Beiträge von Tian

    Lieber Engel,

    schön, dass es Dir gut geht, nutze doch die Erfahrungswerte hier, der logische Schluss liegt auf der Hand.

    Niemand attackiert Dich, niemand meckert, niemand belehrt, es sind nur die Erfahrungswerte bzw. Realitäten.

    Die große Ausnahme mit kontrolliertem Trinken, nur mal hier & da und nur im Urlaub (und ggfs. heimlich hier und dort mal ein schnelles) und überhaupt, nach ein paar alkoholfreien Bieren dürfen auch wieder 2 normale Bier wieder rein usf., gibt es nicht. Punkt-Aus-Ende.

    Grüße, tian

    Liebes Forum,

    erstmal einen Guten Morgen & eine ebenso gute Woche euch allen.

    Den Weg des Todes mit Alkohol gehen, nein, das möchte ich definitiv nicht, das möchte ich ganz sicher nicht, für ein paar Minuten / Sekunden / Stunden die Welt vergessen und mein Leben vernichten, das ist es definitiv nicht wert.

    Trotz all meiner Probleme, die Entscheidung gegen Alkohol ist für mich die Richtige, nur so kann ich Probleme konstruktiv angehen und sukzessive auflösen.

    Klar, ich habe mich sehr lange den wahren Problemen verschlossen, temporär mit Alkohol betäubt, nur nicht darüber nachdenken und die Schmerzen fühlen.

    Die letzten 3 Jahre hat sich mein Leben schon sehr sehr verändert, es sind einfach zuviele negative Dinge hereingebrochen, beruflich und privat im Doppelpack, schön komprimiert.

    Trotz allem bin ich fast immer 1 x mehr aufgestanden als hingefallen, woher die Kraft gekommen ist, weiß ich auch nicht immer. Trotzdem, der Alkohol wird mich nur noch hinfallen lassen, und eines Tages würde ich dann nicht mehr aufstehen.

    Privat habe ich mein Glück gefunden, Freundin, Sport + Freunde passt soweit, beruflich bin ich schwer am Kämpfen ...

    Die Arbeitswelt ist sicher eine Hürde hin zur Nüchternheit (falls sie destruktiv ist), andererseits auch eine Stütze. (falls sie denn konstruktiv ist)

    Im letzten job wollte ich einfach nur durchkommen, ein gnadenloser Kampf mit mir und meinen Gefühlen, das konnte nicht funktionieren, ich bin noch immer irritiert und frage mich des Öfteren:

    -> Warum zerstören sich die Kollegen & machen sich fertig und der Vorgesetzte macht auch noch mit resp. fördert diese latente Unzufriedenheit

    -> Nervenzusammenbrüche, Burn-Out, Rettungsärzte - Einsatz in der Unternehmung, kein BR greift ein, kollektives Wegschauen, die totalitäre Leere in den Gesichtern

    Das für mich Traurige war, trotz gutem Entgelt und interessanten Aufgaben zerstören sich die Menschen, ich könnte einen ganzen Roman schreiben über diese zerstörerischen Verhaltensweisen in Unternehmungen, rechtfertigt Geld & persönliche Desillusion die Vernichtung von anderen Menschen (Projektion)

    Früher habe ich nicht so empfunden, oder habe ich das besser weggesteckt, war weniger sensibel? Nein, glaube ich nicht, habe einige Bücher über Resilienz durch, empfinde ich nur noch als Humbug und Theoriegeschwafel von irgendwelchen Schreibfuzzis.

    Druck in der Brust, Herzschmerzen (psychosomatisch) kenne ich auch, durch Sport konnte ich dies vertreiben, und ja, auch weil ich aus der Arbeitssituation raus bin, trotz aller Probleme die dadurch entstehen.

    Die Frage war, sollte ich trotz (anhaltender) psychosomatischer Schmerzen, Psychoterror (jeder gegen jeden, Mobbing gegen mich persönlich war das nicht, sondern nur ein Mix aus Sadismus / Masochismus und Desillusionierung aller Kollegen in der Abteilung) mich weiter an den job klammern?

    Für mich habe ich eintscheiden - NEIN -, und es ist gut, kein "GELD" der Welt ist es wert, dass ich mich ruiniere.

