Hallo Leo
Ja, das habe ich, alle Feierlichkeiten, Einladungen wo ich wusste das getrunken wird. Einzig ich war in Ferien im Restaurants. Silvester zu Hause verbracht, war allgemein sehr zurückgezogen, viel zu Hause, arbeiten, in der Natur, habe aber nicht gelitten dadurch. Wissend, es ist für ein "höheren" Zweck
und absolut notwendig. Vor allem in den ersten Monaten hat es mich sehr getriggert, wenn jemand in meiner Anwesenheit getrunken hat, was selten war, aber ich habe es bemerkt. Da es ein unangenehmes Gefühl ist, das ich nicht wollte, habe ich es vermieden. Jetzt ist es schon länger nicht mehr so, aber ich bin so gut wie nie mit Trinkenden Menschen zusammen. Macht mir das Leben einfacher. Ich setze neue, andere Prioritäten was mein Leben anbelangt... für mich musste das sein. Zu oft habe ich probiert aufzuhören und habe aber weiter gemacht wie bisher, da war ich nie lange abstinent. Ist einfach so, nur aufhören zu trinken, hat bei mir nicht gereicht.
Viel Erfolg und Durchhaltevermögen wünsche ich dir !
Beiträge von Dhyana
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Hallo Karsten, das geht nicht sind über 1000 km .... ist sowieso ein Un-Ding so weit zu fliegen für 2-3 Tage ...mMn
Zitatnormalerweisse würde ich ja immer sagen, wer mit mir zusammen sein will, muss in meiner Gegenwart auf Alkohol verzichten.
Aber sag, bleibt es so für "immer" ... du bist ja sehr lange trocken, ist das eine Sicherheitsvorkehrung? So weit habe ich noch nicht gedacht ...
am Anfang ist mir es so auch klar gewesen, später dachte ich lockere ich das etwas .... wäre nicht gut, deiner Meinung nach? Nur so eine Feier wird mir definitiv zu viel.
und wieder gute Nacht -
Hallo Carl Friedrich
Ja, aber ich glaube sie versteht die Konsequenzen nicht. Oder wie gefährlich so eine Situation für mich sein kann. Sie weiss, dass ich nicht mehr trinke, dass kein Alkohol mehr in meinem Hause ist. Wir sehen uns nur noch sehr selten. Ich werde es ihr erklären und meine Bedenken äussern. Allerdings erwarte ich wenig Verständnis. In ihrer Familie und wo sie herkommt trinkt so gut wie jeder und sie ist es gewohnt von zuhause her, ihr Vater trinkt auch einiges überm Durst, aber das ist halt so dort ... aber ein Alkoholiker ist er nicht, das sind nur die auf der Strasse ... so ihre Meinung. Hatte bis jetzt kein Bedarf und keine Gelegenheit das zu thematisieren... nun ist es wohl dran.
Gute Nacht Gruss
dhyana -
Danke, ja, das stimmt natürlich Karsten, es ist eine Frage ... gehört vielleicht mehr woanders hin... Möchtest du es in meinem thread verschieben?
Ich habe eigentlich keine Bedenken, dass ich trinken werde, jetzt und von hier aus, wohlgemerkt. Aber mir ist die Gefahr bewusst, an so einer Feier wird sicher viel getrunken, zu jeder Mahlzeit und zwischendurch, sie sind nämlich auch gern trinkende und ihre Freunde auch. Ich wäre dort auch noch in der Fremde, müsste Notfalls wieder weggehen und hoffen, dass dies möglich ist. Ich weiss, dass ich nicht hin möchte (mein Bedürfnis) und dies steht gegen den Wunsch meiner Freundin (ihr Bedürfnis), die überaus empfindlich reagieren wird .. und meine Gründe nicht verstehen wird.
Vielleicht ist es Zeit, zu merken wer mir wirklich freundlich gesinnt ist. Aber ich komme mir leider wie "schlecht" vor, weil ich ihren Wunsch abschlage, wegen mir, eigentlich aus gesundheitlichen Gründen. Hätte ich einen andere Krankheit und wäre in Therapie würde sie es eher verstehen. Schon verrückt ... ich zögere das Gespräch hinaus, weil ich nicht weiss, wie es ihr sagen, so dass sie nicht gleich ganz aus dem Häuschen fällt. Ich merke ich habe mehr Empathie mit ihr, statt mit mir, was nicht gut ist. Ich muss das bald klären, mit ihr. Bin schon etwas sortierter.
