Hallo Antje!
Schön, dass Du wieder schreibst:-)
Ich habe bei meiner Therapeutin ähnliche Erfahrungen gemacht wie Du. Bei mir war's auch so, dass Alkohol das Symptom für etwas anderes war. Und für eine dauerhafte Trockenheit ist es eben - finde ich - sinnvoll zu schauen, was da war, was genau ich mit Alkohol betäuben und zudecken wollte. Nur darf man sich nicht einbilden, dass man wieder trinken kann, wenn man glaubt, das Ursprungsproblem gelöst zu haben. Das geht nie wieder, wenn man einmal abhängig geworden ist. Aber ich glaub schon, dass es helfen kann, trocken zu bleiben.
Was Zusammenkünfte mit Alkohol angeht, musst Du selbst verantworten, was Du machst. Ich kann dazu nur sagen, dass ich nach einem halben Jahr Abstinenz rückfällig geworden bin. Ich hab mich total sicher gefühlt und geglaubt, ich lebe jetzt trocken und ich WILL nicht mehr trinken. Und dann bin ich naiv in eine Situation geraten, in der es Alkohol gab. Und da kann man dann sehr schnell sehen, dass es eben doch nicht so weit her ist mit der Stabilität. Ich habe nämlich noch nicht meine Probleme gelöst, die ich hatte und die Gründe für mich waren zu trinken. Ich habe mich plötzlich total unsicher und unwohl gefühlt und habe dann zum Glas gegriffen. Das wäre mir nicht passiert, wenn ich mich nicht auf diese Situation eingelassen hätte. Und genau deshalb halte ich es für sinnvoll, Alkohol aus dem Weg zu gehen, bis man tatsächlich von einer stabilen Trockenheit sprechen kann. Und selbst dann würd ich ihm nicht hinterherlaufen.
Ich möchte Dich nicht überzeugen. Das kannst nur Du selbst. Ich wollte Dir nur erklären, dass manche Ratschläge nicht aus der Luft gegriffen sind, sondern viele hier genau wissen, was sie schreiben.
Dir auch ne schöne Woche!
Viele Grüße
Calida
Beiträge von Calida78
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Hallo Lena!
Zitates ist ein wahnsinnig tolles Gefühl zu wissen, das da jemand ist, auf den ich mich 100% tig verlassen kann. Das hatte ich sehr lange nicht und umso mehr weiß ich das zu schätzen.
Genau das war eines der tollsten Dinge, die ich durch meine Nüchternheit erfahren habe. Dass es eben nicht stimmt, dass immer mit allem allein bin und keiner für mich da ist. Und zu spüren, dass jemand da ist, ist einfach unglaublich schön:-)
Ich wünsch Dir alles Gute für Deine Zahnbehandlung!
Viele Grüße
Calida -
Mich hat nochmal der Gedanke beschäftigt, wer warum abhängig wird.
Wäre ich abhängig geworden, wenn ich gelernt hätte, wie man Alkohol konsumiert, also dass man nach einem Glas zum Essen Stopp macht? Oder wäre ich so oder so abhängig geworden?
Und wie gehe ich mit meinen Kindern um?
Mein Sohn ist in dem Alter, in dem er registriert, dass seine Eltern nicht trinken. Ich frage mich öfter, wie ich mich verhalte, wenn wir über Alkohol sprechen. Verteufle ich Alkohol? Bisher mache ich das schon ab und zu. Ich habe ihm mehrfach gesagt, dass Alkohol abhängig machen kann. Denn mir hat das als Kind niemand gesagt. Aber ist das gut? Oder kann genau das einmal nach hinten losgehen?
Ich weiß es nicht genau. Im Moment bin ich froh, dass er Alkohol und Leute, die ihn trinken, abstoßend findet. Ich höre, wie bei so vielen Dingen, auf meine Intuition.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Löwenherz!
Herzlich willkommen hier!
Magst Du nich ein bisschen über Dich schreiben?
Wie bist Du denn schon mal trocken geworden? Und wie kam es zum Rückfall?
Schreibe gerne auch im erweiterten Bereich. Ich bin auch dort aktiv und da fällt es mir leicht, alles zu schreiben, was mich bewegt, weil eben nicht jeder mitlesen kann.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Peter!
Herzlich willkommen hier!
Ich habe - wie Du - auch heimlich getrunken. War da auch megaerdinderisch, was Verstecke angeht.
