Beiträge von Motek

    Hallo frisco!

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    So merkwürdig sich das anhört, in einer Beziehung ist es glaube ich schwerer aufzuhören, wenn man "erst" da angekommen ist, wo ich bin: man kann sich noch besser was vorlügen.

    Meinst du damit Trinkmengen oder das Noch-Funktionieren trotz täglichem Rausch? Ich kenne solche Gedankengänge (beide) von mir selbst ganz gut. Manchmal bin ich ganz froh, mich nicht weiter 'hingerichtet' zu haben. Gut für mich. Aber: ja, solche Überlegungen können dazu führen, die Sache nicht ernst zu nehmen. Letztlich ist es aber egal, ob ich es leichter oder schwerer habe als andere. Es ist wurscht, wieviel ich brauchte, um umzufallen, oder wieviel Maske ich noch aufrecht erhalten konnte. Wichtig ist, dass ich das nicht mehr will, dass ich für mich lebe, und nicht für den Stoff.

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    Ich habe von anderen hier im Forum gelsen, die am Anfang gemeint haben "bei Ihnen sei das mit der Sucht was ganz anderes".
    Irgendwie habe ich aber das Gefühl, es ist bei mir tatsächlich anders, deshalb bin ich auch aus den SGs die ich in der letzten Zeit mir angesehen habe wieder rausgegangen, da die dort geschilderten Umstände so wenig mit meinem Suchtverhalten zu tun haben.

    hm... unterhalten wir uns in ein paar Monaten nochmal. Tatsächlich macht ja jeder seine Erfahrungen in seiner Welt mit seinen Voraussetzungen. Ich suche nach den Gemeinsamkeiten und versuche, daraus zu schlussfolgern.

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    Kannst Du sagen was das wichtigste in der Zeit für Dich war?

    Mit der Frage hast du mich ein wenig überrascht, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Mehr auf mich achten? Giurgians Motto ist gut: Sorgen Sie dafür, dass es Ihnen gut geht!
    Ganz offen... unterhalten wir uns in ein paar Monaten nochmal. :lol:

    Grüße!
    Brass

    Hallo Frisco,

    toll, das du eine Entscheidung getroffen hast! Mir hat die emotionale Entscheidung geholfen- das Wissen, das ist jetzt keine Trinkpause- ich bin abhängig und werde mich krank, einsam, arbeitslos saufen bevor mich der Stoff tötet, wenn ich jetzt nicht aufhöre. Nun bin ich aber auch erst seit 2,5 Monaten dabei... oder eben nicht mehr. Jeder hat eigene Strategien und Wege. Hast du mal mit einem Suchtberater gesprochen?

    Grüße!
    Brass

    Hallo Wolfgang,
    das hört sich doch schon mal gut an. Vielleicht kannst du mit Magnesiumpräparaten etwas gegen die Krämpfe tun. Hat der Arzt irgendwas dazu gesagt? Ich bekam von meiner Ärztin für alle Fälle (Panikattacken) noch eine Überweisung zum Neurologen.
    Viele Grüße! brass

    Hallo Step,

    schön, dass du dich meldest und es dir gut geht. Dein Faden war einer der ersten, den ich gelesen habe.

    Zitat

    Ich bin trocken und dankbar es zu sein.

    Ich freue mich für dich. Weitermachen :lol:

    Viele Grüße
    brass

    Hallo Hesse,

    hier dann also auch der Senf von mir :lol:

    Vermutlich gibt es wenige von uns, die keine Existenzängste beim ersten Schritt/ Selbsterkenntnis als Alkoholiker und Arztgespräch/Entgiftung hatten. Und danach erleichtert waren, dass sie es gemacht haben. Also: nur Mut!

    Viele Grüße
    Brass

    :shock: wo sind die Neuen? Na dann:

    tja, was bedeutet für mich Selbsthilfe- und was erwarte ich von der Gruppe, vom Forum? Ich brauche immer eine Weile, um solche Fragen für mich zu verdauen :D

