Beiträge von step-by-step

    Hallo und ein herzliches Willkommen Moody.
    Erst einmal möchte ich Dich in Deinem Entschluss bestärken mit dem Trinken aufzuhören. Du stehst am Anfang Deines Weges in ein freieres, unabhängigeres Leben. Dich hier im Forum zu melden kann ein wichtiger Schritt sein, vorausgesetzt zu bleibst am Ball. ;)

    An Deinem Erstbeitrag ist mir aufgefallen, dass Du viel in der unpersönlichen Person von "man" schreibst. Es geht um DICH und nicht um irgendjemanden. Vielleicht wäre es erst einmal ein guter Schritt Deine Verantwortung für Dein Handeln/Trinken anzuerkennen. :)

    Ich würde mich freuen Näheres von Dir zu lesen. Wie sind Deine Pläne für die nächsten Tage, was sind Deine Sorgen?
    Melde Dich einfach, hier triffst Du immer auf ein offenes Ohr/Auge ;).

    Neben den Trinken von großen Mengen Wasser und dem Lesen hier im Forum hat es mir am Anfang sehr geholfen in 24-Std-Etappen zu leben.
    Außerdem habe ich in den ersten Wochen ein Tagebuch über meine Befindlichkeiten, Trigger und Trinkgedanken geführt. Vorab - während meiner 999 vergeblichen Versuche aufzuhören - habe ich 6 Monate lang jeden Tropfen Alk inkl. Trinkgrund etc. in eine Tabelle eingetragen, um mir der Fakten bewusst zu werden. Das war zwar sehr erniedrigend, aber für mich sehr wichtig, um den Absprung zu schaffen.

    Dir und allen anderen wünsche ich gute 24 Stunden
    step

    Hallo Forum,
    eine entspannte Weihnachtszeit ist vorbei und das Jahr 2014 nun auch fast.

    2014, das Jahr der großen Veränderung: Es hat KLICK gemacht (hoffe ich zumindest), ich habe es endlich geschafft vom Alkohol los zu kommen. Ein vermisste Freiheit wieder zu finden.
    Nach 9 Jahren Abstinenz hatte ich vor ziemlich genau 3 Jahren das Trinken wieder begonnen, kontrolliert natürlich, was sonst? Vor 2 Jahren und 11 Monaten war ich wieder voll drin im Alk-Sumpf, heimlich Trinken, volle Flaschen unauffällig beschaffen, leere ebenso unauffällig entsorgen, körperlicher Verfall, Filmrisse, Sebstachtung im Keller etc.
    Vor einem halben Jahr das Forum in einem rechten Moment gefunden (so funktioniert Schicksal) und die Reißleine gezogen. Das besagte KLICK war zu hören, erst leise, jetzt lauter, später hoffentlich so laut, dass ich es nie wieder überhöre.

    Und das Jahr 2015?
    Ich für meinen Teil freue mich auf das nächste Jahr!

    Klar, ich werde in 5 Wochen zum ersten mal Oma, das ist schon mal ein schwer zu übertreffendes erfreuliches Ereignis.

    Das ist es aber nicht. Derzeit erfüllt mich einfach eine Dankbarkeit für die Freiheit nicht Trinken zu müssen. Und ich bin mir bewusst wie labil diese Freiheit ist und ebenso bewusst genieße ich sie.
    Ich freue mich auf ein ganzes nüchternes Jahr! :P

    Ich habe begriffen, dass ich definitiv nicht mit Alk umgehen kann, ganz im Gegenteil, er geht mit mir um und das nicht pfleglich. Kontrolliert trinken ist mir nicht möglich, ich kann es nicht, punkt.
    Es ist müssig darüber nachzudenken, warum das so ist, schlechte Gene, schwacher Charakter, mieses Karma, egal, spielt keine Rolle.
    Einzig und allein wichtig ist es nun alkoholfrei zu leben! Und das geht 2015 in die nächste Runde.

    Aktuell befinde ich mich im Silvesterurlaub, habe viele liebe Menschen um mich, gute Gespräche, Schwelgen in Erinnerungen und viel mehr warten auf mich in den nächsten Tagen.

    Viele Grüße
    step

    Hallo Eni,
    Weihnachten ist vorbei, das Jahr 2014 auch fast.

