Hallo Marie!
Was meinst mit Akutsituationen? Wenn Suchtdruck kommt oder was anderes?
LG Calida
Beiträge von Calida78
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Liebe Marie,
schön, dass Du so gut an Deine Abstinenz anknüpfen kannst!
Abstand kann sicher dazu beitragen, um sich selbst klar zu wreden und sich sortieren zu können.
Es zwingt Dich ja niemand, alles auf einmal lösen zu müssen. Oft kann weniger auch mehr sein. Vor allem wenn zu viel in einem Rückfall mündet. Und ich persönlich denke, vieles ergibt sich auch, wenn die Zeit dafür reif ist und man erkennt, wann was zu tun ist.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Marie,
wie geht es Dir heute? Kommst Du klar mit Deinem Neuanfang?
Liebe Grüße
Calida -
Genau,
es waren vielleicht nicht alle Alkoholiker am selben Punkt, als der Gedanke kam, dass es besser wäre aufzuhören. Aber eines haben wir alle gemeinsam: würden wir weitertrinken, würden wir alle am selben Punkt enden. Deshalb: Alkoholiker ist Alkoholiker.
LG - Calida -
Hallo!
ZitatSchön war heute, als mich meine Frau auf Arbeit anrief. Sie stellte ihr Telefon auf laut, da die kleinste Tochter mit ihrer süßen Stimme noch Tschüß sagen wollte. Als ich heute morgen schon aus dem Haus war, schlief die Kleine noch und hatte somit gar keine Möglichkeit.
Aus diesen kleinen Momenten versuch ich mir Energie rauszuziehen.
ich muss mich immer wieder anstupsen, sie wahrzunehmen. Als kleine schöne Momente. Manchmal lauf ich auch nur mit Scheuklappen durch die Gegend, das macht Frust. Aber wenn ich darauf achte, fällt mir einiges auf. Ein nettes kurzes Gespräch im Supermarkt, das Lob eines Kollegen......Muss Euer Urlaub wirklich ganz ausfallen?
Wir finden das Preis-Leistungs-Angebot bei den meisten Urlaubsmöglichkeiten unglaublich schlecht. Mehrere 1000 Euro für zwei Wochen - das ist es uns nicht (mehr) wert. Wir sind da aber kreativ geworden. Wir haben mal andere Länder besucht. Man muss ja nicht nach Spanien oder Italien, nur weil da "alle" hinfahren. Und manches haben wir echt schon fürn Appel und n Ei bekommen. Wir haben da sozusagen den Reiz der Einfachkeit entdeckt:-)Den Kommentar Deines Bekannten würd ich nicht so ernst nehmen. Ich hab so was in der Art auch gehört. Ich hab mich gefragt, ob derjenige vielleicht selbst zu viel trinkt und sich selbst nicht zutraut, es lassen zu können. Und mancher hat von der Krankheit auch keine Ahnung und hält es für übertrieben, dass jemand gar nix mehr trinken will.
Viele Grüße
Calida -
Lieber Frank,
das kommt mir bekannt vor. Wenn ich abends nach Hause komme, ist manchmal nur Geschrei und einer ist mieser drauf als der andere. Da frage ich mich, wieso ich überhaupt heimgekommen bin.
Hast Du mal mit Deiner Frau gesprochen? Findet sie das nicht auch ätzend? Könntet Ihr nicht besprechen, wie Ihr freundlich miteinander umgehen könnt? So, dass Du Dich eben in Deinem Zuhause wohlfühlen kannst und sie auch?
Ich denke nicht, dass automatishc alles gut werden wird, sondern dass Du schon was dafür tun musst.
Bei mir wars so, dass ich lange nicht darüber gesprochen habe, was mich stört, wie ich mich fühle, was ich vermisse. Ich habe unterstellt, dass mein Mann das alles wissen muss, ohne dass ich es sage. Hab mich dann aber innerlich immer aufgeregt, dass meine nicht ausgesprochenen Wünsche nicht respektiert werden. Das war in meinem Fall ein Irrtum. Seit wir so viel wie möglich miteinander sprechen, ist es viel besser geworden, weil wir wissen, was im anderen vorgeht. Und oft wird mir auch klar, dass meine Wahrnehmung nicht immer maßgeblich ist. Und umgekehrt genauso. Weiß ja nicht, ob das auf Euch zutrifft. Aber vielleicht hilfts Dir ja.
Viele Grüße
Calida -
Ich weiß. Deshalb hab ich Dir nen guten Start gewünscht.
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Liebe Thalia,
das hast Du so schön ausgedrückt.
Diese achtsamen Momente, in denen ich mir meiner bewusst werde, sind es bei mir auch, die ein kleines bisschen mehr Selbstliebe erzeugen.Ich wünsche Dir viele schöne solche Momente der Selbstbewusstwerdung.
