Hallo Karsten,
ja - ich wusste ungefähr, was mich erwartet. Die Therapeutin hält sich sehr zurück und ich komme selbst auf die Themen. DAs ist für mich der richtige Weg. Ich war auch bei einer Alkoholtherapieberatung - da habe ich konkret gesagt bekommen, was ich wie machen muss. Und das ist nix für mich. Ich glaube, dass ich langfristig mehr davon habe, wenn ich das Wesentliche selbst erkenne und anpacke.
Viele Grüße
Calida
Beiträge von Calida78
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Heute wieder Therapie. Ich mache eine tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie. Ich weiß nicht so genau. Es ist ein bisschen wie stochern im Nebel, bis man dann was findet, was einem vorher nicht so klar war. Seit ich abstinent bin, entdecke ich auch, worüber ich mal reden muss. Angetrunken hab ich vieles nicht gesehen und nur der nächste Schluck war wichtig. Ich bin gespannt, was am Ende dabei rauskommt, aber auf jeden Fall bringt es jetzt schon etwas, eine Stunde über sich zu reden. Denn das mache ich ja sonst mit keinem.
Und mich selbst kennen lernen und zu wissen, was mich unzufrieden macht - das hilft mir viel, um zu erkennen: aha - aus dem Grund hast Du früher gesoffen - und da überleg ich mir jetzt andere Strategien.
Viele Grüße
Calida -
Zitat
Hallo Calida,
ich halte es für schön reden, wenn es als Vorfall betrachtet wird. Von einer Klinik erwarte ich auch solche Aussagen ncht, wenn es sich um Alkoholiker/innen handelt.
Ein Rückfall kann für eine/n Alkoholiker/in den Tod bedeuten und dass sollten Mitarbeiter in Kliniken wissen.
Nicht jeder kann einfach so wieder aufhören zu saufen, wenn er oder sie einen Rückfall hatte.
Es geht hier nicht um den Genuss von ein, zwei Gläser Wein, sondern um ein Droge, von der wir abhängig sind.Gruß
Karstenmir gehts überhaupt nicht ums schön reden - das kann ich keinem raten - und was ich geschrieben habe, geht sicher nicht für jeden. Ich hätte selber Angst, ein Glas zu trinken und was dann? Ich dachte nur, es kann auch eine Chance sein, wenn man nicht automatisch denkt: jetzt ist alles zunichte! Sondern dass man weiter macht, sofern man es alleine schafft.
Und ich bin auch Deiner Meinung, dass Klinikpersonal das wissen sollte. Aber es haben so viele Leute keinen Plan. Mein Arzt hat mir auch geraten, dass ich ja in zwei Monaten nochmal versuchen könnte, ein Glas zu trinken - aber eben nur eines. Mag sein, dass das Leute können. Aber dafür muss man doch erstmal wissen, wie es um die Abhängigkeit des Patienten genau bestellt ist. Das ist ja das, was sich gerade ausbreitet: Abstinenz gilt nicht mehr als Mittel der Wahl, sondern kontrolliertes Trinken. Da kann ich mir nur an den Kopf greifen!!!!!
Viele Grüße
Calida -
ähh - mein Mann - meinte ich!
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Da kann ich mich anschließen. Mir gings schon 1000 Mal besser, als mein und mein Arzt Bescheid wussten. Ich war so froh, dass Chluss mit der Lüge ist - und dafür musste ich nicht gleich alle informieren. Das mache ich jetzt nach und nach. Und dann wenn es sich ergibt. Denn ich bin ja auch nich nicht so lange von dem Zeug los.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Kate,
eine Freundin war einmal zur Entwöhnung in einer Klinik. Ihr haben sie gesagt, sollte sie mal was trinlen, ist das kein Rückfall, sondern ein Vorfall. Erst dachte ich, dass das rechtfertigen udn schönreden ist. Aber wenn man es selbst als Vorfall betrachtet, ist es vielleicht einfacher, weider an die abstinenten Tage anzuknüpfen.
Gut auf jeden Fall, dass Du weiter dranbleiben willst!
Ich hatte auch Phasen, da war eine absage oder was auch immer Auslöser etwas zu trinken. Mir gehts wie Slowly. Ich weiß nicht genau was mich dazu bewogen hat, es zu lassen und die Dinge anders zu bewältigen. Ich denke immer daran, dass es mir nach dem Trinken total schlecht gehen würde und das hält mich auf dem Weg.
Ich wünsche Dir alles Gute!
