Beiträge von Manfred1

    Hallo,
    leider würde es mich jetzt zuviel Zeit kosten, auf alle Threads persönlich einzugehen. Ich glaube das muß jeder für sich selber ausmachen, wie er damit umgeht. Wenn natürlich jemand so extrem alkoholkrank ist, daß ihn der Alkohol im Rotkohl rückfällig werden läßt, ist das etwas anders. Ich habe in allen abstinenten Zeiten nie darauf geachtet, was wo wieviel Alkohol drin ist. Es hat trotzdem keinen Rückfall ausgelöst. Mein Rückfall kam immer durch: "Nach den 7 mageren Jahren, ist jetzt mal wieder Zeit für die 7 fetten Jahre!" Momentan sind mal wieder 7 fette Jahre rum, aber aus Altersgründen und dem Ziel der Gesunderhaltung meiner letzten Lebensphase, wird es auch keine "fetten Jahre" mehr geben.
    Gruß
    Manni

    Hi Karsten.
    gestern waren wir mit Frauen und Freunden in einer unserer Kneipen Fußball schauen (Public Viewing wie es heute so schön heißt). Ich hatte mein Fußball T-Shirt mit der Aufschrift "Alkoholfrei" an. Die Wirtin konnte die Verbindung Fußball schauen und Orangensaft trotzdem nicht verstehen. Diese Konfrontation hätte ich vermeiden können, aber ich wollte mit meiner Frau und Freundeskreis zusammen sein. Letzte Woche hatten wir einen Auftritt, da wurde man am Eingang schon mit Sekt empfangen. Ich zog den O-Saft vor.
    Die Menschen die es mittlerweile wissen, bieten mir auch keinen Alkohol mehr an. Aber ich kann nicht immer mit dem Schild "Ich trinke keinen Alkohol" durch die Gegend laufen. Es sei denn (siehe Überschrift) ich ziehe mich in einen Ashram oder Kloster zurück.
    Liebe Grüße
    Manni

    Hi Jürgen,
    ich sage den Leuten lieber "ich bin Antialkoholiker" wenn ich was angeboten bekomme.
    "Ich bin trockener Alkoholiker" fordert zum Bemitleiden heraus. Jemand der Inkontinent ist geht damit auch nicht hausieren. Ich habe auch nichts gegen Raucher oder die mittlerweile in unserer Gesellschaft zunehmende Zahl an Fettsüchtigen. Jeder muß seine Lebensweise für sich selbst entscheiden.
    Schönen Tag!
    Manni

    2 Monate oder 8 Wochen oder 56 Tage ohne Alkohol!
    Nichts gegen die 10, 5 oder auch mal 1 Jahr die ich ohne Alkohol war, aber so hat es immer angefangen und der Ablauf hat sich nicht geändert. Beim Nikotinentzug wurde es von mal zu mal schwieriger. Hatte ich beim Alkohol auch befürchtet, aber es ging einfacher als ich dachte. Trotzdem bleibt mein Ziel: "Dauerantialkoholiker"!

    Danke für eure Antworten!
    Schade! Als Kind habe ich immer gerne Malzbier getrunken. Dieses 0,0 geht in die Richtung Malzbier,ist aber nicht ganz so übertrieben süß.
    Gruß
    Manni

    Hallo,
    leider bin ich nicht für die Suchfunktion freigeschaltet und wahrscheinlich wurde dieses Thema schon erörtert. Schon zu Alkoholzeiten hat mir das isotonische 0,0 Bier der offiziellen Bierfirma der deutschen Fußballnationalmannschaft besser geschmeckt als das mit Alkohol. Ich suche auch keinen Bierersatz, sondern es ist für mich gerade im Sommer ein wunderbares Erfrischungsgetränk. Gibt's da Bedenken?
    Gruß
    Manni

    Danke für die Info Karsten!
    Die Werbung über ein Ebook "kontrolliertes Trinken möglich oder nicht" kam übrigens von der Seite edit Karsten - danke habe ich gelesen - edit
    Wenn du willst kann ich dir einen Screenshot schicken.
    Gruß
    Manni

