Beiträge von Dr.Gerner

    Ja Andreas, da hast du leider Recht. Es ist traurig, dass die Menschen schon wie Roboter durchs Leben ziehen. An dem Tag an dem Maschinen in der Lage sind Gefühle zu empfinden, hat der Mensch seine Daseinsberechtigung verloren.

    Freundlichkeit ist eine Seltenheit, Gefälligkeiten was unmögliches. Viele riskieren lieber einen Unfall als jemand anders vorzulassen. Wir sind eine Ellbogen-Gesellschaft die ein bedenkliches Mass annimmt. Leider ist dem so.

    Hartmut : Ja, ich versteh was du meinst. Alkoholismus ist eine geistige Erkrankung und wenn mir etwas Unbehagen bereitet, dann sollte ich auch nicht mutig auf der Rasierklinge tanzen, sondern darauf verzichten. Alles was meine Nüchternheit gefährdet erweist sich als überflüssig. :)

    Genial sind auch die netten Menschen die auf ihr Recht pochen. Okay, man hat die Hindernisse auf seiner Seite, fährt aber an 9 von 10 Autos vorbei, dann kommt einem einer entgegen und der pocht drauf, dass man rückwärts an allen wieder zurückfahren soll...was wesentlich länger dauert als einmal Rücksicht zu nehmen! :P

    Auch traurig, wenn man anderen Vorfahrt gewährt obwohl sie keine haben, dann schaffen die es nichtmal mehr sich zu bedanken. Kein Anstand mehr.
    Und diese Elefantenrennen nerven auch, wie du sie beschrieben hast...und letztens ohne Witz, mitten auf einer Hauptstrasse bremst vor mir die Dame ab und bleibt einfach stehen. Ich gehe in die Eisen, hinter mir die 3 auch. Warum bremst die plötzlich ohne Vorwarnung? Weil sie ihre Freundin aussteigen lässt, die geht gemütlich zum Kofferraum und nimmt ihre Einkäufe raus...was ist denn da nicht in Ordnung? :D

    Also auf Rotwein, Schwarzwälderkirsch, Amarenabecher und solche offensichtlichen Dinge verzichte ich sowieso...ich meine mehr die Dinge wie Ketchup, da ist Branntweinessig drin zum Beispiel, wie auch in Senf, aber ich habe gelesen, dass das ungefährlich für Alkoholiker sei...

    Ich denke lieber Andreas, man macht das im Auto mit dem Wut rausschreien so, weil dort einen keiner hört, man keine Nachbarn stört und man für sich ist. Vermute ich mal. Das mit den Schlafmützen im Verkehr kenne ich, aber ist auch kein Wunder: Alle die langsamer als ich fahren sind Idioten, die schneller fahren auch, deswegen ist die Strasse voller Idioten! :D

    Ich denke auch, dass ich mir mit den Lebensmitteln zuviel Gedanken mache. Nun, ich wusste nicht was passiert, wenn irgendwo mal ein bisschen was drin ist, ob das mich nervös macht und mich dazu bringt wieder trinken zu wollen...?

    Es beruhigt mich allerdings, dass andere auch mal schlechte Phasen haben oder schlaflose Nächte. Dann weiss ich, dass es nicht nur bei mir so ist.

    Danke euch beiden für eure Antworten. :)

    @Sunshine: Ja, Sport mache ich sehr gerne. Muss nur heute Pause machen, damit sich die Muskeln erholen. Aber Ablenkung ist schon wichtig. Ich werde wohl weiter schreiben an meinem Roman. Wenn ich dann Kopfhörer aufsetze, Musik dabei höre und schreibe, geht es mir besser, bin in einer anderen Welt... :)

    @Nobby: Danke dir. Nun, was einzig schön ist, dass ich helfen kann, dass Betroffene mich um Rat fragen was man tun kann, wie man sich verhält. Ich halte ihre Suizidreaktion für einen Kurzschluss, da sie am Tag noch Geld abgeholt für ein Auto, dass sie sich kaufen wollte, das macht keiner der den Suizid schon länger geplant hat. Na ja, sie braucht jetzt professionelle Hilfe.
    Das mit dem Auto kenne ich auch...irgendwie muss die Wut raus!!!

    Ich habe aber auch im Moment so einen Knall wegen Alkohol in Lebensmitteln und Deos und so...denk die ganze Zeit: "Hoffentlich ist da kein Alkohol drin", ich traue mich fast nichts mehr zu essen...wahrscheinlich Quatsch. Im Moment ist echt eine schwere Phase.

    Oh Mann, irgendwie bin ich etwas neben der Kappe. Ich hatte gestern die erste schlaflose Nacht seit Langen, bin dann erst um 6 Uhr eingepennt bis 12 Uhr.