    Wie geht es Dir? Was machen die Dämonen, was ihre heiteren Gegenspieler?

    Und 2015? Was sind Deine Wünsche/Pläne/Vorsätze?

    Ich würde mich freuen mehr von Dir zu lesen. Ist so ein Wunsch für 2015. :P
    Eigentlich bemesse ich dem Jahreswechsel gar nicht so eine große Bedeutung zu. Dieses mal ist es aber anders. Ist halt so!

    Liebe Grüße
    step

    Frohe Weihnachten Miteinander! :D

    Wow, was ist denn hier für ein geschäftiges Treiben im Forum? Da schaut man 1,5 Tage nicht vorbei und findet dann neue Meldungen in 15 Threads.
    Da fülle ich doch mal flugs meine Tasse Tee und den Keksteller auf, leg die Beine wieder aufs Sofa und les mich durch die Beiträge.

    Wir erwarten erst am Abend eine Freundin und eine meiner Töchter zum Resteessen. Bis dahin genieße ich die Ruhe, die Lichter am Tannenbaum und das Faulsein! Menne "spielt" mit den technischen Neuerungen, die gestern unter dem Baum lagen. Alles wunderbar weihnachtlich hier!

    Jetzt stelle sich doch einer mal vor, wie ätzend es wäre a) diesen herrlichen Tag mit einem Kater zu verbringen und b) krampfhaft den Alkpegel wieder auf ein erträglich hohes Maß bringen zu müssen um dann c) um 20 Uhr mit Filmriss den Magen auf links gedreht im Bett zu liegen!

    Geht es uns nicht gut, dass wir das nicht mehr brauchen?!

    Ich bin mir sicher, jeder hier hat diese furchtbaren, erniedrigen Erfahrungen aus vergangenen - teilweise längst vergangenen - Jahren noch in Erinnerung!

    Ich wünsche allen eine zufriedene Restweihnachtszeit mit kleinen Erinnerungen und Dankbarkeit.
    step :)

    Hallo onyva,
    ein herzliches Willkommen auch von mir.
    Hier im Forum zu lesen und später auch zu schreiben ist ein erster und wichtiger Schritt in Richtung Leben ohne Alkohol.

    Ich klinke mich mal ein in die Beantwortung Deiner Frage bezüglich alkoholfreies Umfeld.

    Mir ist es immens wichtig, dass sich KEIN einiziger Schluck Alkohol in meinem Haus/Keller/Garage etc. befindet.

    Ich habe in den ersten Tagen alles Alkoholische weggegossen. Das war schon sehr befreiend! Ein paar Tage später habe ich dann auch die Gläser, aus denen ich heimlich getrunken hatte, entsorgt. Erst da spürte ich eine innere Ruhe.

    Ja, schade um das Geld. Aber als Du getrunken hast, hast Du ja auch nicht aufs Geld geschaut, wenn Deine täglichen zwei Fläschen Wein auf dem Band lagen.

    Heute, ein halbes Jahr später, hat sich der Status alkoholfreier Haushalt gefestigt. Alle Familienmitglieder unterstützen mich darin, worüber ich unendlich dankbar bin.
    Auch die diversen Feiern der vergangenen Monate in unserem Haus verliefen komplett alkoholfrei. Es war für die Gäste anfangs seltsam, aber es haben sich alle dran gewöhnt. Sie wissen bei step gibt es keinen Alk ... Punkt ... gut ist.

    Die Begegnungen im Alltag mit Alk beim Einkaufen, Tanken etc. blende ich weitestgehend aus.
    Manchmal überkommt mich aber auch ein Gefühl der Dankbarkeit, wenn ich an der Kasse stehe und daran denke, welche Last es früher war, den Alk mit anderen Lebensmitteln rechtfertigend zu tarnen.
    ICH brauche das nicht mehr! Welche Erleichterung! Gegenbeispielen begegnet man ja häufig genug.

    Wie geht es bei Dir weiter, wie sehen die Feiertage alkoholmäßig aus? Sind Stolperfallen in Sicht?

    Adventliche Grüße
    step

    Hi Doc,
    schön wieder von Dir zu lesen.

