Hallo Kaina!
Mit diesen kleinen Freuden wie Helligkeit fängts an, das ist doch schön!
Ja, ich hab das Gefühl, Du beobachtest ganz gut, was so ist. Vielleicht brauchst Du noch etwas Zeit, um herauszufinden, was Du wie machen willst. Aber die hast Du ja.
Skeptisch bin ich bei der Aussage, dass es Dir nichts macht, wenn andere trinken. Kann man meinen,kann aber triggern, auch erst später. Also mit mir macht es was, wenn bei irgendjemandem, den ich besuche, Alkoholika rumstehen.
Viele Grüße
Calida
Beiträge von Calida78
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Hi!
Du klingst so negativ heute.
Dass einer wartet, um Dich runterzuziehen, hab ich doch gar nich geschrieben. Wenn ich down bin, dann schau ich immer in mich rein, schaue, was ist, akzeptiere es so und schau dann, was ich brauche und was ich dafür tun kann. Hilft mir wirklich. Vielleicht Dir auch?
Diese Suchtlustmomente sind tatsächlich ähnlich wie Schmerz für mich. Wie einfach wäre es, ihn abzuwehren und eine zu rauchen? Aber wie das mit Abwehr so ist, es bringt nix. Stattdessen nehm Ichs an und nehme es voll an, auch wenn sich das fies anfühlt. Nur so komme ich weiter.
Mit Tatoots, Piercing und SM hab ich gar nix zu tun, bis jetzt zumindest noch nicht😉 -
Hallo Martina!
Das zieht sich dieses Jahr bei sehr vielen über Wochen hin! Aber es wird vergehen:-)
Ich hab gemerkt, dass es mir nichts bringt, wenn ich auf was warte wie ein Stimmungshoch. Seit ich einfach nur so weitergelebt hab, haben sich diese kleinen Glücksmomente von selbst ab und zu eingestellt.
Welche weiteren Süchte meinst Du denn?
Ich hab gemerkt, dass Nichtrauchen auch nochmal gut für mich ist. Auch bewusst den Schmerzmoment, wo ich gern eine hätte, anzunehmen und da reinzugehen - das is glaub echt gut für meine Entwicklung. Dass ich sehe, dass ich das aushalten kann. Ich glaube, dass Nikotin auch nochmal meine Sinnesantennen verklebt hat. Jedenfalls fühl ich mich jetzt noch empfangsbereiter für alles mögliche:-)Liebe Grüße und gute Besserung!
Calida -
Hallo Kaina,
also - für mich bist Du hier voll okay:-)
Ich verstehe Dein Gesamtpaket. Ich habe ein ähnliches. Aber - das muss jetzt sein - Du kannst nich alle Baustellern gleichzeitig beackern. Was ist jetzt Dein Hauptproblem? Alkohol?
Bei mir war es so - und ich habe mich nur darauf konzentriert. Und mit der Zeit hatte das Auswirkungen auf mein Gesamtpaket. Ich kann Dir nur Mut machen, es anzugehen. Es gibt ganz verschiedene Wege in ein zufriedenes trockenes Leben. Ich habe auf meine Intuition gehört, weil ich ja auch nicht wusste, ob ich jetzt ne Therapie mache oder doch was anderes. Und so ging's step by step.
Habe Mut - Du kannst das!
Liebe Grüße und viel Sonne
Calida -
Hi Martina!
Wie gehts Deiner Erkältung?
wieder besser?
Lieben Gruß
Calida -
Hallo Kaina!
Willkommen hier!
Es tut mir leid, dass Dein Vater gestorben ist.
Ich kann verstehen, was in dir vorging und vorgeht. Die Trauer und der Schmerz, die so stark sind, dass man glaubt, sie nicht ertragen zu können. Aber sie können sich nur wandeln, wenn Du sie zulässt - so meine Erfahrung.
