Beiträge von Manfred1

    Quantensprung .
    Danke für die Denkanstöße und die Begrüßung!
    Nein, ich werde weder Lebensfreude noch meine Freunde verlieren. Auch bei stärkerem Alkoholkonsum ist es mit meinen Freunden noch möglich gesittete und interessante Gespräche zu führen. Ich bin auch erstaunt über die Rücksichtnahme gegenüber meiner Entscheidung. Man versucht, zumindest im engen Freundeskreis, mich nicht mehr zu dem "einen Gläschen" zu überreden. Auch in der Stammkneipe bringt mir die Bedienung schon automatisch mein 0,0 Bier. Ich habe das Gefühl, daß man toleranter gegenüber dem "Nichttrinker" geworden ist. Zumindest wenn ich es jetzt mit meinen früheren antialkoholischen Zeiten vergleiche.
    Die Brille war nur der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat. Für mich ein Hinweis auf weitere Gefahren, die bei längeren Alkoholkonsum auf mich zukommen könnten und deswegen eine Vernunftentscheidung notwendig macht.
    Dr.Gerner .
    Zum Glück habe ich diese intensive Alkoholerfahrung mit morgendlichem Zittern usw. noch nicht erlebt, aber ich glaube wenn man nicht früh genug die Bremse zieht, hängt man plötzlich tiefer drin, ohne das man es richtig merkt. Ich hoffe wir können uns auch noch in einem halben Jahr schreiben, daß wir keinen Tropfen mehr angerührt habe.
    Liebe Grüße
    Manni

    Hallo!
    Der Titel meines Threads ist etwas zweideutig zu verstehen. Einmal der Versuch dauerhaft ohne Alkohol leben zu können und zum zweiten der Versuch hier einen Thread reinzuschreiben, denn der letzte ist irgendwo verschwunden. Ich bin jetzt freigeschaltet und wollte mich einfach hier noch mal vorstellen. Deswegen verwende ich eine Kopie meines Eintrages aus dem Vorstellungsbereich.
    Mein mittlerweile über 60jähriges Leben wurde immer mit mehr oder weniger Alkohol begleitet. Mit 18 näherte ich mich als Wehrpflichtiger dem Alkohol intensiver. Dann kamen viele Jahre als Musiker in der Rockszene wo trinken einfach dazu gehörte. Dann kam eine 10jährige Phase als Jogalehrer, wo ich total abstinent war. Ich muß dazu sagen, das ich Musiker und Jogalehrer neben meinem Hauptberuf, wo ich recht erfolgreich war, ausübte. Nach dieser spirituellen Phase folgte wieder eine "lebensbejahende" Phase, wo Alkohol auch dazu gehörte. Dann gabs wieder mal ein paar Jahre "Vernunftpause" und anschließend ging es immer wieder umso heftiger weiter. Jetzt bin ich in Rente und nutze leider diese neue "Genußzeit" auch mit vermehrtem Alkohol und habe Angst, daß ich mir mit Alkohol den Rest meines Lebens verderbe. Zu meinem Alkoholkonsum, der eigentlich immer in der gleichen Form ablief:
    Tagsüber trank und trinke ich keinen Alkohol. Habe auch kein Bedürfnis danach. Das stellt sich erst abends ein und dann freue ich mich schon auf den Kick. Wein habe ich mir wegen allergischen Reaktionen abgewöhnt und bin deswegen auf Bier umgestiegen. Schmeckt mir eigentlich genauso wenig wie Wein, aber ich verfeinere den Geschmack dazwischen immer mit meinem geliebten Kräuterlikör. Die Folge ist, daß ich immer mehr oder weniger alkoholisier im Bett lande. Ich vertrage schon eine Menge und egal wieviel Alk ich in mir habe, es fällt den anderen kaum auf, da ich weder lalle, nicht schwanke oder sonstige typische Rauschsymtome zeige. Bei mir verstärken sich aber die Erinnerungslücken. Ich finde beim saufen auch kein Ende und nur irgendwann bestelle ich mir nachts ein Taxi. Wenn ich nicht Zuhause saufe. Der nächste Tag ist entsprechend verkatert und mittags komme ich erst langsam zu mir. Mein letztes Sauferlebniss war vor 3 Wochen. Davor waren 4 Tage intensives saufen, aber immer mit einem Tag Pause dazwischen, weil es mir danach immer einfach zu schlecht ging. Diese letzte Nacht der Sauforgie in meiner Stammkneipe, war aber dann wohl der ausschlaggebende Moment jetzt wirklich endgültig mit Alkohol aufzuhören. Ich hatte irgendwie 100€ verbraten, mußte noch einen Deckel machen und nachts trat ich beim Weg zur Toilette auf meine Brille, die ich wohl vom Nachtischschränkchen gefegt hatte und die 750 € Reparatur kostete. Zudem wäre fast mein Auto abgeschleppt worden, hätte mein Wirt mich nicht angerufen, da ich in einem Halteverbot stand. Ich kam mit 20€ davon. Eine dicke Erkältung hat mich dann aus dem Verkehr gezogen wo ich etwas Abstand zum Alkohol fand. Mein Vorsatz "Nie mehr Alkohol" könnte aber durch meine alkoholtrinkenden Freunde und Bekannte wieder getrübt werden. Deswegen suche ich hier moralische Unterstützung und Stärkung durch Erfahrensaustausch.
    Vielen Dank fürs "zuhören".
    Manni