    So denne, ich gehe jetzt erstmal joggen und das Hirn lüften.

    Guten Wochenstart, tian

    Hallo Jürgen,

    danke für Deine Anmerkungen, bedingungslose Aufgabe (Kapitulation) ist sehr sehr wichtig, ich begreife das immer mehr.

    Meine Aussage mit 20 Jahren trocken usf. war nicht wirklich glücklich gewählt, ich habe nochmals darüber nachgedacht, prinzipiell sollte es sein Ziel sein zufrieden zu sein (im JETZT) und demnach auch in der Zukunft, das gleiche gilt auch für Menschen ohne Suchtproblem, wobei ich bezweifle, dass es solche Menschen gibt.

    Unglücklich werden kann jeder, es gibt immer Gründe, die ein Auslöser werden können, Krankheit, Scheidung, Geld ... die Erwartungshaltung "ich saufe nix", also werde ich zwangsläufig glücklich, stimmt so natürlich nicht.

    Ich muss noch vieles realisieren, bei vielen Trockenen hat sich explizit die Frage gestellt: Weiter saufen oder leben, warum: Weil der Körper schon fast am Ende war, die Psyche und die Seele sowieso. Also, die saufende Grübelzeit mit all den Leiden und Dramen war nicht mehr drin, weil der Tod bei Alkoholzufuhr schnell eingetreten wäre.

    Da gibt's dann nur Antwort A) oder B), Saufen oder Leben!

    Genau dahin wäre ich auch gekommen, evtl. erst in 15 Jahren, oder doch in 5 Jahren, das ist so ein verflucht schleichender Prozess... und hier ist die Krücke, und deshalb kommen auch erst meist Menschen in eine online resp. REAL-SHG (sind so meine bisherigen Erfahrungswerte), welche sich die ultimative Lebensfrage stellen mussten - Saufen oder Leben.

    Was ist mit den Menschen, denen sich diese Frage (noch) nicht stellt, zumindest nicht sofort, das sind die tickenden Zeitbomben, ergo meiner einer, macht's auch nicht einfacher, ..., muss darüber mal nachdenken.

    Danke für all die Anregungen, irgendeiner hier hat vom Pull - Prinzip gesprochen, ja, dat finde ich juuuut. :wink:

    Ich wünsche euch allen ein feines Wochenende, tian

    Hi zusammen,

    die großen Erfahrungswerte wie viele hier bezüglich der Nüchternheit habe ich noch nicht, insofern ich (erst) knapp 4 Monate in diesem "positiven" Befinden lebe.

    Verzichten (abgesehen auf Alkohol) möchte ich auf die meisten Dinge nicht, Verzicht auf Hobbies würde für mich eher der Wegbereiter für einen potentiellen Rückfall sein.

    Beispiel: Ich treibe sehr viel Sport (auch zu nassen Zeiten), wenn nun Menschen in meiner Umgebung trinken, so ist das für mich überhaupt kein Problem, warum: Ich liebe Sport und zwar seitdem ich 5 Jahre alt bin und schon vor dem Alkoholtrinken resp. dem Problem und die alkfreie Sportzone gibt es fast nirgends, abgesehen von sterilen Fitness-Centern... und das ist nicht wirklich mein's.

    Ich kann Alkohol nicht aus dem Wege gehen, das Gift ist nunmal gesellschaftlich verankert, plakativ beworben, in jeglichen Lebensformen Bestandteil, Risikominimierung sehe ich zwar als wichtig an, aber nicht in Verbindung mit negativem Verzicht.

    Theater beispielsweise liebe ich sehr, mei, für mich absolut o.k. wenn dort getrunken wird, generell ist es o.k. für mich wenn die Menschen trinken, viele können dies ohne Suchtverhalten und gut so. Ich kann's eben nicht, aus.

    Nehmen wir an, ich verzichte auf Theater, weil im Foyer getrunken wird, und dann, schalte ich eventuell den TV an und sehe saufende Menschen, verbunden mit Glück / Leid, ja super... Ich bin Tatort-Fanatiker, ihr müsst mal hinschauen, in "jedem" Tatort wird gesoffen, wirklich in jedem... ist mir früher nie so aufgefallen, soll ich deshalb den Tatort ausschalten?