Viele Grüße
Calida -
Hallo Step!
So viel anders war dieser Urlaub gar nicht. Aber eines war entscheidend: ich hab nicht drüber nachgedacht wie ich am besten allein einkaufen gehe um eine Flasche Wein zu organisieren. Und ich war immer fit und alles hat nüchtern natürlich mehr Spaß gemacht als benebelt. und ich bin jetzt wirklich erholt. Nach dem letzten Urlaub war ich körperlich am Ende. Im Urlaub hab ich abends getrunken hab schlecht geschlafen und es war einfach nur furchtbar. Jetzt könnte ich dagegen Bäume ausreißen.
Viele Grüße
Calida -
Hallo!
Ich hab mich wieder eingelebt. Heute hatte ich einen Moment in dem ich dachte "schade dass ich nie wieder Wein trinken" darf. Ich denke dann immer weiter dass ich nicht ein Glas trinke sondern die ganze Flasche und dass ich dann wieder drauf bin. Die Vernunft leitet mich dann. Wenn ich früher Ärger hatte war das ein willkommener Grund zum saufen. Heute denke ich das ist der Teufel der sich meldet und dem will ich das Spiel nicht überlassen. Ich hoffe dass mein Verstand immer siegen wird.
LG Calida -
Ich meinte clean. Mistwischhandy:*)
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Hallo! Da bin ich wieder. Jetzt über einen Monat voran.
Der Urlaub war toll und ich hatte überhaupt keinen Druck.
Ich hab nachts zehn Stunden gepennt und so gut und so lange hab ich ewig nicht mehr geschlafen.
Später mehr.
LG Calida -
Hallo Karsten, hallo alle,
mir gehts gute, danke. Über drei Wochen ohen:-)
Ich tauche jetzt mal für ne Weile ab - in meinen ruhigen Familienurlaub. Vermutlich werde ich mich nicht mit dem Smartphone hier einloggen.
Machts gut und bis bald!
Viele Grüße
Calida -
Guten Morgen,
langsam muss ich auch überlegen, wie viele Tage ich jetzt
hinter mir habe und werde bald auch nicht mehr Tage, sondern Wochen zählen können.
Tag 20 ist es heute - morgen habe ich drei Wochen voll:-)
In drei Tagen hab ich endlich wieder eine Sitzung mit meiner
Therapeutin. Sie war zwei Wochen in Urlaub - und da wurde mir echt nochmal bewusst,
dass ich dringend diese Therapie brauche. Ich muss so viel aufarbeiten. Das kann ich gar nicht mit
"normalen" Menschen besprechen. Alles in allem
geht's mir gut. Und was ich am tollsten in den 20 Tagen fand:
Dass ich viel mit meinen Kindern gemacht habe und ich nicht mehr vor dem abendlichen Vorlesen gedacht habe,
ob ich vorher noch einen Schluck Wein trinke.
Die alkoholfreie Zeit mit meinen Kindern und die
unbenebelte Freude an ihnen - das ist das allerschönste.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Kerstin,
wie geht es Dir?
Wie läuft Dein Entzug?
Viele Grüße
Calida -
Ach ja - und Suchtfibel - die werde ich mir besorgen.
Danke für den Tipp! -
Nee, wir fahren an die Nordsee und haben kein All-inclusive-Hotel.
Wir sitzen in der Pampa in einem Familienheim - Alkohol müssten wir schon extra einkaufen.
Rein willentlich mache ich mir da keine Sorgen. Was mir zu denken gibt:
ob es tatsächlich eine Geisterhand gibt, die meinen Willen und mein
Bewusstsein ausschalten - und meine Beine in den Supermarkt steuert, mich Wein kaufen und trinken lässt.
Ist das jemandem mal passiert?
Also im Moment kann ich mir nicht vorstellen, dass es so kommt - aber Respekt
vor der Krankheit habe ich auf jeden Fall - Ja.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Sunshine,
mag sein. Vielleicht liegt es tatsächlich an gestern. Vielleicht auch an anderem. Wie es aussieht muss ich einen sehr wichtigen Menschen ziehen lassen - das hat mich heute auch ziemlich traurig gemacht.
Es geht mir jetzt auch schon wieder besser. Ich war an der frischen Luft.
Ich verstehe Dich sehr und andere sehr gut, wenn sie Alkohol komplett aus dem Weg gehen. In gewisser Weise mache ich das ja auch. Ich war wegen der Kinder sowieso seit Jahren nirgendwo, wo gefeiert und gesoffen wurde. Und das würde ich jetzt erst recht nicht machen, ich vermisse es auch nicht.
