Beiträge von Kitze

    Danke für deine Worte, liebe Linde. Erst einmal muss ich sacken lassen und darüber nachdenken was du vorschlägst, mir über einige Situationen klar werden und dann schauen was passiert. Ich hab auch in anderen Momenten die Erfahrung gemacht, dass guter Anfang gemacht ist, wenn man die Grundthematik wahrnimmt. Es verändert sich tatsächlich etwas, besonders die Emotionen.
    vlg

    Das Thema ist schon was älter, aber für mich immer wieder aktuell. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich tappe immer wieder offenen Auges in die selben Fallen. Auch dazu gehört Hilfe von aussen anzunehmen oder gar darum bitten, es muss schon lichterloh brennen bevor ich mal aus meinem Schatten springe und mich öffne. Und darin liegt mein grösstes Problem, mich öffnen und Schwächen zeigen/zugeben. Mein Drang alles allein zu stemmen (Haus, Garten, Familie, Job), und die Starke ohne Fehl und Tadel zu geben, das raubt so viel Lebensenergie. Dazu mag ich allen gefallen, ich will von allen gemocht werden und reisse mir zu oft ein Bein dafür, aus um anderen einen "Gefallen" zu tun. Mittlerweile erkenne ich die Situationen, weiß auch warum das so ist, aber leider verhalte ich mich manchmal doch wieder so wie früher...
    LG Kitze

    Traurig und intelligend lustig war mein zuletzt gelesenes Buch, irgendwie sogar hoffnungsfroh doch noch das Glück finden zu können. Auch wenn das Leben wenig zu bieten scheint. Habe es innerhalb eines Tages "gefressen":
    John Green- Das Schicksal ist ein mieser Verräter.

    Hallo Ahoi,
    Dein Sohn wird sicherlich mehr mitbekommen haben, als du denkst. Selbst wenn er momentan nicht darüber reden möchte, kannst du ihm ja vielleicht anbieten ihm bei Bereitschaft alles zu erklären. In dem Alter habe ich auch gemauert, da begann die Pubertät, die Gefühlswelt war sowieso schon einmal ordentlich durcheinander und ich begriff sehr wohl die Tragweiten der Streitereien im Zusammenhang mit Alkohol. Geduld ist vermutlich eine kluge Komponente...
    Toll dass du dennoch deinen Anker eingeholt und den dir bekannten Hafen verlassen konntest,um für dich in ruhigere Gewässer zu schippern

    Janine : Wow, die Aussöhnung fiel sicherlich nicht leicht, das ist ein großer Schritt...
    Joe : Das Annehmen von Lob, Anerkennung, Hilfe ist nun eben nicht leicht...
    Wie klappt es denn mit den Kindern, bekommt ihr den Umgang stressfrei hin, besonders wenn ihr zwei aufeinander trefft?
    Das Gespräch bei der Caritas bestärkt mich in dem, was ich mir selbst vornahm: Stärkere Abgrenzung von den Situationen zu Hause, offenere Gespräche zu Hause und mit der Verwandtschaft, und Konsequenzen durchsetzen- ich werde auf dem Absatz kehrt machen, sollten meine Eltern alkoholisiert sein, lege auf wenn ich etwas am Telefon raushöre. Was mir schwer fällt, die Kinder da raus zu ziehen, aber das wäre der grösste Druck den ich setzen kann.
    Puh...

    Mir wurde vor ca.8 Jahren die Alkoholkrankheit meiner Mutter bewusst, mein Vater ist seit eh und jeh ein Problemtrinker und in der Vewandtschaft gibt es noch jemanden mit den Problemen. Erst durch meine ehemaligen Kollegen lernte ich achtsamer mit mir umzugehen, Grenzen zu setzen, und als ich den Buchtipp 'Für die Freude entscheiden' bekam, löste sich für mich ein Knoten nach dem anderen. Mein wichtigster Schüssel zu einem ausgeglicheneren Leben wurde die Einstellung, nicht alles persönlich zu nehmen- Taten, Worte, Konflikte, es muss nicht gleich das Lebensglück bedrohen...
    Ähnlich wie bei dir Joe, purzeln mir derzeit in vielen Situationen die Schuppen von den Augen. Respekt dafür was du in der kurzen Zeit hast eingestehen, annehmen und anpacken können. Das Erkennen von Mustern ist eine Sache, sie zu durchbrechen eine andere... Sei stolz auf das bisher erreichte ;)
    Am Montag habe ich ein Erstgespräch bei der Caritas, ich bin so sehr darauf gespannt was dabei herum kommt... Wollte ich bei uns im Umkreis von 60 km eine Therapie beginnen, so besteht in allen Praxen derzeit eine Wartezeit von mindestens einem halben Jahr.

    vg Kitze