Hallo Chris!
Jawohl! :-)))
Mir hat eine Sache dabei total geholfen. Ein Buch von Marsahll Rosenberg:
Was meine Wut mir sagen will
Sind nur ein paar wenige Seiten, man hats schnell durch, aber es ist für mich unglaublich gewinnbringend gewesen.
Vielleicht ist es ja auch was für Dich.
Viele Grüße
Calida
Beiträge von Calida78
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Guten Morgen Martina,
ZitatMeinst Du, Du hattest "nass" keine richtigen Freunde, weil Du Dich (mit dem Alkohol) zurückgezogen hast,
hast Du Dich anders Verhalten?
Selbstoptimierungswahn, den Begriff habe ich noch gar nicht gehört. Es kann also für andere unangenehm sein, wenn man sich (weiter)entwickeln will.Ja - ich habe mich einerseits zurückgezogen. Ich habe abends heimlich getrunken und dann das obligatorische Glas Wein mit meinem Mann, damit klar ist, woher die Fahne kommt. Es ging sogar soweit, dass, wenn ich gefragt wurde, ob ich abends irgendwohin kommen kann, ich das abgeleht habe, weil ich lieber trinken wollte. Aber auch davon abgesehen, war ich rückblickend überhaupt nicht in der Lage, gesunde Beziehungen aufzubauen. Ich habe immer Menschen gesucht, die meine Bedürfnisse befriedigen, mir z.B. Orientierung geben und mir dadurch ein gutes Gefühl geben. Wenn das nicht funktioniert hat, war ich enttäuscht. Das wurde mir aber erst rückblickend klar, das lief unbewusst ab. Jetzt aber - auch durch die Trockenheit oder vor allem dadurch - kann ich mich in mir selbst orientieren und andere Bedürfnisse befriedigen. Ich brauche dafür niemanden von außen mehr. Meine Motivation, mich mit jemandem zu befreunden, ist jetzt eine ganz andere. Das klappt auch gut. Viele kommen inzwischen auf mich zu. Manchmal kann ich mich vor Anfragen nach Unternehumungen kaum mehr retten.
ZitatDa ich ja Single bin, ist mir aufgefallen - das wenn es um ein näheres kennenlernen geht - von männlicher Seite klassischer Weise oft Gespräche bei "einem Glas Wein" oder einem Restaurantbesuch vorgeschlagen werden.
Ich hab den Eindruck, alternativ müsste ich dann gleich paragliden gehen oder anderen Extremsport mitmachen (bei den Nichttrinkern) .
Du warst nicht in so einer Situation oder?Ja - das mir dem Glas Wein ist der Klassiker. Aber: ich hab gemerkt, dass mancher vorschlägt, was trinken zu gehen, weil er denkt, er täte uns einen Gefallen. Wenn ich was anderes vorschlage, renne ich damit selten gegen Wände. Un dich mache sehr schnell klar, dass ich keinen Alkohol trinke.
Ich hatte das Problem in Bezug auf Partnersuche nicht, nein. Aber mit anderen Menschen. Ich habe unterschiedliches erlebt. Es gibt Menschen, die auch nicht trinken, welche, die es nicht brauchen und dann auch für andere Vorschläge offen sind und es gibt welche, die brauchen Alkohol. Die wollen das unbedingt und wollen sich entweder zu Wein und Pizza treffen oder eben gar nicht. Letztere sind aber dann eben nicht mein Fall. Macht nix - ich muss ja nicht mit jedem befreundet sein.Ich wünsch Dir einen schönen Tag, Martina!
Liebe Grüße
Calida -
Hallo Horstensen!
Willkommen hier.
Ich hatte anfangs auch Probleme, mir ein "für immer" oder "nie wieder" vorzustellen. Ich habe erstmal Tag für Tag nüchtern gelebt - mit Hilfe der Grundbausteine.
Ich habe aber dann bald erkannt, wie viel lebenswerter mein Leben ohne Alkohol ist, dass ich "nie wieder" aus mir selbst heraus wollte.
Ab und zu habe ich auch Probleme, habe mich anfangs gefragt, wie ich mich hier und da bzgl. Alkohols verhalte. Darüber habe ich hier geschrieben und viele Meinungen und Tipps dazu bekommen. Das war gut für mich. Man kann, glaube ich, anfangs manches noch nicht sehen, was aber später selbstverständlich werden kann. Ich halte das für ganz normal und wünsche Dir jetzt einen guten Austausch und dass Du auf Deinem Weg weiter kommst.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Chris!