Willst Du's Deiner Partnerin denn sagen?
Hast Du Pläne was Du machen kannst, wenn Du Saufdruck kriegst?
Viele Grüße
Calida -
Hallo Antje,
Du meldest Dich gar nicht mehr. Was is los?
Fühlst Du Dich überfahren?
Ich konnte anfangs vieles nicht nachvollziehen, weil ich mit mir selbst nicht so weit war. Hier haben viele Menschen Fehler gemacht und würden Dir und anderen gerne den Weg erleichtern. Im Sinne von: muss ja nicht sein, dass sie so unvorsichtig ist wie ich und auch rückfällig wird.
Manchmal funktionierst, manchmal nicht.
Jedenfalls meinst hier keiner böse.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Antje!
Alles klar bei Dir?
Was planst Du am Wochenende?
Viele Grüße
Calida -
Liebe Antje,
Ich glaub, es geht nicht, wenn man Trockenheit nicht als Priorität setzt. Das hab ich selbst erfahren müssen. Feiern mit Alkohol gerade am Anfang, das kann paar mal gut gehen und dann vielleicht nicht. Ich selbst habe so etwas lange gelassen, weil ich mich der Gefahr nicht aussetzen wollte.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Antje,
Du hast es ohne geschafft und Du kannst es weiter ohne schaffen. Ich blicke in schwierigen Momenten immer auf das Schöne, wie Karsten schreibt, und mache mir klar, dass ich das Schöne und die Fähigkeit Probleme zu lösen nur meiner Nüchternheit zu verdanken habe.
Viele Grüße
Calida -
Irgendwie bin ich ständig am Vergleichen : früher nass und heute nüchtern (Ich sag bewusst nicht trocken, weil ich ja noch nicht sooooo lange abstinent lebe).
Egal - ich tu's einfach. Jedenfalls ertappe ich mich heute oft, wie ich mich freue. Wie ich schon nachmittags eine Vorfreude auf den Abend verspüre, an dem ich mich entweder vor den Fernseher auf die couch kuschle oder an dem ich in meinem äußerst spannenden Buch weiterlesen kann. Diese Art von Freude gab es viele Jahre nicht in meinem Leben. Meine Gedanken galten keinen Büchern, sondern nur dem Trinken. Und wenn ich dann angetrunken war, konnte ich nichts mehr machen. Ich konnte mich noch nicht mal an meinen Kindern freuen.
Schon Wahnsinn, wie eine Flüssigkeit, die mich ja ursprünglich gut drauf bringen sollte, mir die ganze Freude aus dem Leben genommen hat.
Ich bin so dankbar, dass ich die Kraft hatte und habe, die Freude wieder in mein Leben hineinzulassen. -
Hallo Antje!
wie geht es Dir? War Dein Mann gestern da? Hattet Ihr einen alkoholfreien Abend?
Viele Grüße
Calida -
Hallo Antje!
Klingt gut. Du hast Deinem Mann gesagt, was Du Dir wünschst, ohne gleich totalen Druck aufzubauen.
Jetzt probier mal aus und schau, wie es klappt. Für Eure Beziehung kann das gut sein. Wenn man nicht mehr trinkt, kann man so viel anderes zusammen machen. Ich find das total schön!
LG Calida -
Hallo Antigone!
Aber du bist auch ohen Wein wieder runtergekommen - und das ist das entscheidende. Du hast erfahren, dass es auch so geht!
Mir geing es auch so, dass nüchtern Vergangenes hochkam, dass ich jahrelang mit Alkohol bedeckt hatte. Es war unbemerkt in mir, hat mich aber blockiert. Jetzt - nüchtern - konnte ich es aufarbeiten - und es hat mich gefestigt und mein Leben leichter gemacht.
Ich wünsche Dir eine gute und nüchterne Woche!
LG - Calida -
Hallo Antigone!
Willkommen hier.
Mir ging's wie Lalu, ich war befreit als ich beim Arzt war.
Und für ihn war das echt nix besonderes.
Meine Angst war völlig umsonst. Ansonsten hab ich meinem Mann gesagt, was mit mir ist, aber nicht gleich aller Welt. Ich musste mich erstmal selbst nüchtern kennen lernen.
Hast Du ein alkoholfreies Zuhause? Das ist enorm wichtig, wenn Du trocken werden willst.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Antje,
Gerade wenn Dein Mann weitertrinken will, wird es ein Problem geben. Vielleicht ist er auch alkoholkrank. Und ein nasser Alkoholiker wir es nie nie nie gut heißen, wenn sein Partner aufhört. Weil er es für sich selbst nicht wahrhaben will.