Was Du schreibst, dass Du lange nur funktioniert hst, kommt mir bekannt vor. Ich habe nie gelernt, für mich zu sorgen, meine Bedürfnisse überhaupt wahrzunehmen. Alkohol war für mich auch ein Fluchtort - zu kippen und dann eben nicht funktionieren zu müssen. Inzwischen hab ich gelernt, wie es anders möglich ist - so langsam - nach und nach.
Wie geht es Dir denn heute? Hast Du eine Idee, wie du jetzt weitermachen möchtest?
Viele Grüße
Calida -
Hallo Lena!
Wow 17 Tage - sei stolz auf Dich!!!!!
Also gestern und vorgestern war ich öfter mal fast an der Decke. Ich hoffe sehr, dass das echt nach Tag drei besser wird.
Asonsten bin ich auch so fies konditioniert wie Du. Ich denk automatisch: Ah - dann rauch ich eine nach dem Essen - und dann fällt mir ein, dass es nicht geht. Und dann isses so, als hätt ich nichts, worauf ich mich freuen könnte. Und dann denke ich weiter, dass das doch totaler Quatsch ist.
Aber leicht isses eben nicht.
Lass uns doch gerne auch übers Rauchen austauschen, wenn Du magst. Seelische Unterstützung tut da sicher auch gut.
Dies ist zwar ein Alkoholikerforum - aber ich hab den Eindruck, dass das oft zusammen gehört. Ich habe zumindest, wenn ich gesoffen habe, extrem viel geraucht.
Und ich denke, ich kann von meinem Trockenwerdungsprozess auch fürs Nichtraucherleben profitieren. Denn da geht es für mich auch besser, wenn ich nicht einfach nur nicht rauche, sondern mir was neues suche, z.B. Sport oder im Moment grade mehr Singen. Jeden Abend ne Viertelstunde Koloraturen - das hilft mir schon, bevor ich nix mache und ans Rauchen denke....
LG - Calida -
Danke Gauguin und Lena für Eure Gratulation:-)))
Und jetzt bin ich rauchfrei.
Habe endlich allen Carr fertig (das hat ewig gedauert, weil ich werktags fast nie zum Lesen kam) un dhgestren Abend die letzt Kippe ausgedrückt und alle Anweisungen befolgt.
Heute Morgen gings ganz gut, obwohl die erste Kippe zum Kaffee immer die beste war. Stattdessen hab ich Yoga gemacht. Aber jetzt - ganz ehrlich - ich könnt an die Decke gehen. Warum? Der körperliche Entzug ist doch schon vorbei. Das ist alles nur dieses fiese Psychomonster.
Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass das nur jetzt so ist, dass es mir in paar Minuten vielleicht viel besser geht.Lena, wie geht es Di inzwischen? Ist es einfacher geworden? Kostet es Dich viel Kraft?
Liebe Grüße
Calida -
Hallo Ursula!
Herzlich Willkommen hier!
Bei meinem Arzt wars damals ähnlich. Er hatte da zu wenig Ahnung. Ich war dann bei der Suchtberatung, gibts in allen möglichen Städten. Vier Termine hatte ich dort kostenfrei. Die waren gut, damit ich mich orientieren könnte, was ich weiter mache.
Vielleicht wär das ja auch was für Dich.
LG Calida -
Ich danke Euch sehr!
Ja mein Leben is jetzt ganz anders, schöner und viel klarer.
Ich tu alles, was ich kann, damit noch viele Jahre kommen.
Liebe Grüße
Calida -
Huhu!
Ja ich bin jetzt ein Jahr trocken:-))))
Ich schreib bald auch mal mehr dazu. Im Moment fehlt mir die Muße und die hätte ich gerne dafür:-)
Bis bald.....
Liebe Grüße
Calida -
Hallo Martina!
Zitatwie meinst Du das, das Du von Deiner Großmutter enttäuscht wurdest?
Sie hat mich verlassen. Es ging um einen Geldstreit. Geld war mehr wert als ich. Das ist tief in meinem inneren hängengeblieben. Da war ich Ende 13. Bald darauf habe ich die ersten Erfahrungen mit Alkohol gesammelt.
