Die ersten 2 Wochen in meiner neuen Wohnung sind um und es fühlt sich soooo gut an ![]()
:D.
Einfach schon das Heimkommen und Wissen, dass ich weiß, was mich erwartet - nämlich Ruhe und Frieden.
Und ein normales Leben. Meins.
Ganz alleine meins.
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Die ersten 2 Wochen in meiner neuen Wohnung sind um und es fühlt sich soooo gut an ![]()
:D.
Einfach schon das Heimkommen und Wissen, dass ich weiß, was mich erwartet - nämlich Ruhe und Frieden.
Und ein normales Leben. Meins.
Ganz alleine meins.
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Hallo Syrinx,
ich finde es übrigens spannend, dass du schreibst, dass die Gespräche mit Freunden und Familie dir helfen.
Das zeigt mir, wie unterschiedlich tatsächlich dann die Wege trotz gemeinsamer Komponenten wieder sind.
Mir haben die Gespräche mit meiner Familie und Freunden in der akuten Zeit nicht wirklich geholfen.
Ich war froh, dass ich gemerkt habe, dass sie da sind und an meiner Seite stehen.
Aber so wirklich verstanden gefühlt habe ich mich nicht.
Wie soll auch jemand ohne diese Erfahrung verstehen warum man so seltsame Dinge tut und erträgt.
Hilfreich fand ichs dann wieder als ich mich so langsam da rausgearbeitet habe und die Unterstützung auch annehmen konnte.
Aber dieses Hin- und Hergerissen-Sein konnte ich auch niemandem so wirklich erklären.
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Ist ja auch schwierig zu verstehen.
Liebe Grüße
Hi zusammen,
wollte nur kurz klarstellen, dass ich das Forum auch als Selbsthilfegruppe ansehe
sogar als sehr gute!
Mir hat es sehr geholfen. Allerdings habe ich gemerkt, dass ich mir hier halt aussuchen konnte, wann und was ich schreibe.
Das integrieren von einer Gruppe jede Woche und direkten Reaktionen hat mir persönlich geholfen, keine Schlupflöcher mehr zu suchen.
Aber das ist eine persönliche Sache und da ist nicht jeder gleich.
Wollte das nur als Anregung wahrgenommen haben, nicht als MUSS.
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Hallo Marielou,
meine Frist ist Ende Dezember 2014 ausgelaufen.
Zu Dezember 2015 bin ich dann ausgezogen.
Dazwischen war viel passiert und ich konnte das vorher irgendwie nicht.
Aber ich habe im Januar 2015 angefangen mir ganz bewusst Hilfe zu suchen und mich selbst als Co-Abhängig zu sehen und daran zu arbeiten meinen eigenen Weg wiederzufinden.
Das hat dann zwangsläufig dazu geführt, dass ich mich getrennt habe und ausgezogen bin.
Ich weiß nicht wie es gelaufen wäre, wenn er ernsthaft versucht hätte aufzuhören.
Aber das ist auch egal, denn das hat er nicht.
Bei mir kam auch irgendwann der Punkt an dem ich gemerkt habe, dass ich nicht mehr will.
Und es kam auch ein Punkt an dem es gekippt ist und ich wusste, dass es ab jetzt auch kein zurück mehr geben wird.
Was Kinder und Alkohol angeht kann ich nicht mit eigenen Erfahrungen dienen.
Aber meine Eltern hatten in meiner Kindheit mal eine Krise und hatten damals überlegt, ob sie sich trennen.
Deshalb kann ich aus dieser Erfahrung heraus sagen, dass Kinder diese Spannung und das Gefühl dass da irgendwas gewaltig nicht stimmt IMMER mitbekommen!
Und meine Eltern sind trotzdem sehr respektvoll miteinander umgegangen und haben die Dinge geklärt ohne uns irgendwie einzuspannen oder zu manipulieren.
Und trotzdem wussten wir, dass da was vor sich geht.
Eine klare Trennung ist sicherlich einfacher als ein jahrelanges Hin und Her.
Und eine Mutter, die klar Position bezieht hilft auch bei der eigenen Entwicklung.
Aber ich kann mir trotzdem vorstellen, dass es keine leichte Entscheidung ist.
Das ist es sicher nie, wenn man den Traum von der Familie aufgeben muss.
Aber es fallen einem dann auch wirklich große Lasten von den Schultern.