    Ein Grundthema war für mich von Anfang an mein Selbstvertrauen/ besser: das Vertrauen in die eigene Urteilsfähigkeit. Beim ersten Schritt und der Erkenntnis "ich bin alkoholkrank und muss sofort etwas tun" habe ich ganz bewußt und mit Überwindung von meinem Urteilsvermögen und Bauchgefühl Abstand genommen. Das hat nämlich immernoch gesagt: klar ist die Wohnung eine Müllhalde mit Massen Pfandgut, deswegen bin ich nicht gleich krank oder abhängig. Schließlich hat die Fassade ja auch noch recht gut funktioniert, grad selbstständig geworden, engagiert in der Gemeinde usw.
    Daher: die ersten Wochen waren geprägt davon, dass ich mir bewußt von außen Rat und Wege gesucht habe, viel nachgelesen und auf Andere gehört, auch wenn es mir nicht gepasst hat. Das widerspricht ein wenig einer radikalen Interpretation des Wortes Selbst-Hilfe. Aktuell ist seit Wochen mein Stand, zu überlegen, ob und wieviel organisierte Therapie/Entwöhnung/Reha meine Basis für langfristige Trockenheit sein soll. Also konkret: mache ich eine ambulante Entwöhnung? Stationär hatte ich für mich schon vorläufig ausgeschlossen. Leider ist mir mein Suchtberater in der Meinungsfindung keine Hilfe, er will keine Meinung machen. Das ist ein wenig ... unkomfortabel für mich, einfacher wäre ein Satz wie: "Um stabil zu bleiben, mußt du.......... machen". Dass es so nicht funktioniert, ist klar, auch wenn es mir nicht gefällt. Meine wichtigste Notiz aus der letzten Gruppensitzung ist Folgende: "Kotz: jeder A**** propagiert eine andere Variante"]. Statt dessen klingelt mir häufig der Satz "Sie selbst machen Ihren Plan" durch den Kopf.

    Also nun doch selber denken. Dabei hilft mir das Forum mir zu wichtigen Erkenntnissen (z.B. Thema Risikominimierung)- durch die Erfahrungen Anderer komme ich zu Ergebnissen für mich selbst.

    Übrigens ist meine Meinung zur erweiterten Behandlung: ich such mir jetzt nochmal eine vernünftige Gruppe (zusätzlich zum Forum). Und die Reha mache ich, wenn ich merke, dass ich ohne Therapie nicht klarkomme.

    Viele Grüße
    Brass

    Willkommen Yannick!

    Nimm dir Zeit und lies dich ein.

    Im Bezug auf den Umgang mit dem Reissen/Suchtdruck... Es kommt darauf an [sorry, der musste sein... beim Juristen :shock: ]. Aber ein wenig ist es wohl so, der Entzug und Druck äußert sich bei jedem anders. Ich bin einer der leichteren Fälle/ kaum Entzugserscheinungen / und selbst noch recht frisch, verspüre ich Druck, kippe ich ne Menge Cola (viele andere nehmen Sprudelwasser, mag ich halt nicht so) in mich rein. Ein voller Bauch kann schon helfen. Viele von uns bekommen auch Heißhunger auf Süßkram, ich schließe mich da ein- der Körper ist an die Kalorien/ Zucker aus dem Alk gewöhnt. Wenn es zwischenzeitlich zur Zunahme führt- alles ist besser, als Saufen.

    Wie gesagt, du wirst in den Fäden Vieles finden, das auch dir helfen kann.
    Du schaffst das!

    Viele Grüße
    brass

    Hallo an Alle,

    vor gut 4 Wochen bin ich alkoholfrei durchgestartet, vor drei Wochen hab ich mich in den geschlossenen Bereich verabschiedet. Vielleicht ein guter Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz.
    Ich brauche noch immer Überwindung, mich als alkoholkrank zu bezeichnen. Mein Umfeld weiß Bescheid- Kollege, ein paar enge Freunde, Familie von manchen Neffen bis zur Großmutter (wir sind ziemlich eng und treffen uns oft), sehr wenige im erweiterten Umfeld- hier möchte ich gern selbst entscheiden, wen ich einbeziehe. In manchen Fällen kann ich mich nur verständlich erklären, wenn ich die Karten auf den Tisch lege; ich mag es nicht, jemanden im Regen stehen zu lassen, ohne klarzumachen, dass ich einen wichtigen Grund habe. Zuletzt war das heute/gestern der Fall, einen liebgewonnenen Nebenjob im Nassen Umfeld beenden. Das hatte ich schon eine Weile vor mir hergeschoben, weil die mich auch gern dabei haben und ich gern gebraucht werde. Und nicht wußte, wie ich den Ausstieg begründe, ohne den Hammer ALKOHOLIKER auszupacken. Das hab ich also nun gemacht, Grundthema: alkoholfreies Umfeld. Ich bin stolz darauf, endlich konsequent gewesen zu sein, und traurig, etwas liebgewonnenes aufzugeben. Aber frisch abstinent und auf einem Event zum Personal gehören- das kann nicht mal ich mir zurechterklären.
    Die Wohnung ist zum ws ersten Mal seit Einzug langfristig alkoholfrei UND ohne alk-freies Bier. Keine Substitute außer Süßkram :)
    Das Haus meiner Eltern ist das leider nicht. Deswegen steige ich da nicht mehr ab, auch wenn ich bisher gern bei meinen Leuten übernachtet habe. Glücklicherweise kann ich ja nun zu jeder Tages- und Nachtzeit bedenkenlos ans Steuer :roll:

    Wie komme ich klar: Gott sei Dank habe ich selten Suchtdruck, bisher auch nur leicht, wenn es mal passiert. Hier kann ich noch an Gegenmaßnahmen arbeiten, letztes Mal ging es mehr oder minder zufällig durch -es darf gelacht werden- Bürokratie weg/ stur Zahlen zusammenzählen im Job. Da gibts aber noch andere Möglichkeiten, die ich eben nur benutzen muss... ein schönes Lied spielen. An schlimme Konsequenzen denken. Und die Freunde anrufen, die mir das für solche Fälle angeboten haben.

    Gesundheit und Therapie
    Es fehlt noch der Komplettcheck beim Arzt.
    Ich bin noch nicht sicher über das Therapiethema. Immo bin ich in einer Orientierungsgruppe. Manchmal denke ich zwar, ich wär schon weiter. Dann merke ich aber, dass ich aus der Gruppe wieder aus Grundfragen schöpfen kann (Was hat mir am Konsum gefallen. Was passiert mit mir, wenn ich wieder einsteige.). Ich versuche, das ernst zu nehmen. Und merke dann, dass solche Fragen durchaus nicht abschließend beantwortet sind. Schon klar, wann und in welchen Situationen habe ich getrunken. Das 'warum' ... da ist noch dran zu forschen. Eine Langzeit möchte ich immernoch nur machen, wenn es nicht anders geht (Arbeit, Umfeld, und ja, Hemmungen). Eine ambulante Reha scheint mir aber sehr sinnvoll (nicht beantwortete Fragen...)

    Emo
    Ja, die Anfangseuphorie hat sich abgeflacht. Ab und an holt mich eine Traurigkeit ein. Die erlebe ich dann eben. Abends macht sich einfach-ins-Bett ganz gut ;) Apropos Bett. Ein Gedanke noch. Ich esse wieder mehr Äpfel. Und muss dabei regelmäßig an Silberkralle denken. Matthias, deine Sprüche prägen halt....

    Viele Grüße
    brass

    Hm, hast du mal über den erweiterten Zugang nachgedacht? Es gibt im erweiterten Bereich einen SOS-Threat, in dem man jemanden in den Chat rufen kann, wenn es akut drückt. Der Chat ist also ws auch für die erweiterten Zugänge, frag doch mal Karsten oder einen Mod? Viele Grüße

    Hallo Pascal,

    willkommen auch von mir. Du sprichst von Druck- hast du eine Strategie, um ohne viel Getrigger über das Wochenende zu kommen, oder macht das WE-Thema für dich keinen Unterschied?

    Viele Grüße
    brass

    Hallo Marnie,

    willkommen auch von mir.
    Bei deiner Vorgeschichte beiben mir echt die Worte weg.

    Ich bin noch sehr frisch und war heute zum ersten Mal bei einer (therapie-)Vorbereitungsgruppe. Mir fällt es jedes Mal schwer, die Karten auf den Tisch zu legen. Auch bei Leuten, die ich nicht kenne und die in einer ähnlichen Situation sind. Wie ging es dir denn mit der Gruppe?

    Viele Grüße
    brass

    Zitat von Hans im Glück

    Hallo Brass,

    Dieser Verzicht ist keiner, sondern eine Chance.
    Nämlich die Chance auf Freiheit und 'nebenbei' die Chance auf Gesundheit und kein vorzeitiges Ende infolge einer Leberzirrhose.

    Das nicht mehr trinken darf nur keinen leeren Raum erzeugen, der den Gedanken an Verzicht nahelegt, sondern ausgefüllt werden mit Dingen, die dir Spaß machen und deine Gedanken weiterbringen.

    Hallo Hans,
    wie beschrieben soll für mich Freiheit gedanklich an der Stelle von Verzicht stehen. Ebenso hier wie auch mit den Strategien, den leeren Raum zu füllen, stehe ich noch am Anfang. Gerade beim zweiten Gedanken werde ich eine Weile ausprobieren müssen---

    Ich werde diesen Threat jetzt ein wenig vernachlässigen und mich im geschützten Bereich einnisten.

    Viele Grüße
    brass