ZitatFür mich ist es sehr wichtig Grenzen zu ziehen, da diese von Kleinauf überschritten wurden und ich das sehr schmerzhaft fand.
Ich verstehe Grenzen nicht als mangelnde Offenheit - eher als Einschränkung nicht überrannt zu werden.
Wie Du es geschrieben hast:
" Ich kann ja nicht mit jedem befreundet sein"Wenn ich jemandem begegne, der mir unsympathisch ist, besteht meine Offenheit darin, daß ich ihm keine falsche Freundlichkeit vorspiele.
Wobei meine Freundlichkeit auch nach Stimmung variiert.Klar - ich meinte nicht, dass ich für jeden immer offen bin. Aber für die und denen gegenüber, die ich als Freund zugelassen habe. Ich konnte das bis vor zwei Jahren überhaupt nicht. Ich habe nie sagen können, wenn mich etwas bedrückt oder mir Sorge macht. Ich habe bspweise eine alte Freundin zum Essen getroffen, ein bisschen blabla geredet - aber mich nie gezeigt, wie ich wirklich bin. Ich konnte das offenbar überhaupt nicht. Und das wurde mir erst bewusst, als ich aufgehört habe zu trinken und dann einige Wochen und Monate nüchtern war.
Wie machst Du das denn, wenn Du jemanden magst? Wie sehen Deine Grenzen da aus?
Liebe Grüße
Calida -
Hi Martina!
ZitatLag Deinem Rückzug mit dem Alkohol eigentlich auch eine (oder mehrere) Enttäuschungen zugrunde? Ich finde bei mir hat das die Gefahr vom Griff zum Alkohol oft verstärkt.
Was machen denn für Dich jetzt gesunde Beziehungen aus?
Das Du direkt eine Grenze ziehst oder einen gewissen Abstand bewahrst, damit niemand "in Deinem "Seelenleben" wüten kann,
oder meinst Du physisch gesunde Beziehungen, das nicht geraucht und getrunken wird und zusammen etwas für die Gesundheit getan wird.Ich weiß nicht, wie das mit enttäuschten Beziehungen war. Ja, ich würde sehr enttäuscht, wurde von meiner Großmutter verlassen. Es könnte schon sein, dass mich das für Alkohol empfänglich gemacht hat. Aber hinterher lass ich diesen Grund nicht gelten. Ich hab mich irgendwann nur enttäuscht und als Opfer gefühlt und mich in meinem Selbstmitleid getränkt mit Alkohol gewälzt.
Aber ich hätte ja nicht saufen müssen, insofern waren die Enttäuschungen vorgeschobene Gründe.In einer gesunden Beziehung gehts mir darum, dass ich mich öffne. Ich gebe viel von mir preis und bin gleichzeitig offen für alles, was von meinem Gegenüber kommt. Ich zeige mich verletzlich und erlebe in Freundschaften alle denkbaren Gefühle und lasse sie zu. Grenzen halte ich für ungesund. Ich muss keine Grenze ziehen bei einem Freund, den ich mir selbst ausgesucht habe. Klar, wenn er unfair oder so werden sollte, sage ich, was Sache ist. Aber ich brauche keine künstlich gesteckte Grenze, hinter der ich mich verstecke. Genau das hatte ich ja mit Alkohol. Und das hab ich überwunden. Ich darf jetzt lieben und mich verletzlich zeigen. Und genau das lässt eine Beziehung leben, finde ich.
Wie siehts bei Dir aus? Was sind Deine Erfahrungen?
Liebe Grüße
Calida -
Hallo Dany!
Es stimmt nicht, dass Alkohol zwangsläufig überall ist.