Und man merkt erst mal, was man die ganze Zeit mit sich rumgetragen hat.
Deshalb geh einfach weiter und versuche genau hinzuschauen.
Mach dir nix vor und hol dir Hilfe wo du sie brauchst.
Und wenn du merkst, dass du gehen kannst, dann geh.
Oder schick ihn weg.
Vielleicht hilft es auch einfach mal anwaltlichen Rat einzuholen, wie das mit einer Trennung wäre.
Nur damit du weißt wie das laufen würde und was auf dich zu kommt.
Du musst ja nur die Schritte tatsächlich gehen, die du auch gehen willst.
Aber Bescheid-Wissen kann einem die Entscheidung erleichtern.
Ich wünsche dir Kraft und Mut!
Liebe Grüße
Hallo Syrinx,
es tut mir leid, dass du diese Erfahrung nochmal machen musstest.
Irgendwie bin ich aber auch skeptisch, ob du nicht vielleicht sogar noch mehr Erfahrungen machen musst, bis du hinsehen kannst.
Wenn du keine Co mehr sein willst, dann hör auf dich zu kümmern und dir Gedanken zu machen.
Mach Nägel mit Köpfen und schau zu, dass er auszieht.
Kümmere dich nicht drum wo er unter kommt, nicht wovon er leben wird, nicht wo er schläft und nicht was er alles für Schwierigkeiten bekommt.
DAS wäre dann kein Co mehr sein.
Ich sage nicht dass das leicht ist. Ich denke auch noch manchmal an ihn und hoffe, dass er es schafft.
Aber ich mache es nicht mehr zu MEINEM Projekt.
Und das ist dann ein kurzer Gedanke.
Das ist leider nicht so einfach wie es sich jetzt anhört.
Aber du musst das wollen und du musst es tun.
Deshalb hör auf dir selbst Märchen zu erzählen.
Du wickelst dich selbst mit diesem ganzen verständnisvollen, ich-bin-mir meiner-selbst-bewusst-Ding ein.
Du betrügst dich damit selbst.
Wir COs müssen kapieren, dass Märchen nicht helfen.
Auch wir müssen hinschauen und zugeben, dass wir Co SIND!
Und auch unsere Rückfallquote ist hoch.
Hast du mal eine Gruppe für Angehörige besucht? Probier das mal aus.
Das wöchentlich in den eigenen Alltag zu integrieren ist nochmal ein anderer Schritt, als hier immer dann zu schreiben, wenn man sich selbst dafür entscheidet.
Und es ist eine bewusste Entscheidung dafür die Co-Abhängigkeit ernst zu nehmen und anzuerkennen.
Auch eine Art Einsicht.
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LG JUF
Hallo Marielou,
ich kann gut nachfühlen wie du dich fühlst.
Und mir fallen auch auf Anhieb viele, viele Dinge ein die ich nie wieder erleben will.
Das mit den Fristen kenne ich auch. Ich habe mir auch eine Frist gesetzt gehabt.
Im nachhinein denke ich ich hätte früher gehen sollen.
Aber ich weiß auch, dass ich damals einfach noch nicht so weit war.
Manchmal geht es eben nur Schritt für Schritt.
Hör auf dich und sei mutig genug hinzuschauen.
Und hol dir alle Hilfe, die du kriegen kannst.
Ich finde es gerade total schön zu sehen, wie erleichtert meine wirklichen Freunde sind, dass sie MICH wieder haben.
Und auch zu sehen, dass sie nie weg waren und immer für mich da sind.
Ich hatte sie nur ganz lange nicht mehr an mich "herangelassen", da ich ja wußte, dass sie meinen Selbstbetrug sehen.
Und ich konnte und wollte mich damit ja nicht beschäftigen ![]()
Aber vielleicht hat mir dieses Schritt-für-Schritt auch ermöglicht dann den ganzen Weg zu gehen und nicht wieder umzudrehen oder stehen zu bleiben.
Wer weiß.
Mach es einfach auf deine Weise und so wie es sich für dich gut anfühlt.
Und mir hat das Schreiben hier sehr geholfen, auch wenn es immer wieder mal Zeiten gibt wo nicht so viel los ist, irgendwer kommt dann doch immer wieder auf einen zu ![]()
Liebe Grüße
Hallo Marielou,
herzlich Willkommen hier und gut, dass du dich überwunden hast hier zu schreiben.