Liebe Grüße
Calida -
Hallo Barthell,
verstanden werden - auch mit meiner Sucht, aber nicht nur - finde ich auch wichtig.
Am allerwichtigsten finde ich aber, dass ich mich selbst verstehe. Nicht weil ich mit anderen nicht darüber reden will, sondern weil ich mich nicht davon abhängig machen will, ob ich mich gerade austauschen kann oder von Menschen umgeben bin, von denen ich mich unverstanden fühle.
Dabei kann eine Therapie sicher gut helfen, bei mir war es so.
Ich wünsche Dir einen guten Start!
Liebe Grüße
Calida -
Hallo Chris!
So ne überraschende Situation mit Alkohol hat mich zu einem Rückfall gebracht. Ich hab daraus gelernt: nichts muss in Bezug auf Alkohol unbedingt harmlos sein. Ich überlege mir sehr genau, wo ich hingehe und wo nicht.
Ich würde auch nie jemanden einladen, der nicht weiß, was Sache ist. am Ende krieg ich dann ne Flasche geschenkt. Das "es darauf ankommen" lassen kann sehr gefährlich sein.
Deine Liste find ich sehr gut. Du könntest doch mal gucken, in welche "Rubrik" Dein Besuch passt und was Du beachten könntest, dass so etwas nicht mehr passiert.
Und auch der Gedanke an das "Bierchen". Wo passt der hin?
Wenn Du Dir Deine Liste jeden Tag anschaust und auf Deinen Alltag abklopfst, kannst Du damit betsimmt weiterkommen.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Frank!
Ich denke, hinter Deinen Eheproblemen stecken viele Themen, die auch relevant für Deine Sucht sind.
Das Gefühl, immer klein beigeben müssen, z.B., oder dass Du in Frieden leben willst....
Könnte mir vorstellen, dass es dir schon helfen könnte, Dich da detaillierter auszutauschen. Aber das würd ich auch eher im erweiterten Bereich tun.
Kannst ja mal überlegen.
Viele Grüße
Calida -
Liebe Lalu,
ja, so kanns gehen:-)
So ein neues trockenes Leben kann schon auch Einfluss auf andere haben.
Schön, dass Deine Familie an Dich denkt!
Meine Eltern haben immer mehr als gesund getrunken und ich habe nie geglaubt, dass sich das ändern könnte.
Und jetzt trinken beide seit über einem halben Jahr überhaupt nicht mehr. Ich habe mich sehr gefreut. Und es erleichtert so vieles. Ich muss nicht mehr überlegen, wie ich damit umgehen möchte, wenn sie abends trinken, wenn ich dort zu Besuch bin. Wir trinken einfach alle alkoholfrei und ich muss mich nicht zurückziehen. Jedenfalls nicht wegen Alkohol. Toll:-)))
Liebe Grüße
Calida -
Liebe Marie,
Du hats meinen vollen Respekt, dass Du Deinen Rückfall zugibst und darüber schreibst. die meisten sind weg und trinken vermutlich weiter. Du nicht. Und darin leigt Deine Chance, dass Du es schaffen kannst!
Magst Du ein bisschen genauer schreiben, wie es dazu kam, dass du getrunken hast? Und wie es dann weiterging?
Du kannst mit Sicherheit etwas Wichtiges daraus lernen.
Was war der Auslöser? Und was kannst Du aktiv tun, dass das nicht wieder passiert?
Es klingt für mich so, als definierst Du Dich über Deinen Freund. Ob Du Dich wertvoll fühlst oder nicht scheint davon abhängig zu sein, wie er Dich behandelt. Wenn das so ist, ist das nicht gut. In meinen Augen. In meinen Augen geht auch vieles nur über Selbstliebe. Ich muss mich lieben lernen, unabhängig davon, ob mich jemand anders liebt oder nicht. Nur so kann ich Stabilität erlangen und mein Leben leben. Das ist meine Erfahrung und für mich wichtige Voraussetzung, Alkohol oder anderes nicht als Ersatz für etwas ganz anderes zu suchen.
Liebe Grüße
Calida -
Am Wochenende haben wir Urlaub gebucht.
Und ich habe dabei gemrkt, wie ich mich verändert habe.
Früher musste es ein Hotel oder ein Club sein. Ich wollte bestimmten Luxus wie tolle Buffets und eine Poollandschaft und gerne abends Wein auf dem Balkon.
Am Anfang meiner Nüchternheit habe ich noch aus Vernunftsgründen auf solche Urlaube verzichtet, weil Alkohol immer anwesend ist. Ich habe nie tagsüber am Pool konsumiert oder so. Aber trotzdem ist er da und x Leute laufen dann mit ihren Getränken durch die Gegend. Davor habe ich mich die lietzten beiden Sommer aus Vernunft schützen wollen.