    Ich weiss nicht, seit einigen Tagen war ich sehr unruhig und nervös, also gereizt kann man sagen. Hab schon überlegt, ob ich unbewusst irgendwo mit Alkohol in Berührung kam? Vielleicht im Früchtejoghurt oder Ananas aus der Dose, aber ist da was drin? Oder Branntweinessig in Ketchup, Frikadellen? Keine Ahnung, vielleicht lag es aber auch an der inneren Unzufriedenheit im Moment, das einfach nichts vorwärts geht oder klappt...

    Dann kam gestern noch die Nachricht, dass meine Stiefschwester sich das Leben versucht hat zu nehmen, die wurde nur durch Glück rechtzeitig gefunden. Ich stehe ihr jetzt nicht so nahe, aber das hat wohl dann am späten Abend auch einiges in mir aufgewirbelt. Selber habe ich nie versucht mich umzubringen, aber es kamen halt trotzdem viele Gedanken an die nasse Zeit hoch...

    Was macht man am besten, wenn man diese innere Unruhe und Gereiztheit spürt???

    Liebe Grüsse
    Daniel

    Liebe sunshine,

    was die Hypochondrie angeht, da kann ich auch ein Lied singen. Ist zwar nicht mehr so extrem wie zur nassen Zeit, aber ich habe das auch nach 15 Wochen noch manchmal. Bei mir gehen dann auch sofort die Gedanken zu etwas Schlimmen...Ich weiss nicht warum, aber so einen klitzekleinen Hang zu Panik habe ich manchmal auch. Es ist nicht mal 1/10 so schlimm wie vorher, aber auch noch vorhanden...es braucht wohl Zeit alles. :)

    Wie geht es dir denn jetzt, sunshine?

    Hallo Anina,

    ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschliessen: Raus da!!! Geh in ein Frauenhaus, bitte schütze dich. Jetzt bist nur du wichtig, keiner sonst, es geht um dein Leben, was du dir wieder zurückholen kannst.

    Ehrlich, mir wird ganz anders wenn ich von sowas lese. Ich war selber nasser Alkoholiker und habe viel Mist gebaut, aber ich kann mir guten Gewissens sagen, dass ich nie andere Menschen körperlich angegriffen habe. Erst recht keine Frauen. Sowas geht gar nicht. Tu bitte das Nötige für dich. Es wird sich erstmal so befremdlich anfühlen und Zweifel sind kleine Tierchen die an deiner Seele nagen, um fetter zu werden, aber du tust das Richtige damit, wenn du neu anfängst und selber ganz gesund wirst.

    Alles Liebe von mir an dich! :)
    Daniel

    Hallo und herzlich Willkommen liebe sunshine und natürlich Glückwunsch zu deinem Entschluss trocken zu werden. :)

    Ich weiss jetzt nach 102 Tagen immer noch sehr gut wie man sich am Anfang fühlt. Von Kind an habe ich schon immer eine leichte hypochondrische Ader gehabt ( auf meinem Grabstein wird mal stehen: "Seht ihr. Hab ich euch ja gleich gesagt" ) und deswegen hat der Entzug bei mir auch Panik verursacht, gerade wenn es ums Einschlafen ging. War eine furchtbare Zeit. Aber es wird besser und jeden Tag den du hinter dich bringst ist ein gewonnener Tag. Bleib am Ball, es lohnt sich.

    Manchmal kommt mir die Zeit in der Klinik und alles vorher, gerade der März den ich fast komplett durchgetrunken habe, so vor wie eine Episode aus meinem Leben die nur ein böser Film war, gottseidank ist der Film allerdings so intensiv gewesen, dass er als mahnender Schatten über meine Seele bleibt. Ich wünsche dir, dass du es schaffst und zur Not nimm dir Hilfe. Es wird ein Auf und Ab sein, manche Tage willst du alles hinwerfen, an anderen bist du wieder zuversichtlich. Es gehört dazu. Viel Erfolg!!! :)

    Liebe Grüsse
    Daniel

    Moin Andreas,

    ich bin mir sicher, dass du gut bist in der Schreiberei, aber ich kenne das, es gibt immer so viele Dinge die man tun will, aber irgendwie fehlt der Antrieb. Das habe ich im Moment auch, ich habe soviel vor, aber irgendwie komme ich nicht dazu, was bei mir genauso wenig an der Zeit liegt wie bei dir. Ich bin noch etwas lahmarschig aktuell, keine Ahnung woran das liegt. Okay, das Wetter macht ja auch träge, dass ist ja so warm, ich habe schon gesehen wie sich 2 Hunde um einen Baum gestritten haben... :D

    "Zeit", soll so dein Roman heissen? Bei mir geht es irgendwie auch um dieses Thema, aber auch um eine zweite Chance...wobei ich dem Grusel Genre angehöre, dass heisst, was erst als zweite Chance auftritt, entkleidet sich bald und zeigt sein nacktes Grauen...