Der erste Schritt ist immer schwer, wahrscheinlich weil es der erste Schritt vom Verschleiern der Wahrheit hin zu einem Hinschauen ist.
Und das bedeutet, dass man erkennt, dass es so nicht weiter geht.
Ich weiß wie lange ich mir selbst vorgetäuscht habe es sei alle ok und halb so schlimm.
Weil ich nicht wahrhaben wollte, dass es das schon längst nicht mehr ist.
Und weil ich auch Angst vor dem Schritt hatte, der danach kommt.
Ich wollte damals nicht gehen. Ich wollte unbedingt an dem "Gewohnten" festhalten.
Und ich hatte das Gefühl, dass ich mit dem darüber sprechen und dem Hinschauen schon gezwungen bin, auch die Entscheidung zum Gehen zu treffen.
Aber irgendwann konnte ich nicht mehr wegschauen und habe dann gemerkt, dass ich einfach einen Schritt nach dem andern machen konnte.
In meinem Tempo. Und manchmal auch mit Pausen. Oder mit kleinen Schritten.
Je mehr Schritte ich gemacht habe, desto leichter gings.
Und desto lieber wollte ich weitergehen.
Also trau dich wirklich hinzuschauen. Das befreit dich von der Last das alles alleine mit dir ausmachen zu müssen.
Und was der nächste Schritt für dich oder für euch ist kannst du ja dann entscheiden. Ist ja dein Leben
.
Viel Kraft und Mut. Es lohnt sich.
Liebe Grüße
Hallo Tinka,
die Zeit zu trauern darf und sollte man sich nehmen. Vielleicht hat sich mein Beitrag oben ein bisschen zu abgeklärt angehört.
Ich bin auch durch eine lange Zeit der Trauer gegangen.
Und es gibt immer noch Momente in denen Gedanken kommen wie "das hätte alles so schön sein können, wenn....."
Aber wichtig ist, dass man sich nicht in diese Trauer fallen lässt, sondern realisiert, dass es ein "wenn" eben nicht gibt.
Und dass man nur das eigene Leben beeinflussen kann.
Zum Beispiel indem man schöne Sachen für sich macht.
Und es wird besser, auch wenn man das am Anfang nicht denkt.
Grüße
Hallo Tinka,
ob sein Verhalten zu seiner Persönlichkeit oder zum Alkohol gehört kann man sicher erst erkennen, wenn er einige Zeit trocken wäre.
Der Alkohol erschafft in den meisten Fällen eine ganz eigene Persönlichkeit.
Aber unabhängig davon kann ich nur aus meiner eigenen Erfahrung mit einem Alkoholiker sagen, dass es keinen Sinn macht, auf ihn "zu warten".
Damit hat er dich schon.
Aber ich weiß wie schnell das geht und wie sehr einen Gefühle da überzeugen können, dass man es doch mal versuchen kann.
Sei nicht zu traurig, das Besondere und Intensive an einer solchen Beziehung hat immer auch mit dem Alkohol zu tun.
Und das ist nicht nur schön und einmalig und besonders, sondern leider auch vereinnahmend, verletzend und zermürbend.
Entweder er schafft es oder eben nicht.
Aber bleib nicht stehen und warte auf ihn.
Leb dein Leben weiter.
Viel Kraft!
Hallo zusammen,
ich habe gestern mal wieder vor Augen geführt bekommen wie schnell man wieder in der Co-Falle drin hängen kann.
Und wie hartnäckig das Co-Verhalten in einem schlummert und einfach so wieder zu vollem Leben erwacht....
Ich bin letzte Woche ausgezogen - endlich! Und habe am Wochenende meine neue Wohnung angefangen einzurichten und mich total gefreut, dass ich endlich wieder ich sein kann.
Wir konnten in den letzten Wochen ziemlich normal miteinander umgehen und es gab weit weniger Stress als ich befürchtet hatte.
Als ich dann tatsächlich die ersten Kisten rausgetragen habe ist ihm bewusst geworden, dass ich es wirklich ernst meine und was das auch für ihn bedeutet.
Deshalb hat er beschlossen, dass sich was ändern muss und hat aufgehört zu trinken.
Natürlich nicht mit ärztlicher Überwachung mit den bekannten Folgen, die ich hier nicht näher erläutern will.
