Beiträge von Calida78

    Hallo Atze!
    Wem sagst Du, dass Du abhängig bist?
    Das nämlich war für mich lang ein heißes Eisen. Bei mir wissen alle, dass ich nix trinke und dass es bei mir keinen Alkohol gibt. Aber dass ich abhängig getrunken habe, dass wissen längst nicht alle.
    LG Calida

    Mir gings vorhin ähnlich. Hab Besuch bekommen von jemand, mit dem ich früher Wein getrunken hab. Jetzt aber schon viele Male nicht mehr. Ich hatte den Gedanken an Rotwein. Danach dachte ich: spinnst Du? Gedanke war weg und als ich satt war, war mir klar, dass das auch was mit meinem leeren Magen zu tun hatte. Nicht umsonst ist essen auch in meinem Notfallkoffer.
    LG Calida

    Liebe Thalia,
    mir gehts auch so mit dem heilsam erschreckend. Und ach ja, meinen Rückfall, nachdem ich mich für ein trockenes Leben entschieden habe, habe ich hier ja zugegeben. Zum Glück. Da dachte ich, bloß nicht mit der Heimlichtuerei anfangen. Das Glück war auch, dass sonst nix da war, was ich hätte trinken können. Aber angenommen, ich hätte die Kurve nicht gekriegt, dann wäre ich vermutlich hier rausgefallen. Hätte ich über Wochen geschrieben, dass ich trinke? Eher nicht. Aber ich hätte womöglich begründet, warum ich verschwinde. Ich finds selbst bedauerlich, wenn Menschen hier abtauchen, ohne etwas dazu zu sagen.

    Lieber Karsten,
    ja, die Zeit muss schon auch reif sein. Vor zwei oder drei Jahren.... Da wäre ich nicht so weit gewesen, dauerhaft trocken leben zu wollen. Dieser Gedanke hat mich beängstigt. Er musste lange reifen.

    Viele Grüße
    Calida

    Liebe Thalia,
    mir gehts auch so mit dem heilsam erschreckend. Und ach ja, meinen Rückfall, nachdem ich mich für ein trockenes Leben entschieden habe, habe ich hier ja zugegeben. Zum Glück. Da dachte ich, bloß nicht mit der Heimlichtuerei anfangen. Das Glück war auch, dass sonst nix da war, was ich hätte trinken können. Aber angenommen, ich hätte die Kurve nicht gekriegt, dann wäre ich vermutlich hier rausgefallen. Hätte ich über Wochen geschrieben, dass ich trinke? Eher nicht. Aber ich hätte womöglich begründet, warum ich verschwinde. Ich finds selbst bedauerlich, wenn Menschen hier abtauchen, ohne etwas dazu zu sagen.

    Lieber Karsten,
    ja, die Zeit muss schon auch reif sein. Vor zwei oder drei Jahren.... Da wäre ich nicht so weit gewesen, dauerhaft trocken leben zu wollen. Dieser Gedanke hat mich beängstigt. Er musste lange reifen.

    Viele Grüße
    Calida

    Liebe Thalia!
    Ja, ich glaube, wenn ich wieder trinken würde, weil ich dneke, das eine Mal, das geht schon - dann wäre ich sehr schnell wieder ganz dabei - und dann würde ich das auch wieder heimlich tun. Ob es mir gelingen würde - früher wusste mein Umfeld nix davon, jetzt schon - das wäre die andere Frage - aber der nasse Alkoholiker ist da ja ausgefallen kreativ.
    Die Erfahrung habe ich selbst auch schon gemacht. Ich war nicht jahrelang abstinent. Aber ich habe bewusst immer mehrere Wochen nicht getrunken. Es ging mir gut, auch, weil ich nicht lügen musste. Und dann fings wieder an und ich hab getrunken, mir eingeredet, ich könnte ja wieder aufhören, weitergtrunken und gelogen.
    Ich glaube (und habe es auch so gelesen), dass unsere Krankheit uns auf jeden Fall weitertrinken lassen will. Um jeden Preis. So beweist man sich, dass man es lassen kann, um dann weitertrinken zu können. Und so macht man es heimlich, weil es ja offen Probleme geben würde bzw. sich jemand der Sucht in den Weg stellen könnte.
    Ich glaub die Krankheitseinsicht erhöht die Chance, dass Du trocken bleibst, aber keine Änderung, wenn Du wieder im nassen Zustand sein solltest. Ich denke, da schlägt die Krankheit dann zu, vollkommen wurscht, was vorher war.
    Denkst Du denn darüber nach, wieder zu trinken? Oder machst Du Dir Sorgen, dass Du den Wunsch haben könntest?
    Liebe Grüße
    Calida