LG, dhyana -
Hallo
Ich weiss nicht ob es hier reingehört oder in meinem Thread:
Würdet ihr zu einer grossen 20 jähriger Hochzeitsfeier gehen, die im Osten stattfindet und Alkohol in Mengen präsent sein wird ? Ich bin dann knapp 1 Jahr trocken. Sie ist eine gute Freundin und ich war Trauzeuge... Ich befürchte sie wird sehr verletzt sein, wenn ich absage. Aber eigentlich will ich nicht hin ... weil dort viel getrunken wird.
Liebe Grüsse -
Liebe Freewell
Ich habe dein thread gelesen, du liest viel stabiler und entschlossener, das freut mich... bist auf guten Weg zu dir selbst.
Ich meine auch, so wie ich als trockene, nie vergessen werde (hoffentlich), dass ich süchtig bin, muss ich auch als CO genauso achtsam sein und bewusst bleiben. Änderungen sind möglich im Verhalten, wenn man sie nur will. Das gilt ebenso für den Partner. Nur er kann sich ändern.. mit therapeutischer Hilfe (Suchtherapie, Gruppen etc, mit Einsicht, Erkenntnis und den Wunsch es zu tun. Wenn er nicht will, kannst du nichts machen, ausser weiter für dich sorgen und ihn seinen Weg gehen lassen. Auch wenn es weh tut. Ist ja bei den eigenen Kinder auch so.
Liebe Grüsse und einen sonnigen Tag
Dhyana -
Danke Barthell
Schöner Gedanke mit der Brücke ... und man ist nicht nur nicht alleine, sondern ich kann die Brücke immer mehr flicken und instand setzen, die "Arbeit" an mir sozusagen, damit die Brücke nicht weiter zerfällt.
Angst ist vielleicht das falsche Wort, das ich benutzt habe. Ich beschäftige mich nur gerade mit der Rückfallvermeidung, merke aber das es keinen Sinn macht zu verstehen, warum manche rückfällig werden. So wie mich auch kein Besuch einer Gruppe von einem Rückfall schützen kann. Ich dachte ich kann daraus lernen, selbst nicht die gleichen Fehler zu machen. Sinnvoll finde ich, mich jeden Tag von neuem an die Grundbausteine zu halten, achtsam zu bleiben und nicht leichtsinnig zu werden. Ob ich in einer realen Gruppe gehe oder mich schriftlich mitteile, ich bleibe am Ball.
Gute Zeit dir ! -
Danke Hartmut !
Habe mir auch noch Gedanken gemacht...
die Angst ist da, wenn ich mich nicht gefestigt fühle in meiner Abstinenz, wenn ich denn Alkohol vermisse, wenn meine Nüchternheit mir wie ein Schwert vorkommt, wenn ich noch nass denke ... ?Ich bleibe achtsam, habe auch Respekt vor dem "Rückfall" weiss, dass er jedem und jederzeit möglich ist, aber solange mir keiner Alkohol einflösst mit Gewalt und ich nicht trinken will, fühle ich mich sicher..
Wenn ich nicht mehr achtsam bin, wenn ich "vergesse" was passiert beim trinken mit mir ... vergesse, dass Alkohol nichts schöner oder leichter macht, sondern ganz schlimm ... kurz gesagt wenn ich vergesse, dass ich alkoholkrank bin -
Habt ihr Angst vor einem Rückfall?
Viele besuchen eine SHG u.a. weil gesagt wird das schützt gegen das grosse Vergessen ? Ist das wie ein Placebo Effekt, was meint ihr ?
Ich hadere noch mit mir, ob ich eine reale SHG brauche. Ich fühle mich sicher, bin sehr überzeugt nie wieder zu trinken, vermisse den Alkohol gar nicht. Mir gehts sehr gut ohne...
sind gerade meine Gedanken .. war es das, oder wie geht es weiter...
schönen Tag wünsche ich -
Morgen Rennsemmel, habe deinen Beitrag gelesen und finde es sehr stark von dir, trotz deines trinkenden Partners abstinent zu leben.
Ich persönlich hätte ein Problem damit und würde mich wohl eher entfernen und auf Abstand gehen. Zu meiner Sicherheit und weil mir meine Nüchternheit sehr wichtig sind. Wenn er meint kein Problem zu haben, könnte er nicht nur ausser Haus trinken oder mal versuchen eine paar Wochen ohne Alkohol zu leben ... so als Test, wie es steht mit seinem Glauben, dass Alkohol kein Problem ist ?
Liebe Grüsse -
Ich habe freiwillig Hilfe gesucht, keiner hat mich gezwungen.