Gestern bin ich ins Haus um die letzten Sachen zu holen und habe im Briefkasten eine Benachrichtigung der Polizei vorgefunden.
Kurz zusammengefasst ist er bei 0,0 Promille aber völlig verwirrt mit dem Auto auf eine Gehweg entlang gefahren und wurde von der Polizei gestoppt und in ein Krankenhaus eingewiesen, da er völlig neben sich stand.
Und schon melden sich die Co-Gedanken:
Soll ich mich nicht doch darum kümmern, dass jetzt nichts anbrennt?
Soll ich das Auto von dem teuren Stellplatz holen und in die Garage stellen, damit nicht so viele Kosten auflaufen?
Soll ich auch sonst schauen, dass alles irgendwie läuft und er keine Probleme kriegt, wenn er wieder bei sich ist?
Gottseidank habe ich schnell gemerkt worauf ich da wieder zusteuere und habe gleich eine gute Freundin angerufen, die mich bestärkt hat mein Leben weiter zu führen und nicht den Feuerlöscher zu spielen.
Ich bin also nicht ins Krankenhaus gefahren und habe mich nicht um das Auto und allen anderen Mist gekümmert.
Statt dessen habe ich in aller Ruhe meine restlichen Sachen eingepackt und in meine neue Wohnung gefahren.
Trotzdem geht mir das Ganze nahe und ich muss immer wieder aufpassen, dass ich meine Gedanken im Griff habe.
Ich schreibe das bewusst hier rein, weil ich es wichtig finde, dass sich jeder/jede bewusst ist wie schwer es ist sich aus dieser Gedankenfalle der Co-Abhängigkeit zu lösen.
Und wie einfach es ist sich wieder einfangen zu lassen.
Auch wenn man denkt, dass man es geschafft hat.
Und natürlich könnte ich mir jetzt Gedanken darum machen, wie er wohl mit der Situation klar kommt und was da alles auf ihn zukommt.
Aber ich habe mein Leben von seinem getrennt. Und denke jetzt an mich.
Das ist die wohl schwierigste Lektion, die ich zu lernen hatte/habe.
Hätte nicht gedacht, dass gesunder Egoismus so schwer zu erlernen ist.
Hallo Bianka,
gut zu hören :)!
Das geht nur langsam. Und ich habe auch immer noch ab und an kleine Co-Gedanken-Rückfälle. Aber der Unterschied zu früher ist, dass ich es merke.
Und dann was dagegen tun kann.
Und vielleicht ist das auch irgendwo hilfreich, wenn man immer mal wieder daran erinnert wird. Wer weiß.
Wünsche dir weiter alles Gute!
Hallo Verzweifelt15,
wer sagt denn dass du aufpassen musst was du sagst damit er nicht wieder anfängt zu trinken?
Wenn er trinken will, dann ist es doch völlig egal was du vorher gesagt hast oder auch nicht. Das ist zumindest meine Erfahrung.
Merkst du selbst wie tief du (noch) in einem Co-Denken steckst? Das ist am Anfang ja gar nicht leicht das so zu sehen....
Ich finde es prima, dass du hier her gefunden hast.
Das ist ein guter und wichtiger erster Schritt.
Nimm es nicht übel, wenn ich das so direkt anspreche.
Aber ich erinnere mich an die erste Zeit als mir bewusst wurde, dass irgendwas falsch läuft und ich das aber noch nicht genau greifen konnte.
Du merkst, dass irgendwas nicht ok ist. Trau dich genau hinzuschauen.
Auch wenn dir erst mal nicht gefällt was du da siehst und du Angst hast vor dem wohin dich das "Hinschauen" vielleicht führt.
Alles ist besser als einfach weitermachen!
Hab den Mut das für DICH zu machen ![]()
Hallo Syrinx,
ich möchte meinen Anmerkungen voran folgendes stellen:
Ich wünsche dir dass ihr es schafft. Und ich drücke ganz fest die Daumen!!!
Trotzdem auch das hier muss ich schreiben:
Ich denke, dir ist selbst klar, dass in meinem Wunsch oben eine gesunde Portion Skepsis mitschwingt.
Und auch die Frage, warum du dich nicht getraut hast abzuwarten, was er selbst und ganz alleine auf die Beine gestellt hätte...
