Hallo Hesse!
Ich wünsch Dir ein angenehmes Gespräch!!!
Noch mal zu Deine Freizeitfrage. Ich treibe auch Sport, aber nicht nur, weil ich schon immer Sport geliebt habe. Denn Tipp meiner Suchtberaterin: Sport nimmt den Saufdruck weg. Und das stimmt bei mir absolut. Alkohu belohnt uns im Hirn. Und Sport tut genau das gleiche.
V.a. am Anfang hatte ich in meiner Gewohnheit noch so drin, dass ich nach der Arbeit erstmal Wein trinke - zur Entspannung. Und immer wenn mir danach war, hab ich meine Laufschuhe angezogen. Und als ich wieder daheim war, hatte ich das Saufbedürfnis überhaupt nicht mehr.
Und Du bist ja geschwommen. Wär das nix?
Ich bin auch Schwimmerin, habe mir einen privaten Schwimmtrainer gesucht und habe mir sämtliche Schwimmstile draufgeschafft. Das macht total Spaß!
Und dazu kommt: seit ich nicht mehr saufe, habe ich ein anderes Körperbewusstsein. Vorher hab ich mich damit abgefunden, dass der Alkohol mich halt fett macht. Ich hab mich unwohl geführt. Jetzt hab ich durch nichtsaufen einige Kilos verloren - und der Sport unterstützt das natürlich noch. Ich freue mich zu sehen, wie mein Bauchfett schmilzt, mein Körper immer trainierter wird und dass ich wieder vieles anziehen kann, ohne zu denken, dass ich viel zu fett dafür bin.
Vielleicht findest Du ja auch wiede rLust an Deinem Körper und die SPortslust kommt beim Essen.
In diesem Sinne: einen shcönen alkoholfreien Tag!
Viele Grüße
Calida
Beiträge von Calida78
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Hallo Uan,
mir hilft das auch. Bei mir ist Alkohol der Teufel, der mir alles kaputt machen will.
Das halte ich mir immer vor Augen!
Einen schönen 6. Tag wünsch ich Dir!
Viele Grüße
Calida -
Hallo Hesse,
ich schließe mich Leo an. Der Weg ist das Ziel. Es gibt nicht die eine richtige Strategie. Ich habe verschiedenes ausprobiert und dann an manchen Dingen festgehalten und andere wieder verworfen. Bei der Frage, welche therapeutische Hilfe für mich die richtige ist, wars schon schwieriger. Da habe ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen. Ich sehe es jetzt gar nicht mehr so, dass es meine einzige Aufgabe ist, den Alkohol zu verbannen. Ich muss halt mein Leben leben - das ist eine große Aufgabe - jedenfalls wenn mans bewusst machen will - und der Alkohol hat mich das nicht machen lassen. Also musste ich ihn verbannen, um meiner eigentlichen Aufgabe nachkommen zu können.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Uan!
Herzlichen Glückwusch zu Deinem vier Tagen!!!!!
Bleib dran!
Viele Grüße
Calida -
Ja - war bei meiner Suchtberaterin (erste Anlaufstelle für mich) ähnlich. Wenn ich dort eine Therapie gemacht hätte, hätte ich mich verpflichtet, während der Therapiezeit nichts zu trinken, also ca. ein Jahr. Das ist nämlich Bedingung des Rentenversicherungsträgers, die die Kosten übernommen hätte. Die Frau sagte mir: Was Sie nach diesem Jahr machen, das können Sie dann immer noch sehen.
Mir ging es wie Dir, Leo. Ich fand das total schräg und für mich ist das der falsche Weg. Ich treffe die Entscheidung lieber gleich und stelle mich auf ein nüchternes Leben ein. Sonst hätte ich doch immer diese Ungewissheit: soll ich es nach der Therapie nochmal mit Alkohol probieren oder nicht?
Eigentlich ist es wie mit einem schlechten Partner. Wenn Du geschlagen und gedemütigt wurdest, würde Dir doch nach einem Jahr auch keiner raten: Kehre zu ihm zurück und probiers nochmal.
