Huhu!
Ob jetzt 0,0 % oder nicht.....
Viele fühlen sich doch auch allein durch die Kronkorkenflaschen getriggert...
Und wenn ich eine Sucht damit bekämpfe, dass ich dann womöglich jeden Tag mit einer anderen Flasche dasitze und meine, ich brauche das.....
LG - Calida
Beiträge von Calida78
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Hallo Jessica!
Herzlich willkommen hier im Forum!
Schön, dass Du 9 Monate ohne Alkohol lebst.
Die meisten Menschen (aus meier Sicht) finden hierhin, weil sie ganz am Anfang stehen, gerade erst mit dem Trinken aufgehört haben. Was hat Dich denn veranlasst, Dich hier anzumelden? Worüber möchtest Du Dich austauschen?
Ich hatte anfangs auch gewisse Schwierigkeiten mit der Reaktion von Mitmenschen. Der Alkohol schien mich zu einem Sklaven gemacht zu haben. ICh konnte nicht wirklich zu dem stehen, was ich tue und wer ich bin. Das hat sich seit Beginn meiner Trockenheit total geändert. Durch die Trockenheit habe ich auch wieder angefangen, mich als Mensch zu entwickeln.
Wie ist das bei Dir? Hast Du Dich auch verändert?
Du schreibst so, Du hättest nix mehr getrunken und fertig - so kommt es bei mir an. Aber ist das wirklich fertig? Bei den meisten hier fangen mit der Trockenheit ziemlich große persönliche Veränderungen und Entwicklungen an - so meine Wahrnehmung.
Viele Grüße
Calida -
Liebe Slowly,
ja - wenn ich die Sackgasse betrachte, in der ich war und mit dem interessanten Weg vergleiche, den ich jetzt gehe. Ich bin selbst so erstaunt und froh, wie ich mich entwickelt habe. Und Prävention ist für mich auch, wenn ich daran denke, dass ich das alles stoppen würde, wenn ich wieder trinken würde. Ich bin so vielen interssanten Menschen begegnet, habe endlich Freundschaften geschlossen, bin mir selbst ein guter Freund geworden - das alles hatte ich nicht vorher. Klar ist nicht immer alles toll. Aber ich hab gelernt es zu nehmen wie es ist und ich weiß, ich kann mein bestes tun und Aufs und Abs sind normal. Manchmal gehts mir nicht gut, aber ich weiß immer: es wird auch wieder anders, nichts bleibt wie es ist. Das ist toll und spannend - und ich würde es nie wieder anders haben wollen. JA - und oft sind es die kleinen Dinge, die Du schreibst. Sie mögen klein sein, aber ich kann sie wahrnehmen, was ich nass nicht konnte.
Liebe Grüße
Calida -
Hallo Bretone!
Herzlich willkommen hier!
Sicher ist es so, dass Dein Suchtzentrum wieder anspringen kann und Du womöglich auch wieder Saufdruck hast, was Du in Deiner trockenen Zeit nicht mehr so oft oder so stark hattest. Aber es gibt doch auch etwas, an das Du anknüpfen kannst.
Ich hatte auch mal einen Rückfall, habe aber keinen Sinn dringesehen, mir dafür jetzt ewig die Schuld zu geben. Ich habs akzeptiert und mir angeschaut, was da passiert ist. Und hab mir gesagt: jetzt musst Du aufstehen und weitermachen. Womöglich nochmal Hilfe suchen, schauen, was mich da geritten hatten, um einen weiteren Rückfall zu verhindern. Ich will keinen Rückfall schön reden, aber es bringt auch nichts sich zu verurteilen, sondern zu schauen: was kann ich daraus jetzt lernen, um wirklich trocken zu bleiben.
Viele Grüße
Calida -
Danke Euch allein:-)
Udn ich freue mich, dass wir uns hier begegnet sind und über jeden einzelnen, der noch da ist oder auch wiederkommt - gibt es ja auch.Liebe Grüße
Calida -
Hallo draußen!