Und jetzt war das anders: ich will gar kein Hotel mehr. Klar ist Vorsicht immer noch ein Thema. Aber das ist nicht mein Hauptgrund, weshalb wir uns für ein Ferienhaus entschieden haben. Ich habe angefangen, mich selbst zu finden. Und ich bin gerne mir selbst nah. Das steht für mich im Widerspruch mit der Vorstellung, dass ständig andere Leute um mich rum sind. Ich bin gern für mich und mache mein Ding. Dazu gehört für mich auch, mich auf ein Land einzulassen. Und das geht glaub ich viel besser, wenn ich nicht in so einer Hotelanlage mehr oder weniger abgeschottet bin.
Naja - und Alkohol ist dann eben auch nicht das Thema. Es braucht mich nicht anekeln, wenn Leute mittags schon trinken oder beim Abendessen wie selbstverständlich Wein gereicht wird. Nicht mehr mein Leben. Ich finde mein neues schöner und freue mich darauf:-)
LG - Calida -
Hallo Peerless,
ich glaube, ich habe das ganz am Anfang geschrieben, was Du zitiert hast.
Heute ist das kein Problem mehr für mich. In der Zeit hat sich wahnsinng viel getan.
Kommt drauf an, wo ich bin. Ich bestell mir mal ne richtig ausgefallene Tee- oder Kaffeesorte und genieße das dann richtig.Viele Grüße
Calida -
Hallo Martina!
Ja. Ich will demnächst einen Rückblick schreiben.
Auch darüber, wie ich mich verändert habe. In einigem ticke ich heute ganz anders, was manche auch überrascht, wenn nicht sogar überfordert.
Liebe Grüße und schönen Restsonntag!
Calida -
Wo Leute überall Alkohol reinschütten...
Gestern würde mir Kuchen angeboten. Im einen Kirschwasser, im nächsten ein Likör, im Trockenkuchen Rum.
Nein danke, wie gut, dass ich meine Herrenschokolade in der Schublade habe. Ein Kakaokick bringt's besser.
Schönen Abend!
Calida -
Hallo Christian!
ZitatDie Frage ist warum ich damals immer wieder angefangen habe, entweder habe ich die Gefahr unterschätzt oder ich wollte ganz bewusst wieder konsumieren muss ich mal drüber nachdenken.
Das ist für mich ganz klar. Die Krankheit hat eines im Sinn: dich auf jeden Fall weitertrinken zu lassen. Das ist das Tückische an abstinenten Phasen. Der Alkoholiker denkt: Fein, ich kann also auch mal ohne. Wenn das so ist, dann kann ich ja ruhig weitertrinken. Ich kann ja wieder aufhören.
Das aber kannst Du dann irgendwann nicht mehr. Da gibts dann auch keine abstinenten Phasen mehr.Viele Grüße
Calida -
Liebe Marie,
vielleicht ist es gerade dann, wenn es Dir nicht so gut geht, gut, Dich um Dich zu kümmern in dem Sinne, dass Du Dir ein bisschen Zeit freischaufelst und hier schreibst.
Alkoholismus ist eine Krankheit, die mit Isolation zu tun hat. Wenn mir plötzlich danach ist, mich zurückzuziehen oder ich für ne Weile abtauche, dann ist das für mich ein Alarmsignal. Wenn ich nichts tue, könnte das zu einem Rückfall führen.
Viele Grüße
Calida -
Hallo Christian!
Herzlich willkommen hier:-)
Was die "Trinkfreunde" angeht: als ich für mich klar war, dass ich nicht mehr trinken will, war für mich auch schnell klar, dass ich keine Lust auf solche Treffen habe. Ich musste mich noch nicht mal zwingen, dem Alkoholumfeld fern zu bleiben. Da gings noch nicht mal um die Leute, denn manche konnten sehr wohl was anderes machen außer trinken. Aber ich hab gemerkt, dass ich gar keine Lust habe, mich an nen Tisch in eine Kneipe zu setzen und den ganzen Abend da zu hocken und nichts anderes zu tun. Das unterscheidet halt Trinker und Nichttrinker. Als Trinker hatte ich auch ein Sitzfleisch, jetzt nicht mehr. Wenn ich mich heute verabrede, dann zum Schwimmen, zum Spazierengehen oder privat zum Kaffee. Das macht mir viel mehr Laune. Und dafür kommen auch nur die Leute in Frage, die eben nicht immer und ständig Alkohol brauchen.
Gitarre spielen ist doch schon mal toll! Vielleicht fallen Dir noch ein paar andere Dinge ein, die Du auch mit anderen zusammen machen kannst. Oder eben auch mal allein. ICh habe soviel gelesen, seit ich nicht mehr trinke. Und vorher fast nix, weil ich mich nicht darauf konzentrieren konnte.
Ich wünsche Dir, dass Du viel schönes findest!
LG - Calida