Viele Grüße
Calida -
Guten Morgen Asta,
genau die gleiche Sehnsucht wie Du hatte ich auch: naturmüde sein und morgens fit und glücklich sein. Das Problem, das ich bei Dir sehe: solange Du den Alkohol nicht komplett aus Deinem Lenben rausschmeißt, kannst Du womöglich nichts richtig genießen. Weil da ist ja immer der störende Gedanke. Mir gings so: ich hab mich immer gefragt: wann trinke ich? Vor oder nach 20 Uhr? Muss ich noch ne Flasche kaufen? Was ist wenn ich den Rest leer trinke und dann will ich noch mehr? Diese Gedanken kamen immer wieder und ich konnte mich z.B. auf ein Spiel mit den Kindern nie wirklich einlassen, auch wenn ich an diesem Tag noch nüchtern war. Alles machen, einfach nur machen, das ging erst, als ich ich mich komplett vom Alkohol verabschiedet habe. Aber ich weiß: leichter gesagt als getan. Es muss eben auch der geeignete Moment sein und Du musst wirklich bereit sein.
Ich mache jetzt wieder Dinge, die ich lange nicht gemacht habe. Ich stricke eine Mütze oder lese ein Buch. Nach ner halben Flasche Wein ging das nicht, da war ich viel zu kaputt. Für mich ist es eine große Freiheit, etwas tun zu können, ohne zu denken: ich brauch eigentlich noch bisschen mehr Stoff......
Ich wünsch Dir, dass für Dich bald der Moment kommt!
Viele Grüße
Calida -
Hallo Karsten,
ja - das stimmt. Man muss die Hilfe wollen. Und vor allem der Zeitpunkt muss gekommen sein!
Ach würde es nur dieses Teufelszeug nicht geben! Ich weiß, dass ich oft unzurechnungsfähig war.
Und wenn ich mir denke, wie viele Leute das sind - und in verantwortungsvollen Posten sitzen. Wenn mann bedenkt, dass auch ihnen Alkohol im Zweifelsfall wichtiger ist als alles andere, da könnte einem glatt übel werden.....
Viele Grüße
Calida -
Hallo Asta,
das ist doch schon mal ein Erfolgsschritt, wenn Du es schaffst, nicht schon tagsüber zu trinken!
Hast Du beim letzten Aufhören mit Notfallkoffern gearbeitet? Ich habe diesen Tipp hier aus dem Forum - und er hat mir sehr geholfen zu verzichten. Wenn ich abends der alten Gewohnheit verfallen wollte und der Druck kam, dann hab ich den Notfallkoffer gehabt. Ich hab gegessen, viel Wasser getrunken oder Sport gemacht. Und immer an meine Kinder gedacht. Und das hat mir wirklich den Druck genommen. Ich hab früher abends nix gegessen, damit ich saufen konnte. Und wenn ich jetzt bewusst esse, fühle ich mich so voll, dass ich überhaupt kein Bedürfnis habe, Alkohol zu trinken. Vielleicht hilft Dir das ja auch. Bleib dran!
Viele Grüße
Calida -
Hallo Karsten,
ja - man findet alles mögliche im Internet - das stimmt schon. Ich habe den zitierten Artikel dehalb so in Erinnerung, weil er für mich eine Warnung war: Achtung! Mediziner wissen nicht unbedingt, was für mich das richtige ist. Wenn ich mich nicht informiert hätte, hätte ich vielleicht einfach auf den Ratschlag meines Arztes gehört und nach drei Monaten gedacht: so - jetzt probier mers nochmal mit einem Bier oder einm Glas Wein. Dass das nicht geht, das muss man eben erst mal kapieren und sich über die Konsequenzen bewusst sein. Und das ist glaub ich nicht so einfach. Anfangs dahcte ich auch, ich trinke jetzt nix und wenn meine Blutwerte okay sind, vielleicht irgendwann mal wieder. Dass ich dieses irgendwann aber gar nicht mehr will, das kam echt erst mit der Zeit - nach dem ich ganz viel eInformationen aufgesaugt habe - und eben auch die, dass kontrolliertes Trinken kein Ausweg ist.
Ha Karsten! vielleicht wären wir ja gute Ärzte für Alkoholiker! Ich beobachte nämlich, dass Menschen, die mit Trinken kein Problem haben, überhaupt nicht nachvollziehen können, wie das Leben für einen Alkoholiker ist. Wieso sollte das bei Ärzten anders sein? Theoretisch kann ich ganz ganz viel wissen. Aber für den praktischen Ratschlag ist es etwas anderes, ob ich Alkoholismus oder Masern behandle.