Ich bin noch da:-) Nur in letzter Zeit mehr in der Villa als draußen unterwegs.
Es ist jetzt der dritte Sommer für mich ohne Alkohol. Und ich stelle fest: diese allgemeinen Verlockungen, die vor zwei Jahren definitiv welche für mich waren, wie Feste und allerlei - das spielt für mich überhaupt keine Rolle mehr. Es interessiert mich nicht und ich habe inzwischen so viele andere Interessen, so dass ich nicht mal auf die Idee komme, zu so etwas hinzugehen.
Allerdings eines hat mir noch zu schaffen gemacht: der Stress vor den Sommerferien. An vielen Tagen war mir alles viel zu viel. Und ich habe gemerkt, dass es nicht reicht, alles automatisch zu machen, sondern ich für mich muss ganz bewusst Stopp sagen und mir ganz bewusst Zeit für mich nehmen - um runterzukommen. Denn da sehe ich so für mich die Gefahr, dass ich nicht genügend auf mich achte und meine persönlichen Grenzen respektiere. Genau das war ja früher auch einer der Gründe zu trinken. Überlastung und die Unfähigkeit, das anders als durch die Flasche zu regeln.
Ich wünsche Euch noch einen schönen und alkoholfreien Sommer!
Viele Grüße
Calida -
Hallo Carl Friedrich!
Das freut mich sehr. Und schön, dass Du noch hier bist!
LG Calida -
Hallo Kamarasow,
Ja, wir verändern uns. Aber für uns gut, oder siehst Du das anders? Ich mag auch keine Witze von Angetrunkenen und meide ihre Gesellschaft. Und für sie und ihre Bedürfnisse sind wir doch schon kompliziert, weil wir allein durch unsere Anwesenheit ihr Getrinke in Frage stellen.
Eine frühere Bekannte will mich mit allen Mitteln überreden, mit ihr an einem Saufgelage teilzunehmen. Sie meint, ich müsste doch mal ne Ausnähme machen und ich wäre nicht mehr ganz dicht, mich so zu kasteien. Die kapiert nicht, dass ich mich nicht kasteie, sondern endlich lebe. Solche Menschen brauch ich nicht. Sie erzeugen Leere in mir. Dann bin ich lieber nur mit mir und wem ich zu kompliziert bin, der ist ja nicht gezwungen, zu mir zu kommen.
Und glaub mir, es gibt auch andere. Die besten, die auch nicht trinken und die mir nass vermutlich nicht aufgefallen sind, habe ich erst getroffen, als ich trocken war.
Kennst Du Menschen, die nicht trinken und mit denen Du etwas anfangen kannst?
Viele Grüße
Calida -
Hallo Camomilla!
Ich hatte auch einen Rückfall un dich denke, es kommt darauf an, was man daraus macht. Man kann auch daraus lernen und schauen, was man besser machen kann, damit das nicht nochmal passiert.
Ja - und dann ist da doe Sensibilität, von der Du schreibst.
Die ist wohl bei vielen da. Nass haben wir durch Alkohol total viel abgedämpft und jetzt ist da kein Dämpfer mehr und vieles prallt auf einen nieder. Ich denke, es ist ganz normal, dass Du empfindlich reagierst. Man muss das ja erstmal spüren und dann dann neue Strategien entwickeln, wie man anders damit umgehen kann. Entscheidend war für mich, dass ich es wirklich wollte. Und es wurde von Woche zu Woche besser und ich war sehr gespannt, was alles Neues kam. Und es kam viel und auch viel Schönes!
Das wünsche ich Dir auch, dass Du diese Erfahrung machen kannst.Viele Grüße
Calida -
Hello!
Ich meinte auch gar nicht, dass man sich nicht gegenseitig die Hand reichen soll.
Ich bin z.B. meinen Freunden gegenüber sehr offen. Mit zweien davon spreche ich sehr offen über meine Vergangenheit, weil sie es auch wissen wollen. Und allein die Tatsache, dass sie von meiner Krankheit wissen, hilft mir sehr dabei, ein gutes und trockenes Leben zu führen.