Bei mir nicht und ich flüchte auch nicht. Aber ich entscheide, ob ich ihm entgegengehe oder nicht. Ich entscheide, ob ich anderen beim Trinken zuschaue oder nicht. Sorry, aber machst Du Dirs nicht ganz schön passend, wenn Du sagst, überall ist Alkohol und Du kannst nicht anders? Du triffst Entscheidungen und Du hast immer eine Wahl. Wenn Du nicht entscheidest, wird für Dich entschieden.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Marie,
wie geht es Dir? Meld Dich doch mal.
LG Calida -
Hatte ein interessantes Gespräch mit einer Freundin.
Sie trinkt mit ihrem Gatten abends Alkohol, um zu entspannen und hat sich vorgenommen, mal ein halbes Jahr nichts zu trinken, weil es ihr zu viel war.
Drei Tage nach ihrem Entschluss ist sie zu einem feierlichen Anlass eingeladen gewesen. Und was ist passiert? Sie hat Sekt angeboten bekommen und ihn getrunken.
Sie hat mich gefragt, wie man das bitteschön macht, dauerhaft nichts zu trinken. Ich sagte ihr: ganz einfach. Du musst vor allem am Anfang solche Gesellschaften meiden, Du musst Dich selbst schützen. Da meinte sie: Das stimmt. Auf den Gedanken bin ich gar nicht gekommen.Fand ich deshalb interessant, weil es mir zeigt, dass auch Menschen, die nicht alkoholkrank sind, offenbar ein Problem haben, Alkohol gekonnt aus dem Weg zu gehen. Das findet meine Freundin auch: er ist selbstverständlich, er ist überall, man muss sich mal bewusst machen, ob man das wirklich möchte und wenn nicht, dann bewusst gegensteuern und nicht nur nicht trinken, sondern die komplette alkoholisierte Gesellschaft meiden.
Viele Grüße
Calida -
Schön Friedrichson.
Was machst Du am Wochenende mit Deiner wertvollen Zeit?
Viele Grüße
Calida -
Das ist keine Kritik an der Art, wie Du schreibst.
Aber ob ich "man" oder "ich" verwende, sagt häufig was über mich aus.
Ich will "ich" auch nicht schreiben, um besonders egozentrisch zu sein. Oft gehts mir auch gerade darum, ich zu schreiben, weil etwas "mich" ausmacht. Oder weil ich mich bewusst von "man" abgrenze. wobei ich mich frage, ob es "man" eigentlich gibt. Weiß nicht, ob es so viel allgemeingültiges gibt.
Du sollst gar nix, Du kannst gerne weiter "man" schreiben, denn Du hast ja nicht meine, sondern deine Gründe dafür. Manchmal kann sichs aber lohen, mal hinzuschauen und zu fragen, warum mach ich/ macht man das so und nicht anders?Viele Grüße
Calida -
Hallo Kamarasow!
Schön, dass Du das so erlebst. Ich kann nüchtern auch viel achtsamer sein und das wahrnehmen, was gerade ist.
Mir fällt auf, dass Du oft "man" schreibst. Und nicht "ich".
Das wirkt so, als wärest Du von Dir selbst distanziert.
Hat das einen Grund?
Vielleicht könntest du mit "ich" Dir selbst noch ein bisschen näher kommen.Viele Grüße
Calida -
Hallo Carl Friedrich!
Gut, dass Du das überstanden hast!!!
Hattest Du denn eine bestimmte Situation, als die Gedanken kamen? Was war da?
Klasse, dass Du Dich besonnen hast.
Ich denke, dass wir nie überm Berg sein werden. Du machst immer mehr Erfahrungen und überstehst auch Konflikte und Probleme, bei denen Du früher getrunken hast, sehr gut und viel besser ohne Alkohol. Aber Du weißt vorher nie, was kommen kann. Ein Schicksalsschlag oder weiß der Teufel..... Wir können nicht wissen, wie wir dann reagieren.
Ich finde es aber nicht schlimm, dass ich nie sicher sein kann. Denn das bedeutet zunächst mal nur, dass ich achtsam leben und gut auf mich aufpassen muss.
Und das mach ich inzwischen sehr gerne:-)
Viele Grüße
Calida