    Moin Jürgen,
    komm nicht so ganz dahinter was du meinst, Oder ist mir noch zu früh um mich damit auseinander zusetzen. Fakt ist: Ich trinke nix und habe es auch nicht mehr vor.
    Übrigens ist mir gerade wieder die Anzeige vom "Kontrollierten Trinken" auf dieser Seite begegnet. Was passiert eigentlich mit den Einnahmen aus der Werbung und der nicht unerheblichen Beiträge im geschlossenen Bereich? Scheint eine recht lukrative Einnahmequelle zu sein?
    Gruß
    Manni

    Zitat von Kleinerkolibri


    ron duldet in unserem haus keinerlei alcohol, wegen mir. deswegen wird auch nicht zusammen gegrillt und wenn, dann nur ohne .....
    shayna betrinkt sich in ihren eigenen vier waenden!


    Das sind doch eigentlich sehr gute Vorraussetzungen für ein alkoholfreies Leben.

    Zitat

    jemanden gluecklich zu machen ist fuer mich wie eine droge.


    Vorsicht! Sowas nennt man Helfersyndrom. Ist in sozialen Berufen (wie auch in meinem) oft zu finden. Mit der Beschäftigung mit den Problemen anderer kann man wunderbar von den eigenen ablenken. Auch eine Form der Sucht.

    Zitat


    leider kann man diese krankheit nicht heilen, so dass es wohl ihm grunde immer ein mehr oder weniger harter kampf bleiben wird,


    Da hast du Recht. Aber wenn dein Leben weitgehend harmonisch verläuft, verliert die Krankheit an Kraft. Bei mir hat die Zeit immer eine Rolle gespielt. In meinen abstinenten Zeiten wurde der Gedanke an Nikotin oder Alkohol immer weniger. Z.Z. aber leider natürlicherweise noch zu präsent.

    Wünsche dir ein gutes Händchen bei deinen Entscheidungen!
    Eine Therapeutin sagte mal in einer Supervision zu mir: Man sollte nach seinem Bauchgefühl handeln wenn Pro und Kontraabwägung zu keinem Ergebnis führt oder wenn die Entscheidungskraft versagt.

    Liebe Grüße
    Manni

    Hallo Angelina,
    bin vom Arzttermin zurück. Die nächste Baustelle ist Ernährung und Gewicht um Cholesterin und Harnsäure zu normalisieren, soweit das in meinem Alter möglich ist. Bei 1,80 m und 86 kg (mit Alk. 88 ) strebe ich jetzt die 80 kg an.
    Zu deinem Problem mit dem alkoholkranken Familienangehörigen. Meine Frau trinkt auch noch, wie schon beschrieben, ihren Feierabendrotwein. Den will ich ihr auch nicht nehmen, nur weil ich beschlossen habe nichts mehr zu trinken. Ich habe aber auch kein Problem damit, wenn Menschen in meiner Gegenwart Alkohol trinken. Ist in unserer Gesellschaft auch nicht ganz einfach. Es sei denn man sucht explizit nach nichttrinkenden Mitmenschen. Wenn du ein Problem damit hast, würde ich mir verbieten, daß er oder sie in deiner Gegenwart trinkt. Unterstützt dich dabei wenigstens dein Mann? Es klingt nicht als wenn du sehr glücklich auf der Ranch wärst? Liegt da vielleicht das Übel? Weil du auch eine Rückkehr nach Deutschland erwägst. Heimweh?
    Alles Gute!
    Manni

    Hallo Angelina!
    Vielen Dank für deine nette Begrüßung aus dem fernen Colorado, wo wir Deutschen an hartgesottene Cowboys, verqualmten Salons wo der Whiskey in Strömen fließt denken. Aber da kannst du mal sehen wie gefährlich das Bier- und Weintrinkerland Deutschland ist. Einen Urlaub und schon wird man rückfällig. Wobei Urlaub sowieso ein sehr verführerisches Ding bezüglich Alkohol ist. Ich bereite mich jetzt schon mental für meinen nächsten Urlaubsaufenthalt vor. Willenskraft! Ohne Willenskraft und feste Vorsätze geht garnichts. Das ist auch meine Überzeugung. Wenn ich ein Instrument lernen will nützt es nichts, wenn ich mir das teuerste Instrument und den besten Musiklehrer leiste. Von selbst kommt nichts. Und eine Krankheit, wie zum Beispiel auch der Alkoholismus, kann man nicht nur mit Therapeuten, Gruppensitzungen und Pillen heilen, wenn der Patient nicht mitarbeitet.
    Ich muss jetzt leider zu meinem Arzttermin, wo wir unter anderem auch über meinen zum Glück vergangenen Alkoholmissbrauch sprechen und ich werde dann deinen Thread noch mal aufgreifen und dir weiter antworten.
    Liebe Grüße
    Manni