Hattest du Angst, dass er es alleine nicht schaffst und du ihn da "beschützen" musst?
Ich denke du hörst raus, dass ich von deiner Ich-bin-kein-Co-mehr-Haltung nicht ganz überzeugt bin.
Und ich hoffe, dass du mir meine kritischen Kommentare nicht übel nimmst, sondern als konstruktive Kritik begreifst.
Du darfst und sollst natürlich genau das machen, was du für dich entscheidest.
Aber nimm in einem ruhigen Moment meinen Kommentar nochmal zum Anlass, dich zu fragen, ob DU wirklich soweit bist.
Oder ob eine bewusst gesetzte Distanz zu DEINEM Suchtmittel vielleicht noch eine Weile gut tun würde.
Denn Kunst- oder Englisch-Kurse geraten furchtbar schnell zur Prio 23, wenn ER mit seinen Problemen wieder an erste Stelle und direkt neben dich tritt.
Nicht böse sein, aber ich wollte dir gerne schreiben und wollte dabei aufrichtig sein. Dazu gehören auch meine Zweifel.
Aber ich wünsche dir von Herzen, dass es gelingt.
Liebe Grüße
Hallo Bella,
wenn du einen Beweis dafür brauchtest, ob er es ernst meint, dann hast du ihn jetzt.
Die Antwort ist Nein.
Du hast das Recht zu sagen, was du denkst und fühlst. Du musst nicht das denken und fühlen was er gerne hätte.
Und wenn er etwas an seinem Leben ändern will, dann wird er das tun egal was du darüber denkst. Oder eben nicht.
Wie Aurora sagt, zieh dir den Schuh nicht an.
Er ist ein erwachsener Mann, der selbst die Verantwortung für sein Leben übernehmen kann.
Ich verstehe aber, dass es hart ist, so klar vor Augen geführt zu bekommen, dass er die ganze Zeit nur geredet hat - mal wieder.
Ich habe auch Hoffnung gehabt, dass sich etwas ändert und wurde sehr hart auf den Boden der Realität zurück geholt, als ich gemerkt habe, dass ich mich wieder habe einlullen lassen.
Es tut weh, wenn diese Hoffnung zerstört wird.
Aber es gibt nichts was du hättest tun oder nicht tun können um das zu verhindern.
Wenn er nicht selbst wirklich will, dann kann man ihn nicht dazu bringen das zu wollen.
Ich habe lange gebraucht um das zu akzeptieren und tatsächlich "aufzugeben".
Denn so schwer das ist. Du musst es aufgeben ihn zu ändern.
Und du musst aufgeben, etwas für ihn tun zu können.
Es aufgeben, ihn retten zu wollen.
Du kannst das nicht.
Wir können das nicht.
Niemand kann das.
Nur er selbst.
Du kannst nur etwas für dich tun. DEIN Leben wieder leben.
Ruhe finden, deine Kraft und deine Stärke wieder finden.
Dich selbst wieder so sehen wie du bist - und nicht so wie er dich kleingeredet hat.
Stark und mutig genug, deinen Sohn da raus zu bringen.
Und stark und mutig genug, dich der Situation und der Herausforderung zu stellen.
Und stark und mutig genug, weiterzugehen. Denn das bist du. Und das schaffst du.
Das was du machst, ist Verantwortung für dein Leben zu übernehmen.
Und zwar nicht nur an den schönen und hellen Tagen, sondern auch an den dunklen, häßlichen Tagen.
Glaub an deine eigene Kraft und Stärke.
Und bleib mutig. Ich finde du machst das gut!
Hallo Elli,
ich habe auch so angefangen. Mal unverbindlich nach Wohnungen geschaut.
Und dann überlegt was ich gerne hätte und gerechnet was geht.
Und dann beschäftigt man sich immer mehr damit und überlegt schon wie man das dann einrichtet....
Und dann merkt man irgendwann, dass man anfängt sich darauf zu freuen.
Das gehört irgendwie auch zur Abnabelung dazu
.
Also bist du ja schon auf dem Weg
Genieß es, es macht Spaß sich das eigene Leben wieder zurück zu holen!
Hallo zusammen,
ich habe eine Wohnung! Wollte meine Freude darüber, dass wieder ein Schritt getan ist mit euch teilen.
Ich habe in den letzten Wochen angefangen zu schauen und vorgestern ist die richtige Wohnung dabei gewesen.