Aber ich würde eben nicht sagen: Du, und bei der Veranstaltung so und so, guck bitte, dass ich da nicht schwach werde. Wenn ich Angst habe, schwach zu werden, dann treffe ich meine eigenen Vorkehrungen.
Völlig egal, wie sinnvoll was ist, ich würde das denen auch nie aufbürden wollen.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Camomilla!
Herzlich willkommen hier im Forum!
Ich finde, Deine ersten Schritte klingen gut.
Diese Hoch- und Tiefphasen kenne ich auch. Die hatte ich lange kaum und jetzt sind sie wieder da. Es ist aber nicht mehr so, dass in einer Tiefphase immer der Gedanke an Alkohol kommt. Ich kann inzwischen anders damit umgehen.
Was genau soll denn Dein bester Freund machen? Vergiss dabei nicht, dass Du für Dich allein die Verantwortung trägst. Ich dachte das auch anfangs, dass ich jemanden beauftragen könnte zu schauen, dass ich bloß nicht schwach werde und doch trinke. Da haben mir einige hier den Kopf gewaschen. Und heute weiß ich: sie hatten und haben Recht. Niemand kann mir für mich und mein Verhalten die Verantwortung abnehmen. Wenn ich wieder trinke, dann weil ich es will. Wenn man sich vor der Verantwortung drückt und die anderen aufträgt, ist meiner Meinung nach die Gefahr viel größer, dass Du doch wieder trinkst.Viele Grüße
Calida -
Die letzten Tage ging's besser. Es ist ein Auf und ein Ab. Doch an die Abs und das Untensein mag ich mich einfach nicht gewöhnen. Wenn es mir gut geht, bin ich immer erstaunt, wie deprimiert ich überhaupt werden kann. Und jedes Mal passiert es mir wieder. Ich weiß auch nicht.....
Schönes Wochenende
Calida -
Hallöchen!
Ja - ich versteh, was Du meinst. Eine Nacht drüber schlafen, ist sicher auch nicht verkehrt. Denn oft braucht man eben auch Zeit, um etwas zu überdenken. Spürst Du dnen selbst, wenn es ok ist, etwas herunterzuschlucken und wann eher nicht?Mich regt auch mal so was auf, aber ich denk mir dann halt auch: wer sagt mir denn, dass ich richtig liege? Das wäre doch jetzt anmaßend, andere an meinen Idealen zu messen. Ich versuche immer, nicht zu bewerten. V.a. nicht sofort negativ. Ich denke, andere haben eben auch ihre Gründe, warum sie Dinge machen, wie sie sie machen und warum sie die Menschen sind, die sie eben sind. Genau wie ich auch. Entfernte Bekannte - da denke ich oft nur: leben und leben lassen. Wenn mir etwas an einem Menshcen liegt, dann frage ich auch mal noch oder stelle in Frage - aber ich hab immer im Hinterkopf, dass ich nicht werten möchte.
Ich komme so gut mit Menschan klar, aber ich kann das alles erst so sehen und v.a. bewusst so gestalten, seit ich trocken bin. Ich frag mich grad, was ich vorher überhaupt bewusst gemacht habe.....
Jedenfalls geht es mir so ganz gut damit.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Kamarasow,
nimm doch mich. Ich bin auch keine Langzeittrockene. Noch nicht. Nachmeinem Rückfall fing ich bei 0 an und ich bin jetzt etwas länger als ein Jahr in meinem neuen Leben. wie lange bist du jetzt trocken?
Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie Du. Ich nehme auch Empfindungen wahr, die ich eben vorher betäubt habe. Ich hab mich auch als Mensch verändert. Erstmal habe ich eben einfach Gefühle und Bedürfnisse nur wahrgenommen und dann habe ich begonnen, sie mir zuzugestehen und bei Bedürfnissen auch, ihnen nachzugehen.
Was machst Du denn, wenn Dir "das Messer in der Tasche aufgeht?"