    Hallo Frank,
    ja, es ist wirklich ein toller Job, aber zum Schluß war ich doch ziemlich ausgepowert. Insbesondere weil die "Pädagogen am grünen Tisch" , weit weg von der direkten Arbeit am Menschen, immer mehr mit ihren theoretischen Phantastereien mitgemischt haben. Das Modewort "Inklusion" kann ich schon garnicht mehr hören. Hört sich prima an, aber in der Praxis sieht das alles etwas anders aus. Aber das kennst du ja wohl selbst. Trotz meinem Leitungsposten, in den ich auch ungewollt reingerutscht bin, war es mir wichtig neben meinen administrativen Tätigkeiten praktisch mitzuarbeiten um den Bezug "zur Frontarbeit" nicht zu verlieren. Wochenenddienst und die pflegerischen Tätigkeiten gehörten genauso dazu. Mein Nachfolger sitzt nur am Schreibtisch und läßt die Leute malochen. Bin zwar jetzt 3 Jahre raus, aber ich engagiere mich noch musiktherapeutisch an meinem ehemaligen Arbeitsplatz und mache ehrenamtliche Begleitung bei Freizeiten usw. Die Herzlichkeit und Dankbarkeit kann man so intensiv auch nur von behinderten Menschen erfahren.
    Schön dich kennen zu lernen!
    Manni

    Zitat von Quantensprung

    Hallo Manni,
    mich interessiert z.B. unheimlich Deine Motivation. Ich habe es so verstanden, dass Du davon überzeugt bist, dass ein Leben ohne Alk gerade mit zunehmendem Alter erstrebenswerter und lebensverlängernder ist/sein kann, oder?


    Ich bin vor 3 Jahren nach fast 47 Jahren durchgehend aktivem Arbeitleben in den Freizeitblock der Altersteilzeit gegangen (ging bei meinem Jahrgang noch). Die letzten 38 Jahren war ich überwiegend als Stations- und Hausleiter in einem Haus für psychisch, autistisch, körperlich und geistig behinderte Menschen tätig. Da mußte ich erst einmal Abstand finden. Am 2. Tag meiner Rente habe ich mein Zelt auf mein Bike gepackt und bin erst einmal alleine ca. 700 km in die Schweiz geradelt. Diese 10 Tage habe ich auch keinen Alk. getrunken. Mit dickem Kopf radelt sich auch schwer. Aber das sich selbst finden war garnicht so einfach. Ich habe mich in alle möglichen Ehrenämter reingehangen von Tafel bis Altenbetreuung und zuletzt auch noch in die Politik. Ausschlaggebend waren auch meine Eltern, insbesondere mein körperlich topfiter 88jähr. Vater der seit 40 Jahren vegetarisch und ohne jegliches Laster lebt.Sein Leben ist tierisch langweilig, ohne soziale Kontakte und die Demenz hat ihn auch seit 2 Jahren verstärkt erfasst. Ähnlich meine 86jähr.Mutter. Bei mir war dann im Kopf: Lieber früher den Abgang machen, aber das Leben in vollen Zügen genießen. Also fast jeden Tag ab 17 Uhr Partytime mit Alkohol und durch die Kneipen ziehen. Das wurde jetzt aber auch etwas viel und habe mir gedacht, das kann es auf Dauer auch nicht sein. Zudem habe ich einen anderen 88jährigen kennengelernt, der wie mein Vater topfit ist, aber mit seinem Rad ebenfalls noch seine Touren macht, in Kneipen geht, Vereinsleben frönt, aber den Alk. in Maßen genießt. Was mir aber nur in "Massen" gelingt. Dieser Mann war auch so der Anstoß zu sagen: "Jetzt ist Schluß mit dem Alk, aber diesmal für immer!" Obwohl ich meiner Frau gesagt habe, falls die Demenz eintritt, gibts jeden Tag wieder eine Orgie ( A C H T U N G S C H E R Z!) ;) Das in groben Zügen mein Motivationsschub!


