Beiträge von Calida78

    Hallo Luzider Träumer,

    Zitat

    Irgendwie möchte ich nicht, dass mir Dinge wie tanzen gehen auf einmal keinen Spaß mehr machen sollen, nur weil ich dabei auf Alkohol verzichte. Generell wurde das aber auch vor der Abstinenz schon viel seltener mit dem weg gehen, daher denke ich, dass es in den nächsten Jahren noch seltener wird.

    Mir machen Dinge wie Kneipen und Discotheken tatsächlich keinen Spaß mehr. Macht aber nichts. Was soll ich da nüchtern mit angetrunkenen Menschen anfangen? Ich habe in meinem nüchternen Leben dafür anderes gefunden, das mir Spaß macht. Es hat sich sowieso alles sehr verändert, seit ich nüchtern bin. Das, was ich nur alkoholisiert machen wollte, kann kein wirklicher Spaß gewesen sein. Das wusste ich aber auch nicht sofort - nach ein paar wenigen klaren Wochen. Diese Erkenntnis kam mit der Zeit.
    Außerdem habe ich all das, wobei ich getrunken habe, gerade am Anfang gemieden, um mich keinem Risiko auszusetzen.
    Dazu kann ich Dir nur raten, wenn Du wirklich ohne Alkohol leben willst.
    Viele Grüße
    Calida

    Lieber Hesse,
    als ich erst ein paar Tage und Wochen nix getrunken habe, war ich nicht allein einkaufen. Damit konnte ich vermeiden, Alkohol zu kaufen.
    Das würde ich Dir auch raten.
    Weiß Deine Frau denn, was mit Dir los ist?
    Ich versuche mir vorzustellen, was mein Mann gemacht hätte, wenn ich ihn gebeten hätte, eine Flasche wegzukippen. Ich glaube, er hätte es gemacht. Zumindest hätte er sie sicher aus dem Verkehr gezogen.
    Einen Alkoholiker, der gerade massiven Suchdruck hat, eine Flasche aufmachen lassen - das geht mit hoher Wahrscheinlichkeit schief.
    Wenn Deine Frau möchte, kann sie ja auch hier im Forum lesen und Schreiben.
    Es gibt ja auch Seiten für Angehörige von Alkoholikern.
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Tanja!
    Du wirkst sehr entschlossen und es klingt gut,
    was Du bisher für Dich getan hast.
    Seit ich mich von Alkohol verabschiedet habe, hat sich vieles in meinem Leben verändert - und es ändert sich noch. Wenn ich eines gelernt habe, dann, das ich Geduld brauche.
    Wenn es mir nicht gut geht, erinnere ich mich oft daran, dass dies früher ein Anlass gewesen wäre zu trinken. Statt zu trinken schau ich mir an, was gerade ist, was ich fühle. Und ich überlege, was mein Bedürnis ist und versuche, entsprechend zu handeln.
    Mach' weiter so und vielleicht lesen wir uns ja bald im Geschlossenen.
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Tanja,
    Du hast lange alles nur gefiltert mitbekommen. Das Leben ohne Filter ist anders. Ich bin dabei das zu lernen. Wenn etwas zuviel wird oder Du Dich unwohl fühlst seh ich das als Zeichen. Das hatten wir im Suff eben so nicht wahrgenommen. Und wenn ich das wahrnehme, dann versuche ich was zu ändern. Wir können uns ja bald in der Villa nochmal darüber unterhalten. Schön, dass Du bald auch dort bist.
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Hesse!
    Ich kann Deine Ängste verstehen - und auch (noch?) falsch gesetzte Prioritäten. Letzten Sommer stand ich am Anfang. Da dachte ich, ich trinke eben nicht mehr und fertig. Dass ich das dauerhaft nur schaffen kann, wenn ich mein Leben ändere, habe ich erst nach und nach begriffen. z.B. dass ich bestimmte Leute nicht mehr treffen möchte oder dass ich nicht einfach so nach XY fahren kann und will..... Das war aber vielleicht auch gut, womöglich hätte ich mich sonst abschrecken lassen. Und ich bin mir sicher, da kommt auch noch einiges, was ich jetzt noch nicht weiß. Ich denke, Du musst nur eines wollen: trocken werden und dauerhaft trocken bleiben wollen. Dann wirst Du nach und nach sehen, was Du beibehalten kannst und was Deiner Trockenheit im Wege steht.
    Packs an! Ich wünsche Dir alles Gute!
    Gruß
    Calida

    Hallo Tanja!
    Ich finde Du machst das richtig. Ich würde gerade am Anfang nichts machen, was gefährlich werden könnte. Ich überlege mir immer bewusst, worauf ich mich einlassen kann und worauf besser nicht. Ich lade Dich wie Thalia auch in den geschlossenen Bereich ein. Wir haben einen intensiven Austausch. Mir gibt das sehr großen Rückhalt.
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Tanja,
    die Anfangseuphorie hatte ich. Ich habe es genossen, z.B. im Job plötzlich 150 % geben zu können. Vor zu viel Euphorie würde ich mich ohnehin hüten. Es ist schon gut, glücklich zu sein, dass man sich für ein alkoholfreies Leben entschieden hat. Aber ich denke zu viel Euphorie hat schon manchen unvorsichtig werden lassen. Die Krankheit ist ja da - und könnte Dir einreden, es klappt doch gut, also könnetst Du auch wieder trinken, und dann eben wieder aufhören....
    Ich betrachte meine Trockenarbeit inzwischen als Lebensaufgabe - und mal geht's mir super und mal eben nicht so. Das guck ich mir dann genau an und schaue, was ich aktiv tun kann.
    Dass ich am Anfang nach der Euphorie ein paar schwierige Tage hatte, hat mich auch irritiert - ich erinnere mich noch genau.
    Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Weg weiter gut gehen kannst.
    Viele Grüße
    Calida

