Beiträge von Maggy09

    Vielen Dank für eure Antworten!

    Ist zwar ein etwas anderer Themenpunkt, aber beim Lesen hier bin ich gerade auch die zentrale Frage, die ich mir auch oft stelle gestoßen: Möchte ich ein Leben an der Seite eines (vielleicht) Alkoholikers mit allem, was das mit sich bringen mag, oder möchte ich ein Leben mit meinen Vorstellungen als Mittelpunkt ohne ihn? Die Antwort, dass ich mir letzteres wünsche, fällt mir nicht schwer. Nur: ist es einfach verblendet oder naiv oder hab ich noch nicht genug erlebt, wenn ich hoffe, dass das auch mit ihm möglich sein könnte?

    Lieben Gruß

    Hallo,

    vielen Dank!

    Mit Zwischenzeit meinte ich bloß die Zeit, bis sich das Verhalten vielleicht wieder ändert oder ich genauer den Hintergrund dazu kenne ... weil ich mir im Moment ja nur durch Raten bei den Gründen dieser mehr abweisenden Art helfen kann ?!

    Und, wie es mir damit geht? Na, prinzipiell kann ich mir halt viele Gründe vorstellen, von Stress irgendwelcher Art bis, er hat mich über. Manche finde ich "normal" andere kritischer. Und dass er sagt, es habe sich doch eigentlich nichts verändert, irritiert mich sehr ...

    Hallo,

    in einem früheren Post (sollte ich die zusammenfügen? wie ist das gewünscht?) hab ich davon berichtet, dass ich mich mit dem in den letzten Wochen zunehmenden Alkoholkonsum meines Partners nicht wohlfühle. Dieser war zwar nicht so ausgeprägt, dass er jeden Abend betrunken gewesen wäre, aber an mehreren Abenden in der Woche merkbar angetrunken und außerdem trank er nach eigener Aussage zur Erleichterung (von Sorgen) bzw. zur Entspannung.

    Jetzt habe ich vor gut einer Woche das Gespräch gesucht und erklärt, dass ich mich akut und auf lange Zeit für uns beide gesehen so nicht wohlfühle, habe gefragt, was es für Gründe geben könnte und ob und wie er sich vorstellen kann, daran etwas zu ändern. Er zeigte Einsicht, dass die Tendenz, mit Alkohol Sorgen zu betäuben, nicht gut ist und hat mit mir lange wegen der Ursachen überlegt. Neben nicht so leicht änderbaren Gründen kam dabei auch heraus, dass er sich mehr Zeit für sich (Sport, sich mal in Ruhe in etwas hineinvertiefen ...) wünscht, die er am ehesten bei der Arbeit sparen wollte.

    So, wie ist es jetzt? An Abenden, an denen ich da war, hat er seitdem nicht getrunken. An den wenigen Abenden, an denen er allein war, denke ich allerdings schon. Seitdem ist er insgesamt deutlich weniger ausgeglichen und zu mir gleichgültiger. Wenn ich etwas für ihn Unwichtiges oder vielleicht Lästiges sage, bekomme ich zwar keine wirklich fiesen, aber sehr unwillige (oder gar keine) Antworten. Darauf angesprochen meint er, er möchte zwischendurch (also als ein Beispiel auch mal, wenn ich nach mehreren Abenden allein erst fünf Minuten wieder bei ihm bin) mehr allein sein. Wenn ich aber einen Abend gar nicht da bin, jammert er darüber. Wie passt das zusammen? Hat da jemand Ideen?

    Und hängt das unausgeglichen Sein direkt mit dem Nicht-Trinken zusammen? Wie mag das weitergehen? Zumal er nicht denkt (bei Nachfrage) dass sich irgendwas geändert hätte.

    Und, eine ganz andere Frage noch: Ich denke, er hat zwar etwas, aber nicht sooo viel geändert, seit er nichts mehr trinkt. Zwar war das wirklich viel Trinken nur über einen eher kurzen Zeitraum, aber heißt es nicht, wenn man sein Verhalten ohne Alkohol nicht ändert, ist es sehr schwer, nicht wieder zur Flasche zu greifen?