Alles Gute dir! -
Ich bin seit 41 Wochen (10.8.18) ohne Rückfall und fühle mich trocken seit ein paar Monate, so nach Neujahr. Ich denke nicht mehr ans trinken in Situationen in denen ich früher zu 100 % getrunken hätte. Doch, einmal hatte ich dieses Gefühl im April und habe dann den Ort verlassen, weil es mir zu unsicher war und Alkohol rumstand in einem fremden Wohnung. Ich finde ich habe sehr trocken reagiert, obwohl ich anfangs das Gefühl hatte fortzurennen.... zu meiner Sicherheit.
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Zitat
Wo ist der Unterschied zwischen menschlicher Hilfe und Co-Abhängigkeit ?
Meine Gedanken dazu:
Ich kann helfen, wenn ich selbst gesund bin, wenn ich mich dabei nicht selbst verletze, nicht über meine gesunden Grenzen gehe.
In der Co-Abhängigkeit versuche ich den anderen zu retten und gehe dabei selber runter. Weil ich selbst hilfsbedürftig bin. Wie zwei Menschen, die beide nicht schwimmen können und schwimmen lernen wollen. Sie springen ins Wasser, wollen sich gegenseitig helfen, aber beide werden ertrinken, wenn sie Pech haben. Sie brauchen zuerst erfahrene Schwimmer, die ihnen das Schwimmen beibringen. -
liebe FreeWell, danke für deine Erklärungen ... huh das ist hart, bin da ganz der Meinung von sunshine.
Gibt da ein Spruch von Buddha glaube ich, der mir beim lesen eingefallen ist: "Rette du dich, keiner sonst kann es für dich tun !"Was Freiheit anbelangt, für mich ist es auch ein höchstes Gut. Mich zu befreien, mich zu lösen war, als ob eine Riesen Last von mir abgefallen ist. Endlich nur noch für mich verantwortlich zu sein ... ich ging Tag für Tag leichter und befreiter durchs Leben, mit einem lächeln. Aber auch ich musste erst ganz unten sinken, mein Leid wurde so unerträglich gross, ich befand mich in einem tiefen, dunklen Tal ... dann erst konnte ich loslassen... und sah langsam vor mir, die Lichtung, den Horizont. Es ist kein schneller Weg und auch kein leichter, aber es ist zu schaffen.
Ist ein Prozess, eine Entwicklung, um aus der Angst in die Freiheit zu kommen. Möglich ist es allemal und ich würde dir empfehlen, dir jede Hilfe zu holen, die du brauchst. Angst hatte ich auch, der andere würde es nicht schaffen ohne mich, mein Mitgefühl war gross, für ihn, aber nicht für mich, die ja auch litt... aber ich war es gewohnt zu leiden (Kindheit), mich Sorgen um andere zu machen (Kindheit), für andere da zu sein (Beruf Krankenschwester) ... ich hatte nur Augen und Trost für andere. Das es mich auch gibt und ich Bedürfnisse habe, die da sein dürfen, auch wenn sie dem anderen nicht gefallen ... das kannte ich nicht. Aber ich habe es gelernt und du kannst es auch, ganz bestimmt.
Bleib bei dir, habe dich lieb! Viel Kraft und Geduld und Durchhaltevermögen wünsche ich dir ! Denk ans Lichtvolle, wenn es dunkel um dich wird... es geht vorbei.
Sonnige Grüsse
Dhyana -
Noch was
... in Liebe loslassen ... wäre das ein Satz für dich? Klammere dich nicht mehr an ihn... so wie er sich verhält, tut es dir weh und jeder "normale" Mensch würde sagen, nicht mir mir, bei aller Liebe, so nicht .. Warum er so handelt, ob Narzisst oder was... löst nicht das Problem, und es ist auch nicht deins. Zieh dir den Rucksack nicht auch noch auf deine Schultern an. Er ist kein Kind mehr, er muss Erwachsen werden... wenn er will. Du bist auch erwachsen und hast die Freiheit zu entscheiden, in Liebe loszulassen oder weiter zu machen in dem Spielchen.
Ich denke da auch z.B. an meine Kinder ... die muss ich auch loslassen und sind mir viel näher als ein Partner.