    Schönes WE
    Daniel

    Wow, über soviel Feedback freue ich mich so richtig. Dankeschön an euch! :)

    @Enib: Du hast Recht, was das Happy End angeht. Das ist keine ewige Situation, sondern meist nur ein kurzer Moment. Ein Film endet mit der letzten Szene und was danach kommt, bleibt ungewiss. Das wahre Leben geht immer weiter. Man kann es sehen wie ein Fluss der stromaufwärts fliesst, Veränderungen und neue Szenen gehören dazu, wer sich wehrt und gegen den Strom stehen bleibt, der verliert an Kraft und geht unter...Ich glaube fast, das Geheimnis liegt darin, dass man mit dem Fluss schwimmt und schaut wo es einen hinbringt. :)

    Slowly : Danke für deine ermuternden Worte, die haben mir sehr geholfen. Gerade was die Passage angeht, dass alles seine Richtigkeit hat. Manchmal wünschte ich mir, ich hätte diese metaphysische Perspektive wie die Wesenheit die wir Gott nennen, dann könnte ich schon sehen wofür das alles gut ist. Das Leben wird vorwärts gelebt, aber rückwärts verstanden. Was am deutlichsten in der Rückschau hervorsticht sind Fehler und verpasste Chancen, aber manchmal wird die Sahnetorte des Lebens mit einem Krönchen der Erkenntnis verziert.
    Es handelt sich dabei nur um Texte für Internetseiten, Blogs, Magazinen, Werbung, also nur Nebenverdienst. :)

    Andreas : Du hast mich sehr ermuntert und genau das angesprochen worum es mir geht. Mein Roman ist individuell, eine Geburt aus meiner Kreativität mit der man lange schwanger war. Ich möchte kein Mainstream, ich bin ein Unikat und mein Stil ist wie er ist. Euphorie erlaube ich nicht, aber mein Werk soll halt seine persönliche Note haben, ich mag es frei zu schreiben und nicht in einem Gefängniss mit Gitterstäben aus gesellschaftlichen Normen. Deine Worte haben mich stark ermuntert weiter den Roman zu schreiben und die Sache mit den Texten einfach als Nebenjob wie Putzen zu sehen.
    Wann fängst du mit deinem Roman an? Was hält dich ab zu schreiben? :)

    Da kommst du auch noch hin, liebe Step. Denk ruhig daran, dass bei dir Nomen est Omen gilt...also Schritt für Schritt. :)

    Na ja, ich war dann mal heute an der Ruhr und habe etwas nachgedacht und dann gibt es bei uns so eine Friedenskapelle nahe der Ruhr, da habe ich mich auf die Bank draussen gesetzt und einfach etwas die Ruhe genossen. War ganz schön. :oops:

    Hey Enib,

    danke für deine lieben Worte. Die haben mir sehr geholfen. :)

    Du hast Recht, ich muss einfach mal was riskieren und wirklich was zu verlieren habe ich nicht, ausser ein paar Absagen, aber das ist selbst Dieter Bohlen mit seiner Musik jahrelang passiert und wo steht er jetzt? :wink:

    Nun was das Happy End angeht: Es hat generell einen schlechten Ruf bekommen. Das Happy End ist etwas für das Fernsehen, irgendwelche drittklassigen Schnulzen in denen alles gut wird. Die Realität sieht da anders aus. Ich denke, wir kommen nicht drum herum, auch mit Dingen abzuschliessen und sie als gescheitert zu betrachten.

    So kann ich nur sagen: Der Boden der Tatsachen muss wieder geputzt werden, da kleben zerplatzte Träume dran. Weiter geht es. :)

    Liebe Grüsse
    Daniel

    Danke dir, Matthias. :D

    Mein Fazit nach 100 Tagen: Körperlich hat sich das super entwickelt. Ich ernähre mich jetzt ganz anders, mache sehr viel Sport und das scheint tatsächlich zu fruchten. Ich muss 2 neue Löcher in den Gürtel stanzen! :D Nachts träume ich noch jede Menge, aber das habe ich als Kind schon und das kann auch Spass machen.