Klar, dass er alles verharmlost.
Überleg Dir gut, was Du tust. Schütze Dich und ich würde darauf bestehen, dass er in meiner Anwesenheit nicht trinkt.
Nur Du kannst wissen, dass Du krank bist und was Du jetzt brauchst. Lass Dir nicht von jemandem dazwischen reden, der einfach nur trinken will. Auch wenns Dein Mann ist. Du bist aber nicht die erste, bei der das Umfeld trinken will.
Vielleicht kann Dir da ein Betroffener noch was zu schreiben.
Ich hatte Glück, mein Mann trinkt nichts seit ich nichts mehr trinke.
LG Calida -
Hallo Antje!
Das hast Du gut gemacht! Bei mir hat mir der Zeit das Bedürfnis nach Belohnung aufgehört. Stattdessen freue ich mich heute auf einen Abend, den ich gestalten kann wie ich will. Weil ich nicht saufen muss.
Wenn das Bedürfnis bei Dir kommt, kannst Du Dir doch was anderes gönnen. Schokolade vielleicht?
Und wenn ich Stress habe, gönne ich mir mal 10 Minuten allein. Ich bitte meine Kinder, mich kurz in Ruhe zu lassen. Oft lese ich dann hier ein paar Beiträge. Und danach kann ich mit dem Stress viel besser umgehen.
Dein Leben vom Chaos befreien ist bestimmt gut. Äußeres Chaos beseitigen kann auch für die Suche nach innerer Ordnung stehen. Hast Du Dein inneres Chaos vielleicht auch mit Alkohol bedeckt? Ich habe Alkohol auch getrunken, um den Dreck in mir nicht zu sehen. Nüchtern hab ich jetzt schon manche Ecke entstaubt.
LG Calida -
Hallo Antje!
Was war denn, als die Lust kam?
Wolltest Du Dich belohnen? Oder wolltest Du Dich betäuben, weil Dein Kind genervt hat? War Dir alles zu viel?
Ich habe mir das jedes Mal angeschaut. Es gab immer einen Grund. Du kannst Dir für Ruhe oder für eine Belohnung aber was anderes überlegen. Es dauert etwas, bis das neue selbstverständlich ist, aber es funktioniert.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Frank!
Genau. Prioritäten setzen.
Das mach ich mir auch immer klar: das wichtigste neben meinem eigenen trockenen Leben sind meine beiden Kinder - dann kommt mein Mann (Sorry, aber es ist so;-)) - und erst dann kommt alles andere. Arbeit ist oft Kindergarten oder ein großes Spiel - und die Erde würde sich auch ohne das weiterdrehen.
Freu mich, wenn Du öfter schreibst. Ich schau rein.
Schönes Wochenende!
Calida -
Hallo!
Zu Trinkula:
Das jemand 14 Tage nicht oder kontrolliert trinken kann, ist kein Beweis, dass er nicht süchtig ist. Im Gegenteil. Das kann mit zur Krankheit dazugehören. Der nasse Alkoholiker beweist sich, dass er es auch mal lassen kann. Dann kann er sich einreden: Ah - ich hab ja gar kein Problem. Einzig und allein, um dann wieder weitertrinken zu können. Weiter trinken - das ist das einzige Ziel dieser Krankheit.Hallo Grethe,
ich glaube, ein gesunder Mensch kann einen nassen Alkoholiker kaum verstehen. Eine Hilfe kann sein, mit trockenen Alkoholikern zu sprechen. Hans hat Dir sehr viel wichtiges geschrieben. Ich bin auch alkoholkrank - und ich konnte mir als nasse nicht vorstellen, wie sehr ich andere verletze. Das sehe ich erst jetzt, auch indem ich hier im Co.-Bereich lese. Es gab für mich nie die Entscheidung: Mann oder Alkohol. Letzterem war ich ausgeliefert und alles andere musste sich anpassen.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Sandra,
ich habe auch keine LZT gemacht - jedenfalls keine stationäre.
Ich habe zu Hause mit Medikamenten entgiftet, hatte Gespräche mit der Suchtberatung und habe mit dann einen Platz bei einer Psychotherapeutin gesucht.
Es hat bisher gut funktioniert.
Viele Grüße
Calida