Loslassen kann man lernen. -
liebe FreeWell, hat er jetzt gerade anrufen ? Ich dachte er trinkt nicht mehr, so habe ich es verstanden. Macht er Therapie, beschäftigt er sich mit der Sucht? Das muss er tun, m.E. sonst keine Chance. Nur nicht trinken, langt bei weitem nicht. Dann bleibt es ein Verzicht, er wird es vermissen, bleibt griesgrämig und ein Kind in der Opferhaltung. So kam ich mir zumindest vor, als ich trank und anderen die Schuld und die Gründe für mein Trinken gab.
Klar, wer es besser er ruft den RTW, aber immerhin will er Hilfe. Ich würde sagen, hinfahren würde ich ihn und ihn dort übergeben, ja. Mehr aber nicht. Würde ich so machen, wenn mich jemand bittet der in Not ist und nicht die Kraft findet sich selbst zu bewegen. Aber dann lasse ich ihn los, dort im Entzug, ist er ja auch in guten Händen. Was er daraus macht, bleibt ihn überlassen.
Kennst du das innere Stop Schild? Immer wenn du anfängst, über ihn zu Sorgen, zu denken hole es hervor, sage dir Stop ... mache was anderes, lenke dich ab, mit positiven. Es ist dein Leben und es ist sein Leben.
Du kannst dir auch Hilfe holen, es gibt viele SHG für Angehörige, es hilft unheimlich sich auch mal life auszutauschen. Denke an dich, du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Handle nicht gegen ihn, sondern für dich. Irgendwie geht es immer weiter.
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Kann es sein das ich aus einer anerzogener co Abhängigkeit in die Abhängigkeit gerutscht bin ... so kommt es mir vor. Mein erster Freund und späterer Mann, habe ich mit 16 kenngelernt, in einem Schulskilager. Er war betrunken und lag im Schnee, bei eisiger Kälte. Ich habe ihn auf die Beine geholfen und ihn ins warme gebracht. Hmm, bin schwer am überlegen... Vielleicht spielt es aber auch keine Rolle mehr.
LG -
Guten Morgen,
ich bin auf das Thema aufmerksam geworden, weil ich mich gefragt habe, ob ich meinen Mann co abhängig gemacht habe oder ob er es schon vorher war. Eben so die Frage, nach dem Ursprung der Co Abhängigkeit. Wir hatten letzte Tage ein Gespräch, wo rauskam, dass wir beide, das Gefühl hatten, auf den anderen wie auf einen Kind aufpassen zu müssen und ihn deshalb nicht im Stich lassen konnten. Er hat sich für mich verantwortlich gefühlt und ich für ihn. Und beide für unsere Kinder. Und keiner lebte ein glückliches Leben.
Je mehr ich beobachte, um so mehr co abhängig. Verhalten erkenn ich bei ihn und bei mir.
Z.B. er ruft an und fragt mich : soll ich nach Hause kommen (von der Arbeit) oder noch ein paar arbeiten erledigen? Ich antworte musst du wissen. Er: Ja was machst du, bist du zuhause? Ich: Ich bin im Wald spazieren. Er: oh ja, dann ich komme dir nach.
Versteht ihr was ich meine oder bin ich übertrieben?
Oder ich arbeite an mir, lese, reflektiere, verändere. Er nicht, er hofft, es ändert sich von allein, getrennte Zimmer würden langen. Nun merkt er aber, dass er sich leer fühlt und einsam. Ich bin ja nicht mehr bedürftig, ganz im Gegenteil.
Ich habe für mich beschlossen, eine Psychotherapie zu machen, weil vieles aus meiner Vergangenheit, Kindheit, die Ehe meiner Eltern, hochkommt und ich es in Verbindung bringe mir meiner Ehe und wie wir sie gestaltet haben. Ich erzähle ihm das und frage ihn, ob er auch interessiert wäre .. obwohl ich es ja primär für mich machen möchte. Da ich aber weiss, das es ihn genauso betrifft, und glaube, dass es ihm gut tun würde, frage ich ihn auch. Ist das nun einfach nett von mir oder gehe ich schon wieder zu weit, mit meiner Einladung an ihn mitzumachen? Mich würde eure Meinung interessieren. Er hat ja gesagt, übrigens, er käme gerne mit. Ob wir dann gemeinsam oder getrennt Therapie machen oder beides, wird sich zeigen, nach dem Gespräch mit dem Therapeuten, denke ich mir. Ich schrieb ja, und weiss er muss es wollen und er will auch, aber er ist so einer der nicht den Schritt macht. Ich habe ihn, als ich noch trank, empfohlen zu den Angehörigen AAA zu gehen. Ich habe mich mit mir und mit ihm beschäftigt, süchtig, abhängig und co abhängig. Irgendwie verrückt. Zumindest erscheint es mir so, vielleicht denke ich auch zu kompliziert. Darum strebe ich die Therapie an.
liebe Grüsse, Dhyana -
Hallo zusammen
Bin über eurem Thema gestolpert und finde es sehr interessant.