    Liebe Ajnat,
    das klingt alles gut, für mein Gefühl gehst Du es gut an!
    Auch ich fühle mich an meinen Anfang erinnert. Mit meinem 'Mann und meinem Arzt zu rden, die mich auch nich verstanden haben!, hat mich dermaßen erleichtert!
    Verstanden werden bzw. mich nicht verstanden fühlen, hat sich herausgestellt, ist ein großes Thema für mich, das stark mit meiner Sucht zusammenhängt. Da gibt's nämlcih noch viel anderes, bei dem ich mich eben nicht verstanden fühle. Nun arbeite ich daran.
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Asta!

    Zitat

    Mein Mann trinkt nach wie vor weiter sein Bier und meine Gedanken dahin gehend enden schon manchmal in Wut und Enttäuschung. Ein alkoholfreies Umfeld wird es hier nicht geben, selbst wenn mein Mann nichts mehr trinken würde. Es steht mir auch überhaupt nicht zu, zu verlangen das sich andere für mich ändern müssen. Die Verantwortung liegt ganz alleine bei mir.

    Das erschreckt mich sehr. Wir sprechen doch nicht darüber, dass wir süchtig nach Gummibärchen sind - und das jetzt mal lassen müssen, und dann müssen wir uns halt disziplinieren, wenn andere das Zuckerzeug in sich reinstopfen.

    Ich denke, wir können das von Menschen, die uns lieben verlangen. Wenn Dein Mann selbst abhängig ist, ist das eine andere Geschichte - aber auch das wäre dann ja kein Dauerzustand. Wir haben eine Krankheit, die tödlich enden kann. Da kann ich doch erwarten, dass meine allernächsten Mitmenschen mich unterstützen.

    Bei mir habe es im letzten halben Jahr einige Moment, in denen ich dachte: wie gut, dass ich keinen Alk im Haus habe.

    Aber die Tatsache, dass ich andere Trinkende nicht um mich herum haben will und darf, die kam auch nicht in zwei Tagen, das hat länger gebraucht.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und wenn ich richtig verstanden habe, lesen wir uns bald im geschlossenen Bereich.

    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Asta!
    Da hast Du ein wichtigen Schritt geschafft!
    Ich kann mich noch an meinen Gang zum Arzt erinnern.
    Ich habe all die Jahre versucht zu vertuschen, dass ich trinke, hätte das niemals zugegeben. Und als ich meinem Mann und meinem Arzt die Wahrheit gesagt habe, fühlte sich das für mich an wie der Beginn eines neuen Lebens.
    Alles Gute und bleib am Ball!!!
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Kerstin!
    Es nervt mich auch schon mal, wenn ich auf der Heimfahrt im Radio kurz vor fünf schon Apfelwein-Werbung höre. Da denke ich mir: Was gaukeln die uns eigentlich vor? Dass es ganz normal ist, um die Zeit zu saufen? Ich finde das gefährlich, weil Alkohol so normal und harmlos rüberkommt. Auf nerven für mich tuts mich nicht. Denn: ich kann es nicht ändern. Alkohol ist da. Ich persönlich kann mit dem Feind auch besser umgehen, wenn ich ihm in die Augen sehe.
    Was empfindest Du denn genau, wenn Du z.B. Alkoholwerbung im Fernsehen siehst?
    Viele Grüße
    Calida

    Huhu!
    Scheinbar feiern die Banken Fastnacht. Jedenfalls bin ich noch nicht frei für den erweiterten Bereich. Ich hoffe auf morgen und freu mich.
    Im Moment ist alles solala. Also ich find es ja schon gut, wenn Alk keine Rolle spielt. Dafür ess ich grad zu viel. Naja, man kann eben nicht alles......
    Viele Grüße
    Calida......

    Hallo Karsten und Thalia!
    Ich habe eben den Antrag auf die geschlossene Abteilung gestellt:-)))
    Ja - ich habe das tasächlich so noch gar nicht gesehen. Ich habe bislang mit mir gehadert, ob ich da so viel mehr über mich schreiben würde als im offenen Bereich. Aber JA: Ich kann natürlich im geschlossenen viel mehr von Euch erfahren und lernen als im offenen!
    Ich bin gespannt!
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Carpenter!
    Danke für Deinen Rat!
    Kann ich alles nachvollziehen. Obwohl mich das Rauchen auch stört, werde ich das jetzt nicht sofort lassen. Anfangs wollte ich auch am liebsten auf Süßkram verzichten und 10 Kilo abnehmen. Auch das habe ich jetzt hinten angestellt. Liebr fünf Kilo mehr und abends Schokolade als wieder zu saufen!
    Mit Therapie ist das etwas schwieriger. Ich mache die ja schon seit einem halben Jahr. Bisher war es noch nie so, dass es mir danch schlechter ging. Abe rich habe mir auch Gedanken gemacht, dass das passieren könnte. Trotzdem habe ich mich entschieden, die Therapie zu machen, weil mein Leidensdruck zu groß ist. Und der könnte auch dazu führen, dass ich schwach werde.....
    Ja - und warum viele von uns dachten, sie wären zu intelligent, um als Alki zu enden.....
    Das ist einfach der Teufel. Und ja: er ist immer noch in mir. Das ist mir schon klar, dass das noch lange Zeit braucht!
    Viele Grüße
    Calida