Hallo,
ich bins mal wieder! Hab in den letzten Tagen (neben allem anderen, das gerade ansteht, ist viel zu tun!) auch viel nachgedacht. Ausgelöst wurde das bestimmt auch dadurch, dass mir mein Expartner gesagt hat, dass er bei einer Beratungsstelle war und jetzt, bestärkt durch die Beratung, folgenden Plan hat, um nicht mehr in alte Trinkgewohnheiten zu rutschen (das Wort Abhängigkeit vermeide ich hier bewusst, weil ich ja nach wie vor denke, dass er noch nicht abhängig ist und das letztlich ja auch nicht der entscheidende Punkt ist).
Also, in Punkto Alkohol unmittelbar will er "bloß" genügend Willen aufbringen um immer (also zuhause, unterwegs mit Freunden, auf Feiern ... )keinen Tropfen zu trinken und Angebotenes abzulehnen. Erdenkt, er schafft das. Ich zweifle, halte es aber nicht für ganz ausgeschlossen. Eigentlich denkt er, dass das schon fast reicht. Um aber sicher zu sein, dass er auch die Gründe des Trinkens "behebt" will er ab Start in ca zwei Wochen 1x pro Woche zu einem Psychotherapeuten gehen und mit ihm seine Vergangenheit aufarbeiten (da er dort unverarbeitetes als Grund ansieht). Bin mir auch hier unschlüssig, ob das reicht, aber finde diese Schritte natürlich erstmal gut.
So, jetzt hab ich, während ich das erfahren hab (und natürlich hatte auch er direkt diesen Wunsch) gemerkt, dass ich sehr schnell sowas dachte wie "ja, dann können wir ja bald wieder zusammen kommen, wenn meine Angst, dass alles gemeinsame den Bach runtergeht, weil er unkontrolliert trinkt ja jetzt nicht mehr gegeben ist" Allerdings nach der ersten Euphorie stellt sich jetzt Ernüchterung ein (sry, soll kein Wortspiel sein), weil im Moment ja noch keiner wissen kann, wie es sich entwickelt, ob zb er alles bald zu anstrengend findet und abbricht oder es durchzieht und ob es Erfolg hat oder nicht ....
So, genug von ihm berichtet. Jetzt meine Frage - und, ja, das überschneidet sich teilweise mit Früherem, trotzdem wäre ich euch danhbar, wenn ich mir Feedback geben könntet! - ist es zu früh um sich zu freuen und auf eine Wiederaufnahme der Beziehung hinzusteuern, und sei es nur gedanklich? Sollte ich eurer Meinung nach wie vor erstmal in Ruhe abwarten und das mindestens ein paar Monate? Hinzu kommt, dass er mich ja gebeten hat, ihn in zwei Wochen auf ein Fest zu begleiten, was ihm sehr wichtig ist. Bisher hab ich gesagt, das entscheide ich später. Aber irgendwann muss ich es ja machen, und, obwohl ich gerne mitwill vom Gefühl her, warnt mich mein Verstand, dass das an ihn das falsche Signal wäre (auch wenn er sagt, er würde sich da keine Signale ableiten). Wie seht ihr das?
Ach, eigentlich sehe ich glaube ich selber, was gut wäre: Abwarten und keinen Kontakt inkl kein Fest mit ihm. Warum fällt mir das bloß so schwer? (Und sagt jetzt bitte nicht, das sei mein Suchtmittel. Kann es mir denn nicht auch zB schwer fallen, weil ich ihn gern hab und ihm keine Abfuhr erteilen mag?
Danke fürs lange Lesen und hoffentlich die eine oder andere Meinung!
Liebe Grüße
Maggy