Ich bin beides, als Tochter eines Alkoholikers, Co. in einer dysfunktionalen Familie geboren und habe später selbst zum Alkohol gegriffen, bis ich süchtig wurde. Meine Mànner In meinen Leben haben viele Co Eigenschaften, war 2 mal verheiratet. Ich bin bald seit 10 Monaten trocken.
Ich wollte so (trinkend) nicht mehr leben, in meinem Elend, der durch Alkohol verursacht wurde. In dieser Opfer Haltung mit den Gedanken die anderen sind Schuld/ meine Eltern/ die Kindheit/ mein Mann der mich nicht versteht/ nicht liebt/ liebe ich ihn/ ist das Liebe ? ... ich wusste gar nichts mehr.
Ich fühlte mich verantwortlich für alles, übernahm das Meiste im Haushalt, organisierte die Ferien, die Freizeit, sämtliche Termine, baute nebenher meine Selbstständigkeit auf, arbeitete viel und trank abends ... bis ich merkte ich klappe bald zusammen. Ich las viel im Forum und nach etlichen Versuchen aufzuhören, kontrolliert zu trinken, habe ich eingesehen, dass ich den Alkohol nicht kontrollieren kann, gestand mir süchtig zu sein. Habe viel nachgedacht, viel reflektiert über mich und mein Verhalten, und viel geändert bei mir, aus eigenem Entschluss.Und jetzt komme ich zum Punkt, zu dem was du schreibst FreeWell:
ZitatIch dachte, wir schaffen das gemeinsam. Nur im Moment sieht es so aus, dass ich gleichzeitig auch heilen will und dadurch mein Verhalten schrittweise ändere, ihn damit unglaublich wütend mache, er fühlt sich verletzt und verletzt damit mich, da er mir ALLE Worte im Munde rumdreht. Eine normale Kommunikation ist nicht möglich.So scheint es doch, dass ein gleichzeitiger Heilungsprozess von Alk und CO innerhalb einer Beziehung nicht geht, da ja bislang funktionierende Schemata aufgelöst werden und noch keine neue Möglichkeit des Umgangs trainiert werden konnte. Es geht also anscheinend nur mit deutlichem Abstand.
Ich glaube, da ist was dran.
Ich habe Abstand genommen zu vielem, aus meinem Bauchgefühl heraus, weil ich es jetzt zur Abstinenz brauche, um mit mir klar zu kommen und um erkennen zu können, was ich wirklich will, was ich fühle, wer ich bin ... ohne Alkohol und ohne Co. Ich lebe viel egoistischer, ein gesunden Egoismus, .. März 2018 war ich ein Monat abstinent, dann 1 Monat getrunken, dann 2 Monate abstinent und nun trocken seit Aug.18.Ich wollte mein eigenes Zimmer, wo ich machen kann was ich will, wo ich alleine schlafe. Ich will keine Nähe, bis ich mich wiederfinde, ich gehe meine Wege, mache meine Dinge. Ich bin immer noch da, wenn gemeinsames geplant wird, wenn jemand ein Gespräch braucht, wenn dies oder jenes passiert... aber ich wäge ab ... passt es mir gerade jetzt oder lässt es sich verschieben. Ich opfere nicht mehr meine Freizeit zum putzen, ich gehe nicht mehr irgendwo mit (weil es sich so gehört) wenn ich es nicht will, wenn ich mich langweilen würde, wenn es dort Alkohol gibt, wenn ich müde bin u.s.w. Ich habe eine Beziehungspause vereinbart ... für uns beide. Wir müssen uns erst beide als eigenständige Wesen wiederfinden und lernen zu leben und die Verantwortung zu übernehmen, jeder für sich, für seine Gefühle, Gedanken und Handlungen. Das hat mir kein Therapeut gesagt, ist mein Bauchgefühl gewesen. Ich bin jetzt wichtig und meine Abstinenz steht an erster Stelle. Ich möchte lernen, unabhängig zu leben. Ebenso mein Mann. Ich erwarte auch nichts mehr von ihm, ich regele es selbst. Bin ihm nicht böse, wenn er nein sagt... er hat ja das gleiche Recht wie ich, und soll das Tun, was er möchte. Wenn es gemeinsam passt, ist gut, wenn nicht dann eben nicht.