    Hallo Carl Friedrich!
    Da geht es mir auch so wie Dir! Oft hatte ich überhaupt kein Verständnis für Leute, denen es nur um ihren Schein geht. Aber wie ich ja selbst weiß, brauchen die Dinge Zeit.
    Ich wusst ja nun auch schon x Jahre, dass ich zu viel trinke - und was hab ich gemacht? Nix. Meine Zeit war eben noch nicht reif. Manchmal kann ich noch immer nicht glauben, dass es so ist. Aber ist so: der Wunsch, trocken zu leben muss aus einem selbst kommen und er muss sich entwickeln und immer mehr wachsen. Und wenn er das tut, ist das total schön.
    LG - Calida

    Hallo Nupsi!
    Willkommen hier! Kennst Du schon die Grundbausteine?
    Dass Du Deine Wohnung trockengelegt hast, ist einer davon. Und Parties mit Alkohol zu besuchen ist nicht empfehlenswert. Gerade am Anfang würde ich kein Risiko eingehen. Es ist ja oft gar nicht allein der Alkohol, der einen verführen kann. Ich habe anfangs gemerkt, dass ich in größerer Gesellschaft unsicher bin und war geneigt, meine Unsicherheit mit Alkohol wegzutrinken. Und so passierts, dass man ein Glas trinkt, obwohl man sich vorher vorgenommen hat, das nicht zu tun.
    Wir haben eine Krankheit, die eines will: uns weiter trinken lassen. Mit allen Mitteln. Und wenn Du Dich einem Risiko aussetzt hat sie es leichter.
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Maike,
    herzlich Willkommen hier!
    Was heißt denn: Du stehst kurz vor einer Leberzirrhose? Sagen das Deine Werte oder Dein Gefühl?
    Ist Deine Leber zu retten?
    Auf jeden Fall hast Du eine gute Entscheidung getroffen.
    Mir hilft das Forum sehr auf meinem trockenen Weg. Allerdings schreib ich im geschlossenen Bereich, hier draußen nur noch in anderen Threads.
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Heaven!
    Wo machst Du denn Urlaub?
    Urlaub ist so ne Sache. Alles, was mein Suchtgedächtnis anspringen lässt, würde ich gerade am Anfang nicht machen. Gerade so was typisches wie einen Club, wo viel getrunken wird, das würde ich Dir nicht empfehlen. Ich weiß noch, wie ich nach ein paar abstinenten Wochen hier geschrieben habe, dass ich mich für stabil halte. Und ich weiß, was Karsten mir dazu geschrieben hat. Das hab ich halt so gedacht, heute weiß ich, dass er Recht hatte.
    Überleg Dir, was Du tust und geh Schritt für Schritt.
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo heaven,
    die Angehörigen blickens anfangs oft nicht, dass das eine Krankheit ist. Mein Mann meinte anfangs, ich könnte doch anderen nicht das Trinken verbieten, nur weil ich nicht trinke. Ich habe selbst erstmal gebraucht, um unsere Krankheit selbst zu verstehen und lerne noch jeden Tag dazu. 'Und dann erst konnte ich ihm das begreiflich machen - und er hat es verstanden.
    Fakt ist für mich: in meinem Zuhause kann ich sehr wohl bestimmen, dass nicht getrunken wird. Und wenn ich woanders hinfahre, überlege ich mir sehr genau, was mich erwartet.
    Ich hatte es auch schon mal, dass die, die ich besucht habe, abends getrunken haben. Da bin ich aber gegangen. Nicht nur, weil ichs nicht ausgehalten hätte. Sondern weil ich daran kein Interesse habe. Ich habe nüchtern keine Lust, den ganzen Abend nur rumzusitzen und mir das Gequatsche von angetrunkenen Menschen anzuhören. Da bin ich dann lieber für mich und lese ein Buch.
    Ich hab gebraucht, bis ich diese Haltung hatte und arbeite immer noch daran. Und ich find sie gut. Wieso sollte ich etwas gegen meinen Willen machen, nur damit andere trinken können? Nee - das leuchtet mit heute GsD wirklich nicht mehr ein. Bleib weiter auf dem Weg - es lohnt sich.
    LG - Calida