    Na, das hört sich doch gut an; viel Sport, viel Arbeit, das Buch geht weiter und das Beste: Alkohol ist tabu!

    Natürlich gibt es auch mal miese Zeiten.
    Sind wir doch mal ehrlich, die Auf und Abs im Leben kennt doch jeder, egal ob Alkoholiker oder nicht.

    Zitat von Dr.Gerner


    Manchmal wenn ich mitbekomme, dass Leute irgendwo feiern und Party machen gehen, überkommt mich eine Art Wehmut, dass ich das nicht mehr darf.

    "Feiern" und "Party machen", du meinst Saufgelage, oder?!
    Gut, dass Du Dich fern davon hälst. Mich würde es bestimmt heftig triggern, wenn ich mit Cola inmitten einer besoffenden Meute sitzen würde.

    Gibt es denn andere Veranstaltungen mit netten Leuten, die nicht alkohollastig sind?

    Eine fröhliche Weihnachtszeit wünscht Dir
    step

    Liebe Eni,

    das erste halbe Jahr ist um! Super!

    Was waren das für Höhen und Tiefen in diesen 6 Monaten, die Du durchschritten hast?! Gradlinig war er bislang nicht, Dein Weg, Du bist ihn aber gegangen. Stur Schritt für Schritt. So geht er weiter und ich bin mir sicher, dass er auch an an bunten Blumenwiesen vorbeiführen wird und nicht wie jetzt durch dunkle Löcher.

    Wir sind vor einem halben Jahr hier im Forum zur gleichen Zeit aufgeschlagen. Ich war froh (und bin es immer noch), mich mit Dir als Mit-Neuling hier austauschen zu dürfen.
    Deine Erfahrungen und Beschreibungen haben mich häufig zum Lachen gebracht und genauso häufig zum Nachdenken angeregt.

    Und so machen wir es weiter ... erst einmal bis zum 6-Jährigen ... OK?

    Und falls das zu weit gedacht ist ... erst einmal bis morgen ;)!

    Lieben Gruß
    step

    Hi Eni,
    schön, dass es bei Dir weitergeht!
    Wie groß die Schritte sind ist doch erst einmal egal, Hauptsache die Richtung stimmt.

    Hoffentlich ändert sich die Terminlage Deiner Psychologin zu Deinen Gunsten. Ich stelle mir vor, wenn die Geister erst einmal geweckt worden sind, dann kann sicherlich machmal schnelle professionelle Hilfe notwendig sein.

    Liebe Grüße
    step

    Danke liebe Eni,

    schön dass Du an mein *tatatata*Sechsmonats-Jubiläum!!!gedacht hast ... ich habe es nämlich erst einmal nicht :oops:.

    Heute war nämlich so ein Tag, an dem ich das Stolzsein auf meine Trockenheit maximal ausgereizt habe. ;)

    Ich war schon um 7 Uhr auf der Arbeit und hab dann nonstop bis 18 Uhr durchgemacht. Ist halt viel liegengeblieben in den letzten Tagen, es war zwar anstrengend, aber auch erfüllend.

    Vor gut 6 Monaten hätte ich meinen Stolz auf so eine getane Leistung mit 2 Flaschen Sekt begossen.
    Heute bin ich total froh und glücklich, nicht einmal ansatzweise das Gefühl zu haben, mich mit Alkohol belohnen zu müssen. :D

    Heute war noch nicht einmal eine schokoladige Ersatzbelohnung nötig.
    Bin heim gekommen, hab mir ein paar Nudeln gekocht und mit Genuss (und Ketchup) vor dem Fernseher genossen.
    Diese kleinen Freuden im Alltag, reichen aus mich zufrieden zu machen.
    Ach, ist das herrlich! :D

    In diesem Sinne Euch allen zufriedenes Wochenende
    Eure step

    Hi Eni,
    gut gemacht! *daumenhoch*

    Trocken geblieben, SHG, Suchtberatung ... und das in Begleitung der anhänglichen schwarzen Dame ... du bist stark! Siehste´s selber? :!:

    Hast Du einen vertrauensvollen Arzt/Therapeuten für die Depression?
    Ich kann mir vorstellen, dass Du nicht gern wieder von den Medis abhängig sein möchtest. Gibt es Alternativen?
    Ich frag so naiv, weil mir das Thema Depressionen fremd ist. Auch fühle ich mich unsicher im Umgang mit an Depressionen erkrankten Menschen.