Es ist doch erst schon mal gut, dass Du dieses Gefühl spürst!
Ich für mich bin so, dass ich dann was sagen muss bzw. nachfrage, wie jemand zu seiner Aussage kommt oder so.... Oft klären sich dann auch Dinge. Es gehört für mich inzwischen dazu, dass ich es nicht nur beim Spüren meines Gefühls belasse.Wenn Du magst, schreibe ein bisschen mehr dazu.
Viele Grüße
Calida -
Hallo mal wieder im offenen:-)
ich empfinde mein Leben gerade als sehr anstrengend. Vieles raubt mir so viel Energie. Ich merke das daran, dass cih oft müde bin, mich zu vielem nicht aufraffen lan und eben auch, dass ich nicht so viel Zeit hier verbringe, wie ich das mal getan habe.
Aber die Huaptsache: ich trinke nicht und ich habe keinen Zweifel daran, dass ich ein trockenes Leben leben will.
Alles andere mache ich so, wie ich kann. Wenn ich wieder mehr kann, werde ich auch wieder öfter hier draußen sein.
Viele Grüße
Calida -
Alles Gute, Carl Friedrich, zu zwei trockenen Jahren!!!
Viele Grüße
Calida -
Liebe Thalia,
ich habe es lange vor mir geleugnet, weil das ja andernfalls bedeutet hätte, dass ich was tun muss. Und ich wollte doch weitertrinken. Vor allen Dingen gings mir dann auch so besch...., dass ich nicht noch einem Riesenproblem in den Spiegel schauen wollte.
Ich habe es geahnt, konnte aber erst handeln und zur Einsicht kommen, als ich es mit der Angst zu tun bekommen habe - Angst, weil ich massive Entzugserscheinungen hatte. Dann hab ich mir Hilfe geholt und dann erst konnte ich mir eingstehen, dass ich Alkoholikerin bin.Liebe Grüße
Calida -
Manchmal seh ich nur meine Unzulänglichkeiten. Was ich in den Ferien schaffen wollte und dann doch nicht geschafft habe oder ich sehe einen Berg an Aufgaben und spüre Aversion, ihn zu besteigen anstatt einfach den ersten Schritt zu machen. Wenn das alles zusammenkommt, kann ich es oft kaum aushalten und würde am liebsten flüchten. In diesen Momenten vergesse ich aber was ganz entscheidendes, das ich mir jetzt wieder bewusst gemacht habe: ich lebe ein trockenes Leben - und das ist das allerwichtigste. Alles andere ist gemessen daran unwichtig.
Seit mir dies wieder bewusst ist, kann ich mir anderes eher verzeihen und hänge meine Ideale nicht ganz so hoch.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Baghira,
ich hab mich auch nur zu Hause abgeschossen.
Und bei vorangegangenen Versuchen mit dem Trinken aufzuhören, war es so, dass ich mich nicht getraut hätte, im Restaurant was zu bestellen. Weil ich wollte nicht als "Versager" dastehen. Ich habs aber nicht durchgehalten und war dann wieder heimlich im Keller unterwegs. Also man kann das eine tun, ohne das andere zu lassen. Im Rückblick kann ich sagen, dass ich erst dann eine Chance hatte, wirklich trocken zu leben, als ich mir das "Gesamtpaket" vorgenommen habe - und eben wirklich nach nach den Grundbausteinen gelebt habe.
Bleib dran und überdenke alles nochmal in Ruhe!
Viele Grüße
Calida -
Hallo Martina!
Mir gehts grad ganz gut. Ja - ich musste mir über einiges klar werden und mal ein paar grundsätzliche Fragen stellen. Seit ein paar Tagen fühle ich mich wieder in sicheren Fahrwassern:-) Nur müde bin ich..... Aktivität fällt mir grad etwas schwer, aber macht nichts. Ich tu das Nötigste, das andere kann warten.
Und Du? Jetzt nur mal so Kopfschmerzen oder dauerhaft?
Liebe Grüße und gute Besserung
Calida