    Meine Risikominimierung, welche für mich realistisch erscheint:

    -> Kein Umgang mit Säufern resp. Veranstaltungen mit solchen
    -> Bar's in denen ich früher verkehrte sind tabu
    -> Positive Gedanken - aus kritischen Situationen verschwinden

    Alkohol meiden bedeutet für mich keine Flucht resp. Verzicht, sondern vernünftig und "wahrhaft" leben.

    Ich habe lange Zeit in einer Liga Fussball gespielt, mit exorbitant hohen Alkoholkontakt /-Konsum, wäre ich 15 Jahre jünger, also noch aktiv im contest, das wäre ein Problem, denn das hieße Alkoholverzicht vermutlich dass ich mit Fussball aufhören muss, weil Trigger, die Konfrontation mit Alkohol ins Bodenlose gegangen wäre.

    Grundbausteine finde ich gut & wichtig, nichtsdestotrotz, ich kann nicht nach einer Liste leben, Haken dran und alles ist juuut, jeder muss seinen Weg finden und dieser ist einzigartig, was dem einen hilft ist dem nächsten ein Graus, just life - welcome.

    Wenn ich eins bisher hier (für mich) gelernt habe, ebenso in einer Real-SHG:

    -> Verschiedene Individuen - verschiedene Wege
    -> Grundbausteine individuell angepasst = sehr wichtig
    -> Grundtenor bei Langzeit-Trockenen (mit wenigen Ausnahmen) ist ein positives Lebensfazit

    Diesen Tenor der Langzeittrockenen möchte ich mich gerne irgendwann anschließen, schön wäre das.

    Wäre ich 20 Jahre trocken und bin ein (reflektierter) verbitterter ängstlicher Mann mit Angstpotential vor Alkohol und allen Assoziationen, ja, dann, wäre dies nicht mein Weg gewesen und es ist gleich ob ich lebe oder mich totsaufe.(weil der Lebensinhalt identisch ist)

    Viele Grüße, euer Tian

    Hi liebes Forum,

    bei mir alles o.k. soweit, jeden Tag gibt es einige Minuten, auch mal 2 - 3 h in denen ich schwer ins Nachdenken komme, Saufdruck, nein, ich denke nicht wirklich, das sind eingeschliffene Muster einfach, Langeweile habe ich früher des Öfteren mit guten Dingen eliminiert, d. h. ein Buch gelesen, Sport, Freunde getroffen usf., manchmal jedoch mir "sinnentleert" einen reingebrannt, meist Bier, der große Schnäpsler war ich nie, aber spielt das eine Rolle?

    Dekadent, ich wohne hier in einem schönen, aber auch relativ bekannten Partyviertel, derzeit ist bspw. ein Markt, war dort vorhin Obst einkaufen, gut frequentierte Schnapsstände gibt's dort auch, Stichwort "Spezialitäten", war das ein Trigger - NEIN -, allerdings ist es für mich schon krass, dass es unter dem Deckmantel der Spezialität legitim ist um 11:00 Uhr Schnaps zu konsumieren.

    Trinkgewohnheiten, ja, die Geschichten mit heimlich einkaufen, Depots anlegen, nein, das war bei mir nicht der Fall, aber imho kurz davor, mein Konsum ist gestiegen in den beiden Jahren vor meiner jetzigen Nüchternheit, schleichend, auffällig war eben:

    - Kontrollverlust beim Trinken (nicht immer - aber immer öfters)
    - Zum BierCHEN ist ein Weisswein hinzugekommen
    - Probleme wurden nicht verarbeitet, sinnlose Wochenende mit Kater vom Freitag, tlw. auch Samstags noch gebechert, Kater weg, aber der Sonntag war dann hart

    Mei, das ist eine Endlosschleife mit dem Alkohol & der Aufzug kann nur nach unten führen...

    Ja, der Gedanke "KT", mmmmh, würde bei mir nicht funktionieren, evtl. ein paar Wochen / Monate, aber dann wäre ich wieder mittendrin im Suff & im alkoholischen Denken. Wichtig: Selbst wenn es funktionieren würde, ich möchte es nicht, allein dieser Gedanke, ich muss mich kontrollieren um zu saufen, ja, was ist denn das für ein Zwang, grausam.

