Bemerkt wurde es trotzdem alles nur Ich hab mir eingebildet Ich koennte alle beluegen und betruegen.

    Mit 28 machte Ich dann meine eigene erste stationaere Terapie die 8 Wochen dauerte. Meine Eltern machten sich damals schon grosse Hoffnungen aber leider brachte diese nichts weil Ich ja nur fuer Sie die Terapie durchzog. Und so soff Ich wieder nach 2 Monaten heimlich und in isolation.

    Mein Glueck war es das meine Mutter anfing an den treffen der CoAbhaengigen teilzunehmen und mich ein Jahr spaeter rauswarf (ich ging zwar aber es war kurz vor nem rausschmiss).
    Glueck deshalb weil Ich im naechsten Jahr meinen Tiefpunkt erreichen sollte der mich diesmal fast den Verstand und wieder das Leben kostete, mir aber dafuer das Bewusstsein verschaffte dass Ich Alkoholkrank bin.
    Ich verlor Fuehrerschein, versoff Auto, verlor Job und anschliessend auch Wohnung. All dies in nichtmal 6 Monaten.

    Dann wachte Ich auf. Mir wurde auf einmal klar dass Ich wirklich Alkoholiker bin und das naechste Jahr (also dieses) nicht mehr erlebe.

    Bis Anfang Februar soff Ich dann noch weiter , bevor Ich mir Hilfe in form von Hausarzt und Suchtberatung gesucht hab.
    Nichtsdestotrotz hatte Ich letzte Woche einen Rueckfall der 2 Tage dauern sollte und der mir nochmal zeigte: "Such Dir Hilfe wo immer es nur geht. Alleine kannst es vergessen ein Leben zu leben von dem du schon immer getraeumt hast."

    Und somit bin Ich bei euch gelandet und bin im Moment etwas geschafft vom heutigen lesen und nachdenken was man denn am Anfang vermeiden sollte wenn man ein nuechternes und glueckliches Leben als Alkoholiker fuehren will.

    Danke und LG

    Peter