Also hab ich gleich Nägel mit Köpfen gemacht.
Ab dem 1.12. habe ich dann wieder mein eigenes Reich.
Ich freu mich.
Hallo Bella,
sei nicht so streng mit dir selbst. Klar machst du das alles noch. Das ist so eingebrannt, das kann man nicht so einfach abstellen.
Letztlich fängt die Distanz im Kopf an - wie beim Alkoholiker auch mit der Einsicht, dass man ein Problem hat.
Und dann muss man langsam daran arbeiten sich selbst bewusst zu machen welche Gefühle und Handlungen da falsch gekoppelt sind.
Und dann fängt der Weg da raus an.
Ich finde du hast sehr schnell die räumliche Trennung hergestellt - gottseidank. Jetzt muss dein Kopf und dein Herz dem erst noch folgen.
Das geht nur Schritt für Schritt und dass das schmerzhaft und anstrengend ist, ist leider nicht zu vermeiden.
Mir hat das hier Schreiben und das Reden in einer Gruppe sehr geholfen.
Auch die Termine in einer Beratungsstelle (keine Suchtberatungsstelle) haben mir gut getan.
Dort konnte ich für mich rausfinden, welches Leben ich führen will.
Und wie weit ich mich davon entfernt habe.
Das hat es für mich sehr viel einfacher gemacht ihn und auch alle Gedanken um ihn loszulassen.
Und diese ganzen sinnlosen Diskussionen und gegenseitige Verletzungen hinter mir zu lassen.
Denn leider ist es ja wirklich so, dass man sich gegenseitig irgendwann einfach nur noch beschießt, weil man so verletzt ist.
Das ist ja auch nicht mehr konstruktiv.
Und nochmal, du trennst dich von deinem Partner. Das ist schwer und schmerzhaft. Das darf es auch sein.
Und das macht dich nicht zu einem schlechten oder schwachen Menschen.
Im Gegenteil, obwohl es schwer ist gehst du die Schritte vorwärts. Darauf kommt es an.
Und du wirst am Ende sehr stolz auf dich sein und spüren, wie erleichtert du bist.
Aber hol dir alle Hilfe, die du kriegen kannst. Und rede mit Menschen, die die Situation verstehen und die Zerrissenheit.
Mir hat das besser geholfen, als das Reden mit Familie und Freunden, dort konnte einfach niemand wirklich nachvollziehen, warum man sich manchmal so hin und hergeworfen fühlt.
Und Dezember ist absehbar. Da kann man sogar schon Tage zählen
.
Kann er nicht früher schon ausziehen? Er muss ja auch irgendwo hin, oder?
Versuch die Schritte vorwärts zu sehen. Auch wenn sie klein sind.
Liebe Grüße
Hallo Mary,
dann hast du ja einen Weg für dich gefunden.
Schau nach dir und pass auch ein bisschen auf dich auf.
Alles Gute.
Hallo Mary,
hat sich die Situation geklärt?
Eine Betreuung wird in der Regel immer dann angeordnet, wenn jemand nicht mehr selbst für sich entscheiden kann.
Ich hatte damals die Betreuung für meinen Ex-Partner, als er im Koma lag und nicht selbst entscheiden konnte.
Das wurde vom Krankenhaus so beantragt, weil er noch sagen konnte, dass ich das machen soll.
Eine Vorsorgevollmacht kann festlegen, wie eine Betreuung stattfinden darf. Wie das bei euch ist, weiß ich nicht.
Ich verstehe aber, dass du dich ärgerst einfach so übergangen zu werden.
Grundsätzlich würde ich eine Betreuung für einen süchtigen Partner nicht mehr übernehmen.
Aber das ist meine ganz persönliche Meinung dazu.
Was ich dich nochmal fragen möchte ist, ob du aus der Situation mit deinem Mann raus möchtest oder nicht?
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es in einer Situation wie deiner schwer ist, sich zu distanzieren.
Aber ich finde, du solltest dich dieser Frage stellen und sie zumindest dir selbst gegenüber beantworten.
Denn das ist ja entscheidend dafür, welchen Weg du nun gehst und welche Richtung du einschlägst.
Vielleicht hilft es dir darüber hier zu schreiben.
Falls nicht, hoffe ich, dass du nicht aufhörst zumindest darüber nachzudenken, was DU willst.