    Jetzt, nach fast 4 Monaten Nüchternheit sehe ich manche Dinge wieder klarer, sei es nun mein letzter job mit einem soziopathischen Vorgesetzten, sei es mein Leben generell, sei es der Anblick einer Blume, mitunter sind es die kleinen basics, welche mir richtig Spaß machen, im Gras spazieren, tief Atmen, "echte" Freude empfinden.

    Ich für mich glaube, dass ich akzeptieren muss, dass ich manche Dinge nicht ändern kann, ich würde es so gerne, mehr Frieden und Zufriedenheit in der Welt, eine Weltseele die auf Demut, gesunde Neugierde, Zusammenhalt beruht, aber ich kann das nur für mich selbst umsetzen und somit ein feines Mini-Rädchen im Gesamtgefüge werden.

    Ebenso muss ich damit umgehen, dass unser System hier auf Antagonismus und nur die harten kommen in den Garten beruht, wer dieses Leben führen kann und möchte, akzeptiert, ich kann es nicht.

    Der Weg ist nicht zu Ende, dies ist ein Anfang, ein Aufbruch in eine gesunde & zufriedene Zukunft.

    Grüße, tian

    Liebe Eni,

    erstmal viel viel Kraft für deine kommenden Aufgaben, ein Doppelzimmer, why not, vielleicht lernst Du einen positiven Menschen kennen, auch das soll es geben.

    Vor dem Unbekannten hat man immer ein wenig Angst, ich bin überzeugt, dass es alles richtig (für Dich) und sinnvoll ist.

    Hab' eine gute Zeit, tian

    Liebe Claudia,

    danke schön für deine Zeilen, schreiben befreit einfach, ein schöner Baustein auf dem Weg der Trockenheit.

    Gestern war ich in der Tat lange joggen (mache sonst Ausdauersport, aber mir Ball), die Kombination mit Natur ist göttlich, die Geräusche, die kleinen natürlichen Dinge des Lebens, habe längere Zeit die Enten beobachtet (na na, bin schon gerannt, aber man darf sich ja ausführlich dehnen!), die Ruhe - phantastisch.

    Stille vermisse ich in unserer Welt, fernab von "Beschleunigung" und pseudo-Hektik, dieser künstliche aufgebaute Druck von außen (sei es nun beruflicher oder privater Natur) hat auch seinen Teil dazu beigetragen, dass ich krank geworden bin.

    Es sind die kleinen Dinge welche mir Kraft geben, gute Freunde, meine Freundin, trotzdem darf ich nie vergessen, dass die wahre Kraft in meinem Innern liegt, schlussendlich darf meine positive Energie nicht von äußeren Einflüssen abhängig sein.

    Im Jetzt zu leben ist ein schöner Gedanke, nur die Umsetzung ist ein lebenslanger Weg, schon Jesus, Buddha, Krishnamurti, Tolle usf. empfohlen, aber yo, sooo einfach isses nüt zu realisieren.

    Merci für so allerlei hier, liebe Forum, tian

    Hallo Matthias,

    toll, dass Du eine so empathische Frau hast, die deine Nüchternheit ebenso ernst nimmt wie Du.

    Ich glaube sehr das ist nicht selbstverständlich, meine Freundin ist zum Glück ähnlich, charakterlich usf. die beste Freundin, die ich mir vorstellen kann, in nassen Zeiten & in trockenen Zeiten. (hat sie irgendwie auch verdient, dass ich derzeit nüchtern lebe, keeene Ahnung wie die Dame meine Exzesse ertragen hat)

    Internet - Provider & Werbung, yo, des Kaisers neue Kleider... :lol:

    Grüße, tian

    Guten Morgen liebes Forum,

    ich werde jetzt wieder mit regelmäßigem joggen anfangen, bei mir ist ein großer Park in der Nähe, dort kann ich mich wunderbar austoben. Sport generell mache ich sehr viel (10 - 15 h / Woche), aber regelmäßiges joggen stand noch nicht auf der pipe, zumindest nicht sooooo regelmäßig.

    Die No. 1 derzeit ist meine Nüchternheit, weiter Strecke machen, Stimmungsschwankungen aushalten.