Ja - das habe ich auch so erlebt. Du siehst die Dinge jetzt klarer - nichts ist vernebelt. Und das ist genau die Chance, sie anzupacken. Mir helfen Konfrontation, Abwehr und Kampf allerdings nichts. Ich leide dann nur noch mehr. Ich versuche mir eine Situation anzuschauen und sie genau so anzunehmen wie sie ist. Erst dann kann ich sie verändern. Ich versuche, sie ein bisschen weiter von mir weg zu schieben, dass ich von außen und aus einer anderen Perspektive drauf gucken kann. Das hlift mir sehr. So kann ich sehr oft gute Ideen entwickeln, wie ich mit einer Sache umgehe.
Diese kleinen Blitze kommen bei mir auch noch vor. Aber eher so, dass mir plötzlich bewusst wird: Alkohol ist für viele eine Entspannungsmöglichkeit. Ich denke dann aber sofort: aber nicht für mich. So funktioniert bei mir das Beiseiteschieben.
Ich wünsche Dir, dass Du es gut hinkriegst, Deine Probleme ohne Droge zu bewältigen.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Chris!
Na? Hats geklappt mit dem Beiseiteschieben?
Was genau hat denn Dein Kopfkino gesagt oder gezeigt?
Wars ein richtiger Film oder nur ein kurzer Gedankenblitz?
Viele Grüße
Calida -
Hallo Martina!
ZitatMich würde interessieren, ob der ein oder andere Alkohol -abhängige ohne Konsum von Alkohol -also trocken- von seinen Mitmenschen anders behandelt worden ist. Und wenn ja, wie.
Ich mach mich mal auf die Suche, vielleicht finde ich ja eine passenden Thread.
Da kann ich Dir noch was zu schreiben.
Ganz ehrlich - für viele macht es keinen Unterschied. Ich hab gemerkt, dass sich andere gar nicht so viele Gedanken machen, wie man selbst ( in dem Fall ich) oft meint.
Ich hatte aber nass keine wirklich engen Freunde. Erst danach haben sich bei mir jetzt inzwischen drei neue Freundschaften entwickelt. Die haben mich ohne Alkohol kennen gelernt und finden es gut so.
Und zwei unerfreuliche Reaktionen - die gab es auch. Ein Bekannter hat mir Selbstoptimierungswahn vorgeworfen und eine Freundin von früher meinte abfällig, wenn ich das meine machen zu müssen, dann soll ichs doch bitte machen, sie würde auf jeden Fall weiter trinken, weil sie das entspannt.
Aber damit kann ich leben. Seit ich trocken bin, weiß ich auch viel besser, wer gut für mich ist und wer nicht.Liebe Grüße
Calida -
Liebe Lena,
cool. Da bin ich auch dran. Lese Allen Carr. Allerdings kann ich im Moment nur am Wochenende lesen - 60 Seiten fehlen mir noch. Man soll ja erst zum Schluss ganz aufhören. Aber ganz ehrlich: mir ist die Lust schon vergangen. Ich glaune, ich packe das!
Und ich wünsche dir ganz viel Erfolg, Lena!
Und: Laut Allen Carr ist die Gehirnwäsche ja das Problem. Der körperliche Entzug geht ganz schnell.
Liebe Grüße
Calida -
Liebe Martina!
ZitatGestern kam ein toller Film:
"Anne liebt Philipp"(norwegisch/deutscher Jugendfilm)
Einfach süß.Den haben meine Kinder auch geschaut - und ich beim Umräumen zum Teil mit.
Ich fand den Film auch toll. Kurz vorher hat mein Sohn Ben liebt Anna gelesen - hat also thematisch sehr gut gepasst.Liebe Grüße
von mir!
Calida -
Und weißte, Lalu, oft bin ich dankbar, dass ich alkoholkrank bin. Denn jetzt ist mir diese Freiheit so bewusst. Ohne Sucht würde ich das vielleicht für selbstverständlich halten.
Hab Dir grad drin was geschrieben.
Gute Nacht! -
Bin heute allein zu Haus. Also die Kinder sind da, aber der Mann nicht. Kinder schlafen und ich hab Wellness in meinem Bad gemacht und jetzt lese ich hier. So ein Abend allein ist auch mal schön. Früher ging das gar nicht. Gefühlte Leere, die mit Wein gefüllt werden musste. Vor dem ersten Mal allein in meiner Nüchternheit hatte ich Angst. Und jetzt geht das so prima und ich mache schöne Sachen. Ich bin sooooo froh, dass ich einfach so leben darf!
Schönen Abend!
Calida -
Hallo Williams,
Panickattacken können ja auch eine andere Ursache und gar nichts mit Deinem früheren Alkoholkonsum zu tun haben, oder?
