Liebes Forum,
so, auf geht's in eine Woche, derzeit ist vieles neu in meinem Leben, auch ein Anfang - ein Weg - keine Betäubung mehr, keine Ausreden, kein Selbstmitleid, keine spöttische Ironie mehr, Dinge welche mich krank machten.
Bewußt leben & Achtsamkeit, viel darüber gelesen in den letzten Jahren, doch trotz praktischer Tipps selten umgesetzt, ganz einfach, weil die alten Muster mit Alkohol unwiderruflich unauflösbar werden.
Neulich hat ein Mensch, der schon sehr lange trocken ist, in der SHG von mir gesagt: Es gibt zwei Dinge im Leben, die ich richtig gut getan habe, (1) meine Kinder, (2) in die SHG zu gehen ...
SHG ist für mich sehr sehr wichtig geworden, schon in kurzer Zeit, die Maskierung der Gesellschaft hat mich schon immer sehr verstört und ich habe mich darauf eingelassen, dann revoltiert, dann ..., in der SHG habe ich einen geschützten Rahmen und die Masken fallen weg, das ist einfach sehr sehr schön.
Ohne Alk muss ich viel Grundsätze von mir neu überdenken, bin sozusagen gezwungen dazu (Zwang hier nicht negativ), Trocken zu werden bedeutet für mich die grundsätzlichen Fragen für mich zu lösen resp. lebenslang daran zu arbeiten:
Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem?
Wenn ich mich ändere, dann ändert sich die Welt, und mit selbstmitleidigen Theoriegeschwafel werde ich gar nix ändern, in Alkohol neigte ich sehr gerne dazu. Hier mal nüchternes Theoriegeschwafel: Seit Jahrtausenden schafft es der Mensch nicht die Leiden zu beenden, Politik wird's nicht lösen, die Kirche nicht, die Bildung auch nicht (Bildung ist seit 50 Jahren das Zauberwort, klappt och net)... Was bleibt, ich als einzelner möchte zufrieden & nüchtern leben, dann mache auch im großen Ganzen die Welt ein Stückchen besser.
Die gleichen Gedanken, übersetzt im Suff: Leckt mich doch am Arsch, Wi**er alle, schei** Gesellschaft, ..., Moni - mach' mir noch n kurzen Schnapper für die Kehle, Dummheit frißt und Intelligenz säuft, gelle
Viele Grüße, tian