    Ich denke mir, mit dem Griff zur Flasche habe ich mein Leben aufgeben, sozusagen kapituliert, diesmal kapituliere ich vor dem Alkohol, sodass mein Leben wieder aufblühen kann.

    Ich muss lernen mit der Gesellschaft zu leben, nicht immer einfach, erhöhte Sensibilität bedingt eben auch erhöhte Achtsamkeit.

    Ich wünschen euch einen guten Tag, tian

    Hi zusammen,

    icke nochmals, mei, dass man hier im Forum die Rechtschreibfehler nicht nachträglich ändern kann, hat schon was. :lol:

    Bei mir war es oft so, dass ich Dinge tagsüber in dem Gedanken "abends eine gute Flasche vino usf." weggesteckt habe, nach dem Motto: "Den Tag überstehen und sich abends etwas gönnen", das fällt nun weg, klar.

    Bei mir war es oft so, dass ich abends beim Sport war und danach noch Wein + 2-3 Bier getrunken habe, sozusagen der doppelte Endorphin / Dopamin Kick, am Morgen danach ging es mir mal gut - mal weniger.

    Mein Muster ist seit knapp 20 Jahren das gleiche, bei Problemen erhöht sich der Alkoholkonsum (kurz vor meiner Nüchternheit beruflicher Natur über einen gewissen Zeitraum), bisher haben sich die Probleme immer wieder einigermaßen aufgelöst, dann sinkt der Konsum, neue Probleme ... eine Rekursion ohne Abbruchbedingung. Wobei - jetzt ohne Alkohol ist das erstmal gestoppt.

    Zu lernen das die Welt nicht funktioniert wie ICH möchte, ja, theoretisieren kann ich wie ein Bär, aber ich möchte das es KLICK macht, dass ich es einfach in mein Leben integriere. Egal wohin ich gehe, ein Ar*** ist immer da, Gelassenheit ist sicherlich wichtig & hilfreich.

    Mir kommt es einfach so vor, dass sich in den letzten Jahren das EGO der Menschen noch mehr verstärkt hat, die totalitäre ICH-Bezogenheit gepaart mit einer Ignoranz dem Leben und den Anderen gegenüber. Vorname: Mehr; Nachname: Noch mehr!

    Grüße, tian

    Guten Morgen ihr Lieben,

    soweit alles in Ordnung bei mir, ich bin ohne Alkohol ausgeschlafen, der Schlaf reguliert sich, mir erscheint es so, also ob sich der Körper von dem unruhigen Schlaf erholten, welchen ich ihm jahrelang zugemutet habe.

    Es gibt Stunden in denen es mir sehr schlecht geht, bricht einiges hervor, aber ich weiß genau - es endet wieder, das gibt mir ein wenig Kraft.

    Stichwort Outing in der Öffentlichkeit / Freunden gegenüber, ja, bei Freunden habe ich eher weniger Probleme, meine Freundin weiß und untererstützt meine Nüchternheit (hat von selbst ihren Alkoholschrank entrümpelt), soweit so gut. Bei Bekannten / Menschen, die ich nicht so gut kenne, tue ich mir noch sehr schwer, so im Hinterstübchen habe ich auch einfach Angst, dass ich mich oute und dann doch wieder saufe, also die Vorwegnahme des Scheiterns, klar, diese Gedanken sind nicht zielführend, aber so einfach abschütteln geht einfach nicht.

    Ansonsten, viel Sport, Natur & möglichst viele schöne Dinge tuen um den Akku aufzuladen, beruflich habe ich die letzten 2 Jahre einiges durch, aber im öffentlichen Beruf möchte ich dazu nichts schreiben. (Stichwort: Wiedererkennungsgefahr)

    Ich wünsche "uns" allen eine gute Woche, tian

    Liebe Sonja,

    ich möchte Dir nicht zu Nahe treten, aber irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl, dass Du doch noch trinkst, schämen musst Du dich, falls es denn so sein sollte, sicher nicht.

    Schließlich sind wir hier ein Selbsthilfe-Forum.