    Gut, aktuell bin ich etwas im Schwebezustand. Ich weiss nicht genau wo mein Weg hingeht. Hätte die Möglichkeit nebenbei Texte zu schreiben für andere, aber ob die ankommen? Ist so ähnlich wie bei "My Hammer", man schreibt zu Anfragen Texte und wenn sie gut sind, werden sie genommen. Gut, eigentlich will ich meinen Roman schreiben, aber vielleicht muss man erstmal kleine Brötchen backen, am besten Pizzabrötchen. Im Ernst, einzige Sorge, was ist, wenn mein Stil gar nicht ankommt? Andererseits die Autorin von Harry Potter hatte massiv Absagen anfangs, ebenso Stephen King. Wie die deutsche ELF einfach am Ball bleiben.

    Bisschen einsam ist es noch, mir hängen noch Dinge nach, die ich kaputt gemacht habe durch den Alkohol. Wie es aussieht, wird nicht alles ein Happy End geben. Manchmal stimmt es wenn es heisst: Hoffnung lenkt das Schiff der Narren. Ich denke, ich muss mit alten Dingen abschliessen, damit ich frei bin für Neues. :)

    Euch allen wünsche ich angenehme Tage und erholsame Nächte.
    Daniel

    Zitat von step-by-step


    Tag 35 ohne Alk!
    Mir ist es immer noch wichtig die Tage zu zählen, ich freue mich über jeden Einzelnen!

    Glückwunsch step! Also mach dir keine Sorgen, ich zähle auch noch die Tage und heute habe ich Tag 100 ohne Alkohol! :D Das ist doch mal eine Zahl die cool ist. Wer hätte das gedacht, wenn mir einer an Silvester gesagt hätte, du wirst nächstes Jahr aufhören zu trinken, hätte ich geglaubt, der hat ein Knacken in den Fichten. Tja, so kann es gehen. Ich bin weiter froh diesen Schritt gegangen zu sein, auch wenn das Leben gerade etwas einsam ist.

    Liebe Grüsse
    Daniel

    Hallo Eniba,

    danke dafür. Die habe ich mir spontan überlegt die Vorteile des Nichttrinkens, freut mich, wenn sie dich erreicht haben. :)
    Ohne Witz, den einen Tag als hier morgens die Feuerwehr klingelte, damit ich mein Auto wegsetze, wäre ich da einen Abend vorher besoffen gewesen und am nächsten Tag stünde die Feuerwehr vor der Tür, ich hätte einen Herzinfarkt bekommen, was ich diesmal wohl wieder angestellt habe... :oops::lol:

    Wie lange bist du trocken, Eniba? Das mit den Emotionsschüben ist normal. Die ersten Wochen, sind die gesprungen wie bekloppt. Manchmal hörte ich Fernsehen einen schönen Satz und wollte heulen, im anderen Moment war ich furchtbar sauer auf die ganze Welt, dann wieder traurig, dann wieder euphorisch...aber diese Sprünge sind normal und auch ein normales Symptom der postakuten Symptome. :)

    Bei mir ist es genauso...weisst du, einer der Gründe warum ich das mit der Klinik damals rausgezögert habe, war die Tatsache, dass ich wusste, dass ist das ein endgültiger Cut! Davor hatte ich Angst. Silvester, Geburstag, Weihnachten, WM, etc...ich konnte mir das niemals vorstellen und ich habe genau wie du gedacht. Aber dann kam mein Geburtstag im Juni und ich habe ihn gut überstanden, gemerkt, es war gar nicht so schlimm. Die WM, das konnte ich mir niemals vorstellen Deutschland ohne Alk zu schauen...jetzt habe ich alle Spiele ohne Alk gesehen und gemerkt, dass es so viel mehr Spass macht.

    Es ist sehr schwer loszulassen, aber du bist auf dem richtigen Weg. Das wird noch besser. War bei mir auch so. Jetzt weiss dein Gehirn, dass...

    ...du dich morgens nicht mehr so elend fühlst.
    ...du keine Angst mehr haben musst, was du am Tag vorher für einen Mist gebaut hast
    ...du ruhiger und gelassener mit deinem Leben umgehen kannst
    ...du deine Gesundheit nicht weiter ruinierst
    ...du wieder der Mensch wirst, der du sein möchtest
    ...du wieder klar denken kannst

    Etc...Etc...Gib nicht auf!!!

    Also bei mir war es so, dass ich Anfang März ganz abgestürzt bin und meinen Tiefpunkt kennen lernte. Eigentlich war das ganze Jahr vorher schon eine Farce gewesen. Ich habe oft in dieser Zeit gedacht, dass ich unten angekommen wäre, aber selbst 2 Trinkpausen von 21 Tagen haben nichts gebracht, so dass ich wieder trank, weil ich der Illusion erlegen war, dass diesmal alles okay war. Am Ende war ich so tief drin, dass ich ohne Alkohol körperlich nicht mehr zurecht kam...