Aber ich denke, dass ist für Dich ja auch der Grund, weshalb Du dieses Forum leitest. Es ist gut, wenn negatives nicht umsonst war und man es hin zum postiven wenden kann!:-)
Viele Grüße
Calida -
Guten Morgen!
Stimmt, Karsten, es obliegt mir selbst zu entscheiden, was ich will. Das setzt aber vorraus, dass ich mir über meine Krankheit bewusst bin und schon ein Stück weit reflektiert habe.
Gerade ganz am Anfang finde ich das schwierig. Wenn ich da an die einfachen Leute in meinem Dorf denke, die oft sagen "Der Doktor hat gesagt, dass....." Naja.....
Ich will das auch gar nicht verallgemeinern, dass alle Ärzte nur noch kontrolliertes Trinken empfehlen. Aber ich habe einen Artikel gelesen, der gut recherchiert war. Und demnach ist vollständige Abstinez nicht mehr das, was Ärzte einem Alkoholiker unbedingt empfehlen.
Viele Grüße
Calida -
Das sehe ich auch so. Allerdings schieben Ärzte einen neuen Film. Weil es statistisch gesehen besser ist, man säuft mal ne Zeit nicht oder eben nur einen Liter Wein statt zwei, ist das kontrollierte Trinken jetzt wieder hipp! Abstinenz könnte abschrecken und viele versuchen es dann gar nicht. Und deshalb fordern Ärzte Abstinenz nicht mehr ein. Das finde ich echt krass!!!!!
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Wie geht's Dir denn jetzt? Hast Du getrunken?
Ich hab's ähnlich erlebt wie Du. Hab mich im Kindergarten
gefragt, ob ich eine Fahne habe......
Mir ist nicht ganz klar, ob Du schon aufgehört hast, reduziert
hast oder noch aufhören willst.
Mein Aufhören kam ungeplant. Ich habe ein Wochenende gesoffen und hatte dann einen tierischen Kater.
Auch am nächsten Tag ging's mir noch dreckig. Und dann
hab ich kapiert, dass ich auf Entzug bin. Schwitzen und Herzrasen.... Mir wurde Angst und ich bin zum Arzt. Er hat mir was verschrieben, damit ich nicht ins Delir falle. Das war jetzt die Kurzform. Jedenfalls war das dermaßen schockierend, dass ich sowas auf keinen Fall nochmal erleben wollte.
Wenn Du noch nicht aufgehört hast, willst Du nicht auch besser zum Arzt, bevor Du es einfach so machst?
Ich hab mich vorher nie getraut mein Problem anzusprechen. Dann musste ich plötzlich, weil ich Angst hatte zu krepieren. Und es ging mir so viel besser. Und ich war nicht wie befürchtet eine Assitusse. Ich hab gemerkt, dass ich eine von vielen bin.
Ich wünsch Dir Entschlossenheit und viel Kraft! -
Ich meinte Garantie. Mistsmartphone!
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Ach entschuldige. Ich hab grad nochmal Deinen Anfang gelesen. Therapie hast Du also schon hinter Dir. Aber das ist eben auch keine Therapie für Trockenheit. Das muss ich mir auch klarmachen. Vielleicht ist dieses Forum der richtige Weg. Mir hilft es auch über unsere Krankheit zu lesen, um mich zu wappnen.
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Stimmt. Ich war auch eine Problemtrinkerin. Und am Ende
hab ich bei Dingen getrunken, die gar keine Probleme
waren. Es geht mir jetzt gut, aber es ist oft auch sehr
anstrengend. Aber auch spannend, weil ich die Dinge
aktiv angehen kann. Ich hab mich für eine Therapie entschieden, tiefenpsychologischer Ansatz. Und tatsächlich
scheint in meiner Vergangenheit einiges im Argen zu liegen.
Die Dinge und mich zu verstehen, daran bastle ich gerade.
Wie hast Du denn vor zehn Jahren aufgehört zu trinken? Hättest Du Hilfe von außen? -
Hi!