    Viele Grüße & Alles Gute wünscht tian

    Hallo Eni - hallo zusammen,

    erstmal Guten Morgen, mir geht's soweit recht gut, ich habe meine Eltern besucht, welche derzeit in Urlaub sind, das war schon sehr bewegend, bezüglich Alkohol habe ich mit ihnen geredet und gesagt, dass ich damit aufhörte und an meiner Nüchternheit arbeite. Das wurde sehr gut aufgenommen, und das ist auch schön so, ja, meine Eltern haben früher so einiges mitbekommen (ist zwar schon lange her, aber das ich nur schwerlich mir Alk umgehen kann, wußten sie). Insofern - alles okay.

    Derzeit brechen bei mir viele Erlebnisse aus der Vergangenheit hervor, manche sind sehr schön, manche sehr belastend, ich glaube, ich habe mich meinen Schatten die letzten Jahre sehr verschlossen respektive mit Alkohol ausgehebelt - benebelt.

    Früher wurde ich Lebemann und Sonnenschein genannt, ja, war das wirklich ich, NEIN, ich war es nicht, das war tian gepresst in die Hülle der anderen Menschen und in meinem eigenen Narzissmus habe ich mich darin gesuhlt, getrunken, zuviele Affären gehabt usf., es lief ja alles, job und finanziell wunderbar, damit verbunden Annehmlichkeiten wie schöne Wohnung, Geldverschwendung, Pseudo-Selbstsicherheit, Bestätigung von außen. Nur auf mich habe ich nicht geachtet, dachte, es sei ein Dauerläufer, unwiderruflich oder habe es mir zumindest eingeredet.
    Mit der Nüchternheit derzeit schmerzt das sehr, die trügerische Sicherheit, mei, die gibt es einfach nicht, wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. (BF)

    Ich versuche derzeit in kleinen Schritten vorwärts zu gehen, d. h.

    - keinen Alkohol, an der Nüchternheit arbeiten
    -- Online SHG wie hier, Real-SHG
    -- Sinnvolle Dinge tuen, Sport, Tagebuch schreiben wieder intensivieren
    -- Mich mit lieben Menschen umgeben

    Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich das Gefühl (hoffentlich trügt es nicht), dass ich wirklich nüchtern leben möchte, also nicht zeitlich limitiert oder hin auf irgendetwas und dann wieder zuschlage, ja, ich sage nicht für immer, ich probiere es mit der 24 h Nüchternheit und das funktioniert derzeit.

    Danke das es euch gibt, tian

    Liebe Eni,

    durchhalten, das sind die Kernpunkte unserer Trockenheit, wie leben wir mit Freizeit "ohne" Saufen.

    Es gibt viele schöne Dinge welche man unternehmen kann, wie wäre bspw. ein VHS-Kurs besuchen, kostet nicht viel & meist lernt man sympathische Menschen kennen oder auch an einer Laufgruppe teilnehmen.

    Yip, icke kenn's, die Zeit sinnvoll nutzen ist nicht einfach, trotz glücklicher Beziehung und vielen Hobbies ist mir das in der nassen Zeit nicht immer gelungen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft & Sinnhaftigkeit für die nächsten Tage / Wochen / Monate + Jahre, Grüße, tian

    Guten Morgen liebes Forum,

    am gestrigen Tag bin ich sehr ins Wanken geraten, Anflug von Depression und kreisenden Gedanken, früher habe ich mich in solchen Situationen betäubt, einfach mal mit Sprit weggedämpft die negative Schwingung, ab ins Kunstparadies. (und morgens folgend in die Seelenhölle)

    Das Gute: Heute ist die Welt für mich wieder ganz o.k., einfach den Schmerz aushalten, ist für mich ja neu, nicht der Gedanke, aber mal länger als 10 Tage ohne Alk Schmerzen ertragen, bin bspw. therapieerfahren und ich gehe davon aus, dass die Therapie auch in dieser Zeit sehr sinnvoll für mich war, da ich ins Reflektieren gekommen bin und mich zeitweise auch sehr gut fühlte, jedoch:

    Der Alkohol wird jegliche Sebstbestimmung zerstören und letztendlich auch die guten Seiten und die erarbeitete Freiheit resp. den Weg der Selbstverwirklichung als Fassade erscheinen lassen, nur eine Frage der Zeit.

    Ich wünsche euch allen einen schönen Tag, tian