    Und wie verhalte ich mich in der Zwischenzeit? Sollte ich eurer Meinung nach mehr warten, bis er auf mich zukommt und ihn machen lassen? Oder ist es, wie es ist, schon gar nicht so falsch, und es gibt sich alles mit der Zeit wieder?

    Lieben Dank für eure Ideen!

    Liebe Grüße,
    Maggy

    Erstmal schon vielen Dank!

    Und was meint ihr zu meiner Frage, ob jemand nach (angenommen mal für den Moment, es stimmt) 10 Wochen mit dem geschilderten Alkoholkonsum bereits alkoholkrank ist? Oder betreibt er eher Alkoholmissbrauch, und muss sehr bald die Kurve kriegen, wenn diese ungute Gewohnheit nicht dorthin führen soll?

    Und noch eine Frage: Was ich oben als ein paar Mal die Woche beschrieben hab, sind die Tage, an denen mir der Alkoholkonsum sofort auffällt. Manchmal hab ich den Eindruck, dass auch an anderen Tagen getrunken wird, nur weniger.
    Deshalb, kann ich überhaupt davon ausgehen, dass die Häufigkeits- und Zeitangaben stimmen? zB, dass das Problem verstärkt wirklich erst seit 10 Wochen besteht?
    Vielleicht ist das auch inhaltlich nicht so wichtig, aber doch, um einschätzen zu können, ob ich auf Aussagen übehaupt bauen kann. Oder sagt ihr, ich muss eh nur auf die Taten schauen, also auf den zukünftigen Alkoholkonsum? Aber woher weiss ich da denn, ob ich alles bermerke (bin im Moment berufsbedingt immer mal ein paar Tage weg)? Und ins Kontrollieren möchte ich eigentlich sowieso nicht Reinrutschen ... hmm, weiss grad nicht, wie das gehen soll ...

    Hallo,

    wir haben gestern abend lange geredet. Ich hab meine Wahrnehmungen und Befürchtungen in Bezug auf a seine Gesundheit b mein momentanes Nicht-Wohlfühlen in der Situation und natürlich ganz akut, wenn er getrunken hat und c unsere gemeinsame Zukunft ausgesprochen. Mit konkreten Konsequenzen wollte ich in so einem ersten Gespräch nicht "drohen". Wenn sich nichts ändert bzw. ich sehe, dass sich alles steigert, sind mir die aber klar ... auch wenn ich weiss, dass mir das sehr schwer fallen wird.

    In dem Gespräch hat er mir bestätigt (und also scheinbar eingesehen?), dass er seit ca 10 Wochen verstärkt Alkohol trinkt. Mindestens an zwei bis drei Abenden pro Woche so viel (1 - 1,5 Flaschen Wein), dass er danach angetrunken ist und zwar nch weiss, was er tut aber schon etwas "anders" als sonst ist. Er sagte, wie ich schon vermutete, dass er sein aktuelle berufliche und Teile seiner privaten Situation (nicht in Bezug auf unsere Beziehung) als gerade sehr frustrierend einschätzt und deshalb zur Entspannung, Erleichterung oder um länger durchzuhalten (vermeintlich) trinkt. Ich hab ihm gesagt, dass ich dieser Mechanismus bedenklich finde und er schien einsichtig, nicht/weniger trinken zu wollen und mehr auf sich achten zu wollen, ab sofort.

    Jetzt meine Frage: bis sich die oben geschilderten Situationen wirklich zum Positiven ändern, wird es noch etwas dauern. Wenn er "nur" mehr auf sich achtet, mehr Zeit für sich nimmt, kann das überhaupt was bewirken? Oder ist quasi vorprogrammiert, dass er in ein paar Tagen wieder trinkt? Und würde es überhaupt besser, wenn die Situation eine andere wäre? Oder hätte es sich dann so als Gewohnheit eingeschliffen? Wie ist das überhaupt, sind 10 Wochen schon zu lang oder kann man nach so einer Zeit noch mit eigener Willensanstrengung was ändern? Oder muss er eigentlich zur Beratung? Hab ihm das mal nahegelegt, aber das will er absolut nicht. Er denkt, er kann es selber ändern. Ich bin skeptisch ...