Ja - das ist eben eine lebenslange Krankheit, die im Sinn hat, uns wieder zum Trinken zu bringen - auch wenn es anch 10 Jahren ist. Nach 10 Jahren denkt man wahrscheinlich auch leichter, dass man ein Glas im Griff hat als nach drei Monaten.
Schön, dass Du hier im Forum bist! Ich habe auch zwei Kinder ( 4 und 8 ). Sie fordern mich, aber sie stärken mich auch, weil ich sehe: sie brauchen ihre Mama - und zwar ihre echte und ganze Mama und nicht eine, die nix mehr vorlesen kann, weil sie vom Wein zu müde und kaputt ist.
Ich wünsche Dir, dass Du auch diese Kraft spürst und wünsche Dir, dass Du es packst!
Gruß Calida -
Geht so, ich könnte dünner sein..... -
Hallo!
Jetzt habe ich endlich wieder ein bisschen Zeit zum Schreiben:-)
Bald sind es drei Monate in meinem neuen Leben. Das macht mich froh!
Gestern habe ich mal wieder ein bisschen Literatur gelesen. Da ging es um "das eine Glas". Wenn der trockene Alkoholiker dann denkt, ein Glas - das kann doch nicht schaden. Meine Angst war ja immer, dass ich dann noch ein zweites und drittes trinke. Aber nee, in dem Kapitel stand, dass das mit dem einen Glas durchaus gutgehen mag. Aber - dann wirds noch viel gefährlicher. Denn das Suchtgedächtnis wird aktiviert, auch wenn man nix davon merkt. Und vielleicht vier Wochen - ohne noch ein Glas - später, ist man vielleicht auf einer Feier und denkt: neulich hat das doch mit dem einen Glas auch geklappt..... Und letzte Nacht hatte ich dann eien blöden Traum. Dass ich ein Bier getrunken habe - und dann noch eins und ich habe mich voll schlecht gefühlt......
Ich glaube, das war wichtig und dass muss man sich immer wieder vor Augen halten. Denn die Umwelt ist echt gefährlich für uns, v.a. wenn wir uns noch auf die Meinung von Ärzten verlassen. Mein Arzt meinte, ich solle mal drei Monate nix trinken und dann könnte ich ja wieder anfangen und versuchen, über ein bestimmtes Limit nicht rauszukommen. Mann! Mann! Mann! Vielleicht sollte das ein Kompliment sein. Er hält mich nämlich nicht für eine schwere Trinkerin.Aber dann war es ein schlechtes Kompliment. Und es zeigt mir: Den Anker darf ich nur in mir selbst haben! Ich darf micht auch niemand anderen verlassen, wenn ich meinem neuen Leben bleiben will.
Wenn ich mir vorstelle, ich würde heute Abend mal schnell ne Flasche Wein trinken und wie ich mich dann fühle und was ich mache - nämlich nix nix nix wertvolles - dann schüttelt es mich.
Ich glaube es ist wichtig, dass ich mir das in regelmäßigen Abständen immer wieder vor Augen halte.
Schlönen Tag allerseits!
Calida -
Hallo Karsten! Das liegt zum einen daran, dass ich viel arbeite und zum anderen Ruhe ich mehr in mir selbst. Ich lese aber auch im Forum, ohne immer zu schreiben. Vieles was ich geschrieben habe, ging nach meinem Empfinden ins Leere, die Leute waren dann ohne Kommentar wieder weg. Aber ich werde sicher wieder mehr in meinem Thread schreiben, sobald ich wieder Muße habe. Viele grüsse Calida
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Hallo Karsten, mir geht's ganz gut, danke. Gestern hatte ich mein zweimonatiges:-) Ich kann langsam meine Gefühle wahrnehmen und akzeptieren. Ich ärgere mich gerade über mein Kind, das Eigenschaften wie ein Schwererziehbarer hat. Ich weiß nicht, wie viel ich früher weggesoffen hätte. Das Nichttrinken wird mir immer selbstverständlicher. Also das läuft wirklich gut, das andere..... Naja ich hoffe auf ein Wunder, dass ein schlaues Kind nicht dauerhaft ein Klassenclown bleibt, das macht mich sehr unglücklich. Und wie geht's Dir? Ich hab Dich etwas vermisst im Forum in letzter Zeit.
LG Calida