    Schreib weiter!
    Vergrippte Grüße
    step

    Hallo Miteinander,

    ich habe mich die gesamte letzte Woche doch noch zur Arbeit geschleppt.
    Doch heute geht nichts mehr, ich bin daheim geblieben. So mies wie ich mich fühle, würde ich auf der Arbeit sicherlich mehr umschmeißen als aufbauen.

    Nach einem späten Nachmittagsschläfchen treibe ich mich nun mit Decke und Teechen hier im Forum rum. Ach, so gehts besser!

    Unsere vierbeinigen Mini-Gäste sind am Wochenende in ihr neues Zuhause gezogen. Ich bin immer sehr erleichtert, wenn unsere Pflegetiere gut vermittelt werden, zumindest wenn man einen guten Start geschaffen hat.

    Alkohol spielt weiterhin in meinem Leben eine Rolle .... und zwar eine positive, nebensächliche ;).
    Fast täglich gibt es Situationen, in denen ich an meine nassen Tage erinnert werde. Es sind aber nur Erinnerungen im Kopf, kein Wehmut, kein Trigger.

    Z.B. musste ich gestern in der Waschküche daran denken, wie zwanghaft ich im letzten Advent noch dort flaschenweise Alk versteckt hatte. Bin früher immer mit dem Vorwand Wäsche zu waschen/aufhängen/falten runtergehuscht und habe getankt.
    Gestern kam mir so eine Szene wieder in den Sinn und ich war richtig froh diesem Druck nicht mehr zu erliegen. Gleichzeitig fühle ich wie nah mir das ganze noch ist und wie schnell ich wieder in das Dilemma reinrutschen könnte.
    Und das werte ich jetzt mal als Beispiel für die Achtsamkeit, welche sich langsam breit macht.

    Am letzten Wochenende durfte ich einmal mehr den Rückhalt meiner Familie spüren :D.
    Tochter Nr. 3 fragte mich, ob es mir Probleme bereiten würde, wenn sie mit Ihren Freundinnen in ihrem Zimmer zum Vorglühen vor einem Discobesuch ein paar Cocktails trinken würde. Sie gab direkt an, dass sich keine Flasche mehr im Haus befände, wenn sie später los gingen.

    Ich war total gerührt, dass sie sich so viele Gedanken um mich macht. Auch wenn wir nicht viel über das Thema Alkoholabhängigkeit/-krankheit reden, scheint es doch bei den Mädels präsent zu sein. :)

    Dank zahlreicher Unterbrechungen ist es mittlerweile Abend geworden,
    ich wünsche allen eine geruhsame Nacht.
    step

    Hallo Lena,

    3 Jahre, das ist doch schon mal ein guter Anfang. :D

    Ich wünsche Dir noch viele weitere zufriedene, trockene Jahre und dass Dein Jobwunsch bald in Erfüllung geht.

    Da hast Du Dir ein ganz feine Aufgabe gesucht, habe selber knapp 10 Jahre in einer KiTa in einem strukturschwachen (sagt man heute bestimmt auch nicht mehr) Viertel gearbeitet.
    Das war der erfüllendste Job, den ich je hatte, aber auch der körperlich und emotional anstrengendste. :)

    Ich denke gern an die Zeit zurück ... was vllt auch daran liegen mag, dass dies meine trockenen 10 Jahre waren. Wer weiß. :roll:

    Lieben Gruß
    step

    Hi Eni,
    ich bins, die gute alte step. (Boah Andreas, da fühle ich mich direkt um 10 Jahre gealtert :wink: )

    Magst gar nicht antworten? :(

    Hoffentlich liest Du hier mit und lässt Dich von den mitfühlenden Mitteilungen motivieren.

    Bis bald
    step

    Hi Eni,
    ich bins, die gute alte step. (Boah Andreas, da fühle ich mich direkt um 10 Jahre gealtert :wink: )

    Magst gar nicht antworten? :(

    Hoffentlich liest Du hier mit und lässt Dich von den mitfühlenden Mitteilungen motivieren.

    Bis bald
    step