    Was meint ihr?

    Und vielen dank für das Lesen dieses etwas konfusen Textes!

    Hallo,

    vor kurzem hab ich mich hier registriert, weil ich mor Sorgen um meinen Partner mache. Auch, wenn ich bei der Vorstellung schon einiges geschrieben hab, möchte ich euch kurz hier nochmal meine Situation schildern, weil das scheinbar ja nicht alle lesen können (?).

    Seit etwa eineinhalb Jahren bin ich mit meinem Freund (beide um die 30) zusammen. Es gibt hin und wieder Unstimmigkeiten, da mein Freund manchmal eine sehr feste Meinung hat, wie die Dinge zu tun sind, aber im Großen und Ganzen führen wir eine harmonische Beziehung. Ich hab das Gefühl, wir fühlen uns beide wohl und lieben uns. Was ich nur seit einigen Wochen verstärkt bemerke und was mir sehr zu denken gibt, ist, dass mein Freund zur "Entspannung" bzw. Erleichterung bei Sorgen etc zuviel trinkt. Das geschieht nicht regelmäßig, sondern immer anlassbezogen zuletzt etwas einal wöchentlich, also zum Beispiel, wenn er sich wegen eines konkreten Termins am nächsten Tag sorgt, etwas als belastend empfindet oder Ähnliches, und er weiss dann auch noch, was er tut und ist sehr lieb zu mir. Nur trinkt er dann schon so viel, dass ihm Missgeschicke passieren (Sachen fallen runter, er rutscht aus ...) und er natürlich trotz vielleicht einiger Stunden im Bett, in denen er mal nicht neben mir wach liegt, am nächsten Tag müde/unfit ist. Was mich besonders beunruhigt, ist, dass er sagt, dass ein wirklicher Mechanismus, Trinken zur Erleichterung, dahintersteckt.

    Richtig haben wir noch nicht darüber geredet - werde ich baldmöglichst tun - aber ich weiss nicht, wie ich ihm helfen kann. Geht das überhaupt? Oder muss er nicht nur einsehen, was er tut (das scheint er ja zu wissen), sondern es auch ernstnehmen und ändern wollen (davon bin ich nicht ganz überzeugt)? Und woher weiss ich, dass sich das Ganze nicht steigert und mein Freund bei "wirklichen" Belastungen (im Moment finde ichs eher überschaubar) sich hin zu regelmäßigerem übermäßigen Alkoholkunsum entwickelt?

    Was kann man tun? Irgendwie bin ich unsicher, ob drüber reden und es so halb einsehen schon was verändern kann ... aber sieht man es denn ein, bevor es zu spät sein könnte?

    Und, vielleicht ist das schon der übernächste Schritt, aber wie sieht denn für den Fall, dass er einfach so weiter macht die Zukunft der Beziehung aus. Noch ist es zwar nicht kritisch, aber wir wollen Kinder und dann könnte ich nicht einfach mehr die Beine in die Hand nehmen - nicht, dass ich das gerne möchte, aber vielleicht sollte/muss ich irgendwann??

    Während der Vorstellung hab ich schon einige gute Ideen zum Nachdenken bekommen - zB, dass ich eher darauf achten soll was mir gut tut, nicht zu viel von einem Gespräch erwarten darf, und noctfalls meine Konsequenzen ziehen muss, auch wenns mir schwer fällt. Und, dass ich vor allem meine Ziel, nämlich einen nicht trinkenden Partner, nicht aus den Augen verlieren sollte. Nochmals vielen lieben Dank dafür!

    Habt ihr vielleicht noch weitere Idee für mich hier?

    Im Voraus vielen Dank, auch für die Aufnahme!

    Ich berichte, was das Gespräch vielleicht bewirkt!

    Liebe Grüße