    Ich hatte alles verbockt was man so verbocken kann, zumindest auf der menschlichen Ebene. Ich war alleine, völlig fertig und sass mit Musik an auf dem Boden und hab mich betrunken. Es schien keinen Ausweg zu geben, aber obwohl ich alles verloren hatte, war der Überlebenswille stärker. Ich wollte nicht Opfer des Alkohols werden und habe mich dann nach meiner Anmeldung hier in die Klinik begegeben und bin jetzt 89 Tage trocken.

    Es gab eh nicht viele Menschen die ich liebte, aber die letzten die ich hatte, denen habe ich sehr weh getan und verloren. Hab jemanden so sehr weh getan verbal, dass ich immer noch daran knacke wer ich war und warum ich so fies war damals. Die Zeit mag alle Wunden heilen, aber sie hinterlässt Narben und das ist eine Narbe die jeden Tag juckt, um mich mit mahnender Stimme darauf hinzuweisen, was der Alkohol aus mir macht.

    Hallo Step,

    na das hört sich doch schon mal ganz gut an bei dir. Freut mich für dich. Bleib dabei. :)

    Ja, ich habe so einen Fabel für Übernatürliches, bin so eine Art Fox Mulder für Kassenpatienten! :D Ausser den Roman habe ich momentan halt nicht viel. Ich habe keine Ahnung woher die Flaute herkommt auf einmal. Im Moment läuft einfach nichts, was mich frustriert und missstimmt. War nur froh, dass ich am Freitag mit Freunden Deutschland schauen konnte, das war ein schöner Abend, an sonsten leider das Motto "Selber Mist, anderer Tag"... :P

    Hallo step,

    ja, ich bin langsam wieder in dem Roman drin und habe auch weiter geschrieben. Ich bin ja ein Fan von Übernatürlichen, aber der Roman beeinhaltet alles irgendwie: Grusel, Spannung, Tragik, Comedy und auch Erotik. Es geht auch um einen Alkoholiker, der gerade am Tiefpunkt angekommen ist, er hat alles verloren und muss schon bald feststellen, dass die Einsamkeit die schlimmster aller Qualen ist. Völlig am Ende spricht er zu Gott und bittet um Hilfe, doch der nimmt keine Ferngespräche an, also wendet er sich blind und ohne Hoffnung an das Böse, doch auch dort scheint niemand zu antworten. Alles was er sich wünscht ist eine zweite Chance, ihn quälen die traurigsten aller Worte "Was wäre gewesen wenn...". Letztendlich fasst er den Entschluss sich das Leben zu nehmen, doch scheitert beim ersten Mal. Als er am nächsten Morgen nach einer weiteren durchzechten Nacht aufwacht, stellt er fest, dass seine Wünsche erhört wurden. Alles ist perfekt. Er hat einen Roman rausgebracht, besitzt viel Geld, seine grosse Liebe ist noch bei ihm und er ist trocken. Doch schon bald muss er feststellen, dass auch die neue Realität ihre Tücken hat...und dann ist da noch etwas urböses was vom Dachboden der Realität sich auf den Weg zu ihm macht und es ist verdammt hungrig...

    So im Groben ist das angelegt. Aber was mich angeht, bin ich wirklich etwas unausgeglichen. Wobei ich mich auch finanziell wieder berappeln muss langsam, deswegen suche ich mir vorerst Tätigkeiten gegen Bezahlung, was bitte nicht arrogant klingen soll, aber momentan käme ehrenamtlich nicht in Frage, da ich zu viel gerade biegen muss bei mir. :)

    Das mit den Alkohol-Albträumen kenne ich zu gut. Die hatte ich auch schon einige Male. Wenn man im Traum das Gefühl des Verbotenen hat, wieder diese unangenehme Erkenntnis alles falsch gemacht zu haben, die Scham, das Leid...Kommt mir bekannt vor.

    Hallo Step,

    danke, dass du dir Sorgen machst. Jeder Tag ist ein einzelner und ein neuer Kampf für uns. So ist es leider.
    Also ich bin momentan etwas unzufrieden, weil ich zu wenig zu tun habe. Könnte mehr sein. Aber was mache ich mit der neu gewonnenen Zeit? Ich schreibe hobbymässig gerne Romane und habe einen neuen angefangen in der Klinik, dann war ich die erste Zeit sehr beschäftigt, kam nicht dazu. Jetzt habe ich viel Zeit, also werde ich mich dem weiter widmen. Habe gestern langsam angefangen und heute geht es weiter. :)