Warum genau bis Du denn nicht mehr an die Orte zurückgekehrt, an denen Du getrunken hast? Hattest Du Angst, dass Du aus alter Gewohnheit wieder trinkst oder hat die davor gegraut, an dem Ort zu sein, wo Du gesoffen und Dich daneben benommen hast? Oder was ist es?
Typische Sauforte gab es bei mir eigentlich nicht - meist daheim heimlich im Keller! Ich hab mich auch zu Hause nicht mehr wohlgefühlt. Seit ich alles entsorgt habe und nicht mehr trinke, ist es aber wieder mein Zuhause.
Dieses Jahr fahre ich ohnehin an einen Urlaubsort, in dem ich noch nie war. Dort habe ich also auch noch nie getrunken.
Viele Grüße
Calida -
Und das, obwohl ich heute irgendwie depressiv bin.
Ob das das Wetter ist?
Vollkommen neue Erfahrung für mich. Vor drei Monaten
hätte ich gesoffen und mir wäre es noch schlechter
gegangen. Jetzt halte ich das aus! Manchmal hat man keinen
Bock, das auszuhalten. Aber was bleibt mir anderes übrig.
Ich habe das kapiert, was ich gerade zitiert habe.
Sich mit der Flasche trösten wollen oder bestrafen kann man nur, wenn
man noch nicht kapiert hat, dass das kein Spiel mehr ist, sondern auf lange
Sicht im Tod endet. Vielleicht nicht "man", aber ich.
Ich wollte mich immer gerne bestrafen. Aber nicht mit dem Tod. Dafür mag ich mich - dem Himmel sei Dank - doch noch zu gern.
Und ich weiß, wenn die Sonne sich zeigt, geht's meiner Seele sicher wieder besser.
Also - glückauf schreib ich jetzt auchmal, lieber Matthias:-)
Gefällt mir irgendwie! -
Zitat
Hartmut hat Folgendes geschrieben:
Die eine Hälfte die das kontrolliertes Trinken probierten sind schon Tot und die andere Hälfte übt noch.dorothea hat Folgendes geschrieben:
ich muß nichts austesten, keine experimente machen, ich bin alkoholikerin und das zeug bringt mich um, weil nicht ich den alkohol sondern der alkohol mich beherrscht, ergo geh ich ihm aus dem weg. ich kletter auch nicht in löwenkäfig, ich weiß wer gewinnt, da gibt es nichts zu testen.Genau das denke ich mir auch!
Dem Himmel sei Dank, dass ich diese Erkenntnis haben darf! -
Zitat
hier https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…f105a5c8e698848 auf den ersten paar seiten steht wie das bei mir am anfang war, mit dem lernen.
Danke! Ich habe angefangen bei Dir zu lesen - und ich bleibe dran!
Ja vieles erlebe ich auch so, wie die schönen Dinge des Lebens, die ich nicht mehr gesehen habe - und die ich plötzlich genießen kann - wie Du den Wald.
Bis dahannn....
Calida
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Hallo Carl!
Das war vielleicht missverständlich ausgedrückt - es war kein Volksfest - es war ein Schuljubiläum.
In meiner neuen Wahlheimat wäre das überhaupt kiein Problem, weil generell an unserer Schule bei Festen nie Alkohol ausgeschenkt
wird. Ich wäre auch vorher nicht auf die Idee gekommen, dass es aufm Schulfest Bier geben könnte (ich bin 20 Jahre aus meiner Geburtsheimat weg) - aber im Freistaat Bayern ist das anders.
Naja - jedenfalls wenn ich da nicht hingegangen wäre, hätte ich manche Leute wieder 10 Jahre nicht gesehen. Und ich rede mir auch wirklich nicht ein, dass ich nich so abhängig bin und sehe das als Beweis.
Ich weiß, dass das Alkoholiker tun. Ich habe das gelesen und im Nachhinein weiß ich,
dass das auch auf mich zugetroffen hat. Der Alkoholiker trixt sich mit allen Mitteln aus. auch ich habe drei oder fünf nüchterne Tage als
Beweis gesehen, dass ich auch ohne kann, daher kein Problem habe und weitertrinken kann.
Demnächst stehen auch keine Feste mehr an, nur ein ruhiger Urlaub mit Mann und Kindern. Ich denke, ruhe und lange Spaziergänge am Meer
werden wir gerade jetzt sehr guttun.
Viele Grüße
Calida