Es ist ein gemeinsamer Weg und doch ein getrennter, einsamer. Wie es sich weiterentwickelt, wird sich zeigen in Zukunft.
Ich vermute dein Mann oder Freund hat das noch nicht erkannt, sonst würde er nicht so reagieren, wie du es oben beschreibst. Du kannst ihn nicht heilen, dass muss er selbst tun. Er muss sich verändern wollen und an sich arbeiten, so meine Meinung.
Wünsche alles Gute,
Dhyana -
Hallo und Danke für eure Meinungen !
Ich halte mich daran, an alle. Habe mich sicher zu kurz und knapp ausgedrückt. Ich hatte Geburtstag, meine ganze Familie, Mann, Kinder, Ende letztes Jahres .. da kann ich schwer nicht dabei sein... und sie waren alle ohne Alkohol, im kleinen Kreise gefeiert. Ebenso die Ferien. Nun es handelt sich um die letzten 9 Monate die ich oben beschreibe .. ich war sehr konsequent. Meine erste Einladung wo es Alkohol gab war im April'19. Davor bin ich allen aus dem Weg gegangen. Was auf mich zugekommen ist (die Katastrophen) innerhalb der Familie konnte ich nicht wegzaubern, habe aber kein Suchtdruck gehabt und sie trocken durchlebt, gleich am Anfang meiner Abstinenz.
Ich hatte in der Zeit seit August eine einzige Situation in der Fremde, also nicht bei mir zuhause, wo ich gefühlsmässig in die Enge getrieben wurde (hilflos, mich verbal nicht wehren können, mich ausgeliefert fühlen) wo Trinkgedanken aufkamen und ich an Alkohol gekommen wäre. Ich bin dann gegangen .. trocken. habe auch untersucht und verstanden, woher und warum der Suchtdruck entstanden ist.
ZitatWenn ich das richtig gelesen habe, hattest du ja schon mindestens einen Rückfall und dein Titel hier sagt ja das Gleiche aus.
Warum setzt du dich dann diesem Risiko aus mit dem "Geburtstage, diverse private "Katastrophen", Ferien, Einladungen ... "?Was ich früher hatte würde ich nicht Rückfall nennen... ich war überhaupt nicht trocken im Kopf zu dem Zeitpunkt als ich hier angefangen zu schreiben und die Jahre danach, da hatte ich Trinkpausen ... trocken war ich noch lange nicht.
ZitatIch habe allerdings schlechte Erfahrungen gemacht, wenn man sich eine Gruppe nach dem wohlbefinden aussucht, wo einem vielleicht noch nach dem Mund geredet wird.
Wenn man nur Gleichgesinnte sucht, um seine Gedanken zu bestätigen, bringt es ja nicht viel, denn du (siehe Rückfall ) bist ja wohl mit deinen eigenen Gedanken gescheitert.Hmm, wie meinst du das? Habe doch geschrieben, dass ich nie mehr trinken möchte und dass genau solche Meinungen wie der Glaube wieder normal trinken zu können, mich in einer Gruppe stören. Ich hatte erwartet, dass dort alle schon trocken denken. Ich will nicht mehr trinken und werde es auch nicht tun. Ich gebe mein jetziges Wohlbefinden nicht mehr her! Fühle mich auch nicht gefährdet und weiss doch das ich weiterhin einiges tun muss. Darum schaue ich mich um, inzwischen auch in life Gruppen. Nur waren die Erfahrungen bisher eben auch nicht so toll, wegen dem Gehörten. Darum auch meine Frage...
ZitatIch habe eine kleine reale SHG, wo wir uns öfter treffen. In den letzten zwei Jahren sogar mindestens einmal pro Monat und wir telefonieren alle drei, vier Tage.
Sie kennen mich seit 22 Jahren, also 20 Jahre trocken und auch während meiner nassen Zeit.
Den kann ich nichts vormachen oder was vom Pferd erzählen.
Das ist aber genau das, was ich unter eine Gruppe und Freundschaft verstehe.
Sowas wünsche ich mir auch, nur braucht es Zeit ... da kann ich nicht mithalten mit meinen 9 Monaten. Drum auch die realen Gruppen, um neue trockene Leute zu treffen. Im alten Freundeskreis kenne ich niemand trockenen. Mit den meisten habe ich keinen Kontakt mehr.
Habe mich recht zurückgezogen und vermisse auch nichts was mit Party und Alkohol zu tun hat.Vielleicht ist es jetzt ein bisschen klarer?
Grüsse .. Dhyana