Beiträge von Eniba

    Liebe Gemeinde,

    ich kämpfe von Tag zu Tag, ringe mit jedem Tag.

    Die ersten Tage waren definitiv leichter, als das was sich da momentan in meinem Hirn abspielt. Der Suchtteufel säuselt mir ständig ins Ohr, arbeitet mit allen möglichen Tricks und Alkohol springt mich von allen Seiten an….

    Bescheiße ich mich mal wieder selbst? Meine ich es gar nicht wirklich ernst? Müsste es nicht, wie viele Male zuvor, mit einem klaren NEIN im Kopf, wesentlich leichter fallen? Ist es wie mit einer Diät, je krampfhafter Du versuchst zu verzichten, desto heftiger …!

    Ich ziehe mich jetzt an und gehe laufen, und heute Abend gehe ich erstmals in (m)eine SHG (Ausrede …..wegen Fussball ist da heute bestimmt niemand!!!!) Jawohl, JA!!!


    Alkohol ist nicht Dein FREUND! Auch wenn du es verzweifelt glauben möchtest. Erst wenn Du doch aus der Beziehung mit ihm lösen willst, merkst Du, wie eisern sein Griff ist.(Mara Reven)


    Einen schönen Tag
    wünscht Euch Enib

    Hallo Step,

    danke für Deine Geschichte. Ja diese Trinkpausen und das nie wirklich loslassen, dass kenne ich ebenfalls. Ich bin auch neu hier und bewege mich noch auf sehr dünnem Eis. Dem Satz, " ich traue mir selbst aber nicht" , kann ich mich nur anschließen. Hast Du noch andere Schritte unternommen, um deinen Weg aus der Sucht abzusichern?

    Ein herzliches Willkommen, auf einen regen Austausch :D

    Gruß
    Eniba

    Hallo Maria, Hei Atze,

    danke Euch für Euer Willkommen und Eure Antwort!

    Ja Maria, eben hat der Suchtteufel heftig gewütet und mir in die Gehirnwindungen gesäuselt! Ohje!!!

    Ich komme gerade von meiner PondeRosa (habe mir ein kleines Häuschen außerhalb/Alleinlage gekauft, war ein langer Traum von mir. Dort habe ich leider während der anfallenden Renovierungsarbeiten gerne und viel getrunken !!!) und so heftig wie eben,war der Suchtdruck in den ganzen letzten Tagen nicht. Habe alle anfallenden Arbeiten zügig erledigt und habe mich dann schnell vom Acker gemacht. Es wirkt noch nach und erschreckt mich. Und das ist erst der Anfang...

    Atze , ich wünsche Dir, dass Dein Widerspruch durchgeht und zügig bearbeitet wird. Mir liegt die Kostenzusage auch noch nicht vor ! Im Feb.14 habe ich angefangen, die Medikamente langsam, ganz, ganz langsam abzusetzen. Habe sehr lange SSRI-Hemmer und ein Neuroleptikum genommen. Das Absetzen war ziemlich heftig. Jetzt bin ich glaube ich seit 4 Wochen ohne! Bin mal gespannt, wie sich das jetzt ohne Medis und Alk so anlässt.

    Ja ich weiß, dass es sich lohnt! Da bist Du aber schon Wochen / Monate weiter. Momentan springt es mich von überall an.....TV, Werbeplakate etc. Ist mir vorher gar nicht aufgefallen.... üüüberall Alkohol !

    24-Std.-Taktik 8)

    Gruß Eniba

    Guten Morgen und Hallo zusammen,

    ich wurde freigeschaltet und möchte mich kurz vorstellen.

    Ich bin 49 Jahre alt, trinke seit meinem 14. Lebensjahr mal mehr, mal weniger , immer „sozialverträglich“ (Termine, Arbeit werden/wurden immer eingehalten, Kind, Hund und Katze immer versorgt etc.) 2010 litt ich an einer schweren Depression und habe die Klinik mit der Diagnose Bipolar verlassen. Später kam dann noch jemand auf die Idee, ich leide an einer Borderline-Störung. Egal wie „das“ Ding letztlich heißt, rumgeeiert und irgendwie "etwas" anders, ja, war ich schon immer. Der Alkohol hat mich einigermaßen in der Spur gehalten! In der Manie gab er etwas Bodenhaftung und in der Depression hat er mich weiter funktionieren lassen. Nach einer Medikamenteneinstellung in 2011 war ich tatsächlich ein ganzes Jahr abstinent, und dann…..! Habe ich mir wieder eingeschenkt und ausgetrunken!

    So und jetzt pfeife ich mal wieder aus dem letzten Loch, meine Depri hat mich fest im Griff (für mich leichter in der DepriPhase nicht zu trinken als in der hypomanischen), rauche wieder, jeder Tag ohne Alk ist ein Kampf und vor die Tür schaff ich es auch kaum. Kein Gejammere ! Ich habe eingeschenkt….

    Klappe die 2.!
    Diesmal mit Unterstützung ;
    Mein Antrag auf eine LZT läuft, Sozial- und Arztbericht sind zum Kostenträger unterwegs und ich stehe bei einer Klinik auf der Wartliste.

    Nicht getrunken habe ich seit über ner Woche, körperlich geht es mir gut, aber der Suchtteufel bearbeitet mich mit all seinen Tricks.

    Es grüßt
    Eniba