    Hallo Nara!
    Herzlich willkommen hier. Schreiben in Etappen ist gut, durch das Schreiben wurden mir viele Zusammenhänge bewusst.
    Ich kann Deine Geschichte gut nachvollziehen. Bei mir wars glaub ich nicht ganz so extrem, aber ähnlich. Bestimmte Leistungen waren selbstverständlich, Lob war selten und auf der Gefühlsebene war ich ganz allein. Magst Du schreiben, wie Du trocken wurdest und wie es Dir bisher damit geht?
    Ich wünsch Dir einen guten Austausch!
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Wolfgang,
    ich sehe das wie Karsten. Anderen helfen kannst Du vielleicht, wenn Du selbst langfristig trocken bist. Ich würde mich an Deiner Stelle erstmal um mich selbst kümmern.
    Von Leuten, die trinken und mit denen ich nix machen kann, ohne dass sie trinken, hab ich mich abgewendet. Erstens weil sie für mich eine Gefahr sind, zweitens weil ich, seit ich nicht mehr trinke, andere Interessen habe. Ich bin gern aktiv oder mache Wellness. Nur rumsitzen und reden, wenn andere trinken, das ist mir nüchtern zu doof.
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Wolfgang!
    Auch von mir ein herzliches Willkommen!
    Körperliche Entzugserscheinungen dürftest Du nicht mehr haben - die Psyche ist so ne Sache. Beobachte Dich, wie es Dir geht, was Dir leichtfällt, was Dir schwerfällt und in welchen Situationen Du an Alkohol denkst - und schreibe davon. Das genaue Beobachten, mich selbser nüchtern kennen lernen und darüber zu reflektieren - das hat mir sehr geholfen. Und: Kennst Du die Grundbausteine? Findest Du hier im Forum. Sich daran zu halten, hilft auch, um trocken zu bleiben.
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo lT,
    Das ist kein Schwarzweißdenken. Das ist Selbstschutz. Sag doch Du bist krank und geh da nicht hin.
    Ich hab mal so gedacht wie Du. Dachte ich darf nur nicht trinken und wollte anderen das Trinken nicht verbieten. Ich bin auch einer <sozialen Verpflichtung> nachgekommen. Ich wR so angespannt, weil ich es nicht mehr gewohnt war, in Gesellschaft nüchtern zu sein. Und was meinst Du? Nach einer Stunde bin ich umgefallen und habe getrunken.
    Deine Krankheit kann Dir jetzt einreden, dass Dir das nicht passieren wird. Aber Du könntest so schlau sein und nicht die gleichen Fehler machen wie andere.
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo lT!
    Und das Einreden, dass das nicht so schlimm ist, ist typisch für die Krankheit. Hast Du mal was gelesen über unsere Krankheit? die Krankheit will Dich weitertrinken lassen - mit allen Mitteln. Das ist typisch: Du trinkst ne Weile nichts und sagst Dir dann: geht doch, ich kann also auch ohne. Also trinkst Du wieder und denkst, einmal aufhören hat doch auch geklappt, da trinke ich jetzt drei Tage, und dann lass ichs wieder. Funktioniert aber nicht. Nie! Ansonsten wären wir keine Alkoholiker, sondern kontrollierte Trinker.
    Kannst Du in den Spiegel schauen und sagen "Ich bin Alkoholiker?" Ich finde, es sagt viel aus, ob man das kann oder nicht.
    Sich von den alten Gewohnheiten verabschieden - das klingt wie aus dem Lehrbuch: A durch C ersetzen, a durch b usw. Ich weiß nicht, ob das so geht. Ich bin noch keine Langzeittrockene, aber ich will Dir meine Erfahrung schreiben: Ich habe nach den Grundbausteinen gelebt, ich habe die Risiken, die ich kannte, gemieden (Es sind im Lauf der Zeit welche, die ich noch nicht kannte, dazugekommen), ich war demnach in keiner Kneipe, auf keiner Party und ich hatte keinen Alkohol zu Hause. Dass sich auch andere Bereiche meines Lebens geändert haben, hat sich dann zum Teil von selbst ergeben. Da ich nüchtern war, hatte ich z.B. mehr Energie und habe auch andere Interessen entwickelt. Heute ändert sich zwangsläufig auch noch vieles, so treffe ich keine Leute, die Bier trinken wollen und setze mich daneben, ich ändere aber auch bewusst. Ich würde sagen, dass ich heute ein ganz anderer Mensch bin als noch vor einem Jahr. Priorität hatte und hat für mich: trocken bleiben. Ohne das wäre ich bis hierhin niemals gekommen. Da bin ich mir sicher, dass ich das halbherzig und ohne aus meiner Priorität Konsequenzen für mein Handeln zu ziehen, niemals geschafft hätte.
    Ich wünsche Dir, dass Du auch diese Prorität für Dich setzen kannst!
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo!
    Da meldet sich womöglich was in Dir, das Du als Trinker nicht wahrgenommen hast. War bei mir zumindest so. Ich musste erst wieder lernen, meine Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen. Diese scheinbar grundlose Unzufriedenheit hatte ich auch anfangs. Aber natürlich gab es Gründe. Meditation kann da vielleicht helfen, sie zu finden.
    Viele Grüße
    Calida