Schön, dass bei Dir so vieles gut geworden ist!
LG Calida -
Hallo Williams!
Willkommen hier.
Warum hast Du denn vor drei Jahren aufgehört zu trinken? Wie hast Du es gemacht? Und hat sich etwas in deinem Leben verändert, außer dass Du nicht trinkst?
Viele Grüße
Calida -
Guten Morgen,
dazu fällt mir auch was ein.
Ich darf un dich möchte nicht trinken, weil ich alkoholkrank bin.
Aber dazu sind für mich eine Vielzahl an Gründen dazugekommen:
Das Leben ist schöner ohne
Egal was, ich kann alles besser ohne
Ich habe einen klaren Geist und einen klaren Blick
und sehe jetzt, was mir gut tut und was nicht
ich kann alles wahrnehmen, wie es wirklich ist - ohne Filter
Kollegen z.B. erzähle ich nicht, dass ich krank bin. Weil das hier gegen mich verwendet werden könnte (Haifischbecken). Von einigen wurde ich gefragt, warum ich nichts trinke. Da habe ich schon mal gesagt, dass ich gerne klar bin und dass Alkohol nicht dazu passt.
Liebe Grüße und nen schönen Tag:-)
Calida -
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Hi Chris,
Das kann schon sein. Für mich persönlich wars am Anfang schwer zu ertragen, dass nix ist. Ich musste innere Ruhe wieder lernen, mich einfach mal hinsetzen und lesen. Ich war wie so ne Getriebene, die es schwer mit sich selbst aushalten konnte. Aber nach ein paar Versuchen ging es immer besser. Und es gibt so viele tolle Bücher, die ich mit meinem Saufkopf alle nicht lesen konnte. Und auch einfach mal über mich nachdenken und Stille geht inzwischen ganz gut.
Ich wünsch Dir viel Freude beim Entdecken Deines Selbst und bei allem, was schön sein kann.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Chris,
Dem alten Trott entgegensteuern ist gut.
Wenn sich das mit dem Verein hinzieht - was ist denn so schlimm daran? Was könntest Du noch tun, um eben nicht in den alten Trott zu vefallen? Zufriedensein, dass gerade mal nichts ist, könnte doch auch eine Lösung sein.
Ich musste das auch lernen, dieses ständige auf der Suche nach etwas sein, hat mich auch angestrengt.
Viele Grüße
Calida -
Marie, Du musst überhaupt nix. Das zuallerst. Du sollst schreiben, wenn Du das Gefühl hats, es hilft Dir und nicht, weil Du dich gezwungen fühlst.
Schön aber, dass du dich jetzt gemeldet hast, und dass Du nicht mehr getrunken hast.
Willst Du Dir wirklich den Stempel "Verlassene " aufdrücken? Das hat doch auch Vorteile. Du kannst da bleiben, wo Du bist und in Ruhe zu Dir kommen und schauen, wie es weitergeht.
Vielleicht ist es jetzt - auch für Deine Nüchternheit - besser so, wie es ist, Marie.
Ich wünsche Dir, dass Du klar kommst mit Deiner neuen Situation. Und wenn was ist, dann meld Dich.
LG - Calida -
Hallo Marie!
Was ist los mit Dir?
Ich mache mir Sorgen, weil du nichts von Dir hören lässt.
Hattest Du noch einen Rückfall?
Meld Dich doch mal. Im Rückzug entfaltet der Alkohol seine wirkliche Macht. In der Öffnung verliert er sie, Marie.
Ich würd' mich sehr freuen, wenn Du schreibst.
Liebe Grüße
Calida -
Hallo Chris,
genieß Deine Freude!
Schön, dass Du spürst, was sich verändert.
Auch im nüchternen Leben gibt es Leid. Aber wir haben die Werkzeuge, um damit umzugehen und dann auch wieder Freude empfinden zu können.
LG Calida -
Die Tage werden länger, ich komme nicht mehr im Dunkeln heim, das lässt hoffen:-)
Mein Körper und Geist sind schon ein bisschen auf Frühling eingestellt.
Ich hab sechs Kilo abgenommen - das fühlt sich gut an - ich fühl mich leichter und aktiver. Passt also auch zum Frühling.
Ein bisschen mehr würd ich mich gern wieder bewegen. Ich habe das Bedürfnisd, schaff es gerade aber zeitlich nicht so oft zum Sport. Aber ich denke, auch das wird durch die längeren Tage wieder besser, wenn man abends noch laufen oder radeln kann.
Im Moment hab ich das Gefühl: es ist alles okay so, wie es ist. Auch das, was nicht okay ist, weil nicht alles okay sein muss.
Viele Grüße
Calida