    Zitat

    Ich würde mal behaupten, dass Du in Deinem Alter am besten weißt, was Du Dir zumuten kannst und was nicht, insbesondere da Du schon abstinente Zeiten kennst und daher weißt wie es für dich geht.


    Sag ich doch die ganze Zeit!

    Zitat

    Was macht bei Deiner jetzigen Entscheidung für Dich den Unterschied?


    Das die Abstinenz dieses Mal nicht für Wochen, Monate oder Jahre, sondern auf Dauer sein soll.


    Liebe Grüße
    Manni

    Zitat von Hartmut

    Hallo manii

    Ich habe dich ja in der Annahme freigeschaltet das du Hilfe brauchst. Sollte das nicht mehr sein, sage einfach Bescheid und ich desaktiviere dich wieder.

    Gruß Hartmut

    Hallo Hartmut,
    du bist der Chef und must entscheiden ob ich überhaupt tragfähig für dieses Forum bin. Wie ich schon geschrieben habe, werde ich nur noch auf Threads antworten, die ich für mich als hilfreich empfinde. Dürfte Konfliktpotential minimieren. Nichts gegen Gegenwind, aber der Ton macht die Musik.
    In dem Sinne wünsche ich uns einen schönen Tag! :D
    Manni

    Zitat von Spanijoggel

    Guten Tag Mani !

    Willkommen im Forum ! Bin spät dran, aber "besser spät als nie"!
    So sehe ich auch Deinen Weg den Du mit uns teilst.

    Zitat


    Ja nu,ich wünsche Dir viel Kraft und Ausdauer.
    Gut,dass Du schreibst hier!

    Vielen Dank Yvonne!

    Zitat

    Hallo Manni,
    erstmal Willkommen hier im Forum.


    Ich danke dir!

    Zitat


    Du hast folgenden Satz geschrieben:

    "Ich finde hier die Möglichkeit
    der Auseinandersetzung gegen den Alkohol,
    während im realen Leben die Konfrontation mit dem
    Alkohol besteht."

    Ich versteh nicht recht was du damit meinst... erklärst das näher?

    Hier treffen sich Menschen die dem Alkohol entsagen oder entsagen wollen und man sich somit in einem geschützten Rückzugsort befindet, wo man (eigentlich)Kraft und Motivation schöpfen kann . "Draußen" sind die Freunde, die Bekannten, Verwandten, der Partner die Alkohol konsumieren und wo auch das Verständnis geringer ist, wenn man keinen Alkohol trinkt.

    Zitat

    Ganz generell glaub ich daß es je nach individueller Ausrichtung des Betroffenen auch viele individuelle Wege aus der Sucht geben kann. Wir sind ja Menschen und keine Ameisen.


    Meine feste Überzeugung!

    Liebe Grüße
    Manni

    Guten Morgen,
    mir fällt es inzwischen schon fast schwer mich für die Beiträge zu bedanken, da ich von "wohlwollend", insbesondere von den sektiererischen Damen, kaum etwas spüre. Gesetz ist: "Wenn du nicht den von uns vorgegebenen Weg gehst gehörst du nicht in unsere Sekte, denn alles was du tust ist falsch und der Herr wird dich bestrafen!"
    Liebe Damen, wenn das alles so schlimm ist wie ich die Sache mit dem Alk. angehe und ihr es kaum ertragen könnt, stellt doch hier einen Antrag beim Boss des Forums, daß er mich sperrt. Leider könnt ihr aber dann auch nicht meinen Rückfall und Untergang im Suff miterleben, was für euch wohl eine tolle Genugtuung wäre. "Siehst du Großkotz, wir haben es doch gesagt!"
    Das wäre dann jetzt das letzte Mal, das ch mich mit demotivierenden Threads beschäftigt habe und erwartet bitte keine Antwort mehr darauf in der ich mich für meine Vorgehensweise entschuldigen muß.
    Fakt ist, daß ich jetzt 7 Wochen ohne Alkohol lebe, ich mich psychisch und physisch sehr wohl fühle und mein Leben Tag für Tag in vollen Zügen genieße.

    Gruß
    Manni